In der Mathematik gibt es unter anderem maßtheoretische Entropie, topologische Entropie, Volumenentropie, geometrische Entropie und noch einiges mehr. xkcd ist jetzt aufgefallen, dass der Begriff „Dynamische Entropie“ noch nicht belegt ist: Link: https://imgs.xkcd.com/comics/dynamic_entropy.png

Periodische Bahnen kommen in der Physik überall vor, von Planetenbahnen bis zum harmonischen Oszillator. In der Geometrie interessierte man sich zunächst im Zusammenhang physikalischer Anwendungen für geschlossene Geodäten. Poincaré bewies in seinen Arbeiten zum Dreikörperproblem, dass kleine Deformationen der runden Sphäre immer noch unendlich viele geschlossene Geodäten haben. Auch in Hadamards Arbeiten über Geodäten ging…

Spätestens seit Isaac Newton weiß man, dass jede kubische Kurve in die Form y2=x3+ax+b zu bringen ist und dass man für „elliptische Kurven“ – diejenigen, bei denen die rechte Seite keine mehrfache Nullstelle hat – ein Tangentenverfahren zur „Verdopplung“ sowie ein Sekantenverfahren zur „Addition“ von Punkten hat, mit denen aus einigen geratenen rationalen Lösungen viele…

Wenn man 55555 in den Taschenrechner tippt, dann das Inverse nimmt und anschließend den Sinus, bekommt man 3,141624×10-7. Wenn man 555555555 tippt, dann das Inverse nimmt und anschließend den Sinus, bekommt man 3,141592×10-11. Wenn man 5555555555555 eintippt, dann das Inverse nimmt und anschließend den Sinus, bekommt man 3,141592×10-15. Es fällt auf, dass die Zahl vor…

Die Funktionalanalysis entstand ursprünglich aus der Beschäftigung mit Integralgleichungen. Die dabei vorkommenden Integraloperatoren sind stetig, denn für lineare Operatoren sind Stetigkeit und Beschränktheit äquivalent. Die Theorie beschränkter Operatoren ist in vieler Hinsicht eine Verallgemeinerung der klassischen Matrizenrechnung (bzw. der linearen Algebra, die allerdings erst mit der Entwicklung der Funktionalanalysis ihre zentrale Stellung innerhalb der Mathematik…

Beim quadratischen Reziprozitätsgesetz geht es um die Lösbarkeit der Gleichung x2=p mod q. Für seine Formulierung verwendet man das Legendre-Symbol , welches 1 sein soll, wenn x2=p mod q eine Lösung hat, und -1 sonst. Dann besagt das Reziprozitätsgesetz für ungerade Primzahlen p,q. In ideal- und körpertheoretischer Sprache übersetzt sich x2=p mod q in die…

Dies ist ein kurzer Hinweis, dass um 18 Uhr die Live-Übertragung der FameLab Germany aus Bielefeld beginnt. Neun Wissenschaftler sollen in je drei Minuten ihr Gebiet möglichst unterhaltsam, korrekt und mitreißend erklären. Für die Mathematik ist Felix Günther von der TU Berlin am Start. Das Video unten sollte ab 17:55 den Livestream übertragen.

„Alle Quantenzahlen sind Kennzeichen von Gruppendarstellungen“ – mit diesem Postulat pflegte Hermann Weyl die Bedeutung der Gruppentheorie, besonders der Darstellungstheorie unitärer Gruppen auf Hilberträumen, in der Quantenmechanik zu betonen. Die Darstellungstheorie kompakter Gruppen wurde in den 20er Jahren vor allem von Hermann Weyl ausgearbeitet, aufbauend auf der von Élie Cartan entwickelten Darstellungstheorie einfacher Lie-Gruppen. Am…

Werteverteilungstheorie fragt danach, wie oft ein Wert a von einer Funktion f:C—->C angenommen wird. Für Polynome liefert der Fundamentalsatz der Algebra eine Werteverteilungstheorie: Ein Polynom vom Grad d hat (mit Vielfachheiten gezählt) genau d Nullstellen und nimmt auch jeden anderen Wert (mit Vielfachheiten gezählt) d-mal an. Weiter hat man auch eine quantitative Aussage: das Maximum…

Mathematische Statistik wurde im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert von Anwendern als Methodenlehre entwickelt. Im klassenbewußten England waren dabei Arbeiten zur Rassenlehre, Eugenik und Vererbung von Hochbegabungen eine wesentliche Triebkraft. Mathematisch lag der Schwerpunkt auf Verfahren, die auf bestimmte Klassen von Verteilungen (charakterisiert durch einen endlich-dimensionalen Parameter) zugeschnitten sind. Sir Francis Galton, der als…