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Sali zemme! Ich bin gerade in Basel, wo ich neben der Teilnahme am Spurenworkshop auch in bißchen Zeit habe, mich umzusehen und sogar zwei Leser,   noch’n Flo und WitholdCh. zu treffen.

Basel ist eine nette kleine Stadt, die am Tag meiner Ankunft noch im postfastnächtlichen Koma lag, was man versteht, wenn man weiß, daß bis Donnerstag um 4 Uhr morgens 72 Stunden durchgefeiert wurde. So wirkten die Straßen leer (bis auf viel Konfetti) und die wenigen Leute, die unterwegs waren, etwas augenberingt und bleiern :-)

Noch’n Flo hat uns am Flughafen abgeholt und dann bin ich mit ihm erstmal die wenigen und nahe beieinanderliegenden Stationen aus Nietzsches Baseler Zeit abgegangen, die sich in zwei ehemaligen Wohnsitzen und einem ihm posthum von den Baselern gewidmeten, nicht gerade überwältigenden Brunnen erschöpften, an dem er aber immerhin wahrscheinlich gelegentlich saß:

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prunkvoll geht anders…

Dann hatte noch’n Flo die großartige Idee, mit mir, dem bekennenden Verächter moderner Kunst, ins Tinguely Museum zu gehen und ich fand es wirklich phantastisch, da die … ja… Skulpturen (?) oder Exponate oft in ihrer befremdlichen, verstörenden Morbidität genau meinen Nerv trafen und das Motto ihres Erschaffers mich auch ansprach:

J’ai toujours été anti-tout et sourtout anti-art ou meta-art, ou merde à l’art.

Hier sind noch’n Flo und ich vor einem Auto, das definitiv bei einer Gothic/Steampunk-Version von Mad Max hätte mitfahren können:

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yours truly und noch’n Flo (ja, es gibt ihn wirklich)

Und so sah das Auto aus:

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Das eindrucksvolle Schlußstück des Museumsbesuchs war dann der “Mengele Totentanz“,

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hier ein besonders schönes Detail

Nachher waren wir noch was essen, natürlich typisch schweizerisch: Rösti, Bauernbratwurst und dazu Rivella :-).

 

Heute morgen hatte ich dann noch das Vergnügen mit meinem – ebenfalls sehr netten – Leser Withold Ch., der ein ausgesprochener Basel-Kenner ist, die Stadt zu erkunden und seinen Erläuterungen zu lauschen. Wir haben an einem kurzen Vormittag wirklich eine Menge gesehen, die Rheinbrücke, die Pfalz,

index

hier von der Pfalz genießen wir,

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yours truly und Withold Ch. den Ausblick

das Münster, das Rathaus,

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den Barfüsserplatz, das Kunsthistorische Museum, das Trois Rois (wo Nietzsche versuchte, mit den Baseler Reichen, genannt “Daig“, anzubandeln), ein Wohnhaus Hesses etc. pp. Ganz besonders gut gefallen – obwohl ich in der viel zu kurzen Zeit, die wir hatten, nur einen oberflächlichen Einblick erhalten konnte – hat mir das Pharmazie-Museum, wo niemand geringeres als Paracelsus gewirkt hat und es echt (!) merkwürdige Ingredienzen aus der gesamten Medizingeschichte zu bestaunen gab:

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mit Abstand nicht die merkwürdigste und makaberste Zutat (es gab auch Mumienkopf)

Also noch ein wirklich sehr netter, interessanter Vormittag in Basel, an dem ich viel gelernt und gesehen und den Entschluß gefaßt habe, nochmal und dann mit mehr Zeit nach Basel zu kommen.

Merci vielmol (wie man hier sagt) an noch’n Flo und Withold Ch. für’s Rumführen, für Eure Gesellschaft und eine echt gute Zeit :)

flattr this!

Kommentare (53)

  1. #1 anderer Michael
    24/02/2018

    Was ist das für ein interessantes Photo ganz oben?
    Eine Trommel oder ein Kochtopf ? Höchstwahrscheinlich eine Trommel.Ist das Photo aus Basel und hat Bezug zur Fasnacht?
    Ich frage auch wegen meiner die Kleine Trommel spielenden Damen im Hause.

    Noch n’ Flo
    Wo soll bei dir ein Bauchansatz sein? Man sieht einen Bauch überhaupt nicht .

  2. #2 Withold Ch.
    24/02/2018

    @ anderer Michel

    Trommel mit Totenkopf – einzelne Bronzeskulptur neben der zweiteiligen Skulptur Markttische der Bildhauerin Bettina Eichin, im kleinen Kreuzgang des Münsters.

    Diese Skulptur nimmt Bezug auf die Chemie-Katastrophe Schweizerhalle (1.11.1986). Die Trommel mit dem Totenkopf steht daneben und ist ein Hinweis darauf, dass am dreitägigen fasnächtlichen “Event” vor der Fastenzeit auch der Gedanke an die Vergänglichkeit, ein memento mori, mitschwingt, und wohl in Tradition des mittelalterlichen Basler Totentanzes steht.

    Also, ein bisschen speziell und eben typisch baslerisch …

  3. #3 RPGNo1
    24/02/2018

    @noch’n Flo
    http://scienceblogs.de/bloodnacid/2018/02/20/keine-zeit-muss-nach-basel/#comment-158172

    Ich habe mich übrigens sehr bemüht, auf diesem Foto denselben Gesichtsausdruck wie mein Ava einzunehmen.

    Das hat sehr gut geklappt. Du siehst dem Oger tatsächlich nicht unähnlich. :)

    @anderer Michael
    Mit Bauchansatz kann ich auch dienen. Ein bissel mehr als CC und etwas weniger als noch’n Flo würde ich diesbezüglich wohl genau in die Mitte passen. 😉

  4. #4 anderer Michael
    24/02/2018

    Withold Ch.
    Danke

    Mengele Totentanz
    Auch auf die Gefahr hin nur Altbekanntes von mir zu geben.
    KZ -Arzt Josef Mengele ist ein Sohn von Karl Mengele , dem Begründer ( bzw Übernahme) der Firma Mengele , die Landmaschinen herstellte. Den Markennamen gibt seit ein paar Jahren nicht mehr. Ich bin Jahrzehnte an diesen Produkten vorbeigegangen, ohne dass mir klar war, welche Zusammenhänge bestehen und es schien auch niemanden besonders zu interessieren.

    Demzufolge eine gute Idee des Künstlers , diese Verbindung zu thematisieren. Über die Art der Unterstützung die Josef Mengele nach dem WK II von seiner Familie erhielt, existieren inzwischen eine Vielzahl von Informationen und realistischen Dokumentationen. Darüber möchte ich mich nicht äußern, weil es auch Gerüchte und Phantasien gibt, und ich bei dem heiklen Thema keine Halbwahrheiten auf die Schnelle posten möchte.

    Deutlich gesagt: der Fall Mengele ist eine Schande für die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

  5. #5 Withold Ch.
    24/02/2018

    @anderer Michel # 4

    Interessanter Hinweis auf ein bedeutendes Spätwerk des Eisenplastikers Jean Tinguely, seine ganz eigene, maximal zugespitzte Version des Themas. Die Assoziation im Namen an den KZ-Arzt gibt dem Werk eine zusätzliche Dimension. Eigentlich fehlen uns ja Worte für dessen “wissenschaftlichen” Mitwirkung bei der Todesmaschinerie, und ein künstlerischer Ausdruck dazu ist fast nicht möglich.

    Der mittelalterliche Totentanz nun hat ja nicht mit der Hölle und dem Teufel zu tun, – dagegen konnte man sich vorsehen und die Kirche bot ja auch die entsprechenden Auswege (Ablasskauf) – sondern nur mit dem allen Menschen innewohnenenden Lebenshunger und der gleichzeitigen “Veranlagung zur Sünde”, der (glücklicherweise) damit verbundenen Möglichkeit zu Sühne und Opfer, die leider eben meist verpasst wird und deshalb nur mit dem plötzlichen Tod, der jeden jederzeit treffen kann, vorläufig sanktioniert wird. Teufel und Hölle gab’s dann noch zusätzlich, je nachdem.

    An der Basler Fasnacht nun schwingt noch ein zugegeben etwas makabrer Unterton an diese mittelalterliche Sichtweise und Empfindung mit. Das ist aber nur einer unter mehreren Überlieferungssträngen.

    Das Leben als “danse macabre” auf den Gräbern – eine wirklich sehr extreme Auffassung, hat aber auch was Wahres …

  6. #6 anderer Michael
    25/02/2018

    Dieses Thema Bauchansatz verstehe ich nicht. Bei meinem durchtrainierten Waschbrettbauch strahlt das Sixpack auch im Dunkeln ( glaube ich zumindestens, mit viel Phantasie und Einbildung).
    Etwas mehr Phantasie, werte Herren, sonst wird das nichts.

  7. #7 noch'n Flo
    Schoggiland
    25/02/2018

    @ aM:

    Wo soll bei dir ein Bauchansatz sein? Man sieht einen Bauch überhaupt nicht .

    Genau. Und esch gibt kein Aleschia. Niemand weisch, wo Aleschia liegt. 😉

  8. #8 noch'n Flo
    Schoggiland
    25/02/2018

    @ CC:

    Man sollte bitte auch nicht vergessen, dass sich fast alle Exponate im Tinguely Museum auf Knopfdruck bewegen, was ein wichtiger Bestandteil ihrer Wirkung ist.

  9. #9 noch'n Flo
    Schoggiland
    27/02/2018

    Ach ja, für alle, die Tinguelys Zitat aus dem Blogeintrag nicht aus eigener Sprach-Kraft übersetzen können:

    Ich war schon immer gegen alles und meistens gegen Kunst oder Meta-Kunst, oder Scheiße gegen Kunst.

    *umg*

  10. #10 Bullet
    27/02/2018

    @nnF, #7:
    Genau. Und in den See, mit einem Gewicht an den Füßen.

  11. #11 Cornelius Courts
    27/02/2018

    @noch’n Flo: “Ich war schon immer gegen alles und meistens gegen Kunst oder Meta-Kunst, oder Scheiße gegen Kunst.”

    Richtig muß es heißen: “Ich war schon immer gegen Alles, vor allem gegen Kust oder Meta-Kunst oder “Scheiße-Kunst””

  12. #12 tomtoo
    27/02/2018

    Bauchansatz ? Aber hallo. Glaubt hier etwa jemand das Bielefeld existiert ?

  13. #13 noch'n Flo
    Schoggiland
    27/02/2018

    @ Bulli:

    Du hast die Peitsche vergessen. Womit wir wieder bei Nietzsche wären.

    @ tomtoo:

    Bielefeld liegt in der Nähe von Alesia.

    @ CC:

    Okay, überzeugt.

  14. #14 RPGNo1
    27/02/2018

    @noch’n Flo, Bullet
    Aber zuallererst kommt der Stock. :)

  15. #15 Carolin Cis
    Deutschland
    28/02/2018

    Obacht, großer Bruder!
    Wenn Du schon vor 25 Jahren (!!!!) auf mich gehört hättest (z.B. betreffend N. De Saint Phalle und ihren Kumpel Tinguely), was hätten wir Spaß mit Kunst haben können. So hatte ich ihn bis hier allein, nun willkommen, freut mich, dass Du endlich aufgeschlossen hast, äh, bist 😀

  16. #16 noch'n Flo
    Schoggiland
    28/02/2018

    Oha! Familien-Beef in 3… 2… 1…

    (da habe ich ja was angerichtet)

  17. #17 Carolin Cis
    28/02/2018

    @noch’n Flo: Halb so wild, es ist jetzt nicht das erste Mal in einem Vierteljahrhundert, dass er von mir hört 😉
    Wir waren nur (schon) als Teenager sehr unterschiedlicher Auffassung in Fragen der (bildenden) Kunst, und jetzt musste ich einfach frohlocken, weil der Widerstand bröckelt 😀

  18. #18 Cornelius Courts
    28/02/2018

    @Caro: “Wenn Du schon vor 25 Jahren (!!!!) auf mich gehört hättest (z.B. betreffend N. De Saint Phalle und ihren Kumpel Tinguely), was hätten wir Spaß mit Kunst haben können.”

    Du hast mir vor 25 Jahren schon von Tinguely erzählt? Komisch, das hätte mir damals eigentlich auch schon gefallen müssen, aber das hier: http://clipground.com/images/niki-de-saint-phalle-clipart-5.jpg fand und finde ich noch immer Kappes, genauso wie (Du erinnerst Dich an jene artcologne) von Beuys und Konsorten kunstlos bekrickeltes, fettiges Butterbrotpapier oder sowas hier: http://artecreha.com/wp-content/uploads/2012/06/000_ACaro.jpg
    Et is schwierig…

  19. #19 noch'n Flo
    Schoggiland
    28/02/2018

    @ CC:

    Jaja, die Nik vom heiligen Dödel ist schon recht speziell… aber wenn man mehr als 10 Jahre in Hannover gelebt hat, gewöhnt man sich an den Anblick (die Nanas sind dort wirklich allgegenwärtig).

    Kunst soll anregen, in Dir etwas bewegen. Wenn Du nur davor stehst und denkst “so what?”, ist sie nicht gut. Aber Deine leuchtenden Augen, als wir im Tinguely Museum waren, haben eindeutig verraten, dass da gerade etwas mit Dir passierte. Und das ist dann “gute” Kunst, sie hat ihr Ziel erreicht, Dich bereichert.

    Beuys hat das nie verstanden, der wollte immer nur Grenzen einreissen, wo eigentlich keine waren. Dabei verzettelte er sich masslos in sich selbst und wurde immer langweiliger und blasser.

    @ Carolin Cis:

    Wenn Du Deinem Bruder mal ein eindrückliches Kunsterlebnis verschaffen willst, flieg mit ihm nach London und gehe dort mit ihm in die “Tate Modern Gallery”. Dort gibt es einen Saal, der ausschliesslich Riesenschinken von Mark Rothko vorbehalten ist. Er soll sich darin mal eine Viertelstunde aufhalten – wenn er dann nicht depressiv und/oder paranoid wird, ist er in der Tat schon zu sehr abgestumpft. Dieser Raum erdrückt einen regelrecht, ist sehr intensiv.

    Oder er findet über diesen Schweizer einen Zugang:
    https://www.kunstaufraeumen.ch
    bzw.

  20. #20 Carolin Cis
    28/02/2018

    @Bruder: Na, ich hab Dir wahrscheinlich einfach zu viel über zu viele Künstler vorgequackelt. (Bei mir war das Erweckungserlebnis das Guggenheim-Museum in Venedig, da war ich 14, das müsste Dir doch noch in den Ohren klingeln…) Die Combo Saint Phalle & Tinguely habe ich erst in ihrer Herrlichkeit erfasst, als ich später mal in Paris davorgestanden hatte. Und Dir wäre das sicher heute noch zu bunt 😉 So oder so: Ich freu mich, wenn Du Dich freust!

    @noch’n Flo: Ahhh, dafür ist Rothko da?? 😉
    Dann bitte noch erklären, wie die Sache mit “No. 5, 1948” von Jackson Pollock passieren konnte. Was den guten Mann betrifft, muss ich leider des Bruders Total-Ablehnung teilen. (Der intellektuelle Diskurs hilft in solchen Fragen ja null, ne? “Wer es nicht fühlt, wird es nicht erjagen.”)

    Viele Grüße!

  21. #21 tomtoo
    28/02/2018

    @Carolin
    Sry, aber so mit der Kunst scheint es, trotz deiner Hilfe, bei deinem Bruder nicht so wirklich durchgeschlagen zu sein. Der hört Metall ! ; )

  22. #22 zimtspinne
    28/02/2018

    Ist der Ursus nicht der Aufräumer und Sortierer? Der hat mal einen Badestrand geordnet und sortiert… wenn der das ist. Ein Ursus wars jedenfalls, diesen Namen merkt man sich ja 😀

    Für CC wäre ja evtl die 3D Straßenmalerei was, oder Sandkunst?
    Beides hat auch den Vorteil der Vergänglichkeit, weg ist weg und kann einen nicht mehr nerven wie der olle Erbtantenschinken an der Wand ^^

    http://die-besten-100.de/bilder/strassenmalerei/5615/Riesen-Hhle+unter+Strae+-+Streetart.html

  23. #23 noch'n Flo
    Schoggiland
    28/02/2018

    @ zimti:

    Ist der Ursus nicht der Aufräumer und Sortierer? Der hat mal einen Badestrand geordnet und sortiert… wenn der das ist. Ein Ursus wars jedenfalls, diesen Namen merkt man sich ja

    Du meinst schon den richtigen – er heisst Urs Wehrli und ist u.a. Teil des Comedy-Duos “Ursus und Nadeschkin”. Besonders bekannt wurden seine Aufräumaktionen übrigens in Deutschland durch die “Sendung mit der Maus”.

    @ Carolin Cis:

    Bei mir war das Erweckungserlebnis das Guggenheim-Museum in Venedig

    Oh ja, das ist schön. Wir haben es auf unserer Hochzeitsreise besucht.

    Dann bitte noch erklären, wie die Sache mit “No. 5, 1948” von Jackson Pollock passieren konnte.

    Meinst Du den völlig überzogenen Auktionspreis?

    Pollock kann man m.E. sowieso nur auf Drogen würdigen, auf MDMA kommt der richtig gut.

    Und für meine private Sammlung habe ich mir letzte Woche aus Barcelona einen echten “Picasso” mitgebracht, die Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen…

  24. #24 noch'n Flo
    Schoggiland
    28/02/2018

    @ tomtoo:

    Der hört Metall

    Und guckt sich jetzt auch gerne Metall an. Im Tinguely Museum gab es u.a. auch eine Art Altar mit einem Rinderschädel oben in der Mitte. Corn und ich waren uns sofort einig, dass man das Teil unbedingt mal beim WOA ausstellen sollte, davor würden die Metal-Fans reihenweise niederknien:

    https://www.tinguely.ch/de/sammlung/sammlung.html?period=&material=&detail=2fef0578-9161-4bda-b964-ce8ef74088a8

    Nebenbei hört er ja auch noch Bach.

  25. #25 zimtspinne
    28/02/2018

    @ Flo
    ich überlege gerade, wo ich den sah… die Maus wars nicht.
    Zimmer frei auch nicht, ansonsten schaue ich echt selten solche Sendungen, in denen ungewöhnliche Typen vorgestellt werden.
    An den Ursus kann ich mich sehr gut erinnern, der sortierte dann auch etwas im Studio und ich meine, sogar direkt auf dem Moderationstisch (Stifte?). War auch total sympathisch und ich meinte noch so, als Putzmann wäre er für mich perfekt oder noch besser als Frühjahrsaufräumcoach.
    Ich sortiere ja, *wenn* ich es mal tue, auch nach Farben und Formen, Material etc.

  26. #26 zimtspinne
    28/02/2018

    ,, und dann, Cornelius, hättest du das auch anders einfädeln können und dem Publikum ein Foto mit ohne NochnFlo präsentieren und widerborstig behaupten, er sei doch da.
    Da käme die Gemeinde doch ins Zweifeln.. an dir, an sich selbst, an der Wirklichkeit.
    Aber ach, alles viel zu seriös hier. :(((
    (und ich hab noch deine Seite meinen Tatortmädels empfohlen, nun sollte auch bitteschön ein bisschen Popcorn-Unterhaltung geboten werden, nicht wahr!)

  27. #27 tomtoo
    01/03/2018

    @nnF
    Jo, den Bach *hüstel* , also beim Altern sich mehr so einem Bächlein nähernd, höre ich auch öfters. ; )

  28. #28 tomtoo
    01/03/2018

    @nnF
    Das muss echt was mit dem Altern zu tun haben. Ich höre ihn jetzt auch öfter. ; )

  29. #29 noch'n Flo
    Schoggiland
    01/03/2018

    @ zimti:

    als Putzmann wäre er für mich perfekt oder noch besser als Frühjahrsaufräumcoach

    Ich habe ihn mal vor 9 Jahren auf einer “Lesung” in Davos getroffen, da habe ich ihm bei der anschliessenden Signierstunde auch schon unsere Wohnung als neues Kunstobjekt angeboten. Fand er aber irgendwie so gar nicht komisch.

    Damals hat er allerdings nur Kunst aufgeräumt, das mit den anderen Verräumaktionen kam erst ein Jahr später. Würde mich schon interessieren, ob ich ihn durch meine Frage damals inspiriert habe…

  30. #30 noch'n Flo
    Schoggiland
    01/03/2018

    und dann, Cornelius, hättest du das auch anders einfädeln können und dem Publikum ein Foto mit ohne NochnFlo präsentieren und widerborstig behaupten, er sei doch da.

    Dafür war doch das Brunnenfoto gedacht – v.l.n.r.: ich, Nietzsche, Corn.

  31. #31 noch'n Flo
    Schoggiland
    01/03/2018

    @ tomtoo:

    sich mehr so einem Bächlein nähernd

    Aus dem man dann die launische Forelle angelt?

  32. #32 Cornelius Courts
    01/03/2018

    @Caro: “Bei mir war das Erweckungserlebnis das Guggenheim-Museum in Venedig, da war ich 14, das müsste Dir doch noch in den Ohren klingeln…”

    Klar, das ist mir bewußt :)

    “So oder so: Ich freu mich, wenn Du Dich freust!”
    :)

    @tomtoo: ” bei deinem Bruder nicht so wirklich durchgeschlagen zu sein. Der hört Metall ! ; )”

    hat hier irgendjemand völlig unqualifizierte Kommentare bestellt? 😉
    btw: Rat mal, was mein Schwager (der deutlich längere Haare hat als ich) hört?

    @noch’n Flo: “Corn und ich waren uns sofort einig, dass man das Teil unbedingt mal beim WOA ausstellen sollte, davor würden die Metal-Fans reihenweise niederknien:”

    Ein Großteil der Ausstellung würde ich sogar als Heavy Metal durchgehen lassen \m/

    “Aus dem man dann die launische Forelle angelt?”

    Eben ja nicht, das klappt nur mit unfairen Mitteln, wie Tinte :)

    @zimtspinne: “meinen Tatortmädels”

    Was ist das denn?

    “Popcorn-Unterhaltung”

    da verweise ich auf “Wie kann man noch Katholik sein” 😀

  33. #33 noch'n Flo
    Schoggiland
    01/03/2018

    @ CC:

    Ein Großteil der Ausstellung würde ich sogar als Heavy Metal durchgehen lassen \m/

    Dann solltest Du Dich auf der Homepage des Museums mal dringend durch die Sammlung clicken. Da gibt es noch wesentlich mehr “harten Stoff”.

    Nebenbei: ich hatte Dir bei unserem Treffen ja von unserer vorangegangenen Kreuzfahrt berichtet. Leider kam ich nicht mehr dazu, Dir diese neueste Ausgabe der FMC ans Herz zu legen:
    http://www2.tuicruises.com/kreuzfahrt-buchen/reiserouten-details/?route=1842&page=1&regions=kurztrips&exactDates=true&startDateString=2018-05-04&endDateString=2019-09-14&duration=&_startingPort=on&airport=&portOfCall=&_ship=on&cabin=&_discounted=on&_marriageAtSea=on&sortOrder=DATE_ASC

    Solltest wirklich mal darüber nachdenken…

  34. #34 zimtspinne
    02/03/2018

    @ CC
    “Tatortmädels”

    wir treffen uns halbregelmäßig reihum zum Tatortgucken oder manchmal auch andere Krimis oder Filme, je nachdem.
    Alle von uns, das macht den Kult aus, durften/mussten schon als Kind mit Eltern, Großeltern usw mitschauen, wobei wiederum bei allen von uns die Mütter/Großmütter usw die triebhafte treibende Kraft waren, die Männers fügten sich in ihr Schicksal oder hauten ab (in den Hobbykeller oder zum Zweit TV oder so).

    tja, dann beschwätzen wir das natürlich auch und kommen auch immer mal zum Punkt Realitätscheck.

    Kürzlich wurde im Tatort “Déjà-vu” die erweiterte DNA Analyse thematisiert, mehrfach im Film, und ich konnte sofort damit glänzen, zu verkünden: Jaja, das ist tatsächlich aktuell in D ein Zankthema.

    Allerdings plapperte der Kriminalstubenchef dort was von Schuhgröße und da bekam ich doch Zweifel und nahm mir vor, dich mal zu befragen…..
    also hier ist der Satz:
    “Wir haben seine DNA, was könnten wir damit anfangen? Ich könnte sein Alter bestimmen, Haarfarbe, Augenfarbe, Schuhgröße bestimmen – aber ich darf’s nicht!”

    Wie ist das nun mit der Schuhgröße? Geht nicht, oder? Also angenommen, es wäre genug DNA vorhanden… wo genau befinden sich die schuhgrößebestimmenden Genabschnitte und wurden sie im Gendickicht überhaupt schon entschlüsselt?

  35. #35 zimtspinne
    02/03/2018

    .. und was Kunst angeht: – wird man von Kindsbeinen an immer mehr oder weniger angemahnt, doch bitte gebührend ehrfürchtig und demütig zu sein, überhaupt vor großen, berühmten Kunstwerken und ihren Farbklecksern.

    Das ging mir schon immer gegen den Strich und deshalb beschloss ich frühzeitig, jedes Bild einzeln und unberührt vom Urheber zu betrachten und entweder zu mögen oder nicht zu mögen.
    Für Namen interessiere ich mich dabei fast gar nicht, auch wenn ich inzwischen an der Maltechnik, Motivlage, Farbauswahl, UNDEFINIERBARKEIT den Künstler oder “Künstler” (leider) schnell erkenne.
    Manche Schimpansen können das besser…..

    Ich zeichne selbst mal hin und wieder ganz gerne, hab auch schon mal an Kursen, so in fremder Umgebung für ein Wochenende mit einem echten regionalen oder auch überregionalen Maler, teilgenommen, aber meine Meinung hab ich trotzdem nicht geändert.

    Es gibt aber auch ein paar Ausnahmen, deren Bilder sind wirklich beeindruckend, und da bin ich dann auch ehrfürchtig vor solchen Schaffenskräften und -phantasien.
    Und ich hab in der Wohnung nur ein einziges, riesiges Bild mit Goa-psychedelic-Motiv und außerdem noch eine riesige Krebszelle, eine sehr hübsche, die hab ich mal selbst gezeichnet und hängt im Flur.

    Was habt ihr denn für Kunstwerke in euren Wohnungen??

  36. #36 zimtspinne
    02/03/2018

    @ Flo
    zuerst wollte ich mich über dein Metallteil (Altäre!?) empören, aber das ist ja direkt schön und ästhetisch gegenüber diesen Körpern in Badeanzügen weiter oben. Hab ich das richtig verstanden, dieser Augenschmaus hängt in Hannover überall an den Straßen herum?
    Das ist genau solch ein Beispiel von ätzender, nichtssagender “Kunst”, die einfach nur da ist, weil die Kleckserin wahrscheinlich irgendwelche Vit B Aktivitäten oder sich malerisch hochgeschlafen hat 😉

  37. #37 noch'n Flo
    Schoggiland
    02/03/2018

    @ zimti:

    Hab ich das richtig verstanden, dieser Augenschmaus hängt in Hannover überall an den Straßen herum?

    Vor allem am Leineufer – guckstu hier:
    https://tinyurl.com/yc62kmur

    Was habt ihr denn für Kunstwerke in euren Wohnungen??

    Ich sammle vor allem medizinische Kunst.
    Und in meiner Praxis hängt ‘ne Menge Selbstgemaltes.

  38. #38 zimtspinne
    02/03/2018

    Ich hatte mir die Scheußlichkeiten neugierig schon angeschaut… hätte das einfach für Kunst von Kindern gehalten, nun weiß ich es leider besser und manches wüsste man lieber gar nicht so genau 😀

    von dir selbstgemalt?, und malst du auch Medizinisches oder was ganz anderes?
    Bekommst du da auch Rückmeldungen deiner Patienten? Ich hab das ja schon mal einem Arzt gesagt, was ich von den aufgehängten Kunstwerken halte… 😉

  39. #39 RPGNo1
    02/03/2018

    @zimtspinne
    In Hannover und Umgebung sind die Nanas bekannt wie ein bunter Hund. Wer da fragt: “Wer/was ist das?” outet sich sofort als Auswärtiger. :)

  40. #40 zimtspinne
    02/03/2018

    oh, ich war schon in Hannover, aber weder gesehen, noch wurden sie mir vorgestellt… war aber auch mehr Durchreise, kein richtiger Aufenthalt.

    Könnt ihr mir verraten, wie diese Nana-Ausbreitung entstehen konnte? Sind die Dinger dort so beliebt?
    Ich käme auf jeden Fall mal eines Nachts auf die Idee, so ein Teil zu besprayen, obwohl man sagen muss, eine Verlachung der bunten Scheußlichkeit gestaltet sich etwas schwierig. Man könnte auch einfach auf jedes Teil schreiben “Ich finde mich doof”.

  41. #42 zimtspinne
    02/03/2018

    wieder war ich schneller und hatte mich schon informiert…..
    Es gibt ja von der Dame auch ein Gespenst namens Tarotgarten *g

    Vielleicht hat sie mit dem kunterbunten kindlich wirkendem Kram irgendwas verarbeitet (sie schreibt in nem Buch, dass sie mal in “der Klapse” war und dort die Bunterei anfing), aber ich mag den Kram trotzdem nicht, so rein aus Mitleid wäre das ja (ich bin etwas leicht darüber zu kriegen, weiß ich).

    tja, und entschuldigen muss ich mich auch nicht, denn mit dem “Weiterschlafen” lag ich auch nicht ganz verkehrt, siehe das statement:
    “”Zudem wurde das Projekt von ihrem Ex-Mann, dem bekannten amerikanischen Schriftsteller Harry Mathews, unterstützt. Auch der Schweizer Künstler Jean Tinguely, ihr langjähriger Lebens- und Weggefährte, kaufte viele ihrer Skulpturen zu Galerie-Preisen, um das Projekt voranzubringen. «Es ist wunderbar, von den Männern unterstützt zu werden, die ich liebe», hielt Niki de Saint-Phalle fest.””

    boah, ja, jetzt weiß ich es, diese Figuren erinnern wirklich an die Venus- Fruchtbarkeitsgöttinnen und auch die fand ich schon immer furchtbar! (jetzt hätte ein Vertippser gepasst)

  42. #43 zimtspinne
    02/03/2018

    danke euch, nun hab ich wieder was dazu gelernt, ich schnüffle ja schon mal gerne in fremden Biografien herum 😀

  43. #44 noch'n Flo
    Schoggiland
    02/03/2018

    @ zimti:

    von dir selbstgemalt?, und malst du auch Medizinisches oder was ganz anderes?

    Nee, eher Landschaften. Ich hatte mein Leben lang immer Probleme, wenn es um gegenständliches Malen ging (abstrakt hingegen fand ich immer super), bis ich vor fast 10 Jahren auf Bob Ross stiess:

    https://www.youtube.com/watch?v=lLWEXRAnQd0

    Mit seiner “Nass-in-Nass-Technik” komme ich super zurecht und hatte endlich auch mal Erfolgserlebnisse in gegenständlicher Malerei. Dazu kommt, dass ich auch ein Faible für die Impressionisten habe, das passt thematisch sehr gut dazu.

    Medizinische Kunst sammle ich ausschliesslich, vor allem Darstellungen aus alten Lehrbüchern. Mein ältestes Stück ist über 700 Jahre alt, stammt aus einem persischen Lehrbuch.

    Bekommst du da auch Rückmeldungen deiner Patienten?

    Manchmal. Wobei den meisten gar nicht klar ist, dass die Bilder von mir sind, die sind dann oft sehr überrascht, wenn sie es erfahren.

  44. #45 stone1
    03/03/2018

    @noch’n Flo

    Landschaftsmalerei, echt jetzt? Mit fortschreitendem Alter wird man wohl wirklich immer konservativer, manch einer würde es vielleicht sogar spießig nennen.
    Bei mir geht das jetzt auch schon los. Früher hab ich Raumschiffe gezeichnet und versucht, E-Gitarre zu spielen.
    Jetzt bin ich dabei, mir Klavierspielen beizubringen. Für beidhändiges Spielen werde ich wohl doch einige Stunden Unterricht nehmen müssen, aber eine einfache Version von Cole Porters Anything Goes hab ich schon einigermaßen drauf.
    Landschaftsmalerei im Bob Ross-Style, das finde ich allerdings schon echt Hardcore, passt aber auch irgendwie gut zu den Kreuzfahrten, prima Inspirationsquelle.

  45. #46 tomtoo
    03/03/2018

    @stone1
    Ich bin ja der Meinung das eine Gitarre(Akustische) das ultimative Instrument überhaupt ist. Aber Piano liebe ich halt auch.
    Kommt lasst uns Boxen. ; )

  46. #47 Dr. Webbaer
    03/03/2018

    ” noch’n Flo ” und Herr Withold Ch. sehen in etwa so aus, wie einige vermutet haben : der eine eher sanguinisch-hungrig, der andere eher asketisch.
    Und das Basler Leckerli ist nicht lecker.

    MFG + schönes Wochenende,
    Dr. Webbaer

  47. #48 tomtoo
    03/03/2018

    Wer hat jetzt wieder versehentlich die Null gewählt ?

  48. #49 noch'n Flo
    03/03/2018

    @ stone1:

    manch einer würde es vielleicht sogar spießig nennen

    https://www.youtube.com/watch?v=2pcE9nLqE2Y

    @ iPätz:

    Basler Leckerli ist nicht lecker.

    Es ist dies einer der seltenen Momente, an denen der Schreiber dieser Zeilen eingestehen muss, mit dem Bären einer Meinung zu sein.

  49. #50 stone1
    03/03/2018

    @tomtoo

    die Null gewählt?

    Deine Meldungen sind öfters echt genial. : ]

    @noch’n Flo
    Bin auch grad relativ spießig unterwegs ins Musiktheater zu einem Frank Sinatra Abend. ; )

  50. #51 tomtoo
    03/03/2018

    @stone1

    Uhhh, Eigentor, gruzefi…. ; )

  51. #52 Cornelius Courts
    05/03/2018

    @zimtspinne: ““Wir haben seine DNA, was könnten wir damit anfangen? Ich könnte sein Alter bestimmen, Haarfarbe, Augenfarbe, Schuhgröße bestimmen – aber ich darf’s nicht!
    Wie ist das nun mit der Schuhgröße? Geht nicht, oder? Also angenommen, es wäre genug DNA vorhanden… wo genau befinden sich die schuhgrößebestimmenden Genabschnitte und wurden sie im Gendickicht überhaupt schon entschlüsselt?”

    nein, geht (noch) nicht und wird auch nie genau gehen. Die Körpergröße (und damit auch die Fußgröße) ist zwar genetisch determiniert aber nur innerhalb eines Grenzbereichs. Gerade die Körpergröße wird massiv durch äußere Faktoren wie Ernährung etc. beeinflusst. D.h. man wird nie anhand der DNA genau sagen können, wie groß eine Person ist, höchstens eines Tages, daß sie nicht z.B. 1,80 m sein kann, sondern kleiner sein muß.
    Es gibt auch nicht nur einen Ort in der DNA, der dieses Merkmal definiert, sondern sehr sehr viele Determinanten, die jeweils nur einen kleinen Teil der Größenvariabilität erklären.
    Auch das mit dem Alter funktioniert bisher nur sehr begrenzt, was damit zu tun hat, daß das nicht über DNA-Polymorphismen sondern über epigenetische Markierungen, die wiederum durch verschiedene Umwelteinflüsse verändert werden können, bestimmt wird.
    Fazit: wieder mal CSI-Gewäsch 😉

  52. #53 noch'n Flo
    Schoggiland
    07/03/2018

    Fiel mir gerade noch auf:

    Rat mal, was mein Schwager (der deutlich längere Haare hat als ich) hört?

    Der Schwager, der hört Schlager… *gnihihi*