Ein Optimist sagte mir einmal, wir lebten in der besten aller möglichen Welten. Ich fürchte, daß er vielleicht recht hat.
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Dennoch, Leibniz hatte mit seiner Annahme, wir lebten in der besten aller möglichen Welten sicher nicht recht (zumal bereits seine Grundannahme, die einen Gott mit bestimmten Eigenschaften voraussetzte, unhaltbar erscheint). Ich bin inzwischen vielmehr überzeugt, daß wir in der albernsten, lächerlichsten aller möglichen Welten, in einer veritablen „Clownwelt“ leben. Es ist inzwischen alles egal, alles ist unseriös, nichts scheint Konsequenzen zu haben, kein Versagen, keine Entgleisung, kein Normbruch, keine Korruption, keine noch so eklatante Inkompetenz.
Ernsthaft: um nicht den Verstand zu verlieren oder in Schwermut zu versinken, muß ich mich zunehmend vom Weltgeschehen dissoziieren, mich emotional davon abkoppeln, es muß mir selbst egal werden, weil – eben – alles egal ist. Man kann das bloß noch wie eine bizarre und schlecht geschriebene „soap opera“ von außen zu betrachten versuchen (in der man nur dummerweise selber auch gefangen ist). Mit anderen Worten: die neuen Staffeln von „Deutschland“, „USA“ und „Rest der Welt“ sind mir inzwischen einfach zu krass, dadaistisch, kubrikesk; ein Drehbuchautor, der das geschrieben hätte, wäre vermutlich längst gefeuert oder eingewiesen worden.
Ich habe mehrfach angesetzt, diesen Artikel zu schreiben. Nach jedem Absetzen haben sich dann wieder so verrückte, durchgedrehte Dinge ereignet, daß die vorigen dagegen zu verblassen schienen. Auch meine Maßstäbe zerbrechen. Worte wie „verrückt“, „irre“ oder „wahnsinnig“ haben längst ihre Bedeutung verloren, da andauernd etwas passiert, was noch viel „verrückter“ ist, als das, was man vor ein paar Tagen noch für das verrücktest Denkbare gehalten hatte. Vor 20 Jahren hätte jedes einzelne dieser Ereignisse wochenlang erst Schlagzeilen, dann Feuilletons gefüllt, jetzt sind sie nach einem halben Tag und einer neuen, noch krasseren Meldung bereits obsolet. Und könnte man in die Vergangenheit reisen und den Menschen aus 2006 von heute erzählen, es würde einem niemand Glauben schenken.
Blicken wir zunächst nach Deutschland: Einstein sagte,
die Definition von Wahnsinn ist: immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
Wenn das Ziel der Politik ist, die Zustände im Land und das Leben der Bürger zu verbessern und das Erstarken einer Partei mit rechtsradikalem Anteil, die dieses Jahr vermutlich in mindestens einem Bundesland mit absoluter Mehrheit regieren wird, zu verhindern, dann können ihre diesbezüglichen Bemühungen nur als „wahnsinnig“ bezeichnet werden.
Man bekommt wirklich den Eindruck, daß sich Politiker und Aktivisten darin zu übertreffen suchen, für die vielen drängenden und zukunftsrelevanten Probleme, die wir haben, die jeweils dümmsten und albernsten, opportunistischsten, offensichtlich wirkungsärmsten, kurzsichtigsten und kontraproduktivsten Lösungsansätze vorzuschlagen bzw. zu versuchen, die sich nur irgend ersinnen lassen.
Der Beispiele gibt es viele, etwa daß es Berlin in Zeiten eines wiedererstarkenden und zunehmend islamisch motivierten Antisemitismus, in denen keine Synagoge aber jede Moschee (außer dieser einen) ohne Rund-um-die-Uhr-Polizeischutz auskommt und Juden sich auf Straßen und in den ÖPNV nicht mehr sicher fühlen können, für angebracht und sinnvoll hält, ausgerechnet einen “Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit” einzuführen.
Dann noch ein Beispiel aus meinem direkten Umfeld: bei der Bürgermeister- und Kommunalwahl im Herbst 2025 in Köln haben die „etablierten Parteien“ allen Ernstes ein „Fairnessabkommen“ geschlossen, welches besagte, daß man über Migration im Wahlkampf nicht oder nur positiv sprechen solle. Und das in einer Zeit, in der Migration und ihre Schattenseiten offen sichtbar und für viele Wähler das Hauptthema sind, weil es massenhafte Einwanderung von Leuten aus Regionen / Kulturräumen / Ländern gab/gibt, die nicht nur das Grundgesetz und die freiheitlich-demokratische Grundordnung ablehnen, sondern die sogar bereits bei verschiedenen schweren Straftaten in Deutschland z.T. extrem stark überrepräsentiert sind [1].
Leute, Experten, Politiker, die solche „Hassfakten“ ansprechen, die resultierenden Zustände kritisieren und Lösungsansätze vorschlagen, werden gecancelt oder wenn das nicht geht als „rechtsradikal“, „-extrem“, „rassistisch“ oder ähnliches verfemt. Das hat NRW-Innenminister Reul in einer Talkshow auch ziemlich genau so sogar offen zugegeben:
“Wenn Sie bestimmte Themen, die in der Wirklichkeit da sind und die Menschen auch empfinden, benennen, die aber nicht in die Zeit passen […], dann kriegen Sie Ärger […], von Menschen, die Meinung machen, die was zu sagen haben, von Menschen, die wahrscheinlich gar nicht die Mehrheit der Bevölkerung sind.”
Wenn also Probleme wirklichkeitsbezogen und ohne auf woke Denk- und Sprechdogmata Rücksicht zu nehmen, angesprochen werden, dann wird man attackiert. Es wird mithin in vollendeter Realitätsverachtung nicht das Problem angegangen, sondern derjenige, der auf es aufmerksam macht.
In der Tat, das Gefühl, ihre Meinung in Deutschland frei äußern zu können, haben nur noch 41 % der Deutschen. Das ist nicht nur ein Gefühl, denn bestimmte Meinungen sind nicht nur mit hohen sozialen Kosten, wozu auch Jobverlust und öffentliche Ächtung und Verfolgung gehören können, belegt, sondern regelrecht strafbar: das Strafrecht kennt den §188, der Haftstrafen von bis zu drei Jahren für die Beleidigung von Politikern vorsieht, eine weitere Einschränkung, der die Beleidigung von Journalisten unter Strafe stellen soll, wurde bereits vorgeschlagen und §166 StGB ist immer noch nicht abgeschafft. Um mißliebige Meinungen zu stigmatisieren, stehen inzwischen zahlreiche „Meldestellen“ bereit und wurde das Konzept der „trusted flagger“, das direkt aus Orwells 1984 entsprungen sein könnte, entworfen. Für offensichtlich satirische Posts wird man strafrechtlich verfolgt oder bekommt direkt Besuch von der Polizei für eine Hausdurchsuchung.
“Make Orwell Fiction again” (steht auf meinem T-Shirt)
Ich bin nun wahrhaftig kein Fan von Herrn Vance (im Gegenteil), mußte ihm aber im Wesentlichen zustimmen, als er den Europäern hinsichtlich der hier wachsenden Gefahr für die Meinungsfreiheit die Leviten las. Inzwischen ist der Zustand so arg, daß sogar der gottverd****e Papst die Meinungsfreiheit im Westen in Gefahr sieht (ah, the irony!) und – da haben wir ihn wieder – orwellsche Zustände anmahnt! In welchen Zeiten leben wir, wenn ich JD Vance UND dem Papst zustimmen muß?!
Der ÖRR ist dabei schon lange Komplize der woken Meinungs- und Verfemungsmacht und unterdessen zu einer skandalerschütterten ideologischen Propagandamaschine verkommen, in die nur noch etwas über der Hälfte der Deutschen Vertrauen hat und die inzwischen in etlichen Formaten lügen, fehlleiten und offen Aktivismus und „gaslighting“ betreiben, indem sie die Lebensrealität vieler Zuschauer komplett ausblenden, bagatellisieren oder gleich ganz verleugnen.
Hier nur ein paar Beispiele: Das ZDF macht einen völlig einseitigen Beitrag wie ein Fiebertraum zu Wokeness, die Chemikerin Frau Nguyen-Kim macht einen Beitrag zu „Rassismus“, der ohne jede Sachkunde völlig unkritisch und drohnenhaft die unwissenschaftliche und ihrerseits rassistische Ideologie der „critical race theory“ reproduziert, Frau J. Ruhs hingegen, die einen einzigen Beitrag, der auch problematische Effekte der Migration ansprach, gemacht hatte, wurde nach einer internen Intrige sofort vom NDR gecancelt. Das ZDF verplempert obszöne Summen an Rundfunkgebühren, um extrem realistische Serien über die Geschichten von Kopftuchmosleminnen in 1) einer Punkband, 2) als Astrophysikerin, die nebenbei Geld bei illegalen Pokerrunden erzockt sowie, 3) eine Serie darüber, daß in Wirklichkeit nicht Wolfgang A. Mozart sondern seine – natürlich vom Patriarchat unterdrückte – Schwester das eigentliche Genie war, zu kaufen/produzieren und so weiter und so immer fort. Von der verzerrten, einseitigen und in Ansätzen antisemitischen Berichterstattung zum Israel-Palästina-Konflikt und zu den Aufständen im Iran will ich hier gar nicht anfangen.
Weder nimmt diese Verzerrung und Abkehr von der im Rundfunkstaatsvertrag geforderten Neutralität dann auch wunder, in Anbetracht dessen, daß 63% der deutschen Journalisten SPD/Grünen/Linken nahestehen und nur 8 % der CDU, noch daß 42% der Bevölkerung wenig oder gar kein Vertrauen mehr zum ÖRR haben. Also „informieren“ sich Leute über Tiktok und andere soziale Medien, was natürlich nicht besser ist und wo andere Aktivismen und Ideologien vorherrschen. Das ist vor allem in Anbetracht der immer schlechter werdenden schulischen Leistungen und Allgemeinbildung für Jugendliche ein Problem, die dadurch immer anfälliger für alle Arten von Aktivismen werden.
Und da in der Schule anscheinend in erster Linie eine Wohlfühl- und Verwahranstalt gesehen wird, darf man den Schülern natürlich keinerlei Frustration und Scheitern zumuten. Statt also, wenn jemand eine Klausur oder Prüfung nicht besteht, denjenigen zu intensiverem Lernen und mehr Mühe anzuhalten, werden lieber die Bestehensgrenzen gesenkt. Oder man schafft Wettbewerbe oder spontane Tests, die schlecht ausfallen könnten, gleich ganz ab (das ist in etwa so sinnvoll, wie die Beauftragte für Arbeitsmarktstatistik zu feuern, wenn sie ungünstige Arbeitslosenzahlen bringt) und kommt schließlich und als endgültiger Offenbarungseid zu dem Schluß, den armen Schülern Goethe und Schiller nur noch in einfacher Sprache zuzumuten.
Übrigens und währenddessen führen echte, also nicht bloß von Woken so genannte Rechtsradikale wie Herr Liebig den deutschen Staat und das absurde Selbstbestimmungsgesetz vor aller Augen wie ein Zirkustier am Septumring durch die Manege.
Und so weiter und so immer weiter…
Wenden wir uns daher nun voll Entsetzen ab und blicken in die USA:
Und kommen wir gleich zum orangefarbenen Elephanten im Raum, der vor ziemlich genau einem Jahr seine zweite Amtszeit angetreten hat, denn 2024 wählte die Mehrheit der US-Wähler Trump 2.0. Und viele fragten sich: wie konnten sie nur?! Ich glaube, viele Wähler, genug jedenfalls, um diesen Wahlausgang zu bewirken, dachten, Trump 2.0 wird einfach noch mal wie Trump 1.0, also chaotisch, erratisch, mit autoritären Tendenzen und etwas peinlich auch, aber mit „Erwachsenen im Raum“, die das schlimmste verhindern werden und sich überparteilich Verfassung und Rechtsstaatlichkeit verpflichtet fühlen, und diese Vorstellung, so ungustiös sie sein mag, fanden, so vermute ich, diese Wähler immer noch weniger schlimm, als eine zweite Runde Oppa Biden bzw. Kamala „they/them“ Harris und die Wokokraten. Und dann kam Trump 2.0 und es wurde ungleich schlimmer weil viel besser geplant und organisiert als Trump 1.0, mit wirklich unbeschreiblichen Grenzüberschreitungen, Normenzertrümmerungen, Korruption in nie gekanntem Ausmaß, einer völlig übergeschnappten Zollpolitik und offen autokratischen Angriffen auf staatliche Einrichtungen, Wissenschaft(sfreiheit), Medien(freiheit) und sogar Privatpersonen, mit Militär in den Innenstädten, massenhaften Verhaftungen und Erschiessungen auf offener Straße durch maskierte ICE-Agenten, eine Art Migrations-Gestapo, zuletzt auch Kriegsverbrechen.
Das hier ist ein offizieller Post, den der mächtigste Mann der Welt für angebracht und akzeptabel gehalten hat:

Genauso, wie dieses Video.
Auch sah er es als geboten an, gewählte Kongressabgeordnete, die in einem Video Militärangehörige dazu aufforderten, illegale Befehle nicht zu befolgen, sich also verfassungskonform zu verhalten, als Aufwiegler zu bezeichnen und ihr Verhalten der Todesstrafe für würdig zu befinden.
Dem norwegischen Premierminister schrieb er,

yes. That happened.
also, daß, obwohl er ja „eigenhändig 8+ Kriege beendet“ hätte (was eine fulminante Lüge aus seinen Top 25 von 2025 ist), ihm Norwegen trotzdem nicht den Friedensnobelpreis gegeben habe (was „Norwegen“ übrigens gar nicht kann) und er sich deshalb nicht mehr dem Frieden verpflichtet fühle. Das könnte der Grund sein, daß er militärische Gewalt zur Annexion von Grönland nicht mehr ausschließt (ich kann es nicht fassen, daß ich das gerade geschrieben habe…)
Und während Frau Machado aus Venezuela, die den Friedensnobelpreis wirklich bekommen hat, extra ins weiße Haus kam, um ihm jenen, bzw. ihre Medaille zu „schenken“

wie glücklich sie aussieht :’-)
(- ihn offiziell weiterzugeben gehe nicht, sah sich absurderweise das Nobelkommittee gezwungen, zu erklären- ), nachdem er VenezuÖL… äh…. ela, meine ich, hat angreifen und den dortigen Präsidenten-Diktator entführ… äh… für eine rechtmäßige Gerichtsverhandlung hat „ausborgen“ lassen, hat er vom Gangsterverein Fifa einen extra für ihn erfundenen „Friedenspreis“ ohne lästige Mitbewerber verliehen bekommen, um ihn zu besänftigen und für die kommende WM in den USA gnädig zu stimmen.
Ob die Fifa ihm diesen aberkennt, wenn er wirklich Grönland und damit die EU und den Natostaat Dänemark angreifen lässt und damit endgültig die Welt ins Chaos stürzt, darf als fraglich angesehen werden. In der Zwischenzeit bezeichnet sich Trump jedenfalls vorsorglich selbst als „handelnden Präsidenten Venezuelas“ – Ehre, wem Ehre gebührt, eben…

Wie gesagt, die Liste endet hier bei Weitem nicht und es wird, seit ich dies hier geschrieben habe, noch etliches dazugekommen sein….
Bei aller absurden, verdrehten, verzweifelten Komik, die dem ganzen auch irgendwie innewohnt (und täglich in den noch nicht gecancelten US-Late-Night-Shows für schwärzesten Galgenhumor genutzt wird), kann auch jenen die nicht zu Alarmismus und Hysterie neigen, langsam Angst und bange werden.
Daß jetzt der Widerstand gegen die Ausuferungen von Trump 2.0 nicht stärker ausfällt hat einerseits wohl, und wie ich letztes Jahr schon ausführte, mit einem lange gewachsenen Bedürfnis nach Heimzahlung, Schaden- und Rachefreude gegenüber den Woken, die jetzt endlich echten Widerstand und ein Zurückdrängen ihrer Infiltrationen erfahren, zu tun, aber auch mit dem nicht vorhandenen Gegenangebot der Demokraten, die in der Mehrzahl immer noch nicht von Wokeness, DEI, „virtue signalling“, Kulturmasochismus und Minderheitenklientelpolitik abrücken. Natürlich gilt weiterhin: der harte Kern der Trumpisten ist längst ein wahnsinniger KultAuch hier: alles ist egal, nichts, was Trump tut, hat irgendwelche Folgen für ihn. Man hat sich damit abzufinden, daß die Welt Spielball ist und sich im Würgegriff eines Mannes befindet mit der kompensatorischen Großmannssucht eines verwöhnten aber ungeliebten Kindes, der erratischen und jähzornigen Rachsucht eines permanent gekränkten und allmählich der Demenz entgegendriftenden malignen Narzissten und der empathielosen Wurschtigkeit eines 80-jährigen Zukunftslosen.
Und im Rest der Welt?
Auch dort wurde von der „Trump-Experience“ und dem Erstarken der Rechten allerorten nicht gelernt und ist die „Wokeness“ bzw. der „critical social justice”-Aktivismus noch immer nicht tot (auch, wenn manche denken, daß er im Sterben liegt [2]) und so demonstrieren LGBuchstabensuppenleute an vielen Orten in der westlichen Welt weiterhin stumpfsinnig für Palästina (bzw. neuerdings für Herrn Maduro) und gegen die einzige Demokratie und den einzigen Ort im nahen Osten, wo ihresgleichen länger als 30 Minuten überleben würden. Frau Thunberg, inzwischen fanatische Antisemitin, fuhr vorgeblich zu diesem Zweck mehrfach mit einer „Flotilla“ (das dabei produzierte CO2 ist natürlich, so wie das Klima, inzwischen egal), mit 100 kg Mehl aber sicher über 1.000 kg woken Aktivisten an Bord, nach Israel, um… Palästina zu retten bzw. dort den Hunger zu bekämpfen oder so… Das Klima sei nicht mehr so wichtig, sagt sie, bzw. könne erst gerettet werden, wenn sie mit antisemitischen Parolen und 100 mg Mehl pro Palästinenser den Nahostkonflikt beigelegt hat. Oder so.
Auch die Solidarität der identitären Linken, deren festes und feierliches Ziel es anscheinend ist, immer auf der falschen Seite zu stehen, mit dem iranischen Volk, das sich gerade unter entsetzlichem Blutzoll gegen das brutale Mullah-Regime und allgemein die islamische Vorherrschaft aufbäumt, ist nahezu nicht wahrzunehmen: no jews, no news, eben.
In Kanada, wo die Wokeness den Durchmarsch durch die Institutionen fast vollständig erreicht hat, kann man lebenslange Haft für (zugegeben schlimme, aber eben nur) Äußerungen bekommen, England bestraft nun „Gedankenverbrechen“ und die EU diskutierte ernsthaft ein alptraumhaft dystopisches Überwachungsgesetz und nutzt Steuergelder, um in Gambia Wrestling-Arenen zu bauen, die den Widerstand der Bevölkerung gegen den Klimawandel stärken sollen.
Auch hier eine erheblich unvollständige und täglich weiter wachsende Liste mit Meldungen aus der lächerlichsten aller Welten…
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So.
Seit Monaten gärt und wächst das Sammelsurium dieser Eindrücke in mir. Heute endlich, nach dieser letzten Woche, durfte und mußte es aus mir raus und gesagt und – so hoffe ich – geteilt werden. Polemisch und ungeordnet, ist mir klar, “händeringend” eben und selbstverständlich völlig wirkungslos. Mehr Aufschrei der bedrängten Kreatur als nüchterne Analyse. Und Erinnerung: dieses Blog wird demnächst 15 Jahre alt. Falls es in noch einmal 15 Jahren mich, die Welt, dieses Blog noch gibt, hoffe ich, diesen Beitrag völlig fassungslos noch einmal lesen zu können.
Und vielleicht hilft es ein bißchen, zu wissen, daß es auch anderen so geht, daß man nicht alleine mit offenem Mund idiotisch und ungläubig staunend dasteht und die Welt nicht mehr versteht, daß man nicht alleine ist mit seiner ungestillten Sehnsucht danach, daß Dinge Sinn ergeben, Handlungen Ursachen und Folgen haben und sich die Welt auf lange Sicht zum Besseren verändern wird.
Leider sind wir längst jenseits einer Zeit, in der rationale Erklärungsversuche oder die berühmte “Einordnung” von Geschehnissen noch möglich scheinen. Was passiert, ist so irrational, daß es lächerlich wirkt und es gibt längst keinen Konsens über irgend etwas und keine Ordnung mehr, in deren Kontext das Geschehen sich interpretieren oder besser verstehen ließe. Man sieht das auch daran, daß es heute völlig unmöglich ist, vorherzusehen, was passieren wird oder auch nur irgendetwas zuversichtlich auszuschließen. Denn nichts hat Konsequenzen und alles ist egal.

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Referenzen:
[1] F. Urbaniok „Schattenseiten der Migration“ ISBN 9783907442579
[2] A. Doyle „The End of Woke”, ISBN 9781408723951


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