(Wo das Ganze übrigens und zum Glück gut ausgegangen ist, ist bei der GWUP und ihrem Richtungsstreit. Auch hier waren die Woken schon weit vorgderungen; die komplette Übernahme und Umformung waren bereits angelegt, sind jedoch noch rechtzeitig verhindert worden (ich schmeichele uns mit der Vermutung, daß das mit der Fähigkeit und dem Willen zum kritischen Denken und der Faktenorientiertheit im Mark unseres Vereins zu tun hat- vielleicht aber eben auch damit, daß die Woken nicht viele sind (s.o.))

Bei allen diesen Instanzen spielt(e) es eine wesentliche Rolle, daß man sich Laut- und Schrillheit der Woke-Aktivisten für Zahlreichtum und ihre Selbstgerechtigkeit für Rechtschaffenheit hatte vormachen lassen.

Zurück zur SPD, die heute mehr Arbeitslosenpartei statt Arbeiterpartei ist. Auch hier sollte man nicht den Ausflüchten der derzeitgen Parteigranden für die jüngst erlebten Wahldebakel auf den Leim gehen, daß es einfach noch nicht gelungen sei, “den Menschen unsere Politik richtig zu erklären” und daß im Moment einfach “schwere Zeiten für die Sozialdemokratie” seien. Bei unseren dänischen Nachbarn sieht man, daß das Unfug ist:

Die dänischen Sozialdemokraten, das dänische SPD-Pendant, unter Mette Frederiksen haben bereits 2019 den Kurs gewechselt und radikal die Reißleine gezogen. Sie hatten verstanden, daß man keinen großzügigen Wohlfahrtsstaat aufrechterhalten kann, wenn die Grenzen offen sind und die kulturelle Kohäsion schwindet. Während die deutsche SPD religiöse Befindlichkeiten (insbesondere des Islam) paradoxerweise unter dem Deckmantel der Toleranz schützt, vertritt die dänische Schwesterpartei einen robusteren Laizismus und steht auch hinter einer restriktiven Migrationspolitik, durchaus zum Nutzen Dänemarks. Sie erkennt ferner an, dass illiberale religiöse Werte mit einem emanzipatorischen Sozialstaat kollidieren und ist entschlossen, entsprechend zu handeln. Frederiksen machte dazu an kriminelle Ausländer eine klare Ansage:

„Wir haben eure Irrsinnsfahrten satt. Wir haben eure Dominanzkultur satt. Ihr zerstört das schönste Land der Welt, und das werden wir euch schlicht nicht erlauben […] Ziel [ist es], den Schutz der Bevölkerung und der Opfer stärker in den Mittelpunkt zu stellen.“

– Neujahrsansprache von Mette Frederiksen, 2026

Der dänische Kurs ermöglichte der Partei dadurch rationalen Machterhalt: 2022 erreichten sie mit 27,5 % das beste Ergebnis seit über 20 Jahren. Und nun die Pointe: das dänische AfD-Pendant, die Dänische Volkspartei, stürzte von 21,1% (2015) auf 2,6 % (2022) ab!

Die dänischen Sozialdemokraten haben verstanden, daß die Mehrheit der Menschen Stabilität und den Erhalt kultureller Identität (dem woken Kulturmasochismus mithin entgegentretend) über ideologische Experimente stellt. So wurde auch gezeigt, dass eine linke Wirtschaftspolitik (mit starkem Sozialstaat) nur dann mehrheitsfähig bleibt, wenn sie mit einer restriktiven Migrationspolitik und einer Absage an identitätspolitische Exzesse kombiniert wird. Ironischerweise würden viele Vertreter der heutigen deutschen SPD ihr dänisches Pendant dafür wohl mit den üblichen, dummen und inzwischen fast bedeutungslosen Stigmatisierungskartätschen “rechtsradikal”, “islamophob“, “rassistisch” und dgl. bestreichen. Ebenfalls ironischerweise wird exakt durch dieses Verhalten der SPD die eine Partei gestärkt, auf manche von deren Vertretern diese Begriffe tatsächlich zutreffen und die die SPD so ostentativ ablehnt.

laß los, laß einfach los!

Lächerlich natürlich. Aber wir leben ja auch in der lächerlichsten aller Welten

Kann die SPD noch umkehren? Will sie das überhaupt? Und kämen die Arbeiter und die anderen Verprellten zurück, wenn sie endlich und glaubwürdig von Wokeness und Identitätspolitik ließe? Ich will es für sie hoffen. Nicht weil ich die SPD besonders mag, sondern weil ich überzeugt bin, daß wir Wokeness von einem liberalen, rationalen und gemäßigten Standpunkt aus statt mit von rechts überschießendem Aktionisms bekämpfen müssen und weil ich lieber eine vernünftige, realitätsorientierte, säkulare Sozialdemokratie für Deutschland erstarken sähe, als eine “Alternative”.

flattr this!

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Kommentare (162)

  1. #2 Leser
    25/03/2026

    Nagel -> Kopp.

    Alter! 15 Jahre und kein bisschen leise !

  2. #3 natürliche Intelligenz
    25/03/2026

    Worum geht es ?
    Es geht nicht nur um den Niedergang der “demokratischen” Partei Deutschlands, sondern auch um den Niedergang der “sozialen” Partei Deutschlands , der SPD.
    Der Totengräber war Gerhard Schröder der die Agenda 2010 eingeleitet hat, wo laut google:
    Übersicht mit KI
    Die Agenda 2010 (2003–2005) führte zu einem massiven Rückgang der Arbeitslosigkeit, der Förderung eines flexiblen Niedriglohnsektors und einer erhöhten Erwerbstätigenquote in Deutschland
    . Sozialpolitisch war sie durch Hartz IV umstritten, was zu steigender Ungleichheit, Altersarmut und Arbeitsplatzunsicherheit führte. Sie gilt als Wende für den Arbeitsmarkt, aber auch als Treiber sozialer Verunsicherung.”
    Die Arbeiterschaft fühlte sich verraten und ist heute orientierungslos. Herr Courts nennt das wokeness.
    Man beschäftigt sich mit Dingen, die nicht tragfähig sind.

  3. #4 schorsch
    25/03/2026

    Im Moment das schrille Geschrei um Collien Fernandes: Da hat unsere SPD-Bundesjustizministerium Hubig nichts besseres zu tun, als völlig ohne jede Prüfung, ohne jede Kenntnis der Fakten sich an die Spitze des Lynchmobs zu stellen, und ‘Schärfere Gesetze, schärfere Gesetze’ zu brüllen.

    Ein populistisches Kriegsgeschrei, welches bei der AfD regelmäßig funktioniert – seltsamerweise bei der SPD aber nie! Ob das damit zusammenhängt, dass die AfD sich mit ihrem Populismus regelmäßig an die Mehrheitsgesellschaft wendet, die SPD aber immer nur an ein paar woke Spinner und Journalisten?

  4. #5 natürliche Intelligenz
    25/03/2026

    schorsch,
    Fakt ist, dass Frau Fernandes bekannter ist als Frau Hubig.
    Deswegen profitiert hier die SPD nicht, sie profiliert sich nicht mehr,
    Der SPD gehen die guten Leute aus.
    Und das ist ein innerpolitisches Problem, die SPD rekrutiert ihre Sekretäre, Sekretärinnen, ihre Mitarbeiter aus den eigenen Reihen, man kann es böswillig schon als innerparteiliche Inzucht bezeichnen.
    Die AfD profitiert davon, weil ihre Wortführer “von der Straße” kommen, und die Sprache der Straße sprechen.

  5. #6 Alexander
    25/03/2026

    “bundesweit landete sie mit nur 20,1% auf dem dritten Platz knapp hinter der AfD”

    Bei der Bundestagswahl haben die ehemaligen Sozialdemokraten 16,4% der gültigen Stimmen erhalten! Woher kommen die 20,1?

    Zu den Ursachen: Wer mag, der kann zum Beispiel kurz in Steinmeiers Bewerbungsrede als Bundespräsident auf dem “Arbeitgebertag” reinhören. 15:45 – 19:27

    https://www.youtube.com/watch?v=c1OomcaIePc

    Ob dem stolzen “Agenda-Architekt” damals klar war, dass die Leute, bei denen er sich bewarb, seine Partei trotzdem nicht wählen würden?

    • #7 Cornelius Courts
      25/03/2026

      Bei der Bundestagswahl haben die ehemaligen Sozialdemokraten 16,4% der gültigen Stimmen erhalten! Woher kommen die 20,1?

      hups, sorry und danke für’s Aufpassen. 20,1% waren die Erststimmen. Ist korrigiert.

  6. #8 Joseph Kuhn
    25/03/2026

    @ CC:

    Das “Woke” hat es dir ja echt angetan. Wie schätzt du den Einfluss der neoliberalen Agenda auf den Niedergang der SPD ein, von der Förderung des europaweit größten Niedriglohnsektors über die desaströse Wohnungspolitik, die skandalöse Verschonung großer Vermögen in der Steuerpolitik, bis hin zu den CumEx-Mauscheleien von Olaf Scholz?

    • #9 Cornelius Courts
      25/03/2026

      Das “Woke” hat es dir ja echt angetan.

      Joah, ich (und viele andere) halte(n) das tatsächlich für eine unglaublich gefährliche, zerstörerische Ideologie, die noch gefährlicheren und zerstörerischeren Ideologien die Tore weit öffnet, welche, ironischerweise, als erstes die Woken abräumen würde, wenn sie Macht hätte

      Wie schätzt du den Einfluss der neoliberalen Agenda auf den Niedergang der SPD ein, von der Förderung des europaweit größten Niedriglohnsektors über die desaströse Wohnungspolitik, die skandalöse Verschonung großer Vermögen in der Steuerpolitik, bis hin zu den CumEx-Mauscheleien von Olaf Scholz?

      Als nicht hilfreich für die SPD. Aber nicht für etwas, das eine derartige Befremdung und Antipathie erzeugt, wie Wokeness und speziell der davon beeinflusste Umgang mit dem Hauptthema für sehr viele Leute: Migration. Die AfD ist jetzt auch nicht gerade für eine soziale Wirtschaftspolitik bekannt, lt. Wahlprogramm, dennoch sind viele direkt von der SPD zur AfD gewechselt. Warum wohl?
      Tip: Positionen, wie sie Helmut Schmidt (habe nachgesehen: der war bei der SPD) noch 2005 und 2008 zur Zuwanderung aus bestimmten Regionen und Kulturbereichen äußerte, gibt es heute nur noch in der AfD.

  7. #10 RPGNo1
    25/03/2026

    Zu den dänischen Sozialdemokraten ist allerdings zu sagen, dass sie zwar die gestrige Folketingswahl gewonnen haben, allerdings auch Federn lassen mussten. Die Dansk Folkeparti hingegen hat gewonnen und steht jetzt bei 9,1 %.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Folketingswahl_2026

  8. #11 Joseph Kuhn
    25/03/2026

    @ schorsch:

    Woher wissen Sie, dass Frau Hubig die Fakten nicht kennt? Sie ist Juristin und hat früher selbst Missbrauchsfälle verhandelt. Das angekündigte Gesetz bereitet ohnehin nicht Frau Hubig vor, das machen ihre Fachreferenten.

    Was das angeblich „schrille Geschrei“ um Frau Fernandes angeht: Was fänden Sie denn angemessen? Ein Achselzucken?

  9. #12 schorsch
    25/03/2026

    Ich fände es sehr angemessen, wenn erst einmal Belege auf den Tisch gelegt werden würden, wenn erst einmal abgewartet wird, was die andere Seite dazu zu sagen hat. Oder hättest Du es für angemessen gehalten, Joseph, wenn z. B. in der Causa Kachelmann die ganze Republik (bzw. deren Pressemeute) zunächst in unisonem Aufschrei ‘Strafverschärfung’ gefordert hätte?

    Und welche Fakten, bitteschön, sollte Frau Hubig kennen, die nicht durch die Presse gegangen sind? Weiss die etwa mehr als die Staatsanwaltschaft Itzehoe, die das Verfahren gegen H. Ulmen eingestellt hat, weil F. Fernandes auf Nachfrage nach irgendwelchen qualifizierten Belegen jede Mitarbeit verweigert hat?

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/was-der-spiegel-im-fall-fernandes-nicht-erwahnte-ermittlungen-eingestellt-weil-die-schauspielerin-keine-relevanten-unterlagen-lieferte-15398399.html

  10. #13 Alexander
    25/03/2026

    @CC, #7:

    Bitte sehr! Und der Mann hieß Schmidt! Nicht zu verwechseln mit Brantt!;)

    https://www.youtube.com/shorts/0AiqE-SD2lI

    (Ich hoffe, der Link auf “Shorts” funktioniert?)

  11. #14 Cornelius Courts
    25/03/2026

    @RPGNo1: “Die Dansk Folkeparti hingegen hat gewonnen und steht jetzt bei 9,1 %”

    in der Tat. Aber sie ist dennoch nur fünftstärkste Kraft und hat immer noch weniger als die Hälfte der % der AfD und von doppelt so vielen Stimmen wie die AfD oder mehr als 10% Abstand zur zweitstärksten Kraft kann die SPD höchstens träumen

  12. #15 Cornelius Courts
    25/03/2026

    @Alexander: “https://www.youtube.com/shorts/0AiqE-SD2lI”

    Was hier ein Loriot-Sketch zu Wasserrechnungen soll, weiß ich nicht.
    Aber nehmen wir doch diesen Link hier: https://www.youtube.com/shorts/VhQviSKxoq8

    “Und der Mann hieß Schmidt!”

    korrekt. S. auch #9

  13. #16 Alexander
    25/03/2026

    @CC: Im Artikel steht aber “Helmut Schmitt” …

    Zum Thema: Als der Kanzlerkandidat Steinmeier bei der Bundestagswahl 2009 ganze 23% der gültigen Stimmen erhalten hat (1998 waren es noch mittlerweile unglaubliche 40,9% für die SPD!) gab es in DE noch keine “Wokeness”! Die jetzt zu beobachtende Zombie-“SPD” wurde durch die Agenda-Politik getötet.

  14. #17 Joseph Kuhn
    25/03/2026

    @ schorsch:

    Das BMJ wird keine “Lex Fernandes” machen, sondern ein Gesetz, das digitale Gewalt, u.a. sexualisierte deep fakes, spezifisch regelt. Dazu muss sie die Fakten kennen.

    Die Fakten zu Frau Fernandes und ihren Mann müssen die zuständige Staatswaltschaft und ggf. das Gericht kennen. Aber ich fände es seltsam, wenn sich Frau Hubig nicht dazu geäußert hätte. Falls Sie etwas gesagt haben sollte, was nicht stimmt, wird sie es eben korrigieren müssen.

    So weit ich den Fall in den Medien verfolgt habe, ist unstrittig, dass es Schmuddelbilder von Frau Fernandes im Netz gibt. Strittig scheint jetzt zu sein, was genau ihr Mann damit zu tun hat und ob er, wie sie sagt, zugegeben hat, Fake-Accounts unter ihrem Namen betrieben zu haben und darüber u.a. Leute aus ihrem Bekanntenkreis kontaktiert zu haben.

    Was speziell zwischen der Staatsanwaltschaft Itzehoe und Frau Fernandes gelaufen ist, weiß ich nicht, Frau Fernandes widerspricht der Darstellung der Staatsanwaltschaft. Im Tagesspiegel-Artikel, den Sie verlinkt haben, wird die Staatsanwaltschaft zur Einstellung der Ermittlungen so wiedergegeben: “Das Verfahren könne jedoch jederzeit wieder aufgenommen werden, sagte der Sprecher. Derzeit werde der „Spiegel“-Bericht geprüft, ob sich daraus Anhaltspunkte für Ermittlungen ergeben könnten.”

    Das alles macht aus dem Fall aber kein “schrilles Geschrei”, in das Frau Hubig uninformiert eingestimmt hätte und insofern passt es auch nicht zum Blogbeitrag über die SPD.

  15. #18 Joseph Kuhn
    25/03/2026

    @ CC:

    “Warum wohl?”

    Vielleicht bei Jauch nicht die Millionenfrage, aber doch immerhin eine 64.000-Euro-Frage.

    Aus meiner Sicht hat die AfD erfolgreich die von der Union schon in den 1990er Jahren, z.B. im hessischen Wahlkampf durch Roland Koch, betriebene Ausländer-raus-Debatte okkupiert. Sie war ja vorher eher eine Anti-Euro-Partei.

    Allerdings ist das Thema Migration weltweit ein Streitpunkt geworden, nicht nur in Deutschland, nicht nur in Ländern mit “woken” Eliten. Überfremdungsängste haben nicht nur wirtschaftliche Gründe, aber wirtschaftliche Gründe spielen dabei immer eine große Rolle, ob das der Hass gegen die “Ostjuden” nach dem ersten Weltkrieg war, die brennenden Asylbewerberheime u.a. in Ostdeutschland Anfang der 1990er Jahre oder eben die Rückbesinnung auf das “Nationale” mit dem Brüchigwerden des neoliberalen Wohlstandsversprechens, z.B. den steigenden Mieten, der für viele nicht mehr bezahlbaren Pflege oder den nicht mehr ausreichenden Renten.

    Die Argumente wechseln dann nach Bedarf: “Die nehmen uns die Arbeitsplätze weg”, “die nehmen uns die Wohnungen weg”, “die sitzen bei unseren Zahnärzten” – oder “die fressen unsere Haustiere”.

    Und man darf bei alldem nicht vergessen: eine nationale Ideologie war für die Arbeiterschaft schon immer attraktiv, schon bei den Nazis. Alfred Tetzlaff war nicht einfach nur eine Witzfigur.

  16. #19 Omnivor
    Am 'Nordpol' von NRW
    25/03/2026

    Der Film ‘Amrum’ hat mich gerade wieder daran erinnert, dass Fremdenfeindlichkeit aka Migrationsproblem ein uraltes Thema ist. Dort Inselbewohner gegen Festländer und “Pollaken” (Ostpreußen). Als indigener Espelkämper habe ich mit erlebt, wie die Einheimischen über die Vertriebenen, die Einheimische und die Vertriebenen über die ersten Gastarbeiter (Italiener und Griechen), die Einheimischen, Vertriebenen und Gastarbeiter über die nächsten Gastarbeiter (Türken), die Einheimischen, Vertriebenen und Gastarbeiter über die Russen herzogen und so weiter.

  17. #20 Dietmar Hilsebein
    25/03/2026

    @ CC

    Positionen, wie sie Helmut Schmidt

    Bei aller Sympathie, die man für Schmidt empfinden kann, sei angemerkt (nur der Vollständigkeit halber), daß Menschen, die nach seiner Aussage aus bedenklichen Kulturbereichen kommen, hier auch Menschen von dort leben, die unsere Kultur als die lebensförderlichere ansehen. Das Problem bei der Migration ist, daß man es den Menschen nicht ansieht, ob sie ihre Kultur, sofern sie dem Leben abträglich ist, hier ausleben wollen oder ob sie sich assimilieren. Wie soll Differenzierung, die nötig ist stattfinden, wenn Menschen über einen Kamm geschoren zu werden drohen? Schwierig.

  18. #21 schorsch
    25/03/2026

    @Joseph: Was Frau Hubig angeht, war ich selbst höchst mangelhaft informiert. Mein Eindruck, dass sie hier auf einen fahrenden Zug aufgesprungen sei, um sich gleich an dessen Spitze zu stellen, ist komplett unrichtig. Tatsächlich ist das geplante Gesetz gegen digitalisierte Gewalt bereits seit 2021 in der Planung.

  19. #22 Cornelius Courts
    26/03/2026

    @Joseph: “Aus meiner Sicht hat die AfD erfolgreich die von der Union schon in den 1990er Jahren, z.B. im hessischen Wahlkampf durch Roland Koch, betriebene Ausländer-raus-Debatte okkupiert.”

    dem stimme ich zu. Warum aber hat es bis 2017 (!) gedauert, bis die AfD irgendeine Relevanz bekam? Und was ist zwischen 2013 und 2017 passiert? War da 2015 nicht irgendwas? Was bei der CDU/Koch noch nahe der Fremdenfeindlichkeit rangierte, wurde mit Zunahme der Immigration von Leuten aus bestimmen kulturellen Regionen zunehmend zu einer rationalen, verständlichen Position, die auch Leute ohne jegliche reaktioniäre Faser im Leib zu vertreten begannen. Die CDU hingegen wurde unter Merkel zur Temu-SPD und überließ die vernünftige, rationale Position der Kritik an einer ungeregelten Migration einer einzigen Partei, die in großen Teilen nicht vernünftig und rational ist. Damit einhergehend wurde eine kritische Haltung gegenüber der Migration aber auch dem Islam (der Elephant im Raum) nicht nur nicht ernst genommen, sondern, eben stigmatisiert und mit den üblichen Ismen benannt (ich selbst mache mir schon seit 13 Jahren Gedanken darüber: https://scienceblogs.de/bloodnacid/2013/07/03/gibt-es-einen-richtigen-und-einen-falschen-islam/ und verteidige genausolande Kritik am Islam gegen die Ismen: https://scienceblogs.de/bloodnacid/2013/11/14/religionskritik-ist-die-kritik-an-einer-religion-mehr-nicht/) – das schaffte Trotz und Reaktanz und ein höheres Toleranzpotential gegenüber anderer, unappetitlicher oder womöglich gegen das eigene wirtschaftliche Interesse gerichteter Positionen der AfD (das ist ja auch nichts Neues: in den USA wählen Leute ohne Zähne und ohne Krankenversicherung nicht die Partei, die ihnen eine Krankenversorgung zuteil werden ließe, sondern die, die ihnen die Knarren nicht wegnehmen will: letzteres ist ihnen wichtiger).

    “Allerdings ist das Thema Migration weltweit ein Streitpunkt geworden, nicht nur in Deutschland, nicht nur in Ländern mit “woken” Eliten”

    Warum bloß? Bzw. die Immigration exakt welcher Leute macht die Probleme? Japaner? Holländer? Indonesier?
    Und warum haben Polen und Ungarn kein Problem (wo es keine “woken Eliten” gibt)?

    “Überfremdungsängste haben nicht nur wirtschaftliche Gründe, aber wirtschaftliche Gründe spielen dabei immer eine große Rolle,”

    Die Frage ist, was die größte Rolle spielt und da werden wir uns vmtl. nicht einig. Ich bin beruflich sehr nahe an der Verbrechen/Straftaten/Sicherheits-Seite dran. Ich sehe jeden Tag die Folgen dieser Entwicklung: Messerdelikte, Sexualdelikte, Körperveletzungen. Ich habe auch die Akte im Fall Amri/Terrorangriff 2016 auf den Weihnachtsmarkt gelesen, als wir in dem Fall tätig waren (https://scienceblogs.de/bloodnacid/2021/03/26/anhoerung-beim-deutschen-bundestag-zum-attentat-auf-dem-breitscheidplatz/). Ich habe die Polizeistatistiken und ungebiaste Auswertungen derselben zur Kenntnis genommen. Ich glaube nicht, daß wirtschaftliche Erwägungen ein derartiges Erregungs- und Empörungspotential entfalten können, wie das Gefühl, das viele haben, sich in ihrem Heimatland nicht nur nicht mehr sicher zu fühlen, sondern kulturell verdrängt zu werden (ob letzteres schon zutrifft, oder nicht, sei einmal dahingestellt; dennoch schrieb Houellebecq sein Buch schon vor 11 Jahren). Und wenn es nur eine einzige Partei gibt, “diese” Partei, die das offen anspricht, dann ist das ein Problem. Ein Problem, das die Dänen nicht haben.

    _____

    @Dietmar Hilsebein: “Wie soll Differenzierung, die nötig ist stattfinden, wenn Menschen über einen Kamm geschoren zu werden drohen? Schwierig.”

    Das sind zweierlei Dinge. Schmidt sagt, daß Immigration aus diesen Kulturregionen allgemein keine gute Idee ist, als Lösung für etwas. Dem stimme ich zu, weil ein Großteil der Leute aus diesen Regionen eben entsprechend sozialisiert ist. Das ist ein statistisches Problem. Man beachte auch Studien sogar hier in Deutschland (https://www.welt.de/politik/deutschland/article256194570/islam-studie-mehr-als-eine-million-muslime-in-deutschland-zeigen-anfaelligkeit-fuer-radikalisierung.html). D.h. nicht, daß es nicht auch Menschen aus diesen Regionen gibt, die ganz anders sind. Und wenn die hier sind und sich anpassen, hat, glaube ich, auch niemand ein Problem damit.

    Der andere Punkt ist, daß wir nun immer deutlicher die Konsequenzen sehen, die entstehen, wenn es eine massenhafte Immigration aus diesen Regionen gibt: Leute aus bestimmten Nationen sind 8, 9, 10-fach überrepräsentiert bei bestimmten schweren Straftaten, was das hier ist: https://www.goettinger-tageblatt.de/resizer/v2/O63GBCNN3JD5VIASWCCN5KNRPM.jpg?auth=21729a7599ed5476904afd02b1182e7a7c49ae3c4f12150fc363f2b17d4dc412&quality=70&width=428&height=241&smart=true
    muß man leider keinem mehr erklären und solche Szenen helfen auch nicht, Vertrauen aufzubauen: https://www.tagesschau.de/inland/islamisten-hamburg-demo-102.html

    Das macht was mit den Leuten (inzwischen raffen es sogar manche nicht rechte Politiker: https://www.schwaebische.de/politik/cem-ozdemir-in-sorge-um-tochter-von-maennern-mit-migrationshintergrund-sexualisiert-2937993) und ich kann es verstehen. Ich kann auch verstehen, daß es viele Leute gibt, für die das das politische Hauptthema ist. Und wo sollen diese Leute politisch hin? In Dänemark gäbe es die dortige SPD, hier nur eine problematische “Alternative”.

  20. #23 Dietmar Hilsebein
    26/03/2026

    @ CC

    Dem stimme ich zu, weil ein Großteil der Leute aus diesen Regionen eben entsprechend sozialisiert ist.

    Auch hier nur der Vollständigkeit halber: zunehmend radikalisieren sich junge Männer, die bereits hier geboren und hier zur Schule gegangen sind. Was ist da schiefgelaufen? War es die woke Gesellschaft, die da nicht hinsehen wollte? Oder ist es eine Gesellschaft, die zwar ausbildet, aber nicht zu bilden versteht?

  21. #24 Joseph Kuhn
    26/03/2026

    @ CC:

    Da ist was dran. Merkel hätte ihrem Spruch “Wir schaffen das” eine Strategie folgen lassen müssen, wie wir das schaffen und dann auch das Nötige tun müssen. Das wäre finanziell und kommunikativ allerdings eine nationale Kraftanstrengung geworden und hätte auch eine intensivere Reflexion der Globalisierungsfolgen vorausgesetzt. Statt dessen wurden die Geflüchteten in Massenunterkünfte gesperrt und innerhalb der Union über die “Herrschaft des Unrechts” gestritten. Das Gleiche dann bei den Flüchtlingen aus der Ukraine, in dem Fall übrigens keine Moslems. Damit war zugleich das Bürgergeld desavouiert und die Sozialneid-Debatte nach unten kanalisiert.

    Man hat es der AfD wirklich leicht gemacht und ihr das Thema Migration mehr oder weniger kampflos zur demagogischen Nutzung überlassen. Vorreiter des Wegguckens war wie so oft Berlin, dort ist man Problemen wie Clan-Kriminalität und Schulen mit 90 % Migrationskindern in schon in den 1990er Jahren aus dem Weg gegangen, teilweise sind Eltern aus dem linksgrünen Milieu nach Zehlendorf und in andere Viertel gezogen, um ihre Kinder nicht in Neukölln oder Kreuzberg einschulen lassen zu müssen. Auch auf das “Fitschiklatschen” nach der Wende im Osten gab es nicht wirklich gute politische Antworten.

    Aber wie gesagt, es ist nicht nur ein deutsches Problem, es war nicht nur Merkel oder das deutsche Asylrecht, oder die SPD. Wir sehen weltweit eine Tendenz zu rechtspopulistischen Autokratien, weltweit eine Zunahme von Flüchtlingszahlen (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1135087/umfrage/fluechtlinge-asylsuchende-binnenfluechtlinge-und-staatenlose/), weltweit mehr Kriege und auch wieder mehr Hunger. Hans Rosling dreht sich sicher verzweifelt im Grabe um.

  22. #25 RPGNo1
    26/03/2026

    @Dietmar Hilsebein

    Es radikalisieren aber vor allem jene jungen Leute, die in Großstädten in ihren mehr oder weniger abgeschotteten Communitys leben und dort tagtäglich von ihren Verwandten, Freunden, Bekannten oder sog. religiösen Autoritäten erzogen/beeinflusst/manipuliert werden, und wo Mitarbeiter von Behörden, Politikern, sog. Promis und Menschenrechtsaktivisten aus falscher Rücksichtnahme wegschauen oder ein Durchgreifen (vereinfacht ausgedrückt) aktiv behindern.

    https://taz.de/Mutmassliche-Vergewaltigung-in-Neukoelln/!6165692/

    Wo sich Menschen, die ihre Wurzeln in diesen Kulturkreisen habe, sich gegen diese Entwicklung stemmen, müssen sie sich angreifen, beleidigen und bedrohen lassen und zwar nicht nur von den Mitglieder selbiger Community sondern auch von den genannten Promis, Aktivisten, Politikern oder Behördenmitarbeitern. Ein gutes Beispiel dafür sind die Neuköllner Integrationsbeauftragte Güner Balci oder der in diesem Blog mehrfach genannte Ahmad Mansour.

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/autorin-guener-balci-ihr-wollt-stress-koennt-ihr-haben-100.html

    Um auf deine Fragen zurückzukommen. Ja, diese Entwicklung ist auch eine Schuld einer “woken” Gesellschaft, die nicht hinsehen wollte.

  23. #26 Cornelius Courts
    26/03/2026

    @RPGNo1: “und wo Mitarbeiter von Behörden, Politikern, sog. Promis und Menschenrechtsaktivisten aus falscher Rücksichtnahme wegschauen oder ein Durchgreifen (vereinfacht ausgedrückt) aktiv behindern.”

    Genau. Das kann sich schlimmstmöglich dann zu so etwas zuspitzen:
    “1400 Kinder und Jugendliche wurden […] durch hauptsächlich britisch-pakistanische „Grooming“-Banden systematisch missbraucht und sexuell versklavt. Dabei kam es zu (Gruppen-)Vergewaltigungen, Zwangsprostitution und „Trafficking“ – einem Weiterreichen von einer Männergruppe zur nächsten.”

    1400! Kinder! Sexuell versklavt!
    Das ist ein gigantischer, monströser Skandal!

    “Beamte hätten jahrelang tatenlos zugesehen, weil sie „mehr Angst davor hatten, als Rassisten bezeichnet zu werden, als davor, Kindesmissbrauch zu übersehen“.

    Jahrelang! Allein das dürfte unzählige Briten den Rechten zugetrieben haben.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Missbrauchsskandal_von_Rotherham

  24. #27 Alexander
    26/03/2026

    @CC, #26:

    Nach dem, was ich gelesen habe, dürfte die Zahl 1400 stark untertrieben sein! Denn so etwas lief nicht nur in Rotherham.

    Vielleicht sollten wir zu Kenntnis nehmen, in welchem Zustand GB nach über 40 Jahren neoliberaler Politik ist? So als Ausblick, was Deutschlands Zukunft betrifft?

    Bitte lesen:

    Nothing prepared me for the child poverty I see in Britain.

    https://www.theguardian.com/commentisfree/2025/sep/15/gordon-brown-child-poverty-uk-november-budget

    (Über das Resultat wessen Politik reden wir hier eigentlich, Herr Gordon Brown?)

  25. #28 Joseph Kuhn
    26/03/2026

    @ CC:

    Dass der Skandal in Rotherham den Rechten Wähler zugetrieben hat, weil die Täter pakistanisch-stämmig waren, ist anzunehmen.

    Beim Epstein-Skandal waren die Täter Angehörige der weißen Eliten. Die Zahl der Opfer ist ebenfalls enorm – Stand Februar 2026: “Laut US-Justizministerium wurden gut 1200 Personen als Opfer Jeffrey Epsteins identifiziert – die Dunkelziffer der Betroffenen ist wohl noch höher”, Quelle: https://www.kleinezeitung.at/politik/aussenpolitik/20566802/der-weg-fuer-die-epstein-opfer-ist-lang-und-steinig

    Kurioserweise hat dieser Skandal wohl ausgerechnet dem Epstein-Kumpel und “Grab’em By The Pussy”-King Wähler zugetrieben.

    Aber ob man damit die Wahlergebnisse der SPD erklären kann?

  26. #29 schorsch
    27/03/2026

    Man muß ja nicht gleich nach Rotherham gehen – Berlin liegt nahe genug: Da wird eine Jugendliche in einem Jugendzentrum vergewaltigt. Keine Strafanzeige, nix. Drei Monate später wird die gleiche 16-jährige von eine Gruppe männlicher Jugendlicher in einen Nebenraum gezwungen und diese beginnen eine Gruppenvergewaltigung.

    Eine Mitarbeiterin des Jugendzentrums kommt dazu, die Vergewaltigung wird abgebrochen. Das Jugendzentrum bespricht die Situation mit dem Jugendamt – da muß etwas passieren.

    Die Tür zum Nebenraum wird ausgehängt.

    Die 16-jährige wird erpresst, täglich ins Jugendzentrum zu kommen und zur Verfügung zu stehen. Das Jugendamt möchte Stigmatisierung von Migranten verhindern.

    Die 16-jährige wird erpresst, ihre 14-jährige Schwester zur Verfügung zu stellen. Das Jugendamt und die Mitarbeiter des Jugendzentrums finden das nicht gut.

    Die 16-jährige wendet sich an ein anderes Jugendzentrum nur für Mädchen. Jetzt endlich wird der Vater des Mädchens informiert, jetzt endlich wird Strafanzeige erstattet.

    Geschehen von Oktober 2025 (erste Vergewaltigung) über Januar 2026 (versuchte Gruppenvergewaltigung) bis März 2026 (bring deine Schwester mit).

    War immer wieder ganz groß Titel im Spiegel, in der Zeit, in der Süddeutschen und der FR! Gab’s Demonstrationen in Berlin mit tausenden von Teilnehmern! Gesetze müssen verschärft werden. Täter müssen endlich mal belangt werden.

    Oder verwechsle ich da was?

  27. #30 Cornelius Courts
    27/03/2026

    @schorsch: “Täter müssen endlich mal belangt werden.”

    In Täterschutz-vor-Opferschutz-Land?
    eher nicht… :-/

    https://scienceblogs.de/bloodnacid/2025/05/19/zulassung-der-bga-bestimmung-der-naechste-schritt/?all=1

  28. #31 Ichbinich
    27/03/2026

    @Cornelius Courts

    “Und warum haben Polen und Ungarn kein Problem (wo es keine “woken Eliten” gibt)?”

    Keine Probleme mit was genau? Weil es da keine woken Eliten gibt, gibt es dort auch keine Rechten? Und die ungarische SPD erfreut sich bester Gesundheit? Und die Filme aus Ungarn sind Kassenschlager?
    Bin nicht sicher ob ich die gleichen Nachrichten lese wie Sie….

    Ansonsten ist es natürlich immer schön, wenn man monokausale Erklärungen für alles hat….
    https://uebermedien.de/108839/das-stammtisch-feuilleton-der-zeit-am-intellektuellen-nullpunkt/

  29. #32 naja
    27/03/2026

    https://www.zeit.de/sport/2026-03/ioc-geschlechtertest-transsportler-olympia
    Das olympische Komitee führt ab 2028 wieder Geschlechtertests ein, die SPD kann also aufatmen.
    Ab jetzt geht es bestimmt wieder bergauf mit den Zustimmungswerten ;-).

  30. #33 Staphylocooccus rex
    27/03/2026

    Soweit ich das aus der Ferne beobachten kann, betreibt die SPD gerade eine erfolgreiche Selbstdemontage. Und das ganze ohne woke Ideologie, ganz einfach aus dem Grund heraus, dass die populistische Schiene besser funktioniert, wenn man keine politische Verantwortung tragen muss. Wer dagegen politische Verantwortung trägt, muss sich auch Gedanken um die Umsetzbarkeit seiner Ideen machen, gut gewollt reicht nicht, es muss auch gut gemacht werden.

    Ein Beispiel: Miersch möchte sich gerade beim Thema Wartezeiten für Facharzttermine profilieren:
    https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/facharzttermine-gesetzlicher-anspruch-100.html
    Das Problem dabei ist, ein Kassenarzt muss derzeit für einen vollen Kassenarztsitz 25 Wochenstunden Sprechzeiten für GKV-Patienten anbieten. Darüber hinaus ist der Kassenarzt weder Leibeigener noch Angestellter der GKV oder der SPD. Wenn die 25 Wochenstunden in unterversorgten Gegenden nicht ausreichen, dann helfen keine Repressalien, dann hilft nur positive Motivation (durch Geld) oder einfach Schweigen, wenn man das Problem nicht lösen kann.

    Ein anderes Beispiel: Lauterbach macht sich Gedanken um die Rentenversicherung, im Spiegel steht folgendes Zitat: »Das sind Akademiker, die haben oft nur 35 Jahre eingezahlt, nehmen dann aber 20 Jahre Rente mit. Diejenigen, die mit 16 angefangen haben zu arbeiten, die zahlen oft fast 50 Jahre ein und die haben dann sieben Jahre Rente.«
    Erstens ist ein Teil des Zitats billige Demagogie. Um nach 7 Jahren Rente abzutreten, braucht man erhebliche Vorschädigungen z.B. als Folge von Nikotin- und Alkoholabusus. Das hat aber nichts damit zu tun, dass jemand fast 50 Jahre eingezahlt hat. Beim Thema Gerechtigkeit muss man aufpassen, das geht aber auch ohne Akademikerbashing. Eine saubere Formulierung wäre z.B. gewesen, dass die Haltelinie (beim Verhältnis Rente zu letztem Einkommen) abgesenkt werden muss, dass aus sozialen Gründen für Menschen mit niedrigem Einkommen und schlechteren Chancen auf private Vorsorge die bisherige Haltelinie erhalten bleiben muss.

    Derzeit braucht es keine Einmischung der AfD, die Dummschwätzer in der SPD schaffen es ganz alleine, ihre Sympathisanten zu vergraulen.

    Schröder hat aus meiner Sicht mit seiner Agenda 2010 vieles richtig gemacht, aber er ist auf halbem Wege stehen geblieben. Die soziale Ungleichheit hat seit dieser Zeit deutlich zugenommen, er hätte einen Teil der Zusatzgewinne bei den Spitzenverdienern abschöpfen sollen und der Bevölkerung zurückgeben sollen. Z.B. hätte man die Mehrwertsteuer bei Medikamenten senken können u.v.m.

  31. #34 Staphylococcus rex
    27/03/2026

    Das Dilemma der SPD im Rahmen der Identitätspolitik besteht darin, wenn sie sich aktiv für die Lösung der Probleme einer Gruppe einsetzt, dass sie dabei alle Anderen, die nicht zu dieser Gruppe gehören, vor den Kopf stößt. Und so unprofessionell, wie etliche Vorschläge derzeit sind, wird der Zielgruppe dabei nicht geholfen. Im Endeffekt vergrault man die Zielgruppe wegen Unprofessionalität und Erfolglosigkeit und Alle Anderen weil man ihnen klarmacht, dass sie nicht dazu gehören.

    Ich kann der SPD derzeit nur empfehlen, auf identitätspolitische Spielchen zu verzichten, Reformvorschläge erst auf Umsetzbarkeit prüfen, bevor man damit an die Öffentlichkeit geht und ein Reformpaket zu schnüren, dass für alle Werktätigen (unabhängig von Alter, Ausbildung oder sozialer Herkunft) tragbar ist.

  32. #35 Cornelius Courts
    27/03/2026

    @naja: “Das olympische Komitee führt ab 2028 wieder Geschlechtertests ein, die SPD kann also aufatmen.”

    Oh jeh… woke Tränchen, weil nicht mehr länger Männer Frauen verprügeln dürfen?

  33. #36 Cornelius Courts
    27/03/2026

    @Ichbinich: “Bin nicht sicher ob ich die gleichen Nachrichten lese wie Sie….”

    Ich bin nicht mal sicher, ob das mit dem Lesen bei Ihnen überhaupt so gut klappt.
    Also, für die Langsamen:

    Jospeh: “Allerdings ist das Thema Migration weltweit ein Streitpunkt geworden, nicht nur in Deutschland, nicht nur in Ländern mit “woken” Eliten.”
    CC: “Und warum haben Polen und Ungarn kein Problem (wo es keine “woken Eliten” gibt)?

    “Kein Problem” bezieht sich also OFFENKUNDIGST auf Probleme mit Migration. Und entgegen Josephs Darstellung, daß es in Ländern ohne woke Eliten diese auch gebe, habe ich mal zwei Gegenbeispiele gebracht.

    “Ansonsten ist es natürlich immer schön, wenn man monokausale Erklärungen für alles hat….”

    Daß ich das hätte, haben Sie freilich frei erfunden. Naja, jedem sein Hobby…

    _______

    @Staphylococcus rex: den #34 würde ich exakt so unterschreiben. Ich schrieb vor einem Jahr

    “Wieviel Wokeness gibt es wirklich in der SPD und wird es die Union verstehen, diese im politischen Handeln möglichst zu neutralisieren? Ein Lackmustest dafür wird sein, ob es gelingt, das völlig aberwitzige „Selbstbestimmungsgesetz“ zu kassieren oder zumindest stark zu entschärfen”

    Der Lackmustest hat gezeigt, daß es die CDU nicht verstanden hat.

  34. #37 naja
    27/03/2026

    Die SPD hätte längst in die Opposition gehen sollen. Die hätten sich 2017 als Lindner Jamaika nicht weiterverhandeln wollte, spätestens weigern müssen. Aber so viel Instabilität wollte man dem Wähler nicht zumuten. Naja, hätte, hätte, Fahrradkette.
    Die FDP muss sich auch erstmal von Lindner erholen.

  35. #38 naja
    27/03/2026

    @ Cornelius Courts #35
    Muss ich mich hier schon wieder distanzieren 😉 Ich fand es immer bescheuert, Transfrauen bei den Frauen teilnehmen zu lassen. Nicht nur im Kampfsport.

  36. #39 Ichbinich
    27/03/2026

    @Cornelius Courts

    Jospeh: “Allerdings ist das Thema Migration weltweit ein Streitpunkt geworden, nicht nur in Deutschland, nicht nur in Ländern mit “woken” Eliten.”
    CC: “Und warum haben Polen und Ungarn kein Problem (wo es keine “woken Eliten” gibt)?

    “Kein Problem” bezieht sich also OFFENKUNDIGST auf Probleme mit Migration. Und entgegen Josephs Darstellung, daß es in Ländern ohne woke Eliten diese auch gebe, habe ich mal zwei Gegenbeispiele gebracht.

    Ja klar, wenn man keine Migration zulässt hat man kein Problem mit Migration.
    So weit, so banal.

    Aber komischerweise haben die trotzdem (oder deswegen?) rechte Parteien, sogar deutlich größer als in Deutschland, und die Sozialdemokratie ist nicht existent.

    Aber vermutlich liegt das in Polen/Ungarn einfach auch an den woken Eliten in Deutschland.

    P.S: Thema Olympia und Geschlechtertests. Weder Imane Khelif, noch Lin Yu-ting oder Caster Semenya (bei denen sich diese Diskussion immer wieder entzündet) sind Trans-Frauen.
    Kann man natürlich trotzdem wegen hohen Testosteron-Werten o.Ä. ausschließen, hat aber nix mit Trans-Frauen zu tun….

  37. #40 RPGNo1
    27/03/2026

    In Ergänzung zu #26

    Ein 16-jähriges kurdisches Mädchen wird in einem Berliner Jugendzentrum vergewaltigt, erpresst, erneut vergewaltigt – diesmal von neun Tätern gleichzeitig. Das Jugendamt weiß es. Das Jugendzentrum weiß es. Niemand stellt eine Anzeige. Niemand greift ein. Die Täter kommen wieder. Das Mädchen auch – weil es erpresst wird. Von unserem Gastautor Tobias Huch.

    https://www.ruhrbarone.de/behoerden-schauen-weg-weil-sie-angst-haben-als-rassistisch-oder-islamfeindlich-zu-gelten/256410/

  38. #41 Ichbinich
    27/03/2026

    kein edit button….

    Ich meine mit “aber komischerweise haben die …”
    “trotz keiner woken Eliten haben die …”

    Nicht dass das wieder falsch verstanden wird….

  39. #42 RPGNo1
    27/03/2026

    Da in den Medien reißerisch berichtet wird, dass Transfrauen von der Olympiateilnahme ausgeschlossen würden. Und diese Schlagzeile auch in diesem Blog unhinterfragt verbreitet wird, statt die Ankündigung des IOC zu lesen: Das ist eine reißerische Verkürzung!

    Eligibility for any female category event at the Olympic Games or any other IOC event, including individual and team sports, is now limited to biological females, determined on the basis of a one‑time SRY gene screening.

    https://www.olympics.com/ioc/news/international-olympic-committee-announces-new-policy-on-the-protection-of-the-female-women-s-category-in-olympic-sport

    Übersetzt auf Deutsch heißt das: “Die Teilnahmeberechtigung für alle Wettkämpfe in Frauenkategorien bei den Olympischen Spielen oder anderen IOC-Veranstaltungen, einschließlich Einzel- und Mannschaftssportarten, ist nun auf biologische Frauen beschränkt, wobei die Bestimmung auf der Grundlage eines einmaligen SRY-Gen-Screenings erfolgt.”

    Intersexuelle Personen wie Imane Khelif oder Caster Semenya (bei Lin Yu-ting scheint der Fall tatsächlich anders zu liegen, wie neuste Nachrichten andeuten) sind biologische Männer. Punkt. Da hilft es auch nichts, wie Rumpelstilzchen herumzutanzen und wild mit den Armen herumzuwedeln. 😉

  40. #43 zimtspinne
    27/03/2026

    Dass das kurdische serien- und dann noch gruppenvvergewaltigte Mädchen noch den Mut aufbrachte, sich an ein Mädchenzentrum zu wenden, wo sie endlich Hilfe erhielt…. sie ist glaub ich trotz allem eine Kämpferin.

    tja und was werden wir auch in diesem Fall für eine Konsequenz für die Täter sehen? Jugendstrafrecht, Bewährungsstrafen, alle möglichen an den Haaren herbei gezogenen mildernden Umstände aus dem spezifische Tätergruppen schützenden, queerfeministischen/intersektionalen/identitätspolitischen Kochtopf.

    Die Stadträtin Nagel sollte ihren Job schleunigst und freiwillig an den Nagel hängen.

    Das ist schon die Vorstufe zu Menschenhandel und Prostitution nach “Loverboy”-Methode mit Shortcuts unter den Augen der Behörden/Jugendämter.

    Wie können nur Frauen und ausgerechnet die moralisch überlegenen bessermenschigen linken so abgrundtief skrupellos bösartig sein? Immer wieder und viele von ihnen.

  41. #44 Joseph Kuhn
    27/03/2026

    @ CC:

    Vielleicht war mein Argument nicht gut formuliert. Es geht mir darum, dass weltweit mehr als früher Politik mit der Begrenzung von Zuwanderung und Forderungen nach der Wahrung der nationalen Identität gemacht wird, und auch in den Bevölkerungen verfängt, nicht nur in Ländern mit “woken” Eliten. Da passen Ungarn und Polen gut rein.

    Dein Argument scheint zu sein, dass Ungarn und Polen weniger Probleme mit Integration haben, weil sie weniger Migranten haben. Auch Japan hat da z.B. wenig Probleme. Aber haben diese Länder auf “woke Eliten” reagiert?

    Ein Gegenbeispiel ist evtl. Neuseeland, ein Land, das recht liberale Eliten hat, von mir aus “woke”, aber die Wahlerfolge der rechtspopulistischen Partei New Zealand First sind überschaubar.

    Will sagen: “Woke” erklärt nicht die ganze Welt. Nicht mal die gerade exorbitanten Dieselpreise.

  42. #45 Cornelius Courts
    28/03/2026

    @Jospeh: “Da passen Ungarn und Polen gut rein.”

    Ja. Und vor allem, weil es um Zuwanderung aus fremden ggf. sogar der unseren feindlich gesonnenen Kulturen geht. Ungarn und noch viel mehr Polen haben nämlich durchaus ukraninische Flüchtlinge aufgenommen. Warum wohl?

    “Aber haben diese Länder auf “woke Eliten” reagiert?”

    Nein. Die haben ja auch keine. Du hast allerdings behauptet, daß auch Länder ohne “woke Eliten” Probleme mit Migration haben und ich hab einfach mal stante pede zwei genannt (und hätte mehr nennen können), wo das offenbar nicht der Fall ist.

    “Woke” erklärt nicht die ganze Welt. Nicht mal die gerade exorbitanten Dieselpreise”

    hat auch keiner behauptet.
    Aber es erklärt wesentlich mehr, als Du zugeben willst.
    Z.B. Dinge wie Rotherham, RPGNo1s #40 und daß die SPD gerade auf den Abgrund zuschlingert

  43. #46 Joseph Kuhn
    28/03/2026

    @ CC:

    “Probleme mit der Migration”: Wie gesagt, das waren zwei Lesarten, ich habe versucht, das nochmal klarzustellen, siehe oben.

    Ich weiß im Übrigen nicht, warum ich etwas “zugeben” soll. Habe ich denn etwas verbrochen? Ich glaube, bei dem Thema wäre eine etwas weniger moralisch aufgeladene Diskussion besser, dann bleibt man leichter auf der Sachebene.

    Der Umgang mit dem Thema Migration in Europa war insgesamt kein Heldenstück, weder das Wegsehen bei den Integrationsproblemen samt Gewalttaten, noch das gezielte Hochspielen von Gewalttaten von Migrant:innen seitens der AfD, noch das Wegsehen vom massenhaften Sterben im Mittelmeer. Der Streit um die Gendersternchen oder das Sojaschnitzel hat keines dieser Probleme gelöst.

    Was Verirrungen linker Identitätspolitik angeht, sind aus meiner Sicht “Der 8. Oktober” von Eva Illouz und “After Woke” von Jens Balzer lesenswert, oder auch “Identitätspolitik” von Markus Rieger-Ladich, was die historisch weiter zurückreichenden geistesgeschichtlichen Traditionslinien des Rechtspopulismus angeht, z.B. Quinn Slobodians “Hayek’s Bastards”.

  44. #47 schorsch
    28/03/2026

    Im übrigen muß ich hier dringend darauf hinweisen, dass Euch allen, insbesondere Dir Cornelius, die Verwendung der Begriffe woke bzw. wokeness ohne Schwarzennachweis strikt untersagt ist. Diese Begriffe sind genuiner Bestandteil der schwarzafrikanischen Kultur, Ihr begeht mit deren Verwendung einen virtuellen Raub afrikanischer Kulturgüter. Ihr spielt quasi die Geschichte der Sklaverei virtuell, aber im Internet für alle sichtbar nach, als wär’s ein billiges Theatervergnügen.

    https://naacp.org/resources/reclaiming-word-woke-part-african-american-culture

    Für die, die es nicht wissen: Die NAACP ist die – in der korrekten deutschen Übersetzung ist die Verwendung dieses Begriffes weiterhin erlaubt – erleuchtete Vertretung der farbigen Amerikaner

  45. #48 naja
    28/03/2026

    @ Cornelius Courts
    Im deinem Beitrag oben geht es um die GWUP, die dänischen Sozialdemokraten, die Kirchen, Netflix und Hollywood. Deshalb mein Joke mit dem olympischen Komitee und der SPD, ehrlich gesagt.

    Muslimische Migranten hat die Merkel-CDU in Deutschland zu verantworten, eigentlich nicht die SPD. Das wurde auch so wahrgenommen als eine Entscheidung von Merkel, die Grenzen nicht dicht zu machen.

    Unter Scholz kamen Ukrainer nach Deutschland. Scholz und Habeck haben 2024 im Sommer noch stolz den ersten Abschiebeflug zu den Taliban nach deren erneuter Machtübernahme mit 28 kriminellen Afghanen organisiert. Niemand sonst hatte es geschafft, nach Afghanistan abzuschieben.

    Auch Rotherham und ein Jugendzentrum in Berlin leuchten mir nicht auf Anhieb als Beispiele für die woke SPD ein. Da bräuchte ich mehr Informationen, was die SPD mit dem Jugendzentrum und Rotherham zu tun hat.

    Wo war die SPD als Partei denn (zu) woke? Ich lese den Befund, finde aber keine Beispiele in dem Artikel oben. Geht es “nur” ums Selbstbestimmungsgesetz? Justizminister in der Ampel war Marco Buschmann (FDP), das Selbstbestimmungsgesetz war doch kein Herzensprojekt der SPD (eher Grüne und FDP) und das Transsexuellengesetz wurde vom Bundesverfassungsgericht und dem EUGH kritisiert.

  46. #49 Ichbinich
    28/03/2026

    @naja

    Ich bin da komplett bei Ihnen. Das ist auch das, was ich oben ironisch mit “Ansonsten ist es natürlich immer schön, wenn man monokausale Erklärungen für alles hat….”

    Lt. Cornelius sind die “Woken” Schuld an Trump (weil die Demokraten in Amerika zu woke sind), am Niedergang der SPD, daran dass “Indiana Jones, Star Wars, Star Trek, der Witcher, Herr der Ringe, das Marvel Universum,…” nicht mehr gut ist, daran dass die Kirchen Mitglieder verlieren und vermutlich auch generell am Klimawandel, dem Krieg im Iran und so weiter….

    Ich bin wahrhaftig kein Freund dieses critical justice Gedönses (auch wenn ich lt. Cornelius ja” zu denen” gehöre), aber diese einseitige Fokussierung auf “An allem sind die Woken schuld” ist schon sehr unterkomplex…

  47. #50 Alexander
    28/03/2026

    “ist schon sehr unterkomplex…”

    Das ist wirklich noch ausgesprochen höflich formuliert!

    (Hier noch ein Foto, bei dessen Betrachtung ich emotional schwerst in Schieflage gerate. Man beachte den SPD-Bürgermeister! https://www.berliner-zeitung.de/panorama/vor-berlin-fashion-week-kai-wegner-im-mode-paradies-von-harald-gloeoeckler-li.2183541 )

  48. #51 naja
    28/03/2026

    @ Alexander
    Hä? Wegner ist doch bei der CDU?

  49. #52 Alexander
    28/03/2026

    @naja: Na, eben! Weshalb stellt sich diese “Partei”, deren Wille in Deutschland seit 1949 geschieht, eigentlich nicht konsequent gegen den den woken Irrsinn? Da könnten diese Leute einmal zu irgendetwas gut sein …

  50. #53 Ichbinich
    28/03/2026

    @Alexander

    Es tut mir ernsthaft leid dass Sie emotional in Schieflage geraten wenn sie ein Bild eines CDU Bürgermeisters mit einem schwulen Designer sehen.
    Aber was soll das bitteschön mit woker SPD zu tun haben?

    Oder überhaupt mit woke? Zum Glück dürfen in Deutschland schwule Männer in der Öffentlichkeit auftreten. Ich würde ungern in Zeiten zurück, in denen das unter Strafe stand.

  51. #54 Alexander
    28/03/2026

    “Aber was soll das bitteschön mit woker SPD zu tun haben?”

    Es tut mir ernsthaft leid, dass sich der Zusammenhang für Sie nicht erschließt.

    Ich möchte jetzt aber lieber Leuten zuhören, die darüber diskutieren, ob die beiden Völkermordstaaten bald zu Atomwaffen greifen werden. Ich halte das im Moment nämlich dann doch für wichtiger.

  52. #55 Ernst
    28/03/2026

    @Ichninich

    Ich glaube, Alexander wolle mit dem Foto darauf
    hinweisen, dass die CDU genauso woken Kram verbreiten kann, wie die SPD. (Egal wie man zu diesem Kram steht)

    Lies noch mal #27
    Alexander erwähnt hier “neoliberale Politik”, die man meiner Meinung nach eher als Schuldige an fast allem Übel betrachten sollte statt “Wokeness”.

  53. #56 zimtspinne
    28/03/2026

    Falls der Glööckler mit “woker Kram” gemeint ist – nee, diesen schrillen Typen gab’s schon in meiner Kindheit, genauso wie es andere schrille, als schwul bekannte, “tuntig” auftretende Modeschöpfer schon seit Ewigkeiten gibt, sie sind ja quasi der Core und das Herzblut der gesamten Modewelt.
    Ich sehe sie mit meinem heutigen Hintergrundwissen allerdings um einiges kritischer, was aber nix mit ihrer Schrillheit zu tun hat.

    So zu tun als hätte man keinen blasen Dunst, was gemeinhin unter “woke” verstanden wird, ist aber nicht überraschend, es gehört sozusagen zum Krankheitsbild.

  54. #57 RPGNo1
    28/03/2026

    @Ichbinich

    aber diese einseitige Fokussierung auf “An allem sind die Woken schuld” ist schon sehr unterkomplex…

    CCs Artikel behauptet nicht, dass “die Woken an allem Schuld sind”. Eine ebensolche Einschätzung sehe ich auch bei keinem der hiesingen Kommentatoren.

    Es ist eher so, dass bei nicht wenigen Personen, die sich selbst als links-progressiv (also “woke”) sehen, die ungute Tendenz besteht, eine Mitschuld am Aufstieg der autoritären Rechten zu negieren und stattdessen mit dem Finger auf Konservative, Liberale, grüne Realos (also alle die politisch rechts von ihnen stehen, aber nicht rechtspopulistisch/-radikal/-extrem sind) zu zeigen, ihnen die Schuld zu geben und sich selbst als Opfer zu inszenieren. Deswegen verlinke nochmal das Essay vom Spiegel-Journalisten René Pfister vom 19.3.26, der die Problematik der links-progressiven Szene gut erfasst hat.

    In den Vereinigten Staaten gibt es bis heute keine ehrliche Aufarbeitung der Niederlage der Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris. Im Zweifel gilt die Demokratin als bedauerliches, wenn auch unschuldiges Opfer des ruchlosen Populisten, dem es gelungen sei, die dunklen Emotionen einer patriarchalen und rassistischen Nation gegen eine Woman of Color anzustacheln.

    Als der »Zeit«-Autor Jens Jessen im vergangenen Sommer die naheliegende Frage stellte, ob nicht auch die Linke ihren Anteil an der Blüte der extremen Rechten habe, war der Unmut im aufgeklärten Deutschland groß. Und der Wahlsieg von Cem Özdemir bei der Wahl im Südwesten wurde in einigen linken Zirkeln nicht etwa mit Jubel und Erleichterung quittiert. Sondern es begann umgehend eine Debatte darüber, ob der bevorstehende Aufstieg des Realos zum Ministerpräsidenten nicht das vollkommen falsche Signal setze.

    https://archive.is/91GrM

  55. #58 Joseph Kuhn
    28/03/2026

    @ RPGNo1:

    “links-progressiv (also “woke”)”

    Wozu dienen solche pauschalen Gleichsetzungen? Soll das Fronten schaffen? Rechtfertigungsreflexe erzeugen? Abwerten? Oder ist das einfach nur schlampiges Denken?

    https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/susan-neiman-links-ist-nicht-woke-9783446278028-t-4015

    Aufarbeitung der Niederlage der Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris

    Ob Kamala Harris so viel mit Trumps Aufstieg zu tun hat? Der wurde schließlich schon 2016 zum ersten Mal gewählt, in einem schon damals polarisierten Klima. Weder die Evangelikalen noch die Kreationisten noch die Radikallibertären sind Geschöpfe der “Linken”, auch nicht der “Woken”.

    Mehr hat vielleicht Obama zu Trump beigetragen, aber was bedeuet es, wenn viele Amerikaner sich durch einen schwarzen Präsidenten und Vertreter des Ostküstenkapitals so provoziert fühlen, dass sie danach einen sexistischen Rassisten wählen?

    Dass linke Identitätspoltik jede Menge Munition für die Rechtspopulisten bietet, soll dabei gar nicht bestritten werden. Aber den Erfolg der Rechtspopulisten primär als Reaktion darauf zu sehen, Ideologie aus Ideologie abzuleiten, ist schlechter Idealismus. Es gibt dafür übrigens einen berühmten historischen Vorläufer, die Erklärung der Unmoral des Holocaust durch Ernst Nolte aus der Unmoral der Massenmorde Stalins im Historikerstreit Ende der 1980er Jahre. Am anderen Ende des politischen Spektrums hat Rudi Dutschke ganz ähnliche Ideen gehabt.

    Die ökonomischen Wurzeln der rechtspopulistischen “Zerstörungswut” in den USA liegen Jahrzehnte zurück, ablesbar z.B. in schon lange steigenden Sterberaten weißer Arbeiter, siehe Case/Deaton “Deaths of Despair”, https://press.princeton.edu/books/hardcover/9780691190785/deaths-of-despair-and-the-future-of-capitalism

  56. #59 DH
    28/03/2026

    In Bayern war kürzlich Kommunalwahl, in deren Zuge eine Veranstaltung stattfand wo sich die vier größten Jugendverbände der Parteien vorstellten mit Infoständen, JU, Jusos, Grüne Jugend und so eine Vereinigung in Sektengröße, die Jungen Liberalen, oder so ähnlich.
    Bei Jusos und Grünen gab es eigentlich fast nur radikalfeministische Kampfplakate, und im unmittelbaren Umfeld prangte ein Aufkleber der Jusos
    “Jeden Tag ein Femizid”, “Das ist Krieg”.
    Ääh…nein, werte Jusos und Feministende, weder existiert etwas was wohl nicht zufällig nach Genozid klingen soll, noch findet auch nur ansatzweise ein Krieg gegen Frauen statt.
    Leistet sich die AfD so ein geistig zerrüttetes Gelabere, gibts einen Shitstorm, wenn aber die Jusos, immerhin ein wichtiger Jugendverband, völlig frei drehen, hält die Mehrheit der Progressiven brav die Klappe.
    In dem Zusammenhang bekommt auch der gesundheitsbedingte Rückzug von Kevin Kühnert ein Geschmäckle- der hatte sich, wenn auch moderat, auch mal distanziert verhalten zu woken Inhalten, und wer weiß, vielleicht hat man da ein bißchen nachgeholfen. Mobbing ist eine lange Tradition in Teilen(!) der sozialdemokratischen Milieus, und es kann auch Burnout nach sich ziehen.
    Die Frage an die Grüne Jugend, ob sie immer noch dieses musikalische Genie an der Spitze haben, hab ich mir übrigens dann doch verkniffen.

  57. #60 DH
    28/03/2026

    Die Wokeness hat die SPD wohl stärker im Griff als bisher gedacht, dennoch hat auch Joseph Kuhn recht, die sozialen Inhalte sind genauso das Problem.
    Brav betont v.a.Klingbeil, man sei jetzt nicht mehr die Partei derer auf Grundsicherung (waren sie das je ausschließlich?).
    Es mag ja den Interessen anderer entsprechen die SPD in eine solche Richtung zu pushen, aber sicher nicht denen einer mobilsierten Sozialdemokratie.
    Da spielt auch der Verfall der volkswirtschaftlichen Kompetenz eine große Rolle.
    Dieser medial gehypte Gegensatz zwischen “Empfängern” von Sozialleistungen und Arbeitenden existiert nicht.
    Tatsächlich besteht ein positiver marktwirtschaftlicher Zusammenhang zwischen einer freiheitlichen Grundsicherung und den Chancen von Arbeitnehmern und Mittelstand.
    Ist die Grundsicherung fair, haben Arbeitnehmer ein ganz anderes Standing und sind nicht erpressbar, was die Arbeitsbedingungen verbessert und damit die Chancen in der Mitte.

  58. #61 schorsch
    29/03/2026

    Kamala Harris hat Trumps Aufstieg ganz gewiss nicht verschuldet – das ginge allein zeitlich schon nicht. Ihr großes, ihr gewaltiges Verdienst liegt vielmehr darin, Trumps Niedergang triumphal verhindert zu haben!

    Nach seiner ersten Präsidentschaft hatten die Amerikaner von Trump die Schnauze so voll, dass sie freiwillig sogar einen boring Schnarcharsch Biden gewählt haben. Schon das ein historisch einmaliges Ereignis! Nie zuvor haben die Amerikaner ein Nichts einem amtierenden Präsidenten vorgezogen!

    Und dann ist Biden einmal zuviel eingeschnarcht, und es wurde klar, dass er die nächste Wahl nicht mehr überstehen würde. Und dann kam Kamala.

    Schon zu dem Zeitpunkt hat jeder Liberal gefordert, die Präsidentschaftskandidatur der Democrats einer demokratischen Entscheidung zu unterwerfen. Das ist nicht geschehen.

    Und dann sind die Liberals abgesprungen. En bloc. Ich weiß natürlich nicht, was sie nachher tatsächlich angekreuzt haben. Aber von den mir bekanntem Liberals haben ungefähr 80% vor der Wahl in privaten Gesprächen erklärt, Kamala Harris wäre für sie nicht wählbar.

    Meine Schätzung: Kamala hat einen 15%-Erdrutsch zugunsten Trumps zu verantworten.

  59. #62 uwe hauptschueler
    29/03/2026

    Die SPD erinnert mich an die AEG. Bei der AEG wird nur noch der Markenname verhökert. Produziert wird da schon lange nichts mehr.
    Die SPD galt mal als arbeitnehmernah und kirchenfern. Der Versuch, als “Volkspartei”, allen in den Arsch zu krauchen, darf als gescheitert betrachtet werden.

  60. #63 zimtspinne
    29/03/2026

    @ schorsch

    Mit K. Harris liegst du nicht falsch – ich hatte um die Zeit vor der Wahl unterwegs viele Podcasts mit Analysen zu den Kandidaten und speziell K.H. angehört.
    Ich kam dadurch sogar ab von meiner zuvor vorherrschenden Ansicht, die Dame sei woke – das wäre wenigstens eine stabile Haltung gewesen, die sie aber für (gar) nichts hatte.
    Sie war einfach nur eine grauselig konturenlose inkonsistente fähnchendrehende usw usf Persönlichkeit.
    Wie soll jemand eine USA führen, der selbst nicht weiß, was er ist, wohin er will, was er will.
    Ihre einzige stabile Konstante war zu wissen, was sie nicht wollte, nämlich dass Trump gewinnt.
    Statt bei sich zu bleiben, war ihre einzige Strategie, Trump in ihren Fokus zu stellen.

    Übrigens hatten R. Gaines und ihre Mitstreiterinnen um “fair play for women” sich mehrfach schriftlich an K.H. gewandt, um ihre Positon in dieser Sache anzufragen.
    Als Wählerin mit Spezialinteresse Leistungssport möchte frau das ja vielleicht vorab wissen, was die zukünftige Präsidentin für Frauen, Frauenrechte und speziell den Schutz des Frauensports tun wird.

    Es kam nie eine Reaktion.

    Erst viel später, letzten Herbst kam urplötzlich von ihren Lippen, sie sei ja im Grunde auch dafür, dass Frauensport für Frauen und Mädchen reserviert bleiben sollte und Männer, alle Sorten von Männern, zu exkludieren sind.
    Vielleicht ist ihr ja ein Lichtlein aufgegangen, als eine junge Dame in ihrem Umfeld betroffen war – gibt ja mittlerweile an jedem College irgendwelche Jungen, die sich als Mädchen identifizieren, so dass es vorkommt, dass sich gleich fünf Jungen als trans identifizieren in zwei weiblichen Volleyballteams, die aufeinandertreffen.

    Vielleicht möchte sie auch die nächste Wahl gewinnen, wer weiß…

  61. #64 Cornelius Courts
    30/03/2026

    Ist schon amüsant, zu sehen, wie sich solche “Ichbinichs”, “najas” und “Alexanders” an dem Popanz abarbeiten, ich hätte gesagt oder gemeint, Wokeness sei an allem schuld.
    Ist es nicht, das weiß auch jeder, und man muß arg borniert sein, um das aus meinen Äußerungen zu lesen. Aber es ist (mit) schuld an vielem, egal wie sehr Leute wie diese das leugnen, abstreiten oder verhehlen wollen.
    Beispiel K. Harris, die sehr woke war/ist. Daraus hat das Trump-Team einen Wahlwerbespot gemacht, der sehr effektiv war, weil jeder wußte, was gemeint war. Das Ding hat sogar einen eigenen Wiki-Eintrag: https://en.wikipedia.org/wiki/Kamala_is_for_they/them
    Das zu leugnen zeugt von profunder Kenntnis- und Ahnungslosigkeit, die fast schon Satisfaktionsunfähigkeit bedingt.

    Ich nehme an, daß, falls diese Leute nicht selber woke sind, das an dem zweitwichtigsten Trick der Woken liegt: die Welt davon zu überzeugen, daß es “hier nichts zu sehen gibt” und daß wer meint, etwas zu sehen, ein xyz-ist ist.

    ______

    @Joseph: “Ich weiß im Übrigen nicht, warum ich etwas “zugeben” soll. Habe ich denn etwas verbrochen?”

    Ich wußte nicht, daß man nur Verbrechen zugeben kann. Ich habe gelernt, daß man auch zugeben kann, daß man falsch lag. Soll tatsächlich schon vorgekommen sein…

    “bei dem Thema wäre eine etwas weniger moralisch aufgeladene Diskussion besser”

    Ich fände eine ergebnisoffene Diskussion sogar noch besser, bei der auch herauskommen kann, was für manche nicht herauskommen darf.

    “gezielte Hochspielen von Gewalttaten von Migranten seitens der AfD,”

    leider ist es nicht die AfD, die das “hochspielt”, sondern die Fakten. Und zurecht.

    “Der Streit um die Gendersternchen oder das Sojaschnitzel hat keines dieser Probleme gelöst”

    Wokeness DARAUF zu reduzieren, ist, mit Verlaub, sehr beschränkt und das weißt Du auch. Critical social justice Aktivimus durchdringt die gesamte Gesellschaft und Kultur und dringt auch in der Academia immer weiter vor und maßt sich umfassende Deutungshoheit für alle möglichen Lebensbereiche an. Mehr noch, die Unterdrückung von Fakten, Meinungen und Wahrheit wird, wenn das dem Narrativ dient, ausdrücklich legitimiert, gefordert gar (die Beispiele aus Berlin und Rotherham, aber auch von unzähligen dokumentierten Cancelungen zeigen das ganz unmißverständlich), ja sogar, wenn man Herrn Kendi fragt, die retributive aktive Diskriminierung von Menschengruppen (er meint Weiße).

    Ich erlaube mir daher auch ein paar Leseempfehlungen: “Zynische Theorien” von H. Pluckrose und J. Linday zum ideengeschichtlichen Hintergrund, “Im Zeitalter der Identiät” von Y. Mounk, “Woke Racism” von J. McWhorter, “New Puritans” von A. Doyle, “Die Wokeness Illusion” von Krischke, “Im Schatten guter Absichten” von S. Wessels und “Die neue autoritäre Linke” von N. Potter

  62. #65 zimtspinne
    30/03/2026

    mir fielen gerade zwei “witzige” Dinge wieder ein, die die Dems (obenauf auf ihre Kamala) evtl noch die letzten ein, zwei Prozente Wählerstimmen gekostet haben könnten.

    Das eine war ein grotesker Werbespot, den ich zuerst für ein Slapstick-Fake hielt, war es aber wohl nicht.

    Sinngemäß wurde ein junger Mann bei der Selbstbefriedigung gezeigt und Werbung dafür gemacht, dass Männer auch zukünftig -unter demokratischer Führung- in Ruhe und Frieden Pornografie konsumieren können – oder so ähnlich. Es war wie gesagt wild.

    Das zweite war das Töten des zahmen Eichhörnchens eines Pärchens, Peanut, ein berühmtes Petfluencer-Eichhörnchen, das wahrscheinlich so ziemlich jeder in sozialen Medien aktive Ami kannte und von vielen geliebt wurde.

    Die deutsche Medienlandschaft schäumte über in maximaler Trump-Hass-Obsession, dass die Republikaner mit einem Eichhörnchen Wahlkampf machen würden.
    Ja natürlich – keiner hätte sich diese Steilvorlage entgehen lassen.

    Die Demokraten haben so hart ein Händchen für alle vorbeiziehenden Fettnäpfe und ich werde auch nie vergessen, wie sie mit 0 voteten, als es um den Schutz des Frauensports ging. Trump konnte sich ja dann zum Glück durchsetzen.
    Worüber deutsche Medien wiederum schäumen und in ihre altbekannte verlogene unwahre Berichterstattung verfielen: Transfrauen dürfen nicht mehr am Sport teilnehmen blubblabb.

    Diese geistesgestörten Freaks hatten auch nach der Wahl nichts dazu gelernt. Ich meine sowohl die linkspopulistische/identitätspolitische durchseuchte Presse als auch die Demokraten in den USA.

    Nochmal: Linksidentitäre sind faszinierend bösartig und haben dabei nicht nur keinerlei Unrechtsbewusstsein; sie scheinen sich tatsächlich für die Guten zu halten.
    Eine virulentere Seuche von Massenverblödung und Gehirnwäsche gab es schon länger nicht mehr.

    Ich steh da echt immer wieder baff davor, wie man so tiefenverblödet sein kann….

    … und immer wieder auch diese durchschaubaren, ebefalls unfassbar dummen Argumentationslinien, die auch hier im Faden gut erkennbar sind.

    Müsste man mal schön herausarbeiten – das wäre echt was für das Aufbereitungs- und Sprachtalent Edmüller. 🙂

  63. #66 RPGNo1
    30/03/2026

    @Joseph Kuhn

    Die Situation bei der Präsidentenwahl 2016 mit war nicht mit der von 2024 vergleichbar.
    1) Hillary Clinton war nie in der US-Bevölkerung beliebt. Obamas Popularität, obwohl sie in seiner 2. Präsidentschaft um einiges gelitten hatte, war immer höher als die ihre.
    2) Trotzdem hätte es für Hillary Clinton reichen können, wenn sie sich selbst ein Bein gestellt hätte, indem sie Unterstützer von Trump als “Basket of deplorables” bezeichnete. Diese “deplorables” haben der “arroganten Ostküstenaristokratin” dann den gestreckten Mittelfinger gezeigt und Trump gewählt. Da sind sich viele Analysten und auch Hillary Clinton einig.
    3) Trump hat nicht erwartet, 2016 gewählt zu werden. Er ist/war ein Entertainer, der für sich die größte Werbeshow der Welt ausnutzen wollte. Es gibt glaubhafte Zeugenaussagen, dass die Stimmung im Team Trump am Wahlabend von Schweigen und Fassungslosigkeit geprägt war. Dazu passt auch, dass er sein Personal 2016 größtenteils aus den Reihen der konservativen Reps (also dem Establishment) gewählt hat. MAGA-Supporter spielten bis auf wenige Ausnahmen keine Rolle.

    Aber dabei will ich es mit dem Exkurs auch belassen.

  64. #67 RPGNo1
    30/03/2026

    @CC

    “Die neue autoritäre Linke” von N. Potter

    Also hast du das Buch bereits durchgelesen? Ich hatte mir nämlich bereits einen gedanklichen Post-It abgeheftet. Das Buch würde gut in meine Urlaubsplanung passen.

  65. #68 Joseph Kuhn
    30/03/2026

    @ CC:

    Es ist schwer, “ergebnisoffen” zu diskutieren, wenn eingefordert wird, jemand solle etwas “zugeben”. Das ist eine juristische bzw. religiöse Kategorie. Eine andere Sprache wäre z.B., zu fragen, warum ich es nicht “einsehe”, wenn deine Argumente überzeugend sind.

    Insofern: gib ruhig zu, dass es in Köln kein gutes Bier gibt. Das wirst du doch einsehen?

  66. #69 Dietmar Hilsebein
    30/03/2026

    @ Joseph Kuhn

    “Das ist eine juristische bzw. religiöse Kategorie.”

    Das ist zweifellos richtig, wird aber spitzfindig -oder? Sich ent-schuld-igen stößt mir auch immer sauer auf. Soll man um Vergebung bitten? Klingt auch irgendwie gottgefällig. Schwierig.

  67. #70 Dietmar Hilsebein
    30/03/2026

    Ist ohnehin die Frage, ob der Trockennasenaffe “Mensch” sich überhaupt entschuldigen kann. Für was eigentlich? Daß er ein Naturprodukt ist? Gehört hier nicht hin und ist offtopic.

  68. #71 Joseph Kuhn
    30/03/2026

    @ Dietmar Hilsebein:

    Ich würde nie von CC fordern, dass er sich für das Bier in Köln entschuldigt. Ich setze darauf, dass er es einsieht. 😉

  69. #72 Dietmar Hilsebein
    30/03/2026

    @ Joseph Kuhn

    Da bin ich bei Ihnen. Die Einsichtsfähigkeit ist ein schöner Begriff. Setzt aber voraus, daß man alle Sinne beisammen hat, da sonst die Sicht eingeschränkt ist. Und wie das bei den Sinnen leider so ist, sie können betrogen werden.

  70. #73 naja
    30/03/2026

    @ RPGNo1 # 66
    Weiß ich nicht.
    Also Trump wird 2 x gewählt trotz grab em by the pussy, shithole countries, i could shoot someone in timesquare und dem Veräppeln von Gold Star Veteranen.
    Und das große Problem von Hillary ist, dass sie basket of deplorables gesagt hat?
    Das ist doch völlig blödsinnig.

    Hätte sie nur nicht basket of deplorables gesagt, dann wären uns acht Jahre Trump erspart geblieben? Wohl kaum. Auch wenn das viele Analysten und Hillary glauben.

  71. #74 natürliche Intelligenz
    30/03/2026

    Etwas zur Wokeness-Falle.
    Der Jäger kennt Totschlagfallen und Lebendfallen.
    Der moderne Waidmann kennt auch noch die Wokeness- Falle.
    Das Heimtückische an ihr, der Gefangene begibt sich freiwillig in sie und trägt sie auch noch freiwillig vor sich her. Man erkennt das an dem dominanten , manchmal auch an dem linkischen Gehabe. Auf jeden Fall zählen die Befallenen zu einer speziellen Spezies , im schlimmsten Fall leiden sie unter Realitätsverlust.
    Waidmänner, die sich mit dieser Spezies auskennen, machen Jagd auf sie, Ob sie sie als Jagdtrophäe
    betrachten, das ist nicht belegt.

  72. #75 naja
    30/03/2026

    @ CC
    Weder ichbinich, noch ich, noch Alexander haben geschrieben, Kamala Harris sei nicht woke gewesen… nur mal so.

    Diese Unterstellung man sei doch woke, erinnert mich übrigens an die Praxis der Linksidentitären, jeden in die rechte, bzw. rechtsextreme Ecke zu stellen, der nicht deiner Meinung ist.

  73. #76 Cornelius Courts
    30/03/2026

    @Joseph: “wenn eingefordert wird, jemand solle etwas “zugeben”

    Ach? Wer hat DAS denn getan? Auf keinen Fall jedenfalls der Typ aus
    #45, denn der hat ja gesagt: “Aber es erklärt wesentlich mehr, als Du zugeben willst.”

    “Das ist eine juristische bzw. religiöse Kategorie”

    Das ist eine Einschätzung, der ich mich, zugegeben, nicht anschließen kann. Auch der Herr Duden nicht, übrigens. Vermutlich, weil sie nicht stimmt.
    Bevor Du Dich nun aber in weiteren etymologischen Exerzitien versuchst, kannst Du meinethalben “zugeben” auch durch “einräumen”, “konzedieren”, “zugestehen” ersetzen.
    Ändert nichts daran, daß Du es anscheinend nicht einräumen WILLST.

    “Insofern: gib ruhig zu, dass es in Köln kein gutes Bier gibt. Das wirst du doch einsehen?”

    Ich habe noch nie im Leben Bier getrunken. Das scheint mir nicht gentlemanlike und in Anbetracht der Neurotoxizität von Ethanol auch höchst kontraintuitiv – daher kann ich das geforderte weder zugeben oder einsehen noch selbiges verweigern. ABER ich kann zugeben, daß die Leute hier nicht mit so einem ulkigen Almöhi-Seppelhut-Dialekt sprechen und vor allem (!) zum Gruß keine implausible Deität aufrufen. Dagegen tauschte ich auch kein gutes Bier (so gegeben). Das wird man sicher einsehen. 😉

  74. #77 Cornelius Courts
    30/03/2026

    @RPGNo1: “Also hast du das Buch bereits durchgelesen?”

    Gehört zwar, aber ja.
    Nettes Add-On: https://www.youtube.com/watch?v=67kJvfW_64M

  75. #78 zimtspinne
    30/03/2026

    jo, Biden wurde einmal (Alter war hier limitierender Faktor) gewählt, trotz creeeeeeeepy rezidivierender Schnüffelei an Kindern + sehr jungen Mädchen:

    bitteschön:
    https://www.youtube.com/watch?v=hh0PBr6ZUN0

    erwachsenen Frauen auf die Pelle rücken, lass ich mal weg, die hätten sich ja wehren können….
    Hat sich aber keine getraut, creepy Joe auf Abstand zu bringen, was ich auch sehr gut verstehen kann.

    Sexueller Missbrauch der Tochter wird von ihr bestritten, es gibt von ihr zwielichtige Tagebucheinträge über sein Verhalten ihr gegenüber, das sie allerdings relativiert und bestreitet.

    Wenn er sich öffentlich wiederholt und wiederholt so benimmt, obwohl er sicherlich mehr als einmal auf sein übergriffiges Verhalten im stillen Kämmerlein von seinen Beratern hingewiesen wurde, möchte ich nicht wissen, was er so alles tat ohne großes Publikum.

    Fazit: Mächtige Männer mit Vorliebe für sexuelle Übergriffe. Clinton könnte man hier noch einreihen, der soll wie Trump ein Bro von Epstein gewesen sein.

    Und wer an der etwas boulevardverdächtigen Quelle Sky News Australia mäkelt (die Videosequenzen sind allerdings echt und keine KI oder ähnliches, sind ja offizielle Mitschnitte), es haben vereinzelt auch mal andere darüber berichtet.

    https://www.thetimes.com/world/us-world/article/meet-creepy-joe-who-sniffs-hair-rubs-noses-and-fondles-your-face-5d3gg3k56

    https://www.theguardian.com/us-news/2019/apr/04/joe-biden-allegations-physical-behavior-women

    https://www.theguardian.com/commentisfree/2019/apr/04/joe-biden-touching-male-privilege-power

  76. #79 zimtspinne
    30/03/2026

    Kamala Harris war nach außen hin woke, allerdings ergaben genauere Betrachtungen einige ihrer Aussagen und Entscheidungen als Teil der Biden-Regierung (die war doch in Kalifornien auch Senatorin) eher das Bild, dass sie kleine echte Schottin gewesen sein könnte.

    Sie war einfach nicht stringent woke, wie es üblich ist für wirklich an Identitätspolitik/Intersektionalität/etc glaubende Personen.
    Innerhalb ihres postmodernen Gebäudes der Widersprüche, folgen die doch immer recht konsequent den Psalmen des postmodernen Überbaus.

    Kamala hingegen traf direkt einige Male skandalöse neoliberale Entscheidungen, so dass zB der Transaktivismus sich große Sorgen um ihre Zukunft machte während der Wahlkampfzeit, da “Kamala zu unwoke sei”. Transphob wurde sie auch mal genannt, das war aber sicher ein Ausreißer.

    Sie war eine Fähnchenschwenkerin wie gesagt, die mal dies und mal das tat und keiner klaren Linie folgte.

    Dass sie sich nun zu Männern im Frauensport überraschend neu aufstellte, passt dann auch in dieses Bild.
    Es ist nicht anzunehmen, dass sie eine Entwöhnungskur von Wokeness hinter sich brachtte und dabei ihren gesunden Menschenverstand wiedergefunden hat…. vielmehr denke ich, sie hat zuvor nachgeplappert, das ihr ihre Partei vorgab und hat sich dann mal tatsächlich damit auseinandergesetzt und ihre Meinung geändert.

    Oder, sie dachte schon immer so und äußerte dies nicht, oder, und das halt ich für am wahrscheinlichsten: sie hat sich einfach überhaupt keine Gedanken gemacht oder diese nicht zu Ende gedacht.

    Wie so viele der woken Blümchen, die offenbar noch nie in ihrem Leben Kontakt mit sperrangelweit offensichtlichen biologischen Gegebenheiten hatten, um derart realitätsferne und bizarre Ansichten und Weltbilder in ihrem genderidentitätsbeseelten Gehirn zu etablieren.

  77. #80 RPGNo1
    30/03/2026

    @naja

    Ich sprach lediglich von der ersten Wahl Trumps 2016. Seine Wiederwahl in 2024 fand unter anderen Voraussetzungen statt. Darüber könnten wir noch Ewigkeiten diskutieren. 😉

    Und die Einschätzungen zu Clintons “Basket of deplorables” kann man in der Wikipedia nachlesen.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Basket_of_deplorables

  78. #81 naja
    30/03/2026

    Ich habe zu Hillary eine Verschwörungstheorie, also setzt bitte alle eure Aluhüte auf und hört zu:
    Ich glaube, Hillary war klar, dass sie als erste Frau nach dem ersten schwarzen Mann nur gegen einen total schwachen republikanischen Kandidaten, der quasi nicht ernst zu nehmen ist, eine Chance hat, aber sie wollte mit der Kandidatur nicht länger warten und sie hat Trumps Kandidatur innerhalb der Reps unterstützt, wo sie konnte. So House of Cards-mäßig, weil Trump diesen Kriterien entspricht (nicht ernst zu nehmen). Trump war “in on it” und als dann wirklich Trump sich innerhalb der Reps durchsetzen konnte, dachte sie sich, “krass, ich muss nichts mehr machen, ich bin die nächste Präsidentin, check.” Und Trump dachte, die Reps sind eh im Arsch wegen der ganzen Latinos, “ich kann mit einer Kandidatur noch krass publicity absahnen und irgendwie fett Kohle scheffeln, aber ich gewinne ja eh nicht, sondern Hillary.” Das war der Plan.
    Dann ist alles aus dem Ruder gelaufen, weil Trumps Superkraft einfach ist, dass er entertained und schlecht machen können es alle, aber Trump ist dabei unterhaltsam wie sonst niemand. Trump hat dann angefangen, es albern zu übertreiben, um Hillarys Sieg zu garantieren, aber egal, was er gemacht hat, die Leute liebten ihn umso mehr.
    Als er die Wahl gewonnen hat, waren initial alle schockiert und besorgt, auch er selbst. Der letzte Satz gehört nicht zur Verschwörungstheorie, das war ja wirklich so.

  79. #82 Joseph Kuhn
    30/03/2026

    @ CC:

    Ich glaube, wir sollten es an dieser Stelle beenden. Du bist von deinem Standpunkt überzeugt, ich will daher nicht weiter andere Gesichtspunkte einbringen.

  80. #83 Cornelius Courts
    31/03/2026

    @Joseph: “Ich glaube, wir sollten es an dieser Stelle beenden”

    Check!

    “ich will daher nicht weiter andere Gesichtspunkte einbringen.”

    Als ob Du das könntest.

  81. #84 Joseph Kuhn
    31/03/2026

    @ CC:

    “Als ob Du das könntest.”

    Natürlich nicht.

  82. #85 Ernst
    31/03/2026

    Joseph Kuhn versus Cornelius Courts ist wie
    Gelehrter gegen Flegel

  83. #86 RPGNo1
    31/03/2026

    Ein Interview mit der Historikerin Jill Lepore

    Donald Trump hat es zweimal ins Weiße Haus geschafft. Was ist sein Erfolgsrezept?

    Ein Großteil von Trumps Erfolg basiert auf den Misserfolgen der Demokraten. Seit Bill Clinton haben demokratische Präsidenten versprochen, sich mit den verschärfenden Krisen in den USA zu befassen. Insbesondere die groteske Ungleichheit bei der Verteilung des Wohlstands, die Folgen von Deindustrialisierung und Globalisierung und die zunehmende Macht von Unternehmen und Milliardären gehören dazu. Es ist wenig passiert. Aber um fair zu sein: Joe Biden hat da noch am meisten getan.

    Die Demokraten haben immer noch kein effektives Mittel gegen Trump gefunden.

    Wie sollten sie auch? Dazu müssten sie sich zunächst ehrlich machen. Meiner Meinung nach ist die Demokratische Partei zu einer Partei der milliardenschweren Spender geworden, die von einer Art Korruption und einer echten Verachtung für die einfachen Leute geprägt ist. Ja, es gibt also psychologische und soziologische Gründe, über Trump und den Trumpismus nachzudenken. Aber mindestens die Hälfte seines Erfolgs basiert auf den Fehlern der Demokraten. Das dürfen wir bei Trump nicht ignorieren.

    https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_101177962/usa-iran-demokratie-und-verfassung-dummheit-von-trump-.html

  84. #87 zimtspinne
    31/03/2026

    Sie behauptet, “Joe Biden hat da noch am meisten getan”.

    Belegt dies aber nicht an einem einzigen Beispiel.

    Kannst du mir ein solches nennen, RPG?
    Du bist ja offenbar wesentlich besser als ich im Thema drin, wenn es um Einzelpersonen und deren Auswirkungen geht.

    Ich bin speziell in einem Thema zu Hause und da muss ich leider sagen, konnten sich unter Biden dämonische Dimensionen und Auswüchse etablieren und ihre Tentakel safe bis nach Mitteleuropa ausstrecken.

    Da muss jetzt auf der anderen Seite als Gegengewicht für den positiven Einfluss und Impact von Biden aber was ebenbürtiges her.

    Also ich warte gespannt auf Beispiele….

    Geiseln der Hamas kamen übrigens unter und durch Diktator Trump frei.

  85. #88 RPGNo1
    31/03/2026

    @zimtspinne

    Frag die Historikerin. 😉 Oder wirf einen Blick in die englischsprachige Wikipedia. Die ist gut darin, Höhe- und Tiefpunkte der jeweiligen Präsidenten aufzulisten.

  86. #89 Cornelius Courts
    31/03/2026

    @Ernst: “wie Gelehrter gegen Flegel”

    wenn Sie den Joseph oder sonst jemanden nochmal als Flegel bezeichnen oder gleichsetzen, kommen die Vokale weg.
    ____

    @RPGNo1: “Insbesondere die groteske Ungleichheit bei der Verteilung des Wohlstands, die Folgen von Deindustrialisierung und Globalisierung und die zunehmende Macht von Unternehmen und Milliardären gehören dazu”

    halte ich für eher unplausibel. Ist ja nicht so, daß die Republikaner verkündet hätten, ausgerechnet DAS ändern zu wollen; eher im Gegenteil

    “Aber mindestens die Hälfte seines Erfolgs basiert auf den Fehlern der Demokraten. Das dürfen wir bei Trump nicht ignorieren.”

    Dem stimme ich zu. Der Hauptfehler ist aber eben und nicht nur m.E., daß sie sich in die Wokenessuhle geschmissen haben (was im Übrigen gerade und besonders “einfache” Leute befremdet und anwidert)

  87. #90 naja
    31/03/2026

    @ Zimtspinne
    Die letzten Geiseln kamen unter Trump frei.
    Zahlenmässig mehr Geiseln kamen allerdings unter Biden frei.

  88. #91 zimtspinne
    01/04/2026

    @ naja

    Die letzten Geiseln kamen unter Trump frei.
    Zahlenmässig mehr Geiseln kamen allerdings unter Biden frei.

    Womit Tattergreis Biden und seine woke Mischpoke nichts zu tun hatten, oder irre ich da?

  89. #92 naja
    01/04/2026

    @ Zimtspinne
    Du irrst.

  90. #93 Joseph Kuhn
    01/04/2026

    @ zimtspinne:

    Manche sagen, Biden war bei solchen Deals beteiligt: https://www.morgenpost.de/politik/article240670354/Welche-Rolle-Biden-bei-der-Befreiung-der-Geiseln-spielt.html

    Manche sagen auch, es war nur die woke Mischpoke der Hamas. Oder Trumps Drohungen aus der Umkleidekabine.

  91. #94 Dietmar Hilsebein
    01/04/2026

    Ich denke, es ist eher denen zuzustimmen, die von mehreren Akteuren ausgehen. Einer allein mimt immer den Erlöser und ist daher eher auf die Couch zu schicken.

  92. #95 Dietmar Hilsebein
    01/04/2026

    Wenn jemand sagt: ich tat dies, ich tat jenes. Ich sagte schon immer voraus, ich warnte – so kommt mir das kalte Kotzen. Soviel saufen kann ich gar nicht. Alles Narzißten. Trump ist nur einer unter vielen. Am Ende nur ein unbedeutender Furz, der im Winde verweht.

  93. #96 Ernst
    01/04/2026

    @85 @89
    Q@
    Jsph Khn vrss Crnlsls Crts st w
    Glhrtr ggn Flgl

  94. #97 natürliche Intelligenz
    01/04/2026

    Dietmar Hilsebein
    “Am Ende nur ein unbedeutender Furz, der im Winde verweht.”
    Ein Mensch, der glaubt, ist so stark wie 99 andere, die nur Interessen haben ! (John Stuart Mill)

  95. #98 RPGNo1
    01/04/2026

    Was die SPD kann, kann die kanadische NDP noch viel besser. 😉

    The Tragicomic Death Throes of Canada’s (Former) Workers’ Party

    The New Democratic Party, which once championed the country’s unions, is now in the hands of a radicalised anti-Israel activist who wants to nationalise grocery sales and shut down oil production.

    https://quillette.com/2026/03/30/the-tragicomic-death-throes-of-canadas-former-workers-party-2/

    https://en.wikipedia.org/wiki/New_Democratic_Party

  96. #99 Dietmar Hilsebein
    01/04/2026

    @ nI
    In der Regel wird es wohl eher so sein: ein Mensch glaubt an sich, solange 99 andere an ihn glauben. Was liegt am Glauben?

  97. #100 Ernst
    01/04/2026

    CC erinnert sich ungern, oder hofft zumindest, dass es keiner merkt:

    Joseph in #68:
    @ CC: Es ist schwer, “ergebnisoffen” zu diskutieren, wenn eingefordert wird, jemand solle etwas “zugeben”.

    CC:#76Ach? Wer hat DAS denn getan?

    Sie haben das getan, Herr “Was interessiert mich mein Geschreibsel von gestern”.CC
    und zwar dort:
    CC in #45: CC in 45
    Aber es erklärt wesentlich mehr, als Du zugeben willst.

    • #101 Cornelius Courts
      02/04/2026

      Also nicht nur keine Manieren. Auch ‘ne Lese- und Denkschwäche.
      Naja. Ist ja ein inklusives Blog hier 😉

  98. #102 Ernst
    01/04/2026

    CC in #89:
    @Ernst:
    wenn Sie den Joseph oder sonst jemanden nochmal als Flegel bezeichnen oder gleichsetzen, kommen die Vokale weg.

    ch hb S ls Flgl bzchnt, ncht Jsph Khn:
    ch schrb n#85: Jsph Khn vrss Crnls Crts st w
    Glhrtr ggn Flgl

    Fr w dmlch hltn s hr Kmmnttrn, dss s b dr Bzchnng “Flgl” nd dr swhl CC dr Jsph Khn ncht f S ls dn Flgl tppn wrdn?
    Lgn, bschtlch mssvrsthn, vrdrhn, drhn (Vkl wg – kchr) – ch fnd d ntrschd zwschn wkn Knllchrgn nd kntschndn ntwkn w hnn ncht gnz s grß.

    ____

  99. #103 Uli Schoppe
    01/04/2026

    zimtspinne
    01/04/2026

    “Womit Tattergreis Biden und seine woke Mischpoke nichts zu tun hatten, oder irre ich da?”

    Das Du Biden nicht ausstehen kannst ist offensichtlich 😉

    (Ich auch nicht nur halte ich Trump für noch viel schlimmer ^^ ).

    Bist Du Dir sicher das es sich nicht um einen Fall von “Mit dem heisst nicht wegen dem!” handelt?

    Trump hat sicherlich eine Rolle in den Verhandlungen gespielt die zur Freilassung geführt haben. Biden aber auch.
    .
    Dem tut doch die Tatsache, das man Biden für einen woken Tattergreis halten kann keinen Abbruch (dann müssten wir uns aber vieleicht mal darüber unterhalten was so alles bei Trump kaputt ist … )

    Für mich gibt es erhebliche Skepsis bezüglich Trumps tatsächlichem Einfluss.

    War die Freilassung der Geiseln nicht eher das Ergebnis internationaler Verhandlungen und des Drucks anderer Länder wie Katar und Ägypten?

    Ist ja nicht so das er nicht Eigenschaften mit Biden teilt. Körperlich ist er aber eindeutig fitter.

    Wer hört denn schon auf einen narzistischen xenophoben emotional instabilen Präsidenten, der Schwierigkeiten hat, sich klar auszudrücken oder fokussiert zu bleiben?

    Zum Beispiel würde ich mich weigern Stephen Hawking als nicht ernstzunehmen zu betrachten weil ihm die Fitness abgegangen ist …

  100. #104 Uli Schoppe
    01/04/2026

    Das habe ich nicht ganz eindeutig formuliert ^^

    “Wer hört denn schon auf einen narzistischen xenophoben emotional instabilen Präsidenten, der Schwierigkeiten hat, sich klar auszudrücken oder fokussiert zu bleiben?”

    bezog sich jetzt nicht auf Biden ^^

  101. #105 wereatheist
    Mein REWE ist vegan!!!! sülz
    01/04/2026

    Ein Dokument aus Ur-Woke Tagen ist The Negro Motorist Green-Book.
    Wer damit heutzutage ein Problem hat, ist selber eines.

  102. #106 wereatheist
    01/04/2026
  103. #107 wereatheist
    aber ich mag die Salatbar
    02/04/2026

    Quillette als Quelle zu nennen ist vielsagend.

  104. #108 Cornelius Courts
    02/04/2026

    @wereatheist: “The Negro Motorist Green-Book.”

    Toller Film! 🙂
    https://de.wikipedia.org/wiki/Green_Book_%E2%80%93_Eine_besondere_Freundschaft

  105. #109 RPGNo1
    02/04/2026

    Quillette als Quelle zu nennen ist vielsagend.

    Finde ich auch. Der liberal-konservative leitende Redakteur eines libertären Magazins beklagt den Niedergang einer ehrenwerten sozialdemokratischen bzw. demokratisch-sozialistischen Partei, die von SJW und identitätspolitischen Aktivisten gekapert wurde. Das hat was für sich. 😉

  106. #110 Cornelius Courts
    02/04/2026

    fühle mich gerade in meiner zwar auf reichlich Lektüre und aktiver politischer Wahrnehmung gründenden aber natürlich dennoch laienhaften Analyse sehr bestätigt durch die Analyse des Soziologen und Konfliktforscher (und Vereinskollegen) H. Marcks, der den Niedergang der Linken bei gleichzeitigem Erstarken der Rechten genauso herleitet, wie ich (er kann das z.T. auch mit entspr. Studien belegen):

    Er arbeitet heraus, daß kulturelle Aspekte nicht sach- aber wirkmächtiger sind, als ökonomische:

    “Im Prinzip ist die kulturelle Repräsentationslücke der Elefant im diskursiven Raum der Polarisierung. Denn sie legt den soziokulturellen Charakter des Rechtsrucks offen – und doch wird kaum darüber geredet, was sie ist, wie sie zustande kommt und was sie bewirkt.”

    Natürlich versuchen die woken Linken solche Diskurse zu unterdrücken bzw. zu canceln.

    “Denn die Studienlage zeigt deutlich, dass die politische Spaltung der Milieus weniger ökonomischen als kulturellen bzw. habituellen Aspekten folgt. Davon zeugt nicht nur die kulturelle Repräsentationslücke, sondern auch ein klassenförmiger common sense divide: milieuspezifische Vorstellungen davon, was als selbstverständlich gilt.”

    Das ist genau das, was ich mit der Abscheu erzeugenden maximalen Entfremdung durch Realitätsverachtung und -verleugnung bei gleichzeitigem maximalen “moral grandstanding” (moralischer Eigenüberhöhung und Abwertung Andersdenkender) der Linken meine. “Normale” Menschen, die früher SPD wählten, können damit nichts anfangen.

    ” Der sogenannte Kulturkampf vernebelt eben nicht soziale Konflikte, sondern ist Ausdruck davon. Das heißt: Die Milieus, die linke Politik heute repräsentieren, stehen im kulturellen Konflikt mit den unteren Klassen.”

    ich würde sogar sagen, daß sie sie oft regelrecht verachten. Was wird wohl die Soja-Matcha trinkende, vegane, palituchtragende Lea-Marie-Sophie (14. Semester Queer-Colonial and Indigenous Women Studies) von den Jusos mit Pott-Malocher und Currywurst- und Fußballfan Egon anfangen können?
    Und hier die klare Schlußfolgerung:

    “Man kann also plausibel argumentieren, dass das linke Lager eine treibende Rolle beim Rechtsruck spielt. Gerade in kulturellen Fragen betreibt es eine polarisierende Kommunikation, die zum Ausschluss geläufiger Einstellungen vor allem der unteren Klassen führt. Es sind vorpolitische Konflikte, die unter der Oberfläche gären, aber das Feld des Politischen umso nachhaltiger neuordnen.”

    Das Traurige und hoffnungsarm stimmende dabei ist:

    “Auf die rechtsextremen Erfolge reagiert das linke Lager so, dass diese auch noch verstärkt werden. Man will das Problem also mit einer Denkweise lösen, die das Problem miterzeugt hat.”

    Und das ist so, weil

    “Akteursgruppen ihre Steuerungsfähigkeit durch frühere Entscheidungen so prägen, dass alternative Problemlösungen verblendet sind. Sie finden dann keine guten Antworten auf Probleme, selbst wenn sie bekannt sind.”

    Und bekannt sind sie. Mein Blog ist ja öffentlich verfügbar ;))

    “Denn die Beteiligten sind gefangen in Gewissheiten, die für die Gruppenidentität zentral sind, eingemauert in Strukturen, Prozesse und Machtverhältnisse, die dafür sorgen, dass abweichende Denkweisen Widerstände auslösen und Reformversuche hohe Kosten verlangen”

    Identitätspolitik ist wirklich die Pest unserer Zeit. Es ist eine Sekten-, eine Kultlogik. Ein wahrer Teufelskreis, denn:

    “Diejenigen, die vielleicht wüssten, wie man etwa die SPD aus der Krise führt, können in der Partei – sofern sie (noch) Mitglied sind – gar nicht zu Einfluss gelangen. Denn dafür müssten sie der Denkweise entsprechen, die in die Krise geführt hat.”

    Quelle (unbedingt lesenswert):
    https://www.ruhrbarone.de/die-linke-als-malocherschreck/257089/

  107. #111 Uli Schoppe
    02/04/2026

    Witzig. Perplexity bekommt einen devokalisierten Text wieder hin. Ist zwar OT aber jetzt sag noch jemand KI kann nichts…

    Ich konnte nicht widerstehen..

  108. #112 zimtspinne
    02/04/2026

    mal was lustiges aus dem Genre woker Klimbim (den ja die Identitätspolitikfans auch immer gerne heranziehen, um sich nicht mit relevanten Themen befassen zu müssen, wo es für sie unangenehm würde):

    Ich war mit Rad in der einzigen verkehrsberuhigten größeren Zone unterwegs und normalerweise könnte man dort perfekt ein kleines HIT einlegen und den Puls so richtig hochjagen, wenn da nicht die Hunde an Flexileinen, Nordic Walker/Flanierer in Dreiergruppen nebeneinander, Teenies mit Handys und andere unbererechenbare Hindernisse wären….

    In diesem Fall galt es, eine sehr umfangreiche Kindergartengruppe zu durchqueren, die sich nicht nur über die Teerstraße, sondern auch noch links und rechts über das Steinpflaster verteilt hatten und somit auch nicht bogenförmig umrundet werden konnten.

    Rechtzeitig wurde aber einer der Erzieher noch auf mich aufmerksam und rief in Bass-Bariton: Achtung, ein Radfahrer!!!
    Wie im mehrstimmigen Gesang fiel ein Sopran ein: Eine Radfahrerin!
    Drauf ein paar Kids fröhlich in Kinderstimmen: eine Radfahrerin!!!

    Ich denke, die lieben Kleinen sind bereit für die Zündung der nächsten Stufe – die Gender-Sonderzeichen und das Zungenbrechen, äh Glottisschlag. 😀

  109. #113 zimtspinne
    02/04/2026

    für diesen Weg hätte ich übrigens gerne ein Polizeisirenen-Imitat oder Silberrücken-Löwengebrüll – auf normale Fahrradklingel wird oft nicht oder viel zu spät reagiert.
    ich muss mich mal informieren, ob es sowas gibt (bestimmt) und legal einsetzbar ist… wobei mir das ehrlich gesagt egal wäre, Hauptsache, es wirkt. Hatte da schon mehrfach Situationen haarscharf an einem Unfall vorbei. Gut, dass ich durch jahrelang Kampfsport ganz gut Reaktivkraft abrufen kann 🙂

  110. #114 Cornelius Courts
    02/04/2026

    @zimtspinne: “eine Radfahrerin!!!”

    finde ich unmöglich und absolut triggernd von denen, einfach so Dein “Gender” zu assumen. Geht 2026 ja wohl gar nicht mehr!
    Korrekt heißt es “ens radfahrendens Humanoidens”, ALLES andere ist schlimmer als Hitler!!!1!

  111. #115 naja
    02/04/2026

    @ CC
    Ich sage mal so: Du schließt die Repräsentationslücke, von der H. Marcks spricht (wenn ich ihn richtig verstehe) aber auch nicht unbedingt, indem du deinen linkeren Kommentatoren häufiger unterstellst, vom woke-mind-virus infiziert zu sein… eventuell vielleicht.

  112. #116 naja
    02/04/2026

    Ich habe kein besseres Wort, als “linkeren” gefunden. Und wollte hier niemandem sein mitte- oder rechtssein absprechen oder irgendjemanden falsch repräsentieren.

  113. #117 Cornelius Courts
    02/04/2026

    @naja: “Du schließt die Repräsentationslücke, von der H. Marcks spricht (wenn ich ihn richtig verstehe) aber auch nicht unbedingt”

    na, da habe ich ja Glück gehabt, daß ich keine linke Partei bin, die sich darum kümmern sollte, Arbeiter-Wähler zurückzugewinnen,
    sondern ein Blogger, der Identitätspolitik besch….eiden findet!

    “linkeren”
    links ist, wie Frau Neiman schon feststellte, nicht woke.
    Das würde H. Marcks auch so sehen.

  114. #118 Joseph Kuhn
    03/04/2026
  115. #119 naja
    03/04/2026

    Leute, ich habe nicht gesagt, es wird jemandem vorgeworfen links zu sein, sondern woke.
    Das ist ein Unterschied, weil links nicht gleich woke.

    Das war mein Punkt und der ist auch nicht so schwer zu verstehen.

  116. #120 Ichbinich
    03/04/2026

    @Naja 115

    Genau dasselbe musste ich auch denken, als ich den Text las…

    Bei:
    “Zum Beispiel durch Akteure, die Diskurse entsachlichen und Konflikte durch Emotionalisierung, Moralisierung und Dichotomisierung zuspitzen. Polarisierung werde sozusagen auch herbeigeredet”

    Hatte ich auch gleich Cornelius im Kopf….

    Aber ich bin ja entweder woke oder falle auf alle Woken herein habe ich mir sagen lassen,also was weiß ich schon.

  117. #121 Uli Schoppe
    03/04/2026

    zimtspinne
    02/04/2026

    Ich war mit Rad in der einzigen verkehrsberuhigten größeren Zone unterwegs und normalerweise könnte man dort perfekt ein kleines HIT einlegen und den Puls so richtig hochjagen, wenn da nicht die Hunde an Flexileinen, Nordic Walker/Flanierer in Dreiergruppen nebeneinander, Teenies mit Handys und andere unbererechenbare Hindernisse wären…

    Das Problem ist, das vielen nicht klar ist was in §1 der Strassenverkehrsordnung steht:
    Absatz 1 besagt: “Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.”

    Eigentlich ganz einfach zu verstehen. Man darf nur das “gegenseitig” nicht übersehen. Dir gegenüber schwächere Verkehrsteilnehmer haben eben auch nicht das Recht zu machen was sie wollen. Und Du darst nicht einfach durchpreschen weil Dir danach ist oder klingeln und Augen zu. Ich würde Dir zustimmen wenn Du sagst die erste Gruppe hat damit mehr Schwierigkeiten.
    Unlustigerweise habe ich als Autofahrer das selbe Problem wenn es sich um Radfahrer dreht. Als Autofahrer kommt dann die erste Gruppe noch hinzu. Das Verhalten ändert sich ja nicht bloß weil mein Auto eine Tonne schwerer ist als Dein Rad …

    Absatz 2 fordert, dass sich jeder Verkehrsteilnehmer so verhalten muss, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr als unvermeidbar behindert oder belästigt wird.

    Der räumt DIr auch Rechte ein als Radfahrer. Kümmert aber wieder keinen. Also gar keinen.

    Ich denke das ist ein gesellschaftliches Problem. Gesamtgesellschaftlich. Ich werde gerade einen Gedanken nicht los: Verfolgst Du nicht einen identitätspolitischen Ansatz, indem Du die Gruppe der Radfahrer der der Fußgänger gegenüberstellst? 🙂

    Rechtzeitig wurde aber einer der Erzieher noch auf mich aufmerksam und rief in Bass-Bariton: Achtung, ein Radfahrer!!!
    Wie im mehrstimmigen Gesang fiel ein Sopran ein: Eine Radfahrerin!

    Das bewertest Du über. Ich habe meine Frau gefragt, die ist schließlich Erzieherin.
    Die haben einfach Spaß daran ihrer Begleitperson zu widersprechen 😉 Kannst Du, so die Aussage, in allen möglichen Situationen haben.
    Identitätspolitische Vorstellungen sind für Kinder in dem Alter einfach zu komplex. Und der Versuch Kinder irgendwie in dem Alter identitätspolitisch “abzurichten” ist äußerst schwierig.
    Ein Versuch wie bei Frau Harer “Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind” (das noch 1968 nochmal aufgelegt wurde, man glaubt das nicht) ist da viel erfolgreicher, weil er auf der Emotionsebene und emotionaler Verarmung / Verwahrlosung ansetzt…

  118. #122 nI
    03/04/2026

    Gedanken zum Karfreittag

    Da wird ein Mensch zu Tode gefoltert und wir begehen dazu einen Feiertag.
    Auf den ersten Blick erscheint das absurd, aber es ist nicht absurd.
    Absurd ist die menschliche Existenz.
    Vor 69 Jahren hat sich Eugène Ionesco mit der inneren Natur des Menschen auseinandergesetzt, in Erzählung „Die Nashörner“.
    „Eugène Ionesco hat eine verrückte Geschichte über Massenwahn und Anpassertum geschrieben, die eindrücklich zeigt, mit welcher Geschwindigkeit Meinungen zu weitverbreiteten Stimmungen werden können, die dann unaufhaltsam zu gesellschaftlichen Umwälzungen führen.“
    Dabei verwandeln sich die Menschen in Nashörner, einer nach dem anderen. Nur ein Beobachter bleibt.
    Und irgendwie passt das auch zum Thema Wokeness und seinen Folgen, politisch wie gesell schaftlich. Und……die Nashörner sind diesesmal , alle, die zum absurden Weltgeschehen schweigen. Und…. die, die nicht schweigen, die sind die woken.
    Aber… zum Glück haben wir ja einen Beobachter, im Theaterstück heißt er Behringer, er widersetzt sich …..
    und auch hier scheinen sich einige zu widersetzen…

  119. #123 Uli Schoppe
    03/04/2026

    Cornelius Courts
    02/04/2026

    na, da habe ich ja Glück gehabt, daß ich keine linke Partei bin, die sich darum kümmern sollte, Arbeiter-Wähler zurückzugewinnen,

    Da hilft aber die Aufnahme konservativer Identitätspolitik ins Programm auch nicht. Grundsätzlich einfach von jeder Form der Identitätspolitik die Finger lassen.

    Mein Ratschlag: Weg von der neoliberalen Agenda. Dann lösen sich wahrscheinlich ein Haufen Probleme, die man jetzt nur durch die Identitätsbrille sieht, von ganz alleine. Und man kann sich dann um die tatsächliche Unterdrückung kümmern, die noch übrig bleibt.
    Dem identitätspolitischen Ansatz von Herrn Merz hinterher zu hecheln funtioniert offensichtlich nicht.
    Wenn die meisten ich sag das jetzt mal so lax “kriminellen Ausländer” in sozialen Brennpunkten leben ist vieleicht der soziale Brennpunkt der Auslöser.
    Kann ich mir nicht weit von hier in der Realität ansehen.
    In den Blocks wird die identitäre Konzentration von Menschen sogar noch von Amts wegen unterstützt. Wenn man bestimmte Gruppen beim Verwaltungshandeln einfach in die gleiche Ecke schaufelt weil sie dann einfacher zu verwalten sind ist das in meinen Augen nicht zielführend …

    Ich hab hier die seven towers im Miniformat ^^

  120. #124 Uli Schoppe
    03/04/2026

    wereatheist
    aber ich mag die Salatbar
    02/04/2026

    Quillette als Quelle zu nennen ist vielsagend.

    Du meinst wegen der nicht bloß konservativen sondern (wirtschafts-)libertären Agenda?
    Der Schwierigkeiten mit journalistischen Standards?
    Den gelegentlich pseudowissenschaftliche Ansichten?

    Nein ich bin kein Linklieferant. Findet sich ganz leicht über google oder die KI ihrer Wahl … Ich meine man findet sogar etwas in der englischen Wikipedia.

  121. #125 RPGNo1
    04/04/2026

    Feminismus sollte überall hinschauen – auch in migrantische Milieus

    Ich will, dass sich Deutschland nicht nur über das Schicksal von Collien Fernandes empört, sondern auch über das der getöteten 15-Jährigen aus Pirmasens, des Mädchens aus Neukölln, das von Maryam H. Was sagt der Großteil des linken Feminismus dazu? Allzu oft schweigt er – oder greift zu Rassismusvorwürfen, sobald jemand Kritik an solch überkommenen Traditionen übt. »Betroffenen zuhören« heißt es gerade wieder. Das gilt aber offenbar für viele nur, solange Betroffene das erzählen, was man hören will. Was ist das für ein Feminismus, der nur dann auf die Barrikaden geht, wenn es die »richtigen« Opfer und Täter sind?

    Wir müssen genauso über Probleme in migrantischen Milieus sprechen. Nichtdeutsche Tatverdächtige sind in der Polizeilichen Kriminalstatistik überrepräsentiert, auch bei den Sexualdelikten. Migrantinnen sind überproportional oft von häuslicher Gewalt betroffen. Experten nennen eine patriarchalische Erziehung und Sozialisation als einen der Gründe dafür. Ich brauche keine Studien, um zu wissen, wie schwer es Mädchen in solchen Milieus haben können. In meinem Umfeld kenne ich kaum ein Mädchen, das nicht in irgendeiner Form unter dieser Form der Erziehung leidet. »Mein Bruder durfte das, aber ich nicht« – eine Ungerechtigkeit, die sich durch ganze Biografien zieht. Auch durch meine.

    Bei der Demo in Berlin gegen digitale Gewalt schrie jemand auf der Bühne: »Das Problem sind Männer.« Auch hier kann ich nicht mitgehen. In meiner Kultur sind es nicht nur Männer, die Gewalt an Frauen ausüben. Auch Frauen sind oft Täterinnen – Hüterinnen der Jungfräulichkeit, die darauf achten, dass Mädchen sich in ihre Rolle fügen.

    Gewalt darf man nicht gegeneinander ausspielen. Es ist wichtig, dass wir über digitale Gewalt an Frauen sprechen. Wir müssen aber auch über häusliche Gewalt reden und dürfen nicht schweigen, wenn Mädchen nicht am Schwimmunterricht teilnehmen dürfen, weil ihr Körper als Projektionsfläche für Sünden betrachtet wird. Wenn sie nicht bei Schulausflügen dabei sein dürfen oder wenn einen Freund zu haben bedeutet, dass die Familie einen verstößt.

    Solange Frauen noch um solche grundlegenden Freiheiten kämpfen müssen, halte ich Debatten über Gendersternchen für ein Luxusproblem. Wenn Feminismus ernst gemeint ist, dann muss er überall hinschauen. Auch dort, wo es unbequem wird.

    https://archive.is/GIy2i

    *Daumen hoch*

  122. #126 Ichbinich
    04/04/2026

    @RPGNo1

    Und jetzt zeigen Sie mir bitte den Linken, oder “Woken”, der das nicht anprangert.
    Das von rechts kritisierte, “woke” Wort Femizid wurde genau für solche Taten erfunden damit dieses Problem mehr Aufmerksamkeit bekommt. Das Wort kann man jetzt gut finden oder eben nicht, aber man sollte nicht so tun als gäbe es diese Diskussion nicht schon längst.
    https://taz.de/Prozessauftakt-im-Fall-Maryam-H/!5835491/

    Dass Taten bei Berühmten mehr mediales Echo erzeugen, liegt leider in der Natur der Sache, aber sicher nicht darin dass. “Linke” oder “Feministen” sonst Morde an Frauen nicht interessieren…

  123. #127 RPGNo1
    05/04/2026

    @Ichbinich

    Und jetzt zeigen Sie mir bitte den Linken, oder “Woken”, der das nicht anprangert.

    Die Autorin hat genau die Fälle geschildert, bei denen so manche Linke oder “Woke” ein gepflegtes Desinteresse zeigen, weil sie nicht Gefahr geraten wollen, von ihrer Blase als islamophob, rassistisch etc deklariert zu werden.

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/16-jahrige-mutmasslich-vergewaltigt-neukollner-jugendclub-und-jugendamt-schalteten-polizei-nicht-ein–trotz-hinweisen-15340562.html

    Wann war eigenlich die große Demo (organisiert von bekannten Namen aus Politik, Kultur und Medien) für das kurdische Mädchen, welches in Neukölln von arabischstämmigen Jugendlichen vergewaltigt wurde? Wo ist der große Aufmacher auf der Titelzeile von Zeit, Spiegel, SZ über die Probleme in gewissen migrantischen Millieus? Ach, da gab es keine? Es sind auch keine geplant? Da hat die kurdische Jugendliche wohl Pech gehabt. Sie bringt eben nicht genügend Aufmerksamkeit ein.
    *Sarkasmus off*

    PS: Wenn Lukas Eberle, Roman Höfner, Max Hoppenstedt Heinrichs, Juliane Löffler und Marvin Milatz demnächst einen großen Leitartikel im Spiegel veröffentlichen, der da lautet: “Ihr habet mich vergewaltigt”, und welcher von Fotos des Opfers und der (in diesem Fall nicht einmal mutmaßlichen) Täter flankiert wird, dann ziehe ich meinen Kommentar #125 gerne zurück.

    https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/collien-fernandes-erstattet-anzeige-gegen-ex-mann-christian-ulmen-a-6abfb991-1665-4469-9c8e-3cc5a2cb4f29

  124. #128 naja
    05/04/2026

    @ RPGNo1
    Collien Fernandes hat selbst die Aufmerksamkeit gesucht und ist als Person des öffentlichen Lebens in die Öffentlichkeit gegangen. In der Folge wurde “Collien Fernandes nackt” sehr viel gegoogelt.

    Das 16 jährige Mädchen ist minderjährig und keine Person, die in der Öffentlichkeit steht. Diese Fälle sind bekannt, vielleicht reicht das als Aufmerksamkeit? Warum sollen Fotos des Opfers in die geforderten Leitartikel? Das würde definitiv dazu führen, dass KI Videos dieser minderjährigen kursieren.

  125. #129 Ichbinich
    05/04/2026

    @RPGNo1

    Was verstehen Sie denn unter Desinteresse? Bzw. was müsste passieren, damit Sie das nicht unterstellen würden? Dass Sie eine Demo für jeden Vergewaltigungsfall fordern, kann ja nicht Ihre ernsthafte Vorstellung sein, oder?

    Hier ist z. B. Ein Artikel darüber in der “woken” Taz
    https://taz.de/Vergewaltigung-in-einem-Jugendzentrum/!6166413/

    Und sie wollen jetzt nicht ernsthaft behaupten, dass wir Probleme in migrantischen Milieus nicht genug besprechen, oder?

  126. #130 zimtspinne
    05/04/2026

    ein kleiner Nebengedanke zu RPGs letzten Beiträgen (die mir aus dem Herzen sprechen):

    In meinem weiter entfernten Bekanntenkreis ist jemand, die in einem Präventionsprojekt u.a. auch mit Frauenhäusern zusammenarbeitet.
    Sie erzählte schon vor einigen Jahren über den hohen Anteil migrantischer Frauen, die dort Schutz suchen.

    Das bringt mich zu einem der gerissensten ideologischen Argumentationsmuster der Linken:

    Was machst du dir denn Sorgen um Gewalt an Frauen durch bestimmte Migrantenkohorten:
    die häufigste Gewaltform ist die häusliche Gewalt und somit ist die Wahrscheinlichkeit für Frauen, Opfer von körperlicher/sexueller Gewalt zu werden, am höchsten in ihren eigenen vier Wänden!

    Sind diese Aktivisten und Populisten ernsthaft davon überzeugt, hochproblematisch sozialisierte Männer mit überwiegend Islamhintergrund sind nur draußen gewalttätig, dominant, aggressiv und repsektlos gegenüber Frauen?
    Und in ihren eigenen vier Wänden sind sie Musterexemplare respektvoller, wertschätzender Männlichkeit?

    Hab gerade wenig Zeit, daher gehe ich auf einiges der letzten Tage voraussichtlich erst morgen ein.

  127. #131 Ichbinich
    05/04/2026

    @zimtspinne

    Ich bin weder Aktivist noch Populist würde Ihre Frage aber mit Nein beantworten.
    Ich kenne aber auch niemanden, der das glaubt.

    Und trotzdem stimmt es, dass für Frauen die Wahrscheinlichkeit, sexuell mißbraucht zu werden, in dem eigenen sozialem Umfeld am höchsten ist (und zwar egal, ob man Migrant ist oder nicht).

    Wir leben leider in einer komplexen Welt…

    P. S: Ist so ähnlich wie mit diesen Vegetariern und Veganern, die uns allem angeblich alles verbieten wollen. Ich habe einige Freunde, die Vegetarier oder Veganer sind. Nicht einer hat bisher versucht, mich vom Fleisch essen abzuhalten.
    Aber mehrere Bekannte haben in deren Beisein dumme Sprüche abgelassen…
    Oder mit dem Gendern, aber davon fangen wir wohl besser nicht an…

  128. #133 naja
    10/04/2026

    @ RPGNo1
    Und hier ist der Leitartikel in der Zeit zu dem Fall im Jugenzentrum.
    https://www.zeit.de/politik/2026-04/vergewaltigung-jugendclub-berlin-neukoelln-strafanzeige-jugendstadtraetin

  129. #134 RPGNo1
    13/04/2026

    Ein SPIEGEL-Leitartikel zur Wahl in Ungarn

    Zerbrochen ist der Pakt, auf dem sechzehn Jahre Orbán-Herrschaft beruhten: Wohlstand gegen Freiheit. Solange die Reallöhne stiegen und EU-Milliarden ins Land flossen, akzeptierten genügend Ungarn diesen Preis. Doch die Inflation explodierte, die Wirtschaft stagnierte und fiel hinter das benachbarte Rumänien zurück. Während das Land verarmte, wurde die Korruption des Orbán-Clans immer dreister.

    Magyar ließ sich von dieser Unzufriedenheit ins Amt tragen. Er verweigerte sich Orbáns Lieblingsthema: dem Kulturkampf. Mit Migrations- und Genderfragen kam der Premier nicht an gegen den Konservativen, der einst selbst zu Fidesz gehörte. Magyar konzentrierte sich auf das, was die Menschen wirklich bewegte: wirtschaftliche Stagnation, Korruption, miserable Gesundheitsversorgung.
    […]
    Was ist die Lehre dieser Wahl? Die autoritäre Rechte besiegt man nicht auf dem Feld der Ideologie, sondern der Realpolitik. Wer sie stoppen will, sollte sich nicht auf Kulturkämpfe einlassen, sondern mit der Frage an ihre Wähler herantreten: Geht es euch mit dieser Regierung wirklich besser?

    https://archive.is/Y10ie

  130. #135 Joseph Kuhn
    13/04/2026

    @ RPGNo1:

    Ich bin gespannt, wie es in Ungarn weitergeht. Der neuen Regierung dürfte viel Gegenwind ins Gesicht blasen, aus dem Orbanlager, aus Russland, vielleicht auch den USA, aber wie uns allen auch aus der Weltwirtschaft. Hoffentlich kippt nicht alles bei der nächsten Wahl wieder. Die Frage “Geht es euch mit dieser Regierung wirklich besser?” wird auch da gestellt werden.

  131. #136 RPGNo1
    13/04/2026

    @Joseph Kuhn

    Die neue Regierung hat einen Trumpf in der Hand, welche ihr ausgerechnet (Ironie der Geschichte) Orban geliefert hat, nämlich die Zweidrittelmehrheit im Parlament. Damit könnten viele der autoritären, antidemokratischen Gesetze der letzten 16 Jahre schneller auf dem Müllhaufen der Geschichte landen, als Orban und Fidesz erahnen können. Ebenso könnten viele Fidesz-Parteigänger, die vom geschlagenen MP in ihre Posten gehieft wurden, sich unmittelbar auf der Straße wiederfinden. Peter Magyar hat bereits den raschen Rücktritt von hochrangigen Orbanvertrauten gefordert.

    https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Ruecktrittsforderungen-Ungarns-Wahlsieger-Peter-Magyar-macht-Viktor-Orban-und-seinen-Marionetten-klare-Ansage-id30707249.html

  132. #137 Staphylococcus rex
    13/04/2026

    Nur am Rande, aber ich halte es für wahrscheinlich, dass die vielgescholtene EU einen Anteil an den Veränderungen in Ungarn hat. Wenn Orban nach dem Vorbild Türkei versucht hätte, seinen Gegner vor der Wahl verhaften zu lassen und es zu gewaltsamen Protesten gekommen wäre, dann hätte die EU nicht tatenlos zuschauen können. Ich möchte jetzt keine Grundsatzdiskussion über die Kompetenzen der EU vom Zaun brechen, gehe aber davon aus, dass sowohl in Polen als auch in Ungarn die EU einen mäßigenden Einfluss hatte, was den irreversiblen Umbau des Staates von einer Demokratie hin zu einer Diktatur betrifft.

    Ein Wahlsieg heißt noch lange nicht, dass morgen alles besser wird. In Ungarn kann mit einer 2/3-Mehrheit das Aufräumen beginnen. In Polen haben wir dagegen eine Pattsituation und es bleibt spannend, was dort die nächsten Wahlen bringen.

    In den USA, in der Türkei und mit Einschränkungen in Israel sind demokratiefeindliche Kräfte dabei, den dortigen Staat tiefgreifend umzubauen, um ihre Macht zu zementieren. Ich weiß nicht, wie groß die Resilienz der rechtsstaatlichen Einrichtungen in diesen Staaten ist.

  133. #138 zimtspinne
    13/04/2026

    http://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/ungarn-warum-oppositionsfuehrer-magyar-vor-der-wahl-orbans-linie-kopiert-li.10019685

    RPG, kannst du die Leseblockade mal knacken? Bin grad am Tablet und hab hier nicht die nötigen links verfügbar.

    Gehe ich richtig in der Annahme, der Neue hat sich bezüglich Migrationspolitik dem Vorgänger angenähert?
    Wobei, wenn wir von Migrationspolitik reden, meinen wir ja eigentlich immer sowas wie (ungeregelte) Migration aus dem Islam. Kann man ruhig öfter laut aussprechen oder schreiben.

    Wir freuen uns die Tage auch gerade wieder so richtig dolle über solche Schlagzeilen, ähm ich meine Nicht-Schlagzeilen, denn es herrscht beinahe gespenstische Stille in der deutschen Presselandschaft über diese an sich wichtigen Neuigkeiten:

    Die Schweiz, Deutschland und Österreich wählen die Mullahs in das Menschenrechtsgremium der UNO

    Ich denke, dass Kulturkampf (was is das überhaupt alles und was ist das nicht?) nicht im luftleeren Raum stattfindet und betrachtet werden kann, sondern mit dem Feld “Realpolitik” verwoben ist.
    Und ich denke, die neue Regierung in Ungarn wird sich letztlich auch zu solchen Themen positionieren und Handlungen folgen lassen müssen – “ich hab keinen Bock auf Kulturkampf” reicht da nicht. Luftleerer Raum und so.

    Gerade auch das Migrationsthema betrifft die gesamte Population eines Landes. Die Wohlhabenden, die sich in bewachte Villenviertel zurückziehen und ihre Kinder auf Privat- statt Brennpunktschulen gehen lassen, betrifft das Thema eher weniger, die können freilich große Töne spucken, wie bereichernd ungeregelte Migration aus dem Islam doch sei.

  134. #139 Stefan Zander
    OBERKIRCH
    14/04/2026

    Vor nun über 10 Jahren hatte ich zum Thema Wokeness (das damals natürlich noch nicht so hieß) eine heisse Auseinandersetzung hier auf Science Blog mit Jürgen Schönstein. Im Zuge der Willkommenskultur und dem ganzen Drum herum hatte ich es gewagt, das alles in Frage zu stellen. Ich bin sprichwörtlich zerfetzt worden. Nazi, Frauenfeind, Rassist. Alles in einem Thread. Ich muss wirklich schmunzeln, wenn ich nun nach so langer Zeit diese Kommentare hier lese. Offensichtlich ist die Debatte wieder offener geworden, und das ist nur zu begrüßen.

  135. #140 Cornelius Courts
    16/04/2026

    @Stefan Zander: “Vor nun über 10 Jahren hatte ich zum Thema Wokeness (das damals natürlich noch nicht so hieß) eine heisse Auseinandersetzung hier auf Science Blog”

    Ja, ich erinnere mich an diese Zeit. Mein eigener erster Artikel zu dem Thema ist auch ziemlich genau 10 Jahre alt (https://scienceblogs.de/bloodnacid/2016/04/07/die-neue-religion-der-regressiven-linken/)

    “Ich bin sprichwörtlich zerfetzt worden”

    Ja, damals kannten diese Leute noch keinen Widerspruch/Widerstand und dabei war “peak woke” noch nich mal erreicht. Zu meinem Artikel gab es damals auch großes Krakeelen in den Kommentaren.
    Das ist so ein bißchen, wie mit dem Atheismus. Erst mit Dawkins/Hitchens/Harris/Dennett gab es eine Wende und Atheisten traten selbstbewußter auf und trauten sich, Bullshit Bullshit zu nennen.

  136. #141 Cornelius Courts
    16/04/2026

    meine 2 Cents zu Ungarn:
    Der Wahlerfolg Magyars in Ungarn erklärt sich m.E. zu einem wichtigen Teil dadurch, daß Magyar selbst ein rechts-konservativer Politiker ist. (TISZA ist offiziell eine Mitte-rechts-Partei und Magyar selbst war 22 Jahre Fidesz-Mitglied. Das ist jemand, der aus demselben kulturellen und politischen Milieu kommt). Kein linker Herausforderer hatte das bisher geschafft. Wie Fidesz lehnt auch TISZA EU-Quoten für Migranten ab und will den Grenzzaun beibehalten. Das sind keine Zugeständnisse an konservative Wähler, das ist das genuine Programm. Magyar wird auch die kritische Haltung gegen Identitätspolitik und Wokeness beibehalten, die man von Orban kennt und das gefällt den Ungarn. Er wird aber sicher weniger offen korrupt, verbrecherisch, Pro-Rußland und Anti-EU sein, auch das wünschen sich die Ungarn ganz offensichtlich. (zumal jetzt die Kohle aus der EU fließen kann)
    Und analog zur SPD wurden die linken Parteien in Ungarn in den Abgrund gestürzt: Im ungarischen Parlament sitzen jetzt ausschließlich Nationalkonservative (TISZA), Russland-orientierte Rechtspopulisten (Fidesz) und antisemitische Faschisten keine linken oder liberalen Parteien.

    Frühere linke Oppositionskandidaten hatten ja erfolglos dieselben Anti-Korruptions- und Wirtschaftsargumente gebracht. Die vollständige Marginalisierung der linken und liberalen Parteien nach 16 Jahren Orban-Herrschaft zeigt, daß diese Botschaften allein nicht überzeugt haben. Das Scheitern der Linken war also nicht primär eine Frage von deren Botschaft/Angebot, sondern des kulturellen Profils (s. auch H. Marcks’ Analyse #110)

    Ich bin überzeugt: Die Anti-Korruptions-Botschaft war notwendig, aber nicht hinreichend. Das konservative Kulturprofil war ebenfalls notwendige Bedingung. Ohne sie wäre Magyar ein weiterer gescheiterter Oppositionspolitiker geworden.
    Das ist übrigens auch der Grund, warum die Linkswoken die Wahl in Ungarn weniger feiern, als man denken könnte…

  137. #142 RPGNo1
    16/04/2026

    @CC

    Ich finde leider jetzt nicht mehr den Artikel, wo der Sieg Magyars mit dem Sieg von Donald Tusk bei der polnischen Parlamentswahl 2023 verglichen wurde. Donald Tusks Parteienbündnis hatte ebenfalls einen pragmatischen Wahlkampf gefahren und die Fallen des linken Aktivismus vermieden wie auch die Kulturkampfparolen, welchen ihnen die PiS aufdrücken wollte. Die Regierungsparteien sind zum ganz überwiegenden Teil liberal und konservativ aufgestellt mit einem kleinen roten Tupfer, nämlich der sozialdemokratischen bzw. sozialliberalen (je nach Quelle) Nowa Lewica.

  138. #143 RPGNo1
    16/04/2026

    @CC

    Der Kommentar bei den Ruhrbaronen dürfte dir gefallen. 😉

    Die Gründe für den Sieg Magyars sind vielfältig, eine schwächelnde Wirtschaft, Korruption und insbesondere eine immer stärker werdende Bindung an Russland. Überhaupt konnte Magyar damit punkten, dass Ungarn ein unabhängiger Staat bleiben müsse und nicht stärker in die russische Einflusssphäre rutschen dürfe. Zeitgleich will Magyar die restriktive Einwanderungspolitik Orbáns beibehalten. Die neue ungarische Regierung ist rechts, konservativ und nationalliberal – aber eben nicht illiberal oder rechtsextrem.

    Viel bedeutsamer aber ist, dass der Sieg Magyars mit zahlreichen Dogmen bricht, die insbesondere die politische Linke gerne als absolut postuliert: Rechtsextreme Kräfte können nur von einer starken Linken geschlagen werden.

    https://www.ruhrbarone.de/wahlen-in-ungarn-eine-historische-klatsche-fuer-europas-links-und-rechtsextreme/257479/

  139. #144 zimtspinne
    16/04/2026

    Nicht zehn Jahre, könnten aber locker 6, 7 sein, da wurde auch ich als rechtsradikal bezeichnet (von einem gewissen Landarzt) und auch von RPG sowie weiteren nicht mehr namentlich erinnerlichen usern attackiert, weil ich sinngemäß oder eher ziemlich wörtlich geschrieben hatte:

    Junge Männer aus gewissen Regionen des globalen Südens sind das Kernproblem und ich bezog mich dabei primär auf Gewalt- und Sexualdelikte, nicht auf Ausnutzen der Sozialsysteme o.ä.

    RPG zB sagte sinngemäß, in seiner Firma würden mehrere Syrier (wenn ich es korrekt erinnere) wunderbar und gut integriert arbeiten, ich hätte wohl nicht mehr alle Latten am Zaun, solche Unverschämtheiten zu postulieren.

    Argumentativ ungefähr auf dem Level der Transaktivisten:
    In Frauenschutzräume dringen auch heterosexuelle Männer ein, um Frauen zu belästigen; deshalb können wir auch gleich alle Hürden runterreißen und sich jeden Mann in diese Räume hinein identifizieren lassen.
    bzw natürlich wird von TRA prinzipiell davon ausgegangen, dass “Transfrauen” niemals ein (kriminelles) Problem darstellen, sondern höchstens ein wenig den Betrieb stören.

    Es mussten erst noch ein paar Jahre vergehen und der Elefant im Raum noch zehn Nummern größer werden, dass die Problematik nicht mehr einfach direkt trivialisiert bzw verleugnet wird.

    Auch die vielseitigen “Tätigkeiten” der Männer in Frauenkleidern in Umkleide- und Duschräumen von Frauen werden nur noch selten bestritten – ist doch das Netz voll davon, meist sogar selbst fotografiert und gefilmt, denn wenn der Blumenstrauß an paraphilien Störungen mal reinkickt bei ihnen, wird alle Vorsicht außer acht gelassen.
    Inzwischen weiß jeder, der sich mit dem Thema befasst, dass Männer mit dem Geschlechtsverkleidungstrieb den Transzug steuern und auf dem Rücken genderverwirrter Heranwachsender “gender affirming care” normalisieren und zelebrieren.

  140. #145 naja
    16/04/2026

    @ zimtspinne
    Ja, ist echt nicht cool, politisch in irgendwelche Ecken gestellt zu werden. Deinem letzten Satz kann ich zB zustimmen. Ich hätte es nur anders formuliert.

  141. #146 zimtspinne
    17/04/2026

    @ naja

    da ich mich nicht besonders für Parteienpolitik interessiere und nicht mal wirklich den Überblick habe, wofür jede Partei im einzelnen steht oder welche Positionen sie jeweils thematisch in jeder Nuance vertritt, ist es mir eigentlich relativ egal, ob und in welche Lager ich gesteckt werde.

    Da ich mich parteipolitisch noch nie irgendwo zugehörig fühlte, ergibt sich daraus die Freiheit, mir zu jedem relevantem Thema eine eigene Meinung bilden zu können und dabei auf keinen roten Parteifaden achten zu müssen oder gar Grenzübertritte zu begehen.

    Was hier und allgemein in der Debatte auffällt, werde ich mal bei Gelegenheit aufdröseln.

    Ich fange mal damit an:

    Wenn es gar nicht anbringbar ist, dass Person X, Y, Z auf Rechts(extrem)kurs sind, wie zB hier Cornelius, RPG oder ich, weil man sich aus den Blogdiskussionen schon zu gut kennt, dann folgt der nächste Streich:

    Wir sind auf die Narrative der Rechtsextremen und Rechtspopulisten reingefallen!

    Kann ja gar nicht sein, dass wir clever und informiert genug sind, uns zu heißen Themen wie Pubertätsblockern und SBGG, Antisemitismus und Migrationspolitik eine eigene fundierte Meinung erarbeitet haben!
    Nein nein, wir sind einfach nur in die Falle der Rechtspopulisten getappt und haben deren menschenfeindlichen Narrative übernommen.

    Das hat eigentlich schon beachtliches Beleidigungspotenzial.

  142. #147 Muddi
    z'mitts im Chäsfondue
    30/04/2026

    @zimtspinne

    Es heisst “Landärztin“. Soviel Zeit sollte sein. Und so wie Du schreibst, hatte meine Frau nicht ganz unrecht.

  143. #148 Cornelius Courts
    01/05/2026

    @ #147

    nun, das kam unerwartet ;D

  144. #149 RPGNo1
    01/05/2026

    @CC

    “Die neue autoritäre Linke” von N. Potter

    Ich hab nun angefangen, das Buch zu lesen. Die ersten Seiten waren bereits aufschlussreich [*]. Ich denke, ich werde das Buch schnell durchhaben, denn so umfangreich ist es zum Glück nicht.

    [*] Getroffene Hunde bellen. Ein Schreiberling des ND hat sich nämlich furchtbar über Nicholas Potter echauffiert.

    Nicholas Potter
    @n1ckism
    Mehr Lob vom “Neuen Deutschland”. Total normale und nüchterne Zeitung. Was soll man überhaupt noch dazu sagen?

    https://x.com/n1ckism/status/2049546973087216073

  145. #150 Muddi
    z'mitts im Chäsfondue
    01/05/2026

    @Cornelius

    warum?

  146. #151 zimtspinne
    01/05/2026

    @ Muddi

    Womit hatte deine Frau nicht ganz unrecht?
    Dass Männer, die sich als Frauen oder Mädchen(!) identifizieren, im Wettkampf- und Leistungssport bei den Frauen starten dürfen sollen?
    Bist du als Fraufrau und Ärztin auch dieser Ansicht; aus innerer, tiefer Überzeugung?

    freue mich aber trotzdem, dich mal wieder zu lesen und hoffe, euch gehts gut.

  147. #152 Cornelius Courts
    01/05/2026

    @RPGNo1: “. Die ersten Seiten waren bereits aufschlussreich”

    ja, fand ich auch. Das geht die ganze Zeit so weiter. Hatte das in der Extremheit nicht auf dem Schirm. Echt gruselig.
    Das wird inzwischen sogar von der Links-Partei verstanden, die haben, wie ich hörte, inzwischen eine eigene Gruppe gegen diese Entwicklung gegründet

  148. #153 zimtspinne
    01/05/2026

    Ausgerechnet die linkesten haben es verstanden und gründen eine Gruppe dagegen. Gruppe für etwas anderes wäre noch besser.

    Die ganzen anderen zum Teil genauso agierenden Parteien hingegen sehen wohl keinen Handlungsbedarf?
    Nix wronges gemaked.

  149. #154 Joseph Kuhn
    03/05/2026

    Vielleicht von Interesse: Biebricher et al.: “Oben rechts”, Leseprobe bei Suhrkamp online: https://www.suhrkamp.de/buch/oben-rechts-t-9783518128138

  150. #155 naja
    03/05/2026

    Die Vorstellung, dass die neue Rechte eine spontane Revolte abgehängter Wähler sei, würde ich nahezu ausschließen.
    Selbst wenn so etwas graswurzelmäßig beginnt, haben sich da offensichtlich frühzeitig Menschen auf das Thema gesetzt, die sich Machtzuwachs, Einfluss und Reichtum versprechen.

    Wie bei den Wokies auch.

    Und natürlich fallen auch Leute auf die rechten Narrative herein. Besonders Menschen, die sich politisch nie besonders interessiert haben, fällt es schwer, einzuschätzen, was (im web2.0) ernstzunehmen und was bs ist.

    Das merkt man immer wieder, diese Menschen sind auch besonders anfällig für Verschwörungserzählungen.

    Wenn jemand auf diesem Blog zum Beispiel schreibt, dass Trump hoch anzurechnen sei, dass seine MA auch ein paar Geiseln befreit haben und denkt, die seien der Vorgängerregierung egal gewesen, dann ist diese Person definitiv auf diverse besonders dumme Narrative hereingefallen. Auch wenn das nicht zum Selbstbild passt.

    Wenn man nicht versteht, wie katastrophal bescheuert Trumps Zollgeiere, seine unausgegorenen Kriege, Drohungen und Überfälle, sein Infragestellen der Nato und seine psychische Störung ist, wer nicht versteht, dass Biden ein vernünftiger Präsident war und Trump eine Farce ist, dem ist nicht wirklich zu helfen.

    Auch für theoretisch kognitiv leistungsfähige Menschen gilt bullshit in, bullshit out.

    😉

  151. #156 RPGNo1
    03/05/2026

    @Joseph Kuhn

    Ich suche noch ein Buch für meinen Herbsturlaub. Dein Vorschlag könnte gut reinpassen. Ich mache mich mal schlau.

  152. #157 Muddi
    z'mitts im Chäsfondue
    04/05/2026

    @zimtspinne

    Die Antwort auf Deine erste Frage ergibt sich aus dem Kontext, in dem Du meine Frau erwähnt hast.
    Frage 2 und 3 kann ich wegen einer fehlerhaften bzw. unvollständigen Prämisse so nicht beantworten.

    Ansonsten: Nicole und mir geht es sehr gut, danke der Nachfrage. Und selbst?

  153. #158 Joseph Kuhn
    04/05/2026

    @ RPGNo1:

    Für den Urlaub würde ich doch etwas urlaubigere Lektüre empfehlen. Wie wäre es z.B. mit „Die schönsten Anekdoten aus der Wissenschaft“ von Ernst-Peter Fischer? Ein Reclam-Bändchen, passt in jede Tasche.

  154. #159 RPGNo1
    05/05/2026

    Unterdessen nutzt in Deutschland auf politischer Ebene wieder einmal die rechtspopulistische und in Teilen rechtsextreme AfD die Kontroverse um den richtigen Umgang mit geschlechtsdysphorischen Minderjährigen für ihre Zwecke. In einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung stellte die AfD 25 Fragen zum Kenntnisstand über Pubertätsblocker und Probleme rund um den gender-affirmativen Ansatz. In der Antwort der Bundesregierung wurde Nichtwissen deutlich und kein Bedarf an Eingriffen aus der Politik gesehen. Die AfD hingegen fordert ein sofortiges Moratorium für Pubertätsblocker und gegengeschlechtliche Hormone bei Minderjährigen.

    Den PolitikerInnen der derzeit regierenden Koalition aus CDU und SPD sei dringend empfohlen, im Juli zum Kongress nach Hamburg zu reisen und sich dort von ExpertInnen aus erster Hand berichten zu lassen, wo die Probleme mit dem gender-affirmativen Ansatz liegen und um angemessene Konsequenzen zu ziehen. Das Thema ist zu ernst, um es Rechtspopulisten zu überlassen – es geht um die psychische und körperliche Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, die keiner Ideologie geopfert werden darf.

    Gerade die SPD ist in den vergangenen zehn Jahren sehr einseitig queer-aktivistisch beeinflusst worden und hat sich dies politisch bedauerlicherweise zu eigen gemacht. Möglicherweise hängen die immer mieser werdenden Wahlresultate der SPD, zuletzt in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, auch mit der sozialdemokratischen Heirat mit beinah jedwedem Aktivismus und eben auch der Transideologie zusammen.

    https://queernations.de/tabuthema-transkinder-fachdiskurs/

    Hervorhebung von mir.

  155. #160 Michael Minski
    05/05/2026

    Warum auch immer, manchmal bekomme ich alter Sack tatschlich noch was vom Leben mit. So erzählte mir eine junge Verkäuferin, sie müsse um 5.00 antreten, werde aber erst ab 6.00 bezahlt, oder einem jungen Mann wurden 300 Überstunden gestrichen, eine Krankenschwester findet keine bezahlbare Wohnung, Studenten hausen in überteuerten Dreckslöchern usw.
    Provokativ frage ich zur Zeit die SPD-“Arbeiterführer ” wann sie das letzte Mal mit solchen Leuten gesprochen hätten, postuliere ein ” Noch nie” und unterstelle ihnen gleichzeitig , würde ich fragen, wann sie sich mit Antisemiten, Islamisten , Hamas-Anhängern, Israelfeinden , Minderheiten , die sich nicht genügend gewertschätzt fühlen, oder mit Vertretern der neuen deutschen Flache -Erde-Biologie getroffen hätten , es würden tagelang die Termine nur so raussprudeln, während ihnen die Probleme der Arbeiter völlig egal sind.
    Antwort erhalte ich nie
    Die SPD eines Willy Brandt und eines Herbert Wehners gibt es nicht mehr.
    Das Thema ” Antisemitismus und SPD ” ist ein spezielles. Was ich an einem Wahlstand erlebt habe, ist unglaublich. Nur soviel: ich war froh, mein schnelles Fahrrad dabei zu haben.

    Ansonsten
    Gute Analyse von Ihnen, geschätzter Herr Courts

  156. #161 zimtspinne
    05/05/2026

    Radfahrer erhalten eine Sympathievorschuss, beste Sportart nach Langhantelschwingen und Kampfeskunst 😉

    Wenn die SPD sich wenigstens mal für den Ausbau der Radwege einsetzen würde, bekäme sie auch drei Sympathiepunkte. Es ist so lebensgefährlich, innerhalb der Stadt Rad zu fahren, da wird man sogar beim Überqueren einer Kreuzung im Affentempo links (!) überholt und zwar mitten auf der Kreuzung, Auto war also aus dem potentiellen Ampelorange längst raus.

  157. #162 RPGNo1
    09/05/2026

    Flucht vor der Realität

    Der Rückzug [von SPD, Grüne und Linkspartei] von X offenbart ein Problem progressiver Politik: Wer Ambivalenz nicht aushält, verliert gesellschaftlichen Einfluss.

    https://www.ipg-journal.de/rubriken/demokratie-und-gesellschaft/artikel/flucht-vor-der-realitaet-9046/