In der Tat, das Gefühl, ihre Meinung in Deutschland frei äußern zu können, haben nur noch 41 % der Deutschen. Das ist nicht nur ein Gefühl, denn bestimmte Meinungen sind nicht nur mit hohen sozialen Kosten, wozu auch Jobverlust und öffentliche Ächtung und Verfolgung gehören können, belegt, sondern regelrecht strafbar: das Strafrecht kennt den §188, der Haftstrafen von bis zu drei Jahren für die Beleidigung von Politikern vorsieht, eine weitere Einschränkung, der die Beleidigung von Journalisten unter Strafe stellen soll, wurde bereits vorgeschlagen und §166 StGB ist immer noch nicht abgeschafft. Um mißliebige Meinungen zu stigmatisieren, stehen inzwischen zahlreiche „Meldestellen“ bereit und wurde das Konzept der „trusted flagger“, das direkt aus Orwells 1984 entsprungen sein könnte, entworfen. Für offensichtlich satirische Posts wird man strafrechtlich verfolgt oder bekommt direkt Besuch von der Polizei für eine Hausdurchsuchung.
“Make Orwell Fiction again” (steht auf meinem T-Shirt)
Ich bin nun wahrhaftig kein Fan von Herrn Vance (im Gegenteil), mußte ihm aber im Wesentlichen zustimmen, als er den Europäern hinsichtlich der hier wachsenden Gefahr für die Meinungsfreiheit die Leviten las. Inzwischen ist der Zustand so arg, daß sogar der gottverd****e Papst die Meinungsfreiheit im Westen in Gefahr sieht (ah, the irony!) und – da haben wir ihn wieder – orwellsche Zustände anmahnt! In welchen Zeiten leben wir, wenn ich JD Vance UND dem Papst zustimmen muß?!
Der ÖRR ist dabei schon lange Komplize der woken Meinungs- und Verfemungsmacht und unterdessen zu einer skandalerschütterten ideologischen Propagandamaschine verkommen, in die nur noch etwas über der Hälfte der Deutschen Vertrauen hat und die inzwischen in etlichen Formaten lügen, fehlleiten und offen Aktivismus und „gaslighting“ betreiben, indem sie die Lebensrealität vieler Zuschauer komplett ausblenden, bagatellisieren oder gleich ganz verleugnen.
Hier nur ein paar Beispiele: Das ZDF macht einen völlig einseitigen Beitrag wie ein Fiebertraum zu Wokeness, die Chemikerin Frau Nguyen-Kim macht einen Beitrag zu „Rassismus“, der ohne jede Sachkunde völlig unkritisch und drohnenhaft die unwissenschaftliche und ihrerseits rassistische Ideologie der „critical race theory“ reproduziert, Frau J. Ruhs hingegen, die einen einzigen Beitrag, der auch problematische Effekte der Migration ansprach, gemacht hatte, wurde nach einer internen Intrige sofort vom NDR gecancelt. Das ZDF verplempert obszöne Summen an Rundfunkgebühren, um extrem realistische Serien über die Geschichten von Kopftuchmosleminnen in 1) einer Punkband, 2) als Astrophysikerin, die nebenbei Geld bei illegalen Pokerrunden erzockt sowie, 3) eine Serie darüber, daß in Wirklichkeit nicht Wolfgang A. Mozart sondern seine – natürlich vom Patriarchat unterdrückte – Schwester das eigentliche Genie war, zu kaufen/produzieren und so weiter und so immer fort. Von der verzerrten, einseitigen und in Ansätzen antisemitischen Berichterstattung zum Israel-Palästina-Konflikt und zu den Aufständen im Iran will ich hier gar nicht anfangen.
Weder nimmt diese Verzerrung und Abkehr von der im Rundfunkstaatsvertrag geforderten Neutralität dann auch wunder, in Anbetracht dessen, daß 63% der deutschen Journalisten SPD/Grünen/Linken nahestehen und nur 8 % der CDU, noch daß 42% der Bevölkerung wenig oder gar kein Vertrauen mehr zum ÖRR haben. Also „informieren“ sich Leute über Tiktok und andere soziale Medien, was natürlich nicht besser ist und wo andere Aktivismen und Ideologien vorherrschen. Das ist vor allem in Anbetracht der immer schlechter werdenden schulischen Leistungen und Allgemeinbildung für Jugendliche ein Problem, die dadurch immer anfälliger für alle Arten von Aktivismen werden.
Und da in der Schule anscheinend in erster Linie eine Wohlfühl- und Verwahranstalt gesehen wird, darf man den Schülern natürlich keinerlei Frustration und Scheitern zumuten. Statt also, wenn jemand eine Klausur oder Prüfung nicht besteht, denjenigen zu intensiverem Lernen und mehr Mühe anzuhalten, werden lieber die Bestehensgrenzen gesenkt. Oder man schafft Wettbewerbe oder spontane Tests, die schlecht ausfallen könnten, gleich ganz ab (das ist in etwa so sinnvoll, wie die Beauftragte für Arbeitsmarktstatistik zu feuern, wenn sie ungünstige Arbeitslosenzahlen bringt) und kommt schließlich und als endgültiger Offenbarungseid zu dem Schluß, den armen Schülern Goethe und Schiller nur noch in einfacher Sprache zuzumuten.


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