Cornelius Courts

scienceblogs.de/bloodnacid

Cornelius Courts ist Biologe. Er hat in Köln studiert und promoviert.
Zur Zeit arbeitet er am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bonn als Forensischer Genetiker. Er befasst sich mit dem Plötzlichen Kindstod, DNA-Spuren
im Waffenlauf und forensischer Micro-RNA-Analytik.

Sonntagsklassik

Einen schönen Sonntag allen LeserInnen. Es ist Hochsommer, Ventilatoren summen, wo es dafür selbst Fliegen zu heiß ist, ermattet konsumiert man Fruchtcocktails und allerorten riecht es entweder nach Grillgut oder Kokosaroma (oder beidem). Wer nun versteht, warum ich das für einen idealen Zeitpunkt zum Vorführen von Totenmessen halte, ist mir Schwester oder Bruder im Geiste…

Fake-Detektoren, also Geräte, die mit geheimer Technik oder durch die übersinnlichen Kräfte ihres Bedieners angeblich irgendwie irgendetwas aufspüren können, gehören gleichermaßen aber aus unterschiedlichen Gründen zu Pseudowissenschaftlers wie Skeptikers Lieblingen. Dabei gibt es Unmengen verschiedene solcher „Detektoren“, darunter natürlich die gute alte Wünschelrute aber auch so erstaunliche Verfahren wie die „Männliche-Jungfernschaft-Detektion“. Ähnlich bizarr, aber weniger…

Sonntagsklassik

Einen schönen Sonntag allen LeserInnen. Am vergangenen Mittwoch hatte ich ja eine denkwürdige Begegnung mit militärischem Brimborium, womit ich eigentlich recht wenig anfangen kann, genausowenig, wie mit Militärmusik und Märschen. Dennoch gibt es einige wenige, die schön sind. Z.B. Schuberts “Militärmarsch”, hier mal in einer Arrangierung für 8 Hände Und dann gibt es natürlich das…

Drei Jahre ist es jetzt her, daß ich hier vom Knochen aus der Tiefe berichtet habe, diesem sterblichen Überrest, der 2008 vom Kampfmittelräumdienst aus dem Laacher-See geborgen wurde und sehr wahrscheinlich zu einem Besatzungsmitglied eines englischen Halifax-Kampfflugzeugs gehörte, das mitten im Zweiten Weltkrieg über der Eifel abgeschossen worden, in den See gestürzt und darin versunken…

Sonntagsklassik

Einen schönen Sonntag allen LeserInnen. Kürzlich erst haben wir dem zwischenepochalen Gluck zugehört, der im Übergang vom Barock zur Klassik musizierte. Ein anderer Nischenbewohner, allerdings zwischen Renaissance und Barock, soll heute, nach Hummeln und Geigen, wieder etwas Besinnlichkeit in die Sonntagsklassik bringen:  C. Monteverdi, dessen “L’Orfeo” nicht nur einer der ersten Opernhöhepunkte der Musikgeschichte war…

 Warnung: in dieser Reihe stelle ich schräge, drastische, extreme oder auf andere Weise merkwürdige Studien und Fallberichte vor, die die Forensischen Wissenschaften in ihrer ganzen Breite und Vielseitigkeit portraitieren sollen, die aber in ihrer Thematik und/oder den beigefügten Abbildungen nicht für alle LeserInnen geeignet sind und obgleich ich mich stets bemühen werde, nicht ins Sensationalistische…

Sonntagsklassik

Einen schönen Sonntag allen LeserInnen. Letzte Woche habe ich von Paganinis abnormen Händen berichtet. Höchste Zeit also, sich seiner extremen Musik zuzuwenden zumal er bis jetzt ja in der Sonntagsklassik nur vorkam, indem ich Kissin – allerdings auf dem Flügel –  sein Glöckchen läuten ließ. Seine 24 Capricen für Violine sind so atemberaubend schwer, daß…

Molekularbiolyrik VI

Next Generation Sequencing Jetzt gibt es eine neue Art zu lesen, sang(er)los doch klangvoll: Sequenzieren der nächsten Generation: erst kopieren, dann lesen (parallel!), dann alignieren. Die Säurenbücher aller Lebewesen tun sich uns auf, auch der, die längst gewichen (wer weiß, ob man sie dereinst neu erweckt?): und folgt man den uralten Federstrichen, die uns die…

Die Hände des Teufelsgeigers

„Besonders auffällig ist die Dehnbarkeit der Bänder der Schulterkapsel und die Laxheit der Bänder, die die Hand mit dem Unterarm verbinden, sowie die Handwurzel- und Mittelhandknochen und die Fingerglieder miteinander. Die Hand ist zwar nicht länger als normal, kann aber ihre Reichweite durch die Flexibilität all ihrer Gelenke verdoppeln. Dies verleiht zum Beispiel den vordersten…

Hilfe, ich muß nach Bayern!

Vom 26.6. – 28.6. werde ich an der Jahrestagung der DGAB teilnehmen. Da diese dieses Jahr in Freising stattfindet, werde ich wohl oder übel auch dorthin müssen Den Donnerstag- und Freitagabend habe ich aber frei. Daher meine Frage an die Leserschaft: was kann man in Freising unternehmen, was sollte ich mir ansehen und was sollte ich…