Derzeit wird ja in der EU-Kommission diskutiert, ob Plastiktüten mit einer Abgabe belegt werden sollten – und auch der letzte Bundesparteitag der Grünen im November vergangenen Jahres hatte sich für eine Zwangsabgabe auf die Tragetaschen ausgesprochen. Grund hierfür ist deren Langlebigkeit, von der ich mich heute selbst überzeugen konnte.

Je nach Kunststofftyp kann die Zersetzung einer weggeworfenen Plastiktüte bekanntlich mehrere hundert Jahre dauern, was natürlich zu erheblichen Problemen bei der Entsorgung führt. Insbesondere direkt in die Umwelt geworfene Plastiktüten stellen noch auf viele Jahre hin eine Todesfalle für wildlebende Tiere dar; im Meer entsorgter Plastikmüll sammelt sich dagegen strömungsbedingt in riesigen Müllinseln. Wie langlebig dieses Problem tatsächlich ist, kann man sich leider nur schwer vor Augen führen, da alte Plastiktüten in aller Regel verbrannt werden und man sie dementsprechend nur selten zu sehen bekommt. Dank eines von meiner Frau frequentierten Nähstübchens, in dem – erfreulicherweise – alte Plastiktüten wiederverwertet werden, fiel mir gestern allerdings dieses Exemplar in die Hände:

i-a745747835da5efea2c1f45bf2bdefe9-DDR-Plastiktuete-thumb-512x848.jpg

Das hier beworbene Nationale Jugendfestival der DDR zur Feier des 30jährigen Jubiläums der Staatsgründung fand vom 1. bis zum 3. Juni 1979 in Berlin statt – die Tüte ist also gut 33 Jahre alt und damit älter als ich. Dennoch ist sie in geradezu exzellentem Zustand, einzig der Aufdruck auf der Vorderseite hat in den letzten 30 Jahren etwas gelitten. Dies lässt erahnen, wie lange uns etwa die “Plastikinseln” in den Ozeanen noch erhalten bleiben dürften – und es sagt durchaus auch etwas über die Wiederverwendbarkeit derartiger Tüten aus, die hierzulande ja im Schnitt schon nach nur 25 Minuten der Nutzung entsorgt werden.

Plastiktüten en masse haben wir am Montag übrigens auch bei der Aufräumaktion des Wernigeröder Wildfisch- und Gewässerschutzvereins (über dessen Arbeit ich ja hier schon mal berichtet hatte) aus der Holtemme gezogen – neben erheblichen Mengen anderen Mülls, darunter Teppichen, Regenschirmen und Reifen. Schon erstaunlich – und traurig – wie viele Menschen selbst in einer Kleinstadt wie Wernigerode ihren Sperrmüll im Fluss entsorgen…

i-26482586347ef6a95e1263c19a6728de-Reinigungsaktion-thumb-512x288.jpg
i-9a4a40417587b1f93fb85beb54905406-Reinigungsaktion-02-thumb-512x288.jpg

Unterstützt das Thema OpenAccess beim Zukunftsdialog

Noch bis zum 15. April kann beim Zukunftsdialog der Bundesregierung über die Zukunft dieses Landes diskutiert werden. Ich bitte alle Leser, meine Vorschläge zu den Themen “Mehr Open Access in der Forschung” sowie “Bessere Arbeitsbedingungen an deutschen Hochschulen” durch einen einfachen Klick (ohne Registrierung möglich) zu unterstützen.
Nähere Informationen zu diesen beiden Vorschlägen finden sich hier.

 

Kommentare (75)

  1. #1 Hanno
    28. März 2012

    Das passt doch bei der Gelegenheit super: Ein geniales Youtube-Video zum Thema.

    War Teil einer Kampagne für ein Plastiktütenverbot in Kalifornien. Leider bislang nicht erfolgreich…

  2. #2 Lars Fischer
    28. März 2012

    Die Taschen mit “40 Jahre DDR” sind uns ja zum Glück erspart geblieben… ^^

    Ich bin grundsätzlich ja skeptisch bei Zwangsabgaben, aber angesichts des Ausmaßes der Problematik und vor allem wenn man sieht wie mit Plastiktüten rumgeaast wird ist es absolut sinnvoll, die Dinger teurer zu machen.

  3. #3 Ludger
    28. März 2012

    Sind die Tüten mengenmäßig das Hauptproblem? Was ist mit Gebrauchsgütern, Lebensmittelverpackungen und Bauteilen aus Kunststoff? Ein Wäschekorb aus Korbweide hält 40 Jahre und kann dann kompostiert werden. Ein Wäschekorb aus Kunststoff hält je nach Qualität 0 bis 3 Jahre und wird noch nicht einmal vom “GrünerPunktVerein” mitgenommen, wenn er kaputt ist. Was ist mit Industrieverpackungen und mit landwirtschaftlichen Folien? Ich frage mich, ob es sich bei der Steuer auf Plastiktüten nicht eher um eine Symbolhandlung handelt. Die oben gezeigte DDR-Plastiktüte ist wahrscheinlich noch aus PVC ? Damit man nachlesen kann, was aus PE außer Tüten noch alles gemacht werden kann: http://de.wikipedia.org/wiki/Polyethylen#Anwendungsgebiete

  4. #4 M. Plastik
    28. März 2012

    Mal eine andere Sicht:
    Die Archäologen der fernen Zukunft werden es uns danken und die Natur wird auch Verwendung dafür finden, bestimmt entstehen auf den Meeren ganz neue Lebensräume für Tiere wie die LidlKrabbe und den Sixpacksnapper.

  5. #5 Theres
    28. März 2012

    @Ludger
    Genau – bin deiner Ansicht. Aber es gibt eine orange Tonne, für das Zeugs, das nicht in die Gelbe gehört, jedenfalls in Berlin. Vermutlich wird nur das wenigste recycled und der Rest verbrannt – was mich schon seit Jahren ärgert. Aber vermeide mal Plastik wenigstens beim Einkaufen! Markt – mit eigenen Gefäßen? Jaaa, wenn der mal aufhätte, wenn ich frei habe. Sonst geht es durchaus ganz gut, und meine “hübsche” Weihnachtsttüte hält auch schon seit zwanzig Jahren 🙂
    Die Steuer auf Plastiktüten ist jedenfalls Aktionismus, am Thema vorbei und trifft die Falschen, ist meine Meinung. Kompostierbare Kunststoffe, die wären es oder der Zwang nur dann Kunststoffe einsetzen zu dürfen, wenn ein effektiver Recycling- Kreislauf nachzuweisen ist … Doch mit Glück sensibilisiert sie die Leute für die Problematik und die nehmen wenigstens Einkaufstaschen aus Stoff.
    Jute statt Plastik – wie lange ist das her? Neu ist das Problem nicht gerade …

  6. #6 roel
    28. März 2012

    @Ludger Der Vergleich 40 Jahre Korbweidenkorb/0-3 Jahre Kunststoffkorb hinkt. Der Grüne Punkt ist für die Entsorgung von Verpackungsabfällen gemacht, Wäschekörbe laufen nicht unter Verpackung. Industrieverpackungen werden i.d.R. getrennt gesammelt und entweder recyclet oder thermisch recyclt (ich unterscheide das). Zu den von dir genannten Kunststoffmüllquellen noch eine Ergänzung: Im zunehmenden Maße verschmutzen in der Waschmaschine gelößte Kunststoffe aus der Kleidung die Umwelt (bei Bedarf verlinke ich noch auf einen entsprechenden Artikel). Warum PVC? In Westdeutschland waren die Tüten so weit ich weiß aus PE oder PP.

    Zu ungeahnten Problemen durch falsche Kunststoffentsorgung siehe hier: http://www.scienceblogs.de/science_meets_society/2012/01/perfluorierte-kohlenstoffverbindungen-schadigen-impfschutz-von-kindern.php

    Zu Kunststoff-Verpackungen im speziellen Chipstüten siehe hier http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2012/03/warum-chipstuten-rascheln.php

  7. #7 Ludger
    28. März 2012

    roel·28.03.12 · 13:09 Uhr
    @Ludger Der Vergleich 40 Jahre Korbweidenkorb/0-3 Jahre Kunststoffkorb hinkt. Der Grüne Punkt ist für die Entsorgung von Verpackungsabfällen gemacht, Wäschekörbe laufen nicht unter Verpackung. […]

    Ich sags doch: Symbolhandlung.

  8. #8 Spoing
    28. März 2012

    Ich bin eigentlich ein großer Freund von Kunststofftüten.
    Ich sehe das Problem eher in der Tatsache, dass der Wert (und der Schaden) von Müll einfach nicht in den meisten Köpfen drin ist.
    Den Schaden den Müll anrichtet sieht man zwar immer wieder, aber das “Bischen” was man selber macht, scheint da nicht zu zu gehören. (das wird wohl immer so bleiben: Die Ausrede: “Aber die Anderen machen das auch” ist wohl so alt wie die Sprache selbst)
    Anekdote dazu: Wohne selber neben einen großen Park in dem viele Studenten (mich eingeschlossen im Sommer ihre Freizeit verbringen. Viele der möchte-gern “Weltverbesserer” lassen nach dem Grillen ihren Müll einfach da liegen, so dass der Park morgens immer aussieht wie Sau. Darauf angesprochen ist man dann ein Spießer und schlimmeres. Aber wer keine Grünen wählt, der zerstört natürlich die Umwelt)
    Anders sieht es beim Wert aus, wenn eine Tüte 5 Cent kostet hat sie keinen Wert. Bei 50 Cent ist sie auf einmal Wertvoll.
    Wenn eine Tüte bei 50Cent kosten dann 10mal statt einmal verwendet wird, ist es noch nicht mal teurer.

    Zwar bin ich grundsätzlich immer gegen Zusatszgebüren, und für Tüten scheint mir das auch eher Aktionismus, als wirklich Notwendig zu sein. Aber ich habe mich in dieser Hinsicht in der Vergangenheit auch schon zwei mal geirrt.
    Beim Benzinpreis habe ich mittlerweile eine ähnliche Meinung dazu wie unser ehemaliger Bundespräsident Horst Köhler.
    Und auch den Einwegpfand muss ich Rückblickend als durchaus positiv bewerten.

    Auf jeden Fall kann man sagen, dass die Ansichten sich zum Glück langsam von Müll zu Wertstoff wandeln.

  9. #9 roel
    28. März 2012

    @Theres Vielleicht nimmt sich ja mal jemand dieses Themas an. Früher wurde der komplette Hausmüll in eine Tonne gekippt und in der Müllverbrennungsanlage verbrannt. Heute wird getrennt in Kompostierbaren Müll, Verpackungsmüll (=grüner Punkt) und Restmüll. Glas und Metal werden meist gesondert recyclet. Der Restmüll ist für die Müllverbrennungsanlage gedacht und wird da thermisch recyclet (=Energiegewinnung). Da der aber nicht so gut brennt, wie zuvor der unsortierte Müll, müssen die Müllverbrennungsanlagen den “Grünen-Punkt-Müll” zukaufen und verbrennen beide zusammen. (Da hat man aus dem nichts eine Industrie aufgebaut, die für nichts gut ist) Der Grüne-Punkt-Müll kann auch nicht anderweitig recyclet werden, da es sich größten Teils nicht um sortenreine Kunststoffe sondern um Verbund- oder Coexfolien handelt, die nicht kostengünstig getrennt werden können.

    “Kompostierbare Kunststoffe, die wären es” Die sind jedoch das 3-5 fache so teuer. Und sie sind nicht auf dem normalen Kompost kompostierbar, sondern brauchen dafür hohe Temperaturen (60-80% aus dem Gedächtnis). Das weitere Problem ist, sie werden anfangs von den Leuten nicht gesondert wahrgenommen sondern in den regulären Müll geworfen und verbrannt.

    Zu der von dir erwähnten “Jute statt Plastik”-Zeit war das Bestreben, den Müll so gering wie möglich zuhalten. Versucht wurde dass durch Groß- und Nachfüllpackungen. Sieht man sich die heutigen Verpackungen an – kleine Verpackungen für Singelhaushalte, mit 60g Inhalt (früher 250g), ganz schlimm: Kapseln für Kaffeezubereitungen etc – ist dieses Bestreben komplett gescheitert.

  10. #10 Tim
    28. März 2012

    Die weitaus meisten Plastiktüten werden doch in Afrika und Asien weggeworfen (und landen über Flüsse im Meer), soweit ich weiß. Was soll die EU-Abgabe bringen?

  11. #11 roel
    28. März 2012

    @Tim siehe http://www.nabu.de/themen/meere/plastik/ “20.000 Tonnen Plastik gelangen Jahr für Jahr in die Nordsee.” und http://www.bund-steinburg.de/aktuelles/175-plastikmuell “Schätzungsweise 20.000 Tonnen Müll landen jedes Jahr in der Ostsee.”

  12. #12 Ludger
    28. März 2012

    aus: http://www.nabu.de/meeresschutz/NABU-Broschuere_Muellkippe_Meer.pdf (vom Link, den roel oben angegeben hat).

    Herkunft des Plastikmülls
    Fischerei: Bis zu zehn Prozent des Mülls stammen von verloren gegangener Fischereiausrüstung. Das sind jährlich etwa 640.000 Tonnen.
    Schifffahrt: Trotz Verbot durch internationales Recht entsorgen viele Schiffe ihre Plastikabfälle noch immer illegal im Meer.
    Offshore-Industrie: Zu den Müllverursachern auf See gehören auch Forschungs-, Öl- und Gasplattformen oder Aquakulturanlagen für Fische und Schalentiere.
    Zufluss von Land: Über kommunale Abwässer, Mülldeponien, illegale Entsorgung
    und Tourismus gelangt stetig Müll vom Land ins Meer.

    Wir sind uns einig, dass Plastikmüll im Meer eine Katastrophe ist. Die Frage ist aber, ob eine Steuer auf Plastiktüten das Problem lösen hilft.

  13. #13 roel
    28. März 2012

    @Ludger Eine Frage ist auch, wenn man die Plastiktüten besteuern will, wieviel von dem Müll machen die aus. Ich weiß es nicht, denke aber, dass es ein großer Anteil ist. Die Frage die du stellst, ob eine Steuer auf Plastiktüten das Problem lösen hilft, kommt dann hinzu. Wenn ich mir die bisherigen Maßnahmen zur Begrenzung oder Sinnvollem Recycling des Müllvolumens anschaue, dann bleiben nich viele positive Maßnahmen über. Metall und Glas ist einigermaßen gut gelöst, Kunststoffflaschen mit Pfand denke ich ist gut gelöst. Was ich vom Grünen Punkt halte, geht aus meinem Kommentar an Therese hervor. Das System der Großverpackungen ist gescheitert, das der Nachfüllpackungen größtenteils auch.

    Vielleicht kann man ein Pfandsystem für Tüten entwickeln? Ich kann es mir vorstellen, allerdings schwerer als das System für Flaschen.

    Ich denke wir müssen weg vom Kunststoff hin zu einfachen recyclebaren Lösungen die noch dazu biologisch abbaubar sind. Das wäre doch mal eine schöne Aufgabe.

  14. #14 Theres
    28. März 2012

    Laut Wiki werden pro Jahr 65 Plastiktüten pro Person erzeugt, laut Spiegel von 2011 sind es 500 … hm. Tja. Keiner weiss es? Ich suche nochh mal weiter, wenn ich Zeit habe …

    Trotzdem: Kunststoffe wären Rohstoffe und müssten nicht verbrannt werden – und die Folien aus Maisstroh oder woraus sie auch immer bestehen, könnten ruhig klarer gekennzeichnet sein. Sie brauchen länger und die erforderliche Temperatur erreichen korrekt befüllte Kompostierer angeblich. (Kein Link, war eine Zeitung und ist länger her.)
    Plastiktüten bekomme ich übrigens nicht umsonst, fast nirgends, allerdings tauchten überall diese Grossraumtüten und diverse Tiefkühltüten auf. Aus Kunststoff …

  15. #15 Jonas W.
    29. März 2012

    Das Plastiktütenvideo hätte man auch super mit dem Eröffnungstheme von Forrest Gump im Hintergrund machen können 😉

  16. #16 roel
    29. März 2012

    @theres
    Hier mal direkt vom Handelsverband: http://www.einzelhandel.de/pb/site/hde/node/1496999/Lde/index.html

    „Plastiktüten: Besteuerung oder Pfand unnötig!
    21. März 2012
    Die Überlegungen von EU-Umweltkommissar Janesz Potocnik zu Pfand oder Steuern auf Plastiktüten gehen für Deutschland in eine völlig falsche Richtung. Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht keinen Anlass für eine derartige Regelung. „Deutsche Verbraucher sind Weltmeister im umweltbewussten Plastiktüten-Verbrauch“, so HDE-Geschäftsführer Kai Falk. Im Vergleich zu anderen Ländern geben die deutschen Handelsunternehmen deutlich weniger Tüten ab. So verwendet jeder Verbraucher hierzulande im Schnitt pro Jahr ca. 65 Plastiktüten, US-Amerikaner dagegen das Fünffache. Die Zahl in Deutschland ist auch deshalb vergleichsweise niedrig, weil insbesondere Lebensmittelhändler Plastiktaschen schon heute nur gegen Entgelt abgeben, wobei der Preis meistens zwischen 10 und 30 Cent variiert. Durch diesen „Tütengroschen“ konnte der Verbrauch in Deutschland auch ohne gesetzliche Vorschriften deutlich gesenkt werden. Darüber hinaus sind Plastiktüten in Deutschland von der Verpackungsordnung und dem Dualen System erfasst, so dass sie eingesammelt werden und nicht in der Landschaft landen.

    Überhaupt sind Plastiktüten deutlich weniger umweltbelastend als oft verbreitet. Etwa drei Viertel der Konsumenten benutzen Einkaufstüten mehrfach. Die Plastiktüte ist kein Wegwerfprodukt. Die in Deutschland verwendeten Einkaufstüten bestehen zu einem großen Teil aus Recyclingplastik, das vollständig wiederverwertet werden kann. „Außerdem bietet der Einzelhandel seinen Kunden Alternativen zur Plastiktüte an: Die Verbraucher können in der Regel auch zu Papiertüten oder Stofftaschen greifen. Umweltbewusster geht es kaum,“ so Falk. „Eine einheitliche EU-Regelung für eine Steuer oder ein Pfand auf Plastiktüten macht keinen Sinn. Dafür sind die Voraussetzungen in den einzelnen Ländern einfach zu unterschiedlich. In Deutschland haben wir da keinen Bedarf.““

    Das muß man allerdings etwas korrigieren. „Darüber hinaus sind Plastiktüten in Deutschland von der Verpackungsordnung und dem Dualen System erfasst, so dass sie eingesammelt werden und nicht in der Landschaft landen“ Es geht ja gerade nicht um die durch das duale System eingesammelten Tüten, sondern um die vom Benutzer weggeschmissenen Tüten. Ähnlich könnte man argumentieren, dass es in Deutschland eine Verkehrsordnung gibt und daher keine Unfälle im Strassenverkehr vorkommen.

    „Die in Deutschland verwendeten Einkaufstüten bestehen zu einem großen Teil aus Recyclingplastik, das vollständig wiederverwertet werden kann.“ Ich habe mal ein bisschen recherchiert:
    http://www.ommer.de/produktion/der-produktionsprozess/index.html verwendent bei der Plastiktaschenproduktion kein recycletes Material.
    http://www.rhein-plast.de/produkte-loesungen/pe-folien-produkte.jsp Stellt Plastiktüten her, recyclet auch PE selber, nutzt dieses aber nicht für die Plastiktüten.
    http://www.bellabags.de/ „Auch bei Plastiktüten bieten wir neben dem herkommlichen Material, recycled und biodegradable Material an.“
    Ich denke das der weitaus größere Anteil nicht aus recycleten Rohstoffen produziert wird.
    Und der Nebensatz: „das vollständig wiederverwertet werden kann“ ist richtig, aber es wird halt nicht wiederverwertet, so weit ich weiß.

  17. #17 roel
    29. März 2012

    @Theres Ergänzung: Die Firma Riba ist einer der ganz großen Plastiktaschenhersteller.
    “Die im Unternehmen anfallenden Folienabfälle werden inhouse recycelt und zu Müllsäcken verarbeitet.” Also nichteinmal die sortenreinen eigenen Abfälle werden zu Tragetaschen recyclet sondern zu Müllsäcken. Siehe auch http://www.ribapackaging.com/index.php?&path=philosophy&lang=de

  18. #18 Theres
    29. März 2012

    @roel
    So hatte ich mir das vorgestellt, ganz vielen Dank für deine Mühe.
    Da könnte der Gesetzgeber wirklich sinnvoll eingreifen, nur weiss er das auch …

  19. #19 BreitSide
    30. März 2012

    1) Wo ist das Problem?
    2) Wo ist die Alternative?

    Zu 1: Das Problem ist, dass wir vom Gesichtssinn dominiert sind. Flatternde Plastiktüten stören uns einfach viel mehr als alle anderen, aber viel schwerwiegenderen Umweltbelastungen. Man denke nur an die CO2-Emissionen. Oder an die wunderhübschen Kondensstreifen der Verkehrsflugzeuge.

    Ca. 3% des Erdöls wird zu Kunststoff verarbeitet, 97% werden gleich verbrannt. Wo liegt also das Problem, die restlichen 3% auch noch zu verbrennen?

    Außerdem stehen längst maschinelle Sortierverfahren bereit, die besser sind als der Mensch. Das duale System hat die Sache nur erfolgreich blockiert.

    Zu 2: Papiertüten sind energie- und rohstoffaufwendiger in der Herstellung als Plastiktüten.

    Und wesentlich weniger häufig wiederverwendbar.

    “Richtige” Taschen hat man eben nicht immer dabei. Plastiktüten kann (ok, könnte) man einfach in irgendeiner Tasche immer dabei haben.

    PS: Ich selbst komme etwa auf eine Handvoll Plastetüten pro Jahr durch Situationen, in denen ich nicht vorbereitet bin.

    Ansonsten habe ich eine starke Abneigung gegen die Dinger. Die sich aber – wie oben gezeigt – nicht wirklich rational begründen lässt.

  20. #20 8
    30. März 2012

    Was mich immer stört ist das rufen nach dem Staat. Man fordert immer nur anstatt selbst etwas zu unternehmen. Und wenn dann nichts passiert sagt man, aber ich bin doch dafür, dass.
    Eine Lösung wäre, wenn die Geschäfte einfach keine Plastiktüten mehr herausgeben würden, und für die die keine Tasche dabei haben langlebige Stofftaschen für wenig Geld anbieten.
    “Viele haben zuerst gesagt, das Plastik muss doch die Regierung verbieten, aber nach und nach ist ihnen klar geworden, dass wir uns zusammentun müssen um die Regierung zum Handeln zu bringen.”
    Das Zitat stammt aus dieser kleinen Reportage (drei Minuten): http://www.arte.tv/de/Indien–ein-Dorf-ohne-Plastik/2945858.html
    Es lohnt sich da mal rein zu gucken.

  21. #21 Bin doof!
    30. März 2012

    bäh ihr seid doof voll, dat hat A. Einsten gesag’t nur bei Weltall da sei selber nic soo sicher!

  22. #22 roel
    30. März 2012

    @BreitSide Hm ich mache mir schon Gedanken um die 3% aus der Erdölraffenerie. Aber natürlich auch um die restlichen 97%. Du machst dir doch auch Gedanken um 0,04% der Luft. Das kann man prozentual nicht sinnvoll ausdrücken.

  23. #23 roel
    30. März 2012

    Ich hatte gestern bei einigen Kunststofftütenherstellern nachgefragt, warum sie kein Recyclat bei der Tütenproduktion einsetzen. Der Grund ist, dass die meisten Tüten schön weiß aussehen sollen (natürlich im unbedruckten Bereich). Mit dem Recyclat aus bedruckten Tüten, kann man dieses Weiß nicht mehr erzielen, sondern einen Grauton.

  24. #24 BreitSide
    30. März 2012

    @roel· 30.03.12 · 09:46 Uhr

    Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich…

    Du wendest hier dieselbe Taktik an wie die Klimaleugner, nur umgedreht. Außerdem wird ja die Hälfte der Energie beim Verbrennen wieder zurückgewonnen. Bleiben noch 1,5%.

    Außerdem hast Du ja vernommen, dass die Alternativen auch nicht besser sind.

    Außerdem wird nicht alles Plastik dieser Welt zu Tüten verarbeitet. Mögen es 10% sein? Bedenke, auch ein Großteil unserer Kleidung ist Plastik.

    Langsam kommen wir in die Richtung der 0,04%…:-)

    Oder Du machst eine andere Rechnung auf: Du verbrauchst 100 Plastiktüten im Jahr. Dann wiege mal die 100 Tüten, wenn Du eine so genaue Waage hast. Multipliziere das Gewicht mit 2, dann kommst Du – mit guter Sicherheitsmarge – auf das eingesetzte Rohöl. Und dann rechne mal aus, wieviele Meter Du damit Auto fahren kannst.

  25. #25 Dr. Webbaer
    30. März 2012

    Wieder ein klarer Fall von Ökologismus.

    Selbst wenn die biologische Verwertung 1.000 Jahre dauern sollte, wäre dies kein Problem für die Erdbewohner.

    Es besteht kein Drang und kein Zwang die Erde in einem bestimmten Sinne “sauber” zu halten.

    MFG
    Dr. Webbaer (der den unübersehbaren Wandel der Union ansonsten freundlich beobachtet)

  26. #26 BreitSide
    30. März 2012

    Natürlich muss der titelgeile WeBbarsch seinen braunen Senf dazugeben.

    Wie immer völlig am Thema vorbei.

    Dass dem reaktionären Zottel jeglicher Gedanke an Umwelt am haarigen Hinterteil vorbeigeht, wissen wir ja schon lange.

  27. #27 ulfi
    31. März 2012

    Nichts zum Thema direkt, aber bei deinem Link für die Petition für die bessere Arbeitssituation von Naturwissenschaftlern ist mir aufgefallen, dass der Vorschlag selbst nicht mehr unter “Wie wollen wir lernen” auftaucht(zwischen Bibliotheksgesetz mit 3500 und Achtsamkeit in der Schule 2900 stimmen ist eine Lücke die von deinem Vorschlag gefüllt werden müsste…). Er scheint, im Gegensatz zu deinem anderen Vorschlag verschollen zu sein. Ist dir das Problem bekannt? Oder geht es nur mit so?

  28. #28 Christian Reinboth
    31. März 2012

    @ulfi: Die Petition zur Verbesserung der Arbeitssituation von Wissenschaftlern wurde vom Dialog-Team aus der Sparte “Wie wollen wir lernen?” in die Sparte “Wovon wollen wir leben?” verschoben, wo sie derzeit an 11. Stelle zu finden ist. Warum dies so gehandhabt wurde, weiß ich auch nicht – mit genügend Stimmen schafft es der Vorschlag ja aber vielleicht auch in dieser Sparte wenigstens noch in die Top10…

  29. #29 Stefan W.
    1. April 2012

    Ironischerweise wird der Plastiktüte zum Vorwurf, was man sonst als Mangel beklagt: Nachhaltigkeit! 🙂

    Gefaltet werden die haudünnen Tüten aus dem Gemüsemarkt winzig klein, und halten entfaltetet erstaunliche Gewichte. Ich bekomme davon so viele, dass ich quasi nie eine Tüte irgendwo zukaufe.

    Ich kenne aber viele Stofftaschenverwender, die dann extra Geld ausgeben, um Mülltüten zu kaufen. Meine Plastetüten die ich zufällig so einsammle langen locker für meinen Müll. Ich kaufe keine Mülltüten. Als nerviges Sündenbockobjekt eignet sich die Plastiktüte besonders: Die Außentüte wird sanktioniert, und der Kleinmist wie diese Cappuchinoaromadüppchen kann dann zu tausenden darein verpackt werden.

    Theoretisch könnte man mit der eigenen Tupperdose einkaufen gehen, und sich Käse, Wurst, Fleisch, Butter, Milch und vieles mehr darein füllen lassen. Aber wenn man etwas auf dem Rückweg von Arbeit o. Studium einkauft, dann müsste man den ganzen Krempel dahin überall mitnehmen.
    Außerdem würden die Kosten explodieren, wenn man für alle Waren Personal hätte, das es abfüllt, oder Spenderapparate, deren Hygiene auch besonderer Aufmerksamkeit bedürfte.

    Wenn, dann müsste man alle Verpackungen gerecht sanktionieren, aber wieso soll ich für Verschmutzungen zahlen, die andere mit dem gl. Produkt begehen zahlen?

    Bei der Energie setzt man schon die falschen Anreize, wenn man für CO2 eine Abgabe zahlt, aber die, die enorm belasten, wieder befreit; analog Flugbenzin, oder stromintensive Industrien.

  30. #30 Dr. Webbaer
    4. April 2012

    Ironischerweise wird der Plastiktüte zum Vorwurf, was man sonst als Mangel beklagt: Nachhaltigkeit! 🙂

    Die Plastiktragetasche ist NACHHALTIG, denn sie geht nach einigen Jahrzehnten rückstandslos in die Biomasse über.

    Der eigentliche Witz mit der Plastiktragetasche ist, dass sie schön erlaubt zwischen sinnhaftem Schutz der Umwelt, immer Mensch, Tier und Erhalt der Natur allgemein im Auge behaltend, und Ökologismus zu unterscheiden.

    Niemanden stört eine irgendwo über Jahrzehnte verwertete, AUßER eben irgendwelche Ökologisten, deren Ordnungs- und Putzliebe so leider unbefriedigt bleibt. – Ein Großteil des Erfolgs der ökologistischen Parteien ist auf die Ordnungs- und Putzliebe Einzelner zurückzuführen, nicht auf die Stimmigkeit den oben beschriebenen sinnhaften Schutz der Umwelt [1] betreffend.

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1] die im Artikel beschriebenen Müllinseln sind vom Problem her anders grundiert, es gibt noch Kulturen, denen der Schutz der Umwelt gar nichts wert ist und die weitgehend wahlfrei Müll wegwerfen

  31. #31 roel
    4. April 2012

    @webbär “Die Plastiktragetasche ist NACHHALTIG, denn sie geht nach einigen Jahrzehnten rückstandslos in die Biomasse über.” Das ist nicht ganz richtig, obwohl das immer wieder behauptet wird. Um zu verrotten benötigen PE-Tragetaschen UV-Licht, sobald also die Folien keinem Sonnenlicht mehr ausgesetzt sind verrotten sie nicht.

    Ein weiterer Irrtum ist, das sich diese PE-Tragetaschen in Wasser und Kohlenstoffdioxyd auflösen und sonst keine Zerfallsprodukte aufweisen. Das wird auch immer wieder propagiert. Fakt ist, sehr viele Tragetaschen sind bedruckt. Die Farbe zerfällt nicht zu Wasser und Kohlenstoffdioxyd und ist in aller Regel nicht umweltfreundlich.

  32. #32 Stefan W.
    4. April 2012

    Mein Kommentar ist offenkundig falsch verstanden worden.

    Ich habe nicht festgestellt, dass die Plastiktüte einer sog. nachhaltigen Lebensweise entgegenkommt, als sie umweltverträglich wäre, und sich leicht abbauen ließe, sondern dass sie im Gegenteil nachhaltig ist, also dauerhaft hält, und gerade nicht zerfällt. Das bedeutet, dass man nicht ständig eine neue braucht. Ob das nun netto ein Vor- oder Nachteil ist weiß ich nicht.

  33. #33 roel
    4. April 2012

    @Stefan W. das ist ein großer Vorteil. Die Plastiktüte bietet Stabilität, Haltbarkeit, Schutz vor Nässe und zusammengefaltet ein äusserst geringes Volumen. Ausrangierte Platiktüten können noch als Müllbeutel oder Sattelschutz benutzt werden. Auch in der CO2-Bilanz stehen die Plastiktüten der Papiertüte in nichts nach.

    Was mich am meisten stört, ist auf der einen Seite, dass wenn sie als Müll in der Landschaft landet dort für lange Zeit eine Gefahr für Tiere darstellt und eben Langzeitmüll ist. Auf der anderen Seite wird sie als gut recyclebar dargestellt, was sie prinzipiell auch wäre, wenn sie denn recyclet würde, aber es bleibt halt beim thermischen Recycling sprich Verbrennung. Wenn sie oft genutzt wird und dann irgendwann zur Energiegewinnung eingesetzt wird dürften jedoch all ihre Vorteile überwiegen. Zur Zeit geht die Entwicklung hin zu Biokunststoff der dann evtl. irgendwann einmal ein akzeptabeles Preisniveau erreicht und dann auch eingesetzt werden werden wird, wenn nicht andere Materialien schneller entwickelt werden.

  34. #34 Dr. Webbaer
    5. April 2012

    Gerne hier ein Verweis auf Grundwissen, was die Dauer des biologischen Abbaus von Plastik und Plastiktragetaschen betrifft: http://en.wikipedia.org/wiki/Biodegradation#Metrology

    Typischerweise werden diese Taschen aber recycelt oder verbrannt, es gibt zudem auch speziell biologisch abbaubares Plastik: http://en.wikipedia.org/wiki/Bioplastic

    Insofern ist die Hysterie um Plastiktragetaschen, die es seit ca. 40 Jahren gibt, auf Ordnungsliebe und Sauberkeitsdenken zurückzuführen, taugt aber nicht gegen die ungiftige nette Plastiktragetasche vorzugehen.

    Wobei Dr. Webbaer die Plastiktragetasche (gerne mal mit den Umweltbilanzen der Papiertragetasche vergleichen, gerne mal prüfen, was so alles Leckeres ins Papier hineinkommt) an sich völlig egal ist, es ging ihm nur darum für sinnvolle Umweltschutzmaßnahmen zu werben und gegen ökologistisch-symbolhafte anzutreten. Heutzutage ist ein Großteil des Umweltschutzes in ökologistischer Hand – und Ökologisten sind eben dumm und wenig effizient, wenn überhaupt.

    MFG
    Dr. Webbaer

    PS: Wenn in großen Mengen Plastiksachen ins Meer gekippt werden, kann man nichts machen, dann verschwindet der Dreck nur, wenn nicht genug nachgekippt wird – das ist aber letztlich kein Umweltproblem, das primär mit Plastik zu tun hat – das Problem ist in diesem Fall der Wegwerfer – wer bspw. mal an bestimmten Stränden in bestimmten Ländern geschaut hat, weiß sicherlich was und wer gemeint ist.

  35. #35 roel
    5. April 2012

    @webbär Was den biologischen Abbau von Plastiktragetaschen anbelangt so findet der unter UV-Lichteinwirkung statt. Normale PE-Tragetaschen, die evtl durch Laub oder Erdreich vor UV-Licht geschützt sind halten wesentlich länger.

    “Typischerweise werden diese Taschen aber recycelt oder verbrannt” Nein eben nicht recyclet, wie man es normalerweise versteht, sondern thermisch recyclet = zur Energiegewinnung verbrannt.

    “taugt aber nicht gegen die ungiftige nette Plastiktragetasche vorzugehen.”
    Wie schon erwähnt ist das PE ungiftig, nun sind die meisten Tragetaschen schön bunt bedruckt. Die Farben enthalten ein ganzes Arsenal an potentiell giftigen Stoffen.

  36. #36 roel
    5. April 2012

    @webbaer hatte vergessen, die Bio-Kunststoffe sind kaum verbreitet, erst recht nicht bei Tragetaschen.

  37. #37 Dr. Webbaer
    5. April 2012

    @roel
    Für Sie gerne noch einmal, hier die Abbauzeit beim Wegkippen von Plastikmüll in so genannte Müllhalden: http://en.wikipedia.org/wiki/Biodegradation#Metrology

    Plastik ist aus Sicht der ökologischen (vs. ökologistischen) Nachhaltigkeit ein gutes Material, wird meist recycelt oder verbrannt, macht aber auch keine besonderen Probleme beim Vergraben.

    Mal mit stinkendem Papier vergleichen, kennen Sie den Geruch von frischen Brötchen aus braunem Papierrecyclingverpackungen?, hmmm, lecker! – Oder mal mit Glas vergleichen.

    Die Dummheit ist der beste Freund des Ökologisten und deshalb sind diese Sachen wie die Dämonisierung von Plastiktaschen, dieses Herumgemache mit der “Lichtverschmutzung” und dieses Energiesparen, nur um Energie zu sparen, zwar geeignet bestimmte dümmliche Wählerschichten anzusprechen, Ordnungsliebende und auf Sauberkeit Achtende, die sich in einem postreligiösen suchenden Stadium befinden beispielsweise, gerne auch Frauen, aber es bleibt Esoterik.

    Was gesagt werden muss! [1]

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1] zum Glück hat sich jene Pfeife nun endlich offenbart

  38. #38 roel
    5. April 2012

    @webbär ich kenne den wikipedia-Eintrag. Da wird auch auf Licht hingewiesen. Klar Plastik wird meistens recyclet oder verbrannt. Plastiktragetaschen werden meistens nur verbrannt. Sortenreine Abfälle aus der Industrie können recyclet werden.

    Nicht falsch verstehen, ich finde Plastiktüten gut, nur viele der immer wieder vorgetragenen Argumente (Sie werden recyclet, sie sind aus Biokunststoff, sie sind ungiftig) sind schlicht und ergreifend falsch. Jedes dieser Argumente könnte richtig sein. Plastiktragetaschen können recyclet werden, sie werden es aber meist nicht. Sie können aus Biokunststoffen bestehen, tun es aber meist nicht. Sie können ungiftig sein, sind es aber meist aufgrund der Bedruckung nicht.

    die Anspielung [1] verstehe ich nicht, mit Bitte um Erklärung.

  39. #39 Dr. Webbaer
    6. April 2012

    Roel, Sie können Plastiktragetaschen kompostieren, Sie können Sie auch vergraben und ein paar Jahre warten, übrig bleibt nichts oder eine blättrige trockene Masse, die ihre Substanz verloren hat und sich ohne weiteres verteilen lässt – eine gewisse Geduld vorausgesetzt. Probieren Sie’s aus!

    Diese Geduld ist es aber gerade die eine im besten Sinne verstandene Nachhaltigkeit ausmacht. Nachhaltigkeit kann hier nur über mehrere Jahrzehnte und Jahrhunderte verstanden werden, es ist nicht das Immer-Sauber-Sein, das sinnhaften Umweltschutz auszeichnet!

    Jetzt schreiben Sie außer Ihren permanenten Hinweisen auf Licht, das erforderlich sei bei der Zersetzung, – Wikipedia-Wissen [1] de Luxe sozusagen, wo soll das Licht denn bei der beschriebenen Zersetzung innerhalb von 1-2 Jahrzehnten herkommen? – noch Folgendes: ‘Nicht falsch verstehen, ich finde Plastiktüten gut, nur viele der immer wieder vorgetragenen Argumente (Sie werden recyclet, sie sind aus Biokunststoff, sie sind ungiftig) sind schlicht und ergreifend falsch.’

    Also, Papiertragetaschen werden regelmäßig recycelt, sie sind manchmal aus “Biokunststoff” und sie sind ungiftig. – KA, was Sie da noch beißt, lassen Sie sich bitte nicht von Ökologisten desinformieren. Die Giftigkeit von Farben ist nicht zwingend, es gibt ungiftige Farben für Plastiktragetaschen und es gibt bspw. giftige Farben für Papier und auch Glas.

    HTH
    Dr. Webbaer (der sich nun gerne ausklinkt)

    [1] Nicht vergessen, die bei der Wikipedia Schreibenden kompensieren das grundsätzlich Unvergütete ihrer Arbeit gerne durch Meinungseinarbeitung in Fachartikel! – Nur mal als Beispiel, Dr. W hat’s noch nicht geprüft, aber was steht also bspw. in der Wikipedia zur sog. Lichtverschmutzung?

  40. #40 roel
    6. April 2012

    @webbär “Sie können Plastiktragetaschen kompostieren, Sie können Sie auch vergraben und ein paar Jahre warten, übrig bleibt nichts oder eine blättrige trockene Masse, die ihre Substanz verloren hat und sich ohne weiteres verteilen lässt – eine gewisse Geduld vorausgesetzt.” Nein das geht nicht so einfach. Siehe auch http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Biologisch_abbaubarer_Werkstoff&action=edit&section=2

    “Die Giftigkeit von Farben ist nicht zwingend, es gibt ungiftige Farben für Plastiktragetaschen und es gibt bspw. giftige Farben für Papier und auch Glas.” JA klar nur eingesetzt werden diese ungiftigen Farben seltenst, weil sie aufgrund fehlender Zusätze schwerer zu verarbeiten sind und teurer sind.

    Hier nochmals zu meinem “permanenten Hinweis auf Licht: “Polyethylen ist durch seine hohe Beständigkeit gegen Säuren, Laugen und Chemikalien sehr langlebig und nicht natürlich abbaubar. Durch Sonneneinstrahlung kann PE verspröden und zerfällt dann in immer kleinere Teile, wird jedoch nicht von Bakterien, Tieren oder Pflanzen in den natürlichen Kreislauf integriert. Verpackungen aus PE überdauern die verpackten Produkte, wie Lebensmittel, um Jahrhunderte. Als sogenannter Plastikmüll verschmutzt PE ohne fachgerechte Entsorgung die Umwelt. Das bekannteste Beispiel ist der Müllstrudel im Pazifik. Hier hat sich im Nordpazifikwirbel (englisch „North Pacific Gyre“) ein gigantischer Müllteppich angesammelt.” Aus http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Polyethylen&action=edit&section=12

  41. #41 Dr. Webbaer
    7. April 2012

    @roel
    Es gibt da wohl die Praxis und die Theorie. In der Praxis lassen sich Plastiktragetaschen kompostieren, lösen sich nach Vergraben, also ohne Lichtzufuhr, nach einigen Jahren (nach 10-20 Jahren nach dieser Quelle) auf. – Normalerweise gewinnt die Praxis gegen die Theorie. Bei Themen, die den Ökologismus berühren, ist das aber bemerkenswerterweise oft nicht der Fall, korrekt!

  42. #42 roel
    7. April 2012

    @webbär Wenn wikipedias plastic bags aus PE sind, dann irrt wikipedia bei der Zeitangabe und eigentlich sollte wikipedia das besser wissen. Aus http://en.wikipedia.org/wiki/Polyethylene “One of the main problems of polyethelyne is that without special treatment it is not biodegradable, and thus accumulates.” Durch Additive kann ein schnellerer Zerfall der PE-Plastiktüte erzielt werden. Darauf bezieht sich auch ein Abschnitt in Ihrer Quelle. Diese Additive sind aber umstritten (um es milde zu sagen) und werden daher nicht eingesetzt. Siehe hierzu auch http://plasticker.de/news/shownews.php?nr=1678 .

  43. #43 Dr. Webbaer
    8. April 2012

    @roel
    Without special treatment ist auch ein Apfelkern nicht biodegradable. Vielleicht werfen Sie auch mal einen Blick auf die chemische Formel der Plastiktragetasche: Da ischt nix drin, was nicht auch in Muttis Kochtopf könnte, Carbon ist “extrem” ungiftig. Das Zerreißen der Molekülkette ist nur eine Frage der Zeit.

    Und, wenn Sie mal Zeit und Möglichkeit haben, kompostieren Sie mal so eine Plastiktragetasche. Tut nicht weh und Experiment macht schlau. Nicht immer so wikipediagläubig sein, es gibt einen aktuellen politisch-ökologistischen Bedarf die Plastiktragetasche hochzujazzen, mehr nicht…

  44. #44 roel
    8. April 2012

    @webbär Schauen Sie sich die Links, die ich geposted habe, an. Was Sie schreiben stimmt nicht, besonders traurig, das Beispiel mit dem Apfelkern. Haben Sie schonmal diese riesiegen Apfelkernberge unter den Apfelbäumen gesehen, die mangels fehlender polnischer Erntehelfer, nicht abgeerntet werden konnten. Da Sie es immer wieder anführen, verbuddeln Sie ein paar Tragetaschen und schauen mal jährlich nach.

    “Nicht immer so wikipediagläubig sein” Das waren Sie doch mit Ihren Verfallsjahren. Dass die nicht passen weiß ich, ich habe es nur anhand wikipedia belegt. “es gibt einen aktuellen politisch-ökologistischen Bedarf die Plastiktragetasche hochzujazzen, mehr nicht…” Das ist auch klar, das Problem sind nicht die Tragetaschen, sondern der sorglose Umgang mit ihnen. Da besteht Handlungsbedarf.

  45. #45 Dr. Webbaer
    8. April 2012

    Was Sie schreiben stimmt nicht, besonders traurig, das Beispiel mit dem Apfelkern. Haben Sie schonmal diese riesiegen Apfelkernberge unter den Apfelbäumen gesehen, die mangels fehlender polnischer Erntehelfer, nicht abgeerntet werden konnten. Da Sie es immer wieder anführen, verbuddeln Sie ein paar Tragetaschen und schauen mal jährlich nach.

    Nach diesem Statement sind Sie eingeladen mit “Andrea” und anderen zu diskutieren. – Das ist Dr. W jetzt doch ein wenig zu arm.

    MFG
    Dr. Webbaer

  46. #46 BreitSide
    8. April 2012

    Typisch “Dr.”Eister WebBarsch. Kaum ist er – mal wieder – mit seinen reaktionären Thesen gescheitert, zieht er sich schmollend zurück.

    Wir können nur hoffen, dass das Versprechen auf Rückzug auch einhält. Jeder Fred gewinnt durch seine Abwesenheit.

  47. #47 roel
    8. April 2012

    @webbär Ach lassen Sie doch Dritte hier raus. Hier ist doch kein/e andere/r als Sie, die/der behauptet Plastiktragetaschen sind innerhalb 1-2 Jahrzehnten kompostierbar. Nur leider ist das falsch, ich habe für Sie auf einige Seiten hierzu verlinkt. Aber versuchen Sie es, buddeln Sie ein paar Plastiktüten (vom Discounter) ein und schauen Sie nach 10,20 Jahren nach. Einen ähnlichen Vorschlag haben Sie mir doch auch gemacht. Die Industrie sucht nach unschädlichen Additiven, die PE schnell zersetzen, aber bisher hat sich noch keines durchsetzen können, nicht für Tragetaschen.

  48. #48 Dr. Webbaer
    9. April 2012

    @roel
    Halten wir fest, dass es zum Abbau von Plastiktragetaschen unterschiedliche Meinungen gibt, der eine folgt den üblichen Angaben (die es so seit Einführung der Plastiktragetasche vor vielleicht 50 Jahren gibt), also dass die Tasche nach ca. 20 Jahren bei Kompostierung oder auf der Mülldeponie abgebaut ist, der andere arbeitet mit der Theorie, dass 20 Jahre nicht stimmen können, macht aber keine anderen Zeitangaben.

    MFG
    Dr. Webbaer (der schon Plastiktragetaschen vergraben (“blättrige trockene Masse”) und kompostiert hat)

    PS: Bitte den Namen richtig schreiben, no german umlaute pls!, Sie wollen sicherlich ebenfalls korrekt angesprochen werden, Röl.

  49. #49 roel
    9. April 2012

    @webbaer “Bitte den Namen richtig schreiben, no german umlaute pls!, Sie wollen sicherlich ebenfalls korrekt angesprochen werden, Röl.” Entschuldigung, ja klar, aber das passt nicht zu Ihrem oi.

    Webbaer, also es kann sein, dass Sie Plastiktüten vergraben haben und diese scheinbar oder (ganz eventuell) ganz kompostierten. Es gibt ja durchaus immer mal wieder Versuche mit Additiven, um die Tragetaschen schneller verfallen zu lassen. Aber das ist meist wirklich nur ein Zerfallen einer großen Plastiktüte in viele kleine Plastikteile. Es gibt auch tatsächlich biologisch abbaubare Kunststoffe und es gibt immer mal Bestrebungen diese werbewirksam einzusetzen.

    Zu biologischen Abbaubarkeit siehe hier http://de.wikipedia.org/wiki/Biologisch_abbaubarer_Werkstoff

    Und um mal zu zeigen wie “groß” der Markt an Biokunststoffen* ist, 2009 wurden weltweit ca. 230.000.000 t Kunststoffe und 318.000 t Biokunststoffe erzeugt. Das ist 0,14 %. In 2010 hat sich der Markt an Biokunststoffen zwar mehr als verdoppelt, aber man muss auch beachten dass die Produktion teilweise zu Lasten der Lebensmittelproduktion geht.

    So und dann sind aus den 2010 mittlerweile 724.000 t Biokunststoffen tatsächlich 428.000 t bioabbaubar.

    *Biokunststoffe sind hier Kunststoffe die Biologisch abbaubar sind und Kunststoffe die nicht aus Erdöl erzeugt wurden.

    Zahlen aus http://en.european-bioplastics.org/market/ und http://www.plasticseurope.org/documents/document/20101006091310-final_plasticsthefacts_28092010_lr.pdf Seite 9.

  50. #50 Andreas
    11. April 2012

    @Christian Bitte kaufe Deiner Frau eine vernünftige Handtasche. Mit einer Plastiktüte in der Öffentlichkeit herumzurennen, und dann auch noch mit dem Aufdruck(!), ist rücksichtslos gegenüber der Umwelt. Bitte nicht durch falsch verstandene Sparsamkeit oder Gedankenlosigkeit zur ästhetischen Verschmutzung unserer Lebensräume beitragen.

  51. #51 BreitSide
    11. April 2012

    Wollte da jemand einen Witz machen?

  52. #52 BreitSide
    12. April 2012

    Für braune PseudoDocs mal ein Stückchen Fakten, obwohl das dem reaktionären Denken sicher schadet:

    http://www.tagesschau.de/inland/biotuete100.html

    Kanner wieder senil rumbrummeln. War wohl wieder nix.

  53. #53 BreitSide
    12. April 2012

    Wenn man wirklich was Wirksames tun wollte, gäbe es nur einen Weg: Jede Plastiktüte, die in der Natur aufgefunden wird, wir auf Kosten des Herstellers entsorgt.

    Ich wette, die finden gaaanz schnell Wege, die Tüten wieder einzukassieren oder sonstwie unschädlich zu machen.

  54. #54 Andreas
    12. April 2012

    @BreitSide Plastiktüten sind die ballonseidenen Jogginghosen der Tragetaschen. Die Zeiten, in denen Männer Ihre Frauen in Kittelschürze und mit Plastiktüte zum Einkaufen schicken, gehören auch in Wernigerode endlich vorbei.

    Abgesehen davon halte ich es für geschmacklos und rücksichtslos gegenüber den Opfern der DDR, mit DDR-Symbolen herumzurennen.

  55. #55 BreitSide
    12. April 2012

    Also doch ein Witz.

    “Plastiktüten sind die ballonseidenen Jogginghosen der Tragetaschen. Die Zeiten, in denen Männer Ihre Frauen in Kittelschürze und mit Plastiktüte zum Einkaufen schicken, gehören auch in Wernigerode endlich vorbei.”

    Naja, was man in Wernigerode halt so als “modern” sieht…
    Was stört Dich eigentlich an Deinem Beispiel?
    – Dass Männer die Frauen einkaufen schicken?
    – Dass Männer Frauen in Kittelschürzen auf die Straße schicken?
    – Dass Frauen Kittelschürzen in der Öffentlichkeit tragen?
    – Dass Frauen Plastiktüten (wieder-)verwenden?
    – Dass man überhaupt mit Plastiktüten einkauft?

    Das war mir alles zu bullewarjournalistisch zusammengemixt.

    “Abgesehen davon halte ich es für geschmacklos und rücksichtslos gegenüber den Opfern der DDR, mit DDR-Symbolen herumzurennen.”

    Tataaa, tataaa, tataaa.

    1) wird ein nicht unbeträchtlicher Teil der ex-DDRler durchaus positive Gefühle beim Anblick solcher Memorabilia bekommen. Stichwort Ostalgie.
    2) wirkt Deine gespielte Empörung hinreichend lächerlich. Aber Du bist ja ein Mann pathetischer Worte.

    Wie gesagt, also doch ein Witz.

  56. #56 Dr. Webbaer
    22. April 2012

    Kleiner Tipp noch vom Webbaeren:

    nicht gut (geringe Tragekapazität, schneller Verbrauch):
    http://www.codecheck.info/img/20898/1

    gut (mehrfach verwendbar, geschätzte Lebensdauer: 50 Einkäufe, gute Tragbarkeit/Ergonomie, meist fernostasiatische Herstellung):
    http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSoN0zPo9r2-Xqe3yrc0AGVaLUuKcxBub00eqJEqmId5x-qzFwV

    HTH
    Dr. Webbaer

  57. #57 roel
    2. Mai 2012

    @webbaer aus http://www.n-tv.de/panorama/Biotueten-sind-nicht-bio-article6000881.html über Bio-Plastiktragetaschen: “Dass diese Tüte kompostierbar ist, halten Umweltexperten für eine Lüge. Denn sie bestehe zu 70 Prozent aus herkömmlichem Material.” Also sind laut Umweltexperten nicht einmal die sogenannten BioTüten biologisch abbaubar. Aber Achtung, es gibt echte Bio-Tüten und es gibt eben diese, die aus 30 – 50% Biokunststoffen bestehen.

    Und aus http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.bio-tueten-eine-tragfaehige-alternative.ba0c3fde-852a-434a-8e74-d9965b4c56f0.html : “Stattdessen empfiehlt die Studie, die unentgeltliche Abgabe der Tüten zu verbieten. Als in Irland 2002 eine Tütenabgabe von 15 Cent Pflicht wurde, sank der Verbrauch von 328 Plastiktaschen pro Kopf und Jahr auf 21.”

  58. #58 Dr. Webbaer
    2. Mai 2012

    @roel
    Wenn Sie mal Ihren eigenen Webverweisen gefolgt wären, dann wüssten Sie, dass die zitierten “Umweltexperten” bloßen (eigenen) Meinungen folgen und die zitierte EU-Studie sich mit rein rechtlichen Fragen auseinandergesetzt hat.

    Dass bestimmte Ökologisten und Bürokraten sich hier politisch einen wurschteln, stand nie in Frage; Onkel W. hat in diesem Beitragsstrang immer wieder auf auch postreligiöses Bemühen dieser Kräfte hingewiesen. – Korrekt bleibt aber, dass die Plastiktragetasche in einigen Jahrzehnten als “auseinandergerissen” und somit als kompostiert gelten kann, ohne giftige Rückstände und eben ohne zu persistieren wie es andere Materialien tun, wie Glas – aber auch Metalle können sehr zäh sein.

    MFG
    Dr. Webbaer

  59. #59 roel
    3. Mai 2012

    @webbaer “Korrekt bleibt aber, dass die Plastiktragetasche in einigen Jahrzehnten als “auseinandergerissen” und somit als kompostiert gelten kann,” Nein.

    Aus http://de.wikipedia.org/wiki/Kompostierung
    “Kompostierung (auch Rotte) bezeichnet den biologischen Prozess, bei dem leicht verwertbares organisches Material unter Einfluss von Luftsauerstoff (aerob) von Bakterien und Pilzen (heterotrophen Mikroorganismen) großteils zu Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasser (H2O) abgebaut wird. Ein Teil der bei diesem Abbau entstehenden Zwischenprodukte wird zu Humus umgewandelt.” Und genau das passiert eben nicht. Die Plastiktüten verfallen höchstens in immer kleinere Teile.

  60. #60 Dr. Webbaer
    3. Mai 2012

    @Roel
    Über Ihre Sicht kann man ebenfalls streiten, aber:
    Es muss ja nicht alles “biologisch abbaubar” oder von Mikro- und Makroorganismen verwertbar sein, was sich im Erdboden befindet.

    Vielleicht liegt hier der eigentliche Dissens zwischen dem kleingeschriebenen Roel und Onkel Webbaer.

    Wider dem Ökologismus!
    MFG
    Dr. Webbaer

  61. #61 roel
    3. Mai 2012

    @webbaer der eigentliche Dissenz liegt darin, dass Sie meinen der Zerfall einer Plastiktüte in kleine Plastikteile ist biologischer Abbau oder Kompostierung und dass ist es halt nicht.

  62. #62 Dr. Webbaer
    3. Mai 2012

    @Roel
    Das hängt davon ab, ob man reine C-H-Verbindungen als grundsätzlich biologisch abbaubar einordnet, der Schreiber dieser Zeilen tut das selbstverständlich, oder ökologistischer Denke folgt, die erkennbar kurzfristig und zeitmodisch angelegt ist.

    MFG
    Dr. Webbaer

  63. #63 roel
    3. Mai 2012

    Ach webbaer, ich folge keiner kurzfristigen oder modischen Denke. Es ist eher kurzfristig gedacht, viele kleine Kunststoffpartikel als Kompost anzusehen. Nach dem Motto aus den Augen, aus den Sinn.

  64. #64 Dr. Webbaer
    4. Mai 2012

    @Roel
    Bleiben Sie beim Sauberkeitsgedanken, Dr. W bleibt bei seiner Darstellung – und die Plastiktragetasche am besten noch ein wenig (legal) im Umlauf!

  65. #65 roel
    4. Mai 2012

    @Webbaer Sie können auf Ihrer Darstellung beharren, aber richtiger wird sie da durch nicht. Ich habe auch nichts gegen Plastiktragetaschen nur etwas gegen falsche Behauptungen zur Kompostierung, Kompostierbarkeit (in Ihrem Falle) und Recycling.

  66. #66 Dr. Webbaer
    4. Mai 2012

    @Roel
    Wichtich: Lassen Sie sich nicht ohne Weiteres überzeugen oder überreden, lassen Sie sich nicht “einhorsten“, jene Kraft beispielsweise ist in ihrer Niedrigkeit und Ferne von der Modernen Wissenschaftlichkeit ziemlich genau bei demjenigen, was Sie hier als Gegenmeinung wahrnehmen.

    HTH
    Dr. Webbaer

  67. #67 Lena
    8. Mai 2012

    Wenn mal die ein oder andere Plastiktüte benutzt wird ist das ja kein Weltuntergang, wenn man sie halt nicht einfach wegwirft. Dann lieber sowas wie der Tütenpfand, wird ja jetzt auch schon gefordert. Ich hab dazu auch nen coolen Artikel gefunden: http://www.nachhaltigleben.de/24-energie-klima/1255-pfand-auf-plastiktueten-ein-nachhaltiger-schritt

  68. #68 Stefan W.
    8. Mai 2012

    Pfand auf Plastiktüten ist Quatsch. Bei etwas robustem Umgang gehen sie bei 3x benutzen kaputt. Noch eine Rückgabesystem will auch niemand.

    Die Einkaufstüten zurückbringen, und sich dann Mülltüten kaufen – soweit kommt es noch.

    Man braucht nur Mülleimer die von der Größe so ausgelegt sind, dass man darin die Einkaufstüten verwenden kann.

  69. #69 bagstage
    14. Mai 2012

    Ja es ist ein Kreuz mit den Plastiktüten. Dabei sind Plastiktüten in der Herstellung und Produktion viel besser gestellt als Papiertragetaschen. Siehe: http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/graphic/2007/10/03/GR2007100301385.html. Will heißen:

    Papier oder Plastik?

    Verbrauch:
    4 von 5 Tragetaschen in den USA sind aus Plastik

    Produktion:
    Die Produktion einer Papiertragetasche verbraucht 4mal so viel Energie wie die einer Plastiktüte.

    Verschmutzung:
    Die Produktion einer Papiertragetasche erzeugt 70% mehr Luftverschmutzung und 50mal so viel Wasserverschmutzung wie die einer Plastiktüte.

    Recycling:
    Eine Plastiktüte zu recyceln verbraucht 98% weniger Energie als das Recyceln einer Papiertragetasche. Aktuell werden jedoch nur 1-3% der Plastiktüten und 10-15% der Papiertragetaschen recycelt.

    Biologisch abbaubar:
    Öl basiertes Plastik ist nicht biologisch abbaubar.

    Was kann man also tun?
    Langlebige, wieder verwendbare Tragetaschen verwenden. Tragetaschen die man besitzt, so lange wie möglich wieder verwenden und korrekt entsorgen. Plastiktüten nicht einfach irgendwo wegschmeissen sondern korrekt entsorgen!

  70. #70 BreitSide
    14. Mai 2012

    @bagstage: Danke für die sachlichen Infos!

  71. #71 roel
    24. Mai 2012
  72. #72 sperm hapı
    25. Mai 2012

    Mag ja für Dich ärgerlich sein, wenn Du nicht so wahrgenommen wirst, wie Du es gerne hättest (falls dem so ist), das ist allerdings

  73. #73 geciktirme spreyi
    25. Mai 2012

    Mag ja für Dich ärgerlich sein, wenn Du nicht so wahrgenommen wirst, wie Du es gerne hättest (falls dem so ist), das ist allerdings

  74. #74 kısırlık ilçları
    25. Mai 2012

    Mag ja für Dich ärgerlich sein, wenn Du nicht so wahrgenommen wirst, wie Du es gerne hättest (falls dem so ist), das ist allerdings

  75. #75 geciktirici
    25. Mai 2012

    Mag ja für Dich ärgerlich sein, wenn Du nicht so wahrgenommen wirst, wie Du es gerne hättest (falls dem so ist), das ist allerdings