(Wo das Ganze übrigens und zum Glück gut ausgegangen ist, ist bei der GWUP und ihrem Richtungsstreit. Auch hier waren die Woken schon weit vorgderungen; die komplette Übernahme und Umformung waren bereits angelegt, sind jedoch noch rechtzeitig verhindert worden (ich schmeichele uns mit der Vermutung, daß das mit der Fähigkeit und dem Willen zum kritischen Denken und der Faktenorientiertheit im Mark unseres Vereins zu tun hat- vielleicht aber eben auch damit, daß die Woken nicht viele sind (s.o.))
Bei allen diesen Instanzen spielt(e) es eine wesentliche Rolle, daß man sich Laut- und Schrillheit der Woke-Aktivisten für Zahlreichtum und ihre Selbstgerechtigkeit für Rechtschaffenheit hatte vormachen lassen.
Zurück zur SPD, die heute mehr Arbeitslosenpartei statt Arbeiterpartei ist. Auch hier sollte man nicht den Ausflüchten der derzeitgen Parteigranden für die jüngst erlebten Wahldebakel auf den Leim gehen, daß es einfach noch nicht gelungen sei, “den Menschen unsere Politik richtig zu erklären” und daß im Moment einfach “schwere Zeiten für die Sozialdemokratie” seien. Bei unseren dänischen Nachbarn sieht man, daß das Unfug ist:
Die dänischen Sozialdemokraten, das dänische SPD-Pendant, unter Mette Frederiksen haben bereits 2019 den Kurs gewechselt und radikal die Reißleine gezogen. Sie hatten verstanden, daß man keinen großzügigen Wohlfahrtsstaat aufrechterhalten kann, wenn die Grenzen offen sind und die kulturelle Kohäsion schwindet. Während die deutsche SPD religiöse Befindlichkeiten (insbesondere des Islam) paradoxerweise unter dem Deckmantel der Toleranz schützt, vertritt die dänische Schwesterpartei einen robusteren Laizismus und steht auch hinter einer restriktiven Migrationspolitik, durchaus zum Nutzen Dänemarks. Sie erkennt ferner an, dass illiberale religiöse Werte mit einem emanzipatorischen Sozialstaat kollidieren und ist entschlossen, entsprechend zu handeln. Frederiksen machte dazu an kriminelle Ausländer eine klare Ansage:
„Wir haben eure Irrsinnsfahrten satt. Wir haben eure Dominanzkultur satt. Ihr zerstört das schönste Land der Welt, und das werden wir euch schlicht nicht erlauben […] Ziel [ist es], den Schutz der Bevölkerung und der Opfer stärker in den Mittelpunkt zu stellen.“
– Neujahrsansprache von Mette Frederiksen, 2026
Der dänische Kurs ermöglichte der Partei dadurch rationalen Machterhalt: 2022 erreichten sie mit 27,5 % das beste Ergebnis seit über 20 Jahren. Und nun die Pointe: das dänische AfD-Pendant, die Dänische Volkspartei, stürzte von 21,1% (2015) auf 2,6 % (2022) ab!
Die dänischen Sozialdemokraten haben verstanden, daß die Mehrheit der Menschen Stabilität und den Erhalt kultureller Identität (dem woken Kulturmasochismus mithin entgegentretend) über ideologische Experimente stellt. So wurde auch gezeigt, dass eine linke Wirtschaftspolitik (mit starkem Sozialstaat) nur dann mehrheitsfähig bleibt, wenn sie mit einer restriktiven Migrationspolitik und einer Absage an identitätspolitische Exzesse kombiniert wird. Ironischerweise würden viele Vertreter der heutigen deutschen SPD ihr dänisches Pendant dafür wohl mit den üblichen, dummen und inzwischen fast bedeutungslosen Stigmatisierungskartätschen “rechtsradikal”, “islamophob“, “rassistisch” und dgl. bestreichen. Ebenfalls ironischerweise wird exakt durch dieses Verhalten der SPD die eine Partei gestärkt, auf manche von deren Vertretern diese Begriffe tatsächlich zutreffen und die die SPD so ostentativ ablehnt.

laß los, laß einfach los!
Lächerlich natürlich. Aber wir leben ja auch in der lächerlichsten aller Welten…
Kann die SPD noch umkehren? Will sie das überhaupt? Und kämen die Arbeiter und die anderen Verprellten zurück, wenn sie endlich und glaubwürdig von Wokeness und Identitätspolitik ließe? Ich will es für sie hoffen. Nicht weil ich die SPD besonders mag, sondern weil ich überzeugt bin, daß wir Wokeness von einem liberalen, rationalen und gemäßigten Standpunkt aus statt mit von rechts überschießendem Aktionisms bekämpfen müssen und weil ich lieber eine vernünftige, realitätsorientierte, säkulare Sozialdemokratie für Deutschland erstarken sähe, als eine “Alternative”.



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