Mars One wird scheitern. Oder besser gesagt: Mars One wird nicht einmal die Gelegenheit haben, zu scheitern weil Mars One nie stattfinden wird. Momentan ist die privat organisierte bemannte Mission zum Mars ja wieder einmal überall in den Medien. Vor drei Tagen wurden 100 Kandidaten vorgestellt, aus denen die Personen ausgewählt werden sollen, die dann tatsächlich die Reise zum Mars antreten können. Ich habe früher schon mal kurz erklärt, dass ich von diesem Projekt nicht viel halte und überzeugt davon bin, dass es nicht erfolgreich sein wird. Aber ich denke, ich sollte das noch einmal etwas genauer ausführen.

Da wollen wir hin! (Gusev-Krater am Mars, aufgenommen vom Rover Spirit. Bild: NASA/JPL)

Da wollen wir hin! (Gusev-Krater am Mars, aufgenommen vom Rover Spirit. Bild: NASA/JPL)

Mars One ist eine niederländische Stiftung die vom Unternehmer Bas Lansdorp geführt wird. Ziel des Projekts ist es, Menschen zum Mars zu bringen. Ein gutes Ziel, gegen das ich absolut nichts einzuwenden habe! Die Art und Weise, wie Mars One das erreichen möchte, ist aber mehr als nur fragwürdig.

Die “Astronauten” sind keine speziell für diese Aufgabe ausgebildeten Leute, sondern Freiwillige aus aller Welt, die sich für den Flug ins All beworben haben. Man musste nur älter als 18 Jahre, englisch sprechen können und gesund sein. Mehr als 200.000 Menschen haben sich – laut den Aussagen der Projektverantwortlichen – auf den ersten Aufruf gemeldet; mittlerweile wurden daraus 50 Frauen und 50 Männer ausgewählt (darunter ein Österreicher, ein Schweizer und zwei Deutsche. Der große Ansturm an potentiellen Raumfahrern ist nicht verwunderlich: Ins Weltall zu fliegen ist für viele Menschen ein großer Traum und einer, den sich nur die allerwenigsten erfüllen können. Astronaut zu werden ist ein langer, schwieriger und harter Prozess den nur die wenigsten erfolgreich durchlaufen. Wenn man sich dann aber “einfach so” für eines der größten Weltraumabenteuer der Menschheitsgeschichte anmelden kann, dann ist es kein Wunder, wenn das viele Menschen tun.

Die Menschen, die mit Mars One zu unserem Nachbarplaneten fliegen wollen, träumen diesen Traum aber mit Sicherheit noch ein wenig intensiver als der Rest der Welt. Denn wenn sie ins Weltall fliegen, dann werden sie nicht mehr zur Erde zurück kommen. Die Mission sieht nur eine Hinreise vor; eine Rückkehr ist nicht geplant. Wer zum Mars fliegt, der bleibt auch dort und der stirbt dort auch.
Aber das schreckt die “Astronauten” nicht ab:

“Angst habe er keine, die dürfe man auch nicht haben, weil man habe im Leben nur einmal die Chance zu so etwas. Seine drei Kinder im Alter von sechs, acht und 17 Jahren stünden hinter ihm, vor allem der Jüngste sei Feuer und Flamme und wolle nun auch selbst Astronaut werden. Bedenken habe Golob keine: “Sie werden schon erwachsen sein, wenn die ersten Menschen zum Mars fliegen und ich da dabei bin.”

berichtet derStandard.at über den österreichischen Kandidaten. Ob sie den Verlust ihres Vaters leichter verschmerzen, nur weil sie dann “schon erwachsen” sind, bezweifle ich allerdings. Im Gegensatz dazu machen sich beim deutschen Kandidaten Robert Schröder die Eltern Sorgen um ihr Kind, wie die Stuttgarter Nachrichten berichten:

“Meine Eltern lieben mich über alles und wollen mich auf der Erde halten. Aber sie wissen, dass ich als Steinbock ein Sturkopf bin. Die Trennung wird sehr schwer sein.”

Sieht man sich die Biografien der potentiellen Marsreisenden an, dann fällt dabei auf, dass sie alle sehr von Science-Fiction, Naturwissenschaft und Raumfahrt begeistert sind. Verständlich, denn wer keine Faszination für das Universum empfindet, wird auch wenig Interesse daran haben, zu einem anderen Planeten zu fliegen. Aber gerade weil diese Menschen so fasziniert, inspiriert und motiviert sind, wird die Enttäuschung um so größer sein, wenn sie am Ende auf der Erde bleiben müssen und all die Mühen umsonst auf sich genommen haben. Denn genau das wird passieren. Mars One wird scheitern.

So stellt man sich da vor... (Bild: NASA)

So stellt man sich da vor… (Bild: NASA)

Es braucht mehr, als nur eine Vision, jede Menge sehr motivierte Amateur-Astronauten und eine Homepage mit hübschen Computergrafiken von Marssiedlungen, um tatsächlich Menschen von der Erde zu einem anderen Planeten zu bringen! Wie enorm schwierig und komplex die Raumfahrt immer noch ist, zeigt ja die Realität. Die echten Astronauten, die zur Internationalen Raumstation fliegen, müssen dafür jahrelang oder jahrzehntelang trainieren. Der Aufwand, den die Raumfahrtagenturen treiben, um die entsprechenden Raketen und die Infrastruktur im All bereitzustellen, ist ebenfalls enorm. Man kann nicht einfach irgendwas bauen; jedes Gerät das ins Weltall geschafft wird, muss speziell geplant, gebaut und getestet werden. Und all das ist nötig, obwohl die Raumstation nur knapp 400 Kilometer entfernt ist!

Wir fangen (unter anderem dank der Erkenntnisse die auf der ISS gewonnen wurden) gerade erst an zu verstehen, wie verdammt schwierig ein langer Aufenthalt im Weltraum sein wird. Und wie gefährlich… Die Raumstation ist schnell erreicht und selbst zum Mond waren die Apollo-Astronauten nur ein paar Tage unterwegs. Zum Mars muss man aber mehrere Monate lang durch den Weltraum fliegen und ist dabei im wesentlichen auf sich selbst gestellt. Die Entfernungen sind zu groß, als das man von der Erde eingreifen und irgendwelche Probleme lösen kann. Und dann wollen die Leute ja auch noch für immer auf dem Mars bleiben!

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Kommentare (229)

  1. #1 Dietmar
    19. Februar 2015

    Sieht sehr skrupellos aus.

  2. #2 knorke
    19. Februar 2015

    Utopien sind eine feine Sache. Und uU. wird es in 100 Jahren oder 200 Jahren tatsächlich realistische, privat finanzierte Konzepte zu einer Marslandung und – besiedlung (nichts anderes will Mars One ja offensichtlich erreichen) geben. Aber selbst für einen Laien wie mich ist offensichlich, dass das so nicht funktionieren KANN. Vielleicht hat das Ganze aber ein paar positive Nebeneffekte: Vielleicht stößt man im Prozess der Vorbereitungen auf Probleme, Konzepte und Lösungen von denen andere später profitieren können.
    Und schließlich: Auch viele der großen Entdeckungsreisen auf der Erde war gefährlich, utopisch und wurden von oft nicht entsprechend vorbereiteten Gruppen geplant und durchgeführt. Da sind auch mehr gescheitert als erfolgreich gewesen. Insofern findet sich Mars One immerhin in guter Gesellschaft. Eventuell sogar in 200 Jahren einer Erwähnung in den Geschichtsbüchern zum Thema “Marsbesiedlung”. Wer weiß.

  3. #3 Marco
    19. Februar 2015

    Nur schon die aussage, dass sich 200000 gemeldet hätten, lässt sich nicht verifizieren.
    Ich würde dieser Aussage jeweils voranstellen:
    “Laut Aussagen von MarsOne habern sich 200’000 freiwillige gemeldet”.
    Es ist nämlich auch unklar, ob wirklich alle 200’000 die Anmeldung vervollständigten (mit Video und Geld). Ich halte nur schon diese Angabe für sehr fragwürdig.

  4. #4 Florian Freistetter
    19. Februar 2015

    @Marco: Ja, ich hab das mal spezifiziert. Aber rein prinzipiell denke ich schon, dass diese Zahl glaubwürdig ist. So viele Menschen finden sich weltweit sicher, die sich für sowas anmelden.

  5. #5 Desolace
    19. Februar 2015

    Als ich das erste Mal von Mars One gehört habe, war ich auch “Feuer und Flamme”. Ich bin ja jung genug, und aus den schon im Artikel genannten Gründen (Abenteuer, Ruhm, etc.) hätte ich auch gar kein Problem gehabt, bei diesem Abenteuer draufzugehen….. aber je mehr ich darüber gelesen hab, auch bei dir, desto ablehnender steh ich dem Ganzen gegenüber.
    Es ist wirklich schade (um es nett auszudrücken), dass die Begeisterung sovieler Menschen so schamlos ausgenutzt wird :(

  6. #6 Franz
    19. Februar 2015

    Warum sollte es eine privat finanzierte Stiftung einfacher haben?
    Es würden zumindest die Renditeforderungen der Aktionäre im zweistelligen Bereich wegfallen und die Mitarbeiter wären vielleicht motivierter, weil das Ziel nicht Erhöhung des Gewinns von anderen, sondern eine Reise zum Mars wäre.

    Andererseits wird auch eine private Firma wenn sie merkt, dass es sich nicht ausgeht, das Ganze nur mehr als Melkkuh sehen.

  7. #7 wiener
    19. Februar 2015

    Ich habe mir mal deren “Technik”-Seite angesehen. So ein unkonkretes Zeug haette auch ein 15 jaehriger SF-fan schreiben koennen. Kein link zu weiteren Details – nichts. Wenn z.B. bei der Biosphaerentechnik was passieren wuerde, waere das ja wenigstens etwas – aber so? Ich hoffe, da spenden nicht zu viele…….

  8. #8 Pilot Pirx
    19. Februar 2015

    Hätte ich die gesundheitlichen Kriterien erfüllt, ich hätte mich auch beworben. Allerdings mit gesunder Skepsis im Hinterkopf, ob überhaupt es funktioniert.
    Aber bei einem tatsächlichen Start hätte ich eine Erfolgschance auch im einstelligen Prozentbereich akzeptiert.
    Mich hält hier nichts mehr und die Möglichkeit bei so einer
    Nummer dabei zu sein wäre dann doch zu verlockend.

  9. #9 Roman
    Wien
    19. Februar 2015

    UND WARUM SCHEITERN?

  10. #10 Eisentor
    19. Februar 2015

    @Franz weder die NASA noch die anderen Raumfahrtgesellschaften sind AGs.

  11. #11 oliver
    Bonn
    19. Februar 2015

    @ Franz
    “Es würden zumindest die Renditeforderungen der Aktionäre im zweistelligen Bereich wegfallen und die Mitarbeiter wären vielleicht motivierter, weil das Ziel nicht Erhöhung des Gewinns von anderen, sondern eine Reise zum Mars wäre.”

    Seit wann ist die NASA eine gewinnorientierte Aktiengesellschaft? Darum ging es nämlich in dem Vergleich.

  12. #12 Christopher
    19. Februar 2015

    Ehrlich gesagt wundert es mich, dass so viele Blogs, Zeitungen und Wissenschaftler überhaupt ein Statement zu dieser “Mission” abgeben bzw. darüber schreiben. Eigentlich wäre es besser dieses dämliche Mars One Projekt vollständig zu ignorieren. Mal davon abgesehen, dass es quasi unmöglich ist in so kurzer Zeit eine solche Infrastruktur auf dem Mars aufzubauen.

  13. #13 TheBug
    19. Februar 2015

    6 Milliarden, dafür kann die NASA nicht mal eine neue Trägerrakete bauen. Aber selbst wenn man den wesentlich effizienteren Kostenmaßstab von SpaceX ansetzt fehlt da wohl mindestens eine Null an der Summe.
    Der Vergleich mit Biosphere II ist passend. Das Ding ist riesig groß und hat nicht ausgereicht um eine Handvoll Leute zu versorgen.

  14. #14 Spritkopf
    19. Februar 2015

    Mars One hat in den drei Jahren, die es nun existiert, 760.000 US-$ eingeworben. 6 Milliarden brauchen sie (und davon einen recht großen Batzen schon in 2018, wenn sie eine erste unbemannte Mission zum Mars schicken wollen).

    Das beste Szenario wäre es meiner Meinung nach, wenn das Tempo der hereinkommenden Gelder so bleibt wie jetzt und die Kandidaten in spätestens drei Jahren absehen können, dass aus der Mission nichts wird und der angerichtete Schaden sich auf ein paar geplatzte Träume beschränkt.

    Für weit gefährlicher hielte ich es, wenn Mars One vielleicht ein oder zwei Milliarden aufbringt und dann – unter dem Druck des gespendeten oder für Gegenleistungsversprechen (Fernsehshows) gezahlten Geldes – sich entscheidet, Kandidaten IRGENDWIE zum Mars zu bringen. Ohne Probemission, ohne gründliche Forschungen und in einer billigst zusammengenagelten Klapperkiste ohne zumindest ein paar Auffangnetze, wie dünn sie auch immer sein mögen. Die zwangsläufig darauf folgende Katastrophe würde die private Raumfahrt vermutlich brutal zurückwerfen.

  15. #15 Alderamin
    19. Februar 2015

    @Pilot Pirx

    Bei aller Faszination – warum will man den Rest seines Lebens in einer Blechröhre verbringen? Unter städnigem Risiko, das etwas kaputt geht und man keine Chance hat, mal eben ein Ersatzteil zu bekommen? Und sich abhängig machen von den Versorgungsflügen einer privaten Firma, die jederzeit Insolvenz anmelden kann und deren Geschäftsmodell ohnehin nur ein kurzfristiger Hype ist?

    Selbst wenn’s klappte, nie mehr frische Luft atmen, nie mehr durch einen Wald spazieren, nie mehr ans Meer fahren, nie mehr in ein Restaurant gehen. Ich würde nicht mal lebenslang auf die ISS oder in eine Antarktisstation wollen. Ein paar Wochen höchstens.

    Verstehe ich nicht.

  16. #16 Holger
    Bochum
    19. Februar 2015

    Klingt alles plausibel. Denke auch, es ist im Grunde nur eine große Seifenblase.

    @Roman:
    Nur die Überschrift gelesen? Kann doch wohl nicht wahr sein.

  17. #17 advanced deep space propeller
    19. Februar 2015

    Das Geld zum Teil lieber da rein: In situ resource utilization, Space manufacturing, effizientere Antriebssysteme etc., zurück zum Mond um alles zu testen und dann weiter raus….. Aber so ??? not a good plan.

  18. #18 Pilot Pirx
    19. Februar 2015

    @Alderamin:
    So eine Risikobewertung ist wohl eine sehr persönliche Sache.
    Und Meer, Wald und sonstwas tausche ich eben gegen Blechröhre und einen ganzen neuen Planeten ein.
    Und, ja, es kann schiefgehen. Wird es wahrscheinlich sogar. Beim Start oder irgendwann.
    Aber wenn ich eins weiß, dann dass es keine Sicherheit gibt.
    Wenn man dran ist, ist man eben dran. Da bin ich Fatalist. Mir wäre es das jedenfalls wert.

  19. #19 Ben
    19. Februar 2015

    Ich stimme ihnen völlig zu, dass dieses Projekt zum scheitern verurteilt ist das Argument mit Biosphäre 2 finde ich aber sehr schwach. Alle Nase lang kommt irgendwer mit “Biosphäre 2 ist ja auch gescheitert” um die Ecke.

    Ein 204000 Kubikmeter umfassender botanischer Garten mit Korallen, Hühnern, Ziegen und Schweinen in dem sich die Kakerlaken und Ameisen zu stark vermehrt haben und der Beton den Sauerstoff absorbierte, ist denke ich nicht adäquat als Machbarkeitsstudie für eine autarke Marssiedlung. Die Tatsache, dass wir es auf der Erde noch nicht wirklich “hinbekommen haben” liegt wohl einfach an der fehlenden Notwendigkeit. Die wenigen bislang stattgefunden Experimente (Biosphäre 3) haben lediglich einige zu berücksichtigende Punkte aufgezeigt.

  20. #20 Ladislav
    Nürnberg
    19. Februar 2015

    Eine vernünftige Analyse. Aber im Jahre 2015 von der Sowjetunion zu schreiben ist auch ein starkes Stück! Also nicht nur zu den Sternen blicken, sondern auch mal ab und zu am Boden bleiben und sich umschauen, was hier so passiert. Da hat sich doch schon einiges getan, seit der Sowjetunion! 😉

  21. #21 Alderamin
    19. Februar 2015

    @Ladislav

    Wenn Du hier guckst, findest Du, dass keine russische Sonde nach dem Ende der Sowjetunion eine Landung auf dem Mars versucht/geplant hatte. Nur eine Landung auf Phobos. Wobei die nie aus dem Erdorbit weg kam.

  22. #22 Jacques
    Hamburg
    19. Februar 2015

    Selbst wenn die Mars One Mission illusionär und zum Scheitern verurteilt sein sollte, kann ich keinen Grund erkennen, sie so zu verteufeln. Die Geschichte der großen Entdeckungen der Menschheit ist eine einzige Aneinanderreihung von gescheiterten Missionen, die von Träumern/Visionären/Illusionisten unternommen wurden. Nur ein Bruchteil war erfolgreich und hat es in die Geschichtsbücher geschafft. Trotzdem lässt sich auch aus gescheiterten Untenehmungen lernen. Die eine oder andere Erkenntnis lässt sich vielleicht gewinnen. Da das Projekt nicht durch Steuergelder sondern ausschließlich über freiwillige Zahlungen finanziert wird und ausschließlich erwachsene Personen daran teilnehmen, sehe ich keinen Grund Mars One zu verteufeln, selbst wenn ein Scheitern schon feststeht. Immerhin wird die Raumfahrt so kurzzeitig ein wenig in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt, was uns doch freuen kann, oder? Ein Recht auf Scheitern sollte es doch geben. Wenn niemals jemand etwas “verrücktes” gewagt hätte, hätte es kaum Fortschritt gegeben. Lieber Florian, ich schätze Deinen Blog und die Mehrheit Deiner Beiträge sehr! Manchmal scheinst Du mir in Deinen Urteilen aber etwas zu hart zu sein 😉

  23. #23 Florian Freistetter
    19. Februar 2015

    @Ladislav: “Aber im Jahre 2015 von der Sowjetunion zu schreiben ist auch ein starkes Stück!

    Naja, die Missionen von denen in dem Zusammenhang die Rede war, waren eben noch sowjetisch und nicht russisch…

  24. #24 Michael
    19. Februar 2015

    Ich würde mich ehrlich gesagt nicht wundern, wenn das einfach nur eine gezielte und bewusst veranstaltete Fakeshow wäre. Primäres Ziel Medienverwurstung, Einschaltquoten und maximalen Gewinn (der durchaus nicht unmittelbar an die Mars One Stiftung sondern ggfs an die “verarbeitenden” Medienunternehmen gehen kann).

    Niederlande, Jon De Mol, Big Brother … ich denke das würde ganz gut passen.

    Für mich ist das ganze eine “versteckte” und langjährige PR Aktion für ein neues TV Format (die Stationen in der Arktis), was ja nicht ausschließt, dass u.U. nahezu alle Beteiligten außer ein paar der obersten Initiatoren, dies gar nicht wissen (sollen). Sie erreichen damit sehr viel relativ kostengünstige Medienpräsenz so dass bei einem Release der Show durchaus internationale sehr viele Zuschauer erreicht werden können.
    Damit ein paar Milliarden zu erwirtschaften ist definitiv nicht so weit hergeholt, kann mans doch weltweit verkaufen hat aber, im Gegensatz zu sonstigen Shows, nur einmalige Produktionskosten – das ist genial.

  25. #25 Florian Freistetter
    19. Februar 2015

    @Jacques: “mmerhin wird die Raumfahrt so kurzzeitig ein wenig in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt, was uns doch freuen kann, oder?”

    Die Raumfahrt ist auch ins Licht der Öffentlichkeit gerückt worden, als die Challenger explodiert ist. Gefreut hat das niemand und geholfen hat es er Raumfahrt auch nicht wirklich.

    Ich habe – und das steht auch im Artikel – absolut nix gegen Visionen (siehe dazu hier: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/04/12/ein-pladoyer-fur-die-bemannte-raumfahrt/). Aber ich habe etwas dagegen, wenn diese Visionen missbraucht werden! Und genau das passiert bei Mars One. Mag sein, dass jetzt alle wegen dieser Mission rumhypen. Aber wenn dem Hype NICHTS folgt, sondern nur Scheitern, dann haben es zukünftige vernünftigere Missionen viel schwieriger. Weil die Leute dann sich dann 1) vielleicht schon längst enttäuscht von der Raumfahrt abgewandt haben und 2) keine Lust mehr haben, schon wieder Geld in eine Mission zu investieren, wo doch die letzte schon gescheitert ist.

    “Wenn niemals jemand etwas “verrücktes” gewagt hätte, hätte es kaum Fortschritt gegeben.”

    Nochmal: Ich sage nicht, dass es keine “Verrückten” braucht. Nur gehört Mars One nicht zu denen, die “etwas wagen”. Das Mars One nicht ernsthaft vorhat, zum Mars zu fliegen hab ich im Artikel ja erwähnt. Sie haben keinen Plan WIE sie das anstellen sollen, sie haben kein Geld um es zu tun und sie haben nicht mal die entsprechenden Aufträge verlängert, damit die allerersten Projektschritte durchgeführt werden können. Mars One “wagt” nichts – Mars One macht nur jede Menge Lärm ohne etwas dahinter. Mars One ist nicht “verrückt” und auch nicht “visionär” (Die Apollo-Missionen waren verrückt und visionär! Ziolkowski, Goddard, von Braun, et al waren verrückt und visionär! Usw – aber sie haben auch etwas GETAN). Mars One ist einfach nur naiv.

  26. #26 GeHa
    Althofen
    19. Februar 2015

    @Ladislav
    Welche Projekte/Erfolge in der Marsforschung hat Russland?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Chronologie_der_Marsmissionen#Fazit

  27. #27 bikerdet
    19. Februar 2015

    @ Ladislav :
    Warum ? Die von Florian genannten Missionen wurden von der Sowjetunion gestartet. Das heutige Russland hat kein Geld mehr für sowas …

    Bei dieser Aktion sehe ich auch noch eine Gefahr. Das nämlich die Akzeptanz in der Öffendlichkeit und der Politik für echte Raumfahrtprojekte sinkt.
    Da werden jetzt im Stile von ‘Terra sucht den Marstouristen’, kurz TSMT, in einem ‘Marscamp’ die Astronauten ausgesucht. Per Telefonvoting (bringt richtig Geld in die Kasse) fliegt jeden Tag einer raus und die Übriggebliebenen kommen in die nächste Ausscheidung.
    Ich meine, um schnell Geld zu verdienen keine schlechte Idee. Später kann man das Projekt immer noch beerdigen. Technische Probleme müsste man ja nicht mal vortäuschen …

    Und ein paar Jahre später benötigt die Nasa Geld für ihr Marsprogramm. Ob die dann noch ernst genommen werden ??

  28. #28 Jens
    Frankfurt
    19. Februar 2015

    @Ladislav Die Marssonden wurden von der Sowjetunion hochgeschossen. Dass es den Staat so nicht mehr gibt, ändert doch rückwirkend nichts. Und die ukrainischen, georgischen, baltischen etc Wissenschaftler, die daran beteiligt waren, fänden es sicher auch nicht gut, wenn der ganze Ruhm dafür nur noch den Russen zustehen würde.

  29. #29 Partizipator
    19. Februar 2015

    Was ich mich ja frage, wenn ich versuche Informationen zu der Technik dahinter zu gewinnen, die einfach auf der Mars One Seite nicht bereit gestellt werden, ist das Absicht? Oder haben die wirklich noch nichts gleistet ausser Öffentlichkeitsarbeit?

  30. #30 Jacques
    Hamburg
    19. Februar 2015

    @Florian: Ich hatte das bisher irgenwie nicht so kritisch gesehen wie Du und mich eigentlich sogar ein bisschen über das Interesse an dem Projekt gefreut.
    Aber je länger ich über die von Dir angesprochenen Punkte nachdenke, desto mehr muss ich Dir zustimmen. Das Fatale wird wohl wirklich die fehlende Grundlage sein, auf der ein solches Projekt eigentlich fußen müsste…. Trotzdem interessant zu sehen, wie viele Menschen ihr Leben für einen so wichtigen Schritt in der Geschichte der Menschheit aufopfern würden, selbst wenn es in diesem Fall leider nur ein großer Bluff zu sein scheint…

  31. #31 Jacques
    19. Februar 2015

    zu meinem letzten Beitrag: Ich meinte natürlich nicht, dass ein solches Projekt auf einer fehlenden Grundlage fußen sollte, sondern dass die Grundlage auf der es fußen sollte, leider fehlt… 😉

  32. #32 Felix B.
    19. Februar 2015

    @knorke: Ja, Utopien sind eine feine Sache. Wie Herr Freistetter aber schon begründet hat, ist das hier keine Utopie, sondern ein Geflecht aus Hirngespinsten.

    Es gibt übrigens private Marsmissionen, insbesondere sei auf jene der AMSAT Deutschland e.V. hingewiesen. Diese wurde 2002 an der Universität Marburg, federführend unter Leitung von Prof. Meinzer begonnen. Und es geht für Außenstehende sehr, sehr langsam voran, weil immer wieder neue Probleme (technisch und wissenschaftlich) gelöst werden müssen.

    http://amsat-dl.org/index.php/go-mars

    Ziel ist es, eine private Sonde in eine Umlaufbahn um den Mars zu schicken und eine kleine Nutzlast abzusetzen. Ich erwähne diese Mission, weil man anhand dieses Projektes auch als Laie nachvollziehen kann, wie umfangreich das von Herrn Freistetter erwähnte technische Unterfangen ist. Dazu empfehle ich den Artikel “Über die Stabilität von Oszillatoren und Frequenznormalen” von Ulrich Bangert.

    http://www.ulrich-bangert.de/AMSAT-Journal.pdf

    Schon die bloße Kommunikation mit der Raumsonde stellt Anforderungen an die Technik, die selbst heute verfügbare enorm hochwertige Laborgeräte kaum erreichen.

  33. #33 gnaddrig
    19. Februar 2015

    @ Ben (#19): Interessanter Gedanke – warum soll das Scheitern von Biosphäre 2 nicht relevant sein? Ich denke mal laut nach:

    In Biosphäre 2 sollte ein unabhängiges, sich selbst regulierendes Ökosystem geschaffen werden, und das ist gescheitert. Bei einem Habitat auf dem Mars würde man zumindest für den Anfang ziemlich sicher auf jede Form von “Wildnis” verzichten und stattdessen ein vollständig kontrolliertes Ökosystem bauen, in dem Pflanzen nur in genau geregeltem Anbau vorkommen und alle relevanten Parameter technisch gesteuert werden, also Zusammensetzung der Atmosphäre, Luftdruck, Temperatur, Bereitstellung von Trinkwasser, Klärung von Abwässern, Müllentsorgung usw.

    Man könnte die technischen Anlagen sicher entlasten, indem man die Umwandlung von CO2 in Sauerstoff teilweise von Pflanzen vornehmen lässt, aber man würde sich sicher nicht von dem Grünzeug abhängig machen, schon weil niemand genau sagen kann, wie es auf dem Mars wachsen und wieviel Sauerstoff es produzieren würde.

    Dass Biosphäre 2 nicht funktioniert hat, liegt mMn weniger an einer fehlenden Notwendigkeit, sondern an einer unrealistischen Konzeption (zu groß, zu vielfältig). Die sowjetische Biosphäre 3 war da realistischer und dürfte mehr für Weltraummissionen verwertbare Ergebnisse gebracht haben.

    Ich glaube auch, dass das Scheitern von Biosphäre 2 kaum Aussagen über die Machbarkeit eines Habitats auf dem Mars erlaubt, aber die eine oder andere Lektion aus Biosphäre 2 bei der Konzeption eines solchen Habitats durchaus nützlich sein kann.

  34. #34 Max
    19. Februar 2015

    @Florian: Ich fand die Idee immer sehr faszinierend, aber deine Argumente, warum das so nicht klappen kann, leuchten natürlich ein. Aber was hältst du prinzipiell von der Idee eines “one-way”-Fluges zum Mars, also nicht durch dieses Projekt, sondern eben eines längerfristig geplanten, offiziellen (NASA-?)Projektes, das aber dennoch keinen Rückflug beinhaltet?

  35. #35 Alderamin
    19. Februar 2015

    @Max

    Den Plan gibt’s auch schon. Bei SpaceX. Technisch würden die dazu vielleicht in der Lage sein, aber ob die das finanziell hinbekommen, wage ich zu bezweifeln. Eine Firma muss ja Gewinn abwerfen und kein Geld verbrennen.

    Die NASA würde so etwas aus ethischen Gründen nicht machen, denke ich.

  36. #36 Orci
    19. Februar 2015

    Mich erinnert Mars One an TREC – schöne Konzepte, bunte Bildchen, viel PR und am Ende kommt nix dabei rum, außer langfristiger Schaden. In den kommenden Jahrzehnten wird mit Sicherheit in jeder Diskussion, die sich um Sonnenenergie im großen Maßstab dreht, das Wörtchen Desertec fallen.

    Sollte eine der großen Raumfahrt-Agenturen in diesem Zeitraum ernsthaft an einer bemannten Marsmission arbeiten wollen, wird’s ihr – dann natürlich mit dem Wörtchen “Mars One” – vermutlich nicht anders gehen.

  37. #37 Franz
    19. Februar 2015

    @Eisentor
    Franz weder die NASA noch die anderen Raumfahrtgesellschaften sind AGs.
    Aber viele Zulieferfirmen.
    Die NASA/ESA usw. verwaltet die Gelder ja nur und verteilt sie an Unternehmen die in hohem Maße AGs sind und die wollen natürlich Renditen so im 15% Bereich sehen.

    @Alderamin
    warum will man den Rest seines Lebens in einer Blechröhre verbringen?
    Ein Comedian (Dieter Nuhr ?) meinte mal: Manchmal übersteigt der Geltungsdrang den Selbsterhaltungstrieb oder wie soll man sich die ganzen Castingshows sonst erklären. Vermutlich trifft das hier auch zu. Oder die Leute stellen sich das sehr ‘romantisch’ und ‘cool’ vor, so wie einer der unbedingt mal Ballonfahren wollte und dann panisch unten im Korb sitzt. Ich stelle mir vor, dass man solch eine Situation gar nicht abschätzen kann. Mich wundert es ja nur, dass sich die Partner solcher Leute nicht sofort scheiden lassen. So ein Egoist könnte mich von der Ferne gern haben.

  38. #38 Norman
    19. Februar 2015

    Trotz aller Skepsis muss ich zugeben, dass mich das Mars One Projekt fasziniert. Generell kann es schon von Vorteil sein, wenn eine solche Visionen nicht nur von Institutionen verfolgt werden hinter denen teilweise auch politische Interessen stehen.
    Mein wesentliches Problem mit Mars One ist, dass man keinen wirklichen Einblick in die Entwicklung der Vorhaben bekommt, bzw. Möglichkeiten der dahinterstehenden Entwicklung. Ich habe auch noch nicht gehört, dass qualifizierte Ingenieure irgendwo durch Mars One abgeworben wurden, oder das größere Studien von Mars One getätigt wurden.

  39. #39 Vineyard
    19. Februar 2015

    Ich stimme vollkommen zu.

    Mars One ist Viel Lärm um nichts und es ist teilweise erschreckend wie naiv und dumm manche Leute über diese Organisation diskutieren.

    Allerdings mußte ich in jüngster Zeit sowieso feststellen, dass die Toleranzschwelle mancher Weltraumethusiasten mehr als dünn ist.

    Z.b. Space X Fans. Wenn man nur ein wenig Kritik an der Firma, Elon Musk und dieses elende Gehype ablässt wird man sofort als Hater beschimpft und in eine Ecke gestopft.

    Raumcon, ein ehemals gutes Forum über Raumfahrt, ist zwischen so dermassen von Fanboys der Firma vollgestopft, dass das diskutieren absolut keinen Spass mehr macht. Als ob man es mit einer Sekte zu tun hätte….

  40. #40 Cakir
    19. Februar 2015

  41. #41 ajki
    19. Februar 2015

    Zu den “Erfolgsaussichten”, zum “Realisierungszeitplan” etc. ist schon alles richtig und sachgemäß gesagt worden (nicht nur “hier”, sondern schon vor geraumer Zeit von etlichen anderen).

    Aber es gibt da den einen Aspekt bei dieser Angelegenheit, der (sehr) vielleicht einen gewissen Erkenntnisgewinn für die Zukunft bringen *könnte*. Die ganze Angelegenheit ist ja vermutlich nichts anderes als ein Vorwand für die Produktion einer “Reality-Show” samt Merchandising. Wenn dann im globalen Maßstab eine solche Produktion tatsächlich erfolgreich vermarktbar ist und damit *privates* Kapital in Größenordnungen wirklich akkumulierbar ist, dann wäre dadurch etwas ermittelt worden, was bislang völlig offen und unbekannt ist. Nämlich die Frage, wie man die extrem hohen Invest-Kosten *privatwirtschatlich* organisierter Raumfahr irgendwie zusammen bekommen könnte. Es kann ja einfach auf irgendeine Dauer gesehen nichts bringen, wenn irgendwelche Fantastilliardäre solche Programme als Hobby-Maßnahme anstoßen und ggf. wieder fallen lassen, wenn sich ihre persönlichen Interessen wandeln. Und irgendwo / irgendwie muss für *private* Unternehmungen nun mal Geld zusammen kommen – und sei es als Hebelsatz, den man dann mit dem 10- oder hundertfachen an HighRisk-Invest auf die tatsächlich erforderlichen Größen bringt.

    Ich sage hier ausdrücklich nicht, dass solche Kapitalisierungen eine sinnvolle, gute, vernünftige Angelegenheit sind (das sind sie natürlich nicht!), aber anderweitig ist doch noch nicht mal eine schattenhafte Idee einer Überlegung zu erkennen, wo das Geld für “echte” Raumfahrtunternehmungen denn herkommen soll.

  42. #42 schlappohr
    19. Februar 2015

    @Pilot Pirx

    “Und Meer, Wald und sonstwas tausche ich eben gegen Blechröhre und einen ganzen neuen Planeten ein.”

    Ist Dir evtl. mal die Idee gekommen, dass dieser Laden gar kein Interesse daran hat, Dich oder irgendjemanden auf den Mars zu bringen? Es geht hier schlichtweg um Geld. Bei dem Gedanken an eine Art Dschungelcamp auf dem Mars bekommen einige Medienfritzen ein feuchtes Hösschen und sind bereit, dafür erstmal Geld auf den Tisch zu legen. Ist ja auch kein Wunder, wenn man sich anschaut, welche Einschaltquoten dieser Stumpfsinn bringt. Medienrummel ist heutzutage bares Geld. Wenn die Sache dann planmäßig gescheitert ist, hat diese “Realityshow” vermutlich schon einigen Gewinn abgeworfen, nicht zuletzt wegen der hochmotovierten Schauspieler, die keinen Cent Gage fordern.

    “Und, ja, es kann schiefgehen. Wird es wahrscheinlich sogar. Beim Start oder irgendwann. Aber wenn ich eins weiß, dann dass es keine Sicherheit gibt.”

    Und ich weiß nochetwas: kein Mensch ist so blöd, ein teures Raumfahrtabenteuer zu starten, wenn die Erfolgsaussichten praktisch Null sind. Nein, auch nicht der Lansdorp. Die Zeiten sind vorbei, wo Du eine Mannschaft anheuerst und mit einem großen Dreimaster gen Westen in See stichst um schauen, ob Du nach Inden kommst.

    “Mich hält hier nichts mehr […]”

    Tja, aber ich fürchte, fort bringen wird Dich auch niemand. Fatalismus ist gut, aber Realismus ist besser. Ich will Dir nicht zu nahe treten, aber Du hast sicher mehr davon, wenn Du versuchst, Deine Lebensituation hier zu verbessern als dem nächstbesten Rattenfänger hinterher zu laufen.

  43. #43 Stefan S.
    19. Februar 2015

    “Mars One wird scheitern!” – muss man das noch erwähnen? Ich dachte das wäre allen klar.

    @Spritkopf
    “[…]und der angerichtete Schaden sich auf ein paar geplatzte Träume beschränkt.[…]”

    Das wäre auch imho das Beste!

    Insgesamt habe ich ein wenig die Befürchtung, dass solche, ich will mal sagen “Prestigeprojekte” in der Hochtechnologie, welche dann zum Scheitern verurteilt sind, über Kurz oder Lang die Träume der Menschen eher zerstören und die langfristigen Bemühungen vielleicht sogar benachteilligen werden.

    Ein Problem ist, meiner Meinung nach auch, wie Herr Freistetter ebenfalls schon oft verdeutlicht hat, dass wir jedes Mal den ersten Schritt in den Weltraum wiederholen. Immer müssen wir große Lasten unter großem Aufwand in den Weltraum befördern.
    Stattdessen könnte man vielleicht erstmal über einen “foothold” (mir fällt grade das dt. Wort nicht ein) im Weltraum Gedanken machen.

    @Alderamin
    Ja, diese Dinge würde ich auch schmerzhaft vermissen, aber so ergeht es wohl nicht jedem.

    Oder auch nie wieder mit einem Mädchen auf der Motorhaube eines Autos einen Meteoridenschauer anschauen. (*Erinnerungen an einen sehr schönen Abend*)

  44. #44 Pilot Pirx
    19. Februar 2015

    @37 Franz: Da Alderamin das mit der Blechröhre an mich gerichtet hat…
    Mein Sternchen ist seit 2001 tot. Und sonst ist auch keiner
    mehr da, der mich halten könnte.
    Aber meine Frau und ich haben oft in den Himmel geschaut und davon geträumt, Mond oder Planeten zu erreichen.
    Ich könnte wenigstens ihr Andenken mitnehmen. Oder eben
    bei dem Versuch draufgehen. Und?

  45. #45 Norman
    19. Februar 2015

    Interessant wären ja die Details der Verträge die mit den Teilnehmern geschlossen werden, hoffe auf den ein oder anderen Leak 😉

  46. #47 Franz
    19. Februar 2015

    hat diese “Realityshow” vermutlich schon einigen Gewinn abgeworfen, nicht zuletzt wegen der hochmotovierten Schauspieler, die keinen Cent Gage fordern.
    Gutes Argument, eigentlich sollte diese Ähnlichkeit schon reichen um den Bullshitdetektor laut klingeln zu lassen. Was sich Leute alles für ein bisschen Publicity antun fasziniert mich immer wieder.

    @Pirx
    Ich verstehe dich, ich frage Menschen in deiner Situation aber immer, ob dein Verlust gewollt hätte dass du so handelst.

  47. #48 milan8888
    19. Februar 2015

    Das “Unternehmen” wurde ja schon vor ein paar Wochen im gedruckten Spiegel ziemlich auseinandergenommen. Mehr als heiße Luft ist da wohl nicht vorhanden.

  48. #49 Andreas Jezek
    Wien
    19. Februar 2015

    Ich bin einer der Supporter von Mars One, seit 2 Jahren spende ich 25 $ pro Monat, das tut mir nicht weh. Ich hab Günther Golob auch durch die Zeit bei Mars One auf FB begleitet. Jetzt ist er einer der 100, Ich sehe Mars One vor allem als Probeballon für internationale Kooperation, wenn es nicht genug davon gibt, geht das Ganze natürlich schief. NASA, ESA und die Russen haben natürlich das Ganze als Blödsinn hinstellen müssen. Die Amis würden lieber ihren Staat in den Bankrott reiten, als daß sie mit den Russen eine Kooperation für eine Marslandung (mit Rückkehr) eingehen würden! Und Mars One ist eine multinationale Unternehmung, wo Amis, Russen, Europäer, Afrikaner gemeinsam zum Mars reisen dürften… na, wo kommen wir da hin? Die Marsbesiedlung wäre ein generationenübergreifendes Projekt, freilich müssen Technologien verbessert und auch neu erfunden werden, weil sie bis jetzt nicht notwendig waren! Wir sind über 30 Jahre über den LEO nicht bemannt hinausgekommen! Auf der Erde wird allein in den USA über 700 Mrd. nur fürs Militär ausgegeben, die NASA kriegt lumpige 18 Mrd. damit kann man keine gescheite Hardware für einen Marsbesiedlung in akzeptabler Zeitspanne entwickelt werden, das SLS soll erst 2018 starten, mit einer unbemannten Umkreisung des Mondes. Mir wärs auch recht, wenn man zuerst den Mond besiedeln würde. Die Behausung wär auf jeden Fall unterirdisch….

  49. #50 WolfStark
    19. Februar 2015

    Biosphäre 2 ist wirklich kein gutes Argument. Das ist wie auf die Leute zu zeigen, die sich vor weit mehr als hundert Jahren flügel anbanden und dabei auf die Schnauze fielen. Die Biosphäre war einfach schlecht konzipiert (und ganz ehrlich, das hätte man sich stellenweise vorher denken können). Biosphäre 2 und Mars One haben da glatt eine gewisse Ähnlichkeit.

  50. #51 Pilot Pirx
    19. Februar 2015

    @Franz:
    Es ist in gewisser Weise nicht mehr ihre Entscheidung. Aber sie hätte es mit Sicherheit gewollt oder eher freundlich akzeptiert.
    Und nun denke ich die ganze Zeit drüber nach was wäre lebte sie noch, wir hätten uns beide beworben und nur einer wäre akzeptiert worden…

  51. #52 Florian Freistetter
    19. Februar 2015

    @Andreas: “NASA, ESA und die Russen haben natürlich das Ganze als Blödsinn hinstellen müssen. Die Amis würden lieber ihren Staat in den Bankrott reiten, als daß sie mit den Russen eine Kooperation für eine Marslandung (mit Rückkehr) eingehen würden! Und Mars One ist eine multinationale Unternehmung, wo Amis, Russen, Europäer, Afrikaner gemeinsam zum Mars reisen dürften… na, wo kommen wir da hin?”

    Das klingt mir jetzt aber fast schon nach Verschwörungstheorie…

    “Ich sehe Mars One vor allem als Probeballon für internationale Kooperation, wenn es nicht genug davon gibt, geht das Ganze natürlich schief. “

    Also wenn man sich die aktuellen Raumfahrtprojekte von NASA, ESA und Roskosmos ansieht (und auch ISRO, JAXA, etc nicht vergisst), dann findet da schon jede Menge Kooperation statt. Da arbeiten eigentlich immer alle zusammen. Schief gehen wird Mars One nicht mangels Kooperation, sondern weil die nicht in der Lage sind, die nötige Infrastruktur zu bauen! Wenn sie JETZT schon die Aufträge für die allerersten Testsatelliten zurück ziehen – wie sollen die jemals auch nur etwas sicher auf die Oberfläche des Mars bringen, geschweige denn Menschen dort hin transportieren?

  52. #53 F.Jeschke
    19. Februar 2015

    @ Andreas+Wolf
    sehr vernünftiger Kommentar,der sich von der “Hilfe ich habe Angst vor der Zukunft ohne Harz4” abhebt

  53. #54 gnaddrig
    19. Februar 2015

    @ Andreas Jezek: Wenn Sie schon sagen, mit den lumpigen 18 Milliarden könne die NASA keine gescheite Hardware für eine Marsbesiedlung in akzeptabler Zeitspanne entwickel, was versprechen Sie sich dann von Mars One – es ist ja schon fraglich, ob die auch nur ihre angepeilten 6 Milliarden zusammenkriegen.

    Und dass ein Newcomer in der Raumfahrt ohne ausgewiesenes Knowhow, ohne Forschungseinrichtungen oder einschlägige Fachleute mit 6 Mrd. hinkriegt, was die gut eingeführte NASA mit 18 Mrd. nicht schafft, ist auch nicht zu erwarten.

    Den Enthusiasmus für ein crowd funded Weltraumprojekt kann ich teilweise nachvollziehen, aber man sollte doch realistisch bleiben und nicht gutes Geld in ein Unternehmen stecken, das von vornherein so gut wie keine Chancen auf Erfolg hat.

  54. #55 Franz
    19. Februar 2015

    @Andreas
    NASA, ESA und die Russen haben natürlich das Ganze als Blödsinn hinstellen müssen.
    Könnte es nicht sein, dass die Obgenannten eine Ahnung haben, was für ein Aufwand das ist und wie niedrig die Erfolgschancen sind ?
    Übrigens arbeiten bei der ESA auch Länder zusammen, die sich vor 70 Jahren noch bekriegt haben und eine Kooperation mit NASA und Russland gibt es auch, wobei die russische derzeit etwas getrübt ist, aber noch da.

    @Pirx
    Es ist dein Leben, deine Entscheidungen, nur vergiss bei aller Zuneigung zur Vergangenheit nicht auf deine Zukunft.

  55. Mars One: Leben diese 100 Menschen 2025 auf dem Mars?

    Mars One – die privat finanzierte Mars-Mission hat 100 Kandidaten vorselektiert, die für die One-Way-Mission 2025 in Frage kommen. In der nächste Auswahlrunde und den Trainings werden von den 100 Kandidaten 25 ausgewählt. 2022 sollen die ersten M…

  56. #57 Sebastian M.
    19. Februar 2015

    Danke für die Auseinandersetzung mit dem Thema – hatte dazu bisher noch nichts ausführliches im deutschen Sprachraum gesehe.
    Hab deinen Artikel gerade übrigens zuerst bei Golem gesehen/gelesen. Hoffentlich ist der da auch mit deiner Erlaubnis gelandet.

  57. #58 Franz
    19. Februar 2015

    @Andreas
    Am ESA Marsrover arbeiten Menschen aus Italien, England, Deutschland, Schweden, Spanien, Österreich, Dänemark, Russland (und andere) und ursprünglich auch die NASA, die sich aber auf Grund mangelnder Finanzen zurückgezogen hat (außerdem haben die sowieso 3 rover schon am Mars).

    Gestartet soll der Rover in Russland werden. Entwicklungszeit so an die 10 Jahre (ohne den Unterbrechungen), Kosten mit Orbiter & Lander so im 650 MEuro Bereich.
    http://de.wikipedia.org/wiki/ExoMars

    Da arbeiten aber Menschen die eine Ahnung haben wie so was gemacht wird. Mars One beginnt von Null und es gibt auch keine bekannten Abwerbungen von Spezialisten.

    Wenn 3 Raumfahrtargenturen mit erfahrenen Mitarbeitern an die 10 Jahre brauchen um einen Orbiter & Rover zum Mars zu bringen, wie lange schätzt du brauchen Anfänger um eine Siedlung auf den Mars zu bringen ? Und das auch nur, wenn ohne Unterbrechung Geld in die Kassen ‘gespendet’ wird. Bei der NASA und ESA kann man noch halbwegs auf die Zahlungsmoral der teilnehmenden Nationen hoffen, aber ein rein ‘enthusiastisch’ Konzept soll das bewerkstelligen ? Nach dem ersten Misserfolg, der sicher kommt, springen 40% der ‘Enthusiasten’ ab und was dann ? So eine Fluktuation im Eingangskapital muss man mal meistern.

  58. #59 Johannes Bauermann
    19. Februar 2015

    Vielen Dank für die Einschätzung. Als einen Grund für ein voraussichtliches Scheitern führst du die mangelnde Technologie und finanzielle Mittel, für bereits den ersten Schritt in den Weltraum an. Größere Mengen Payload am Stück, auch nur in den LEO zu befördern ist wohl echt schwierig. Ich muss sagen, nach vielen Stunden Kerbal Space Program teile ich diesen Pessimismus. 😉

    Zum Thema Menschen im LEO in der nahen Zukunft: Was hältst du eigentlich von dem britischen Forschungsprojekt Skylon? Ist das absolut hirnrissig? Die Forschung dreht sich noch hauptsächlich um die Triebwerke, aber es gab wohl auch schon Unterstützung von der ESA.

  59. #60 Volker
    19. Februar 2015

    Der Versuch mit der “Biosphere 2” ist nicht gescheitert – wie überhaupt nur wenige wissenschaftliche Experimente. Er hat nur nicht die erwarteten Ergebnisse geliefert, denn man hatte ein paar wesentliche Einflussfaktoren übersehen, die ebenfalls Sauerstoff verbrauchten (siehe auch Wikipedia-Abschnitt) – was dann auch ein wesentliches Ergebnis ist.

    Jane Poynters Buch (The Human Experiment) ist dazu eine spannende Innensicht und steht bei mir direkt neben Thor Heyerdahls Kontikki.

    Ähnlich ist ja auch das russische Experiment “gescheitert”. Auch hier wissenschaftlich nicht, denn auch hier wurden wesentliche Erkenntnisse gesammelt – doch auch hier zeigte sich immer wieder, dass selbst einfache/ausgesuchte Ökosphären deutlich komplexer sind schwieriger zu beherrschen sind als man für extzraterrestrische Niederlassungen gerne hätte. Eines der Erkenntnisse ist, dass ökologische Systeme mehrere Jahre brauchen, sich einzuschwingen, bis sie stabil sind (nur stabil – ob im gewünschten Zustand ist dann noch eine ganz andere Frage).

    Aber die Jahre haben die MarsOne’ler nicht – nicht mal für die Planungen.

  60. #61 Florian Freistetter
    19. Februar 2015

    @Volker: “Der Versuch mit der “Biosphere 2″ ist nicht gescheitert “

    Erst gescheitert mit dem Ziel, ein autarkes Habitat zu bieten. Nicht gescheitert ist das Experiment bei dem Versuch, Erkenntnisse über die Schwierigkeiten des Aufbaus eines solchen Habitats zu gewinnen (das sage ich übrigens auch explizit und ausführlich in meinem aktuellen Buch, wo auch die Biosphere 2 vorkommt).

  61. #62 Caracalla
    19. Februar 2015

    Ich vermute mal stark, dass der erste Mensch auf dem Mars sowieso ein Chinese sein wird – der Propaganda-Erfolg wäre sicherlich unglaublich.

    Kurze Frage – sollte aufgrund der dünnen Atmosphäre auf dem Mars nicht jeder Sturm eher wie ein laues Lüftchen sein?

  62. #63 Oliver Müller
    19. Februar 2015

    Danke für den Artikel. Er ist mir wie aus dem Herz geschrieben. Dass sie diese 6 Milliarden wirklich einspielen können, bezweifle ich nicht, aber in welche Taschen dieses Geld dann fliesst, ist eine ganz andere Sache und wird wahrscheinlich nichts mit ihrgendeiner Raumsonde zu tun haben.

  63. #64 Sebastian M.
    19. Februar 2015

    Caracalla:
    Das “laue Lüftchen” reicht trotzdem um die Sonne zu verdunkeln. Hoffentlich ist dann die Lebensversorgung in deinem Habitat nicht zu sehr von Solarenergie abhängig :)

  64. #65 Blaby
    Wien
    19. Februar 2015

    Ich wundere mich immer, warum es immer gleich der Mars sein muss? Wäre nicht der Bau einer Mondstation naheliegender? Vielleicht hat ja jemand eine Antwort auf diese Frage …

  65. #66 CJB
    19. Februar 2015

    Sechs Milliarden Einnahmen durch Sponsoring und Werbung – na ja, da wäre so manches große Medienunternehmen froh, wenn es so viel in einem ähnlichen Zeitraum zusammenbrächte.

    Und wenn es “nur” sechs Millionen werden und die Sache “scheitert” (Anführungsstriche, weil ich nicht glauben kann, daß die Initiatoren je ernsthaft daran geglaubt haben), dann werden die Geschäfsführer/Initiatoren/Inhaber/Geschäftsführer sicher eine Idee haben, wohin mit dem Geld…

    Eines noch: Eine Stiftung setzt man gemeinhin gerne mit Mildtätigkeit gleich. Tatsache aber ist, daß der Zweck einer Stiftung frei bestimmt werden kann. Ein Bespiel für eine rein wirtschaftliche Stiftung ist die Lidl-Stifung.

  66. #67 klauszwingenberger
    19. Februar 2015

    Auf dem Mars trifft eine dünne Atmosphäre auf eine viel geringere Schwerebeschleunigung an der Planetenoberfläche. Da reicht schon ein lindes Lüftchen, um eine Menge Staub aufzuwirbeln – und schwebend zu halten.

    Wenn man sich über Verhältnisse auf anderen Himmelskörpern anschauliche Vorstellungen machen will, muss man irdische Anschauungen manchmal vergessen. Höhere oder geringere Schwerkraft, dickere oder dünnere Atmosphäre, exotische chemische Zusammensetzungen, Strahlungsexposition, Temperaturen, Magnetfelder, Trabanten – das sind Stellschrauben, mit denen sich vieles wandelt. An diesen Unvergleichbarkeiten scheitern besonders gerne unsere Freunde, die Mondlandungsleugner, immer wieder.

  67. #68 schlappohr
    19. Februar 2015

    @Blaby

    Exakt das frage ich mich auch. Eine kleine (oder auch große) ständig besetzte Station auf dem Mond, wo man die autarke Versorgung mal für ein paar Jahre unter realen Bedingungen üben könnte. Und Transporter, die das Prototypenstadium verlassen haben und die Strecke Mond-Erde so zuverlässig überwinden können wie ein Bus den Weg in die nächste Stadt. Währenddessen könnte man den Mars weiter unbemannt erforschen oder Material hin transportieren. Ich wette, dass dabei eine Reihe von Problemen auftauchen, an die jetzt noch niemand denkt.

  68. #69 Sensei
    19. Februar 2015

    @Blaby: nein wäre es nicht. Es ist nicht sooo viel schwieriger zum mars als zum Mond zu kommen. Und wenn du erst mal da bist gibt dir der Mars mit seinen (dünnen) Atmosphäre und wohl wesentlich leichter erreichbares Wasser so einige vorteile.
    Dort kannst du wirklich eine kleine chemische Industrie aufbauen (produktion von Sauerstoff, treibstoffen, Plastiken , grundstoffen für Pflanzenböden…).

    Der Mond bringt dich da nicht wirklich vorwärts.

    @Alderamin: Auch Wirtschaftsunternehmen müssen nicht unbedingt gewinne machen. Keine verluste reichen für ne weile.
    Und gerade um das Geld für den Mars einzunehmen will Elon ja dieses Skynet/Weltrauminternet aufbauen um großere Teile dieses 100Mrd $/a Marktes einzuheimsen.

    @Vineyard: deine Kritik scheint jetzt aber auch sehr persönlich und polemisch zu sein.
    Was hattest du denn für Positionen die von diesen ‘Fanboys’ niedergemacht wurden?

  69. #70 Florian Freistetter
    19. Februar 2015

    Ich hab die Sache mit dem mMn “vernünftigen” Weg ins All ja hier schon mal beschrieben: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/08/24/der-weg-in-den-weltraum-fuhrt-uber-die-asteroiden/ (Und – ich hab schon ein schlechtes Gewissen wenn ich dauernd drauf hinweise – auch sehr ausführlich in meinem aktuellen Buch). Der Weg ins All geht über den Mond und die Asteroiden. Nur dann ist die Sache wirklich nachhaltig und kein Wettrennen mit darauffolgendem Einbruch der Aktivitäten wie bei der Apollo-Mission.

  70. #71 mqz
    19. Februar 2015

    “Satelliten sollen von der Erde zum Mars fliegen und dort Vorräte abladen.”

    Wikipedia: Satellit (Raumfahrt), ein künstlicher Raumflugkörper, der einen Himmelskörper auf einer festen Umlaufbahn umrundet.

    Raumsonde oder Raumtransporter sind die bessere Wahl.

  71. #72 bruno
    19. Februar 2015

    Ja. Nett. Guter Artikel, schöner Thread. Tolle Diskussion.
    Warum erscheinen mir nur die “Befürworter” mit “Argumentationen” zu kommen, die 1:1 aus der “Esoszene” stammen könnten…?
    An etwas “glauben wollen, dass es durchführbar ist” und das Ganze dann “durchzuführen” passt gelegentlich nicht zusammen… wird sich aber schöngeredet. Man überredet sich selbst, logisch inkonsistente Dinge (Ich/wir auf dem Mars 2025) für “oh wie schön ist Panama/Mars”-Träumereien aufzugeben.
    Ich kenne so viele schlaue Leute, die ungefragt Homöopathie in sich einwerfen – einfach weil sie es für eine schöne Idee halten. (Chemiefrei, naturbelassen, nebenwirkungsfrei…) – weitab jeder Realität…

    Ich habe auch schon mal homöopathische Mittelchen genommen – weils mir egal war. Mache ich seit FFs Aufklärung nicht mehr und bekämpfe es nun stattdessen!

    Wie kann man nach diesem Artikel hier noch offen zugeben, Supporter zu sein, ohne im Boden zu versinken ob der eigenen Unfähigkeit, die eigene Ratio, die einem denkenden Menschen sicher nach wie vor vermittelt wie dumm die Idee “Mars One” ist, nicht Gehör zu schenken und stattdessen ein “wäre doch schön” an Stelle von Vernunft zu stellen!

    Nuja, dank FFs Artikeln konnte ich schon einige “egale” Homöopathie-Nutzer von der Sinnlosigkeit überzeugen (die “Wirkprotokolle” sind ein unschlagbares Instrument) – und ich kann nur hoffen, dass die “Mars One”-Kohleeintreibung exakt an solchen Artikeln wie diesem hier – und vor allem deren gezielter Verbreitung – scheitern wird.

    Weil die Menschen zu denken anfangen…
    Hm, Hoffnung stirbt zuletzt…

  72. #73 bruno
    19. Februar 2015

    @mqz …warum dürfen die Raumfahrzeuge den Mars nicht “auf einer festen Umlaufbahn umrunden”, während sie Support für die Marsstation abliefern?

    …WIKI: Raumsonde ist ein unbemannter Flugkörper, der zu Erkundungszwecken ins Weltall geschickt wird.
    Ein Raumtransporter oder auch Versorgungsraumschiff ist ein Fluggerät, mit dem Transport- und Versorgungsflüge zu Raumstationen unternommen werden.

    …wenns halt noch keine Raumstation gibt…
    ….dämliche Wortklauberei. Dann aber richtig.

  73. #74 moemoe
    19. Februar 2015

    In dem Zusammenhang möchte ich auch auf http://web.mit.edu/sydneydo/Public/Mars%20One%20Feasibility%20Analysis%20IAC14.pdf als weiteren Lesestoff verweisen – da ich noch nicht durch bin, kann ich zum Inhalt im Moment auch noch nichts sagen 😉

  74. #75 Tobalt
    19. Februar 2015

    Gibt es auf dem Mars etwas sinnvolles, außer Raumfahrt-know-how und Technologie und einen wichtigen Forschungsstandpunkt zu gewinnen? Wenn nein, wäre ja für eine Besiedlung bzw bemannte Mission auch jeder andere Ort im Sonnensystem angemessen, weil die og. Punkte auch da vorhanden wären. Für mich erscheint die HAVOC Mission der NASA zu Venus zB deutlich durchführbarer.

    Druck, Temperaturen sind erdähnlich, es gibt sehr viel Solarenergie, sehr viele Rohstoffe, allen voran Wasser und Sauerstoff in der Atmosphäre..

    Zu Mars One:

    Es ist natürlich äußerst fraglich ob es alles auch inder Zeit aufgeht. Aber kürzere Iterationszeiten und weniger Feedback können Entwicklung enorm beschleunigen. Und das ist da sicher der Fall, weil da weniger Bürokratie und Antragszeiten vorhanden sind, als bei staatlichen Geldern. Was passiert, wenn Leute tun anstatt zu reden und zu planen, sieht man an China, die binnen weniger Jahrzehnte die anderen Ländern in fast allen Belangen überholt haben.

  75. #76 Spritkopf
    19. Februar 2015

    @Tobalt

    Druck, Temperaturen sind erdähnlich, es gibt sehr viel Solarenergie, sehr viele Rohstoffe, allen voran Wasser und Sauerstoff in der Atmosphäre..

    Auf der Venus herrschen 400 – 500 °C und ein Druck von 90 Bar. “Ungemütlich” ist da noch eine freundliche Untertreibung.

  76. #77 Sensei
    19. Februar 2015

    o.O AUSSER Know-How, Technologie, Wissen/Forschungsgegenstand?
    Du willst lieber die Venus besiedeln als den Mars?! (von noch anderen Planeten/Monden rede ich erst lieber gar nicht).
    —-

    Ich will hier die Ambitionen richtung Mond/Mars nicht auseinander dividieren.

    http://www.scilogs.de/go-for-launch/ist-der-mond-billiger-zu-erreichen-als-der-mars/


    @Marsmissionen sind viel schwieriger:
    von 12 Missionen seit 2000 waren 9 erfolgreich. Die drei Fehlschläge waren eine ESA eine Chinesische und eine Russische mission.
    Eine um Großenordnung höhere Komplexität als beim Mond würde ich daraus noch nicht schließen.
    Ja, es ist nicht leicht und auch komplizierter als beim Mond. Aber nicht so viel schwieriger dass es in die Richtiung von “nicht machbar” rück

    “Wenn man nicht einmal auf der Erde ein Habitat konstruieren kann, in dem Menschen dauerhaft und unabhängig von der Außenwelt überleben können: Wie soll das dann auf dem Mars funktionieren?”

    Haben wir es schon wirklich versucht?
    Ja, Bisophäre 2 hat spektakulär versagt (und uns viele wichtige dinge gezeigt).
    ABER das, die unkontrolierte zusammenmengung von verschiedenen nachgebauten klimazonen und Wildnis mit ganz unterschiedlichen und kaum überblickbaren wechselwirklungen ist mit sicherheit nicht das man für die ersten Kolonie(chen) auf dem Mars braucht oder will (geschweige denn bei mars one).

    “Wir könnten dauerhaft am Mond leben. Wir könnten zum Mars fliegen. Oder zum Merkur. Wir könnten die Jupitermonde erforschen [und auf ihnen landen. Wir könnten einen Weltraumlift bauen und eine völlig neue Ära der Raumfahrt einläuten. Wir könnten Sonnenkraftwerke im All konstruieren und unser Energieproblem ein für alle Mal lösen.] Aber all das können wir nicht, wenn wir uns vorher nicht mit den Asteroiden beschäftigen.”

    Ein teil (das ohne Klammern) ist mittelfristig und in kleineren Rahmen auch nur durch Raketenbasierte Raumfahrt realisierbar.

    Der weg über die Asteroiden ist wohl langfrist (100+ Jahre) unumgänglich, aber bis dahin werden uns günstiger werdende, wiederverwendbare Raketen noch einen guten Dienst leisten müssen.

    Wenn man allein sieht dass SpaceX/Google für sein SpaceInternet 4000 und richard branson/OneWeb 2400 Sateliten im Orbit braucht…. da lässt sich schon noch einiges an economy of scale heben.

    Disclaimer: Ja, Mars One wird ‘scheitern’. Weder ist die Finanzierung gesichert, noch sehe ich eine gute chance zur technischen realisierbarkeit und am allerwenigsten haut der Zeitplan hin.
    Mars One wird dem Projekt zur Besiedlung des Mars mehr schaden als nutzen.

    Und ihr Florians Buch werde ich mir wohl auch noch kaufen müssen 😛

  77. #78 johnny
    19. Februar 2015

    @Tobalt
    “Druck, Temperaturen sind erdähnlich, es gibt sehr viel Solarenergie, sehr viele Rohstoffe, allen voran Wasser und Sauerstoff in der Atmosphäre..”
    Du weißt schon, dass die Science-Fiction-Romane der 60er keine Tatsachenberichte sind?

  78. #79 bruno
    19. Februar 2015

    @Tobalt
    Was passiert, wenn Leute tun anstatt zu reden und zu planen, sieht man an China…
    …dein Ernst? Wer braucht schon Umwelt, Menschenrechte, Würde, Demokratie… Tun anstatt Reden, ja, das Regierungsprogramm so einiger Diktaturen (wenn nicht aller…)

    Einige glauben bei “Mars one” an einen tollen PR-Gag einer TV-Show…
    Für mich klingt das eher nach Raumschiff B (Telefondesinfizierer).
    Und Darwinaward.com lässt auch grüssen … alle, die (schnell) weg wollen… sollen doch schon mal losfliegen, mit ohne Technik, egal. Entzieht eure Gene vorsichtshalber schon mal dem menschlichen Genpool…. Egal, ob ihr beim Start explodiert, auf dem Flug verstrahlt oder auf dem Mars erstickt/ verhungert … Hauptsache, ihr seid weg…

  79. #80 Tina_HH
    19. Februar 2015

    @Tobalt

    Was passiert, wenn Leute tun anstatt zu reden und zu planen, sieht man an China, die binnen weniger Jahrzehnte die anderen Ländern in fast allen Belangen überholt haben.

    Na ja, wenn die Bevölkerung nicht gefragt wird, kann man Projekte natürlich einfach durchdrücken. Demokratie ist mühseliger und langsamer, aber ich möchte auf gar keinen Fall auf sie verzichten!
    Das Thema ist hier OT, deshalb belasse ich es bei dieser kurzen Anmerkung, die ich mir allerdings an dieser Stelle einfach nicht verkneifen konnte…

  80. #81 Sensei
    19. Februar 2015

    @Spritkopf: Tobalt meint eine Besiedlung der Athmosphäre.
    Aber ich finde eine feste Oberfläche und zugang zu irgendwie gearteten festen recurcen wäre schon praktisch…

  81. #82 Pilot Pirx
    19. Februar 2015

    @78 Bruno: Leute wie du bestärken einen, die Erde zu verlassen, egal wie riskant es ist.

  82. #83 Spritkopf
    19. Februar 2015

    @Sensei

    Tobalt meint eine Besiedlung der Athmosphäre.

    Was meinst du mit “Besiedlung der Atmosphäre”?

    Die Verhältnisse auf der Venus sind so, dass man froh ist, wenn Forschungssonden auf ihrer Oberfläche länger als ein paar Stunden der Temperatur, dem Druck und der ätzenden Atmosphäre widerstehen. Den Plan, dort Menschen hinzuschicken, kannst du selbst mit der widerstandsfähigsten Landefähre getrost abhaken. Es sei denn, die Astronauten möchten sich spätestens am Tag nach der Landung in knusprige Brathähnchen verwandelt sehen.

  83. #84 bruno
    19. Februar 2015

    …weniger Feedback [kann] Entwicklung enorm beschleunigen

    ..ja, und teure Test weglassen spart Geld. Und Ahnungslosigkeit lässt einen ruhig schlafen. Und irre Ideen an Dödels zu verkaufen macht Laune. Und sich eine eigene Realität zu erschaffen macht einen unabhängig. Und die Physik zu ignorieren lässt einen zum Mars laufen. Und Arbeit macht frei. Und und und…nicht selber nachdenken entbindet einen der Verantwortung. Oder bei Obi.

  84. #85 bruno
    19. Februar 2015

    :) @#81 …und Leute wie dich schicken wir gerne schon mal voraus…

    Schon mal drüber nachgedacht, warum das eine “One-way-mission” ist :)

  85. #86 johnny
    19. Februar 2015

    @Tobalt
    Hätte vielleicht etwas über HAVOC lesen sollen, bevor ich den Mund aufmachte. :)
    Da Mars One längerfristige Besiedlung im Sinn hat, dachte ich du würdest dich auf ähnliches beziehen.

  86. #87 gnaddrig
    19. Februar 2015

    @ bruno (#73): Eine Weile lang den Mars auf einer festen Umlaufbahn zu umkreisen macht einen Raumtransporter doch aber nicht gleich zum Satelliten, jedenfalls nicht im landläufigen Sinn des Wortes. Das Ding würde ein paarmal kreisen und dann wieder zur Erde zurückkehren. Und sogar wenn es ein Einmaltransporter ist und auf ewig als Weltraumschrott um den Mars kreisen würde, wäre es kein Satellit.

    Und Transporter sind Fahrzeuge die zum Transportieren von Nutzlast verwendet werden. Wenn sie das im Weltraum tun, sind es Raumtransporter. Ob sie dabei Raumstationen beliefern oder die Nutzlast in einer Umlaufbahn oder sonstwo absetzen, ist doch zweitrangig. Das heißt, das Vorhandensein oder Ansteuern einer Raumstation ist für die Klassifikation als Raumtransporter unwesentlich. Da ist die Definition in Wikipedia ungeschickt formuliert.

    Wenn schon Wortklauberei, dann auch richtig 😉

  87. #88 bruno
    19. Februar 2015

    @gnaddrig: eben! 😉

  88. #89 swage
    19. Februar 2015

    Weiß nicht was ich davon halten soll. Auf der einen Seite ist es unrealistisch, auf der anderen Seite erfüllt mich der Gedanke das wenn jemand hergeht und meint er habe da ein (sprichwörtliches) Himmelfahrtskommando und 200000 Leute stehen auf und fragen wann es losgeht irgendwie mit Stolz. Ja, es ist utopisch, aber alleine dafür hat sich das Projekt meiner Meinung nach bereits gelohnt.

  89. #90 gnaddrig
    19. Februar 2015

    @ bruno: Endlich mal wer, der Verständnis für solche Feinheiten hat 😉

  90. #91 bruno
    19. Februar 2015

    …aber ob Satellit, Transporter oder Sonde – oder Fahhrad… der Titel des Blogs sagt es ja schon: irrelevant!

  91. #92 bruno
    19. Februar 2015

    @#89 danke, bin ja auch ein feinsinniger Mensch. 😉

  92. #93 Spritkopf
    19. Februar 2015

    Hätte vielleicht etwas über HAVOC lesen sollen, bevor ich den Mund aufmachte.

    In der Tat, krasses Konzept. Aber sicherlich nicht für dauerhaften Aufenthalt geeignet.

  93. #94 gnaddrig
    19. Februar 2015

    @ bruno (#91): Dann schlage ich die Einrichtung eines Linienschwanverkehrs zum Mars vor, der soll dann aber unterwegs bloß nicht Wagner singen…

  94. #95 Tobalt
    19. Februar 2015

    zum Vergleich Mars One mit staatlichen Missionen sollte mein vorheriges statement so verstanden werden. Ich möchte nicht schönreden, dass bei der entwicklung chinas auch bereiche ignoriert wurde.. Auf die Marsmission bezogen meinte ich nur, dass sich Mars one gegenüber keinem steuerzahler rechtfertigen muss, und prinzipiell auch an keine Antragszeiträume gebunden ist. Das sind IMO die ultimativen Delayer bei staatlichen vs. industriellen Programmen.

    bzgl. HAVOC: dass es dafür eine NASA Mission gibt, das konzept an sich nicht. Es gibt zahlreiche ressourcen dazu im internet. da wird auch teilweise längere/permanente besiedlung eröttert. Der vorteil da ist, dass man mit genügend energie (sonne) aus der atmosphäre sehr viel gewinnen kann. Das problem ist dass metalle rar sind. Da aber es immer mehr materialien auf polymerbasis gibt, ja sogar elektronik evtl kohlenstoffbasiert sein kann, gibt es da auswege. Da menschen metalle zum leben brauchen, muss man aber letzlich doch die oberfläche erschließen, sich aber nicht dort aufhalten. Auf den höchsten bergen herrschen dabei auch nur temperaturen im Bereich wie einem backofen.

    Beim Mars hingegen scheinen mir die Probleme irgendwie gravierender. Hauptsächlich die schwache sonne erfordern große investitionen in Solarenergie, um die energieintensive ressourcengewinnung anzufahren. Oder man schafft es eine nukleare energiequelle hinzukarren. Dazu kommt noch das permanente problem des fehlenden Außendruckes, was jedes kleine leck zu einem problem höchster priorität macht.

  95. #96 Schotti
    19. Februar 2015

    Sehe ich das richtig, dass Mars One mit Endemol als TV-Produzenten zusammenarbeit? DEM Endemol? Damit sollte sich doch jede Diskussion über das Ziel dieses ganzen Unterfangens erledigt haben. Mars One wird nicht scheitern, das Ziel ist Profit, simple as that. Und natürlich wird niemand die Erde verlassen.

  96. #97 PDP10
    19. Februar 2015

    Um zu verdeutlichen, was ich von dieser MarsOne Show halte, habe ich mir einfach mal die Freiheit genommen, eineinhalb Absätze aus Florians Artikel (#2 und #3) umzuformulieren … eigentlich habe ich nur zwei oder drei Worte ersetzt und einen kleinen Teil rausgekürzt.

    Das liest sich dann so:

    Die Art und Weise, wie GNTM das erreichen möchte, ist aber mehr als nur fragwürdig.

    Die “Modells” sind keine speziell für diese Aufgabe ausgebildeten Leute, sondern Freiwillige aus aller Welt, die sich für GNTM beworben haben. Man musste nur älter als 18 Jahre, englisch sprechen können und gesund sein. Mehr als 200.000 Menschen haben sich – laut den Aussagen der Projektverantwortlichen – auf den ersten Aufruf gemeldet; mittlerweile wurden daraus 20 Mädchen ausgewählt [..] Der große Ansturm an potentiellen Modells ist nicht verwunderlich: Modell zu werden ist für viele Menschen ein großer Traum und einer, den sich nur die allerwenigsten erfüllen können. Modell zu werden ist ein langer, schwieriger und harter Prozess den nur die wenigsten erfolgreich durchlaufen. Wenn man sich dann aber “einfach so” für einen der am meisten Aufmerksamkeit versprechenden Jobs der Menschheitsgeschichte anmelden kann, dann ist es kein Wunder, wenn das viele Menschen tun.

    Übrigens: Für die, die das nicht wissen: GNTM ist diese Fernsehsendung von dieser Frau, die mal mit Seal verheiratet war und die noch nie(!) ein Topmodell hervorgebracht hat …

    Wer da Parallelen sieht … sieht sie wahrscheinlich nicht umsonst …

    *hüstel*

  97. #98 bruno
    19. Februar 2015

    :) …mist, ich habe mich auf Frauentausch konzentriert…
    @#94 Tja, MarsOne ist da eher das hässliche Entlein samt Hymne: Ententanz… nänä nänä nä nänä 😉

  98. #99 Sensei
    19. Februar 2015

    @moemoe:
    Das wichtigste steht ja schon im Abstract: Das mit den Kosten könnte klappfen aber dadurch dass sie beim Ersatzteilverbrauch und der ergibigkeit des Lebensmittelanbaus nicht so optimistisch sind gehen sie von (anfangs kleinen, später wesentlichen) höheren Versorgungsmengen aus.

    ABER: Das konzept basiert voll auf dem Spacex Träger Falcon heavy und der SpaceX Kapsel Dragon 3

    NUR hat man dass immer noch nicht mit Space X abgespochen. Die beiden Firmen stehen in keinem ständigen Kontakt zu einander. Geschweige denn dass ein Vertrag oder gemeinsames Vorgehen in vorbereitung wäre…

  99. #100 Alderamin
    20. Februar 2015

    @Sensei

    SpaceX-Gründer Elon Musk meinte kürzlich in einem Interview, dass er nicht glaubt, dass sich Mars One auch nur eine einzige Falcon-Rakete werden leisten können. Er hält davon nichts. Aber selbst Colonial Transporter mit 100 Leuten zum Mars schicken wollen (siehe oben #35). m-(

  100. #101 bikerdet
    20. Februar 2015

    @ tobalt in #95 :
    Die Aussage zu den Bergen ist falsch. Die höchsten Gipfel auf der Venus sind ~ 10500m hoch und dort ist die Temperatur nur 30°C niedriger als am Boden. Außerdem ist auf der Venus die Strahlung der Sonne erheblich höher als auf dem Mars und dort ist die max. zulässige Lebensdosis schon mit HInflug und ein paar Monaten Aufenthalt überschritten. Was Florian in seinem Bericht ja ebenfalls beschrieben hat. Da die Venus nur weniger als halb so weit von der Sonne weg ist wie der Mars, ist die Strahlendosis 4x so hoch. Keine tollen Aussichten für Venussiedler.

    Übrigens hat die Nasa zusammen mit dem letzten Marsrover auch ein Strahlenexperiment mit zum Mars geschickt, aus dem auch alle diese Daten stammen. Das Messgerät stellte dabei fest, das 95% der empfangenen Strahlung extrasolar war, die Sonne selber war extrem ruhig. Außerdem stellte man fest, das selbst 30cm dicke Aluwände die Strahlung praktisch überhaupt nicht aufhielten.
    Wasser ist auf der Venus extrem selten geworden. Seitdem die Venus kein Magnetfeld mehr hat, wird der Wasserdampf von der Strahlung zerlegt und weggeweht. 2007 konnte der ‘Venus-Express’ diesen Prozess eindeutig belegen. Durch den Verlust des Treibhausgases ‘Wasserdampf’ kühlte die Venus von ~560 auf ‘nur noch’ 470°C ab.

    Auch wenn Mars One nicht fliegen wird, Mars ist immer noch die bessere Wahl. Wir könnten dort nämlich mit dem Klimawandel, der uns hier Sorgen bereitet, viele Probleme lösen. Die Marsatmosphäre ordendlich mit Co2 dichter machen, danach mit Pflanzen Co2 in Sauerstoff und Nahrung für die Siedler umwandeln.
    Das ist natürlich noch fernste Zukunftsmusik, aber so könnte es gehen. Allerdings fehlt uns dann dort immer noch der Strahlenschutz, ein marsweites Magnetfeld können wir (zumindest heute) nicht erzeugen.

  101. #102 Sensei
    20. Februar 2015

    ein artikel dazu: http://newsoffice.mit.edu/2014/technical-feasibility-mars-one-1014

    ^ und daran sieht man dass es erst einmal ein paar versuchsmissionen (+vorarbeit auf der erde) geben sollte um diese Knackpunkte (Lebensmittelerzeugung, Repartur(fähigkeit und techniken) der Maschienen – insb Entwicklung passender 3D Drucker, Energieversorgung..).

    @Tobalt: Ja, zum Anfang, bis die halbautonome PV-Produktion hochfährt (import von Silizium), wird man wohl noch auf RTGs (o.ä.) setzen

  102. #103 Christian der 1.
    20. Februar 2015

    ich hab jetzt nicht alle posts durchgelesen, werde ich vielleicht noch.
    nur nach ein paar stichworten abgesucht.
    aber ich glaub gehört zu haben die haben einen sehr potenten sponsor, aus einem der ölstaaten von nahost.

    wenn die es leid sind, ihr geld in paläste und goldene bentleys zu investieren könnte schon eine schöne summe zusammen kommen.

  103. #104 Sensei
    20. Februar 2015

    EDIT: die im artikel genannten ~5mrd sind nur für die Flüge. Entwicklung und ankauf von Technologie ect kommt noch oben drauf.

    @#100: Ja, selbst ich als SpaceX ‘Fan’ war doch gleich an mehreren stellen erstaunt über das MCT Konzept.

    Eine Rakete die 250 to in den LEO bringt UND voll wiederverwendbar ist.
    Ein Raumtransporter (das eigentliche MCT) der 100 to – auf direktem wege und komplett ohne modularität – auf die Marsoberfläche bringen, auftanken, zurück fliegen und auf der erde landen können soll.

    Das natürlich auch voll wiederverwendbar..

    Bin SEHR auf das eigentlich Konzept gespannt welches wohl ende des Jahres veröffentlicht werden soll.
    Elon hat uns ja bisher mehr als einmal überrascht.

  104. #105 Alderamin
    20. Februar 2015

    @Sensei

    Eine Rakete die 250 to in den LEO bringt UND voll wiederverwendbar ist.
    Ein Raumtransporter (das eigentliche MCT) der 100 to – auf direktem wege und komplett ohne modularität – auf die Marsoberfläche bringen, auftanken, zurück fliegen und auf der erde landen können soll.

    Und der Flug soll pro Nase $500.000 kosten. Mal 100 Nasen wären $50 Millionen. Das ist weniger als der Start einer Falcon 9 kostet ($61 Millionen).

  105. #106 bikerdet
    20. Februar 2015

    @ Alderamin :
    Wieso Hundert ? Ich habe gelesen, das die Hundert jetzt ausgewählten nur die Kandidaten für die Castingshow sind. In Stile von BigBrother, allerdings über mehrere Jahre, sollen daraus die 24 tatsächlichen Astronauten durch ein Zuschauervotum ausgewählt werden. Die Einnahmen aus der Show sollen die 6 Mrd. in die Kasse spülen. Darin sollen aber nur die Kosten für die ‘Ausbildung’ und ‘Planung’ enthalten sein. Konstruktion und Bau der Raumfahrzeuge sollen andere Firmen übernehmen. Die hierfür benötigten Mittel sind noch unbekannt…

  106. #107 Wizzy
    20. Februar 2015

    @bikerdet #101

    Eine instrumentelle Ballonmission gab es schon vor 30 Jahren auf der Venus. Eine Station dort müsste auf jeden Fall in der höheren Atmosphäre sein, z.B. auf 2 Bar Level (höherer Auftrieb). Auf 1 bar Level ist die Temperatur grob 0°C. Die durchdringende Strahlung auf dieser Höhe ist ungleich geringer als auf der Marsoberfläche, da die Venusatmosphäre u.a. mittels induziertem Magnetfeld gut schirmt gegen kosmische Strahlung und Sonnenwind. Das vom Sonnenwind selbst an der Atmosphäre induzierte Magnetfeld reicht auf der Sonnenseite mind. 300 km weit (auf der Nachtseite weiter) und wurde ebenfalls von Venus Express vermessen. Wasser ist zumindest genug da, um es zu gewinnen, da es vordringlich in dieser Höhe kondensiert. Allerdings beträgt der PH-Wert der Wolken dort 0, es wäre also starker Säureschutz notwendig; die historische Ballonmission bestand zumindest nach außen hin gänzlich aus Metall. Zudem sind die Winde dort höllisch schnell, vermutlich treten auch beträchtliche Turbulenzen auf. Dafür hätte man unheimlich viel Solarenergie in dieser Höhe. Außerdem zeigten die historischen Missionen, dass eine Landung in die Dichte Venus Atmosphäre sehr viel einfacher ist als auf dem Mars, da ein Fallschirm selbst bei großem Gewicht möglich ist (das Überdauern auf der Venus ist dann aber selbst in der Höhe schwieriger). Zusammengefasst halte ich eine Marsbasis ebenfalls für einfacher realisierbar, aber ganz sicher kann man sich mE nicht sein, z.B. wegen der Landung, der Strahlung und des kürzeren Fluges zur Venus. Außerdem gilt die obere Venusatmosphäre als heißer Kandidat für Leben, zumal die Venus in der Vergangenheit wahrscheinlich flüssige Ozeane hatte und auf der Erde unsere Wolken vor bakteriellem Leben geradezu übersprießen und es bei uns Mikroben gibt die in der sauren oberen Venusatmosphäre überleben könnten – ganz abgesehen vom bisher ungelösten Venus-Atmosphären-Rätsels des unknown UV absorbers.

  107. #108 Alderamin
    20. Februar 2015

    @bikerdet

    Wieso Hundert ?

    Ich sprach mit Sensei nicht über Mars One, sondern hierüber. :-)

  108. #109 Wizzy
    20. Februar 2015

    Stand 2010, wo ich selbst noch in der Venusforschung war, waren alle Versuche, den unknown UV Absorber der bei bestimmten UV Wellenlängen räumlich anisotrop bis zu 50% der Sonnenstrahlung absorbiert und so im UV die Atmosphäre mit Mustern versieht und nur in der höheren Atmosphäre auftritt, mit bekannten chemischen Ursachen zu rekonstruieren gescheitert. Manche lange diskutierte Kandidaten wie S6 und Schwefelverbindungen wurden widerlegt, da man damit die beobachteten Absorptionswellenlängen zu ungenau nachbilden konnte und bisher kein Mechanismus bekannt ist der die Verschiebung bewirken würde. Das muss aber noch nichts heißen, da wir trotz Labornachahmung der Venusbedingungen recht wenig von der Chemie verstehen wie sie fern von Normalbedingungen auftritt. Da gibt es beträchtliche Wissenslücken. Dennoch gibt es natürlich die Möglichkeit, dass Organismen dahinterstecken, insbesondere da die Nephelometer der Venus-Proben viele Partikel auf Bakteriengröße fanden und eine genauere Probenmission gab es seitdem nicht. Aber auch die Größenverteilung der Partikel kann natürlich abiotische Ursachen haben. In der Sowjetunion galt die Venus als wahrscheinlicherer Kandidat für rezentes Leben als der Mars (natürlicherweise, da dies der Zielplanet der Sowjetunion war im Wettstreit mit der NASA, während die Amerikaner das technisch schwierigere Ziel Mars anstrebten).

  109. #110 Alderamin
    20. Februar 2015

    @Wizzy

    des kürzeren Fluges zur Venus

    Wichtiger als die Länge des Fluges ist der Energieaufwand, und da dürfte die Venus wesentlich schwieriger zu erreichen sein. Zum einen, weil das Potentialgefälle zur Sonne hin steiler ist als von ihr weg, zum anderen weil der Potentialtrichter der Venus wegen ihrer viel höheren Masse deutlich tiefer ist als der des Mars.

  110. #111 maunz
    Mars One wird NICHT scheitern !
    20. Februar 2015

    Mich erinnern solche Aktionen an Facebook. Mars(book)One wird nicht scheitern, denn Millionen User können nicht irren. Das wird sicher ein Riesengeschäft.

    OK, du hast recht, mit dem Mars hat das nichts zu tun :-)

  111. #112 maunz
    http://marsonefans.com/member.php/2911-test
    20. Februar 2015

    Hurraaah , es sind nicht 200000 Menschen die sich gemeldet haben. Es sind jetzt schon 200001. Ich hab mich auch angemeldet :-)

  112. #113 bikerdet
    20. Februar 2015

    @ Alderamin in #108 :
    Okay, mein Denkfehler. Da Du vom Transport zum Mars sprachst habe ich es mit den hundert Kandidaten von Mars One in Verbindung gebracht.

    @ Wizzy in #107 und #109 :
    Tja, an der Forschung bin ich leider nicht beteiligt. Ich schreibe gerade an einem Vortrag über die Planeten und lese mich durch alle Publikationen und Bücher dazu. Leider musste ich feststellen, das dort viele Sachverhalte deutlich unterschiedlich bewertet und beziffert werden. So auch über das ‘praktisch nicht mehr vorhandene Wasser’ oder das ‘kaum messbare, vom Sonnenwind induzierte Magnetfeld’.

    Dies trifft natürlich auch auf den Mars zu, die Meßergebnisse zu den physikalischen Werten und den geologischen Strukturen differieren deutlich. So habe ich zum ‘Olympus Mons’ Höhenangaben zwischen 22 und 27 Km gefunden. Da ist es schwer Aussagen zu machen, ohne das sofort jemand kontern kann : Aber bei … steht das anders.
    Siehe es mir also nach, wenn meine Aussagen nicht mehr den aktuellen Forschungen entsprechen …

  113. #114 Wizzy
    20. Februar 2015

    @ bikerdet #113

    Geschenkt – ich wusste über sehr viele dieser Sachverhalte vor meiner Arbeit am MPS auch nichts 😉 Ein kurzes Googeln zu “Venus magnetic field” offenbart z.B. folgendes:
    “A Magnetic Surprise from Venus” – Astrobiology Magazine, Apr 10, 2012:
    “Despite the absence of a large protective magnetosphere, the near-Venus environment does exhibit a number of similarities with planets such as Earth.”
    “Since Venus has no intrinsic magnetic field to act as a shield against incoming charged particles, the solar wind sometimes interacts directly with the upper atmosphere. However, Venus is partially protected by an induced magnetic field.”
    “During the continuous battle with the solar wind, this region of the upper atmosphere is able to slow and divert the flow of particles around the planet, creating a magnetosphere, shaped rather like a comet’s tail, on the lee side of the planet.”

  114. #115 Ben
    20. Februar 2015

    @Freistetter #61 “Es hat schon mal jemand geschafft es nicht zu schaffen” ist ein wirklich sehr schwaches Argument. Von einem Wissenschaftler wie ihnen würde ich erwarten, dass hinter den von ihnen (mit Ausrufungszeichen vorgebrachten Argumenten) etwas mehr steckt. Natürlich haben sie formal keine Falschaussage gemacht aber es ist schon dazu geeignet, den Leser in die Irre zu führen und glauben zu lassen, es gäbe fundamentale Probleme die dies fast unmöglich machen würden.

  115. #116 Alderamin
    20. Februar 2015

    @Ben

    “Es hat schon mal jemand geschafft es nicht zu schaffen” ist ein wirklich sehr schwaches Argument.

    Das Argument ist eigentlich: die wenigen, die’s versucht haben, eine künstliche Biosphäre zu erschaffen (die Russen mal mitgezählt), sind gescheitert. Dass es grundsätzlich gehen sollte, wird ja nicht bezweifelt, es ist aber offensichtlich nicht so leicht, wie es dem Unbedarften erscheint.

    Und nun mal eben für ein TV-Projekt so was in wenigen Jahren nebenbei auf dem Mars funktionsfähig zu bekommen (und zwar für mindestens ein Menschenleben lang), bei einem Budget das hinten und vorne nicht reicht, das kann doch nur ein Träumer für möglich halten.

  116. #117 Florian Freistetter
    20. Februar 2015

    @Ben: “aber es ist schon dazu geeignet, den Leser in die Irre zu führen und glauben zu lassen, es gäbe fundamentale Probleme die dies fast unmöglich machen würden.”

    Es GIBT fundamentale Problemen und sie MACHEN die Mars-One-Mission fast unmöglich. Und warum das so ist, habe ich im Artikel ja ausführlich erklärt.

  117. #118 Lichtecho
    Augsburg
    20. Februar 2015

    Wenn nicht Mars One, wer dann?
    Ich stehe ja Mars One auch skeptisch gegenüber, aber noch weniger glaube ich, dass staatliche Behörden eine Marsreise veranlassen werden. Die tun immer nur so, um ihre Existenz zu rechtfertigen. Es sei denn, es herrschen wieder politische Verhältnisse wie im Kalten Krieg, wo technische Erfolge ein sehr wichtiges Propagandainstrument waren. Diese Verhältnisse wollen wir aber nicht wieder haben, oder? Also was bleibt? Warum sollte eine staatliche Behörde ein teures Programm auflegen, nur um ein paar Raumfahrtenthusiasten zu befriedigen? (Jaja, Raumfahrt bedeutet viel mehr für die Menscheit, aber nicht für Politiker die in Legislaturperioden denken). In Friedenszeiten ist bemannte Raumfahrt zum Mars jedenfalls politisch schwer durchsetzbar, Beweis: Wäre es anders, wären die Amerikaner schon da.
    Was wir brauchen ist das private Geld der superreichen Tech-Nerds. Leute, die nicht wie irgendwelche Scheichs ihren Megareichtum in einen vergoldeten Mercedes stecken, sondern sich den Kindheitstraum der Raumfahrt verwirklichen. In Amerika gibt es solche Leuchte. In Europa gibt es die ESA und die bringt uns nirgendwo hin.
    Übrigens: Wie war das denn früher bei den Entdeckungsreisen rund um unseren Globus? Auch hier waren es vor allem Privatleute, die hier und da von Staat (bzw. irgendwelchen Königshäusern) gesponsert wurden, eine “Behörde für Entdeckungen” ist mir aber nicht bekannt. Das Verhältnis von Staatsfinanzen und privaten Entdeckergeist war schon immer komplex. Vereinfacht gesagt könnte ich mir vorstellen, dass die NASA immer weniger selber fliegt und sich stattdessen zu einer Behörde entwickelt, die staatliche Gelder an interessante private Projekte vergibt. Für Politiker hat das auch den Reiz, dass sie nicht für etwaige Todesopfer den Kopf hinhalten müssen, wenn die Astronauten keine Angestellten des Staates sind.

  118. #119 Florian Freistetter
    20. Februar 2015

    @Lichtecho: “Wenn nicht Mars One, wer dann?”

    Sei mal ehrlich: Bist du wirklich der Meinung, das Konzept von Mars One ist so ausgereift, um damit Menschen zum Mars bringen zu können? Wenn ja: Wo sind die technischen Details? Wo sind die Aufträge an einschlägige Firmen, die Satelliten, Rover, Habitate und Raketen bauen?

    Ich behaupte ja ganz explizit NICHT, das es unmöglich ist, den Mars zu erreichen. Genau so wenig wie ich behaupte, dass nur staatliche Behörden das erreichen können. Ich sage nur, dass Mars One es NICHT schaffen wird, weil dieses Projekt völlig unausgereift ist und nicht die geringste Chance hat, all die Probleme zu bewältigen, die man bewältigen muss. Klar kann es funktionieren, wenn irgendeiner reicher Tech-Milliardär ne Mars-Mission finanziert. Aber Geld ist halt nicht alles…

  119. #120 PDP10
    20. Februar 2015

    @Lichtecho:

    ” In Europa gibt es die ESA und die bringt uns nirgendwo hin.”

    Ääähm … die ESA hat uns gerade 500 Millionen km weit zu einem Kometen gebracht, n’est-ce pas?

  120. #121 Alderamin
    20. Februar 2015

    @Lichtecho

    Warum sollte eine staatliche Behörde ein teures Programm auflegen, nur um ein paar Raumfahrtenthusiasten zu befriedigen? (Jaja, Raumfahrt bedeutet viel mehr für die Menscheit, aber nicht für Politiker die in Legislaturperioden denken)

    Warum sollten sie ein Space-Shuttle-Programm auflegen? Warum eine Raumstation bauen? Warum eine Rakete, die Kapseln bis zum Mars schießen kann?

    Das hat einerseits mit Förderung der Hochtechnologieindustrie zu tun und andererseits mit nationalem Prestige. Und solange Raumfahrt so teuer ist, wie sie ist, gibt es auch kein Modell, mit dem man weit weg von der Erde genug Geld verdienen könnte, um die Kosten wieder herein zu holen. Falls Raumfahrt nicht drastisch günstiger wird (Weltraumlift oä.) wird sich private Raumfahrt nur im Erdorbit tummeln, wo man mit Satelliten Geld verdienen kann, und der Mars wird nur durch Regierungen bezahlbar sein.

    Es ist ja nicht so, als wenn die Amerikaner nicht vorhätten, zum Mars zu fliegen. Es zieht sich nur sehr lange, weil so richtig viel Geld (wie bei Apollo) nicht in die Hand genommen wird.

    Vielleicht kann Elon Musk seine Träume ja umsetzen, vielleicht eine Nummer kleiner. Falls er wirklich seine Raketen größtenteils wiederverwendbar macht. Aber er wird damit kein Geld verdienen, sondern das aus persönlichem Ehrgeiz tun, was für eine Firma, die Geld verdienen muss, eigentlich widersinnig ist.

    Wie war das denn früher bei den Entdeckungsreisen rund um unseren Globus? Auch hier waren es vor allem Privatleute, die hier und da von Staat (bzw. irgendwelchen Königshäusern) gesponsert wurden

    Wegen der Reichtümer, die man sich erhoffte. Und solche Unternehmungen waren ungleich günstiger als die heutige Raumfahrt (auch, wenn man den geänderten Währungskurs berücksichtigt). Und Menschenleben waren damals nicht so wichtig, wenn Kolumbus und seine Schiffe untergegangen wären, so what?

    Vereinfacht gesagt könnte ich mir vorstellen, dass die NASA immer weniger selber fliegt und sich stattdessen zu einer Behörde entwickelt, die staatliche Gelder an interessante private Projekte vergibt.

    Tun sie ja schon, die Komponenten von Saturn-Raketen, Shuttle, SLS und Orion werden ja von privaten Firmen im Auftrag der NASA (nach deren Vorgaben) gebaut. Mit Space-X und Boeing werden bald auch Kapseln zur ISS geschossen, bei denen die NASA-Astronauten nur noch Passagiere sind, und die gesamte Entwicklung und Abwicklung den privaten Firmen überlassen ist. Was die NASA selber macht, sind die Projekte zu planen, zu finanzieren, und das Personal zu stellen.

  121. #122 Franz
    20. Februar 2015

    Vereinfacht gesagt könnte ich mir vorstellen, dass die NASA immer weniger selber fliegt und sich stattdessen zu einer Behörde entwickelt, die staatliche Gelder an interessante private Projekte vergibt
    Bei der ESA ist das quasi genauso. Die Mitgliedsländer zahlen einen Beitrag, der dann (meist) wieder an in die in diesen Ländern ansässigen Firmen zurückfließt. Die ESA selektiert, koordiniert und überwacht die Aktivitäten. Der Nachteil dieses Systems ist, dass die politische Komponente sehr groß ist und das Ganze ziemlich lähmt. Auch dieser Zwang zur Verteilung ist nicht optimal, da er unnötigen Aufwand erzeugt. Würde man das Ganze aber über ein EU Budget laufen lassen, dann würde sich alles bei den großen Primes sammeln und kleine Länder würden durch die Finger schauen, was deren Lust für eine Mitgliedschaft vermutlich drastisch reduziert. Politik eben.

  122. #123 Ben
    20. Februar 2015

    @Alderamin #116 Da stimme ich zu.

    @Freistetter #117 Dem habe ich in meinem ersten Posting ja schon zugestimmt. Entschuldigen sie, was ich wohl genauer sagen wollte war: “es erweckt den Anschein als ob das Biosphäre 2 Experiment fundamentale Probleme aufgezeigt hätte”

  123. #124 Christian der 1.
    20. Februar 2015

    Ad Finanzierung.
    Zum vergleich, für die weltweiten medienrechte für die fußball-wm 2014, musste man nur 1 mrd € zahlen.
    und die wm ist eine weltweit etablierte “marke”, dass mrd leute bei so einer mars one reality soup zuschauen bezweifle ich.

  124. #125 Apollo
    20. Februar 2015

    Warum fliegt man nicht nochmal zum Mond bevor man zum Mars fliegt? Man könnte ja dort erstmal schauen ob Menschen überhaupt fähig sind länger am Mond zu leben. Natürlich vorausgesetzt man baut dort eine Mondbasis.

  125. #126 Spritkopf
    20. Februar 2015

    Je mehr man liest über Mars One, desto stärker wird der Eindruck, dass Bas Lansdorp, der Mann hinter Mars One, mehr an finanziellen Dingen wie Fernsehrechten interessiert ist als daran, wie das Projekt technisch zu stemmen sein könnte. Welche Rechte enthält das Sponsorenpaket “Bronze”, welche das Sponsorenpaket “Silver”, das scheinen die für ihn wichtigen Dinge zu sein.

    Die Verlautbarungen, die Mars One herausgibt, erzeugen alle viel Hype, aber wer die Kapseln für die Vorlaufmissionen und den eigentlichen Flug bauen soll, darüber schweigt sich Lansdorp aus. Und mindestens für die erste Vorlaufmission wäre es allmählich Zeit, mit dem Bau und den Tests zu beginnen. Nur wie, wenn kein Geld da ist?

    Meine Prognose: Die Kandidaten werden durch diverse Fernsehshows des Herrn de Mol geschleift, die Rendering Artists bei Mars One (von denen haben sie gleich mehrere) werden viele schöne, computergenerierte Bilder liefern und es wird viele Absichtserklärungen über technische Zusammenarbeit mit allen möglichen Unternehmen geben. Und irgendwann werden die Firmen, die die Raumfahrttechnik liefern sollen, unter der Hand durchblicken lassen, dass Herr Lansdorp nicht genügend Geld hat, um ihre Produkte zu bezahlen und folglich auch nicht die notwendigen Bestellungen auslösen kann.

  126. #127 :)
    20. Februar 2015

    @Christian der 1.
    Das werden schon ein paar 100 Mio gucken, aber eben nicht täglich, aber die 1. Woche/Monat/Jahr, da wird das das event sein

  127. #128 PDP10
    20. Februar 2015

    @Spritkopf:

    “Je mehr man liest über Mars One, desto stärker wird der Eindruck, dass Bas Lansdorp, der Mann hinter Mars One, mehr an finanziellen Dingen wie Fernsehrechten interessiert ist als daran, wie das Projekt technisch zu stemmen sein könnte.”

    Na was dachtest du, warum ich auf den Vergleich mit der Fernsehshow von der Ex-Frau von Seal gekommen bin … :-)

    Ich denke, dass wird so laufen, wie du vorraussagst …

  128. #129 Nemesis
    Planet Erde
    20. Februar 2015

    Zu #46:

    … ich glaube, dass wir beginnen müssen, uns von der Erde zu lösen. Schließlich kann es hier auch schnell sehr unwirtlich werden. Wir haben das Potenzial, uns 1000-fach mit Kernwaffen zu vernichten. Deshalb müssen wir die Marskolonie, sobald sie besteht, auch autark machen, damit sie unabhängig von der Erde existieren kann.

    http://www.spektrum.de/news/wir-muessen-beginnen-uns-von-der-erde-zu-loesen/1333159?_ga=1.207833818.992569635.1424346516

    Ich denke, dass dieser (in unserer Zeit symptomatische) Ansatz ein grundlegendes Problem beinhaltet: Wie will denn die Menschheit grundsätzlich ihr langfristiges Überleben auf anderen, noch viel lebensfeindlicheren Planeten sichern, wenn sie (laut Zitat) nichtmal hier auf der Erde dazu in der Lage ist? Meiner Ansicht nach ist der zitierte Ansatz nicht nur regelrecht gefährlich, sondern da wird bei Mars One einfach das gesamte Pferd von hinten aufgezäumt. Ich bin der Ansicht, dass man erstmal etliche Probleme hier auf der Erde lösen muss, bevor man vom Mars nicht nur fatalistisch träumt, sondern ein realistisches, langfristig lohnendes Projekt daraus wird. Im Übrigen gibt es wohl weitaus realistischere Gefahrenpotentiale auf der Erde, als ein drohender Atomkrieg, zB die dringend anstehende Anpassung an den Klimawandel, die allein schon Unsummen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten verschlingen wird. Soviel ist sicher: Wir werden nicht die Zeit oder auch nur die technischen Möglichkeiten haben, die Menschheit gegebenenfalls rechtzeitig auf den Mars zu evakuieren… aber vielleicht schaffts ja wenigstens dann der zitierte Herr Schröder samt ein paar Auserwählten, sich dorthin zu retten, good luck jedenfalls! o^_^o

  129. #130 Radio Eriwan
    21. Februar 2015

    ist schon komisch, das Verhalten mancher Vertreter der Gattung Homo sapiens…

    Erinnert mich irgendwie an Berlin. Kriegen nicht mal den Flughafen fertig, aber wollen die Olympiade haben.

  130. #131 Spritkopf
    21. Februar 2015

    @PDP10

    Na was dachtest du, warum ich auf den Vergleich mit der Fernsehshow von der Ex-Frau von Seal gekommen bin …

    Ich musste überhaupt erstmal nachgucken, wer das ist. :-O

  131. #132 ron
    21. Februar 2015

    Mein gelebter Realismus meint: Florian hat wohl recht.
    Allerdings mag der Sci-Fi-Junge sowas gar nicht hören und hofft immer noch heimlich auf einen Erfolg der Mission…. 😉

  132. #133 ron
    21. Februar 2015

    “…der Sci-Fi-Junge IN MIR…”

  133. #134 Guido Bertling
    Leipzig
    21. Februar 2015

    Schade Florian, dass dieser Artikel einige schwere Fehler enthält.

    “Die gewaltigen Staubstürme. Die Temperaturen, die alles andere als lebensfreundlich sind. Die fehlende Atmosphäre.”
    Fällt dir was auf? 😉

    “Aber ich bezweifle, dass jemals auch nur irgendeine Mars-One-Rakete von der Erde starten wird; geschweige denn eine mit Menschen an Bord. Dafür ist einfach viel zu viel Grundlagenforschung nötig, die Mars One mit ihrem kurzen Zeitplan nicht schaffen kann.”
    Zumindest der Orbiter greift auf Technik aus der Schublade zurück, da ist keine Grundlagenforschung für nötig.

    Das hier stößt mir am meisten auf, da es schlicht nicht wahr ist:
    “WIE illusorisch, das zeigen auch aktuelle Meldungen, nach denen Mars One anscheinend gar nicht mehr versucht, irgendwelche Raumfahrzeuge zu bauen und Aufträge an entsprechende Firmen zurück zieht bzw. nicht mehr verlängert.”
    Wenn man den verlinkten Artikel liest, ist NIRGENDWO die Rede von zurückgezogenen oder nicht verlängerten Aufträgen. Auch das man bei Mars One nicht mehr daran arbeitet stimmt nicht, ich zitiere mal aus verlinktem Artikel:
    ““We [Lockheed Martin] continue to maintain an open channel of communications with Mars One and await initiation of the next phase of the program.”
    Man ist also weiterhin im Kontakt. Keine Rede davon, das Mars One es gar nicht erst mehr versucht.

    Die Crux von Mars One ist folgende: Die ganze Idee für das Projekt resultierte aus der Beobachtung, wie viel Geld für die Olympischen Spiele in London ausgegeben worden sind, nach Schätzungen der Universität von Oxford circa 14,8 Milliarden Dollar [http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2238053] . Dies ist möglich, weil die Spiele neben einem Sportevent vor allem ein Medienevent sind.
    Bas Landsdorp entwickelte daraufhin die Idee, das ein Flug zum Mars ebenfalls ein Medienereignis ersten Ranges wäre, und sich die Kosten aus Übertragungsrechten und Sponsoring decken könnten.
    Aber: Um das Geld zusammen zu bekommen, muss man halt auch die Marketingtrommel rühren. Um gerade in der Anfangsphase die nötigen Gelder zusammen zu bekommen, brauch man halt früh maximale mediale Aufmerksamkeit. Das mag aus Sicht eines Wissenschaftlers erst mal unseriös anmuten, ist aber nun mal Teil des Konzepts. Wird es reichen? Fraglich. Ist der aktuelle Zeitrahmen realistisch? Eher nicht. Aber das ist den meisten Unterstützern des Projekts durchaus klar. Und schlussendlich geht es auch gar nicht darum. Ich für meinen Teil würde es schon als Erfolg bezeichnen, wenn Mars One es schafft, die Finanzierung für den Orbiter zusammen zu bekommen. Ein super Bonus wäre der Lander. Mars Astronauten – das ist ein Traum. Aber keiner, den man einfach so belächeln sollte.

  134. #135 Lemurian
    21. Februar 2015

    Schreib doch mal was zu diesen Marswolken:

    http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de/2015/02/anomalien-in-der-marsatmosphare.html

    Kannst Du was dazu sagen?

  135. #136 Florian Freistetter
    21. Februar 2015

    @Guido Bertling: “Fällt dir was auf? “

    Ich weiß, dass der Mars eine Atmosphäre. Aber keine, die man als Mensch atmen kann. Also fehlt sie uns.

    “Mars Astronauten – das ist ein Traum. Aber keiner, den man einfach so belächeln sollte.”

    Das ich den “Traum” vom Flug zum Mars für gut und sinnvoll halte, habe ich ja klar gemacht. Aber nicht jeder Traum ist auch gleich visionär.

  136. #137 Florian Freistetter
    21. Februar 2015

    @Lemurian: “Kannst Du was dazu sagen?”

    Ja. Nämlich das ich darüber nichts geschrieben habe, weil es keine frei verfügbaren Bilder gab. Aber ich kann dich gerne auf die Kollegen verweisen: http://www.scilogs.de/go-for-launch/plumes-auf-mars-was-mag-das-sein/

  137. #138 DasKleineTeilchen
    22. Februar 2015

    @FF: oh. gerade erst mitbekommen; glückwunsch zur übernahme deines artikels auf golem. ganz schöne breitenwirkung entfaltest du langsam.

  138. #139 Florian Freistetter
    22. Februar 2015

    @DasKleineTeilchen: “glückwunsch zur übernahme deines artikels auf golem.”

    Danke. Aber das ist mein Job. Und es ist nicht der erste Artikel den ich bei Golem veröffentliche, sondern der 12. oder der 13. glaub ich. Den ersten hab ich dort 2012 veröffentlicht. Ich bin Autor und das Blog hier ist nur einer von vielen Orten, an denen ich publiziere. Ich schreibe regelmäßig für viele andere Medien und golem ist nur eines der Medien, an die ich meine Texte verkaufe.

  139. #140 DasKleineTeilchen
    22. Februar 2015

    isjagut *kicher*. und deine bücher werden auch ins koreanische übersetzt. ich nur kleinesTeilchen. du understeatement, hörste? 😉

  140. #141 Björn
    22. Februar 2015

    Warum fragen wir uns nicht alle warum das ganze nicht einfach zuerst mal auf unserem Mond versucht wird! Ist das etwa zu unspektakulär?

  141. #142 advanced deep space propeller
    23. Februar 2015

    beim Mond denken viele, been there, done that….

    aber so is es nicht, siehe auch da:
    http://www.nature.com/news/human-spaceflight-find-asteroids-to-get-to-mars-1.16216

  142. #143 Alderamin
    23. Februar 2015

    @advanced deep space propeller

    Das Papier verstehe ich, ehrlich gesagt, nicht. Erstens sind die NEAs, die der Erde häufig nahe kommen (einmal im Monat), im allgemeinen so klein, dass man sie normalerweise erst kurz vor (oder gar nach) der Annäherung an die Erde entdeckt, viel zu kurzfristig für eine vernünftige Missionsplanung. Man könnte also bestenfalls einen der größeren Brocken, deren Annäherung lange vorher bekannt ist (Apophis in 2029 z.B.) ansteuern – mit entsprechend längeren Wartezeiten auf passende Gelegenheiten.

    Zweitens kommt es auf die Entfernung doch gar nicht an, sondern auf den Energiebedarf. So ein Gerät rauscht ziemlich schnell an der Erde vorbei, man muss also zunächst beschleunigen, um es einzuholen, und ist dann auf dessen Bahn. Von dort zeitig wieder zurück zu kommen, ist dann beinahe unmöglich bzw. dauert das gewaltig lange, man muss ja eine Bahn finden, die die Erde wieder zur richtigen Zeit irgendwo trifft. Umdrehen ist nicht.

    Da wäre es bestimmt einfacher, einen Brocken in größerer Erdentfernung zu finden, den man besuchen kann und von dem aus man leichter nach Hause kommt. Nach der Asteroid-Return-Mission soll so etwas voraussichtlich auch erfolgen, las ich mal bei nasa-spaceflight.com. Warum man diese ARM-Mission noch zwischengeschaltet hat, weiß ich nicht, vielleicht um nicht nur (wie ursprünglich geplant) sinnlos um den Mond zu fliegen (die Vorgabe von Obama gemäß dem Vorschlag der Augustinge-Kommission war, einen Asteroiden zu besuchen, aber eigentlich wegen der längeren Missionsdauer zwischen Mond und Mars, nicht, um unbedingt irgendeinen Asteroiden anzufassen), aber auf der anderen Seite nicht gleich so hohe Flugzeiten anzugehen. Es wird ja gleich die erste bemannte Mission mit SLS/Orion sein.

  143. #144 teewurst
    23. Februar 2015

    Nur am Rande: Der wikipedia- Artikel zu Marsone ist erstaunlich unkritisch und listet in den “Reaktionen” vor allem ethische Bedenken… Im allgemeinen liest er sich eher wie eine Beschreibung auf der marsone-seite selbst…

  144. #145 advanced deep space propeller
    23. Februar 2015

    @Alderamin

    Richard Binzel gehts, glaub ich darum erstmal verlässliche, flexible Raumfahrsysteme zur Verfügung zu haben und sie in der näheren Umgebung zu testen . siehe auch:

    http://newsoffice.mit.edu/2014/3-questions-richard-binzel-nasa-asteroid-redirect-mission-1029

    http://www.bostonglobe.com/news/science/2014/11/03/mit-scientist-proposes-asteroids-interim-destinations-way-mars/tdaWuJihpcmvfMsx40H8vI/story.html

    und am Anfang überhaupt Surveys um neue Objekte zu finden….

  145. #146 DasKleineTeilchen
    24. Februar 2015

    ich versteh auch nur die hälfte; gehts im kern um die idee, auf erdnahen asteroiden quasi huckepack zum mars zu kommen? oder ist das jetzt von mir zusammengesponnen?

  146. #147 advanced deep space propeller
    24. Februar 2015

    Binzel propagiert Gelassenheit, go easy, der Weg ist das Ziel erstmal nur alles erkunden (surveys) neue Raumfahrthardware im Erde-Mond System testen und auch NEAs anfliegen, Erfahrungen sammeln im erdnahen Weltraum und später mal zum Mars. Nein nicht Asteroidenhupfen 😉 wäre aber auch nice das braucht aber dann die real space situational awareness. :)

  147. #148 Spritkopf
    24. Februar 2015

    Ach du Sch…, wir kriegen MarsTwo, allerdings ohne Mars.

  148. #149 Alderamin
    24. Februar 2015

    Endemol steigt aus.

    Die Ratten verlassen das sinkende Schiff, hihi 😆

  149. #150 Christoph Seufert
    24. Februar 2015

    Ja, mei, der darauf reinfällt: Wenn das was werden sollte, dann hätte ich da jetzt dutzende Ingenieure erwartet. Aber woraus besteht das Team: Lansdorp selbst, CTO (Astronom), einem Medizinier, einer Direktorin für Kommunikation, einem Mission Concept Artist, einem Marketing Strategist, einem Multimedia Designer und einem Capsule Project Manager (Architekt). Allein daraus sieht man wo der Schwerpunkt bei denen liegt.

    Und der Deutsche war auch so ein Schwurbler: Träumt von einer besseren Gesellschaft auf dem Mars. Begeisterung hin oder her: So naiv kann man doch nicht sein?!

  150. #151 Nemesis
    Planet Erde
    25. Februar 2015

    Ich denke, aus der Mars One Geschichte lässt sich was lernen:

    Auch die technische Machbarkeit ist umrankt von Mythen und Träumen. Hollywood (was ja nicht so weit weg ist von Endemol und Co) zB hat seit jeher die Technik genauso gefeiert, wie die Phantasiestoffe, Militärpropaganda und sonstige Märchen. Die modernen Hollywoodfilme strotzen nur so von technischen Wunderwerken, egal, ob in Phantasie-, Action- oder Science Fictionstoffen. Technik wird in Hollywood buchstäblich benutzt, um die Illusion des Übermenschlichen, des Übernatürlichen zu verkaufen (sog. “Special Effects”). Das, was “der liebe Gott” heute im 21. Jahrhundert bei aufgeklärten Gemütern nicht mehr glaubwürdig rüberbringen kann, das schüttelt die Technik in Hollywood kaltlächelnd aus dem Ärmel. Und genau das ist auch die Crux:

    Wenn moderne Technik zum Zaubergott stilisiert wird, der einfach alles kann und alle Probleme der Welt “simsalabim” lösen kann, dann hat man schlicht einen Gott durch einen anderen ersetzt, man hat sich im Kreis bewegt. Es gibt sogar Leute (nicht nur in meiner Familie), die bringen technische und göttliche Wunder ohne Probleme zusammen, sie stellen sich Gott als Zauberingenieur mit einer Schalttafel voller Knöpfe vor :-)

  151. #152 Nemesis
    Planet Erde
    25. Februar 2015

    Weder der liebe Gott, noch die Transformers werden als unser Beistand auf die Erde hinabsteigen, wenns hier auf dem Planeten Erde irgendwann mal hart auf hart kommt. Wir haben als Homo Sapiens ausgefeilte Technik zum Verbündeten im darwinschen Selektionsdrama, das hat uns lange Zeit einen Vorteil verschafft, aber es besteht immer die Gefahr, dass uns der (tierische) Instinkt auf dem Wege abhanden kommt.

  152. #153 Spritkopf
    25. Februar 2015

    Und zum Schluss noch etwas Raunen von der Endzeit, da wir das ja schon lange nicht mehr hatten.

  153. #154 Adent
    25. Februar 2015

    @Spritkopf
    Ja das ist schon genial wie der Nemesis das in jedem, aber auch jedem Thread unterbringt in dem er kommentiert. Ich bewundere seine abwechslungsreiche Eloquenz zutiefst.
    Achtung könnte Spuren von Ironie enthalten…

  154. #155 Adent
    25. Februar 2015

    Aber eigentlich ist er generell positiv … Meine Güte

  155. #156 DasKleineTeilchen
    25. Februar 2015

    “Technik wird in Hollywood buchstäblich benutzt, um die Illusion des Übermenschlichen, des Übernatürlichen zu verkaufen (sog. “Special Effects”)”

    hümml hülf! mein gott! FX!!!!!1!

    deswegen heissts auch traditionell ‘traumfabrik’, hase.

  156. #157 Spritkopf
    25. Februar 2015

    Und damit dat Nemesis nicht über mangelnde Konstruktivität quengeln kann:

    Ich denke, aus der Mars One Geschichte lässt sich was lernen:
    Auch die technische Machbarkeit ist umrankt von Mythen und Träumen.

    MarsOne wird also deiner Meinung nach scheitern, weil sie etwas für technisch machbar halten, was es nicht ist. Das ist falsch.

    Eine Marsmission ist technisch möglich, das wissen wir schon heute. Sie ist sogar möglich in der Form, wie sie die NASA durchführen würde, also mit Rückkehr der Astronauten zur Erde, also nicht in der Sparversion von MarsOne ohne Rückfahrkarte. Jedoch würde die Entwicklung der benötigten Komponenten sehr viel Forschungszeit und Geld kosten. Allein DAS ist der Grund, warum die NASA (bzw. der amerikanische Kongress, der sie finanziert) sich ziert, ein entsprechendes Programm aufzulegen.

    MarsOne wird nicht wegen prinzipieller technischer Beschränkungen krachen gehen. Sondern weil sie ein Projekt mit einem Portokassenbudget angehen und dieses Budget noch nicht mal zu einstelligen Prozentanteilen gesichert ist. Und weil sie ihren Fokus von vornherein auf Vermarktung legen und nicht auf die technische Durchführbarkeit, was bei einem Projekt wie diesem essentiell sein müsste.

    Das Scheitern von MarsOne hat nichts, rein gar nichts mit der Stilisierung von Technik zum Zaubergott zu tun. Eher das Gegenteil.

    @Adent
    Ganz deiner Meinung.

  157. #159 Dietmar
    25. Februar 2015

    Jaja, auch das Kino ist nicht mehr, was es war … *tiefer Seufzer*

  158. #160 Nemesis
    25. Februar 2015

    Kennt ihr eigentlich “The Wizard of Oz”?

    … wick wick wick wicked :-)

  159. #161 Dietmar
    26. Februar 2015

    Das Trollverhalten von Nemesis fängt an massiv zu nerven.

  160. #162 jolietjake
    26. Februar 2015

    Es gibt sogar Leute (nicht nur in meiner Familie), die bringen technische und göttliche Wunder ohne Probleme zusammen, sie stellen sich Gott als Zauberingenieur mit einer Schalttafel voller Knöpfe vor :-)

    Alle möglichen Leute brachten schon immer ihre Götter mit der Realität in Einklang. Das ist nicht neu.
    Im Grunde war es noch nie anders.
    Gilgamesch war auch ein Held. Warum verfilmt den eigentlich niemand?

  161. #163 DasKleineTeilchen
    26. Februar 2015

    ach nemesis. der tierische instinkt ist btw fickn&fressn; ich seh nicht, daß das bei homoSapiens irgendwie substanziell weniger geworden wäre. oder sich grossartig ändern sollte. und mit dem wizardOfOz anzukommen, ist nicht nötig; ZARDOZ hätts zur untermauerung deiner ansichten auch getan. aber der ist dir ja vielleicht nicht flach genug in seiner symbolik.

  162. #164 gnaddrig
    26. Februar 2015

    Ficken, Fressen, Fernsehkucken als Synthese aus tierischer Instinktgesteuertheit und blinder Hitech-Gläubigkeit. Kochsendungen und Softporno als Hochamt des intellektuellen Lumpenproletariats, großartig :)

  163. #165 maunz
    Mars one wird nicht scheitern
    26. Februar 2015

    Das ist doch eine Art Dschungel Camp. Da gehts nur um die Einschaltquoten.
    Die Leute die dabei verrecken zählen für den Veranstalter nicht.

  164. #166 bikerdet
    26. Februar 2015

    @ Maunz : Du meinst ein Antarktiscamp. Und nein, wer rausfliegt muss nicht zurück schwimmen.

    @ gnaddrig : Das erinnert mich an ein Experiment mit Ratten. Die hatten einen Kontakt im Gehirn und konnten sich selbst auf Knopfdruck einen Orgasmus beschehren. Reihum sind die Ratten, mit der Pfote auf dem Knopf, verhungert und verdurstet. Die ‘3f’ sind eigendlich 2 zuviel….

  165. #167 Frantischek
    26. Februar 2015

    Weils schon Thema war.
    Eine sehr schöne Infografik was eine Mondbasis kosten würde gibts hier:
    http://www.fromquarkstoquasars.com/colonizing-the-moon-the-costs-and-complications-infographic/

  166. #168 gnaddrig
    26. Februar 2015

    @ Frantischek: Coole Grafik. Ernüchternd vor allem der Vergleich zu den Kosten für das Kampfflugzeug…

  167. #169 Liomans Blog: URLcamp #009
    26. Februar 2015

    […] Mars One wird scheitern! […]

  168. #170 Mandoo
    27. Februar 2015

    Ja Mars One wird scheitern. Aber nicht aus den genannten Gründen, sondern schlicht und einfach weil es dann gar keine Menschen mehr gibt, die auf de Mars fliegen könnten. Da gibt es die Menschen doch gar nicht mehr. Sich Gedanken über so einen Ablaufplan zu machen, ist völlige Zeitverschwendung. In den nächsten Monaten gibt’s gleich 2 Kriege (Ukraine und IS), in denen sich viele gegenseitig umbringen und dann werfen die Amis noch mit Bomben um sich bis gar keiner mehr da ist

  169. #171 advanced deep space propeller
    27. Februar 2015

    Bewaffnete Konflikte gabs leider schon immer, wir sind eine primitive, gewalttätige (junge) Spezies aber unsere Zukunft liegt im Weltraum…..
    http://diepresse.com/home/panorama/welt/4670744/Zwolf-Szenarien-fur-die-Apokalypse

  170. #172 Nemesis
    Planet Erde
    27. Februar 2015

    @jolietjake

    ” Gilgamesch war auch ein Held. Warum verfilmt den eigentlich niemand?”

    Der wurde eigentlich indirekt schon unzählige Male verfilmt. Es ist die Geschichte eines Mannes, der auszog, das Fürchten zu lernen. Und am Ende hatte er es gelernt, das Fürchten. Es ist die Geschichte all der Helden, die die Welt erobern wollen und dabei jede Menge Ressourcen verbraten, um am Ende festzustellen, dass auch sie sterblich sind. Es ist die Geschichte Fausts, der auch Unsterblichkeit suchte und am Ende im Fieberwahn zum (faustschen) Himmel aufstieg, während die Lemuren sein Grab aushoben und Mephisto ihn verspottete:

    Faust

    Wie es auch möglich sei,
    Arbeiter schaffe Meng’ auf Menge,
    Ermuntere durch Genuß und Strenge,
    Bezahle, locke, presse bei!
    Mit jedem Tage will ich Nachricht haben,
    Wie sich verlängt der unternommene Graben.

    Mephistopheles, #162

    Man spricht, wie man mir Nachricht gab,
    Von keinem Graben, doch vom Grab.”

    Faust, Zweiter Teil

  171. #173 Nemesis
    Planet Erde
    27. Februar 2015

    @ #163, 164

    Ficken, fressen, fernsehen, yoh, so isses :-) Allerdings ist Nahrung und Wasser wichtig zum Überleben. Und genau diesen Instinkt meine ich, den Instinkt, im Selektionsreigen der Natur zu überleben. Die durchschnittliche Überlebensdauer einer Spezies auf diesem Planeten beträgt ca. 4 Millionen Jahre, den Homo Sapiens gibts seit etwa 150 000 – 200 000 Jahren. Mal sehn wie er sich so machen wird, in den nächsten Jahren und Jahrzehnten :-)

  172. #174 Dietmar
    27. Februar 2015

    Das Trollverhalten von Nemesis fängt an massiv zu nerven.

  173. #175 Captain E.
    27. Februar 2015

    @Mandoo:

    Ja Mars One wird scheitern. Aber nicht aus den genannten Gründen, sondern schlicht und einfach weil es dann gar keine Menschen mehr gibt, die auf de Mars fliegen könnten. Da gibt es die Menschen doch gar nicht mehr. Sich Gedanken über so einen Ablaufplan zu machen, ist völlige Zeitverschwendung. In den nächsten Monaten gibt’s gleich 2 Kriege (Ukraine und IS), in denen sich viele gegenseitig umbringen und dann werfen die Amis noch mit Bomben um sich bis gar keiner mehr da ist

    Nur zwei Kriege? Und was ist mit Syrien (Armee gegen Nicht-IS-Rebellen), Afghanistan, Libyen, Nigeria, Südsudan? (Kein Anspruch auf Vollständigkeit!)

    Das sind letztlich alles regionale Konflikte, wie wir sie seit Jahrzehnten immer wieder beobachten. Wie daraus der allumfassende Weltkrieg mit totaler Auslöschung der Menschheit (vermutlich durch massiven Einsatz von Nuklearwaffen?) entstehen soll, müsstest du uns erst einmal genauer erläutern.

  174. #176 Ursula
    27. Februar 2015

    @Catain E.

    …müsstest du uns erst einmal genauer erläutern.

    Nein, bitte nicht! 😉

  175. #177 Mandoo
    28. Februar 2015

    Na, da sieht man doch heute wieder was die russische Regierung nicht alles tut, damit ein Krieg ensteht. Ein wahrscheinlich durch die Regierung beauftragter Mord auf einen Regierungsgegner. Da wird nicht geredet, da wird gehandelt. Meiner Ansicht nach wartet Putin nur darauf, dass ihm jemand in der Ukraine einen Grund gibt, offiziel Truppen zu schicken. Und was dann passiert, tja, das ist dann ein europäischer Krieg mit Einmischen der USA. Alles hängt davon ab, dass kein Ukrainer eine Dummheit macht.

  176. #178 maunz
    mars one =
    1. März 2015
  177. #179 Basilius
    ChäoS;HEAd,
    1. März 2015

    @Mandoo
    Könntest Du bitte Deine Propaganda woanders liegen lassen? Hier wird über Mars One diskutiert und sonst nichts.

  178. #180 Frantischek
    1. März 2015

    Um zum Thema zurück zu kommen, tschuldigung falls es schon erwähnt wurde:
    Laut MIT würden die ersten Marsianer, falls beim Flug, der Landung und dem Aufbau der Unterkünfte alles klappt, spätestens nach ca. 2 Monaten an Sauerstoffvergiftung sterben.
    Und zwar weil es nicht möglich ist nur den Sauerstoff aus der künstlichen Atmosphäre zu entfernen. Der Stickstoff würde mit flöten gehen.

    Das versteh ich nicht wirklich. Könnte man den nicht einfach verbrennen?
    http://web.mit.edu/sydneydo/Public/Mars%20One%20Feasibility%20Analysis%20IAC14.pdf

  179. #181 Krypto
    1. März 2015

    @Mandoo:
    Schöne Grüße an Wjatscheslaw Wolodin 😉

  180. #182 bikerdet
    1. März 2015

    @ Frantischek :
    Evtl. sollten die ‘Mars One’ Leute mal bei der ISS anfragen, Die sind schon länger als 2 Monate da oben.

    Die Verbrennung von Sauerstoff ist ein wichtiges Scenario um den Mars mit Co2 anzureichern. Aber ob Mars One das wirklich plant ?

  181. #183 Nemesis
    Hel
    4. März 2015

    @Spritkopf, #157 et al.

    Nein, ihr habt mich überzeugt, wir schaffen das mit dem Mars und überhaupt, das wird alles ganz dolle mit der Besiedelung des Weltraums und so, ganz bestimmt, die Zukunft der Menschheit wird golden, grandios, ein Triumph, es gibt überhaupt keinen Grund, daran zu zweifeln.

  182. #184 Spritkopf
    4. März 2015

    @Nemesis
    Und wieder stellst du Strohmänner auf.

    Aber eines ist klar: Diejenigen, die mal auf dem Mars landen werden, schaffen das nicht, weil sie zuhause auf ihrem faulen Arsch sitzen und selbstgerechte Winseleien darüber absondern, wie schlecht (und daher vollkommen zu Recht zum Untergang verurteilt) die Welt doch ist.

  183. #185 Frantischek
    4. März 2015

    Nein, ihr habt mich überzeugt…

    Heißt das, das wars jetzt? Schön.
    Ich bin schon neugierig in welchem Thread der Sch*** das nächste Mal genau so von vorne anfängt…

  184. #186 johnny
    4. März 2015

    @Nemesis
    ” …das wird alles ganz dolle mit der Besiedelung des Weltraums und so, ganz bestimmt, die Zukunft der Menschheit wird golden, grandios, ein Triumph,…”
    Natürlich wird sie das. Hast du nie Star Trek gesehen?

  185. #187 Nemesis
    Planet Erde
    5. März 2015

    @Spritkopf, #486

    Irrtum, die Welt ist nicht schlecht, global betrachtet handelt es sich um eine marginale Minderheit, die ein klein wenig zu gierig ist und den Planeten sowie die Menschen ohne Rücksicht auf Verluste ausbeutet und sich um die Zukunft nachfolgender Generationen (inklusive ihre eigenen Nachkommen) einen Dreck schert. Aber ich denke, das wird sich schon bald zwangsläufig ändern, da bin ich guten Mutes :-)

  186. #188 Nemesis
    Planet Erde
    5. März 2015

    @Johnny

    Doch, doch, klar habe ich “Star Trek” bzw “Raumschiff Enterprise” in meiner fernen Kindheit gesehen. Ich vermute, manche schlichte Gemüter hier sind auf dem Trip hängengeblieben, die glauben zwar nicht mehr an den Weihnachtsmann oder den lieben Gott, aber dafür umso mehr an Captain Kirk und Mister Spock :-)

  187. #189 Sensei
    10. März 2015

    BTT und @Frantischek
    “Laut MIT würden die ersten Marsianer, falls beim Flug, der Landung und dem Aufbau der Unterkünfte alles klappt, spätestens nach ca. 2 Monaten an Sauerstoffvergiftung sterben.
    Und zwar weil es nicht möglich ist nur den Sauerstoff aus der künstlichen Atmosphäre zu entfernen. Der Stickstoff würde mit flöten gehen.”

    1. bezieht sich das nur auf eine spezielle Variante dort gemüse anzubauen.
    Das ergebnis hängt stark davon ab welche pflanzen man züchtet und insb auf welchem Boden (hydroponisch, steriler gedünkter Marsboden, ‘geipfter’ Marsboden ….)

    2. Den stickstoff verliert man wenn man den überdruck einfach ablässt. Aber NATÜRLICH kann man den sauerstoff rausfiltern! Zur not per verflüssigung.

    3. Es ist eh in den meisten Missionen fest eingeplant aus der Marsathmosphäre schutzgase zu gewinnen (N2/Xenon mischung. DIE lassen sich wirklich schlecht trennen)

    —> Die untersuchung ist ja trotzdem wichtig und interessant um zu zeigen dass man mit nem naiven Ansatz: “wir bauen einfach gewächshäuser hin und dann läuft alles” nicht weit kommen wird. ABER das ist alles weit davon entfernt Showstopper zu sein.

  188. #190 Frantischek
    10. März 2015

    Ich weiß nicht worauf sich das genau bezieht. Deswegen hab ich ja nachgefragt.

    Ich würde ja z.B. meinen das man den Sauerstoff auch einfach loswerden kann indem man eine kontrollierte und geregelte Flamme brennen lässt. Je mehr Sauerstoff in der Atmosphäre, desto größer kann man die Flamme werden lassen.

    Andererseits halt ich mich nicht für schlauer als die Leute vom M.I.T.. Ich denk die Möglichkeit werden die mit einberechnet haben.

  189. #191 Alderamin
    10. März 2015

    @Sensei

    ABER das ist alles weit davon entfernt Showstopper zu sein.

    Machbar ist viel, nur im angepeilten Zeit- und Kostenrahmen nicht. Das müsste man ja alles vorher mal auf der Erde oder besser noch der Raumstation ausprobieren.

    Gerard t’Hooft, ein Nobelpreisträger, der als Botschafter des Projekts tätig war, empfahl den Planern, an alle Zahlen eine 0 dranzuhängen.

  190. #192 Zorro
    12. März 2015

    Um die Geldhähne noch mehr zu öffnen braucht es jede Menge an Visionen, nun wie die Faust aufs Auge, hier ist eine ultimative Vision für Mars One.

    Ich träume schon vom Urlaub auf dem Mars, hm,… 😉

  191. #193 Vineyard
    17. März 2015

    Eben bei Raumcon gefunden.

    https://medium.com/matter/mars-one-insider-quits-dangerously-flawed-project-2dfef95217d3

    Die Zeichen verdichten sich, dass Mars One nichts anderes als ein Riesenbetrug ist.

    Allein der letze Absatz ist erschreckend, weil er genau dieselbe Befürchtung zum Ausdruck bringt, wie Herr Freistetter im Blog Artikel.

  192. #194 Hanz
    18. März 2015

    Es haben sich nichtmal 200k angemeldet – es haben nur 200k den Anmeldungsprozess begonnen.
    Angemeldet haben sich nur knapp 2800.
    http://heise.de/-2578633

  193. #195 Spritkopf
    23. März 2015

    MarsOne löst sich langsam auf, schreibt Philipp Hummel in SdW.

  194. #196 Stephan Bückner
    Bernburg
    23. März 2015

    Alle sagten: “Das geht nicht!”
    Dann kam einer, der wußte das nicht, und hat es getan.

  195. #197 Florian Freistetter
    23. März 2015

    @Stephan Brückner: “Dann kam einer, der wußte das nicht, und hat es getan.”

    Ja, klingt nach einem weißen und tiefgründigen Zitat… Aber niemand behauptet, dass es unmöglich ist, zum Mars fliegen. Es ist nur unmöglich, dass Mars One das schafft. Denn beachte bitte das letzte Wort deines Zitats: “getan”. Um zum Mars zu fliegen muss man etwas TUN! Und Mars One tut nix, außer jede Menge Rummel im Internet zu veranstalten. Das habe ich hier schon vor ein paar Wochen erklärt und mittlerweile hat sich auch schon bestätigt, dass da nichts passiert, was irgendwen auch nur in die Nähe des Mars bringen würde: http://www.spektrum.de/news/meinung-mars-one-ein-alptraum-fuer-die-raumfahrt/1338447

  196. #198 noch'n Flo
    Schoggiland
    1. April 2015

    Habe gerade auf dem KIKA in der Kinder-Nachrichtensendung “Logo” einen Bericht zu “Mars One” gesehen – und ich war entsetzt! Nicht nur, dass in diesem Beitrag suggeriert wird, dass die Mission tatsächlich stattfinden würde, es hat sich sogar ein Reporter des KIKA für die Mission beworben – und wurde sogar angenommen!

    Ich habe mir spontan erlaubt, eine Mail an die Redaktion zu schicken, in der ich auch auf diesen Blog verlinkt habe. Eine echte journalistische Schande. Jetzt muss ich erst einmal meinen beiden weltraumbegeisterten Söhnen erklären, warum das Ganze nur ein riesiges Windei ist…

  197. #199 Dietmar
    1. April 2015

    @noch´n Flo: Vor einigen Jahren, als mein mittlerweile teenagender Sohn noch KIKA guckte, gab es eine Sendung zur Gesundheit, wo ein Homöopath unwidersprochen die Segnungen der Homöopathie preisen durfte. Da mein Junge kurz vorher chronisch erkrankt war, sprang er sofort hoffnungsfroh drauf an. Ich führt mit ihm ein kindgerechtes Experiment zur “Potenzierung” durch, das ihn auf die Sendung wütend machte und rief dort an. Das ca. halbstündige Beschwerde-Gespräch schloss mit der Feststellung am anderen Ende, dass in der Redaktion viele seien, die der Homöopathie vertrauen und die Nichtwirksamkeit nicht belegt sei.

    Ich bin sehr gespannt auf die Reaktion auf Deine Mail!

  198. #200 Bobby
    10. April 2015

    Also wer wirklich glaubt auf den Mars sein Glück zu finden, um groß rauszukomm, der is wirklich dümmer als ein sack bohnen!!!! Erstens. Werden einige bzw alle nach kurzer Zeit verrecken, da sie durch die geringe Schwerkraft des Mars ihre funktionalität ihrer extremitäten sowie ihre inneren organe verlieren. zweitens. wer glaubt man könne den mars mit einer atmosphäre ausstatten, gehört sofort standrechtlich erschossen! denn der mars is viel zu kalt und viel zu weit von der sonne entfernt, dass dort getreide, bäume oder anderes gewächs wachsen würde. Also ihr selten dummen NASA Idioten. Nehmt die Finger vom Mars und begebt euch lieber in richtung venus. denn was die menschheit nicht weiß ist, dass unser sonnensystem und deren gestirne sich auch ausdehnen und die venus in wenigen millionen jahren zur erde wird! Mein Gott. die ganze Kohle für diese Marsscheiße könnte man eigentlich für die Infrastruktur Afrikas hernehmen. Nieder mit dem Raubtierkapitalismus!! (Bin kein Kommunist) 😉

  199. #201 noch'n Flo
    Schoggiland
    12. April 2015

    @ Dietmar:

    Heute, 11 Tage nach Absenden meiner Beschwerdemail, habe ich zumindest ein erstes Lebenszeichen vom Ki.Ka bekommen: man teilt mir mit, dass die Sendung “logo” zwar auf dem Ki.Ka gezeigt, inhaltlich aber vom ZDF betreut wir, so dass man meine eMail dorthin weitergeleitet habe.

    Immerhin…

  200. #202 Unbekannt
    20. April 2015

    Darf ich Fragen woher du den Artikel hast?

  201. #203 Nemesis
    20. April 2015

    #200, ” Nieder mit dem Raubtierkapitalismus!!

    Y.E.A.H.! (Bin auch kein Kommunist, dafür aber Anarchist) Und:

    Freiheit für die Gummibärchen, weg mit den Tüten!

  202. #204 noch'n Flo
    Schoggiland
    20. April 2015

    @ Bobby:

    denn was die menschheit nicht weiß ist, dass unser sonnensystem und deren gestirne sich auch ausdehnen und die venus in wenigen millionen jahren zur erde wird!

    Dafür hast Du jetzt bestimmt eine Quellenangabe?

  203. #205 Florian Freistetter
    20. April 2015

    @Unbekannt: Welchen Artikel meinst du? Den, den du hier kommentierst? Den hab ich selbst geschrieben.

  204. #206 Nervensäge
    29. April 2015

    “Trotzdem interessant zu sehen, wie viele Menschen ihr Leben für einen so wichtigen Schritt in der Geschichte der Menschheit aufopfern würden”

    Ehrlich gesagt widert es mich an wie Väter ihre Kinder und Kinder ihre Eltern im Stich lassen wollen. Ich sollte es wahrscheinlich als etwas heldenhaftes oder nobles sehen, aber nein. Ich finde es verwerflich seinen Traum nicht für seine Familie aufgeben zu können, ganz egal wie oft man mir erzählt dass ich diesen ach so tollen Menschen dafür Respekt zollen müsse. Also bitte, darauf zu verzichten OBWOHL man es so sehr will, ist eine Tat die ich respektieren würde.

  205. […] von Mars One setzen. Warum dieses Projekt nie ernst zu nehmen war, habe ich ja früher schon ausführlich erklärt und seit dem haben weitere Berichte nur bestätigt, das dort weder ernsthaft noch seriös an einen […]

  206. #208 Babogamer
    Köln jjjjjabadabadu86
    23. Mai 2015

    Wenn man mal darüber nachdenkt Stimme ich diesem Artikel zu.
    Was ist denn das für eine scheiße? Es gibt noch nicht einmal Sponsoren für dieses wahnwitzige Projekt!
    Unausgebildete Träumer diese sogenannten Astronauten.
    Und dazu noch ein Privatprojekt.
    Ich Stimme diesem Artikel voll und ganz zu.

  207. #209 Bobby
    5. August 2015

    #204
    nein habe ich nicht! Das ist Allgemeinbildung und einfache Logik! Kannst aber auch gerne wikipedia zur Schwerkraftfrage des Mars und die Sonne-Mars Konstellation nachlesen! :-)

  208. #210 Spritkopf
    5. August 2015

    @Bobby

    was die menschheit nicht weiß ist, dass unser sonnensystem und deren gestirne sich auch ausdehnen und die venus in wenigen millionen jahren zur erde wird!

    Allgemeinbildung und Logik, soso.

  209. #211 Captain E.
    6. August 2015

    Mist, und ich hatte das so verstanden, dass die Erde in einigen hundert Millionen Jahren zu etwa werden wird, was der heutigen Venus sehr ähnlich sein wird, wenn denn einst die Sonne ihre Leuchtkraft weiter gesteigert haben wird. 😉

  210. #212 bikerdet
    6. August 2015

    @ Bobby :

    was die menschheit nicht weiß und Das ist Allgemeinbildung

    passen nicht zusammen.

    So wie der Rest Deiner Aussagen. Was bitte hat die Schwerkraft des Mars damit zu tun, das sich unser sonnensystem und deren gestirne ausdehnen ? Und wieso nennst Du unsere Sonne in der Mehrzahl ? Gibt es Deiner Meinung nach mehrere Sonnen in unserem Sonnensystem ? Wo verstecken sich die übrigen Gestirne ? Ist das auch Teil der Allgemeinbildung von der die Menschheit nichts weis, oder eine Aussage Deiner einfachen Logik ??

    Fragen über Fragen ….

  211. #213 Spritkopf
    30. August 2015

    Bas Lansdorp hat wohl in einer Debatte über die Machbarkeit von Mars One nicht allzugut ausgesehen.

  212. #214 Bobby
    Geniedorf
    23. September 2015

    #212 Freunde. Ihr müsst mal richtiges lesen lernen. Ich habe über das Verhältnis der Schwerkraft vom Mars zur Sonne und zu sonst nichts geschrieben. Was hat der Mars mit der Ausdehnung unseres Sonnensystems zu tun. Das alles macht die Sonne und andere Faktoren schon. Was dein Mehrzahlgelaber mit der Sonne bzw der Gestirne anbelangt, dann geh mal auf Duden.de oder Wikipedia. Dann sind Gestirne nicht Sonnen Mister Vollexperte! Stell dir vor, zu Gestirnen zählen auch Monde und Planeten. So was. Was? Also fliege besser nicht zum Mars, oder du wirst langsam aber sicher sterben!!!!

  213. #215 Florian Freistetter
    23. September 2015

    @Bobby: Wenn du nicht in der Lage bist, deine Kommentare in einem halbwegs höflichen Tonfall zu schreiben, ist es besser, du schreibst hier gar keine mehr.

  214. #216 bikerdet
    24. September 2015

    @ Bobby :
    Eben, die Planeten sind Planeten und die dehnen sich niemals aus. Die Gasplaneten ziehen sich sogar zusammen. Was für Gestirne dehnen sich also aus ? Und welche ‘anderen Faktoren’ meinst Du ? Gibt es außer Beleidigungen auch Fakten ?

  215. #217 Kyllyeti
    24. September 2015

    Gestirn kommt doch ganz offensichtlich von Stirn – und das heißt, dass hinter diesen Dingern Denkprozesse ablaufen.

    (Und wenn die da oben das schon in großer Zahl tun, brauchen wir das auch nicht mehr selber zu machen.)

  216. #218 Captain E.
    24. September 2015

    Nun gesteh ihm aber wenigstens zu, dass er mit den “Gestirnen” richtig gelegen hat – ein blindes Huhn findet halt auch mal ein Korn. (Damit ist alles gemeint, was man am Himmel sehen kann, auch wenn der Begriff astronomisch keine große Verwendung mehr finden dürfte.)

    Aber warum sich die Gestirne im Einzelnen oder das Sonnensystem als Ganzes ausdehnen sollte, müsste uns der Kommentator wirklich noch erklären. :-)

  217. #219 klauszwingenberger
    24. September 2015

    Jo, wenn man auf Skalen von “wenigen Millionen Jahren” denkt, muss man sich aktuell nicht weiter um den öden Mars kümmern. Am 24. September anno domini 5.002.015 steht Venus sicher zum Umzug vor der Tür bereit.

    Das mit dem “Ausdehnen” könnte allerdings ein schreckliches Missverständnis sein, und ich fürchte, ich ahne welches.

  218. #220 AlexBi
    Ingolstadt
    29. September 2015

    Ich glaube auch nicht dass Mars One in irgendeiner Weise erfolgreich sein kann.
    Also finanziell wird das aufgrund der beschriebenden Umstände schon mal gar nicht funktionieren. Aber ich denke selbst wenn es dem Projekt gelingen sollte Menschen auf die Reise zum Mars zu schicken, glaube ich nicht dass die menschliche Psyche da mit macht.
    Wenn Sie die Reise und die Landung überleben, wird die Begeisterung auf dem Mars zu sein spätestens nach einem Jahr futsch sein und die Crew wird sich gegenseiteig umbringen. Ich bin sicher, es werden da oben Menschen durchdrehen. Denn man muss sich das mal vorstellen, die armen Gestalten sehten ihr ganzes restliches Leben nur rote Wüste durch ein Bullauge des Habitats und müssen sich auf engstem Raum bewegen. Und raus gehen zum Fußballspielen ist auch nich drin …
    Ich bin der Meinung dass die Isolierung und wegfall an Bewegungsmöglichkeiten die Leute irgendwann so mürbe macht dass sie einfach durchdrehen … und wer weis, wenn die Nahrung aus geht dann essen sie sich bestimmt gegenseitig auf :-)

    — liebe Grüße:
    Alex

  219. #221 Spritkopf
    10. Februar 2016

    Ich finde, dieses großartige Unterfangen verdient doch mal wieder ein Update. Nämlich: Im Februar des letzten Jahres wies Mars One einen eingesammelten Betrag von 760.000 USD aus. Soweit ich mich erinnern kann, war das zu einem Stichtag Anfang Januar 2015. Jetzt geben sie zum Stichtag 4. November 2015 einen Betrag von 860.000 USD an, also 100.000 Dollar innerhalb eines knappen Jahres.

    Da darf man doch gratulieren. Bei nach heutiger Kaufkraft 6 Mrd. Dollar, die Mars One für die Mission budgetiert hat, werden sie in nichtmal 60.000 Jahren auf dem Mars ihre Zel… äh, Wohncontainer aufstellen.

    Allerdings sollte dazu die Inflationsrate möglichst auf 0% sinken, sonst könnte es doch noch etwas länger dauern. Aber was bin ich überhaupt so ein Nörgler? Schließlich… in welchem Projekt gibt es keine Zeitüberschreitungen?

  220. #222 Nordlicht_70
    10. Februar 2016

    @Spritkopf
    Wenn sie deinen Zeitplan einhalten, sind sie noch knap vor der Eröffnung des BER fertig. 😉

  221. #223 Nordlicht_70
    10. Februar 2016

    …noch ein “p” hinterherwerf…..

  222. #224 bobby
    21. Februar 2016

    schön das sich die kommentare im laufe zur vernunft bewegen und dass das vorhaben mars ein amerikanischer-auf raumschiff enterprise basierender-humbug ist!!! WIR SOLLTEN ERSTMAL UNSEREN PLANETEN ERFORSCHEN, BEVOR WIR WOANDERS HIN STEUERN!

  223. #225 Basilios
    Kūsen Madōshi Kōhosei no Kyōkan
    21. Februar 2016

    @Jochen Musialski
    Wieso?
    Also mal abgesehen davon, daß das mit Mars One nichts werden wird: Man kann doch das eine tun und das ander nicht sein lassen. Wenn wir schlau sind, dann erforschen wir an sovielen Plätzen wie möglich soviel wie nur geht.

  224. #226 Alderamin
    21. Februar 2016

    @bobby

    Frieren wir die Forscher, die was anderes gelernt haben, solange ein, bis wir mit der Erde fertig sind?

    Wobei Mars One ja gar nichts mit Forschen zu run hat, da geht’s nur um’s Geld verdienen. Was per se nicht schlecht sein muss. Solange man ehrlich zu den zahlenden Kunden ist.

  225. #227 Dietmar
    21. Februar 2016

    Star Trek, deutsch Raumschiff Enterprise entstand im Zuge der Raumfahrt-Begeisterung und hatte die Idee, damals populäre Wild-West-Motive ins Weltall zu verlagern und die aktuelle Raumfahrt-Forschung auf die Zukunft fortzuschreiben. Dass die aktuelle Raumfahrt auf dieser Serie basieren würde, ist ein alberner Diskreditierungs-Versuch.

  226. #228 Dietmar
    21. Februar 2016

    (Der bei Mars One gewerbliches Unterfangen sowieso nicht passt, weil Star Trek postkapitalistisch sein soll.)

  227. #229 Basilios
    Prison School
    21. Februar 2016

    Auch auf die Gefahr hin, daß Bullet sich jetzt erst recht kringelig wiehert…
    ( ._.)

    @bobby
    Ja, natürlich warst Du mit Deinem Kommentar #224 gemeint, als ich in #225 antwortete. Deswegen hier nochmal:

    bobby:
    WIR SOLLTEN ERSTMAL UNSEREN PLANETEN ERFORSCHEN, BEVOR WIR WOANDERS HIN STEUERN!

    @bobby
    Wieso?
    Also mal abgesehen davon, daß das mit Mars One nichts werden wird: Man kann doch das eine tun und das ander nicht sein lassen. Wenn wir schlau sind, dann erforschen wir an sovielen Plätzen wie möglich soviel wie nur geht.