…in diesem Fall meine Frau, auch wenn das eigentlich keine Rolle spielt, da sich diese Szene vermutlich in ähnlicher Form hunderte Male täglich in vielen Apotheken ereignet. Aus diesem Grund werde ich nachfolgend auch weder über Standort und Namen der Apotheke noch über Namen und Hersteller des in Frage stehenden Medikaments ein Wort verlieren. Gegenstand dieses Blogposts soll vielmehr ausschließlich das Prinzip guter Beratung sein.

In diesem Sinne wollen wir mit der Geschichte fortfahren. Die Frau fragt nach einem rezeptfreien Medikament gegen Bindehautentzündung, da ihre Tochter daran erkrankt ist, die natürlich bereits ein rezeptpflichtiges Medikament von ihrer Kinderärztin erhalten hat. Da Bindehautentzündung aber ansteckend ist, ein langes Wochenende mit zwei Feiertagen bevorsteht und rezeptpflichtige Medikamente für Erwachsene nicht auf Vorrat und ohne Anzeichen von Symptomen ausgestellt werden, denkt sich die Frau, dass es vielleicht eine gute Idee wäre, ein rezeptfreies Medikament – falls es denn ein solches geben sollte – im Haus zu haben, um bei ersten Symptomen sofort mit einer Behandlung beginnen zu können, ohne einen Feiertags-Notdienst aufsuchen zu müssen. Zu diesem Zweck möchte sie sich in der Apotheke fachlich beraten lassen – so weit, so gut.

Apotheke

(Fotografie von Flickr-Nutzer Foto_Michel, Lizenz: BY-NC-SA 2.0)

Das Ergebnis der Beratung erwartet mich am Abend auf dem heimischen Küchentisch – ein Fläschchen Augentropfen mit einem lateinisch anmutenden Medikamentennamen sowie dem Zusatz „zur Behandlung eitriger Augenentzündungen“ auf der Stirnseite der Packung.

Misstrauisch macht mich allerdings das in Klammern gesetzte „D12“ hinter dem Produktnamen, das mich verdächtig an eine Potenz erinnert. Obwohl sich auf der Packung kein Hinweis darauf findet, dass es sich hier um ein homöopathisches Mittel handelt, lese ich mir interessehalber den Beipackzettel durch – und siehe da:

Hergestellt nach homöopathischen Verfahrensweisen.

Das, liebe unbekannte Apothekerin, ist nicht in Ordnung. Der wesentliche Grund, aus dem Menschen auch beim Kauf rezeptfreier Medikamente eine Apotheke aufsuchen, und sich nicht einfach irgendwelche Mittel zusammengooglen und anschließend im Internet bestellen, ist die Qualität der Beratung. Als Kunde möchte ich mir sicher sein, auf eine ernstgemeinte Frage wie „Gibt es ein rezeptfreies Medikament gegen einsetzende Bindehautentzündung?“ auch eine ernstgemeinte Antwort zu bekommen. Und Grunde gibt es hier ja nur zwei Möglichkeiten:

  1. Es existiert ein solches rezeptfreies Medikament, das man direkt verkaufen oder zumindest für den Kunden bestellen kann.
  2. Es existiert kein solches rezeptfreies Medikament, was man dem Kunden mitteilen und ihm empfehlen muss, bei einsetzenden Symptomen lieber doch einen Notdienst aufzusuchen.

Wenig akzeptabel ist es dagegen, mit einem „Natürlich haben wir da ein Medikament im Angebot“ zu antworten, nur um dann ein Homöopathikum [sic] „gegen eitrige Augenentzündungen“ über die Theke zu schieben. Apothekerinnen und Apotheker, die so verfahren, erodieren mittel- bis langfristig das Vertrauen in die Qualität der fachlichen Beratung – und untergraben damit zugleich das wichtigste Alleinstellungsmerkmal aller (und nicht nur ihrer eigenen) Apotheken. Wenn man denn schon einem Kunden, der nicht explizit danach gefragt hat, überhaupt ein Homöopathikum anbieten möchte – und bereits das halte ich für grenzwertig – so sollte man doch wenigstens deutlich darauf hinweisen, dass es sich um ein solches handelt.

Ich habe mich in Apotheken ja mittlerweile schon daran gewöhnt, unter allerlei verklausulierten Fragestellungen („Möchten Sie nicht vielleicht ein natürliches Medikament?“ „Wir hätten da ja auch noch etwas ohne Chemie.“) darauf hingewiesen zu werden, dass man mir auch ein sogenanntes „Alternativmedikament“ verkaufen könnte. Kunden, die erkennbar nach einem echten Medikament für eine nicht-triviale Erkrankung fragen, mit einem Alternativpräparat nach Hause zu schicken, ohne wenigstens darauf hinzuweisen, dass es sich um ein „natürliches“ oder „alternatives“ Mittel handelt, scheint mir dagegen wirklich unvernünftig und vertrauensschwächend zu sein.

Bitte nicht mehr.

Apotheke | St. Pauli Bar

(Forografie von Flickr-Nutzer Dominik, Lizenz: BY-NC-ND 2.0)

Auch über die gängige Praxis, Kunden, die nicht ausdrücklich nach einem Homöopathikum fragen, ein solches anzubieten, sollte übrigens ruhig einmal nachgedacht werden. Mich irritieren solche Angebot in Apotheken jedenfalls, da sie im Grunde nur eine von drei Ursachen haben können:

  1. Der Apotheker/die Apothekerin glaubt selbst an Homöopathie, wodurch wiederum die fachliche Richtigkeit aller anderen Auskünfte in Frage gestellt wäre.
  2. Der Apotheker/die Apothekerin glaubt selbst nicht an Homöopathie, hält mich aber für leichtgläubig und/oder ahnungslos und lässt es auf einen Versuch ankommen.
  3. Der Apotheker/die Apothekerin hält mich für einen Hypochonder und/oder Spinner und versucht, mir über den Umweg mit dem „natürlichen Mittel“ ein Placebo unterzujubeln.

Dass die dritte dieser Möglichkeiten noch die sympathischste ist, spricht Bände.

Kommentare (75)

  1. #1 stefan
    17. Juni 2014

    Nach wissenschaftlichen Kriterien hat diese Kollegin ihre Beraterrolle, die immerhin das wesentliche Kerngebiet der Apothekerausbildung/Tätigkeit ist, nicht erfüllt. Außer es ist wirklich Variante Nr 3 eingetreten, aber das bezweifel ich. Traurig.

  2. #2 Stefan W.
    http://demystifikation.wordpress.com/2014/06/15/torlinientechnik-abschaffen-jetzt/
    17. Juni 2014

    Wenn ich nach einem Medikament frage, dann will ich etwas, was erwiesenermaßen besser wirkt als ein Placebo – alles andere halte ich für Betrug. Eine Täuschung des Kunden in der Absicht sich zu bereichern.

    D12 heißt doch 12x im Verhältnis 1:50 verdünnt, oder? Da ist ja dann erwiesenermaßen kein Wirkstoff mehr drin. Ich würde das Mittel auf jeden Fall zurückbringen und mein Geld zurück verlangen.

  3. #4 Hans
    18. Juni 2014

    Es gibt drei Gründe für den Verkauf von homöopathischen Mittelchen in Apotheken:

    1. Geld
    2. Geld
    3. Geld

  4. #5 Dr. Webbaer
    18. Juni 2014

    Ein gut getarntes homöopathisches Mittel also, wie heißt es denn?
    Sehr gute Leistung auch über den Code ‘D12’ (eine “Potenz”, lol) auf den Beipackzettel zu kommen…

    MFG
    Dr. W

  5. #6 langsamdenker
    18. Juni 2014

    @ Stefan W. Das D steht für 1:10 (entsprechend C=1:100). D12 ist also schon stark verdünnt, könnte aber noch Moleküle der Ursubstanz enthalten. Erst ab D24 bist du auf der sicheren Seite, da ist nix mehr drin. Für mehr Infos google mal Avogadro-Konstante.

  6. #8 CM
    18. Juni 2014

    Hallo Christian,

    DAS hätte ich auch genauso schreiben wollen. Vielen Dank. Ich hoffe das kommt auch bei der fraglichen Apotheke an.

    Gruß,
    Christian

    PS bzgl. Verdünnungen, langsamdenker: Dein Argument stimmt nur, wenn die Ausgangskonzentration molar war.

  7. #9 A_Steroid
    18. Juni 2014

    ich (Stent-Träger und Nutzer von 8 oder 9 Medikamenten) habe mir leider angewöhnt in “fremden Apotheken” IMMER meine Bestellung mit den Worten “Nichts homöopathisches, keinen Schüssler-Müll und Bachblüten-Kram!” zu beenden – und das so wörtlich. (Meine Hausapotheke kennt mich und weis das auch so… )
    Ach ja – die Story, das mir eine Apotheke “Ohrenkerzen” gegen Verstopfung durch Schmalz (Chronische Überproduktion) verkaufen wollte – erspare ich mir…

  8. #10 roel
    *****
    18. Juni 2014

    @Christian Reinboth

    Die Apothekerin hat deiner Frau ein Medikament verkauft.
    Homöopathische Arzneimittel gelten in Deutschland als Medikamente.

  9. #11 Wiener
    Wien
    18. Juni 2014

    Ging mir auch schon so. Schwere Erkaltung, kaum Stimme und am naechsten Tag ne wichtige Sitzung. Ich habe die freundliche Apothekerin gefragt, ob sie etwas hat, was mich fuer 2 Stunden einsatzfaehig macht oder ob es da nichts gibt. Erst zu Hause habe ich gemerkt, dass ich da was homoeopathisches bekommen habe. Na danke auch….. Aber immerhin: In der naechsten Apotheke haben sie darueber wild den Kopf geschuettelt. Es gibt also auch gute Apotheker…..

  10. #12 Christian
    18. Juni 2014

    Die Apotheke vor Ort fragte mich mal, ob es “etwas natürliches” sein darf oder doch lieber “Chemie”. Ich fragte nach dem Medikament, das vom Schamanen bei Vollmond am Feuer nackt umtanzt wurde.

    Seitdem fragen sie nicht mehr. Gab aber in der Kneipe um die Ecke ein schönes Gesprächsthema ab, wie mir später berichtet wurde.

    Es ist ein Leid. Die fachliche Leistung einer Apotherkin benötige ich genau dann, wenn ich eben nicht gedenke, schon zum Arzt zu gehen. Richtig beraten wurde ich in der Apo schon lange nicht mehr. Man muss wissen was man haben will und das auch bis zum Ende des Kaufs durchziehen.

    Zu guter Letzt tut’s dann schließlich doch Doc Morris und wie sie alle heißen, denn um Nasenspray oder Kram nach Rezept zu kaufen benötige ich einen Computer und keinen ausgebildeten Apotheker.

  11. #13 Hans-Werner Bertelsen
    18. Juni 2014

    Ich sehe nur zwei Möglichkeiten:

    1. Der Apotheker verkauft das, was wirkt (10.-).

    2. Der Apotheker verkauft das, was nicht wirkt (10.-) und anschließend das, was wirkt (10.-)

  12. #14 Hobbes
    18. Juni 2014

    Ich habe leider schon lange keinerlei Vertrauen mehr in Apotheken. Ich habe zwar eine Apotheke meines Vertrauens, wo ich mich auch gerne beraten lasse. Aber in einer fremden Apotheke würde ich nur etwas kaufen über das ich selber Bescheid weiß, bzw. mir vorher habe empfehlen lassen. Eine Fremde Apotheke hat für mich leider den Stellenwert eines Drogeriemarktes.

  13. #15 Buffer
    Wiesbaden
    18. Juni 2014

    Ich frage mich, wieso dort “zur Behandlung eitriger Augenentzündungen” draufstehen konnte? Bei Angabe einer Indikation muss doch ein Wirksamkeitsnachweis erbracht werden, was bei einer D12 Potenz aber ziemlich ausgeschlossen ist?

  14. #16 Chemiker
    18. Juni 2014

    Wie sind Apotheker eigentlich ausgebildet?

    In Österreich ist das so: Wer in einer Apo­theke auch nur eine Lade aufmacht, der muß ein Diplom aus Pharmazie haben (die Apotheken­besitzer haben oft auch ein Doktorat). Das Pharmazie-Studium ist im Prinzip anspruchsvoll, enthält Botanik, Chemie, Biologie, Medizin etc. Und natürlich muß man am Ende eine Diplom­arbeit schreiben.

    Könnte sein, daß sich das im letzten Jahrzehnt verändert hat, ich war schon länger nicht mehr in Österreich.

    Als ich dann nach Deutschland gezogen bin, war ich überrascht, daß auf den Namens­schildern der Angestellten kein „Mag.“ zu lesen war. Ich weiß aber nicht, wie das wirklich gehand­habt wird, vielleicht kann mich ja jemand aufklären.

    Ich habe nämlich den diffusen Verdacht, daß das so eine halbgare Ausbildung ist, die auf Listen des Types „Links Kunden­frage, rechts Apotheker­antwort“ hinausläuft.

  15. […] Kommt eine Frau in die Apotheke… …in diesem Fall meine Frau, auch wenn das eigentlich keine Rolle spielt, da sich diese Szene vermutlich in ähnlicher Form hunderte Male täglich in vielen Apotheken ereignet. Aus diesem Grund werde ich nachfolgend auch weder über Standort und Namen der Apotheke noch über Namen und Hersteller des in Frage stehenden Medikaments ein Wort verlieren. Gegenstand… […]

  16. #18 roel
    *****
    18. Juni 2014

    @Chemiker Als ApothekerIn benötigt man ein Pharmaziestudium. Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Apotheker

    Cornelius Courts hat oben schon auf Gastbeiträge von Claudia Graneis.hingewiesen. Dort ist die derzeitige Situation gut erläutert. Wie von mir bereits oben geschrieben, sind homöopathische Arzneimittel in Deutschland Medikamente. Ich denke in Österreich ist es ähnlich. So lese ich das jedenfalls aus den Beiträgen der österreichischen Scienceblogger heraus.

  17. #19 BOB
    18. Juni 2014

    Ich kann Proculin-Augentropfen empfehlen.
    Gibts rezeptfrei und halfen mir bis jetzt immer ganz gut.

    😉

  18. #20 Angela
    18. Juni 2014

    Selbst wenn ich zum Arzt gehe, kann einen mittlerweile vergleichbares passieren. Hatte letztes Jahr eine für meine Verhältnisse völlig atypisch verlaufende Erkältung, und bin damit zu meinem Hausarzt gegangen. (Bei Normalverlauf hätte ich das ohnehin nicht für nötig befunden.) Er hörte mich ab, fragte mich ein bisschen nach ein paar Syptomen, um dann festzustellen, das es für genau das etwas pflanzliches (sic!) gäbe. Danach die Frage, ob ich etwa lieber Chemie wolle. Meine Antwort: “Das, was hilft.” Ohne zu sagen, was er denn nun für indiziert hielt, erhielt ich dann am Empfang ein Privatrezept. Nach dem nicht gerade billigen Gang in die Apotheke hat sich dann das “pflanzliche” Medikament ebenfalls als eine Mixtur aus verschiedenen Hömöopathika herausgestellt… (Da Niedrigpotenz habe ich es sogar eine Packung lang genommen.)
    Kurz und gut: Ich war danach erst richtig krank und habe mir von einem anderen Arzt (nach einer Odysee tatsächlich einen ohne “Naturheilverfahren” auf dem Schild gefunden) anhören dürfen, ich hätte die ganze Krankheit unbehandelt gelassen.
    Mein Fazit: Dank “Ganzheitlichkeit”swahn irgendwelcher Esoteriker und Verschwörungstheoretiker haben wir in diesem Land vielerorts – trotz moderster Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten – eine medizinische Versorgung auf dem Niveau eines Drittweltlandes.

  19. #21 Claudia
    cloudpharming.blogspot.de
    18. Juni 2014

    Also, Chemiker: man muß in Deutschland nach 5 Jahren Studium insgesamt drei Staatsexamina ablegen, um sich Apotheker nennen zu dürfen. Einen Magisterabschluß gibt es hierzulande nicht mehr. Und auch das Studium ist entsprechend anspruchsvoll: 7 Semester Chemie, 7 Semester Bio, 3 Semester Pharmakologie, 5 Semester Physik und viele Teilgebiete und Überschneidungen. Ich würde auch davon absehen wollen, generell ApothekerInnen das Vertrauen abzusprechen, denn die Ausbildung ist solide und wer sie absolviert und dabei auch das behält, was er lernt, ist durchaus qualifiziert in Gesundheitsdingen. Allerdings ist man als Apotheker auch angehalten, an den Grenzen der eigenen Kompetenz den Patienten zum Arzt zu schicken. Was Apotheker aber besser können als Ärzte ist das Ausloten der Neben- und Wechselwirkungen und die kundengerechte Beratung, die es eigentlich zu jedem Kauf dazugeben sollte. Das ist der große Vorteil der Nicht-Online-Apotheken. Noch dazu verleitet Medikamentenbestellerei viele Menschen dazu, viele wirre Eigendiagnosen zu stellen (Morbus Google).

    So. Wie ich aber in den nun schon zwei mal erwähnten Gastbeiträgen zu dem Thema schrieb, ist leider auch Hokuspokus das Thema einiger Lehrveranstaltungen – sowohl in der Pharmazie als auch in der Medizin. Bedingt ist das durch vielerlei; kräftige Lobbyarbeit, überzeugte Dozenten, Dozenten, welchen es egal ist und nicht zuletzt die wirtschaftliche Vorbereitung auf den Apothekerberuf. Denn die Dozenten wissen so gut wie wir Studenten, daß ohne Homöopathika & Co. nicht mehr viel zu holen ist in einer Apotheke.

    Ein weiteres Problem ist, daß es viele Studenten schaffen, sich durchzumogeln (wenn man im Hauptstudium, also nach 4 Semestern Grundstudium und einem bestandenen Staatsexamen, noch nicht weiß, wie man Säuren verdünnt oder wie ein Photometer funktioniert, läuft wohl irgendwas schief). Sie bekommen Mitleidsboni oder bestehen mit schierem Auswendig-Lern-Glück. Wenn diese suggeriert bekommen, Homöopathie sei eine tolle Alternative, kämen viele davon nicht einmal auf die Idee, das zu hinterfragen.

    Probleme gibt es also zahlreiche, die Lösung ist aber nicht, ApothekerInnen grundsätzlich die Kompetenz abzusprechen. Ich empfehle, seinen Standpunkt klarzumachen – denn Wissen über Wirkstoffe (oder das Wissen darüber, wo man nachschlagen muß) sollte eigentlich jeder Apotheker besitzen.

  20. #22 Chemiker
    18. Juni 2014

    @rolak

    Sind alle Leute, die in einer Apotheke arbeiten, Apotheker in diesem Sinn (also mit Studium)?

  21. #23 Uli
    18. Juni 2014

    Mit “normalen” Medikamenten ist kein großer Gewinn mehr zu machen, also muss das Schlangenöl ran. Ansonsten ist die Apotheke bald weg.

    ObJoke:
    Ein Philosoph, ein Informatiker, ein Mediziner und ein Pharmazeut bekommen in einem Test die Aufgabe, das Berliner Telefonbuch auswendig zu lernen.

    Der Philosoph fragt: “Warum sollte ich sowas tun?”
    Der Informatiker sagt: “Das hab ich doch online!”
    Der Mediziner fragt resigniert: “Bis wann?”
    Und der Pharmazeut protestiert: “Das habe ich doch letzte Woche schon gemacht…”

    😉

  22. #24 rolak
    18. Juni 2014

    moin Chemiker, Du hast mich zwar angesprochen, wolltest aber sicherlich roel fragen. Um trotzdem zu antworten: Nein, es gibt zumindest noch die PTAs.

  23. #25 Falk
    18. Juni 2014

    Eigentlich kann man in der Konstellation deine Frau nur zum Arzt schicken.
    Nur mit ganz viel Belehrung, sofort zum Arzt zu gehen, wenn´s schlimmer wird und mit Bauchschmerzen, aber es ist ja Wochenende, gäbe es vielleicht eine Variante, die nur apothekenpflichtig ist.
    Vorsicht (Link zur Pharmaindustrie):
    http://www.ursapharm.de/de/produkte/ophthalmika/posiformin-2/
    Das ist das Einzige, was man (in D) ohne Rezept bekommt und was eine gewissse Wirkung haben könnte.
    Rechtlich ist man mit den Wala-Augentropfen allerdings auf der sichereren Seite. Die haben ja ihr Spezialzulassung für die gefragte Indikation wegen der Ausnahmeregelung für Anthroquack.

    Bei ernsthaften Augensachen kann man in der Apotheke eigentlich gar nichts machen, sondern muss immer zum Arztbesuch raten.

  24. #26 Chemiker
    18. Juni 2014

    @ rolak

    Wie peinlich von mir (da hatte ich wohl nur ro* im Kopf). Eigentlich schätze ich Dich wegen des schmackhaften 麻-Zeichens, das alle Deine Postings ziert (und natürlich wegen des Inhalts derselben).

    Danke für die Antwort. Das war genau das, was ich schon mal wo gehört aber inzwischen ver­gessen hatte. PTA scheint so eine Art Lehr­beruf zu sein (ich setze das mal grob mit einer Berufs­schule gleich), und sowas gibt es in AT nicht. Da hat(te?) jeder hinterm Laden­tisch ein Studium.

    Was natürlich nicht heißt, daß Homöo­pathie nicht vorkommt. Im Gegenteil, manche Pharma-Studenten ent­wickeln die Vorliebe zur HP als Protest­haltung gegen die „zu dogmati­schen“ Vor­tragen­den. Aber natürlich wissen sie mehr darüber und verwechseln z.B. Homöo­pathie nicht mit Phyto­therapie.

  25. #27 Ludger
    18. Juni 2014

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pharmazeutisch-technischer_Assistent : “PTAs gehören gemäß Apothekenbetriebsordnung zum pharmazeutischen Personal und dürfen somit unter Aufsicht eines Apothekers pharmazeutische Tätigkeiten ausüben. Wichtig ist dabei, die Kunden und Patienten über die richtige Anwendung der Produkte zu informieren.” Dann gibt es in der Apotheke noch die Apothekenhelfer/innen, die heute Pharmazeutisch-kaufmännische(r) Angestellte(r) heißen. Wikipedia: “Der PKA-Beruf wurde 1993 aus dem Beruf des Apothekenhelfers entwickelt, wobei auch das Berufsbild verändert wurde: Die Hauptaufgabengebiete des Apothekenhelfers waren die Warenbewirtschaftung und unterstützende Tätigkeiten (insbesondere mehrmals am Tag Postsendungen bearbeiten und dem pharmazeutischen Personal zuarbeiten).
    Beim Berufsbild des PKA liegen zusätzliche Schwerpunkte nunmehr auf den kaufmännisch-verwaltenden Tätigkeiten, die in einer Apotheke typischerweise anfallen.” MaW. die PKAs dürfen keine Medikamente herausgeben, die PTAs nur unter Aufsicht des Apothekers.
    PS.: antiseptische und frei verkäufliche Augensalbe: Posiformin 2%ig ( Bibrocathol http://de.wikipedia.org/wiki/Bibrocathol ).

  26. #28 Stefan W.
    http://demystifikation.wordpress.com/2014/06/15/zynikat-zum-tod-von-frank-schirrmacher/
    19. Juni 2014

    @langsamdenker

    Das D steht für 1:10 (entsprechend C=1:100). D12 ist also schon stark verdünnt, könnte aber noch Moleküle der Ursubstanz enthalten. Erst ab D24 bist du auf der sicheren Seite, da ist nix mehr drin. Für mehr Infos google mal Avogadro-Konstante.

    Ups! Ich hatte spekuliert das könnten die römischen Zahlen sein, V=5, X=10, L=50, C=100 und D=500. Aber das ist offenbar falsch, und außerdem müsste D dann ja 500, nicht 50 sein.

    Gibt es eine Eselsbrücke um sich zu merken, was was ist? D wie Deka? D &about; Dutzend? Dass sie wieder ein eigenes Süppchen kochen müssen macht sie mir ganz besonders sympathisch, ganz besonders.

  27. #29 Benny C.
    19. Juni 2014

    @Stefan W.:

    D steht für dezimal und C für centesimal 😉

  28. #30 Ursula
    19. Juni 2014

    @ Chemiker
    Was die Ausbildung in Österreich betrifft hast du recht.
    http://www.berufslexikon.at/beruf2478_6
    Allerdings gibt es genug Apotheken, die Pseudomedizin Schaufensterweise aktiv bewerben. Diese Apotheken meide ich, so es möglich ist. In einer Großstadt wie Wien kein Problem.

  29. #31 Ursula
    19. Juni 2014

    Nachtrag, wusst ich’s doch!
    Da gibt’s noch was.
    http://www.berufslexikon.at/beruf158
    Dürfen zwar eingeschränkt, aber doch auch beraten und verkaufen.

  30. #32 Rolf Wagels
    19. Juni 2014

    Ganz finster.
    Aber ich hatte schon viele Gespräche mit Apothekern, die Seminare zu Schüssler Salzen und ähnlichen Quatsch anbieten. Nach einigen längeren Gesprächen kommt dann raus: “Ohne den alternativen Quatsch wären wir lange Pleite” und “der Kunde will es, daher müssen wir es anbieten, sonst macht es der Kollege eine Straße weiter!”

    Diese Argument kommt häufig auch bei Tierärzten und zunehmend bei Ärzten. Seit die Krankenkassen in Konkurrenz zueinander stehen, auch da.
    Alles nicht schön…

  31. #33 Jörg W.
    http://diewahrheit.at
    19. Juni 2014

    Das Thema ist ein Dauerbrenner, schon etwas älter: http://www.diewahrheit.at/video/nieder-mit-den-apotheken

  32. #34 Dr. E. Berndt
    19. Juni 2014

    Dazu meine klare Aussage:
    Die Apotheker und Apothekerinnen sind mit wenigen Ausnahmen ” Hüter des Aberglaubens”
    Die Webseiten der Apotheken lassen auch keine andere Deutung zu

  33. #35 stefan
    19. Juni 2014

    genau so ist es. entweder das wirtschaftliche prinzip verlangt es nun mal, dass man die produktpalette so stark in die hokuspokus medizin erweitert. wenn es nicht dann ist, dann eine kosmetikabteilung, die 2/3 der gesamträumlichkeiten ausfüllt. die, die es wirklich glauben, sind entweder der eher überschaubare teil der studenten, oder im laufe der jahre so weichgekocht, dass sie vom studium nur mehr die namen der professoren wissen.

    Manche akkumulieren sinnvolles pharmakologisches wissen im laufe der jahre und manche verdummen und vergessen einfach alles gelernte…

  34. #36 Lars Schmidt
    Bremen
    19. Juni 2014

    Wenn ich in Apotheken nach was rezeptfreiem Frage, sage ich immer gleich dazu, dass ich was echtes möchte und keinen homöopathischen Voodoozauber.
    Was mich dabei hoffnungsvoll stimmt, ist die Tatsache, dass ich daraufhin bisher immer auf sehr viel Verständnis des beratenden Apothekers/ der Apothekerin traf.

  35. #37 Claudia Weber
    Karlsruhe
    19. Juni 2014

    Sie dürfen gerne zu uns in unsere Apotheke kommen und stehe zu Homöopathie genau wie Sie….ich verkaufe Homöopathika nur an Kunden, die das explizit verlangen. Und wenn mich jemand fragt, sage ich ihm genau was ich davon halte und warum. Allerdings ist es alles nicht so einfach. Wenn ein Kunde gerade von seinem Homöopathen kommt ( Arzt oder Heilpraktiker) kann ich schlecht dazwischenfunken und ihm meine Meinung dazu sagen obwohl ich das häufig sehr gerne tun würde. Auch muss ich immer wieder den Kopf schütteln über Kollegen, die voll auf den Zug aufspringen und sich ebenso von einer Pseudomedizin überzeugen lassen, obwohl sie es doch besser wissen müssten. Erst neulich habe ich mich mit einer ehemaligen Angestellten unterhalten ( Apothekerin) , die nach einer größeren homöopathischen Fortbildung ganz und gar überzeugt ist. Ich war fassungslos, da ich sie als sehr kompetente, intelligente Frau kenne.

  36. #38 Mela
    http://mela.de/
    19. Juni 2014

    Als Bildschirmarbeiter hat man ja häufiger mal gereizte Augen. Als ich in der Apotheke beruhigende Augentropfen kaufen wollte und mir ein homöopathisches Mittel angedreht werden sollte, lehnte ich das nachdrücklich ab. Da wurde ich ja schon etwas schräg angeschaut. Weiß nicht … sind Leute die gerne Augentropfen mit Wirkstoff hätten, jetzt schon verdächtig Medikamentenabhängig zu sein? Wasser hab ich ja auch zuhause.

  37. #39 Dr. E. Berndt
    20. Juni 2014

    Meistens ist es Trockenheit, die Augenbeschwerden hervorruft.
    Für diesen Fall gibt es eine Fülle von Feuchtigkeit spendenden Augentropfen. Je nach Viskosität hält der Effekt mehr oder weniger lang an.

  38. #40 Liebenswuerdiges Scheusal
    20. Juni 2014

    War vor kurzem dabei zu glauben meine Stammapotheke gefunden zu haben. Keine Vodoo Werbung in der Auslage, keine allzugrosse Kosmetikabteilung. Die wenigen male die ich dort nach was gefragt habe bekam ich ein echtes Medikament.

    Letztens hab ich dort Nasentropfen gekauft und zum ersten mal sehe ich da ein Schüssler Notfallset, irgendwie 10 Fläschchen zum Preis von 60EUR, unter der Glasabdeckung der Verkaufstheke liegen.

    Die Pharmazeutin die ich drauf ansprach schaut mich mit grossen Augen an und dreht sich kommentarlos weg.

    Naja, such ich halt weiter in Wien.

  39. #41 sternchen77
    20. Juni 2014

    Am wichtigsten ist die Kommunikation zwischen dem Kunden und dem Pharmazeuten. Dann kann eigentlich auch nichts schief gehen.

  40. #42 chapsi
    21. Juni 2014

    Meine Tochter lernt hier in der Schweiz Pharma -Assistentin (Ende 1. Lehrjahr) . entspricht in Dtl in etwa PTA. Wobei bei uns die Lehre 3 Jahre geht. In der Berufsschule wird die ganze Alternative Schiene nicht hinterfragt. Das Thema wird kurz angesprochen, mehr aber auch nicht. Sie selber ist durch mein Verhalten mehr oder weniger aufgeklärt. Sie darf selbständig verkaufen und gibt Homöopathika, Schüssler und den ganzen Kram, so wie Claudia Weber nur auf Verlangen ab. Ansonsten berät sie die Kunden in Richtung “Chemie” mit Wirkstoff. Und hat damit keine Probleme, weder als Lehrling im Geschäft, noch mit ihrem Gewissen.
    Wobei sie zwei oder drei ausgebildete Apothekerinnen im Geschäft hat. Eine schwört auf Homöopathika und ihre Chefin selber sagt, dass was oben schon mal zu Sprache kam: Die Kunden verlangen das. Gibt aber ebenfalls nur auf Verlangen ab.

  41. #43 Fips der Affe
    21. Juni 2014

    Meiner Frau ist diese Geschichte 1:1 passiert. Seit diesem Erlebnis prüfen wir gleich vor Ort, ob es sich um Zaubertränke handelt.

  42. #44 Michael S.
    21. Juni 2014

    Also ich weiß nicht, was ihr alle dauernd gegen die Homöopathie habt. Meine Frau und ich verhüten schon seit Jahren homöopathisch und es wirkt optimal.
    Was? Schon so spät? Ich geh mal die Kinder ins Bett bringen…

  43. #45 Michael S.
    21. Juni 2014

    Aber jetzt mal im Ernst. Ich verstehe ja, dass auch für die Apotheken die wirtschaftliche Luft dünner wird, aber dadurch haben sie natürlich auch keinen Freibrief, allen möglichen Schmarrn zu verkaufen.
    Wenn ich in unsere Kleinstadtapotheke komme werde ich erschlagen von Werbung für Globuli, Bach-Blüten, Maya-Ohrkerzen etc. und dadurch, dass dieses Zeugs in der Apotheke verkauft wird, hat es natürlich auch einen “amtlichen” Anstrich.
    Was mich aber wirklich stört, ist die “Beratung” in dieser Apotheke. Mir wird immer zuerst ein “alternatives Medikament” angeboten. Die “Bedienungen” (weder die Inhaberin noch ihre Assistentinnen kann ich als Pharmazeuten ernst nehmen) erzählen von ihren eigenen Erfahrungen mit derartigen Produkten und schwatzen so manchem/r Kunden/in für teuer Geld unnützes Zeugs auf.
    Die örtlichen Apotheker meckern über die Versandapotheken und verweisen immer auf die Beratung vor Ort, die ein Versender nicht leisten kann. Und genau deswegen bestelle ich mir den ganzen Kleinkram (Heuschnupfenspray, Augentropfen, Ibuprofen und so ein Schotter), den ich so brauche und den ich sonst immer vor Ort gekauft habe im Netz. Dort ist es auch um einiges günstiger und ich muss mir nicht die Ohren vollblubbern lassen von wegen Bach-Blüten und Homöopathie.
    Mit meinem Heuschnupfen habe ich als Jugendlicher übrigens auch die ersten Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht. Von einem Schulkameraden wurde mir ein “Trank” empfohlen, den man erst schütteln und dann ein paar Tropfen nehmen sollte. Ich habe zum Schluss vor Verzweiflung die gesamte Flasche ausgenuckelt, geholfen hat es nichts. Da lobe ich mir doch mein Antihistaminikum von der pöhsen pöhsen Pharmafirma. Das aber nur als kleinen Exkurs.
    Mein Fazit (und das meiner Familie) ist jedenfalls, dass ich in der Apotheke vor Ort nur noch Rezepte einlöse und den ganzen Rest im Netz bestelle.

  44. #46 Michael S.
    21. Juni 2014

    Übrigens, bei meinem letzten Besuch im Gartencenter habe ich sogar homöopathischen Dünger gefunden. Natürlich habe ich gleich die anwesenden Verkäufer/innen angepreit deswegen und die Antwort war “teures Wasser, sonst ist nix dran, aber die Ökotanten fahren voll drauf ab”. Der Preis war natürlich nicht ohne…

  45. #47 creezy
    http://www.holyfruitsalad.blogspot.com
    22. Juni 2014

    Mit Verlaub die drei möglichen Gründe, die Du da aufführst, haben nichts mit der Realität zu tun, die liegt nämlich in Punkt 4 begründet: sehr sehr viele Eltern, vielleicht mehr Mütter – das liegt an der Aufgabenverteilung – gehen in Apotheken und wollen insbesondere für ihre Sprösslinge etwas das hilft, aber um Himmelswillen nichts, was chemisch ist oder in irgendeiner Art und Weise auf das Kind Einfluss nehmen könnte. Im Ernst.

    Das was die Apotheker da praktizieren ist ganz schlicht und einfach: Angebot und Nachfrage. Mami erzählt im Kindergarten oder Internet und es trudeln die „Erfahrungwerte” ein. Du bekommst in Kinderforen zuerst natürlich Heilmittel empfohlen, nie die Chemiekeule. Das Problem liegt also eher nicht beim Apotheker.

    • #48 Dingens
      30. Juni 2014

      Aber wäre es da nicht Aufgabe des studierten Apothekers aufzuklären? Wofür hat er denn studiert (in der Regel kostenlos), wenn er seinen Wissensvorsprung jetzt nicht einbringt?

  46. #49 Arnd
    24. Juni 2014

    Vielleicht ein bissl am Thema vorbei, aber was viele nicht wissen, ist, dass Fischöl vielen Leuten gut hilft, wenn es um trockene Augen geht. Ist aber ne langfristige Sache, dauert bis zu 2 Monate bis es besser wird (dafür kann man dann evtl. auf Augentropfen verzichten). Bei mir hat es die Lage signifikant verbessert.

    http://www.eyeworld.org/article-omega-3-and-dry-eye

  47. #50 Dr. E. Berndt
    24. Juni 2014

    @Arnd
    Das mit dem Fischöl halte ich für Blödsinn.
    Trockenes Auge ist ein Problem und darauf ist schon sehr viel Geld verforscht worden. Dies ist eine klassische Ausgangslage für Wundermittel. .
    Arzneimittel mit nachgewiesener Wirkung sind Fischölkapseln bei trockenem Auge sicher nicht.

  48. #51 CM
    24. Juni 2014

    @Arnd
    Der angegebene Link enthält recht viel Übertreibungen, auf die man jemanden schlecht rechtlich festlegen kann. z. B. “I have the clinical impression that it might work.”
    Ich empfehle mal http://en.wikipedia.org/wiki/Bad_Science_%28book%29 😉 – Buch & Blog beschäftigen sich recht häufig mit solcherlei Behauptungen.

  49. #52 CM
    24. Juni 2014

    hm, “beschäftigten”, natürlich

  50. #53 A_Steroid
    25. Juni 2014

    seltsam und sicher reiner Zufall…. das der liebe Arnd das Fischöl hier anpreist und parallel unser Briefkasten fast täglich eine Wurfsendung für das Zeug enthält…. (Fischöl ist ja das ultimative Heilmittel für und gegen alles mögliche lt. dieser Wurfsendung)

  51. #54 Dr. E. Berndt
    25. Juni 2014

    Ich habe meinen Beitrag zum Fischöl gemacht, ohne vorher den Link anzusehen. Und mein trainierte Erfahrung hat sich voll bestätigt.

  52. #55 Ursula
    25. Juni 2014

    @A_Steroid

    (Fischöl ist ja das ultimative Heilmittel für und gegen alles mögliche lt. dieser Wurfsendung)

    Ich bin dabei eine Liste von diversen Wundermitteln zu erstellen, die für “Alles” gut sind und gegen “Alles” helfen.
    So in geballter Form wirkt das noch absurder als es eh schon ist.
    Fischöl ist noch nicht dabei, aber ich habe nach einer Diskussion mit einem meiner Teilnehmer erst eben damit begonnen.

  53. #56 roel
    *****
    25. Juni 2014

    @Dr. E. Berndt
    Dieser Link http://www.dovepress.com/getfile.php?fileID=18606 lädt die PDF-Datei zu “effectiveness and tolerability of dietary
    supplementation with a combination of omega-3
    polyunsaturated fatty acids and antioxidants
    in the treatment of dry eye symptoms: results
    of a prospective study” von Andrea Oleñik herunter.

    Alternativ geht auch dieser Link http://www.dovepress.com/effectiveness-and-tolerability-of-dietary-supplementation-with-a-combi-peer-reviewed-article-OPTH und dann auf “Download article PDF” klicken.

    Es interessiert mich, wie Sie diese Studie beurteilen.

  54. #57 Dr. Webbaer
    25. Juni 2014

    @ Herr Reinboth :
    Sie müssen das von Ihnen als rein homöopathisch eingeschätzte Mittel namentlich vorstellen, wenn Sie wie im Artikel verlautbaren.

    MFG
    Dr. W

  55. #58 Dr. E. Berndt
    25. Juni 2014

    @roel
    Ich bin kein Statistiker.
    Nach den Durchlesen kann ich nur sagen, dass es sich offenbar um eine Anwendungsstudie handelt. Die Patienten wurden in der Praxis rekrutiert und dann angehalten die Kapseln zu Schlucken und ihr Befinden abgefragt.
    Also mit Doppelblindstudie hat das nichts zu tun.
    Anwendungsstudien werden üblicherweise veranstaltet um den Umgang mit einem Medikament etc. vertraut zu machen.
    Das kann man auch als Werbung sehen aber auch als notwendige “Nachdokumentation” um zu sehen, ob eh alles wie vorgesehen funktioniert.
    Die Aussagekraft zur Wirkung würde ich nur sehr vorsichtig bewerten, das die Grunderkrankung relativ viel Spielraum für persönliches Besserungsempfinden offenlässt.

  56. #59 Henning
    26. Juni 2014

    Hans hat recht! (Kommentar #4)
    Die Schuld liegt dabei aber letzten Endes nicht bei den Apothekern, sondern in unserem Gesunheitssystem…
    Ohne den Ertrag von Globuli & Co. gäbe es wahrscheinlich manche Apotheke gar nicht mehr…. nur daran können die doch wirklich noch Geld verdienen. An den echten Medikamenten können die nicht viel verdienen….
    Schon traurig genug, dass viele Krankenkassen auch schon festlegen, welches billigere Nachahmer-Produkt man in der Apotheke bekommt, wenn man vom Arzt explizit ein bestimmtes Medikament verordnet bekommt….

    Der Fisch stinkt also vom Kopf her….

  57. #60 CM
    26. Juni 2014

    @roel: Mit Statistik kenne ich mich zwar ein wenig aus, aber dem Kommentar von Dr. E. Berndt ist wenig hinzuzufügen. Außer vielleicht: Die Studie vermerkt noch nicht mal in welcher Jahreszeit sie stattfand. Witterung und damit auch unterschiedliche Raumluft kann hierbei aber im Verlauf dreier Monate schon einen Effekt haben. Mein Fazit: Es lohnt kaum die ganzen Signifikanzaussagen bzgl. der Wirkung einer Prüfung zu unterziehen.
    Derartige Studien ergeben wenig Erkenntnisgewinn, erschweren aber das Finden guter Arbeiten.

  58. #61 roel
    *****
    27. Juni 2014

    @Dr. E. Berndt und CM

    vielen Dank für die Antworten.

  59. #62 WolfgangM
    27. Juni 2014

    Der Apotheker Carsten Pötter hat ja auch eine Studium hinter sich.

    Trotzdem schwurbelt er auf höchstem Niveau.

    Evtl wäre sein alpha 4 Komplex das Richtige

    http://www.land-apo.de/pdf/comed_alpha1.pdf

    Zitat:
    Ich verbinde mich wieder mit meinertiefsten inneren Quelle
    auf allenEbenen meines lebendigen Seins

    Ich wollte von meinen Eltern gezeugt werden

    Ich wollte hier inkarnieren und geboren werden

    Ich habe das Recht,hierzu sein

    Zitat Ende.
    Der macht auch Impfkomplexe dazu tut er Impfstoffe- auch solche die es nicht gibt- doppelt destillieren.

    Der hat sicher auch was gegen trockene Augen

  60. #63 Dr. E. Berndt
    27. Juni 2014

    @WolfgangM
    An ihren Link ist zu erkennen, eine cerebrale Fäkalintoxikation durchaus auch durch Esoterik hervorgerufen werden kann.

  61. #64 Gerry
    30. Juni 2014

    cerebrale Fäkalintoxikation, muss ich mir merken :-)

  62. #65 Schorsch
    4. Juli 2014

    Es gibt sogar einen “Homöopatischen Notdienst”: http://bit.ly/1klFrFM

  63. #66 Christoph
    8. Juli 2014

    Nicht zu vergessen: die Homöopathische Notaufnahme!

  64. #67 Adent
    4. August 2014

    @A_STeroid
    Hieß das nicht früher im Wilden Westen Snake Oil? 😉

  65. […] Text eignet sich auch als Vorlage, hier oder da oder anderswo selbst aktiv zu […]

  66. […] eine Frau in die Apotheke, Frischer Wind am 17. Juni […]

  67. #70 knorke
    23. September 2014

    Kopfschüttel.
    Hat jemand so ein Problem mit Antibiotika uÄ gehabt? Oder ist man da auf der sicheren Seite (=Hokuspokusfreien Seite), wenn’s einem Onkel/ Tante Doktor verschreiben?

  68. #71 Ein Mensch
    29. Mai 2015

    Was für eine nutzlose Ansammlung von Buchstaben. Die Zeit zum Lesen dieses Beitrags und seiner schauerlich verallgemeinernden, polemischen, selbstgerechten, teilweise höchst unintelligenten, rohen, unfreundlichen und unter BILD-Kommentar-Niveau locker durchfliegenden kommunikativen Bereicherungen gibt mir niemand wieder.

    Ausgesprochen ärgerlich.

    Dem Autor empfehle ich, das Bloggen einzustellen oder sich zumindest zu informieren, bevor er sich blamiert.

    Einfach nur zum Fremdschämen.

    • #72 Rolf Wagels
      31. Mai 2015

      Moin
      Wie meinen? Formulieren Sie doch mal ihre Bedenken in Argumenten, statt in Beleidigungen. Vielleicht kommt man dann ins Gespräch?

  69. #73 Bullet
    31. Mai 2015

    Ich fremdschäme mich für den unreflektierten, an überreichlich unpassender und fehlgezielter Aggression krankenden Kommentar #71 von “Ein Mensch”. Selten habe ich solch einen strunzblöden Kommentar gelesen.
    Dem Kommentator oder der Kommentatorin empfehle ich, das Kommentieren einzustellen oder sich zumindest zu informieren, bevor er oder sie sich blamiert. Dazu kommt, daß dieser so wütend geschriebene aber doch völlig hirn- und nutzlose Kommentar eine Menge an Erstellungszeit verbraucht hat, die nicht nur dem Kommentator oder der Kommentatorin nicht wiedergegeben werden kann, sondern dann auch noch keinen abschätzbaren Nutzen erweist. Außer vielleicht dem, daß ich mich wieder einmal fremdschäme.

  70. […] auch der Science-Blogger Christian Reinboth […]

  71. #75 Kittelträger
    Offizin
    12. Februar 2016

    Abenteuerlich, was manche Kollegen in der Apotheke so mit ihren Kunden/Patienten treiben! Hätte die betreffende Apotheke zumindest nochmal telefonisch kontaktiert und die Sache geschildert. Dann hätte ich verlangt das benötigte Mittel im Rahmen der Kulanz kostenfrei zu bekommen (da Umtausch bei Arzneimitteln gesetzlich verboten). Am Besten per Lieferdienst nach Hause, da schließlich ein krankes Kind zu Hause ist. Nach dem ganzen Aufwand + Zusatzkosten für die Apo sollte sich die Beratungsqualität hoffentlich bald verbessern! Ansonsten evtl. anbieten die betreffende Apo mal ausführlich bei Jameda o.ä. zu bewerten. Leider gibt es in der Apotheke nach Studium oder Ausbildung keine Pflichtfortbildungen, die kontinuierlich die Qualität sichern. Vielleicht sollte man da mal wieder ansetzen.