Nach einem kleinen Aperitif zum Thema erscheint heute der erste Gastbeitrag bei blooD’N’Acid, genau genommen sein erster Teil. Daß sie nicht wirkt, u.a. weil sie, sofern grundlegende Erkenntnisse der Physik, Chemie, Biologie und Medizin richtig sind, nicht wirken kann, ist tausendfach erwiesen und die Prinzipien der Homöopathie sind längst zur von Skeptikern hingebungsvoll wundgedroschenen Piñata verkommen. Dies als gegeben voraussetzend unternimmt der folgende Artikel den Versuch, zu ergründen, wie es möglich ist, daß dieser unwissenschaftliche Humbug, der seit mehr als 200 Jahren künstlich und gegen alle Widerstände am Leben erhalten wird,  im Jahr 2012 an deutschen Universitäten Nachwuchsmedizinern und -pharmazeuten als ernstzunehmendes Fach präsentiert wird und warum sich geschütteltes Wasser in Apotheken so überaus gut verkauft. An dieser Stelle bereits meinen herzlichen Dank an die Autorin Claudia Graneis.

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 „Die hohe Würde eines guten Apothekers, aus dessen unbestechlich gewissenhaften Händen Leben und Gesundheit in lauterer Quelle fließt, und unter dessen wachsamer Kenntniß die ächtigen Werkzeuge erschaffen werden, womit wir die zerrüttete Maschine des menschlichen Körpers zu bessern und in ihren ursprünglichen harmonischen Gang zu bringen suchen, wird sich nie mit der Niederträchtigkeit einer vernunftlosen Quacksalberei besudeln.“

Mit diesen Worten, die, im historischen Kontext betrachtet, nicht mehr Ironie in sich tragen könnten, möchte ich einen kleinen Zweiteiler eröffnen, der sich um die Frage dreht, wie das Nebeneinander von „echter“ Pharmazie und ihren esoterischen Geschwistern, insbesondere der Homöopathie, aussieht und wie es dazu kommen konnte.

Das oben genannte Zitat stammt von Christian Friedrich Samuel Hahnemann und ist der Einleitung zu seinem 1799 erschienenem Apothekenlexikon entnommen. Herr Hahnemann wird vielen bekannt sein als Gründer einer offenbar unausrottbaren Irrlehre: der Homöopathie. Was genau Homöopathie ist und nach welchen Prinzipien sie (nicht) funktioniert, möchte ich hier nicht ausführen, denn es dürfte allgemein bekannt sein – wenn nicht, kann bei Psiram eine sehr schöne und ausführliche Definition nachgelesen werden.

Nun zur Position, aus der ich diesen Artikel schreibe: ich bin eine Studentin der Pharmazie und kenne den Apothekenalltag nun auch aus eigener Erfahrung. Im letzten halben Jahr habe ich erschreckende Beobachtungen gemacht und bin Zeugin besorgniserregender Strömungen geworden, die zu dokumentieren ich nun hier versuche.

Es ist bekannt, daß es im Medizinstudium nicht besonders wissenschaftlich zur Sache geht. Dementsprechend viele Ärzte sind mittlerweile Homöopathie-affin und bieten Maßnahmen wie Akupressur oder Bio-Resonanz-Therapie in ihren Praxen an. In meiner kurzen, nicht besonders ruhmreichen Zeit als Medizinstudentin fiel mir genau das auf (besonders, als ich in meinem Chemie-Buch den Hinweis auf Schüßler-Salze fand). In der stillen Hoffnung, daß dies im Studium der Pharmazie anders sein würde, nahm ich selbiges auf… und wurde schwer enttäuscht.

Dieser Studiengang ist durchaus geprägt von einer naturwissenschaftlichen Herangehensweise und ebensolchen Fächern: ein buntes Gemisch aus Chemie, Physik, Physiologie, Biologie, Pharmakologie und Technologie und am Ende steht das Ziel, mit großer Präzision spezifische Wirkstoffe zu finden, Rezeptorfunktionen und –wechselwirkungen zu kennen und reine, qualitativ hochwertige Arzneimittel herzustellen. Man lernt im Idealfall, Studien als Grundlage seiner Beurteilung eines bestimmten Präparats zu verwenden und die „Macht“ wissenschaftlicher Daten als Bewertungsgrundlage zu verstehen. So sollte es zumindest sein – und dennoch hat Homöopathie Hochkonjunktur. Es verging keine Stunde in der Apotheke, in der nicht nach homöopathischen Darreichungsformen verlangt wurde. Und die Pharmazeuten verkaufen die Zuckerkügelchen guten Gewissens.

Wieso ist das so?

Schon bald nach Studienbeginn wurde ich, im Chemie-Seminar, mit den drei in Deutschland gültigen Arzneibüchern vertraut gemacht und traute meinen Ohren kaum: das Europäische Arzneibuch, das Deutsche Arzneibuch und… das Homöopathische Arzneibuch, das, neben allgemeinen Herstellungs- und Prüfverfahren sowie Stoffbeschreibungen aus der Homöopathie, auch Anweisungen zur Anthroposophischen Medizin und der Spagyrik (ja, Alchemie) enthält.

Beispielsweise steht in einer solchen Monographie, daß man für ein bestimmtes „Arzneimittel“ auf keinen Fall die Deutsche Küchenschabe bis zur Unkenntlichkeit in Ethanol und Wasser verdünnen darf, sondern ausschließlich die Orientalische Küchenschabe. Des weiteren finden sich darin Potenzierungsvorschriften und mathematische Gleichungen um die Zusammensetzung von Urtinkturen zu berechnen.

Wer verbricht ein solches Buch? Wieso muß (!) jede Apotheke in Deutschland es in ihrem Schrank haben? Die Antwort ist traurig und erschreckend: unser eigenes Gesundheitsministerium gibt das Homöopathische Arzneibuch heraus. Im Übrigen ist Deutschland auch das einzige Land, welches ein solches Buch produziert. Wieder einmal stellt sich die Frage nach dem Grund – doch dazu werde ich gleich kommen.

Wenige Wochen später hielt ich ein Skript in den Händen, in welchem es darum ging, was Homöopathie, Anthroposophie und Spagyrik sind, welches ihre Prinzipien sind und wie man Verdünnungen berechnet – mit dem freundlichen Befehl, all das bis zur Klausur auswendig zu lernen. Diese Irrlehren seien ja schließlich Teil meines Lernzielkatalogs. Diesen wiederum bestimmt der Gegenstandskatalog der IMPP (Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen), der in der Approbationsordnung für Apotheker festgelegt ist. Und wer wiederum legt diese fest? Richtig. Das Gesundheitsministerium.

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Kommentare (118)

  1. #1 norbert
    08/10/2012

    Fuck!!! Ich hätte im Leben nicht geglaubt, dass es im Medizinstudium auch nur annäherend so zu geht!!!

    Danke für den Schock am Morgen!

    Ich bin sehr auf den zweiten Teil gespannt.

    Hehe, ich stelle mir die Diskussionen lustig vor, wenn man in nem Praktikum irgend ne D20-Potenz herstellen soll, und nach 0,4 Sekunden “Fertig!” ruft und auf den Wasserhahn zeigt und sagt :”ich habe 58 Millionen Liter davon fertig und bereit zum Abfüllen!”

    • #2 Cornelius Courts
      08/10/2012

      mir tun immer die TAs leid, die bei so Homöopathiezeugs-Herstellern arbeiten müssen. Das sind gut ausgebildete, staatlich geprüfte Leute, die im Labor die kompliziertesten Verfahren anwenden könnten und dann stehen sie da und kloppen eine Glasflasche mit Wasser auf so einen Lederpinnöckel (während sie natürlich eine positive Grundstimmung haben sollen). Dann nehmen sie einen Schluck raus, schütten ihn zum Wasser in einer neuen Glasflasche und kloppen sie auf einen Lederpinnöckel. Den ganzen Tag.
      Das ist doch menschenverachtend…

  2. #3 schlappohr
    08/10/2012

    Vor wenigen Tagen wurde ich in einer Apotheke Zeuge eines sehr ungewöhnlichen Gesprächs zwischen einem Herrn (H) und der Apothekerin (A). H wollte ein Medikament kaufen. Das Gespräch lief in etwa so ab:

    A: Das ist ein homöopathisches Medikament.
    H: Ja und?
    A: Dann wissen Sie, dass es nicht wirkt.
    H: Wenn es nicht wirkt, warum verkaufen Sie es dann?
    A: Weil die Kunden es haben wollen und wir damit Geld verdienen. Die Herstellung von Zuckerwasser kostet uns fast nichts.
    H: Und das sagen Sie mir so ins Gesicht? Halten Sie das nicht auch für unmoralisch?
    A: Keineswegs. Unmoralisch wäre es, Gift zu verkaufen oder Medikamente ohne Rezept rauszugeben. Aber Wasser können wir bedenkenlos verkaufen. WIr verkaufen ja auch Salbeibonbons und Lakritz. Im Supermarkt könnten Sie es allerdings billiger haben. Gegenfrage: Warum wollen Sie es haben, wenn es nicht wirkt?
    H: Mein Arzt Dr. X hat gesagt, dass es wirkt.
    A: Wenn eine klinische Studie zeigen würde, dass es nicht wirkt, wem würden Sie glauben?
    H: Ich würde Dr. X glauben, denn der kennt sich damit aus, der macht seit vielen Jahren chinesische Heilmethoden. Kann ich das Medikament jetzt bitte haben?
    A: Aber natürlich. Macht 21,99€. Sammeln Sie unsere Treuepunkte?

    Als ich an der Reihe war, fragte die Apothekerin, warum sie so reagiert hat.

    A: Wir wären dumm, wenn wir keine Homöopathie verkaufen würden. Aber als Apothekerin bin ich verpflichtet, die Leute über das Medikament zu informieren: Sie wissen ja, zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie… Also sage ich ihnen, dass es wirkungslos ist.

    Ich: verlieren Sie dadurch keine Kunden?

    A: Fast nicht. Die allermeisten kommen wieder und wollen das Zeug erneut haben. Aber wenn nur ein einziger mal anfängt, nachzudenken, dann bin ich schon zufrieden.

    • #4 Cornelius Courts
      08/10/2012

      Wow, Respekt! Wenn ich wüßte, wo diese Apotheke ist, würde ich nur noch dort hingehen.

  3. #5 Verwundert
    08/10/2012

    Ich verstehe die ganze Aufregung überhaupt nicht. Das ganze Ding nennt sich doch “Markt”. Und im Markt gibt es keine Angebote, wenn nicht eine Nachfrage besteht. Oder wie? Solange der Mediziner 15.- Euro für ein Gespräch pro Quartal erhält, wird es diesen frustrationsinduzierte Quacksalberblalbla geben. Wundert euch nicht, sondern bietet Kurse in Klangschalenyoga an, singt euer “OMMM” und steckt eine Ohrkerze an.

    Munter bleiben!

  4. #6 Verwundert
    08/10/2012

    Schönen Gruß an Schlappohr! Der Nagel auf den Kopf…

  5. #7 Michael
    08/10/2012

    hm… mich wuerde ja schon interessieren, an welcher uni du (die autorin) pharmazie studiert hast…

    ja, auch bei mir wurde die homoeopathie behandelt, steht ja in der pruefungsordnung, und wird im ersten staatsexamen auch abgefragt. und genau deswegen waere es grob fahrlaessig von der uni, den stoff nicht zu behandeln. oder willst du dann im stex sitzen, und die fragen nicht beantworten koennen? es sind zwar nur zwei bis drei (iirc), aber trotzdem…
    und gegen das prinzip ‘know-your-enemy” ist ueberhaupt gar nichts einzuwenden, eher im gegenteil. oder wie willst du die leute aufklaeren, wenn du nie was darueber gelernt hast?

    meine erfahrung mit homoeopathie im studium erstreckt sich auf eine 45minuetige stunde, in der die ganzen verduennungen besprochen wurden, sowie die ausgangsstoffe, etc., pp. die grundlagen halt.
    dann, wie bei dir, konnte man, wenn man wollte, verduennungen herstellen und globuli betraeufeln und trocknen lassen, oder halt laktosetabletten herstellen…
    das war’s. danach nie wieder auch nur ansatzweise von homoeopathie was gehoert.

    wenn du also an einer eso-uni studiert hast, dann mache das publik! wenn du aber nur auf das erste stex vorbereitet wirst, dann erledigt die uni einfach nur ihre pflicht. beschweren musst du dich dann bei denen, die die pruefungsordnung erstellen, naemlich, wie du richtig feststellst, beim gesundheitsministerium.

    und jetzt fuer alle, die nicht wissen, was ein staatsexamen ist: das ist eine pruefung die bundesweit fuer alle studenten gleich ist. die pruefung wird nicht von den professoren einer uni fuer ihre jeweiligen studenten festgelegt, sondern von einer auswahl an professoren verschiedener unis fuer alle studenten aller deutschen unis.

  6. #8 Daniel
    Münster
    08/10/2012

    Habe mal in der Uni-Bib in “Chemie für Mediziner” von Zeeck reingeschaut. Das Buch sollte in “Alchimie für Mediziner” umbenannt werden.

  7. #9 Claudia
    http://now0here.blogspot.com
    08/10/2012

    Hi Michael. Ja, ich beschwere mich über das (und, wie man im nächsten Teil des Beitrags noch zu lesen bekommen wird, beim) Gesundheitsministerium und finde es übel, daß es in Deutschland so laufen muß. Daß mich diese Unterrichtseinheiten aufs Stex vorbereiten sollten ist mir völlig klar und sollte aus dem Text hervorgehen (genauso wie NICHT daraus hervorgeht, daß ich “know your enemy” blöd finde, was ich nicht tue). Aber wenn es präsentiert wird, dann eben wirklich mit EbM und den Grundprinzipien von klinischen Studien – kurz, angereichert mit etwas Ratio. Und nicht 20 Seiten Skript, die unkommentiert bleiben und gelernt werden müßen.

    Also – ja, die Uni tut ihren Job, aber nicht so kritisch, wie sie es tun müßte.

  8. #10 Fliegenschubser
    08/10/2012

    Da kommt einem ja fast das Mittag wieder hoch. Danke für diesen erschreckenden Gastbeitrag. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil.

  9. #11 Anti_Spam
    08/10/2012

    ich habe mir mittlerweile als Privatpatient angewöhnt, bei Ärzten und /oder Apothekern meine Frage mit “Aber nur was evidenzbasiertes!” einzuleiten. Denn ansosnten kriegt man ratzfatz “…oder wollen Sie was homöopathisches?”. Zahnarzt, Hausarzt, Apotheke und selbst Krankenhaus – jeder will scheinbar den Blödsinn mit Gewalt unters verdummte Volk bringen

  10. #12 Ex-Esoteriker
    08/10/2012

    Gruselig, die ganze Sache,

    mir selber als Patient passiert, wegen Mittelohrentzündung bei Ohrenärztin gewesen, sehr freundlich und nett, aber “zur Probe” ein Homöopathikum mir gegeben. Damals kannte ich noch nicht SB und somit war natürlich mein Glaube auch “wie jeder andere”, in der Hoffnung, es wirkt.

    Natürlich wirkte es nicht und habe Gott sei Dank eine ordentliche Portion “Schulmedizin” in Form von Ohrentropfen und Antibiotika bekommen.

    Erst danach war wieder alles Ok.

    Bin ich froh, dass ich hier her gefunden habe.

    • #13 Cornelius Courts
      08/10/2012

      @Ex:

      Bin ich froh, dass ich hier her gefunden habe.

      Ich glaube, solche Rückmeldungen freuen uns alle ganz besonders. :-)
      Danke dafür

  11. #14 miesepeter3
    08/10/2012

    @ claudia

    zu schade, dass die Dich vorher nicht gefragt haben.

    http://www.springermedizin.at/artikel/30363-homoeopathie-hilft-sparen

    Die hätten sich ihre ganzen Untersuchungen sparen können.

  12. #15 Wiener
    08/10/2012

    @Miesepeter
    Angesichts der Quelle haetten die sich das echt sparen koennen:
    “Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin
    1070 Wien, Mariahilferstraße 110”
    Zuckerwasser ist billiger als Medizin. Toll. Von Wirksamkeit war ja auch keine Rede….

  13. #16 sebi
    08/10/2012

    Na so was, man kann Geld sparen, indem man Patienten nicht behandelt? Welche eine bahnbrechende Erkenntnis.

  14. #17 miesepeter3
    08/10/2012

    @Wiener

    “Alle drei komplementärmedizinischen Patientengruppen zeigten in einem statistischen Modell eine geringere Sterberate als die konventionell behandelten Patienten”

    Tja wirkt nicht, hilft aber oder was??

  15. #18 Wiener
    08/10/2012

    Aber das so ein Artikel bei Sprigermedizin.at auftaucht, passt natuerlich toll zu Claudias Artikel….
    Ausserdem habe ich da gerade das hier gefunden:
    http://www.springermedizin.at/artikel/27729-erfahrungsmedizin
    Es gibt tatsaechlich ein Referat für Komplementärmedizin der Österreichischen Ärztekammer. Oh Gott…..

  16. #19 Wiener
    08/10/2012

    @Miesepeter,
    ja klar – wenn das so bei der Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin steht, besteht sicher kein Grund, das weiter zu hinterfragen. Facepalm…..

  17. #20 rolak
    08/10/2012

    Wenns nicht so ein gruseliges Thema wäre, würde ich den post als rundum gut bezeichnen.

    Auch wegen des schicken Zitates, diesem hahnemannschen Knieschuß.

  18. #21 miesepeter3
    08/10/2012

    @Wiener

    Ooooch, es steht auch noch hier

    (1) Studer P., Busato A: A comparison of Swiss basic health insurance costs of complementary and conventional medicine. Forsch Komplementmed. 2011;18:315-320

    und hier

    (2) Kooreman P, Baars EW: Patients whose GP knows complementary medicine tend to have lower costs and live longer. Eur J Health Econ DOI 10.1007/s10198-011-0330-2. http://www.springerlink.com/content/j045w2v427006670

  19. #22 s.s.t.
    08/10/2012

    @misepeter³

    “Alle drei komplementärmedizinischen Patientengruppen zeigten in einem statistischen Modell eine geringere Sterberate als die konventionell behandelten Patienten”
    Tja wirkt nicht, hilft aber oder was??

    Gibt es auch Daten dazu? Welche Krankheiten z.B. jeweils behandelt wurden? Litten denn alle Patienten an dem gleichen Wehwehchen?

    Selbst ein relativ gewissenloser Homöopsychopath wird bei einer Blinddarmentzündung oder schlimmer von Zauberkugeln Abstand nehmen. D.h. mit dem Zucker werden überwiegend Befindlichkeitstörungen oder Allerweltskrankheiten ‘therapiert’, die ‘echten’ Fälle überlässt man gerne den ‘Schulies’, mitunter wenn es eh schon zu spät ist (dokumentiert!). Letzteres könnte man auch als Schuldtransfer bezeichnen. Dass dann ein paar mehr Leute sterben, überrascht bestenfalls nur Dich.

    Der marginale Kostenvorteil von HP-Kügelchen vs Hightech-Chemie ist lächerlich; Lactose kostet nix und Wasser noch weniger. Und da Du in jedem Wassertropfen nicht nur Reste von Dino-Sch… findest, sondern auch noch Bestandteile von Shakespeares Urin, beides gut geschüttelt , gerührt und verdünnt, über einige 100 bzw. Mio. Jahre hinweg, braucht man eh nix anderes zu tun, als die Zuckerbomben mit Leitungswasser zu benetzen.

    Man oh man, Dir kann man wirklich den Eifelturm verkaufen, wenn irgendwo im Internet steht, dass er zum Verkauf ist. (Gräm Dich nicht, genau dieses ist schon fitteren Geistern passiert, ganz ohne Internet.)

  20. #23 Holger
    08/10/2012

    das mit ” dem Markt” stimmt an sich. problematisch wirds nur wenn das zu Lasten der Allgemeinheit – also dem Gesundheitssystem als solchem wenn unwirksame Heilmethoden finanziert werden oder wenn unwirksame Heilmethoden später kostspielig wieder behandelt werden müssen – gehen

  21. #24 Spoing
    08/10/2012

    Wie ist das noch mit den Pferden und dem Gnadenschuss gewesen? Ist günstig, spart Folgekosten und ich glaube nicht, das sich ein so behandelter Patient im Nachhinein noch mal beschweren wird.

    Ich hatte früher immer geglaubt, dass die Ärzte eher den Naturwissenschaftlern zugehörig sind.

    Auch wenn das vll. an meinem Weltbild liegt, aber ich finde es sollten mehr Naturwissenschaftler in die Politik gehen. Dann würde wenigstens die Eso-Lobby einen schwereren Stand haben.

  22. #25 Wiener
    08/10/2012

    @ miesepeter
    Nö!
    Schon 2 Minuten Internetrecherche zum Artikel von Kooreman P, und Baars EW. ergeben ein ganz anderes Bild. Dort heisst es im Diskussionsteil:

    “Possible explanations include selection (e.g. people with a low taste for medical interventions might be more likely to choose CAM) and better practices (e.g. less overtreatment, more focus on preventive and curative health promotion) by GPs with knowledge of complementary medicine. More controlled studies (replication studies, research based on more comprehensive data, cost-effectiveness studies on CAM for specific diagnostic categories) are indicated.”

    Ich wette, du hast nocht nichtmal reingeschaut. Ist schon klar: Veröffentlichungen der “Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin” hinterfragst du nicht. Nochmal facepalm..

  23. […] Wieso muß (!) jede Apotheke in Deutschland es in ihrem Schrank haben? Die Antwort ist traurig und e…… Apotheke, BRD, Gesundheitswesen, Homöopathie, Link, Magie, Zitat […]

  24. #27 miesepeter3
    08/10/2012

    @ s.s.t.

    den Eifelturm hab ich schon dreimal günstig weiterverkauft. lol.
    Die einen sagen, dass HP nicht wirken kann, weil nix zum Wirken drin ist. Die anderen, und ich meine nicht unbedingt die Esos, behaupten, es wirkt da doch was. Beide Seiten fahren die eine oder andere Studie auf, die beweisen soll, dass die jeweiligen Vertreter einer Ansicht Recht haben.
    Wenn Patienten mit den gleichen Krankheiten verglichen werden und festgestellt wird, dass die HP Patíenten weniger Nachbehandlungen brauchen, als die konventionel behandelten, dann sollte man sich die Studie schon mal ansehen. Liegt es daran, dass die HP Jünger einfacher zufriedenzustellen sind oder daran, dass ihre Behandlung besser wirkt?
    Sich nur hinzustellen und gebetsmühlenartig immer wieder zu wiederholen “die Wissenschaft hat festgestellt, dass HP kein Stoff enthält” wirkt auch nicht gerade erwachsen.

  25. #28 Claudia
    http://now0here.blogspot.com
    08/10/2012

    @spoing: ja, ich denke mir das auch manchmal; Naturwissenschaftler in der Politik wären super. Endlich Vernunft und raus mit den ganzen Kuttenopas aus den Ethikräten und, und, und… aber Naturwissenschaftler haben ein Problem: diesen lästigen und in der Politik eher lästigen Hang zur Ehrlichkeit und Wahrheitsliebe :-/

    @mp3: ditt stimmt. Die homöopathischen Ärzte hätten mich mal fragen können. Ich hätte Ihnen vermutlich geraten, irgendeine berufliche Laufbahn einzuschlagen, die verhindert, daß sie mit richtigen Menschen in Kontakt kommen und denen sogar noch Heilungsempfehlungen angedeihen lassen dürfen. Aber fein recherchiert haste. NOT

  26. #29 Wiener
    08/10/2012

    Miesepeter:
    lies die Studien, mit denen du hier argumentierst. BITTE. Deine einzige Quelle ist eine Zusammenfassung der “Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin”. Es ist zum Heulen…..

  27. #30 Claudia
    http://now0here.blogspot.com
    08/10/2012

    2. mal “lästig” bitte in Gedanken durch “hinderlich” ersetzen, danke :)

  28. #31 androgynes
    08/10/2012

    @miesepeter3: Das ist ja nicht vollkommen falsch, dass Homoöpathie Geld spart. Es gibt genug Menschen die zum Arzt gehen, obwohl sie gesund sind, v.a. im Alter, wenn der Körper halt nicht mehr mitmachen will. Hier ist es vollkommen egal ob homoöpathisches oder schulmedizinisches verschrieben wird.
    Das Problem tritt erst auf, wenn die Homoöpathie die Schulmedizin vertreiben möchte (und das passiert leider). Vor allem wenn gefährliches Halbwissen verbreitet wird.

  29. #32 Don
    Berlin
    08/10/2012

    Ich bin gerade ein wenig erstaunt. An welcher Uni studiert denn die Claudia?
    Während meines Studiums an der FU wurde Homöopathie u.ä. jedenfalls praktisch nie behandelt.
    Und auch im 1. StEx gab es (meiner Erinnerung nach) keine Frage in dieser Richtung (auch wenn es formal im Gegenstandskatalog mitaufgeführt sein mag).
    Auch die Apotheke, an die sie da geraten ist, scheint eher ein Horrorkabinett zu sein und hat mit meinen täglichem Erleben zum Glück nicht viel zu tun!

  30. #33 Be' Ruben
    09/10/2012

    Die Medizin ist immer auch ein Geschäft gewesen und HP ist eben auch ein lukratives Geschäft. Die Diskussion ist gut, in meinem Studium in den Niederlanden hat man ohne Umschweife darauf hingewiesen, dass diese Therapie keine evidenzbasierte Überprüfung stand hält – aber sie lässt sich nun mal nicht aus der Welt schaffen, besonders nicht innerhalb der deutschsprachigen Szene. Man gefällt sich mit dem Globuli- D12-Theater. Für den zweiten Teil etwas mehr Struktur und weniger Worte – es kann kürzer. Homöopathie ist ein überbewerteter Therapieansatz. Der Dialog zwischen dem Apotheker und seinem Kunden in der Kommentarfunktion bringt es auf den Punkt. … es ist ein lukratives Geschäft!

  31. #34 MTPortal
    Köln
    09/10/2012

    Ich muss gestehen, dass mich dieser Beitrag zwar schockiert, aber nicht verwundert. In den letzten Jahren hat man oft versucht, mir in der Apotheke diesen homöopathischen Unfug anzudrehen.
    Meiner Einschätzung nach haben hier viele Apotheker nur das Wohl des eigenen Geldbeutels im Sinn und nicht das ihrer Kunden.
    Dass sowas auch noch vom Staat befördert wird, wundert mich auch nicht. In einem Land, wo Scharlatane via TV ihre Hokus-Pokus-Mittelchen ungestraft vertreiben dürfen, da werden auch Zucker und Wasser zur Medizin.

    Ach ja, wer auf Homöopathie schwört, dem empfehle ich, im Krankheitsfall einfach nackt um die nächstgelegene Donnereiche zu tanzen. Das ist ebenso wirkungsvoll, wie die besagten Mittelchen und auf Dauer viel billiger …

  32. #35 Starfly
    09/10/2012

    @Miesepeter3:
    Zu vielen Kontroversen gibt es sich scheinbar widersprechende Studien. Das hat in der Regel eine von zwei Ursachen:
    – eine Studie ist falsch interpretiert worden. (Z.B. die Homöpathie-Gruppe hat in der Studie leicht bessere Ergebnisse erzielt als die unbehandelte Gruppe. Dass die 3. Gruppe, die mit gefakten Homöopathen und Mitteln, aber genauso gut abschnitt, wie die Homöopathie-Gruppe, wird ignoriert.)

    – eine Studie hat methodische Mängel. Man kann nicht nach belieben Studien ablehnen oder akzeptieren, es ist kein Hokuspokus. Man kann sehen, ob eine Studie methodische Schwächen hat (z.B. nicht Doppelblind, keine Kontrollgruppe, zu kleine Testgruppe, etc.). Wenn man einen methodischen Mangel erkennt, dann kann man sich entscheiden, ob er von ausreichender Größe ist, um das Ergebnis zu verfälschen. Wenn dem so ist, dann kann man versuchen, die Ergebnisse zu reproduzieren. Wenn man es nicht reproduzieren kann, dann ist das ein Beleg dafür, dass beim vorigen Test irgendwas anderes die Ergebnisse herbeigeführt hat. (Z.B. bei der Homöopathie-Studie, bei der ein Homöopathisches Mittel irgendwas mit Blutproben machen sollte. Die Frau, die die Proben im Nachhinein auswertete, wusste, welche der Proben mit H. und welche nicht behandelt wurden. Vermutlich vollkommen unbewusst hat sie im H.-behandelten Blut mehr Veränderung entdeckt, als da wirklich war. Das allein zeigt nocht nichts, doch konnten die Ergebnisse dieser zurecht angezweifelten Studie in mehreren Versuchen unter methodisch einwandfreien Bedingungen (Verblindung) nicht reproduziert werden.)

    Wenn mir ein Homöopathiegläubiger nur einmal eine Studie zeigen würde, die methodisch korrekt ist, logisch interpretiert wird und sich reproduzieren lässt, dann bin ich überzeugt. Mir ist es ein Rätsel (ok, eigentlich nicht, Stichwort Wahrnehmungsverzerrungen und die Unwissenheit über selbige), wie man an diesen Schwachsinn glauben kann. Und wenn man daran glaubt, warum dann nicht auch an Voodoo, Alchemie und sonstigen Mist? Ich mein, wo und vor allem wie ziehen diese Leute die Grenze? “Voodoo ist Schwachsinn, aber Homöopathie funktioniert!!!1”. Nach wissenschaftlichem Sinn ist beides Mist. Beides sind Ideen, deren Wirkweisen gesicherten Erkenntsnissen widersprechen und bisher keine Beweise vorlegen konnten.

    Nachtrag zur Wissenschaft: Es ist keine Religion. Wissenschaftler sagen nicht einfach etwas Beliebiges und verbreiten es als Fakt. Dahinter steckt Methodik. Wissenschaft ist die beste Methode die wir haben, um Erkenntnisse zu gewinnen. Wenn die Wissenschaft sagt, dass etwas so ist, dann wäre es dumm, das Gegenteil zu behaupten. (z.B. sagen Wissenschaflter, dass Heinblöds Schlüssel zum Boden fällt, wenn er ihn loslässt. Sie sagen das, weil unendlich viele Beobachtungen zu einer Theorie führten, die immer richtige Vorhersagen macht und sich außerdem andere Theorien darauf stützen, die nicht funktionieren würden, wenn erstere falsch wäre. Heinblöd kann nun natürlich sagen “Ich glaube aber, dass mein Schlüssel jetzt in Richtung Himmel fallen wird, wenn ich ihn loslasse”. Aber wäre das klug oder gesunder Menschenverstand? Homöopathiegläubige folgen leider der gleichen Logik wie Heinblöd.

  33. #36 Andreas
    Tübingen
    09/10/2012

    Geht mal in die Vorlesungssäle eine Frauenklinik. Dort findet ihr, zumindest in Tübingen, dutzende Bücher zur Homöopathie. Die angehenden Ärzte werden damit zugeschüttet.

    Es wird extrem gefährlich wenn wir nicht gemeinsam gegen die Homöopathie vorgehen. Solche Bücher dürfen nicht an einer Universität oder Klinik ausliegen oder wie Frau Graneis schrieb Teil einer Prüfung sein.

    Wie Claudia Graneis ebenfalls schon schrieb sind Mediziner und leider mittlerweile auch viele Pharmazeuten, speziell wenn sie danach als Apotheker arbeiten, vollkommen unkritisch gegenüber solchen pseudowissenschaftlichen Mittelchen.

    Man schaue sich nur gerade mal das Strafverfahren gegen den Herrn Nicolaus Klehr an. In Deutschland gibt es diese Beweise gegen Herrn Klehr seit langem aber die Justiz macht nichts, weil ihr anscheinend die Hände gebunden sind. Wie kann es sein, dass die Gesetze, so sind wie es zur Zeit erscheint. Es muss sich also auch etwas auf judikativer Ebene ändern, ansonsten haben diese “Betrüger”, die Homöopathie anbieten, verschreiben und verkaufen doch gar keine Angst vor dem erwischt werden.

    Was können wir tun

  34. #37 Pharmazeut
    09/10/2012

    Leider kann ich den Grundtenor aus der Apotheke nur bestätigen, es gibt viel zu wenige, die auf die Geldmacherei mit diesem Humbug verzichten wollen.
    Allerdings bin ich froh darüber berichten zu können, dass, obwohl auch hier in Graz im Pharmaziestudium die Homöopathie auf dem gesetzlichen Lehrplan steht, zumindest von allen Professoren das ganze nur mit einer gerümpften Nase unterrichtet wird und mit einem Unterton, der jedem esoterikverklärten Studenten sagen muss, dass man dies nur auf Grund der im Artikel erwähnten Lobby-Tätigkeiten durchführt.
    Leider habe ich auch schon bemerkt, dass junge, ehemals kritische Pharmazeuten und -innen, sobald sie in der Apotheke anfangen zu arbeiten, ihren wissenschaftlichen Geist ablegen und auf oben beschriebene persönliche Erfahrungen zurückgreifen. Am Ende siegt halt leider doch der Mammon über die menschliche Vernunft.

  35. #38 Dalek
    09/10/2012

    Heiliger Streuselkuchen! So “wissenschaftlich” geht es in manchem Studium heutzutage zu? Selbst ich als “nur” Philologe bin da einer weitaus rigiderer Methode gewohnt – das war aber in den frühen 1980er, da gab es fiese Hiebe schon für deutlich weniger “Parawissenschaftliches”. Bei so viel unwissenschaftlicher Paranoia wäre man wohl exmatrikuliert worden.

    @ Schlappohr: schöner Text, aber hast Du am Ende nicht etwas vergessen? Etwa “Da hörte ich auf einmal die Kirchenglocken. Die Glocken wurden immer lauter, ihr Klang heller und frequenter. Die Apothekerin lächelte mich an und sagte plötzlich mit der Stimme meiner Freundin: Aufwachen, du verschläfst schon wieder!”.

  36. #39 thiassos
    09/10/2012

    Dass Homöopathie wirkt, habe ich dutzendfach erlebt, bei mir und auch bei anderen obwohl ich eher Skeptiker bin.
    Aber es ist einfach eine Tatsache. Und die Wissenschaft sollte auf keinen Fall so weit gehen Tatsachen zu verleugnen nur weil sie sie nicht erklären kann.
    Die grossen Homöopathern waren und sind zum überwiegenden Teil studierte Ärzte und kannten die Methoden der sogenannten Schulmedizin recht genau.
    Trotzdem wandten sie sich der Homöopathie zu.
    Hier im Blog reden eher medizinische Laien ohne wirkliche Erfahrung darüber.
    Die Dümmsten davon warnen vor den Gefahren der Homöopathie ohne zu bedenken, dass es fast gar keine Mittel der Schulmedizin gibt dass nicht weitaus gefährlicher ist als diese Mittel. Laut öffentlicher Schätzungen sterben im Jahr ca. 15000-30000 Menschen an Medikamenten, Krankenhausaufenthalten und Kunstfehlern allein in Deutschland. Das ist doch nur für ziemliche Dummköpfe unerheblich.

  37. #40 s.s.t.
    09/10/2012
  38. #41 steffen
    09/10/2012

    @thiassos
    vielleicht hat dir das schon einer gsagt, dann hörst du es hier nochmal: Wissenschaft funktioniert nicht wie Religion oder Ersatzreligion. Religionen basieren auf dem Glauben und auf Dogmen. In der Wissenschaft gibt es das Experiment und die dazugehörige Beobachtung. Daraus bastelt man eine Theorie, welche durch ein Experiment gegenbewiesen oder bewiesen wird. Ist das Referenzexperiment mit der Theorie nicht vereinbar, dann wird die Theorie überarbeitet und erneut ein Referenzexperiment ausgeführt. Diese Iteration wird solang durchgeführt bis Experiment und Theorie hinreichend übereinstimmen.
    Zur Homöopathie: Seit Zweihundert Jahren läuft die H einem Beweis der Wirksamkeit hinterher. Sprich, es ist kein (!) Experiment bekannt dass eine Wirksamkeit der H über den Placeboeffekt hinaus beweist. Und wenn das Präparat trotzdem wirkt, dann liegt es nicht an der Zuckerkugel sondern am Therapeuten. Und trotzdem wird weiterhin steif und fest behauptet dass H wirkt. Wie zitierte Prof. E. Ernst noch aus einer Studie über H welche während einer der dunkleren Kapitel der deutschen Geschichte durch
    durchgeführt wurde: “Wir können gar nicht halten was wir versprechen. Wir sind nichts weiter wie eine ‘bessere’ Psychotherapie!”
    Wenn Du möchtest können wir uns gern mal bei mir im Labor über Versuchsplanung und Versuchsauswertung unterhalten. Vielleicht überzeugt Dich das dann.
    Homöopathen dürfen gern rumlaufen und Leute behandeln, ABER sie sollen auch so ehrlich sein und den Leuten sagen was sie machen: eine Art Psychotherapie. Und nix weiter!

    btw. mach Dich mal bitte schlau, wer den Begriff “Schulmedizin” hauptsächlich geprägt hat und warum dies geschah… 😉

  39. #42 Yanif
    09/10/2012

    Laut öffentlicher Schätzungen sterben im Jahr ca. 15000-30000 Menschen an Medikamenten, Krankenhausaufenthalten und Kunstfehlern allein in Deutschland. Das ist doch nur für ziemliche Dummköpfe unerheblich.

    wieviele sterben deswegen, weil “Heilpraktiker” sie falsch behandelt haben und der Arzt nur nich retten konnte was zu retten war? Und jemanden mit Homöopathie zu behandeln ist nicht “falsch” behandeln sonder ist: “überhaupt nicht behandeln”

  40. #43 Sim
    09/10/2012

    What the flying fuck! Wahnsinnig interessanter Gastbeitrag. Ich hatte gedacht, das Thema wäre durch, aber da tun sich ja Abgründe auf, die ich nie für möglich gehalten hatte. Jetzt muss ich erst mal hier die Beiträge noch lesen.

  41. #44 Minerva
    09/10/2012

    “Dass Homöopathie wirkt, habe ich dutzendfach erlebt, bei mir und auch bei anderen obwohl ich eher Skeptiker bin.
    Aber es ist einfach eine Tatsache.”

    Und weil die Homöopathie so unglaublich gut wirkt, haben auch heute noch eine ganze Menge Patienten lieber Rheuma, MS oder gar ALS, statt sich homöopathisch heilen zu lassen. Die sind wahrscheinlich nur zu trotzig.

  42. #45 Dark_Tigger
    09/10/2012

    Laut öffentlicher Schätzungen sterben im Jahr ca. 15000-30000 Menschen an Medikamenten, Krankenhausaufenthalten und Kunstfehlern allein in Deutschland. Das ist doch nur für ziemliche Dummköpfe unerheblich.

    Falsch, jährlich Sterben 15-30k Menschen, weil sie sich Infektionen einhandeln, weil Krankenhauspersonal nicht mehr die Zeit für einfachste desinfektioionsmaßnahmen hat, und weil es immer mehr resistente Erreger gibt, weil einige Idioten unsachgemäß mit Desinfektionsmitteln und Anibiotika rumaßen.
    Währenddessen haben die Krankenkassen nichts besseres zu tun als den Allgemeinmedizinern weniger Geld zu bezahlen und den Homöos Geld nachzuschmeißen.
    TOLL!

  43. #46 roel
    09/10/2012

    @Dark_Tigger

    Nicht Falsch: “Genaue Zahlen zu Behandlungsfehlern gibt es nicht Tausende Patienten werden jedes Jahr nicht richtig behandelt, manchmal mit fatalen Folgen. Es kursieren unterschiedliche Zahlen, weil Ärztefehler nirgends zentral erfasst werden. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit etwa geht davon aus, dass es jedes Jahr in deutschen Kliniken rund 17.500 Todesfälle infolge falscher Behandlung gibt. Nach Angaben der Bundesärztekammer haben ihre Gutachter im vergangenen Jahr rund 11.000 Beschwerden über fehlerhafte Behandlung oder schlechte Risiko-Aufklärung registriert. In rund 1.900 Fällen konnten die Patienten Ansprüche auf Entschädigung geltend machen, 99 Menschen starben infolge der falschen medizinischen Behandlung. Und nach Angaben des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen gingen im vergangenen Jahr knapp 12.700 Beschwerden wegen angeblicher Ärztefehler ein. Rund jede dritte davon wurde anerkannt.” Aus http://www1.wdr.de/themen/politik/patientenrechtegesetz104.html Hinzu kommt das Problem, dass du angesprochen hast.

    @thiassos

    “Dass Homöopathie wirkt, habe ich dutzendfach erlebt, bei mir und auch bei anderen obwohl ich eher Skeptiker bin.
    Aber es ist einfach eine Tatsache.” Das ist zum einem der bekannte Placeboeffekt, den auch jedes Arzneimittel hat und zum anderen kann alleine das Eingehen des Arztes, Heilpraktikers oder Homöopathen auf die Probleme des Patienten eine positive Wirkung haben.

  44. #47 Bjoern
    09/10/2012

    Dass Homöopathie wirkt, habe ich dutzendfach erlebt, bei mir und auch bei anderen obwohl ich eher Skeptiker bin. Aber es ist einfach eine Tatsache.

    Aus “ich und andere haben dutzendfach erlebt, dass es uns nach Einnahme homöopathischer Mittel besser ging” folgt nicht “es ist eine Tatsache, dass Homöopathie wirkt”.

    Les’ mal unter “post hoc ergo propter hoc” nach. Jemand, der sich selbst “Skeptiker” nennt, sollte eigentlich so einen grundlegenden logischen Fehlschluss erkennen…

  45. #48 Bjoern
    09/10/2012

    @thiassos:

    … dass es fast gar keine Mittel der Schulmedizin gibt dass nicht weitaus gefährlicher ist als diese Mittel.

    Und wenn du schon beim Nachlesen von grundlegenden logischen Fehlschlüssen bist, schlag’ auch gleich mal “tu quoque” nach…

  46. #49 Bjoern
    09/10/2012

    Bin ja mal sehr gespannt auf den zweiten Teil, insbesondere, was das Gesundheitsministerium dazu sagt…

    Claudia: Hast du da dann auch irgendwelche Ideen / Vorschläge, wie man die Situation verändern könnte? Vielleicht eine Petition???

  47. #50 Claudia
    http://now0here.blogspot.com
    09/10/2012

    @Bjoern: da denke ich tatsächlich auch schon die ganze Zeit drüber nach. Wie man da etwas Sinnvolles ins Rollen bringen könnte. Und eine Petition kam mir auch schon in den Sinn.

    Der erste Schritt war sicherlich, das mal ein wenig publik zu machen. Was außerdem Not tut: die Aufklärung der Bevölkerung über die hanebüchenen “Wirkprinzipien” der Homöopathie. Die meisten wissen darüber nämlich nicht bescheid und sind nicht eben positiv überrascht, wenn man sie mal mit den Details konfrontiert. Also, wenn Du mal eben einen millionenschweren Sponsoren zur Hand hast, der eine deutschlandweite Aufklärungs-/Anti-Werbekampagne finanziert, immer her damit. 😀

    Ansonsten vertröste ich gerne mal auf den zweiten Teil, da ist noch wesentlich “more to come”…

  48. #51 Bjoern
    09/10/2012

    @miesepeter3:

    Die einen sagen, dass HP nicht wirken kann, weil nix zum Wirken drin ist. Die anderen, und ich meine nicht unbedingt die Esos, behaupten, es wirkt da doch was. Beide Seiten fahren die eine oder andere Studie auf, die beweisen soll, dass die jeweiligen Vertreter einer Ansicht Recht haben.

    Auf den ersten Blick klingt das tatsächlich so, als ob beide Seiten recht haben könnten. ABER: wenn man sich die Studien mal genauer anschaut, dann stellt man halt fest, dass samt und sonders die Studien, die eine Wirksamkeit der Homöopathie zeigen, methodisch schlecht konzepiert waren (unzureichend verblindet und/oder randomisiert, zu geringe Teilnehmerzahl usw. usf.) – oder sogar nicht wirklich ein homöopathisches Mittel getestet haben, sondern eines, in denen Wirkstoffe D1 oder D2 enthalten waren…

    Eine sehr schöne Übersicht dazu wurde schon vor Jahren veröffentlicht:
    http://www.farmaciasfrancesco.it/Lancet_Omeopatia.pdf

    (und ja, ich weiss, dass auch diese Studie von Homöopathen kritisiert wurde – allerdings wurden alle Kritikpunkte beantwortet; es kostet etwas Mühe, sich die ganze Diskussion durchzulesen, aber am Ende bleibt eigentlich eine eindeutige Schlussfolgerung)

  49. #52 Claudia
    http://now0here.blogspot.com
    09/10/2012

    Ach ja, @Verwundert, bezgl. “und steckt eine Ohrkerze an.” – Du wirst vermutlich auch damit gerechnet haben, aber natürlich wurden in der Apotheke, in der ich arbeitete, auch Ohrkerzen bestellt und verkauft. Wenn Du also mal teures Geld für zwei Stück spiritualisiertes Wachs loswerden willst…

  50. #53 Bjoern
    09/10/2012

    @Claudia:

    Der erste Schritt war sicherlich, das mal ein wenig publik zu machen.

    War? Hast du in dieser Richtung schon was gemacht? (meinst du die Blogposts?)

    Einen Sponsor habe ich leider nicht zur Hand… :-( Bin Mathe-Lehrer, da hat man nicht viele Möglichkeiten – wenn ich im Unterricht aber über Zehnerpotenzen rede und etwas Zeit übrig habe, dann mache ich immer auch einen kleinen “Ausflug” zur Homöopathie. In dem Mathe-Buch hier:
    http://www.amazon.de/Mathematik-Sch%C3%BClerbuch-F%C3%BCr-das-Bayern/dp/3762700028/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1349792836&sr=1-1
    ist eine Seite zur Homöopathie drin – da wird explizit darauf hingewiesen, dass Verdünnungen größer als D23 kein Molekül mehr enthalten! :-)

  51. #54 Claudia
    http://now0here.blogspot.com
    09/10/2012

    @Bjoern

    Ich meine diesen Blogpost hier. 😉 Und das Mathebuch will ich haben! 😀

  52. #55 Bjoern
    09/10/2012

    @Claudia: Ich befürchte, dass der Blogpost hier nicht allzuviel bringt – letztlich ist es doch “preaching to the choir”, da die allermeisten Leser hier sowieso schon über Homöopathie Bescheid wissen… wobei deine Hintergrundinformationen über die Verstrickung des Gesundsheitsministeriums etc. in das Ganze natürlich schon sehr interessant sind.

  53. […] Homöopathie in der Pharmazie – eine Bestandsaufnahme; Teil 1 KategorienAllgemein Tags: Kommentare (0) Trackbacks (0) Einen Kommentar schreiben Trackback […]

  54. #57 s.s.t.
    09/10/2012

    @miesepeter³

    Das Aktionsbündnis Patientensicherheit etwa geht davon aus, dass es jedes Jahr in deutschen Kliniken rund 17.500 Todesfälle infolge falscher Behandlung gibt.

    Angenommen das ist zutreffend, dann ist das höchst bedauerlich. Eine Abhilfe könnte eine Verbesserung der Ausbildung von Ärzten etc. schaffen, die aber unmöglich daraus bestehen kann, dass man den Ausbildungsgang mit unnützem HP-Wissen zumüllt.

    Bei ernsthaften Erkrankungen ist eine Behandlung mit HP erst recht falsch, denn das ist einer Nicht-Behandlung gleichzusetzen, die bestenfalls dem liebevollen Bepusten eines geprellten Knies entspricht.

    Wer glaubt, dass man Krankheiten, die über Befindlichkeitstörungen im weitesten Sinn hinaus gehen, begeht einen Kunstfehler, der nachweislich tödlich enden kann, selbst wenn irgendwann doch noch ‘Schulmediziner’ hinzugezogen werden, die dann den Patienten ggf. zu Tode pflegen müssen, weil eben die ‘Erstverschlimmerung’ immer schlimmer wird; erinnert irgendwie an “Schwarzer Peter”.

    Und nein, es gibt keine Studien, die die Wirksamkeit von HP belegen. Könnte man HP belegen, und sei es nur mit einer Zubereitung für eine einzige Indikation, könnte man sich eine goldene Nase verdienen, von den ganzen Preisen, inkl. dem vom Nobel, zu schweigen.

    200 Jahre Irrweg. Na ja, der Gerechtigkeit halber hat sich der Aderlass und anderes Vodoo noch länger gehalten. Irgendwie wollen diverse Menschen Wunder sehen, hier: Ein Nichts heilt Alles.

    @thiassos

    Ach ja, Diskussionsteilnehmer, die nicht Deiner Meinung sind, pauschal als “Dummköpfe” zu bezeichnen, wirft weder ein gutes Licht auf Deine Diskussions-Kultur und noch schlimmer auf Dich selbst.

    Ich habe übrigens ein NaWi-Studium erfolgreich abgeschlossen und auch durchaus Ahnung von der Materie. Was kannst Du vorweisen, wenn Dir das ach so wichtig ist?

  55. #58 Andreas
    09/10/2012

    Ja man sollte mehr machen. Kennt jemand einen Autor beim Spiegel?

    Dann hätte man eine breitere Plattform.

  56. #59 miesepeter3
    10/10/2012

    @ fast alle

    Tut mir leid, habe diesen blogartikel erst jetzt wiedergefunden.

    Ja, ich weiß, dass es gute und weniger gute Studien gibt, es soll sogar die eine oder andere ganz schlechte gegeben haben. Auch auf dem Gebiet der “normalen” Medizin werden diese Qualitätsunterschiede benutzt, um Ergebnisse zu fördern oder zu unterdrücken. Es gibt Studien, die Studien untersuchen und Studien, die die Studien zu Studien untersuchen und machmal gibt es ein regelrechtes Hickhack um das “richtige” Ergebnis.
    Nur in einem sind sich hier fast alle einig: A l l e Studien zu den sogenannten “alternativen” Behandlungsmethoden sind ungenau, schlampig oder sogar gefälscht. Kommt mir irgendwie komisch vor, dass es so viele Mediziner gibt, die soviel teure Studien in den Sand setzen. Diese Bewertung hat doch wohl nichts mit weltanschaulicher Abneigung zu tun??
    Ach ja, ich habe die Erfahrung, dass HP hilft, noch nie machen können. Ich habe noch nie ein HP-Mittel eingenommen.

  57. #60 miesepeter3
    10/10/2012

    @s.s.t.

    “Das Aktionsbündnis Patientensicherheit etwa geht davon aus, dass es jedes Jahr in deutschen Kliniken rund 17.500 Todesfälle infolge falscher Behandlung gibt.”

    Artikel stammt nicht von mir.

  58. #61 Wiener
    10/10/2012

    @Miesepeter

    “Artikel stammt nicht von mir.”

    Noe – aber von dir stammt die erstaunliche Idee, ihn hier als Argument zu verwenden.

    „A l l e Studien zu den sogenannten “alternativen” Behandlungsmethoden sind ungenau, schlampig oder sogar gefälscht.“

    Noe – nur die, die zu positiven Ergebnissen kommen. Was lernen wir daraus? Und wie du oben gelernt hast, ist es sogar manchmal so, dass Studien mit angeblich so positiven Ergebnissen gar nicht zu diesen Ergebnissen gekommen sind.

    „ Diese Bewertung hat doch wohl nichts mit weltanschaulicher Abneigung zu tun??“

    Noe – aber diese Frage schon

  59. #62 miesepeter3
    10/10/2012

    @Wiener

    ““Artikel stammt nicht von mir.”

    Noe – aber von dir stammt die erstaunliche Idee, ihn hier als Argument zu verwenden.”

    Immer noch falsch. Versuch`s mal mit “Thiassos” am 9/10.

  60. #63 Bjoern
    10/10/2012

    @miesepeter:

    Nur in einem sind sich hier fast alle einig: A l l e Studien zu den sogenannten “alternativen” Behandlungsmethoden sind ungenau, schlampig oder sogar gefälscht.

    Wenn du ein Gegenbeispiel hast – immer her damit!

  61. #64 Wiener
    10/10/2012

    miesepeter,
    tatsaechlich – zumindest DEN Unfug hattest nicht du verbrochen…

  62. #65 miesepeter3
    10/10/2012

    @Björn

    Die Diskussion über den Wert von Studien über alternative Behandlungsmethoden hatten wir hier schon oft genug, sinnlos die noch mal vom Zaun zu brechen.
    Egal, welche Studie da jetzt angeführt werden könnte, das Totschlagargument “Ungenau/unrichtg” würde jede weitere Unterhaltung unsinnig machen.

  63. #66 Wiener
    10/10/2012

    Miesepeter

    Aus Wikipedia:

    “Totschlagargumente sind inhaltlich nahezu leere Argumente, also Scheinargumente, bloße Behauptungen oder Vorurteile, von denen der Disputant annimmt, dass die Mehrheit der Diskussionsteilnehmer entweder mit ihm in der Bewertung übereinstimmt oder keinen Widerspruch wagt, da dies in der öffentlichen Meinung auf Ablehnung stößt (siehe Schweigespirale).”

    “richtig” oder “unrichtig” ist kei Totschlagargument sondern der einzige relevante Punkt. Das das “Alternativmedizinern” nicht schmeckt, ist schon klar.

    Ausserdem: Der “Wert von Studien über alternative Behandlungsmethoden” ist unstrittig. Du meinst die paar Studien, die sich die Alernativesos immer so rauspicken!

  64. #67 roel
    *****
    10/10/2012

    passend zum Thema, gibt es ein neues Buch: http://www.cam-media-watch.de/?p=10960

    und in der Schweiz ein neues “Medizinalberufegesetz, mit dem der Bundesrat die Forderungen der Initianten im Bereich der Aus- und Weiterbildung umzusetzen gedenkt. Er will dazu ins Gesetz schreiben, dass angehende Ärzte im Verlauf ihrer Ausbildung «angemessene Grundkenntnisse über Methoden und Therapieansätze der Komplementärmedizin» erwerben müssen. Dazu gehören etwa Homöopathie, Phytotherapie oder die traditionelle chinesische Medizin.” Aus http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/aerzte-gegen-zwangskursein-homoeopathie-1.17668344

  65. #68 roel
    *****
    10/10/2012

    Passend zum Thema gibt es ein neues Buch: http://www.cam-media-watch.de/?p=10960

  66. #69 Bjoern
    10/10/2012

    @miesepeter:

    Egal, welche Studie da jetzt angeführt werden könnte, das Totschlagargument “Ungenau/unrichtg” würde jede weitere Unterhaltung unsinnig machen.

    Keiner sagt einfach pauschal, eine Studie wäre ungenau / unrichtig, sondern so etwas wird normalerweise begründet (z. B. eben: keine Verblindung, zu geringe Teilnehmerzahl u.ä.). Warum ist das also deiner Ansicht nach ein Totschlagargument?

  67. #70 HWPTA86
    Bonn
    10/10/2012

    Das ist ein interessanter Beitrag den meine liebe Kommilitonin verfasst hat und ich stimme ihr auch voll und ganz zu, dass die Homöopathie aus wissenschaftlicher Sicht absoluter Schwachsinn ist. Ich habe auch mit Interesse die Kommentare gelesen, die hier verfasst wurden. Zwar habe ich nicht alle gelesen, aber die Mehrheit scheint noch nie hinter einem HV-Tisch gestanden zu haben und Homöopathika oder Medikamente verkauft zu haben. Ich bin gelernter PTA und habe, bevor ich zum Pharmazie-Studium zugelassen wurde, anderthalb Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Auch ich habe gelernt wie man z.B. eine Verreibung herstellt und habe mich schon damals gefragt, was dieser Schwachsinn soll. Zwei Stunden für eine Pulverherstellung brauchen, damit dort meine positiven Energien einfließen. Natürlich hilft das aus wissenschaftlicher Sicht nicht, aber wir müssen wissen, wie so etwas hergestellt wird, weil es zum einen in unserer Prüfungsordnung steht und zum anderen, weil es immer mehr Quacksalber(Heilpraktiker, Mediziner etc.) gibt, die so etwas ihren Patienten empfehlen. Laut Gesetz dürfen Apotheker und Apothekenpersonal nicht in die Diagnose eines Arztes hineinpfuschen, denn wer das tut und der Patient rennt zu seinem Arzt und erzählt ihm das, dass ihm der Apotheker oder ein PTA ihm davon abgeraten haben, dann gibt es richtig ärger. Darum geht es mir aber auch gar nicht, denn wer schon richtig in einer Apotheke gearbeitet hat, der sollte gesehen haben, dass die Homöopathie die Goldgrube für Apotheker im 21. Jahrhundert ist. Die Apotheken wie wir sie, unsere Eltern und Großeltern kennen, gehen auf Grund unserer tollen Regierung zu Grunde und irgendwie müssen sie sich über wasserhalten. Von jedem verschreibungspflichtigen Medikament, egal ob 13 oder 3000 €, sieht ein Apotheker gerade mal 8,10 €. Klar verdient er an den nicht verschreibungspflichtigen Geld, aber auch nicht so viel, wie er für ein homöopathisches bekommen kann, weil da noch viel mehr Handarbeit drin steckt. Aber mal ganz ehrlich da verkaufe ich doch lieber Homöopathika, wo man nichts mit falsch machen kann, weil ja gar kein Wirkstoff mehr vorhanden ist, als dass ich dem Patienten eine 20’er Packung Paracetamol verkaufe, womit er sich das Leben nehmen kann.
    Klar haben Homöopathika keine wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung, aber das ist auch gar nicht notwendig, denn wir alle haben schon mal vom Placebo-Effekt gehört und dadurch wirken Homöopathika und nicht durch die Wirkstoffe, die in viel zu geringer Dosis oder gar nicht mehr vorhanden sind.
    Entschuldigt, dass es so lang geworden ist, aber es musste auch mal etwas anderes gesagt werden, als immer nur, dass Homöopathika nicht verkauft werden sollen. Denn ich weiß aus Berufserfahrung, dass die Einbildung, dass sie helfen, tatsächlich wirkt.

  68. #71 Bjoern
    10/10/2012

    @HWPTA86: Dass es Apotheken finanziell schlecht geht, weil sie nicht genügend Geld für die verschreibungspflichtigen Medikamente verkaufen, ist also deiner Ansicht nach ein gutes Argument dafür, die Kunden zu belügen…? Wie wär’s denn statt dessen, sich darum zu bemühen, dass die Gesetzgebung geändert wird, sodass sich Apotheken auch auf ehrliche Weise über Wasser halten können?

    Außerdem gibt es meines Wissens genügend Studien, die zeigen, dass der Placebo-Effekt eben nur subjektiv hilft – die Krankheit wird dadurch in keiner objektiven Weise besser.

    Laut Gesetz dürfen Apotheker und Apothekenpersonal nicht in die Diagnose eines Arztes hineinpfuschen,…

    Ich weiss nicht, ob du dich hier unklar ausdrückst oder ich dich falsch verstehe, weil ich den Jargon nicht kenne – aber die Verschreibung eines Medikaments ist doch nicht Teil der Diagnose der Krankheit, oder? Wenn du einem Kunden also sagst, dass das, was der Arzt da verschrieben hat, gegen die Krankheit, die der Arzt diagnostiziert hat, nix hilft – dann pfuscht du doch nicht in die Diagnose rein?

  69. #72 Claudia
    http://now0here.blogspot.com
    10/10/2012

    Hallo HW 😉 Danke für Deinen Kommentar.

    Ich weiß um die EInkommensproblematik und habe mich auch oft gefragt, wie man dem Phänomen beikommen soll, daß immer mehr Patienten das Zeug einfach _wollen_. Daß die finanzielle Situation so ist, wie sie ist, ist übel – aber den Patienten Placebo-Wasser für teures Geld anzudrehen, sollte nicht die Lösung sein.

    Ich will auch gar nicht, daß so Geneigten verboten wird, diese Mittel zu konsumieren. Meine Lösung wäre: Aufklärung. Die Patienten müßen die “Wirk”prinzipien der Homöopathie verstehen, wissen, wie die Datenlage ist und wenn sie das Zeug _dann_ noch wollen, bitteschön. Und: H. sollten nur an über 18jährige verkauft werden, damit Eltern ihren unmündigen Kindern auf keinen Fall mehr Zuckerwasser bei schweren oder verschleppten Krankheiten einflößen können. Die sollten nämlich nicht am Eso-Irrsinn ihrer Eltern leiden müßen.

    Besonders verstörend fand ich, als eine Kundin die Apotheke, offenbar mit irgendeiner nicht eben leichten Entzündung, betrat und ein Mittelchen wollte. Man drehte ihr dann ein Mittel an, das als “homöopathisches Pendant zu Cortison” angepriesen wurde. Wenn Leute sowas aufgrund einer entsprechenden Diagnose (und unter Ignorieren der Verschreibung ihres Arztes?) nehmen, besteht für sie ein hohes Risiko. Und – die meisten wissen es einfach nicht besser.

    Ich finde es medizinethisch nicht haltbar, Patienten für hohe Summen mit Zuckerpillen oder geschütteltem Wasser auf die Placebo-Weise zu behandeln. Aber dahin geht die Argumentation der meisten momentan – auch unter Homöopathie-skeptischem Apothekenpersonal…

  70. #73 Bjoern
    10/10/2012

    @Claudia:

    H. sollten nur an über 18jährige verkauft werden, damit Eltern ihren unmündigen Kindern auf keinen Fall mehr Zuckerwasser bei schweren oder verschleppten Krankheiten einflößen können.

    Ist mir nicht ganz klar, wie du das meinst – der zweite Teil des Satzes scheint nicht aus dem ersten zu folgen… Eltern sind doch i. A. über 18, könnten also ohne Probleme weiter Homöopathika kaufen und die dann ihren Kindern verabreichen?

  71. #74 Claudia
    http://now0here.blogspot.com
    10/10/2012

    Ditt stimmt, Björn, fiel mir auch gerade auf. 😉 Ich meinte: H. sollten nur an Menschen über 18 verkauft werden dürfen UND auch nur diesen verabreicht werden dürfen.

  72. #75 s.s.t.
    10/10/2012

    Neben der “Neue Homöopathie nach Erich Körbler” finde ich diese Seite immer noch klasse:

    Die C4 Verreibung von Lac suinum.
    Aus dem Vorwort:

    Eine Begebenheit, auf die im Folgenden von mehreren Teilnehmern angespielt wurde, sei kurz geschildert. Als die festgelegt Uhrzeit der Verreibung herangeschritten war, trudelten einige der jüngeren Teilnehmer noch nach und nach ein. Die älteren erfahrenen Teilnehmer 8, 9 und 10 fühlten sich wie in einer Mutter oder Rudelführer-Rolle gegenüber diesen Kindern (in der Verreibung auch als die kleinen “Ferkel” bezeichnet). Als von den zu spät kommenden auch noch einige zu rauchen begannen, beschlossen die Älteren ihnen kurzerhand rigoros mitzuteilen, dass man jetzt beginnen würde und sie nicht mehr hereinließe, falls sie noch rauchen wollten.
    Diese Szene ist auch insofern interessant, da sich das Sozialverhalten von Schweinemilch in der Verreibung als ein kulturell entgegengesetzter Entwurf zu unserer Tabak-Kultur zeigt.

    http://www.engon.de/c4/files/lac-sui_prot001.htm

  73. #76 Bjoern
    10/10/2012

    @Claudia:

    H. sollten nur an Menschen über 18 verkauft werden dürfen UND auch nur diesen verabreicht werden dürfen.

    Tja, es ist wohl leider schlecht nachzukontrollieren, was Eltern zu Hause ihren Kindern verabreichen…

  74. #77 Merowech
    11/10/2012

    @roel

    Laut öffentlicher Schätzungen sterben im Jahr ca. 15000-30000 Menschen an Medikamenten, Krankenhausaufenthalten und Kunstfehlern allein in Deutschland. Das ist doch nur für ziemliche Dummköpfe unerheblich.

    In diesem Zusammenhang möchte ich mal Michael Schmidt-Salomon zitieren:
    “[..] So gibt es beispielsweise einen sehr eindeutigen statistischen Zusammenhang zwischen Schuhgröße und Einkommen. Und zwar gilt statistisch signifikant: Je größer die Füße eines Erwachsenen, desto höher sein monatliches Einkommen. Wie kann man sich dieses seltsame Ergebnis erklären? Nun, ganz einfach: Männer haben im Durchschnitt größere Füße als Frauen und zugleich in der Regel ein höheres Einkommen. Der statistische Zusammenhang Schuhgröße und Einkommen, der an sich keinerlei kausale Aussagekraft besitzt, verweist also auf einen ganz anderen Zusammenhang, der unter den gegebenen gesellschaftlichen Bedingungen tatsächlich von Bedeutung ist, nämlich den Zusammenhang von Geschlecht und Einkommen. [..]”

    Ich sage nur statistische Korrelationen und ursächliche Zusammenhänge (Kausalität).

    Oder um Dieter Nuhr zu zitieren: “Vor Ärzten solle man sich fern halten. Es sei doch auffallend, dass fast immer, wenn jemand sterbe, ein Arzt in der Nähe sei.”

    Also lieber roel….. Dass in Krankhäuser viele Menschen sterben….hmmm….ist für mich jetzt nicht die Sensationsnachricht. Ich lehne mich sogar soweit aus dem Fenster und Behaupte: Das ist normal !

    Und der Kausale Zusammenhang erschließt sich mir nicht.

    Ich könnt jetzt aufgrund dieser einfachen Datenlage auch stumpf behaupten….dass die meisten deswegen sterben, weil sie aufgrund zunächst erfolgloser Alternativbehandlung zu spät zur Schulmedizin gegangen sind….und dann logischerweise in den “Armen der Schulmedizin” gestorben sind.

    Ist genauso eine polemische, naive und statistische falsche Aussage wie deine.

    Und Krankenhaus und Schulmedizin gleichzusetzten ist der nächste Fehler, in einem Blog wo wir gerade darüber diskutieren, dass Homöopathie in die Schulmedizin Einzug hält. Am Thema vorbei lieber roel.

  75. #78 Merowech
    11/10/2012

    Edit:

    Streiche roel setzte miesepter

    roel hat das ja nur zitiert..sorry

  76. #79 roel
    *****
    11/10/2012

    Ich hatte gestern schon versucht auf ein neues Buch hinzuweisen, dass sich genau mit dem Thema befasst: “Die Homöopathie-Lüge: So gefährlich ist die Lehre von den weißen Kügelchen” von der Stern-Redakteurin Nicole Heißmann und dem Wissenschaftsjournalisten Christian Weymayr.

    Und hier zur Situation in der Schweiz aus dem Bericht “Ärzte gegen Zwangskurse in Homöopathie” der Neuen Zürcher Zeitung:

    “Seit bald dreieinhalb Jahren müssen Bund und Kantone gemäss Verfassung die Komplementärmedizin berücksichtigen. Über die Umsetzung dieses Volksauftrags wird indes immer noch gestritten. Aktueller Anlass dafür ist das neue Medizinalberufegesetz, mit dem der Bundesrat die Forderungen der Initianten im Bereich der Aus- und Weiterbildung umzusetzen gedenkt. Er will dazu ins Gesetz schreiben, dass angehende Ärzte im Verlauf ihrer Ausbildung «angemessene Grundkenntnisse über Methoden und Therapieansätze der Komplementärmedizin» erwerben müssen. Dazu gehören etwa Homöopathie, Phytotherapie oder die traditionelle chinesische Medizin.”

    @Merowech Ich hatte das nur zitiert, um zu zeigen, dass es öffentliche Schätzungen bzw. Hochrechnungen gibt.

  77. #80 Claudia
    http://now0here.blogspot.com
    11/10/2012

    Falls es wer noch nicht gesehen hat: im Stern gibt es heute tatsächlich einen guten Artikel zur Homöopathie, der auch das von roel genannte Buch empfiehlt.

  78. #81 Merowech
    11/10/2012

    @roel

    Das ist der Nachteil wenn man am Bildschirm nebenan parallel arbeitet. Weisst doch….Multitasking und so.

    Aber die Aussage von mir passt trotzdem zu miesepeters Aussagen zu der Sterblichkeit in Krankenhäuser. Unabhängig von den genauen Zahlen. 😉

  79. […] unternimmt Claudia Graneis im Science-Blog BlooDNAcid. […]

  80. #83 Ratiomania
    11/10/2012

    Nö, nö, nö.

    Wie mies war denn deine Ausbildung?!

    Seit Jahren gelten doch die “Frankschen Gesetze der Pharmazie”:


    1. Apotheker sind Kaufleute und somit ihrem Gewinn und nicht dem Geldbeutel oder der Gesundheit der Kunden verpflichtet.

    2. Wenn der Kunde Scheiße will, bekommt er Scheiße.

    Siehe:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9202478.html

  81. #84 miesepeter3
    12/10/2012

    @Merowech

    “Aber die Aussage von mir passt trotzdem zu miesepeters Aussagen zu der Sterblichkeit in Krankenhäuser. Unabhängig von den genauen Zahlen. 😉

    Nein! Das war Thiassos am 9.10. !!

    Ich gebs`s auf, lauter Analphabeten hier.

  82. #85 Cornelius Courts
    13/10/2012

    “Ich gebs`s auf, lauter Analphabeten hier.”

    mußte da noch jemand schmunzeln?
    ah, the irony….. :-)

  83. #86 noch'n Flo
    Schoggiland
    13/10/2012

    @ thiassos, a.k.a. Guido:

    Immer noch kein neues Argument parat? Musst Du immer noch die ollen Kamellen aufwärmen?

  84. […] Homöopathie in der Pharmazie – eine Bestandsaufnahme: […]

  85. […] Homöopathie in der Pharmazie – eine Bestandsaufnahme und Über den Sinn des Pluralismus in der Medizin am Beispiel der Homöopathie […]

  86. #89 Ludger
    14/10/2012

    Es ist bekannt, daß es im Medizinstudium nicht besonders wissenschaftlich zur Sache geht.

    @ Claudia Graneis
    Wie auch schon bei http://now0here.blogspot.de/2012/02/wie-aus-medizinern-scharlatane-werden.html lässt der Beitrag hier auf eine Fehleinschätzung der Medizin schließen. Die Vorbedingung für eine gute Behandlung ist eine exakte Diagnose. Das hat erst einmal mit Homöopathie gar nichts zu tun (auch wenn die Homöopathen das vielleicht gerne so sähen). In den klinischen Semestern ging es zumindest bei mir (1973 bis 1975) hauptsächlich um Diagnostik. Bei der Therapie kann nur ein kleiner Teil wirklich evidenzbasiert im strengen Sinne sein. Man kann bei Operationen nicht jedes Detail statistisch untersuchen: welche Fadenstärke, welche Nadel, welcher Nadelhalter, welche Knotentechnik, welche Stichtechnik. Trotzdem gab es für jedes dieser Details innerhalb der Klinik genaue Vorschriften. Die Pharmakotherapie ist nur ein ganz kleiner Teil der medizinischen Wissenschaft und nur ein Teil der Therapieformen und sollte natürlich evidenzbasiert durchgeführt werden. Siehe auch Kommentar von Nika10. Oktober 2012 10:33 ( http://now0here.blogspot.de/2012/02/wie-aus-medizinern-scharlatane-werden.html )

  87. #90 Claudia
    15/10/2012

    Hi Ludger. Wie auch schon in dem von Dir angeführten Link ergänzt, habe ich überrascht zur Kenntnis genommen, daß ja tatsächlich Statistik und Datenerhebung gelehrt wird. Warum erstaunt? Weil Ärzte sehr gerne den Terminus der “Erfahrungswissenschaft” verwenden, um zu beschreiben, daß sich das, was sie in den letzten x Jahren erfahren haben, nicht aus Studien und Statistiken ableiten lässt (“Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe” war einer _der_ Sätze, die ich viel zu oft gehört habe von Medizinern). Ich kann nur für die Vorklinik sprechen. Die war so wissenschaftlich wie mein großer Zeh. Es geht mir, und das geht in dem Artikel mE auch hervor, zu beleuchten, daß das wissenschaftliche Denken, die wissenschaftliche Methode, Medizinern eben nicht gelehrt wird und daß dies zu den Mißständen führt, wie ich sie anprangere. Daß SO viele Ärzte Homöopathie-affin sind, zum Beispiel. Das heißt keineswegs, und das behaupte ich auch nirgends, daß das auf alle Mediziner zutrifft. Ich verachte Mediziner auch nicht, im Gegenteil, ich komme aus einer Medizinerfamilie und wäre die letzte, die vom Arztbesuch abrät. Aber Ärzte _müßen_ Evidenz und klinische Studien zur Grundlage ihres Beratens und Handelns machen. Neben, was man ebenfalls am Aufkeimen der Homöopathie-Strömung sieht, Empathie und Einfühlungsvermögen und dem Willen, dem Patienten viel Zeit und sein Gehör zu schenken.

  88. #91 Ludger
    15/10/2012

    Die Medizin ist eine Humanwissenschaft, damit sind die wissenschaftlichen Kriterien notgedrungen weicher als bei einer exakten Wissenschaft, weil man einfach nicht so genau messen kann. Ausserdem sind die Studiengänge vor dem Vordiplom/Physikum /Bachelor naturgemäß dafür da, Grundlagenwissen zu vermitteln. Man kann jetzt darüber streiten, ob die Wissensvermittelung in der z.B. Anatomie zu unwissenschaftlich ist. Aber ist die Vermittlung der Linearen Algebra im Physikstudium wissenschaftlicher?
    Wir sind uns allerdings einig darin, dass es zu viel Hokuspokus in der Medizin gibt und die Selbstreinigung nicht gut genug funktioniert. Ich kenne einen Fall von Entzug der Approbation (sehr lange her) wegen Pendeln. Das sollte auch bei Bioresonanz so gehandhabt werden und auch bei Homöopathie. Allerdings ist da die Lobby zu stark.

  89. #92 Bjoern
    21/10/2012

    @Ludger:

    Aber ist die Vermittlung der Linearen Algebra im Physikstudium wissenschaftlicher?

    Es ist mir unklar, worauf du mit dieser Frage genau hinaus willst…

    (1) Ist die Mathematik keine Naturwissenschaft (und um Naturwissenschaften ging es hier ja letztlich – oder willst du hier auf ein allgemeineres Wissenschaftskonzept hinaus?)
    (2) Selbst wenn: an vielen Universitäten müssen die Physik-Studenten die normalen Hauptfach-Mathematik-Vorlesungen hören, also ist die Vermittlung der Linearen Algebra dort sicher wissenschaftlich korrekt.

  90. #93 Bjoern
    21/10/2012

    Wann kommt denn nun eigentlich Teil 2…?

  91. #94 Claudia
    http://now0here.blogspot.com
    21/10/2012

    Ich sitze gerade dran. Wenn Cornelius so will, Ende nächster Woche. 😉

  92. #95 Bjoern
    03/11/2012

    Hm, dauert wohl doch noch etwas länger…? 😉

  93. #96 Claudia
    http://now0here.blogspot.com
    04/11/2012

    Beitrag ist fertig, wird heute von Cornelius gelesen und sollte dann bald hier erscheinen. 😉

  94. #97 rolak
    04/11/2012
  95. […] Graneis studiert Pharmazie und setzt sich in Gastbeiträgen auf Scienceblogs mit der Homöopathie in ihrem Fach auseinander. Im zweiten Teil skizziert sie, welche Rolle die Lobbyarbeit der homöopathischen […]

  96. […] bekommt inzwischen in ausgewählten Blogs bessere Informationen, als in den furchtbar banalen Beratungsgesprächen in der Apotheke, die man ungewollt mithört, […]

  97. […] Teil des Internets gerade wieder Homöopathie diskutiert wird. Die Kaltmamsell verweist auf einen Artikel in den Science Blogs über die Rolle der Homöopathie in der Ausbildung zum Pharmazeutiker-Ausbildung; versöhnlicher […]

  98. […] Zuckerwasser Claudia Graneis muss Homöopathie lernen […]

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  100. […] Homöopathie-Lüge” wieder einmal aktuellen Debatte über Homöopathie wurden auch die beiden Gastbeiträge von Claudia Graneis vielerorts diskutiert und […]

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  102. […] auf die beiden Artikel “Homöopathie in der Pharmazie – eine Bestandsaufnahme” Teil 1 & Teil 2 wurde ich zu einem Interview zur Homöopathie gebeten, das ich hier poste. Einige […]

  103. […] hat, kam auch die nicht zu kurz. So berichtete Claudia Graneis von der Verschwörungstheorie, im Pharmaziestudium müsse man etwas über magische Produktionsmethoden lernen und sich Gedanken über Elfen machen. […]

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  113. #116 Dai Fu
    Dortmund
    28/05/2015

    Wenn man doch nur Pillen verkauft, von der Industrie, wieso muss man dann dafür studieren?
    Nur um den Beipackzettel zu verstehen?
    Seit wann behandeln Apotheker Patienten, untersuchen Sie die auch?

  114. #117 noch'n Flo
    Schoggiland
    28/05/2015

    @ Dai Fu:

    Wenn man doch nur Pillen verkauft, von der Industrie, wieso muss man dann dafür studieren?

    Um mögliche Interaktionen zwischen verschiedenen Medikamenten abschätzen zu können, um Medikamente selber herzustellen, um Kontraindikationen zu (er)kennen etc.pp.

    Seit wann behandeln Apotheker Patienten, untersuchen Sie die auch?

    Apotheker dürfen Patienten beraten und tatsächlich auch einfach apparative Untersuchungen (e.g. Bestimmung Blutzucker oder Cholesterin) anbieten. Verordnen dürfen sie Medikamente aber nicht, das ist ärztliches Hoheitsgebiet.

    Aber ich nehme mal an, das alles interessiert Dich nicht. Du wolltest hier doch nur ein wenig herumtrollen, gell?

  115. […] in der Pharmazie” von Claudia Graneis (Teil 1), BlooDNAcid am 8. Oktober […]