Marcus Anhäuser hat in seinem ScienceBlog Plazeboalarm ja schon das um- beziehungsweise Kopf-auf-Tischkante-hauende Klimawandel-Konzept der AfD vorgestellt. Hier noch einmal ein Kernsatz daraus:

Kohlendioxid (CO2) ist kein Schadstoff, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens.

Mensch, dass wir da nicht früher drauf gekommen sind! Mit diesem Argument – x ist nicht schädlich, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens -> ergo kann (hier das zuzuordnende Katastrophenszenario einfügen) nicht wirklich eine Gefahr sein – lassen sich so viele gefährliche Situationen eliminieren! Nehmen wir Wasser: Das ist, wie wir alle wissen, für irdisches Leben unverzichtbar, folglich kann es niemals gefährlich werden – Ertrinken oder Flutkatastrophen sind demnach Gefahren, die nur von der Wasseralarmistenlobby hochgespielt werden. Mal schauen, wie viele solcher “unmöglichen”Szenarien wir hier zusammenstellen können:

Wasser -> Ertrinken, Flut
Feuer -> Wald- und andere Flächenbrände, Verbrennungen
Luft -> Stürme
Sonnenlicht (UV-Licht) -> Sonnenbrände, Hautkrebs, Dürren
Blut -> Gehirnschlag
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Wer hat noch mehr Ideen? Bitte in den Kommentaren mit uns teilen.

flattr this!

Kommentare (12)

  1. #1 Sulu
    16. März 2016

    Z.b. beim Tauchen wird’s mit Sauerstoff recht brenzlig, in bestimmten Tiefen. Stickstoff sowieso…

  2. #2 rolak
    16. März 2016

    dass wir da nicht früher drauf gekommen sind

    Nu ja, andere schon vor Jahren – ebenso unbeeinflußt von der Realität. Doch zurück zur Frage:

    NatriumChlorid, besser bekannt als Speisesalz ist (wie schon der Name unzweifelhaft belegt) ein unverzichtbarer Bestandteil des Lebens – also muß die ChlorChemie endlich von den sie einzwängenden Auflagen befreit werden!

    Blei ist schon wegen den die Gardinen germanisch korrekt vor den Fenstern hängen lassenden Schnüren ein unverzichtbarer Bestandteil des Lebens – weg mit dem BioBenzin und den anderen den Fahrspaß beschneidenden Einschränkungen!

    Nach der von unseren wissenschaftsgläubigen Kritikern so sehr angebeteten Evolution setzt sich doch das Bessere auf Dauer durch, sie wäre also ein unverzichtbarer FörderTeil des Lebens – also weg mit der lästigen Gleichbehandlung und Förderung von Unwertem!

    (und jetzt mein Liebling)

    Schon allein weil er der drohenden Überbevölkerung der Erde stabil entgegenarbeitet, ist der Tod ein unverzichtbarer Bestandteil des angenehmen Lebens – also Tod allen unseren Gegnern!

  3. #3 MX
    16. März 2016

    Blödsinn ist ein unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens der AfD, daher unschädlich.

  4. #4 InSekt(en)
    16. März 2016

    Cholesterin und Donald Trump

  5. #5 Marcel
    16. März 2016

    Eisen -> Schusswaffen
    Kohlenstoff -> Ruß
    Wasserstoff/ Sauerstoff -> Wasserstoffperoxid

    Auch Säuren oder Spurenelemente wie Chlor oder Schwefel. Unverzichtbar, daher völlig ungefährlich.

    Der Umkehrschluss ist auch interessant. Beispiel:
    Sauerstoff ist für eines der größten Massensterben der Erdgeschichte verantwortlich, also fodere ich den sofortigen Verbot ebendieses Stoffes!!! (Forderungen sind nur wirksam mit drei Ausrufezeichen.)

  6. #6 Volltrunk
    Feldkirchen
    16. März 2016

    Wissen (gesichertes, das) -> Internet 😉

  7. #7 Jan
    16. März 2016

    Sex –> Vergewaltigung

  8. #8 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2016/03/16/erzaehl-mir-nix/
    17. März 2016

    Wieso so destruktiv? Lasst uns einfach überlegen, wie wir die Regenwälder in die entsprechende Höhe bringen (Stratosphäre? Bin auf dem Feld ein Dilettant). Wie hoch kommt man denn mit Luftschiffen? Erde muss man wohl, neben dem Gehölz, auch da hoch bringen. Und Regen. Könnte etwas kalt sein da oben, aber dank der Wälder könnte man diese da oben ja brandroden, damit sie nicht erfrieren.
    Beim Abbrennen entsteht natürlich zusätzliches CO2, wodurch die Wälder da oben noch schneller wachsen.

  9. #9 Hobbes
    17. März 2016

    Der Körper produziert auch winzige Mengen Alkohol selber.
    Muss also gut sein Juhu!
    Da muss ich mich doch glatt mal schlau machen welche harten Drogen nur Körpereigene Stoffe verwenden… Da könnte man ja glatt noch anfangen sich gesund zu ernähren!

  10. #10 fherb
    17. März 2016

    Erst der erhöhte Sauerstoffgehalt in der Luft hat es möglich gemacht, dass sich evolutionär komplexeres und höherintelligentes Leben entwickeln konnte. Also ich wäre dafür, den Sauerstoffgehalt wieder zu reduzieren. Dann sind die AFD-Anhänger gänzlich unter sich und keiner stört sich dran, weil das intelligente Leben ausgestorben ist. 😉

  11. #11 ralph
    19. März 2016

    Ach wie lustig. Schwachsinn – als solcher leicht erkennbar – ist meist harmlos.
    Anders sieht es mit populistischen Propagandafeldzügen von Greenpeace & Co aus. Das richtet wirklich Schaden an und liefert den Leugnern das erwünschte Lagerdenken frei Haus. Wer die Folgen des Klimawandels auch nur erahnt, muss natürlich zuerst die Kohledreckschleudern ausschalten und dann deutsche KKWs. Da brauchts nichtmal eine Risikoabwägung oder zahlemässige Vergleiche von Kern- und Kohlekraftopfern. Es ist eindeutig, der Klimawandel ist irreversibel und wird hunderte Millionen von Opfern kosten.

  12. #12 Joseph Kuhn
    http://scienceblogs.de/gesundheits-check/
    20. März 2016

    @ ralph:

    Bei aller Sympathie für eine rationale Technikfolgenabschätzung bei der Kernenergie, aber seit wann leisten denn “Greenpeace & Co.” Vorurteilen zugunsten von Kohlekraftwerken Vorschub? Aktivitäten wie z.B. die von Greenpeace vor einiger Zeit beauftragte Studie zu den gesundheitlichen Folgen der deutschen Kohlekraftwerke wirken für mich jedenfalls nicht wie Werbung für die Kohle. Als Argumentationshilfe für Sie: Sie sollten jetzt nicht antworten, “o.k., stimmt auch wieder”, sonst kommt man nur ins Nachdenken über die komplizierte Welt ohne einfache Lösungen, sondern auf methodische Schwächen der Greenpeace-Studie hinweisen, das lenkt erfolgreich ab.

    OT: Witzigerweise kamen bei der Greenpeace-Studie bei den Kraftwerken fast genauso viele vorzeitige Sterbefälle heraus wie beim Passivrauchen: 3.100.