Als George W. Bushs Innenminister Dirk Kempthorne im Mai 2008 erklärte, die Eisbären seien zwar als Folge des Klimawandels vom Aussterben bedroht, doch er verbiete ausdrücklich, dass daraus Klimaschutzmaßnahmen abgeleitet werden – da dachte ich, der hat doch ‘ne Meise. Und wenn diese Politik weiter fortgesetzt worden wäre, dann hätte er wohl nicht mal mehr die, denn Kempthornes Nachfolger m US-Innenministerium, Ken Salazar, legte nun einen ausführlichen Lage-Bericht über die Vogelarten Amerikas vor. Und der zeichnet ein düsteres Bild: Etwa ein Drittel aller in den USA heimischen Vogelarten sind vom Aussterben bedroht oder gefährdet.


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Das Bild ist natürlich nicht uniform. Einige Vogelarten, wie etwa der Weißkopfseeadler (Amerikas Wappentier) oder der Silberreiher, konnten sich dank gezielter Schutzmaßnahmen im Bestand erholen, für andere – wie etwa das Präriehuhn, das einst die Steppen Nordamerikas bevölkert hatte und vom dem nur noch ein paar Dutzend Individuen überlebt haben – sieht die Zukunft finster aus. Vor allem Hawaii, Amerikas Vogelreichster Staat, ist betroffen: 44 Prozent der insgesamt 73 Vogelarten auf der Gefährdungsliste (siehe Tabelle) leben auf diesen Inseln.

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Es ist natürlich nicht nur der Klimawandel, der diese Vögel in Bedrängnis bringt. Auf Hawaii spielt beispielsweise der Kaffeeanbau, dem Bäume und damit Lebensräume geopfert werden, eine große Rolle (weshalb der Bericht empfiehlt, beim Kaffeekauf auf die Kennzeichnung “Bird friendly” oder “shade grown – aus Schattenanbau, also – zu achten); an der Ostküste und vor allem in Florida wird der Lebensraum der Vögel vor allem durch Verbauung zerstört.

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