Jawohl, die Wissenschaft – oder, um genauer zu sein, ihr mehrheitliches Verständnis vom Klimawandel – war im Irrtum. Aber selbst ernannte “Klimaskeptiker”, die jetzt auftrumpfen wollen, liegen noch viel weiter daneben: Der Irrtum besteht darin, wie sehr sie die Dramatik des Klimawandels unterschätzt hat. Mehr darüber in diesem Beitrag der aktuellen New York Times: How Scientists Got Climate Change So Wrong.

(Der Beitrag, verfasst von dem Wissenschaftsautor Eugene Linden, wurde zwar in der Rubrik “Meinungen” veröffentlicht, ist aber eigentlich ein Gastbeitrag – d.h. er ist außerhalb der normalen redaktionellen Produktion entstanden, was aber nicht bedeutet, dass er nicht auf Recherche und auf Fakten beruht.)

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Kommentare (10)

  1. #1 rolak
    10. November 2019

    Och nee, das sah ja zuerst so aus, als würde der freundliche Onkel Jürgen eine grusel-spaßige Frühstücksunterhaltung präsentieren..

    Und dann wird man ganz gemein an einen Fehler erinnert, dem man selber ebenfalls erlag.
    ts ts ts


    Trotzdem danke ;•) ‘This is your one article preview’ – dann bleibt der tab halt bis nachher offen, sonst müßtmer ja noch ein freies SchmalzugriffKonto anlegen. Interessante Lösung für ‘Laufkundschaft’ wie in diesem Falle auch mich.

  2. #2 Michael
    10. November 2019

    “Jawohl, die Wissenschaft … war im Irrtum. ”

    Prima Verallgemeinerung. Damit können Sie allenfalls einen Rolak hintem Ofen vorlocken 🙂

  3. #3 H.Wied
    10. November 2019

    “Die Wissenschaft”, die gibt es so gar nicht. Das ist ein Konglomerat wissenschaftlicher Ergebnisse und der dazugehörigen Meinungen.
    Die New York Times ist auch keine feste Größe, deren Meinung ändert sich mit dem Chefredakteur.
    Aber , Hochachtung, wie man doch mit einfachen Mitteln, etwas Neues ankündigen kann.
    Jetzt haben sie(die New York Times) endlich das Geheimnis des Klimawandels entdeckt, die Wissenschaft, die hat sich geirrt.

  4. #4 Arthur Dent
    10. November 2019

    Das heißt also, wir können froh sein, dass Greta’s ‘How dare you?” bisher lediglich mit moderatem Ton und vorwurfsvollem Blick kam. Eigentlich müsste sie noch eine ganze Schippe drauflegen, damit auch die letzten Zyniker im 90 Stockwerk ihrer Elfenbeintürme aufwachen.

  5. #5 Beobachter
    10. November 2019

    zu # 4:

    ” … Eigentlich müsste sie noch eine ganze Schippe drauflegen, damit auch die letzten Zyniker im 90 Stockwerk ihrer Elfenbeintürme aufwachen.”

    So ist es.
    Denn diese misogynen Zyniker und Greta-Phobiker reiten lieber zur Ablenkung das Homöopathie-Pferd vollends zu Tode und machen sich über AfD-Hundekrawattenträger lustig.

    Denn alles gesellschaftlich Wesentliche wie Klimawandel/Rechtsextremismus/soziale Ungerechtigkeit betrifft sie ja nicht, meinen sie.
    Man hat ja schließlich seine Schäfchen schon im Trockenen, meinen sie.
    Bis ihnen ihr Eigenheim im Grünen beim nächsten Starkregen absäuft oder der Wald direkt dahinter abbrennt oder die Faschisten vor ihrer eigenen Haustür lärmend und zündelnd vorbeiziehen und es zum Bürgerkrieg kommt.
    Aber vielleicht bin ich selbst da noch zu optimistisch …
    Denn in den Elfenbeintürmen herrscht Tiefschlaf.
    Man legt sich höchstens, natürlich wegen des Umweltschutzes, ein neues, dickes E-Auto zu und freut sich über die Kaufprämie von bis zu 6000 €.
    Denn der Strom kommt ja ganz einfach aus der Steckdose, und wie sie hoffen, ja auch bald wieder aus Kernkraftwerken.

  6. #6 ralph
    13. November 2019

    Hmm. Eine menschheitgeschichtlich in ihrer Dynamik einmalige globale Klimaerwärmung, mit mehren lange bekannten Verstärkungsmechanismen, die sich gegenseitig aufschaukeln – (Also ehrlich, ich wundere mich seit etwa 30 Jahren, wie man das unterschätzen kann) -trifft auf eine Zivilisation, die gerade fast den ganzen Planeten bedeckt, von Kohle Öl und Erdgas zu 90% abhängig ist und sich zahlenmäßig demnächst noch einmal verdoppelt, bei absehbar massiv steigendem Energiebedarf sich entwickelnder Länder.

  7. #7 Basilios
    Kokoro Konekuto
    13. November 2019

    @ralph

    …trifft auf eine Zivilisation, die …sich zahlenmäßig demnächst noch einmal verdoppelt

    Das wird aller Voraussicht nach eher nicht passieren. Man darf davon ausgehen, daß die Weltbevölkerung sich bei rund 9-10 Milliarden einpendeln wird.
    Warum man davon ausgehen kann legt Hans Rosling in diesem Video eines TED-Talks sehr schön, überzeugend und unterhaltsam dar:
    https://www.ted.com/talks/hans_rosling_on_global_population_growth/

  8. #8 Stephan
    18. November 2019

    #5 Beobachter
    Selbstverständlich ist es völlig richtig, daß der Strom aus der Steckdose kommt.
    Allerdings kommt er für die E-Autos nicht aus Kernkraftwerken dort rein, sondern aus Braunkohlenkraftwerken ( vielleicht auch aus Steinkohlen- oder Erdgaskraftwerken).
    Natürlich steigt damit der CO2-Anteil des Verkehrs an der Gesamtemission weiter an. Sehr stark sogar.
    Für Beobachter ein lohnenswertes Ziel der Aufmerksamkeit.

  9. #9 ralph
    19. November 2019

    @Basilios
    Danke für den Hinweis. Obwohl ich Roslings Buch nach dessen Erscheinen mit Begeisterung gelesen habe, bin ich wieder in eine der Fallen getappt, die er dort beschreibt. Man orientiert sich an längst veraltetem Wissen, welches schon ins Weltbild gesickert ist.
    Die Menschheit wird sich hoffentlich unter 14 Mrd Menschen stabilisieren. Allerdings geht der Geburtenrückgang normalerweise mit höherem Wohlstand einher. (Ausnahme China mit restriktiver Geburtenkontrolle). Und solange Wohlstandsvermehrung mit dem erhöhten Verbrauch der fossilen Energie gekoppelt ist haben wir eine Problem.

  10. #10 Basilios
    Jūni Kokuki
    19. November 2019

    @ralph
    Ja, das Buch “Factfulness: Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist” von Hans Rosling habe ich auch gelesen. Das kann ich nur wärmstens empfehlen.

    Nach Rosling sollte für einen Geburtenrückgang auf ca. 2 Kinder pro Frau die folgenden Bedingungen erfüllt werden:
    – Den Zustand der größten Armut verlassen können
    – Rückgang der sehr hohen Kindersterblichkeit
    – Zugang der Frau zu Bildung und Familienplanung

    Ob in China die Geburtenkontrolle durch die Politik der Ein-Kind-Ehe tatsächlich zu kleineren Familien geführt hat, oder doch nicht eher die oben besprochenen Punkte wäre noch eine interessante, aber andere Diskussion.
    Das Problem durch erhöhten Verbrauch fossiler Rohstoffe sehe ich wohl, allein ich sehe nicht, wieso das ein Problem wäre, welches durch die Stabilisierung der Zahl der Weltbevölkerung verursacht oder verschlimmert werden würde. Ich sehe es genau umgekehrt:
    Das Einpendeln auf eine stabile Weltbevölkerung ist eine der (vielen) Grundvoraussetzungen dafür, daß wir überhaupt noch in eine längere Zukunft blicken können.