Wenn’s um geschlechtergerechte Verwendung der Sprache geht, dann strecke ich ja eigentlich lieber meinen eigenen Kopf aus dem Fenster (hier und hier findet Ihr ein paar Beispiele) und streite mich auch ganz gerne mit Leserinnen und Lesern darüber (ja, Doppeltnennung ist etwas, was man sich angewöhnen sollte). Aber heute mach ich mir’s mal leicht und verlinke auf diesen Beitrag Wer ist hier hysterisch von Margarete Stokowski auf Spiegel Online . Der ist nämlich sehr gut geschrieben, und ich sehe darin eine Menge an Übereinstimmungen mit meiner eigenen Position, die … ja, wer die nochmal nachlesen will, findet weiter oben ein paar Links.

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Kommentare (135)

  1. #1 Kai
    13. März 2019

    Es sind auch immer die gleichen Widersprüche. Als im Parlament die Ehe für alle diskutiert wurde, liefen Rechte Sturm. Ihre Lieblingsbegründung: der Anteil an Homosexuellen ist viel zu gering (was er nicht ist), der Bundestag habe doch wichtigeres zu tun. Ich habe mich da schon immer gefragt: wenn es angeblich nur so wenige Homosexuelle gibt, warum sind die dann so ein Riesenthema bei der AfD? Warum laufen so viele Menschen Sturm, wenn das Thema doch angeblich unwichtig ist?

    Genauso all diese völlig absurden “Zensur”-Vorwürfe der AfD immer. Alle Medien berichten ständig über jeden dummen Nazispruch, der mal wieder von Gauland, Storch und Co abgelassen wurde. Und gleichzeitig jammern die permanent rum, das man ja nichts mehr sagen dürfe in Deutschland. Und natürlich gilt die angeblich mangelnde Meinungsfreiheit auch nur für rechts zu beklagen: Wenn ein linker Politiker mal was falsches sagt, läuft die AfD natürlich selbst sofort sturm.

    Oft hört man zum Thema Gender-Schreibweise das Argument: “Haben wir nichts besseres zu tun?”.
    Nun, ich wurde in den Science Blogs noch NIE von jemandem angeschrieben, weil ich keine Gendersternchen setze (die mag ich nämlich auch nicht). Andersherum wird in nahezu JEDEM Blogbeitrag von Martin gegen seine Genderschreibweise gepöbelt. Mir scheint, es sind nicht die Feministinnen, die den ganzen Tag nichts besseres zu tun haben als der Welt ihre Schreibweise aufzudrücken. Es sind vor allem rechte und konservative, die der Meinung sind, allen anderen vorschreiben zu wollen WIE man zu schreiben hat, wen man heiraten darf, wer ein Deutscher ist, was deutsche Tugenden sind etc.

  2. #2 RPGNo1
    13. März 2019

    Andersherum wird in nahezu JEDEM Blogbeitrag von Martin gegen seine Genderschreibweise gepöbelt.

    Martin B verwendet das generische Femininum (wie andere Blogger auch), aber kein Binnen-I oder Gendersternchen. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied.

  3. #3 roel
    13. März 2019

    @RPGNo1

    “Martin B verwendet das generische Femininum”

    Ja, das ist, meine ich, die stärkste Art und Weise auf eine geschlechterungerechte Sprache hinzuweisen. Das Binnen-I und das * sind mittelstark. Am schwächsten ist es, das Geschlecht möglichst dort zu vermeiden, wo es nicht von Bedeutung ist. Aber auch hier sieht der Verein Deutsche Sprache nur lächerliche Sprachgebilde: “Die lächerlichen Sprachgebilde: Die Radfahrenden, die Fahrzeugführenden sind schon in die Straßenverkehrsordnung vorgedrungen, die Studierenden haben die Universitäten erobert, die Arbeitnehmenden viele Betriebe.” Aus https://vds-ev.de/gegenwartsdeutsch/gendersprache/gendersprache-unterschriften/schluss-mit-dem-gender-unfug/

    Dort steht auch: “Der Generalirrtum: Zwischen dem natürlichen und dem grammatischen Geschlecht bestehe ein fester Zusammenhang. Er besteht absolut nicht. ”

    Am 20. September 2010 startete MartinB ein Experiment. Er suchte den Namen für einen Radfahrer.

    Am 21. September folgte die Auswertung: “Das Ergebnis ist ziemlich eindeutig ausgefallen: Nach 84 Kommentaren stand es 8:77 (zwei Namen waren gedoppelt, ein Kommentator hat 4 Namen genannt). Nur etwa jeder zehnte Kommentator war also der Ansicht, dass ein beliebiger “Radfahrer” eine Frau sei – wäre die deutsche Sprache wie behauptet geschlechtsneutral, hätte eigentlich ja jeder zweite Name ein weiblicher sein sollen.”

    siehe: http://scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/?s=experiment+radfahrer

    Anfangs dachte ich, das kann nicht so sein. Aber etwas umgestellte Testfragen im Bekanntenkreis führten zu vergleichbaren Ergebnissen.

    Wie dem auch sei, als Frauen verstärkt in das Berufsleben drängten, hatten viele Vorbehalte, Als Frauen das Wahlrecht forderten ebenfalls. Jetzt fordern Sie gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit und treffen immer noch auf Widerstand. Und bei der Sprache, wird eine geschlechtergerechtere Sprache als lächerlich, umständlich und als Vergewaltigung dargestellt – von Leuten, die Probleme mit Veränderungen haben.

  4. #4 RPGNo1
    13. März 2019
  5. #5 roel
    13. März 2019

    @RGPNo1 solche Kommentare findet man zuhauf. Ich kommentiere nicht auf Spiegel-online. Aus deinem Link: “Peinlich wird es, wenn Autoren, wie letztens hier im Spiegel von “Vorständin Becker” schreiben.” Ich hätte Vorstehende Becker geschrieben.

    Die historische Abhandlung zur Sprache ist vorwiegend eins, nämlich historisch.

  6. #6 tomtoo
    13. März 2019

    @roel
    Historisch und somit auch männlich geprägt. Es wundert teilweise dass Frauen(zumindest auf niederer Ebene) überhaupt die Fähigkeit der schriftlichen Sprache zugetraut wurde. ; )

  7. #7 RPGNo1
    13. März 2019

    @roel
    Aber hälst du es wirklich für sinnvoll, dass die Sprache von oben herab per Gesetz, Rechtsverordnung oder Richtlinie aufoktroyiert werden soll?

    Und findest du es ebenso korrekt, dass Frau Stokowski alle Personen und ebenso den VDZ, die sich gegen Gendersternchen oder Binnen-I aussprechen, automatisch und ohne Unterscheidung in den Wutbürger, Rechtspopulisten- und AfD-Topf wirft?

  8. #8 Intensivpfleger
    13. März 2019

    In meinem Beruf erlebe ich immer wieder dieses Stereotyp, dass eine männliche Person ein Arzt sein muss, eine weibliche dagegen eine “Schwester”.
    Erleichtert mir als männlicher Pflegekraft natürlich das ein oder andere Mal den Zugang zu den Patientinnen und Patienten, ist aber eigentlich für alle Beteiligten nur ärgerlich.
    Meine Berufsgruppe kämpft seit vielen Jahren gegen den Begriff “Schwester” weil er schlicht falsch und mit entsprechenden Erwartungen gepoppelt ist. Die Pflegerin wäre das entsprechende Pendant zum Pfleger. Aber die “Schwester” ist aus den Köpfen der Menschen nicht rauszubringen…

    Das eigentlich Absurde fällt aber immer in der Berichterstattung über Pflege auf:
    – geht es um Fürsorge, Einfühlungsvermögen, oder auch um Situationen, die kaum ausgehalten werden von den betreffenden Pflegenden, dann wird meist von “den Schwestern” oder der “Schwester” geschrieben.
    – geht es aber um den Kampf um bessere Arbeitsbedingungen, um das Einfordern von Rechten, dann ist es meist “der Pfleger” der hier scheinbar handelt.

    Achtet mal darauf…

    Gruß vom
    Intensivpfleger

  9. #9 RPGNo1
    13. März 2019

    @Intensivpfleger
    Interessant.

    Meine Schwester hat eine Ausbildung in der Krankenpflege Ende der 90er Jahre abgeschlossen. Sie besteht heute noch darauf, dass sie eine gelernte Krankenschwester ist. Der seit 2004 geltenden Berufsbezeichnung Gesundheits- und Krankenpflegerin steht sie ablehnend gegenüber.

  10. #10 Beobachter
    13. März 2019

    @ RPG, # 8:

    Das wird vermutlich daran liegen, dass die allermeisten Leute ausschließlich mit “gelernter Krankenschwester” eine qualifizierte, umfassende Krankenpflege-Fachausbildung (bei Frauen) verbinden.
    Im Gegensatz zu den “nur” “Einjährigen”, den “nur” “Altenpflegerinnen” oder den vielen weiblichen Pflegehilfskräften in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Altenheimen etc., die alle (besonders für Patienten und Angehörige) irgendwie “Schwester” sind.
    Die neue Berufsbezeichnung ist etwas schwammig, man weiß nicht so recht, welche Qualifizierung genau dahintersteckt.

    Übrigens:
    Weshalb ist deine Schwester Krankenschwester geworden (typischer, schlecht bezahlter Frauenberuf) und du “diplomierter Chemiker” (typischer, gut bezahlter akademischer Männerberuf, in einer der sog. “harten Wissenschaften”)? 😉

  11. #11 Chis
    13. März 2019

    Typisch linksverstrahlte Denke. Wenn Frauen nix taugen müssen es die Männer schuld sein. Sind ja immer die anderen.

    Habt ihr echt keine anderen Sorgen ihr Prinzessinnen und Transen-Prinzen?

  12. #12 Beobachter
    13. März 2019

    Martin Bäker werde ich ewig dankbar sein, dass er hier bei SB auf die sprachlichen geschlechterspezifischen Ungerechtigkeiten/Eigenheiten/ignoranten Gewohnheiten sehr eindrücklich und vehement aufmerksam gemacht hat.
    Man liest leider oft drüber hinweg, obwohl sie doch ein Symptom für festgefahrene Zustände bzw. Missstände/zementiertes Rollenverständnis sind –
    und die eine Hälfte der Menschheit immer noch benachteiligt bis ignoriert wird.

  13. #13 Beobachter
    13. März 2019

    zu # 10:

    Der “klassische Fall” … 😉 … –
    der sich selbst dokumentiert. 🙂

  14. #14 RPGNo1
    13. März 2019

    @Beobachter

    Weshalb ist deine Schwester Krankenschwester geworden (typischer, schlecht bezahlter Frauenberuf) und du “diplomierter Chemiker” (typischer, gut bezahlter akademischer Männerberuf, in einer der sog. “harten Wissenschaften”)?

    Tja, warum möchtest du das wohl unbedingt wissen? Ich könnte dir es sagen. Aber nein, dieses Privileg hast du dir noch lange nicht verdient.

    Viel Spaß beim Raten. 😛

  15. #15 Intensivpfleger
    13. März 2019

    @ RPGNo1:
    Wenn deine Schwester sich weiter Krankenschwester nennen will, ist das völlig in Ordnung für sie.
    Ich kann auch nichts Abwertendes an der Berufswahl deiner Schwester finden, denn ich empfinde unseren Beruf nicht als Berufung, sondern als Profession. Und tatsächlich ist mein oben angeführtes männlich-weiblich-Pendant (Pfleger-Pflegerin) nur eine sehr verkürzte Bezeichnung.
    Wir sind letztendlich beide PflegeFACHkräfte. Die offizielle Bezeichnung Gesundheits- und Krankenpflegefachkraft ist aber tatsächlich etwas umständlich und weder im Gespräch noch im Lesefluß hilfreich 🙂
    Ich persönlich habe es mir in meinem Arbeitsalltag auch schon seit Jahren abgewöhnt, mich mit meinem Vornamen vorzustellen. Von diesem Klischee müssen wir so schnell wie möglich wegkommen.

    Gruß vom
    Intensivpfleger

  16. #16 Laie
    13. März 2019

    @Chis, #10
    Die Gendersprache hilft halt auch recht wenig, z.B. dort wo Frauen bei gleicher oder besserer Leistung weniger verdienen.
    Es hilft aber, von der tatsächlichen Diskriminierung abzulenken – wenn der Fokus auf ein Scheinthema gerichtet wird,
    und man es (politisch) schafft, die Menschen auf die falsche Fährte zu locken.

    Kurz gesagt, die Polarisierung mit einem Nebenthema (Gendersprache) dient rein zur Ablenkung – das ist kein Zufall.

    Unabhängig davon gibt es selbstverständlich Frauen wie Männer, die nichts taugen.

  17. #17 Beobachter
    14. März 2019

    Es gibt auch die Berufsbezeichnung “GesundheitspraktikerIn” –
    die freiberuflich in “Gesundheitspraxen” tätig sind.
    Dahinter verbirgt sich aber Folgendes (Vorsicht!):

    https://www.dgam.de/index.php/bildungsakademie/berufsrecht-und-berufspraxis

    Die neue Berufsbezeichnung für staatl. geprüfte Pflegefachkräfte “Gesundheits- und Krankenpflegerin” hört sich (für Unbedarfte) so ähnlich an.

    Auch deshalb verstehe ich es völlig, wenn sich eine gelernte Krankenschwester weiterhin auch so bezeichnet.
    Bei diesem blühenden Wildwuchs in unserer “Gesundheitswirtschaft” … !

  18. #18 Abanana
    14. März 2019

    @Rpgno1

    Er verwendet kein „generisches Femininum“ sondern irgendeine absurde „absolute“ Femininumsform. Was er nämlich offensichtlich nicht verstanden hat ist, dass es ersteres bereits gibt: Die Koryphäe, die Fachkraft, etc…in ähnlichen Sprachexperimenten wurde übrigens herausgefunden, dass auch diese Begriffe eher Männer zugeordnet werden. Sein seltsames Experiment zeigt also gerade nicht, dass diese Zuordnung ein sprachliches Problem ist. Er beweist übrigens aufgrund der Absurdität seiner Vorgehensweise, die überwiegend Reaktanz bewirkt, jeder wie auch immer gearteten Frauenbewegung einen Bärendienst.
    @Beobachter:
    Benachteiligungen gibt es für diverse Bevölkerungssegmentierungen im Land. Frauen gehören da tendenziell eher nicht dazu. Im Gegenteil. Hast du dich schon mal auf eine Stelle im öffentlichen Dienst beworben?

  19. #19 RPGNo1
    14. März 2019

    @Intensivpfleger

    Wir sind letztendlich beide PflegeFACHkräfte.

    Zustimmung. Das FACH ist, was zählt.

  20. #20 Fluffy
    14. März 2019

    @#17
    Stimm ich zu.

  21. #21 LasurCyan
    14. März 2019

    Frauen gehören da tendenziell eher nicht dazu. Im Gegenteil.

    Steile These, Abanana.

    RealitätsVerweigerung scheint gerade irgendwo im Angebot zu sein. Wahrscheinlich mit DeppenRabatt..

  22. #22 Abanana
    14. März 2019

    @LasurCyan:

    Kannst du dein Kontra auch irgendwie begründen ohne in primitive “ad hominem” Pöbelei zu verfallen?

  23. #23 LasurCyan
    14. März 2019

    Es ist an Dir, deine steile These zu belegen, Abanana. Wenn du das nicht kannst und einfach nur behauptest es wäre so, beleidigst du eine Menge an Frauen, die unter geschlechtsspezifischer Diskriminierung leiden.

  24. #24 Abanana
    14. März 2019

    Nö. „Keine Diskriminierung“ ist die Nullhypothese. DU musst also beweisen, dass die Alternativhypothese „es liegt (negative) Diskriminierung vor“ (wahrscheinlich) zutrifft.
    Aber bitte, zwei Beispiele für Frauenbevorzugung:
    1. Stellenbesetzungen im öffentlichen Dienst (Auswärtiges Amt, Traineestellen bei der Bundesbank etc.)  Bewerberverhältnis zwischen Mann und Frau 70-30, Einstellungsverhältnis 50-50
    2. Aufenthaltsbestimmungsrecht bei Kindern im Trennungsfall: Kenne im stark erweiterten Bekanntenkreis nur zwei Fälle bei denen das beim Mann gelandet ist. Im ersten Fall hatte die Mutter schlicht kein Bock auf das Kind und im zweiten Fall war sie kriminell und drogenabhängig.

    Im Übrigen beleidigst du alle selbstbewussten Frauen, die es nicht für nötig halten von einem lila Pudel wie du, der sich zum weißen Ritter aufspielt „gerettet“ zu werden.

  25. #25 Wizzy
    14. März 2019

    @Abanana
    Hier
    http://scienceblogs.de/geograffitico/2019/03/06/lesehinweis-foschungsfoerderung-fuer-frauen-geringer-als-fuer-maenner/
    wird Evidenz für Frauen-Diskriminierung diskutiert und einige Beispiele genannt. Neben dem Blog-Thema ist die Anonymisierung von Hubble-Forschungszeitanträgen erwähnt. Nach der Anonymisierung wurden Anträge von Frauen paritätisch akzeptiert, vorher deutlich unterparitätisch – dies hatte besonders die Verantwortlichen selbst überrascht.

  26. #26 roel
    14. März 2019

    @Abanana und @Fluffy

    Ich sehe das komplett anders und denke es gibt dort im Blog auch keine überwiegende Reaktanz, anfänglich vielleicht Irritation und bei einigen wenigen Ablehung, die aber qualitativ auf unterstem Niveau verharrt.

    @Abanana “@Beobachter:
    Benachteiligungen gibt es für diverse Bevölkerungssegmentierungen im Land. Frauen gehören da tendenziell eher nicht dazu. Im Gegenteil. Hast du dich schon mal auf eine Stelle im öffentlichen Dienst beworben?”

    Ich kenne Beobachters Qualifikationen nicht. Ich denke, du kennst sie auch nicht. Also ist es reine Spekulation von dir, dass Beobachter Nachteile bei einer Bewerbung im öffentlichen Dienst hätte. Ich sehe diese Nachteile nicht.

    Was ich aber durchaus sehe, genauso wie LasurCyan, dass viele Frauen unter geschlechterspezifischer Diskriminierung leiden – viele Frauen “diverse Bevölkerungssegmentierungen” übergreifend.

  27. #27 Aveneer
    14. März 2019

    Mann und Frau vergessen dabei häufig, dass es nicht nur um Mann und Frau geht sondern (auch) um eine Zwangszuordnung zu einem von beiden Geschlechtern. Der sprachliche Weg ist nicht nur +/- 1 zu berücksichtigen sondern die neutrale Sprache die „0“ zu suchen. Geschlechterneutral ist nicht dasselbe wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ oder PflergerInnen… Manche Versuchen es daher mit PflegerInnen* (das * steht für divers…). Pflegepersonal hingegen enthält Divers, Frau und Mann. Ist “völlig” neutral.

  28. #28 Abanana
    14. März 2019

    Ich habe nicht gesagt, dass der Blog als solches Reaktanz erzeugt. Der ist, soweit ich das als interessierter Laie beurteilen kann, von guter naturwissenschaftlicher Qualität. Lediglich die Schreibweise erzeugt durchaus Reaktanz. Auch wenn diese dir vielleicht, weil es nicht deiner persönlichen Meinung entspricht, „unterste Schublade“ erscheint.

    Er hat, ceteris paribus absolut Nachteile in jenen Bewerbungsprozesse. Und zwar alleine durch sein Geschlecht. Frauen werden nämlich bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt. Stand eine Weile sogar explizit in den Ausschreibungen.

    Das ist eine Binsenweisheit. Wahrscheinlich kann fast jeder angeben durch eine wie auch immer geartete Diskriminierung zu leiden. Mein Bruder war immer sehr klein und wurde beim Basketball meist als Letzter gewählt. Außerdem scheint er statistisch auch weniger zu verdienen als er es täte, wäre er 15cm länger. Bisher hat er aber noch kein Buch herausgegeben um öffentlich herum zuweinen.

    Also ja: Diskriminierungen sind in jeder Hinsicht Gang und Gäbe. Muss man nicht gut finden. Tue ich auch nicht. Aber das Segment „Frau“ kommt noch ziemlich gut weg hier. Zumindest in Mitteleuropa.

  29. #29 Beobachter
    als Fisch auf dem Fahrrad
    14. März 2019

    zu # 27:

    ” … Aber das Segment „Frau“ kommt noch ziemlich gut weg hier. Zumindest in Mitteleuropa.”

    Sollen die Frauen in Mitteleuropa etwa froh sein, dass sie bei “moralischen Vergehen” nicht mehr gesteinigt werden und überhaupt arbeiten dürfen?

    Wenn ich sowas lese, weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll.
    So spricht man(n) hier und heute und in einem Wissenschaftsblog von der einen Hälfte der Menschheit !
    Es ist mir schlicht zu blöd, auf so einer unterirdischen Ebene zu “diskutieren”.

  30. #30 roel
    14. März 2019

    @Abanana “Ich habe nicht gesagt, dass der Blog als solches Reaktanz erzeugt” Naja, ich auch nicht.

    “Er hat” Da gehe ich nicht weiter drauf ein.

    “Das ist eine Binsenweisheit. Wahrscheinlich kann fast jeder angeben durch eine wie auch immer geartete Diskriminierung zu leiden.”

    Ja klar, bist du schwach, arm, dumm, zu schlau, zu reich, oder nur Durchschnitt irgendwas findet man immer. Aber bist du zusätzlich noch Frau, gibt es oft einen weiteren Grund.

  31. #31 LasurCyan
    14. März 2019

    Einstellungsverhältnis 50-50

    Na wenn das das MegaBeispiel für die Bevorzugung von Frauen ist, kann ich Dir leider nicht helfen, Abanana.

    Und Danke, mir reichts. Taubenschach musst du alleine spielen.

    Diese Wehleidigkeit der Maskus geht mir auf den Senkel.

  32. #32 Abanana
    14. März 2019

    Zu #28

    Da du statt Argumente ausschließlich Emotionen reinbringst und offensichtlich nicht in der Lage bist meine Argumente zu verstehen, ist eine weitere Diskussion mit dir sowieso sinnlos. Aber vielleicht solltest du mal an deinem affektierten Verhalten arbeiten

    Zu #30

    Für dich gilt ähnliches. Statt fundierter Gegenargumente (die es durchaus gibt), fällst du ausschließlich durch wehleidige, aggressive Pöbeleien auf. Sehr bedauerlich aber irgendwie auch belustigend, dass du das dabei noch der Gegenseite vorwirfst. Dunning-Kruger wie im Lehrbuch.
    Aber gut, Ohren zuhalten und laut „lalala“ Singen hat ja im Kindergarten schon gut funktioniert, gell?

  33. #33 Wizzy
    14. März 2019

    Ich denke vielen Arten von Diskriminierung bei Stellenbesetzungen (ob nun gegen Frau, Mann, Körpergröße oder ausländisch klingenden Namen) wird man mit anonymisierten Bewerbungen ohne Bild beikommen.

    Dies als Lösungsvorschlag. Das halte ich auch für gerechter, als Stellen bevorzugt an Frauen zu vergeben bei ggf. höherer männlicher Bewerberzahl. Ausnahme ist vielleicht, wenn eine gleichmäßige Geschlechtsverteilung ausdrücklich sachdienlich ist. Im Bildungssektor wird das z.B. diskutiert.

  34. #34 roel
    14. März 2019

    @Wizzy “Ich denke vielen Arten von Diskriminierung bei Stellenbesetzungen (ob nun gegen Frau, Mann, Körpergröße oder ausländisch klingenden Namen) wird man mit anonymisierten Bewerbungen ohne Bild beikommen.”

    Das ist ein Ansatz. Aber spätestens beim Vorstellungsgespräch ist Ende mit der Anonymität.

  35. #35 rolak
    14. März 2019

    Ui, ein masku, der die ganze Klitsche auch noch selber demaskiert: A[ll] banana[s].
    Grandiose Demonstration der Eristik!

  36. #36 René
    14. März 2019

    Meine Ansicht zum hiesigen Spektakel: @Beobachter, @roel und (besonders) @LasurCyan: Ihr erweist der sachlichen Diskussion über Geschlechtergerechtigkeit einen Bärendienst. Denn selbst wenn die anfänglichen Eingaben von @Abanana ausnahmslos haltlose Behauptungen wären, hat sie in #31 leider Recht, und es hat kaum Sinn, mit Euch Argumente über dieses für Euch offenbar zu emotionale Thema zu auszutauschen.

    Der von Euch hier vorgeführte Stil der “Diskussion” ist für mich leider der Grund, mich fast nie in solche einzubringen, obwohl mich ungerechte Zustände auf der Welt regelmäßig frustrieren und es ganz sicher auch hinsichtlich Geschlechtergerechtigkeit massiven Argumentationsbedarf gäbe.

  37. #37 zimtspinne
    14. März 2019

    @ Wizzy

    aha. und als nächste Stufe (zu linksversifften Gleichmachereiphantasien^^) wird dann gezündet
    1. Vorstellungsgespräch anonymisiert, damit typische Diskriminierungsmerkmale neutralisiert werden können?
    Übergewicht halte ich da für viel relevanter als das Geschlecht, davor käme noch Alter, für viele Jobs auch Attraktivität & Ausstrahlung, Hautfarbe und überhaupt Phänotyp, desweiteren Raucher und und und.

    Eine Burka als Anonymisierungsvehikel könnte ich mir da gut vorstellen 😀

  38. #38 LasurCyan
    14. März 2019

    Eristik!

    Das Fachwort! Danke für den Tipp, rolak^^

  39. #39 Beobachter
    im Segment nebenan
    14. März 2019

    zu # 35:

    Es gibt keinen “Argumentationsbedarf”, wenn es schon an der grundlegenden Einsicht mangelt, dass die Menschheit aus gleichwertigen Menschen besteht und nicht in (mindestens) zwei ungleichwertige “Segmente” “zerfällt” … 😉

    Gegenüber solchen Paschas besteht großer praktischer Durchsetzungsbedarf –
    aber nicht in virtuellen, fruchtlosen Internet-Debatten, sondern ganz real im wirklichen, täglichen Leben.
    Emotional und rational ! 😉

  40. #40 Abanana
    14. März 2019

    Zu #38
    Und noch ein klassischer Strohmann. Über die „Wertigkeit“ wurde nämlich überhaupt keine Aussage getroffen.
    Soviel also zu deinem Beitrag zum Thema Eristik. Wobei ich mittlerweile eher von Unvermögen, statt böswilliger Absicht ausgehe.

  41. #41 roel
    14. März 2019

    @René Lese bitte meine Kommentare und bring dann bitte Beispiele für den von dir kritisierten Stil. Ich denke du verwechselst da irgend etwas.

  42. #42 LasurCyan
    14. März 2019

    Wobei ich mittlerweile eher von Unvermögen, statt böswilliger Absicht ausgehe.

    BananaA dekliniert sich inzwischen durch so ziemlich jedes DiskursvermeidungsBeispiel, ohne jegliche Ahnung davon zu haben. Schweigen wäre auch eine Option. Privilegien checken der nächste Schritt..

  43. #43 Solarius
    14. März 2019

    Was ich aber durchaus sehe, genauso wie LasurCyan, dass viele Frauen unter geschlechterspezifischer Diskriminierung leiden – viele Frauen “diverse Bevölkerungssegmentierungen” übergreifend.

    Frauen werden überall bevorzugt. Das fängt in der Schule an, in der Mädchen für gleiche Leistungen etwas bessere Noten bekommen als Junge. Am deutlichsten wird es in der Politik, wo Frauen es deutlich leichter als Männer haben, eine poltische Karriere zu machen.

    In unserem Land fehlt es an Männerpolitik. Und ganz besonders fehlt es an linker Männerpolitik. Auch Männer sind Wähler. Und sie wollen Gleichberechtigung. Sie wollen nicht aufgrund ihres Geschlechts gegenüber Frauen benachteiligt werden.

  44. #44 LasurCyan
    14. März 2019

    Frauen werden überall bevorzugt.

    Wie muss man eigentlich drauf sein, um solche Aussage rauszuhauen? Ich verstehe es nicht..

  45. #45 Abanana
    14. März 2019

    #43
    Zumindest begründet er seine, sicherlich überspitzt ausgedrückte, Ansicht, während du eigentlich nur auf “Man bist du doof”-Niveau diskutierst.

  46. #46 roel
    14. März 2019

    @Solarius und @Abanana heute erstmals kur hierzu: “Am deutlichsten wird es in der Politik, wo Frauen es deutlich leichter als Männer haben, eine poltische Karriere zu machen.”

    Aus dem wikipedia-Artikel Frauenanteil im Deutschen Bundestag seit 1949:

    “Der mit der Bundestagswahl 2013 gewählte 18. Deutsche Bundestag hatte einen Frauenanteil von 36,3 Prozent, im 2017gewählten 19. Deutschen Bundestag sank dieser auf 31 %.”

    Das spricht nicht für die Aussage von Solarius. Es zeigt vielmehr, dass es anders ist.

    Morgen mehr.

  47. #47 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2019/03/14/amsel-berlin/
    15. März 2019

    @roel:
    Wenn man meint, Frauen gehören in den Bundestag, weil sie Frauen sind, vielleicht. Sie sollen im Proporz zur Bevölkerung vertreten sein, ohne es aber in den Parteien zu sein. Und wieso sind sie nicht in den Parteien? Sicher eine Folge von Diskriminierung!

    Ebenso wie sie als Wikipediaautorinnen sehr viel seltener in Erscheinung treten, obwohl sich da jeder selbst einbringt und keine Zulassungshürden zu überspringen hat.

    Bei Google haben sie neulich wissen wollen, wie stark die Frauen unterbezahlt sind im Vergleich zu Männern und mussten feststellen, dass die Männer unterbezahlt sind.

    Wie soll es denn gekommen sein, dass Frauen auf die Sprache (Muttersprache) weniger Einfluss genommen haben als Männer?

    Aber in Abwesenheit von Evidenz wächst der Glaube.

    Aber das Kardinalproblem, dass die Ansicht, Männer und Frauen wären so wahnsinnig gleich, keinen Erklärungsansatz dafür liefert, dass es heute diese Unterschiede gibt, und das dumme Volk sowenig gegen diese Unterschiede hat, dass die Frauenpartei eine Splittergruppe in der Bedeutungslosigkeit geblieben sind, obwohl auf der anderen Seite 80% der Frauen aus dem Stand von ihrem Wahlrecht vor 100 Jahren Gebrauch gemacht haben … usw. usf.

    In Ermangelung sachlicher Argumente werden diejenigen anderer Meinung mal wieder in die rechte Ecke gesteckt – eine Warnung an mögliche Kritiker aus den eigenen Reihen, was droht.

    Ärgerlicherweise treiben solche Methoden die Leute gerade da hin. Wer unter Exfreunden nur noch beleidigt wird, der sucht seinen Anschluss vielleicht da, wo schon viele sind, denen es ähnlich ging. Den Hetzern gilt das dann noch als Beweis, dass sie es immer schon gewusst haben.

    Applaus!

  48. #48 Beobachter
    15. März 2019

    @ LasurCyan, # 41:

    “Privilegien” – genau um DIE geht es, und zwar eigentlich überall und immer.
    Und freiwillig hat noch niemand auf seine Privilegien verzichtet …

    Die “Herren der Schöpfung” (nur weil sie angeblich zuerst da waren und “Mit-Glieder” sind ! 😉 ) haben schon immer Angst um die ihren,
    die Mächtigen dieser Welt verteidigen bzw. erweitern die ihren,
    die Besitzenden wollen nichts abgeben bzw. umverteilen,
    die Reichen unterdrücken die Armen,
    usw.

    Das Frauenwahlrecht in Deutschland ist erst 100 Jahre alt, in Frankreich besteht es erst seit 1945, in Liechtenstein seit 1984 ! –
    alles “Mitteleuropa” !

    https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenwahlrecht_in_Europa

    Auf Fotos von internationalen Politik- und Wirtschafts-“Gipfeln” muss man i. d. R. Frauen mit der Lupe suchen –
    wenn einzelne Männer (statt wie üblich Frauen) nach der Geburt eines gemeinsamen Kindes mal in Elternzeit gehen, ist das auszeichnungswürdig, selten und außergewöhnlich.
    Bauingenieurinnen, Kranführerinnen, LKW-Fahrerinnen sind immer noch “Mann-Weiber” (wenn Frauen pflegen, sind sie plötzlich “Krankenschwestern”).
    Dass es hervorragende Physikerinnen und Mathematikerinnen gab/gibt, muss erst bekannt gemacht werden.
    usw. …

    Und hier:
    Wie viele Blogerinnen und (Stamm)Kommentatorinnen gibt es denn bei SB?
    Es sind verschwindend wenige.
    Woran das wohl liegt?!

  49. #49 Jürgen Schönstein
    15. März 2019

    @Beobachter

    Wie viele Blogerinnen und (Stamm)Kommentatorinnen gibt es denn bei SB?
    Es sind verschwindend wenige.
    Woran das wohl liegt?!

    Keine Ahnung, die Anwort hätte ich auch gerne. Ich weiß nur, dass ich im Lauf meiner Redakteurstätigkeit rund 30 Bloggerinnen und Blogger kontaktiert habem die entweder von sich aus oder auf Empfehlung Dritter Interesse an eine Blog bei SB.de signalisiert hatten – darunter 10 Frauen. Von diesen potenziellen Bloggerinnen und Bloggern haben 26 die Einladung angenommen, darunter 7 Frauen. Für Erlkärungen, warum sich nicht mehr Frauen fürs Bloggen hier interessieren, wäre ich dankbar. Für unterstellende Andeutungen a la “Woran das wohl liegt?!” hingegen nicht…

  50. #50 Abanana
    15. März 2019

    @ #45

    Wenn ich den Frauenanteil in den Parteien mit dem Frauenanteil des Bundestags vergleiche, erkenne ich, dass Grüne, SPD und Linke weit überproportional Frauen in den Bundestag schicken, die FDP etwas mehr, die Union weniger und lediglich die AfD deutlich weniger, wobei dies bei den zwei letztgenannten Fraktionen auch am Klientel legen kann.
    Spricht meines Erachtens eher für Solarius Aussage.

  51. #51 René
    15. März 2019

    @roel: Das ist richtig. Sorry.

  52. #52 Solarius
    15. März 2019

    …Das Frauenwahlrecht in Deutschland ist erst 100 Jahre alt,…

    Vorher hatten die Deutschen einen Kaiser. Auch Männer konnten nicht wirklich wählen. Erst die Weimarer Republik war eine Demokratie, in der auch Männer ein wirkliches Wahlrecht hatten.

    Jetzt haben wir 100 Jahre Frauenwahlrecht. Und Männer dürfen die Gleichstellungsbeauftragten nicht wählen. Und sie dürfen sich auch nicht wählen lassen.

    Auch hier sind es die Männer, die diskriminiert werden.

  53. #53 roel
    15. März 2019

    @Abanana Es scheint Mode zu werden, andere Kommentatoren nicht mehr direkt anzusprechen, sondern deren Kommentarnummer zu nennen. Es scheint ebenfalls Mode zu werden beleglos zu argumentieren. Vielleicht ist es zu umständlich, sich einen Nicknamen zu merken und beim Recherchieren ab und zu mal den Link zu kopieren.

    Der Frauenanteil aller im Bundestag vertretenen Parteien ist 28%. Der Frauenanteil im Bundestag ist 31%, das spiegelt ungefähr ihren Anteil in den Parteien wider. Zahlen aus https://www.bpb.de/politik/grundfragen/parteien-in-deutschland/zahlen-und-fakten/140358/soziale-zusammensetzung und https://de.wikipedia.org/wiki/Mitgliederentwicklung_der_deutschen_Parteien. Der Bundestag ist aber auch die Volksvertretung und müsste dann jeweils ca. 50%-Anteile Frauen und Männer haben.

    Des weiteren muss man die weitere Aufschlüsselung des Bundestages und der Parteien berücksichtigen. Nach Alter, Beruf, sozialem Status etc. Man muss berücksichtigen, dass der Frauenanteil der Parteien zunimmt, dass also die ersten Frauen sich kaum gegen ihre männlichen Kollegen durchsetzen konnten. Darum verläuft die Entwicklung auch zögerlich. Hinzu kommt neuerdings eine Politikmüdigkeit bei den Wählern und Mitgliedern der etablierten Parteien.

    Also kann man insgesamt davon ausgehen, dass der Frauenanteil im Bundestag in etwa dem Anteil der Frauen in den Parteien widerspiegelt aber bei weitem nicht den Anteil der Frauen in der Gesellschaft.

    Also ich sehe nicht, dass es Frauen in der Politik momentan leichter haben.

  54. #54 Beobachter
    15. März 2019

    zu # 1, Seite 2:

    Vorher hatten sie auch das preußische Dreiklassenwahlrecht (eine reine Männersache) –
    in “Volksvertretungen” kamen Frauen nicht vor:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Dreiklassenwahlrecht

    https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Wahlrechts_in_Deutschland

    Wer hier und heute ernsthaft behauptet, dass “es die Männer sind, die diskriminiert werden”, der muss/will auf beiden Augen blind sein.
    Oder er provoziert zum reinen Zeitvertreib, aus purer Langeweile und Lust am Stänkern.

  55. #55 roel
    15. März 2019

    @Solarius “einen Kaiser” merkst du was?

    “Jetzt haben wir 100 Jahre Frauenwahlrecht. Und Männer dürfen die Gleichstellungsbeauftragten nicht wählen. Und sie dürfen sich auch nicht wählen lassen”

    Dem ging die Überlegung voraus, dass Frauen nicht gleichberechtigt sind und man eine Gleichberechtigung herstellen will. Das funktioniert nicht sehr gut, wenn man diese Funktion Personen überträgt die Vorteile genießen.

    Zum Wahlrecht in Deutschland siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Wahlrecht#Deutschland

  56. #56 Beobachter
    15. März 2019

    @ roel, # 2, Seite 2:

    ” … Also ich sehe nicht, dass es Frauen in der Politik momentan leichter haben.”

    Momentan?!
    Frauen haben es dort weder momentan noch jemals leichter als Männer (gehabt), denn sie kamen dort wie gesagt die längste Zeit überhaupt nicht vor.

  57. #57 roel
    15. März 2019

    @Beobachter vorher nicht, momentan nicht, aber in Zukunft hoffentlich tatsächlich gleichberechtigt.

  58. #58 Solarius
    15. März 2019

    …Man muss berücksichtigen, dass der Frauenanteil der Parteien zunimmt, …

    Dazu verlinke ich dir die Situation in der SPD:

    https://www.heise.de/tp/features/Parteien-haben-seit-1990-die-Haelfte-ihrer-Mitglieder-verloren-3265774.html

    Die SPD hat sehr viele Frauen verloren. Der Frauenanteil ist gestiegen, weil noch mehr Männer die SPD verlassen haben.

    Im letzten Jahr soll die Mitgliederzahl der SPD wieder etwas angestiegen sein. Hier wäre Interessant zu wissen, wie sich dieser Zuwachs auf die Geschlechter aufteilt.

    Auch bei den Grünen gibt es mehr Männer als Frauen in der Partei. Und das trotz Frauenstatut. Wer das Frauenstatut noch nicht kennt, für den verlinke ich es hier:

    https://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Frauenstatut.pdf

    Das ist schon mehr als nur Diskriminierung. Man kann/muß hier von Männerfeindlichkeit sprechen.

    Diese Männerfeindlichkeit der linken Parteien wirkt sich auch auf das Wahlverhalten der Menschen aus. Ich bin überzeugt, das viele Männer gern eine linke Partei wählen würden. – Wenn sie denn nur Gleichberechtigung in den linken Parteien erwarten könnten. Gleichberechtigung haben wir leider nicht. Jeder Mann, der einmal vor Gericht um das Sorgerecht kämpfen wollte, ist von der Vorstellung man hätte Gleichberechtigung, geheilt.

    Wen wählt so ein Mann? Günstigstenfalls wählt er gar nicht. – Und wenn er wählt, dann gewiss keine linke Partei.

    Wir brauchen eine linke Männerpolitik!

  59. #59 roel
    15. März 2019

    @Solarius Dann auch an dich die Bitte, wenn du auf meine Kommentare antwortest, mich bitte auch anzusprechen. Guck mal, kriege ich doch auch hin, @Solarius. Das ist wirklich einfach und ich lege Wert darauf.

    “Die SPD hat sehr viele Frauen verloren. Der Frauenanteil ist gestiegen, weil noch mehr Männer die SPD verlassen haben.”

    Ich denke dieser Trend heißt Politikverdrossenheit.

    “Das ist schon mehr als nur Diskriminierung. Man kann/muß hier von Männerfeindlichkeit sprechen. ”

    Und guck mal, wer das entschieden hat. Und wie hoch der Männeranteil noch ist: 61%. Geht das bei Männerfeindlichkeit? Warum hauen die nicht alle ab?

    “Wen wählt so ein Mann? Günstigstenfalls wählt er gar nicht. – Und wenn er wählt, dann gewiss keine linke Partei. ”

    Bleiben CDU, CSU und FDP, wenn er denn Angst vor einer imaginären Männerfeindlichkeit hat.

  60. #60 Beobachter
    15. März 2019

    @ roel:

    Man kann für fast alles Verständnis haben und offen für fast jede “Diskussion” sein.
    Aber wenn man verständnisvoll mit ein paar offensichtlichen Spinnern/Frauenverachtern “diskutiert”, die ganz dreist die beschämenden Tatsachen ins Gegenteil verkehren oder ignorieren, und dann noch ganz “optimistisch” auf eine imaginäre Gleichberechtigung in der (nahen) Zukunft verweist –
    dann ist das für mich kein Standpunkt, sondern wachsweiches Gelaber.
    Sorry.
    Schönes Wochenende … !

  61. #61 roel
    15. März 2019

    @Bobachter “dann ist das für mich kein Standpunkt, sondern wachsweiches Gelaber.”

    Ich denke mit Freundlichkeit habe ich sehr viel erreicht und versuche es weiterhin. Die nächste Eigenschaft, die du jetzt nicht, aber gerne mal andere mir vorwerfen, ist Beharrlichkeit. Mit beiden und zusätzlich den besseren Argumenten fahre ich ganz gut und diskutiere auch mit den KommentatorInnen, die für andere aus welchen Gründen auch immer, rote Tücher sind. Du kennst das.

    Einige werde ich nie überzeugen, aber die werde ich auch nicht überzeugen können, wenn ich mit dem Vorschlaghammer um die Ecke komme. Kann ich auch, aber wenn du die Diskussionen verfolgst, bei der das andere mit mir versucht haben – die versuchen es nicht mehr.

  62. #62 tomtoo
    15. März 2019

    Ich bin jetzt seit über 50 Jahren Mann. Eine Diskriminierung wegen meines Geschlechts ist mir bis jetzt noch nicht aufgefallen? Evtl. bin ich einfach nicht ausreichend sensibel?

  63. #63 Solarius
    15. März 2019

    Ich bin jetzt seit über 50 Jahren Mann. Eine Diskriminierung wegen meines Geschlechts ist mir bis jetzt noch nicht aufgefallen? Evtl. bin ich einfach nicht ausreichend sensibel?

    Wenn du über 50 bist, dann unterlagst du genau wie ich der allgemeinen Wehrpflicht. Du musstest also 15 Monate zur Bundeswehr oder hast sogar noch länger Zivildienst gemacht. Als du dann endlich an die Uni durftest, waren deine Klassenkameradinnen schon im 3. Semester.

    Ich habe damals auch nicht gesagt, das ich das ungerecht finde. Damals hielt ich das für ganz natürlich, das Frauen nicht zur Bundeswehr mussten. Männer sind wohl allgemein ziemlich geduldig in solchen Dingen. Sensibilität ist meiner Meinung nach das falsche Wort. Es ist kein Mangel an Sensibilität sondern ein zuviel an Geduld.

  64. #64 roel
    15. März 2019

    @Solarius Bundeswehr gutes Thema. Diskriminiert wurden damals die wehrpflichtigen Männer, aber auch die Frauen, die gerne gedient hätten. Jetzt wird anders verfahren, diese Diskriminierung gibt es nicht mehr. Du siehst also, da wird durchaus etwas getan.

  65. #65 tomtoo
    15. März 2019

    @Solaris
    Diskriminiert, wurde ich da von Männern die die Gesetze gemacht hatten. Frauen waren daran noch nicht allzuviele beteiligt. Schon lustig wie man Tatsachen verdrehen kann, wenn man die Augen schliest und sich ein paar mal im Kreis dreht.

  66. #66 M
    Bolivien
    16. März 2019

    Über den Genderschwachsinn haben sich Monty Python schon Anfang der 70er lustig gemacht.

    Dass Frauen und Männer gleichwertig sind, ist so allgemein natürlich Schwachsinn. Z.B. Männer taugen nicht zum Kinderkriegen und Frauen weniger für Kraftakte (Durchschnitt1/3 weniger Leistungsfähigkeit gemittelt Ausdauer/Kraft).
    Wenn eine Angestellte in einer kleinen Firma schwanger wird, kann das eine große Belastung bedeuten, weil Fachkräfte nicht vom Himmel fallen und entweder teuer bezahlt werden müssen, oder die anderen Mitarbeiter das auffangen müssen.
    Ihr lnksvrsfftn btrbt dmm Glchmchr. (Wie man sieht, war der Kommentar bis hierher schon eher grenzwertig, aber ab hier ist er eigentlich schon weit jenseits dessen, was man veröffentlichen will und darf. Ich habe diesen Teil erst mal nur devokalisiert, damit andere eine Chance haben zu ahnen, was hier abgelaicht wurde – aber ich behalte mir das Recht vor, diesen teil – oder auch den Kommentar insgesamt – zu löschen. JS)

    Wrm mn Schwl, d as Scht dr Ntr vllkmmn ntzls Krnk snd, nbdngt ls tws Nrmls btrachtn mss, rschlßt sch mr ch ncht. Dr ntl lgt n dn mstn Lndrn b c 4%. ls ch nmrsch bdtngsls. B dn nglschsn nd n dn Stdtn mg dr ntl hhr lgn. Stdtr snd br h szls Pck ds sgrttt ghrt, nd nglschsn snd d Vrrschr dr klhftn Vrgdngsknm, flln ls n d glch Ktgr.

  67. #67 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2019/03/08/weltfrauentag-in-berlin/
    16. März 2019

    @tomtoo:

    Diskriminiert, wurde ich da von Männern die die Gesetze gemacht hatten. Frauen waren daran noch nicht allzuviele beteiligt. Schon lustig wie man Tatsachen verdrehen kann, wenn man die Augen schliest und sich ein paar mal im Kreis dreht.

    Tja, Frauen haben diese Parteien gewählt, Frauen haben Minister und Kanzler gewählt, Frauen haben an den Gesetzestexten mitgewirkt und es stand den Frauen jederzeit frei, andere Parteien zu gründen wenn ihnen die bestehenden passten und es steht ihnen auch heute noch frei.

    Wenn man davon ausgeht, dass Frauen die Verantwortlichkeit für ihr politisches Engagement nicht zugesprochen werden kann – wieso will man dann ein größeres Engagement erzwingen?

    @roel:

    Der Bundestag ist aber auch die Volksvertretung und müsste dann jeweils ca. 50%-Anteile Frauen und Männer haben.

    Wieso, unter welcher Prämisse? Die Mehrheit der Wähler sind Frauen – die könnten jederzeit Frauendominanz belohnen – tun sie aber nicht.

    @tomtoo:

    Ich bin jetzt seit über 50 Jahren Mann. Eine Diskriminierung wegen meines Geschlechts ist mir bis jetzt noch nicht aufgefallen? Evtl. bin ich einfach nicht ausreichend sensibel?

    Das analoge Arguement hört man auch oft von Frauen. Dann ist immer was los! 🙂

    @roel:

    Man muss berücksichtigen, dass der Frauenanteil der Parteien zunimmt, dass also die ersten Frauen sich kaum gegen ihre männlichen Kollegen durchsetzen konnten.

    a) Wieso muss man davon ausgehen? Offenbar setzt sich ja heute eine Frau mit 10% größerer Chance durch, als ein Mann. Sie probieren es nur deutlich seltener.
    b) 88 Jahre (12 ziehen wir ab, wg. Mangel an Demokratie) sind auch eine üppige Zeit, um sich langsam mal umzugewöhnen. Wieviel Zeit veranschlagst Du – 500 Jahre?

    Darum verläuft die Entwicklung auch zögerlich. Hinzu kommt neuerdings eine Politikmüdigkeit bei den Wählern und Mitgliedern der etablierten Parteien.

    Aha. Und die Politikmüdigkeit betrifft Frauen stärker als Männer oder was soll uns hier gesagt werden?

    Also kann man insgesamt davon ausgehen, dass der Frauenanteil im Bundestag in etwa dem Anteil der Frauen in den Parteien widerspiegelt aber bei weitem nicht den Anteil der Frauen in der Gesellschaft.

    Ist das nicht ein starker Hinweis, dass sie es nicht schwerer haben? Aber weniger Lust auf Politik haben?

    Schau mal auf die so verstandene Gerechtigkeit bezüglich Bildung, wie viele MdBs kein Abitur haben, wie viele einen Doktortitel haben. Oder unter-30-Jährige.

    Wählen nicht etwa gleich viele Männer wie Frauen Frauen?

    Ich wähle doch nicht jemanden, der mir möglichst ähnlich ist, sondern Personen, denen ich zutraue die Geschicke der Gesellschaft günstiger zu beeinflussen als die, die ich nicht wähle.

    Eine Frau, die in die gleiche Richtung möchte wie ich, ist mir doch näher als ein Mann, der in die Gegenrichtung will. In den Parteien gibt es einen Wettbewerb um gute Listenplätze, aber für Mitglieder sind die Parteien alle weitestgehend offen und freuen sich über jeden, der mitmacht.

    Aber nein, wenn die Quote nicht stimmt, dann muss irgendwo eine Diskriminierung stattgefunden haben, mittels Kinderüberraschungseiern wahrscheinlich.

  68. #68 Beobachter
    16. März 2019

    Wenn man den bisherigen Thread als Stimmungsbarometer oder Testballon betrachtet, dann ist es erstaunlich bzw. erschreckend zu sehen, was ein bloße Spiegel-Kolumne von Margarete Stokowski “nur” zum Thema geschlechtsneutrale Sprache so alles auszulösen vermag.
    Und was da bei den verbalen Ergüssen der meisten männlichen Kommentatoren hier an Frauenverachtung, Homophobie und Rechtslastigkeit zum Vorschein kommt.
    Da tun sich Untiefen des männlichen Denkens, “Argumentierens” und vermutlich auch entsprechenden Handelns auf, wie sie in den 1950er/60er-Jahren nicht schlimmer waren.
    Und damals hat man(n) sich nicht so getraut, es öffentlich kundzutun –
    heutzutage pflanzen sich diese frauen-/menschenverachtenden Äußerungen/Ansichten über`s wehrlose Internet fort und nehmen oft so überhand, dass fruchtbare Diskussionen im Keim erstickt oder abgewürgt werden.

    Außerdem zeigt es, dass so eine “Denke” NICHT typisch ist für “bildungsferne Schichten”, sondern offenbar auch und gerade im “Akademikermilieu”/Bildungsbürgertum/bei “wissenschaftlich Interessierten” verbreitet ist.
    Zumal auch hier wenig Gegenwind kommt.

    Da soll einer sagen, wir bräuchten keinen Feminismus mehr, der wäre “obsolet” und ein überholtes Relikt aus “linksgrünversifften” Zeiten … !
    Offensichtlich ist Feminismus notwendiger denn je –
    bzw. das Sich-Besinnen auf ein/Durchsetzen eines menschlichen Menschenbildes.
    Mit den entsprechenden praktischen Konsequenzen.

  69. #69 Solarius
    16. März 2019

    Bundeswehr gutes Thema. Diskriminiert wurden damals die wehrpflichtigen Männer, aber auch die Frauen, die gerne gedient hätten. Jetzt wird anders verfahren, diese Diskriminierung gibt es nicht mehr. Du siehst also, da wird durchaus etwas getan.

    Das finde ich toll. Hier haben wir fast so etwas wie eine Einigung erziehlt. Bedenke bitte, das rund um Deutschland herum die Wehrpflicht nach wie vor nur für Männer gilt. Und auch zur Bundeswehr sind noch ein paar Dinge zu sagen. Etwa zur vorgeschriebenen Frisur und andere Dinge. Dazu aber später. Jetzt möchte ich etwas anderes erwähnen. Dazu verlinke ich ein aktuelles Interview auf Deutschlandfunk:

    https://www.deutschlandfunk.de/reform-des-unterhaltsrechts-das-familienrecht-hat-vaeter.862.de.html?dram%3Aarticle_id=443656&fbclid=IwAR1a3tPPiJQXwPUJpf5DH46VCJt-n51ZF2QZ1rpu7uoC1xZrjoE3jpkFV-g

    “Das Familienrecht hat Väter lange stark benachteiligt.”, steht da geschrieben. Nunja, die Vergangenheitsform ist hier falsch. Richtig ist folgendes: Das Familienrecht benachteiligt Väter immer noch stark.

    Auf einen der hier angesprochenen Punkte möchte ich besonders hinweisen: Mehr Gleichberechtigung im Sorgerecht würde auch den Pay-Gap verringern.

  70. #70 Beobachter
    16. März 2019

    zu # 18, Solarius:

    Viele Männer wollen gar keine Gleichberechtigung in Sachen Sorgerecht und sind froh drum, dass sie gemeinsame Kinder der Frau überlassen können.
    Denn Kinder sind offensichtlich in unserer Selbstoptimierungs-Gesellschaft nur “hinderlich”.
    Es ist zuallererst eine Frage des Kindeswohls.

    Viele Frauen wollten gar keine Gleichberechtigung in Sachen Wehrpflicht –
    wer will schon gerne eine Waffe in die Hand nehmen müssen und andere ermorden müssen oder sich selbst ermorden lassen ?!
    Es ist eine (grundsätzliche) Frage von Militarismus/Pazifismus.

  71. #71 Robert aus Wien
    16. März 2019

    Also ich kann in dem verlinkten Artikel absolut keine Kommentare zur Sache lesen. Der ist nur polemisch und sonst nichts.
    Gute Argumente finde ich dagegen hier: https://www.belleslettres.eu/content/deklination/genus-gendersprech.php
    Hab ich zwar schon mal hier verlinkt, aber doppelt hält ja bekanntlich besser.
    Obwohl ich nicht glaube, daß die vehementen Befürworter dieser Sprachregelung deswegen ihre Meinung ändern.
    Noch was: Sprache läßt sich nicht von oben verordnen. Und wer das versucht, ist totalitär. (Orwell läßt grüßen.)

  72. #72 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2019/03/14/amsel-berlin/
    16. März 2019

    @Beobachter:

    Und was da bei den verbalen Ergüssen der meisten männlichen Kommentatoren hier an Frauenverachtung, Homophobie und Rechtslastigkeit zum Vorschein kommt.

    Ich sehe bei den meisten Kommentatoren hier keine Rechtslastigkeit, keine Frauenverachtung und keine Homophobie.

    Du müsstest mal die Augen aufmachen und sehen, was wirklich da ist, statt die immergleichen Parolen abzuspulen. Deinem Namen wirst Du nicht gerecht.

  73. #73 Beobachter
    16. März 2019

    Apropos:
    Zur Kombination Menschen-/Frauenverachtung, Frauenanteil und Rechtslastigkeit (freundlich formuliert):

    Spaßeshalber habe ich mal nachgesehen, wie es damit bei der AfD so aussieht.

    Eine nette Analyse im Münchener Merkur (2018):

    https://www.merkur.de/politik/afd-als-partei-von-maennern-fuer-maenner-nur-haertesten-frauen-kommen-durch-zr-9635568.html

  74. #74 Beobachter
    16. März 2019

    Anm.:

    Oben verlinkter Merkur-Artikel ist wirklich lesenswert –
    auch was die “sprachliche Brillanz” zitierter AfD-PolitikerInnen betrifft:

    Bsp.:

    ” … Der aktuellen #MeToo-Debatte über Sexismus gegen Frauen kann die Männerpartei AfD nichts abgewinnen. Deshalb kam es bei vielen männlichen Delegierten nicht gut an, als die bayerische Bundestagsabgeordnete Corinna Miazga (34) im Dezember beim Parteitag in Hannover erzählte, ihr Parteikollege Petr Bystron (45) habe sie im Wahlkampf darauf aufmerksam gemacht, „dass Frauen wie ich eigentlich besser an einer Stange tanzen sollten“. Für Katrin Ebner-Steiner ist Bystron „ein toller Parteifreund und Weggefährte“ mit viel Sinn für Humor: „Ich sage zu ihm „Chef“ und er sagt zu mir „Hasi“.“

    Auch Quoten, da sind sich Männer und Frauen in der AfD einig, seien abzulehnen. Die Frauenquote sei „eine Art Tittensozialismus“, der bedauerlicherweise von allen Parteien außer der AfD unterstützt werde, sagt Nicole Höchst verächtlich. … ”

    Da erübrigt sich doch jeder sprachwissenschaftliche Exkurs – oder ?! 😉

  75. #75 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2019/03/15/cc-90-wiederholung/
    16. März 2019

    @Beobachter:

    Wenn man nur eindimensional denken kann, dann kann man natürlich schauen, was der AfD am meisten verhasst ist, und dann versuchen genau das zu verkörpern, um sie zu ärgern.

    Man lässt sich dann nicht direkt von der AfD diktieren, wie man zu sein hat, aber indirekt und übersieht dabei, dass selbst AfDler zu rhetorischen Übertreibungen, Zuspitzungen und Dämonisierungen neigen.

    Ich dachte, Du belegst jetzt hier, dass bei den meisten männlichen Kommentatoren hier Frauenverachtung, Homophobie und Rechtslastigkeit zum Vorschein kamen mit Zitaten und Verweisen. Da ist es doch leichter Strohmänner abzubrennen, oder?

  76. #76 Beobachter
    17. März 2019

    @ # 24, user unknown:

    ” … Ich dachte, Du belegst jetzt hier, dass bei den meisten männlichen Kommentatoren hier Frauenverachtung, Homophobie und Rechtslastigkeit zum Vorschein kamen mit Zitaten und Verweisen. … ”

    Warum soll ich es dir mit “Zitaten und Verweisen belegen”, es dir auf dem Silbertablett servieren ?
    Es ist derart offensichtlich und hier für jeden nachprüfbar, und eine Strichliste zur Auszählung kann sich jeder bei Bedarf/Interesse selber machen.
    Ein Kommentar ist so übel, dass er z. T. devokalisiert werden musste (# 15, Seite 2).
    Man verzeihe mir, wenn ich trotzdem daraus zitiere:

    “Dass Frauen und Männer gleichwertig sind, ist so allgemein natürlich Schwachsinn.”
    “Warum man Schwule, die aus Sicht der Natur vollkommen nutzlose Kranke sind, unbedingt als etwas Normales betrachten muss, erschließt sch mir auch nicht.”

  77. #77 Chis
    17. März 2019

    Zr Brhgng rstml ds Chrstchrch Vd ngckn.

    W d n m Brgrstg nch hlp,hlp m wnslt.

    Mslms brchn rgndw mmr Hlf br n sgen s dnk

  78. #78 RPGNo1
    17. März 2019

    @Jürgen Schönstein
    Kannst du bitte den menschenverachtenden Kommentar #26 löschen? Solche A****löcher braucht niemand.

    Danke!

  79. #79 Beobachter
    17. März 2019

    zu # 26, # 27:

    @ Jürgen Schönstein:

    Können Sie bitte nur zu Dokumentationszwecken Kommentar # 26 devokalisiert stehen lassen –
    damit nachvollziehbar bleibt, was an Menschenverachtung hier immer wieder und in welchem Ausmaß zum Vorschein kommt?
    Solche unsäglichen Äußerungen unter den Teppich zu kehren (bzw. zu löschen) und zu tun, als gäbe sie es nicht, begünstigt und verharmlost diese geistigen Brandstifter/Mittäter und Claqueure.

    Danke!

  80. #80 Jürgen Schönstein
    17. März 2019

    @RPGNo1 @Beobachter
    Stimmt, solche Arschlöcher braucht wirklich niemand. Aber ich finde auch, dass es notwendig ist zu wissen, dass es diese Arschlöcher gibt, und wie sie “denken”. Darum habe ich den Kommentar devokalisiert hier stehen gelassen.

  81. #81 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2019/01/25/gillotte/
    17. März 2019

    @Beobachte:

    Ja, das war einer, als Du das geschrieben hast, nicht die meisten. Du hast behauptet, die meisten Kommentare seien so.

  82. #82 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2015/03/29/hauptschalter-innen/
    17. März 2019

    Das a Wort zum Sonntag ist auch auf den Gendersternchentrichter gekommen.
    Da sieht man mal, mit wem Ihr Euch gemein macht!

    Ich bin da eher bei Stefanie Überall von den Misfits , Feminispröch, 2005.

  83. #83 Beobachter
    17. März 2019

    @ zu # 30, user unknown:

    Wer lesen kann (und das Gelesene verstehen kann), ist klar im Vorteil.
    Siehe # 25 – zähle es selbst aus.

  84. #84 Solarius
    17. März 2019

    Das Niveau hier in den Kommentaren ist erstaunlich hoch. Finde ich. Und das trotz des von Herrn Schönstein verlinkten Kommentars. In dem Kommentar gibt es eine Liste von “Wutbürgern” die keine Zeit hatten, einen Mitgliedsantrag für die afd auszufüllen Dazu gehören …Bastian Sick, Dieter Nuhr, Dieter Hallervorden, …

    Du meine Güte.

    Das finden sie sehr gut geschrieben, Herr Schönstein? Tatsächlich?

    Wer diese “geschlechtergerechte” Sprache ablehnt, soll zur afd gehen?

    Und was heißt hier eigentlich geschlechtergerecht? Heißt das, ich verwende eine geschlechterungerechte Sprache, wenn ich die Genderei ablehne? Das ist doch eine bösartige Rhetorik. Sehr geehrter Herr Schönstein. Das Geschlecht eines Menschen ist in vielen Fällen völlig irrelevant. Man will gar keine Frauen mitmeinen. Nein. Man will sie gar nicht meinen. Genau so wenig, wie man Männer meinen will. Wenn man von Bürgern spricht, dann ist das Geschlecht der Bürger völlig irrelevant. Es sind weibliche und männliche Bürger gleichermaßen gemeint. Und es sind auch diejenigen Bürger gemeint, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen wollen/können. Die sich also einem “sonstigen” Geschlecht zuordnen würden. Es sind alle Bürger gemeint. Unabhängig von ihrem Geschlecht.

    Und das leistet die “geschlechtergerechte” Sprache nicht. Mit anderen Worten: Die “geschlechtergerechte” Sprache ist geschlechterungerecht. Die nicht “geschlechtergerechte” Sprache ist dagegen geschlechtergerecht.

  85. #85 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com
    17. März 2019

    @Beobachter
    Ja, ich habe gezählt, und kam auf einen Poster mit Frauenverachtung, Homophobie und Rechtslastigkeit, vor Deiner Behauptung.

    Du meinst mit “das Gelesene verstehen” offenbar etwas wie “in die Texte etwas reinlesen, was nicht drinsteht” und gewisse Vorannahmen mitbringen, die Du mitbringst, also was bereits als Beleg für Frauenverachtung, Homophobie und Rechtslastigkeit zählt.

  86. #86 RPGNo1
    17. März 2019

    @Jürgen Schönstein
    Danke, mit Devokalisierung kann ich leben.

  87. #87 LasurCyan
    17. März 2019

    Das Geschlecht eines Menschen ist in vielen Fällen völlig irrelevant.

    Nicht nur in ‘vielen’ Fällen, sondern sogar in den meisten Fällen. Im besten Fall wäre Geschlecht und sexuelle Orientierung reine Privatsache.

    Aber blöderweise haben wir in der Realität (momentan) andere Machtverhältnisse, Solarius, und ich kann es kaum erwarten, dass sich die ändern. Der Kampf um Geschlechtergerechtigkeit ist für die, die ihre (unverdienten) Privilegien abgeben müssen natürlich schwer, so richtig sauhart für viele. Obwohl ihr leidet bin ich nicht auf eurer Seite. Hört auf zu flennen. Ihr könntet eine Menge dazu beitragen, dass Geschlechtergerechtigkeit nicht nur ein ‘frame’ für unterschiedliche Interessen ist, sondern genau das, was gemeint ist: Menschen unabhängig ihres Geschlechts zu behandeln.

  88. #88 Solarius
    17. März 2019

    …Der Kampf um Geschlechtergerechtigkeit ist für die, die ihre (unverdienten) Privilegien abgeben müssen natürlich schwer, so richtig sauhart für viele…

    In der Tat. Da hast du Recht. Viele Frauen möchten ihre Privilegien, die sie im Sorgerecht (und nicht nur dort) haben, gern behalten.

    Aber leider geht es dir ja nicht um wirkliche Privilegien. Nein. Dir geht es darum, Männern irgendwelche Privilegien anzudichten. Dir geht es darum, ein Opfer zu sein. Das bist du aber nicht. Du bist eine Frau. Du hast alle Vorteile auf deiner Seite. Selbst wenn du eine Straftat begehst, wirst du weniger hart bestraft, als wenn ein Mann diese Straftat begangen hätte.

    Ich möchte dir meine Meinung dazu sagen: Männern irgendwelche Privilegien anzudichten ist Unrecht.

    Sei statt dessen du dir deiner Privilegien bewußt!

  89. #89 Beobachter
    18. März 2019

    zu # 37, Solarius:

    ” … Männern irgendwelche Privilegien anzudichten ist Unrecht…. ”

    Bleibt nur noch festzuhalten, dass solche (und andere unsägliche) Statements im 21. Jahrhundert im “aufgeklärten” Europa von “gebildeten” Kommentatoren in einem Wissenschaftsblog losgelassen werden.

    Die immensen Fortschritte (?) in Wissenschaft und Technik scheinen einher zu gehen mit dem Verlust von vernünftigen Maßstäben/Werten im Denken und Handeln vieler Menschen.
    Und man(n) verschließt einfach die Augen vor Allem, was man(n) nicht sehen will.

    Wir fliegen zwar routinemäßig zum Mond und entwickeln Killerroboter, aber wollen es z. B. nicht schaffen, unsere Alten und Kranken menschenwürdig zu versorgen –
    und vielleicht wird das “unnötige, überflüssige Privileg” des Frauenwahlrechts demnächst auch wieder abgeschafft …
    Bei “Kinderfreiheit” – dann entfällt auch das “Privilegien-Problem” des Sorgerechts bzw. der Sorgepflicht …
    – und ohne “Kinder als Klimakiller” wird mit dem Klima und der Umwelt auch wieder alles gut …
    Mann/Frau will lieber die Kinder abschaffen statt der SUVs !

    Schön auseinandergenommen bei:

    https://www.riffreporter.de/klimasocial/schrader-kinderlose/

  90. #90 Solarius
    18. März 2019

    …und vielleicht wird das “unnötige, überflüssige Privileg” des Frauenwahlrechts demnächst auch wieder abgeschafft …

    Ich wäre schon zufrieden, wenn Männer ein gleichberechtigtes Wahlrecht zu den Gleichstellungsbeauftragten hätten. Hier wird Männern sowohl das aktive als auch das passive Wahlrecht verwehrt. Das Privileg auf ein reines Frauenwahlrecht in diesem Bereich gehört abgeschafft. Da stimme ich dir zu.

  91. #91 Beobachter
    18. März 2019

    @ Solarius, # 39:

    Da kann ich mich nur wiederholen:

    “Und man(n) verschließt einfach die Augen vor Allem, was man(n) nicht sehen will.”

    Und hoffen, dass keine Frauen und Kinder in deiner “Reichweite” sind …

  92. #92 zimtspinne
    18. März 2019

    Also das mit der Straftat, bzw ich glaub Ordnungswidrigkeit, kann ich bestätigen.
    Beim Schwarzfahren am Sonntag (war ein Feiertag) mit S-Bahn, mehrere Kumpels und ich, stieg irgendwann schon ziemlich weit außerhalb (wir fühlten uns sicher, haha) eine Kontrolle zu, die wir einfach nicht bemerkten. Wir fühlten uns so weit außerhalb schon sicher und wähnten das Abenteuer schon in trockenen Tüchern… die Kontrollettis damals in FFM waren nämlich leicht erkennbar, nicht in Zivil, sondern in Uniform.
    Tja Pech gehabt…
    jedenfalls saßen meine Kumpels irgendwo herum und ich studierte gerade mit verdrehtem Kopf über der Tür den RMV-Sreckennetzplan….
    meine Kumpels mussten allesamt die Strafe gnadenlos zahlen und bei mir zum Schluss meinte einer: “ok, wir lassen das heute mal durchgehen, weil Feiertag ist”. Dann Frage, wohin ich will und Standpauke und leider kann die Fahrt so nicht fortgesetzt werden, an der nächsten Haltestelle muss ich raus.
    Wobei ich gerade nicht mehr weiß, ob die Kumpels auch aussteigen mussten oder mit dem Bußgeld dann weitergefahren werden konnte.. ich glaub aber eher nicht, das Bußgeld war ja nicht gleichzeitig Fahrscheinkauf….
    Dass ich frühlingshaft luftig leicht bekleidet war, muss ich wohl nicht extra erwähnen….
    ich sollte es nicht erwähnen unter Femanzen, denn das wird garantiert sogleich als mieser männlicher Sexismus ausgelegt 😀
    Ja mei, so ein Mist aber auch.

    Allerdings glaube ich nicht, dass Frauen grundsätzlich immer milder bestraft werden, tendenziell aber schon (dazu gibts ausführliche Studien).
    Männer, die einen sympathischen, charmanten und angenehmen Gesamteindruck machen, werden übrigens ebenfalls milder bestraft gegenüber Männern, die über diese Attribute nicht verfügen.

    Womit wir wieder beim Punkt allgemeine Diskrimierung wären, die ja scheinbar für die Feministen völlig uninteressant ist.

    Daran erkennt man auch den (widerlich) ideologischen Charakter des Feminismus, es geht nicht darum, generell Diskriminierungsverhalten zu verringern (von abschaffen rede ich lieber nicht, wird eh nicht funktionieren), sondern nur um die reine Geschlechterbenachteiligung und da wiederum auch nur um die weibliche.

    mal davon ganz abgesehen, dass die Feminismusideologie auch mindestens Teile der Evolutionstheorie verleugnet und sie daher schon deshalb nicht ernstzunehmen sein kann, in einem Wissenschaftsblog!

  93. #93 Beobachter
    links-feministisch ideologisch verseucht im Frauenhaus
    18. März 2019

    Oh no, zimti, über dieses Stöckchen werde ich nicht springen … 😉

  94. #94 Solarius
    18. März 2019

    Allerdings glaube ich nicht, dass Frauen grundsätzlich immer milder bestraft werden, tendenziell aber schon (dazu gibts ausführliche Studien).

    Hier verlinke ich so eine Studie:
    https://www.beobachter.ch/burger-verwaltung/strafrecht-frauen-kommen-besser-weg

    …Daran erkennt man auch den (widerlich) ideologischen Charakter des Feminismus, es geht nicht darum, generell Diskriminierungsverhalten zu verringern (von abschaffen rede ich lieber nicht, wird eh nicht funktionieren),…

    Nein, vermutlich wird es nicht funktionieren. – Aber man kann daran arbeiten. Männerrechtler tun das. Männerrechtler setzen sich für alle Menschen ein, die aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden. Und zwar unabhängig vom Geschlecht des Betroffenen. Damit entsprechen Männerrechtler dem Idealbild des Feminismus viel eher, als die meisten Feministen es tun.

  95. #95 Solarius
    19. März 2019

    links-feministisch ideologisch verseucht im Frauenhaus

    Wie auch immer dieser Spruch gemeint ist, er verleitet mich dazu, an die Begründerin des ersten Frauenhauses in Großbritannien zu denken. Erin Pizzey hat sich ihr ganzes Leben lang für (geschlagene) Frauen eingesetzt. Wie es ihr ergangen ist, kann man hier in ihrer Biographie nachlesen:

    https://www.freitag.de/autoren/sidney-davenport/grunderin-der-frauenhausbewegung-schreibt-erschutternde-biographie

    Darin liest man von Kathy, Ann, Becky und schließlich von Lucy und ihrem Mann Ron.

    Ob es der Tochter von Lucy jetzt im Jahre 2019 besser ergangen wäre? – Der Soziologe Gerhard Amendt hatte vorgeschlagen, Frauenhäuser abzuschaffen und durch Familienhäuser zu ersetzen. In einem solchen Familienhaus wäre es der Tochter von Lucy ganz gewiss besser ergangen.

    Frau Pizzey hat versucht zu helfen. Man hat ihr schließlich vorgeworfen, das sie Frauen hasse. Es gab Morddrohungen. Auch gegen ihre Kinder und sogar gegen ihre Enkel und ihren Hund. Du meine Güte.

    Wer ist denn hier hysterisch?

    Meiner Meinung nach ist es so, wie in den Kommentaren hier schon erwähnt: Dem Feminismus geht es um die Ideologie. Es geht ihm nicht um die Frauen. Und so geschehen zwangsläufig Dinge, wie man sie im vorletzten Absatz der Biographie von Frau Pizzey nachlesen kann.

    Ich zitiere:
    “…Dabei beklagte sie Verstöße gegen die Schweigepflicht, mangelnde Fürsorge, fehlende Konfliktfähigkeit, Ausbeutung der Bewohnerinnen als Arbeitskräfte, Bespitzelungen, ein Aufhetzen gegen die männlichen Partner der Bewohnerinnen und weitere Missstände mehr…”

  96. #96 Basilios
    Angel Beats!
    20. März 2019

    @Solarius

    Männerrechtler tun das. Männerrechtler setzen sich für alle Menschen ein, die aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden. Und zwar unabhängig vom Geschlecht des Betroffenen.

    Alle?

  97. #97 roel
    20. März 2019

    Leider nur Zeit für einen Kurzkommentar.

    @Basilios “Alle?”

    Na klar, ALLE Männerrechtler für ALLE Menschen, na ja bis auf wenige Ausnahmen, so für 50% der Menschen vielleicht, aber nur für die darunter Gleichgesinnten, also…

    Aus wikipedia Eintrag Männerrechtsbewegung:

    “Als Männerrechtsbewegung (englisch men’s rights movement) wird eine in den 1970er Jahren in Nordamerika aus dem Flügel der so genannten Men’s Liberation entstandene Strömung bezeichnet, die – im Unterschied zur Männerbewegung – antifeministische bis frauenfeindliche Positionen vertritt.”

    Aber ich denke Solarius schreibt zwar Männerrechtler meint aber die Männerbewegung und davon die, welche maskulinistische und väterrechtliche Ansätzen folgen.

    Wikipedia Eintrag Männerbewegung:

    “Tendenzen innerhalb der Männerbewegung

    Der Sozialpädagoge Detlef Ax unterscheidet vier Strömungen, denen folgende Ansätze zugrunde liegen:

    Kritischer Ansatz: […]

    Mythopoetischer Ansatz: […]

    Maskulinistische und väterrechtliche Ansätze:

    Väterrechtler und Maskulinisten lehnen als einseitig erachtete feministische Theorien ab. Sie treten für eine Reform des als ungerecht empfundenen Sorgerechts und für ein positives männliches Selbstbewusstsein ein. Es wird ein kritischer Umgang mit feministischen Standpunkten gefordert.

    Antisexistischer/profeministischer Ansatz: […]”

  98. #98 Beobachter
    20. März 2019

    Es muss sie offenbar immer noch geben – im 21. Jahrhundert und auch im “aufgeklärten Mitteleuropa” ! :

    https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenhaus

  99. #99 Solarius
    20. März 2019

    Männerrechtler der Meinung, das auch Männer Unterstützung verdienen, wenn sie aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden. Und ich habe dafür ja schon ein paar Beispiele gebracht. Männerrechtler gibt es in allen politischen Lagern. Das heißt, es gibt rechts-konservative Männerrechtler und es gibt auch linke Männerrechtler. Ich möchte hier einmal die Eckpfeiler einer linken Männerpolitik verlinken:

    https://web.archive.org/web/20170708201511/http://www.spiegelfechter.com/wordpress/8167/eckpfeiler-einer-linken-mannerpolitik

    Das ist die Welt, in der ich gerne leben möchte. Und ich bin überzeugt, das auch Beobachter, roel und auch alle anderen Kommentatoren hier sich in dieser Welt sehr wohl fühlen würden.

    Wenn ich mich auf die hier beschriebene Männerrechtsbewegung beschränke, kann ich die Frage von Basilios mit Ja beantworten.

  100. #100 Beobachter
    21. März 2019

    @ Solarius:

    Apropos:
    Equal Pay Day (-Debatte) und vom Wert der Arbeit:

    Frauen und Männer werden immer noch unterschiedlich bezahlt.
    Die wenigsten Männer akzeptieren einen “Karriereknick” bei Familiengründung/wg. Kinderbetreuung/wg. häuslicher Pflege.
    Und “pflegen” lieber Computer (gut bezahlt) –
    statt (wie meistens Frauen) Menschen (schlecht bezahlt). – nur als Beispiel –

    Interessanter Artikel zum Thema:

    http://aktuelle-sozialpolitik.de/2019/03/19/der-jaehrliche-krampf-um-die-anteilswerte/#more-7095

    Was würdest du machen, Solarius, wenn dir z. B. das Sorgerecht für zwei Säuglinge/Kleinkinder zugesprochen werden würde?
    Wolltest du das tatsächlich, wärst du glücklich darüber?
    Mit allen praktischen (beruflich, finanziell, persönlich) Konsequenzen? Unter den bestehenden strukturell bedingten Umständen/Verhältnissen?

    Man kann theoretisch/auf dem Papier viel fordern, ohne dazu bereit zu sein, es auch praktisch umzusetzen bzw. unter gegebenen/aktuellen Bedingungen umsetzen zu müssen.

  101. #101 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com
    21. März 2019

    @Beobachter:

    Was würdest du machen, Solarius, wenn dir z. B. das Sorgerecht für zwei Säuglinge/Kleinkinder zugesprochen werden würde?

    Und was schlägst Du vor? Strikte Quotierung vielleicht: 50% der Frauen bekommen das Sorgerecht und 50% der Männer, unabhängig davon, wie viele sich um so ein Sorgerecht mit welcher Hingabe bewerben?

    Weil man ja keine Stereotypen reproduzieren will. Weil Männer männliche Rolemodels brauchen, um zu sehen, das geht!

    Im Berufsleben scheinst Du ja auch nicht zu akzeptieren, dass die empirischen Frauen und Männer mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Vorlieben antreten. Frauen priorisieren das Familienleben stärker und der Staat soll korrigierend eingreifen. Im Extremfall eben so, dass die Frau, auch wenn sie weniger leistet, besser bezahlt wird, weil anders kein gleicher Schnitt erreicht wird.

  102. #102 Beobachter
    21. März 2019

    @ user unknown, # 1, Seite 3:

    ” … dass die Frau, auch wenn sie weniger leistet, besser bezahlt wird, … ”

    Leistet eine Krankenschwester weniger als ein IT-Techniker?
    Warum wird eine Krankenschwester sehr viel schlechter bezahlt?
    Warum werden so wenige Männer Krankenpfleger bzw. “Krankenbruder”? Und warum “priorisieren” sie andere Bereiche?
    Wird ihnen das in die Wiege gelegt?

  103. #103 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2019/03/17/berlin-7c-sturmboeen/
    22. März 2019

    Leistet eine Krankenschwester weniger als ein IT-Techniker?

    Tja – was ist das, Leistung, außer Arbeit/Zeit in der Physik?

    Man kann einen Haufen Sand von A nach B schaufeln – das ist anstrengend, aber wenn niemand bereit ist, dafür Geld auszugeben, wird die Leistung schlecht bzw. gar nicht bezahlt.

    Je mehr bezahlt wird, so die vereinfachte, ökonomische Theorie, desto mehr sind bereit den Sandhaufen umzuschichten. Wer ist denn bereit für eine Leistung zu zahlen und wie viel?

    Das ist eine pragmatische Frage, keine der Gerechtigkeit.

    Es werden Leistungen nachgefragt und Leistungen angeboten, dann findet sich ein Preis. Es gibt nirgends Gerechtigkeitskommissionen, die am grünen Tisch ausknobeln, was gerecht wäre.

    IT-Techniker werden nicht erst seit kurzem gut und Krankenschwestern schlecht bezahlt – das sind also Informationen, die man vor Beginn einer Ausbildung haben kann. Wenn die Frauen wollen, dann sollen sie ins IT-Geschäft drängen. Viele Unternehmen würde es freuen, v.a. weil Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt Löhne drückt.

    Einfach in die Wiege gelegt wird natürlich nichts. Statistisch interessieren sich Mädchen aber schon frühkindlich (vor sozialisierendem Einfluss) stärker für Menschen und Jungs für Objekte. Unter evolutionären Gesichtspunkten nicht überraschend.
    Aber nicht alle gleichmäßig. Es gibt auch Frauen, die im IT-Sektor arbeiten und Männer in Pflegeberufen.

    Das Ungleichgewicht auf Diskriminierung zurückzuführen misslingt m.E. aus 2 Hauptgründen: Erstens gibt es viele hochbezahlte Berufe, die für sie früher tabu waren, in denen Frauen deutlich stärker vertreten sind, als im MINT-Bereich. Wieso hat die Diskriminierung da nicht funktioniert?
    Zweitens gibt es für die Diskriminierung keine konkreten Belege, sondern bloß Anekdoten. Die Sozialisation soll es sein, Filme, Spielzeug. Nur lässt sich die Kultur sehr viel eleganter damit erklären, dass die Kulturschaffenden meist das reproduzieren, was sie vorfinden – nicht umgekehrt.

    Jugendliche suchen sich ihren Beruf nach Interessen. Ich halte das für recht vernünftig. Interessen, Fähigkeiten, Möglichkeiten und Verdienst. Bei 2 ansonsten gleich attraktiven Angeboten gewinnt der besser bezahlte Job. Aber Jobs, die einen nicht interessieren, schauen sich die meisten gar nicht an, erwägen sie gar nicht. Außer die Kohle die spielt die allergrößte Rolle – bei solchen Leuten sieht es wohl anders aus, aber die sind nicht preisbestimmend.

  104. #104 Beobachter
    22. März 2019

    @ u. u. :

    ” .. IT-Techniker werden nicht erst seit kurzem gut und Krankenschwestern schlecht bezahlt – das sind also Informationen, die man vor Beginn einer Ausbildung haben kann. Wenn die Frauen wollen, dann sollen sie ins IT-Geschäft drängen. … ”

    Und wer soll unsere Alten und Kranken pflegen ?!
    Wer trotzdem so “blöd” ist und einen Pflegeberuf ergreift oder gar häuslich pflegt, ist selber schuld ?!

  105. #105 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2019/03/14/amsel-berlin/
    23. März 2019

    @Beobachter:

    Und wer soll unsere Alten und Kranken pflegen ?!

    Ich bestimme das nicht und will es auch nicht bestimmen. Am besten Leute, die den Job zu dem Preis machen wollen.
    Wollten ihn zu wenige machen würden die Löhne steigen, es sei denn, die Leute würden ihr Geld lieber für anderes ausgeben.

    Wer trotzdem so “blöd” ist und einen Pflegeberuf ergreift oder gar häuslich pflegt, ist selber schuld ?!

    Dass Du das blöd findest ist Dein Problem. Ich finde es nicht blöd und die, die den Job machen, offenbar auch nicht.

    Wer die Wahl zwischen IT-Job und Pflegeberuf hat, ist selbst für seine Entscheidung verantwortlich, na logisch, wer denn sonst? In einer Demokratie dürfen die auch wählen. Wenn die andere Bewertungskriterien anlegen als Du, der von einer Schuld redet, wer bist Du besser zu wissen, was für die gut ist?

    Ich glaube auf eine Parteinahme von Leuten, die besser wissen, was gut für sie ist, als sie selbst, verzichten die gerne, weil sie es bevorzugen, Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen.

  106. #106 Beobachter
    23. März 2019

    @ u. u.:

    Im Gegensatz zu dir weiß ich sehr genau, von was ich rede bzw. schreibe.
    Es ist völlig sinnlos, weiter auf deine Kommentare einzugehen.

  107. #107 Solarius
    26. März 2019

    Interessanter Artikel zum Thema:

    http://aktuelle-sozialpolitik.de/2019/03/19/der-jaehrliche-krampf-um-die-anteilswerte/#more-7095

    Darin ist es doch gut erklärt. Der Pay Gap wird auch zu einen gewissen Anteil durch Erwerbsunterbrechungen verursacht. Laut dem Artikel entwickeln sich die Gehälter von Frauen und Männen bis etwa zum 30. Lebensjahr gleich. Erst dann entwickeln sie sich unterschiedlich.

    Die Erwerbsunterbrechungen erwähnt auch die Original Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes:

    https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/03/PD19_098_621.html

    Daraus möchte ich einen ganz wichtigen Satz zum sogenannten “bereinigten Pay Gap” zitieren, der sehr gern “überlesen” wird:

    “…Es ist davon auszugehen, dass die Unterschiede geringer ausfallen würden, wenn weitere Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung gestanden hätten, wie vor allem Angaben zu Erwerbsunterbrechungen…”

    Das iwkoeln hat versucht, diese Erwerbsunterbrechungen zu berücksichtigen. Es kommt auf einen bereinigten Pay Gap von nur 2 Prozent:

    https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/beitrag/beschaeftigungsperspektiven-von-frauen-nur-2-prozent-gehaltsunterschied-102500.html

    Dabei sollte man meiner Meinung nach einen weiteren Punkt berücksichtigen: Erwerbsunterbrechungen führen dazu, das man weniger Berufserfahrung hat. Hier muß man auch die Überstunden erwähnen. Man sieht zwar, das Überstunden mit Überstundenzuschlägen vergütet werden und dadurch auch der Pay Gap erhöht wird. Man vergisst aber, das man durch die Überstunden auch weitere Berufserfahrung sammelt. Mit der Berufserfahrung steigt aber auch die Produktivität des Arbeitnehmers. Die Produktivität des Arbeitnehmers kann auch nach vielen Jahren noch durch Arbeit/Berufserfahrung gesteigert werden. Und das Menschen, die Teilzeit arbeiten, weniger Berufserfahrung haben als Menschen, die Vollzeit arbeiten, ist auch klar.

  108. #108 Beobachter
    27. März 2019

    Manche Frauen können/dürfen gar nicht arbeiten, weil ihnen keine notwendige Berufskleidung zur Verfügung gestellt wird.
    Deshalb musste jetzt ein “wichtiger Schritt für die (eine Hälfte der) Menschheit” ausgesetzt bzw. verschoben werden –
    die eine Hälfte war nicht vollständig mit eingeplant:

    http://www.taz.de/NASA-sagt-Ausseneinsatz-ab/!5580168/

    Welch eine bezeichnende reale Geschichte … !

  109. #109 Beobachter
    27. März 2019

    Nachtrag:

    Der TAZ-Artikel ist wirklich lustig:

    Zitat:

    ” … Wir denken dauernd darüber nach, was Frauen wann und wie anziehen. Leider nicht dieses eine Mal, wenn es wirklich darauf angekommen wäre.”

    Viele Männer denken offenbar auch dauernd darüber nach, was Frauen wann und wie AUSziehen.
    So auch unser Bundesverkehrsminister Andi Scheuer, der dringend dafür wirbt, dass Frauen zum Fahrradfahren alles ausziehen sollen bis auf die Unterwäsche und einen Fahrradhelm anziehen sollen.
    Und sicherheitshalber auch im Bett … 😉

    https://www.bento.de/politik/gntm-model-in-sexistischer-fahrradhelm-kampagne-wie-erbaermlich-andreas-scheuer-auf-kritik-reagiert-a-0f87a335-ca9c-4014-a38a-b96784c2057f

    😉

  110. #110 roel
    27. März 2019

    @Beobachter da hat Minister Scheuer eine – sagen wir mal – Idee und du bist nur am kritisieren.

    Sehe es doch mal positiv:

    Die spärlche Kleidung ist zur Hälfte aus Baumwolle. Das heißt wenig Plastik, wenig Plastikfasern etc.

    https://www.dvr.de/bilder2/p5155/5155_0.jpg

    Na gut, die Helme sind aus verschiedensten Kunststoffmaterialien, Weichmacher inklusive. Aber sie können bei einem Fahradunfall, das Leben retten, danach bitte nicht entsorgen, sondern vielleicht in einer Vitrine aufbewahren.

    Abgebildet werden mehr Frauen als Männer und die Frauen haben auch mehr an. Da käme der eine oder andere Kommentator doch auf die Idee, dass hier nicht die Frauen diskriminiert und sexistisch dargestellt werden, sondern die Männer.

    Du darfst auch unter #HelmerettenLeben Alicija und den anderen Models nacheifern und dein Foto mit einem Fahrradhelm posten. “Unter allen Teilnehmern werden zehn von Rankin und Alicija signierte Fahrradhelme sowie Aktionskalender verlost.”

    Es heißt Minister Scheuer hat den Kallender schon an der Schlafzimmerwand hängen.

    Der zusätzliche Nutzen dieser Werbekampange ist, dass die Zielgruppe ihren Englischen Wortschatz ausbauen kann. Shit hatte bestimmt noch nicht jeder drauf.

    Aber was meint Minister Scheuer selbst dazu:

    “Danke für die riesen Aufmerksamkeit – schon jetzt die erfolgreichste Verkehrssicherheitskampagne! Nur 8% der 17-30Jährigen tragen einen Fahrradhelm. Wachrütteln! Top Kooperation mit Germany‘s Next Topmodel #GNTM #HelmeRettenLeben
    10:27 – 22. März 2019 ”

    Na schau, so geht Erfolg heute.

    Übrigens heißt es, dass 100 Lungenärzte die Gefahr einer Lungenentzündung beim leichtbekleideten Radeln durch den kühlen März an Minister Scheuer gemeldet haben. Daher sind die Models meistens auch im Bett abgebildet worden. Sie sollen ja gesund bleiben.

  111. #111 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2019/03/17/berlin-7c-sturmboeen/
    27. März 2019

    @Beobachter:
    Offenbar kennt man bei Bento noch nicht mal den Unterschied zwischen Sexismus und Sexualisierung, will aber andere darüber belehren. 🙂

    Und ja, Fahrradhelme sehen bekloppt aus – ich weiß es, ich trag selber einen (aber nur auf’m Rad).

    So kann die Kampagne bei mir nicht mehr wirken, von der ich sicher nichts mitbekommen hätte, wenn sie noch braver gewesen wäre.

  112. #112 zimtspinne
    27. März 2019

    Ich trage keinen, die ruinieren ja jede Frisur.
    Was macht man damit dann auch, wenn man mit Rad einkaufen, zum Arzt oder zum Sport fährt? Schließt du den mit an oder schleppst ihn überhaupt mit rum, uu?

    Bei Beobachter frag ich mich langsam nicht mehr, wie er/sie/es eigentlich so täglich durch den Alltag kommt…. das muss der pure Horrortrip sein, jeden Tag. Und täglich grüßt das Sexismus-Murmeltier an jeder Straßenecke 😀

  113. #113 zimtspinne
    27. März 2019

    überhaupt = überall

  114. #114 LasurCyan
    27. März 2019

    Und täglich grüßt das Sexismus-Murmeltier an jeder Straßenecke

    Was ist daran witzig, ZimtSchneckchen?

  115. #115 zimtspinne
    27. März 2019

    Ach, jeder, wie er möchte.
    Ich wundere mich halt nur darüber, wie sich manche Menschen das Leben selbst schwer machen mit Hineinsteigern und sich quasi Auffressen lassen von ihrer verschobenen Wahrnehmung.
    So viel Macht gebe ich ungern Dingen oder Menschen, die mir nicht passen.
    Wie gesagt, jeder, wie er mag.
    Wenn das aber regelmäßig öffentlich kund getan wird, kann ich ja auch meine Meinung dazu sagen.

  116. #116 LasurCyan
    27. März 2019

    kann ich ja auch meine Meinung dazu sagen.

    Ma wird ja wohl noch sagen dürfen..na freilich, Spinnchen, aber wenn du/sie/es ständig auf die Mütze kriegst, geht dir die eigene Meinung schnell flöten..

  117. #117 Beobachter
    27. März 2019

    @ zimti, # 14:

    Haben alle außer dir eine “verschobene Wahrnehmung”?
    Auch z. B. Margarete Stokowski, die Redakteure/innen von “bento” – alle, die mit halbwegs offenen Augen durch`s Leben gehen und denen nicht alles egal ist?
    Siehst du nur Dinge/Menschen, die “dir passen” bzw. dir zupass kommen?
    Alles andere wird ausgeblendet?

    Gott sei Dank sind nicht alle Menschen so wie du … !

  118. #118 roel
    27. März 2019

    @Jürgen Schönstein Irgendwie ist ein Kommentar hängen geblieben.

    @zimtspinne “Auffressen lassen von ihrer verschobenen Wahrnehmung.” Das dachte ich auch als ich deinen Kommentar #409 im OLT 9 (sorry, keinen Link dahin) gelesen habe. Natürlich ohne jeden Beleg und natürlich passend hier zum Thema.

    “Ich trage keinen, die ruinieren ja jede Frisur.”
    Die Frisur dürfte bei einem Unfall mit Sturz auf den Kopf das kleinste Problem sein.

  119. #119 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2017/06/23/sexistische-eigenwerbung/
    28. März 2019

    @Zimtspinne:

    Was macht man damit dann auch, wenn man mit Rad einkaufen, zum Arzt oder zum Sport fährt? Schließt du den mit an oder schleppst ihn überhall mit rum, uu?

    Mit anschließen, meistens.

    Ich trage keinen, die ruinieren ja jede Frisur.

    Tja, ich habe keine Frisur, nur Haare.

    @Beobachter:

    Haben alle außer dir eine “verschobene Wahrnehmung”?
    Auch z. B. Margarete Stokowski, die Redakteure/innen von “bento”

    Also die ganz sicher.

    Man kann mit offenen Augen und confirmation bias durch die Gegend gehen, um überall das zu sehen, was die eigene Paranoia schon lange ahnt.
    Man kann aber auch die Augen aufmachen, um zu sehen, was wirklich da ist.

  120. #120 Beobachter
    28. März 2019

    @ u.u., # 18:

    Sexismus gibt`s nicht – weder in der Sprache noch in der Werbung noch sonst irgendwo/-wie, was?
    Die, die das behaupten, sind alle “paranoid”?

  121. #121 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2017/02/17/kirche-tut-was-gegen-klimawandel/
    28. März 2019

    @Beobachter, #106:

    Im Gegensatz zu dir weiß ich sehr genau, von was ich rede bzw. schreibe.
    Es ist völlig sinnlos, weiter auf deine Kommentare einzugehen.

    Da hat sich der Wind wohl wieder gedreht.

    Sexismus gibt`s nicht – weder in der Sprache noch in der Werbung noch sonst irgendwo/-wie, was?
    Die, die das behaupten, sind alle “paranoid”?

    Was Du sagen willst, ist “Die, die das bestreiten, sind alle paranoid?”

    Ein guter Einwand. Paranoia ist ja eine ernsthafte, geistige Störung.
    So ist da natürlich ein Strohmann, den nur Du aufgestellt hast. Ich habe nichts Derartiges behauptet, aber konkret dürften wir tatsächlich sehr oft darüber auseinander liegen, ob etwas bestimmtes Sexismus ist oder nicht.
    Und meistens liegt da natürlich keine Paranoia vor; es sieht nur für mich bezüglich einiger Merkmale so ähnlich aus.

    Wo Neonazis überall eine jüdische Verschwörung am Werk sehen oder linksextreme Netzwerke, die die Bevölkerung austauschen wollen usw., da sehen viele Feministen überall ein Patriarchat am Werk.

    Alle Indizien, die dafür sprechen, werden mantraartig wiederholt und übertrieben, alle Indizien die dagegen sprechen, notorisch unterschlagen.

  122. #122 Beobachter
    28. März 2019

    @ u.u., # 20:

    Nein, der Wind hat sich nicht gedreht.
    Nur manchmal bin ich so inkonsequent zu denken, dass man solch einen Blödsinn, wie du ihn schreibst, nicht unkommentiert stehen lassen darf.
    Aber es ist mir zu mühsam und die Zeit dafür zu schade.

  123. #123 Solarius
    28. März 2019

    …Aber es ist mir zu mühsam und die Zeit dafür zu schade.

    Vielleicht wäre es eine gut genutzte Zeit, wenn man mal seine eigene Filterblase verlässt? Man will doch unterschiedliche Meinungen kennenlernen? – Frau Stokowski und bento befinden sich beide in der gleichen Filterblase. Und beide sind nicht wirklich gut. Nein! – Und das auch der Spiegel schon einige Prozesse wegen Falschaussage verloren hat, ist dir sicher auch bekannt?

    Leider sind viele rechte/konservative Blättchen nicht wirklich besser. Man liest zwar andere Meinungen, aber nicht weniger Unsinn.

    Eine Zeitung möchte ich an dieser Stelle doch empfehlen:

    https://www.nzz.ch/

  124. #124 zimtspinne
    28. März 2019

    Heutzutage kann doch jeder was in irgendwelchen online Gazetten veröffentlichen — kein Grund, da spontan in Ehrfurcht zu verfallen, selbst wenn es um einen Artikel in einer eher seriösen “Zeitung” geht.
    bento punktet nun gerade nicht damit, bisher landete ich dort gelegentlich zufällig bei irgendwelchen Suchen meinerseits und mein Eindruck war (ganz unabhängig vom Thema): eine online Friseur-Zeitschrift, Klatsch, Tratsch, Lästerei und jede Menge Meinungen, die halt auch nur das sind: subjektiv gefärbte Meinungen, die wahrscheinlich wegen der Klickquoten immer sehr eindimensional und oft auch noch schlecht geschrieben daher kommen.
    Dieser Artikel über Fahrradhelme wäre solch ein Beispiel. Könnte auch ein Schüler getextet haben und viele von denen sind dabei sogar wesentlich kreativer und können mit Sprache besser umgehen.

    Was gibt es sonst zu sagen?
    Ja, Frauen werden stark sexualisiert, nicht nur in der Werbung, was vor allem an der Nachfrage liegt.
    Wie hoch ist noch mal der männliche Pornokonsum im internet? Sehr viel höher als der weibliche wahrscheinlich und darüber hinaus möchte ich nicht wissen, wieviele der männlichen Empörer hier regelmäßig frauenverachtende Pornos still und heimlich konsumieren…. empört ihr euch da auch über deren Frauenbild?
    Wenn Männer sich da so reinhängen, obwohl sie das Thema an sich gar nichts angeht, finde ich das komisch.
    Vorrangig sollten sich davon Betroffene dazu äußern, Nichtbetroffene können dazu natürlich auch eine Meinung haben, sollten sie sogar, aber diese ganze exzessive Empörung und Reinhängen ins Thema, empfinde ich als … unpassend.
    Keine Ahnung, was für eine Motivation dahinter steckt.
    Irgendwas muss es wohl sein, denn niemand hängt sich in ein Thema so massiv rein (obgleich gar nicht davon betroffen), ohne sich dabei etwas zu denken oder damit etwas zu bezwecken.
    Habt ihr Männer nicht genug bei euch selbst aufzuräumen?
    Mit männlichem Gehabe werden wir meist schon ganz gut alleine fertig, haben wir ja gelernt und ist überlebenswichtig (um zB nicht bei einem gewaltbereiten Säufer oder Kindesmissbräuchler oder ähnlichem hängen zu bleiben, was ja leider noch bei vielen meiner Geschlechtsgenossinnen der Fall ist. Das Problem sind dabei zwar auch die Typen, aber genauso deren Frauen, die sich nicht befreien können und das am besten in einer Therapie lernen sollten).

    Es gibt viel zu tun, aber ganz ehrlich, solche Schwätzerei und Wichtigtuerei mit Käse und bullshit (wie dieser Fahrradhelmsache), ist da einfach nur kontraproduktiv und lachhaft dazu.

    Im übrigen entschärfe ich ganz viele leicht heikle Alltagssituationen, in denen sich Männer mal wieder danebenbenehmen, mit Humor. Auch mal bissig und auf deren Kosten, aber das ist eine sehr wirksame “Gegenwehr”methode.
    Würde ich da immer so reagieren wie Beobachter (ist das überhaupt eine Frau?), wollte garantiert inzwischen keiner mehr mit mir befreundet sein oder überhaupt zu tun haben. Das ist super anstrengend und so humorlos durchs Leben zu gehen, ja, damit könnte die bento-Trulla sich mal beschäftigen 😀

  125. #125 Beobachter
    28. März 2019

    Wie gesagt, es ist sehr erstaunlich bis erschreckend, welche unsäglichen Gesinnungen, Haltungen, Meinungen, (Wert)maßstäbe etc. oft in den Kommentaren selbst hier in Wissenschaftsblogs zum Vorschein kommen.
    Und es hat offenbar absolut nichts mit einem vermeintlich “hohen” Bildungsgrad/-abschluss, Wissensstand, sozialen/gesellschaftlichen Status zu tun – das alles scheint wirklich vor nichts zu schützen.

    “Denn sie wissen, was sie tun (und sagen)” – und tun (und sagen) es trotzdem … !

    Und das wird ja z. B. auch durch die Zusammensetzung des Führungspersonals der erstarkenden AfD bestätigt …

  126. #126 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2018/05/23/2-stock-damenmieder/
    28. März 2019

    Und das wird ja z. B. auch durch die Zusammensetzung des Führungspersonals der erstarkenden AfD bestätigt …

    Super, das heiße Lieblingsfeindbild der letzten paar Jahre wieder untergebracht! Strike!

    Wie gesagt, es ist sehr erstaunlich bis erschreckend, welche unsäglichen Gesinnungen, Haltungen, Meinungen, (Wert)maßstäbe etc. oft in den Kommentaren selbst hier in Wissenschaftsblogs zum Vorschein kommen.

    Da stimme ich Dir vollkommen zu!

    Teils sind die Kommentatoren hoch gebildet, wie das Führungspersonal der AfD.

    Deine Haltung und Meinung wird auch von teils hochgebildeten hier geteilt, wie es sie auch im Führungspersonal der AfD gibt.

    Wie es sie übrigens im Führungspersonal anderer Parteien auch gibt. Was also ist damit erkannt? Dass beim politischen Gegner nicht nur Analphabeten rumlaufen und dass in Organisationen gut gebildete Menschen bessere Aufstiegschancen haben?

    Das wäre aber ableistisch, meritokratisch um nicht zu sagen patriarchal gedacht – oder? Also qua Übereinkunft falsch, zumindest böse.

  127. #127 Solarius
    30. März 2019

    “Denn sie wissen, was sie tun (und sagen)” – und tun (und sagen) es trotzdem … !

    Ja, es gibt Leute, die lassen sich nicht einschüchtern. Sie sagen ihre Meinung. – Auch auf die Gefahr hin, das sie von Frau Stokowski oder anderen “Linken” in die Nähe der afd gestellt werden.

    Ich finde es gut, das so viele Menschen so mutig sind, den Verein deutscher Sprache zu unterstützen. Denn sie wissen, was sie tun und sagen. – Und deshalb tun und sagen sie es!

  128. #128 LasurCyan
    30. März 2019

    Ich finde es gut, das so viele Menschen so mutig sind, den Verein deutscher Sprache zu unterstützen.

    Mutig finde ich das wahrscheinlich in einem ganz anderen Sinn, aber geschenkt, Solarius, bei soviel Mutzeigung gibt es von mir ein ExtraKlopferchen auf die virtuelle Schulter^^

  129. #129 anderer Michael
    11. April 2019

    Ach ,die gute Frau Stochowski !
    Gelassenheit.
    Sie muss auch von etwas leben. Von ausgewogenen Meinungen, dem Abwägen des Für und Wider, sachliche Gegenargumente verstehen und erörtern usw. davon wird man in dem Métier nicht satt. Sie ist noch relativ moderat.

    Ich sehe so was inzwischen als Unterhaltung und Teil der Spaßgesellschaft.
    Richtige Probleme anzugehen ist sehr sehr harte Arbeit, ich verweise in dem Zusammenhang auf terre des femmes.

  130. #130 Solarius
    12. April 2019

    Ich sehe so was inzwischen als Unterhaltung und Teil der Spaßgesellschaft.

    Diesen Fehler machen die meisten Menschen. Es ist aber kein Spass. Nein. Es ist sehr ernst. Es ist ja nicht nur die Sprache, die verstümmelt wird. Nein. Auch unsere Demokratie ist in Gefahr. Diese Leute setzen sich dafür ein, das Quoten bei den Wahlen vorgeschrieben werden. Diesen Leuten ist von allen möglichen Verfassungsrechtlern gesagt worden, das Quoten verfassungswidrig sind. Trotzdem hat man in Brandenburg für Parlamente eine Frauenquote beschlossen.

  131. #131 Basilios
    Jūni Kokuki
    13. April 2019

    @Solarius
    Abgesehen davon, daß die Sprache© nicht verstümmelt wird:
    Kannst Du uns bitte darüber aufklären welche möglichen Verfassungsrechtler so etwas behaupten?

  132. #132 Solarius
    13. April 2019

    Es wurde sogar der Parlamentarische Beratungsdienst des Brandenburgischen Landtages um eine Stellungnahme gebeten. Du kannst sie hier im Volltext herunterladen:

    https://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/60612

    Auf Seite 4 findest du die gestellten Fragen. Und ab Seite 68 die Antworten.

    Die Antworten sind eindeutig. Die Antworten lagen auch rechtzeitig vor. Trotzdem wurde das Gesetz verabschiedet.

  133. #133 Basilios
    Jūni Kokuki
    14. April 2019

    @Solarius
    Die schreiben aber in ihrer Konklusio ganz am Schluß:

    Da der Landesgesetzgeber selbst das Wahlvorschlagsrecht gerade zum Instrument einer geschlechterspezifischen Ausrichtung des Wahlrechts machen würde und damit dem Geschlecht eine „erhebliche Bedeutung für die Beschreibung einer Person und ihrer Rechtsstellung“ (BVerfG) beimäße, ist es aus verfassungsrechtlicher Sicht ratsam, das „Dritte Geschlecht“ auch im Falle der Einführung eines paritätischen Wahlvor-schlagsrechts zu berücksichtigen

    Ist es das was Du willst?
    Ich hätte Dir eine so progressive Richtung gar nicht zugetraut.

  134. #134 Solarius
    14. April 2019

    Das “Dritte Geschlecht” ist offenbar auch ein Grund für eine Verfassungsbeschwerde:

    https://www.berliner-zeitung.de/berlin/brandenburg/parité-gesetz-piraten-kritisieren-diskriminierung-des-dritten-geschlechts-31984670

    SPD, Grüne und Die LInke in Brandenburg wussten, das das Gesetz verfassungswidrig ist. Trotzdem haben sie es verabschiedet.

    Im Grunde muß man sagen, das es sich bei diesen drei Parteien um verfassungsfeindiche Organisationen handelt.

  135. #135 Basilios
    Jūni Kokuki
    17. April 2019

    @Solarius
    Also mal ganz abgesehen davon, daß ich nicht gelesen habe, was da in der Berliner Zeitung hinter dem Link steht, weil die verlangen,daß ich meinen AdBlocker ausschalte, was ich ganz bestimmt nicht tun werde

    Nein, im Grunde muss man das nicht sagen