Das Thema ist – leider – ein Dauerbrenner: Ausgerechnet in dem Land, das den Jugendschutz scheinbar so ernst nimmt, dass Kinder unter unter 12 Jahren nicht allein zu Hause gelassen werden dürfen (in Florida wird elterliche Aufsicht sogar bis zum 18. Lebensjahr staatlich nahe gelegt), dass man unter 21 Jahren keinen Alkohol und keinen Tabak konsumieren darf, dass zum Schutz der Jugend sogar das ansonsten streng gehütete First Amendmend ausgehebelt wurde – ausgerechnet dieses Land, genauer gesagt, eine nicht unerhebliche Zahl seiner Bundesstaaten, findet nicht nur nichts dabei, Kinder in den Schulen mit Prügeln zu bestrafen. Schlimmer noch: Wie man aus dem nachstehend abgebildeten Formular aus dem Bundesstaat Alabama sehen kann, gilt es durchaus als der Normalfall, dass Kinder mit Schlägen, verabreicht typischer Weise vom Schulleiter, gezüchtigt werden. Wenn Eltern versäumen, ihr Nicht-Einverständnis ausdrücklich und schriftlich zu erklären, gilt dies als Zustimmung zur Prügelstrafe:
motherlode-spanking-redacted-blog480
Pruegelstrafe

(

Quelle

)

Das ist umso schändlicher, als es vor allem die besonders Hilfsbedürftigen schwerer trifft als “normale” Schüler. Und auch die Idee, dass diese Härte unerlässlich sei, um Kinder auf den rechten Weg etc. zu bringen, ist ein tragischer Irrtum, wie dieses Paper belegen kann (mehr dazu auch hier).

Und ja, ich kenne das Argument, mit dem prügelnde Erzieher (?) ihre Körperverletzung gerne begründen: “Mir hat das auch nicht geschadet!” Doch ihr Verhalten beweist genau das Gegenteil – denn man muss schon irgend einen psychischen Defekt haben, wenn man Kinder schlägt.

flattr this!

Kommentare (73)

  1. #1 Spritkopf
    15. Oktober 2013

    Habe mir mal die Webseite dieser Schule angeschaut. Und welche Passagen springen einem gleich auf der Startseite entgegen?

    A relevant curriculum will be taught based on thinking and reasoning skills. This will take place in a positive environment recognizing the individual differences in children.

    Und noch besser:

    Respect for each individual is fundamental to teaching and learning.

    Ganz bestimmt.

  2. #2 Eheran
    15. Oktober 2013

    Wenn man was ausgefressen hat und bestraft werden muss und die Eltern dann “du du du” machen… welchen erzieherischen Effekt hat das?
    Eltern machen das wegen allem möglichen, weil man sein Kind vor allem bewahren will. Richtig über die Straße gehen, nicht mit dem Messer rumspielen, die Streichhölzer liegen lassen, die Tapete nicht bemalen oder sonstwas, was man halt nicht will. Das es dann ein paar auf den Hintern gibt ist für mich verständlich, es ist einfach die nächste Eskalationsstufe.
    Heute ist wohl psychologische “Kriegsführung” ganz schick – was das der Persöhnlichkeit eines Kindes wohl alles tun kann?
    Sicher mehr, als mal 5min ein Aua zu haben.

    Evtl. stelle ich mir unter “Prügelstrafe” auch nicht das Gleiche vor, daher ein konkretes Beispiel:
    Kind kokelt rum -> Brandloch im Teppich.
    Gibt sofort 5 auf den Hintern, es wurde oft genug gesagt, dass man nicht mit Feuer spielen darf. Eure alternative dazu würde mich jetzt sehr interessieren.

  3. #3 Adent
    15. Oktober 2013

    @Eheran
    Eine Alternative ist, mit dem Kind zusammen rumkokeln, macht Spaß, echt jetzt ich hab ja früher auch gern gekokelt und durfte das im Beisein meiner Mutter/Vater auch tun. Und zwar so, daß der Teppich nicht ankokelt, dazu kokelt man zum Beispiel auf einer feuerfesten Unterlage.
    Wenn man natürlich als Kind (so wie sie anscheinend, bitte erklären Sie mir sonst schlüssig, wie sie auf die hanebüchene Idee kommen, daß Prügel ein geeignetes Erziehungsmittel sind) das kokeln (oder was auch immer in der Preisklasse) immer verboten bekam und bei Zuwiderhandlung Schläge, ja dann wundert es mich nicht, solche Kommentare wie den ihren zu lesen.
    Weil es schon immer gut zur Erziehung der Kinder getaugt hat sie zu schlagen ist es heute immer noch gut, habe ich sie richtig verstanden?
    Sonst gehts ihnen aber noch gesund oder?

  4. #4 Adent
    15. Oktober 2013

    Achso, ansonsten stimme ich Jürgen vollumfänglich zu,

    man muß schon einen gewissen psychischen Defekt haben wenn man Kinder schlägt.

  5. #5 Orci
    15. Oktober 2013

    Immer wieder wird von manchen Leuten so getan, als gäbe es nur Prügel oder gar nichts machen. Haben deine Eltern Dir nie etwas weggenommen, was Du gern hattest, um dich zu bestrafen (Spielzeug, Comupter, Telefon sofern vorhanden,…)? Dir nie etwas verboten, was Du gern getan hättest (Besuch von irgendwas, was Du gern machst, Sport, etc.)?Dich vor die Wahl gestellt, etwas zu tun, was Du nicht wolltest, bevor etwas von dem obigen passiert (Entweder machst Du die nächste Woche jeden Tag A oder ich nehme Dir B weg)? Oder hältest Du das allen Ernstes für psychologische Kriegführung, die schlimmer ist als Körperstrafen(von den psychischen Problemen, die die mit sich bringen ganz zu schweigen).

    Kennst Du Deine Kinder wirklich so schlecht, dass Dir nichts anderes einfällt?

    Wie die Prügelstrafe an amerikanischen Schulen konkret aussieht, kann man übrigens sehen, wenn man bei Google nach “Corporal Punishment In American Schools” sucht.

  6. #6 Waldschrat
    15. Oktober 2013

    Na ja gut…Alabama…..da fand man es auch recht lange unproblematisch, Menschen wegen zu dunkler Haut die Grundrechte abzusprechen.
    Ich denke, es hat grundsätzlich etwas mit einem bestimmten Autoritätsverständnis zu tun. Menschen mit Respekt und auf Augenhöhe zu begegnen, wenn sie hierarchisch auf einer unteren Stufe verortet werden fällt Menschen wohl öfters sehr schwer.
    Außerdem sind Menschen, die anfällig für Gottesgeschichten sind, auffällig oft respektlos gegenüber ihrem Nachwuchs. Denn wer einer Autorität zugesteht, fast die Ganze Menschen im Zorn ersäufen zu dürfen, dem wird natürlich die Tracht Prügel wie eine Nichtigkeit vorkommen. Und ich habe gehört, dass es auch in Europa noch Eltern gibt, die ihren Kindern die Sintflutgeschichte erzählen…..
    Und es fällt manchmal wirklich schwer einem die Grenzen austestenden, sich provovozierend verhaltendem Kind die Nerven zu behalten. Aber wenn man nicht mal den Anspruch an sich selbst hat, das Problem gewaltfrei zu lösen, ist man ein armer Tropf.
    Nicht vergessen sollte man aber auch, dass psychischer Druck ohne direkte körperliche Gewaltanwendung auch nicht ohne ist. Eltern sind eben oft überfordert: da ist der Anspruch, den man an sich selbst hat, leider auch nicht immer zu halten.

  7. #7 fuchsimschnee
    berlin
    15. Oktober 2013

    @Eheran

    na ja, nach deiner logik müsstest du für deinen kommentar, den du ausgefressen hast, dir 5 auf den hintern geben.

  8. #8 Hobbes
    15. Oktober 2013

    Ich selber habe zwar keine Kinder, aber einige Jahre Kinder und Jugendliche als Ehrenamt betreut.
    Dadurch bin ich mir der Tatsache bewusst geworden, das wenn man es darauf anlegt man verbal doch weit mehr schaden anrichten kann als mit dem “klapps auf den Hintern”
    Trotzdem ist es richtig körperliche Gewalt komplett zu ächten. Denn im Gegensatz zur anderen Gewalt richtet diese auch bei richtiger Anwendung schaden an. Einzig bei Individuen welche körperliche Gewalt aus ihrem sonstigen Umfeld als normal erachten könnte dies anders sein. Da würde ich allerdings mal beim sonstigen Umfeld ansetzen.

    Anders als viele Pädagogen finde ich jedoch körperliche Strafarbeiten sinnvoll (und sei es nur Straße fegen. Aber bei Jungs wirkt löcher Buddeln wunder). Nicht jeder Aspekt einer physischen Strafe ist gleich zu setzen mit körperlicher Gewalt. Bei ganz schweren Fällen finde ich sogar “erzwungenes nichts tun” in Ordnung. Sprich “stille Treppe” wobei ich nicht weiß in wie fern das noch legal ist.

    Allerdings ist es hier in dem Schreiben ja durchaus sehr klar wie das zu verstehen ist. Und das ist verachtenswert!

  9. #9 Eheran
    15. Oktober 2013

    Schön drum herum geschifft Adent, aber im Beispiel ist es passiert. Oder irgendetwas anderes, was das Kind nicht darf und ggf. auch hätte deutlich schlimmer ausgehen können.
    Dass ich mit Kindern kokel(-n würde), insbesondere mit großen Fresnellinsen inkl. Augenschutz, ist dabei völlig irrelevant.

    Es geht darum, was die nächste Eskalationsstufe ist, wenn das Kind es trotz Ermahnung mutwillig tut. Soll ich dem Kind alles wegnehmen, sämtliche Spielsachen (wohin damit?) usw. usf. und das Freizeitprogramm beschneiden?
    Was tut das Kind dann in der Langeweile – etwa nur brav rumsitzen und alles über sich ergehen lassen oder eher einfach nochmal was verbotenes tun, z.B. die Spielsachen wiederholen oder eben kokeln?
    Was kommt dann? Drohen mit noch längerem Spielzeugentzug?

    “als gäbe es nur Prügel oder gar nichts machen.”
    Wer tut denn hier so?
    Für 5 Fälle im Leben eines Kindes sind halt ein paar Schläge auf den Hintern die angebrachte Bestrafung. Warum sollte man das so massiv vertreufeln wie einige es hier machen? Welche Grundlage gibt es dafür?
    Eine Alkoholabhängies Familienmitglied, das wahllos um sich schlägt, verteidige ich damit sicher nicht. Das ist ein ganz anderes Problem als angemessene Bestrafung in Sonderfällen.

  10. #10 Orci
    15. Oktober 2013

    “Corporal Punishment” meint aber genau das – physische Gewalt. Sonst würde man’s vermutlich “Labour” nennen. Und letzten Endes wird der Begrif ja auch praktisch immer so benutzt.

    Was Du unter körperlichen Strafarbeiten verstehst, kenne ich aus ähnlicher Erfahrung auch habe auch schon erlebt, dass es sinnvoll sein kann. Ich möchte mich ein bisschen aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass es nicht unwichtig und mindestens hilfreich ist, dass das Kind die Strafe schluckt und annimmt, anstatt gleich dagegen zu rebellieren. Grade Jungs sind dafür ziemlich empfänglich.

    Allgemein hab ich erlebt, dass je früher man sein Handeln dem (oder seinem) Kind gegenüber begründet und ihm hilft, die Ereigniskette zu begreifen, die es evtl. anstößt (Im Beispiel: Zündeln -> Teppich brennt -> Zimmer brennt -> Haus brennt ab -> Schaden ist nicht wieder gut zu machen), desto weniger Probleme hat man mit ihm. Dann hilft man ihm zu verstehen, warum die konkrete Tat falsch war. Die Transferleistung, dieses Konzept auf andere Sachen anzuwenden, schafft es dann viel leichter.

  11. #11 Orci
    15. Oktober 2013

    “als gäbe es nur Prügel oder gar nichts machen.
    Wer tut denn hier so?”

    Ich finde

    “Wenn man was ausgefressen hat und bestraft werden muss und die Eltern dann “du du du” machen… welchen erzieherischen Effekt hat das?”

    und drei Sätze später:

    “Das es dann ein paar auf den Hintern gibt ist für mich verständlich, es ist einfach die nächste Eskalationsstufe.”

    Klingen genau danach.

  12. #12 Bloody Mary
    15. Oktober 2013

    Eheran hält “in 5 Fällen” ein paar Schläge auf den Hintern für” eine angebrachte Bestrafung”. Es ist in einigen Gesellschaften flächendeckend verankert, dass Gewalt und Einschüchterung „normale“ Mittel zur Zielerreichung seien. Aus dieser Sicht geht das Schlagen von Kindern natürlich in Ordnung (aus religiöser (s. a. Luther) und nationalsozialistischer Sicht (s. a. Johanna Haarer) ist es sogar heilige Pflicht).

    Ich denke im Gegensatz zu Eheran, dass sich die Ausübung körperlicher Gewalt nicht durch den Hinweis auf die Zerstörungskraft psychischer Gewalt legitimieren lässt.

    Kinder zu schlagen halte ich für grundfalsch, auch, wenn ich nachvollziehen kann, wenn einem aus Stress und Überforderung mal die Nerven durchgehen, und man seinem Nachwuchs einen Klaps verabreicht. Das war dann aber keine Erziehungsmaßnahme, sondern ein durch Nervenversagen bedingter, hoffentlich singulärer Elternfehler, für den man sich bei seinem Kind entschuldigen kann und sollte.

  13. #13 Bloody Mary
    15. Oktober 2013

    @Orci

    Allgemein hab ich erlebt, dass je früher man sein Handeln dem (oder seinem) Kind gegenüber begründet und ihm hilft, die Ereigniskette zu begreifen, die es evtl. anstößt, desto weniger Probleme hat man mit ihm. Dann hilft man ihm zu verstehen, warum die konkrete Tat falsch war. Die Transferleistung, dieses Konzept auf andere Sachen anzuwenden, schafft es dann viel leichter.

    Da nennst Du genau den zentralen Punkt.
    Konsequente Erziehung ist ganz was anderes als gewalttätige Erziehung, aber immer alles zu erklären und sich geeignete Konsequenzen zu überlegen ist halt deutlich mühsamer als mal eben zuzuschlagen.

  14. #14 jochen
    15. Oktober 2013

    @Eheran

    Gegenfrage: Was machst du, wenn das Kind nach den 5 Schlägen auf dem Hintern weiter kokelt?

    Du hälst an der irrgien Ideen fest, das Schläge eine wirkungsvolle Bestrafung sind und immer dann Erfolg haben, wenn andere Mittel versagen. Das ist aber nicht so. Das einzige was das Kind lernt ist, wenn ich kokel und Papa erwischt mich, gibt es 5 Schläge auf dem Hintern. Lösung: Ich kokel da, wo Papa mich nicht erwischt.

  15. #15 Eheran
    15. Oktober 2013

    Eure Vorgehensweise im Beispiel habt ihr übrigens immer noch nicht genannt.
    An einer Anwort bin ich immernoch sehr interessiert.

    “Es ist in einigen Gesellschaften flächendeckend verankert, dass Gewalt und Einschüchterung „normale“ Mittel zur Zielerreichung seien.”
    Das halte ich für genauso verwerflich wie eine Mutter, die ihrem Kind alles verbietet (völlig ohne jede körperliche Gewalt). So kann man nicht zu einem selbstständigen Menschen heranwachsen, aber genau das findet immer öfter statt. Aktuell sind z.B. GPS Tracker, mit denen man sein Kind immer verfolgen kann und das Alarm schlägt, wenn das Kind ein bestimmtes Gebiet verlässt.
    Früher ist man einfach nach Draußen und Abends wieder nach Hause gekommen, das war ganz normal. Sowas verstehe ich auch unter psychischer Gewalt. Die Entwicklung des Kindes behindern. Nun hat man also weniger körperliche Gewalt, dafür mehr derartige Auswüchse. Dagegen geht leider keiner vor.

    “Konsequente Erziehung ist ganz was anderes als gewalttätige Erziehung”
    Volle Zustimmung.

  16. #16 Eheran
    15. Oktober 2013

    “Das einzige was das Kind lernt ist…”
    Das gleiche kann man von absolut jeder Strafe behaupten.
    Zumindest bei mir war es aber nicht so.

    Es funktioniert dann, wenn es eine Ausnahme ist die bei grobem Fehlverhalten zum Zuge kommt. Das ist genau der Punkt. Es ist nichts, was alltäglich ist und daher ein entsprechend deutliches Zeichen.
    Wenn ich wegen jedem Pups haue, Spielzeug wegnehme und/oder Stubenarrest gebe, dann funktioniert das alles nicht mehr.
    Wenn die letzteren 2 aber schon für leichtes und mittleres Fehlverhalten stehen, dann muss nunmal auch eine Steigerung für derartiges vorhanden sein.
    Das Kind muss verstehen, dass kokeln und Autoschlüssel verstecken beides falsch ist, aber fundamental unterschiedliche Konsequenzen hat.
    Wenn das Kind für beides die gleiche Strafe bekommt, dann mangelt künftig womöglich an Ehrfurcht vor einem abbrenenden Haus oder das Kind wird später extrem Ängstlich, was das verlegen von Schlüsseln angeht? Wird zu theoretisch.

  17. #17 jochen
    15. Oktober 2013

    @Eheran

    Man kann keine Vorgehensweise nennen, weil Erziehung nicht simplen Ursache-Wirkung Prinzipien unterliegt. Damit ein Kind lernt, dass das Kokeln auf Papas Teppich sich nicht gehört, bedarf es einen längeren Umgang mit dem Kind.

    Was du hören willst, ist ja was ist wenn das und das und das versagt, ja was macht ihr denn dann. Ich kann es dir nicht sagen, weil ich weder das Kind noch die Erziehung aus deinem Beispiel kenne. Da du es aber aufgestellt hast und das Beispiel gut kennst, wirst du mir bestimmt sagen:

    Was machst du, wenn das Kind nach 5 Schlägen auf dem Hintern noch nicht gelernt hat, dass das Kokeln auf Papas Teppich verboten ist?

  18. #18 Hobbes
    15. Oktober 2013

    “dass je früher man sein Handeln dem (oder seinem) Kind gegenüber begründet und ihm hilft, die Ereigniskette zu begreifen”
    Zitat Orci #10

    Es ist immer wichtig Menschen zur Mündigkeit zu verhelfen. Gerade die potentiellen Auswirkungen der eigenen Handlungen zu begreifen ist wichtig. Aber das Kind muss die Strafe auch unabhängig von der Kausalkette akzeptieren.
    Menschen und gerade Kinder müssen Regeln akzeptieren weil dies Regeln sind. Der Sinn der Regel darf und muss natürlich in Frage gestellt werden, aber nicht in dem Moment in dem gegen diese Regel verstoßen wurde. Ich habe es da immer so gehalten, erst nörgeln und Umstände Herausfinden, dann die Strafe aussprechen und nachdem diese akzeptiert wurde erst anfangen sich zu erklären.
    Denn niemand kann den Sinn aller Regeln begreifen, (Und das ist eine sehr wichtige Erkenntnis) auch darf sich niemand eigenmächtig über Regeln hinwegsetzen nur weil sie gerade nicht sinnvoll scheinen und dann erwarten nicht bestraft zu werden. (über eine rote Ampel fahren, nur weil gerade kein anderes Auto kommt.)

    Autorität bedeutet gerade sich nicht erklären zu müssen. (Sie entsteht aber dadurch sich im Nachhinein stehts erklären zu können. Natürlich nur sofern diese nicht auf Gewalt beruht.)
    Es ist zwar schön zu denken man würde immer auf Augenhöhe mit einander kommunizieren können, aber das ist selten der Fall. Es bringt dann nichts Hierarchien zu verwässern nur um weiter “der Freund” seien zu können.

  19. #19 Bloody Mary
    15. Oktober 2013

    @Eheran
    “Eure Vorgehensweise im Beispiel habt ihr übrigens immer noch nicht genannt.”.

    Das stimmt doch gar nicht, siehe Kommentare #5 und #8.

    Die Überbehütung, die Du ansprichst, sehe ich auch als ein ernsthaftes Problem an (allerdings nicht als psychische Gewalt, sondern als einen Ausfluß elterlicher Ängste). Und um mich zu widerholen, das Vorkommen eines überbehütenden Erziehungsstil rechtfertigt in keinster Weise einen prügelnden.

  20. #20 Bloody Mary
    15. Oktober 2013

    @Hobbes
    “Ich habe es da immer so gehalten, erst nörgeln und Umstände Herausfinden, dann die Strafe aussprechen und nachdem diese akzeptiert wurde erst anfangen sich zu erklären.”

    Das verstehe ich jetzt nicht richtig: wenn man vorher erklärt, weshalb das Kind etwas nicht darf und ihm in einem nächsten Schritt auch die entsprechenden Konsequenzen für sein Verhalten in Aussicht stellt, ist es hinterher nicht mehr von Nöten, sich zu erklären.

    Als eins der wichtigsten Erziehungsziele sehe ich, das auf keinen Fall irgend etwas blind befolgt werden sollte, auch keinen Regeln. Daher sollten Sie vorher verständlich und genau erklärt werden und nachher deren Befolgen konsequent durchgesetzt.

    Es ist zwar schön zu denken man würde immer auf Augenhöhe mit einander kommunizieren können, aber das ist selten der Fall.

    Auf Augenhöhe mit Kindern kommunizieren bedeutet für mich, dass ich ihnen exakt denselben Respekt und die Würde zukommen lasse, die ich für mich selbst gern in Anspruch nehmen würde. Auf Augenhöhe kommunizieren bedeutet für mich, den Kindern beizubringen, dass das vor allem auch eine auf Gegenseitigkeit beruhende Geschichte ist:

    Auf Augenhöhe mit Kindern kommunizieren bedeutet für mich nicht, dass eine symmetrische Beziehung vorläge.

  21. #21 Eheran
    15. Oktober 2013

    “Was machst du, wenn das Kind nach 5 Schlägen auf dem Hintern noch nicht gelernt hat, dass das Kokeln auf Papas Teppich verboten ist?”
    Das führt in die gleiche Spirale wie “Was du hören willst, ist ja was ist wenn das und das und das versagt, ja was macht ihr denn dann.”
    Und daher ist es irrelevant.

    Zu #8: Kann es sein, dass Beiträge erst verspätet freigeschaltet werden?
    So, wie aktuell einer von mir noch nicht erschienen ist? (wäre #16)
    Ich hatte #8 nämlich bei und nach Absenden von #9 nicht gesehen.

    Ansonsten sehe ich hier eine große übereinstimmung der Ansichten, sicherlich mit kleinen Variationen. Mit großer Schnittmenge hin zu einem selbstständigen Menschen, der auch Verantwortung für seine Handlungen übernimmt.

    #17 Mag ich diesbezüglich nicht, denn das ist einfach schrecklich.
    Man kann nicht alle Gesetzte und Regeln kennen und sie daher auch nicht zwangsläufig befolgen. Was du forderst ist nicht möglich.
    Vielmehr sollte man immer das richtige tun, statt sinnlos irgendwelche Gesetze zu befolgen. Nachts um 3 Warte ich (als Fußgänger) nunmal nicht an einer völlig leeren Ampel. Es ist schlicht Unsinn, blinden Gehorsam an zu erziehen oder zu verlangen. Jeder muss in Freiheit leben können und im Gegenzug im Falle des Falles die Verantwortung übernehmen.
    Was du (scheinbar) und unsere Politik (definitiv) willst, ist hier als #1 dargestellt:
    https://www.versuchschemie.de/ptopic,290165,.html#290165

  22. #22 Daniel
    15. Oktober 2013

    Also hat das Kind herum gekokelt, obwohl es doch um die Konsequenzen wusste? Mit anderen Worten, ihre Prügelstrafe hat überhaupt keinen erzieherischen Effekt, denn es hält ein Kind überhaupt nicht davon ab, etwas dummes zutun.

  23. #23 Bloody Mary
    15. Oktober 2013

    Ich fürchte, die Prügelstrafe hat durchaus einen erzieherischen Effekt:
    ich lerne, dass ich in Zukunft besser Lügen und Verbergen muss, dass die Willkür regiert (warum überhaupt werde ich geschlagen?) und dass es ok ist, Schwächere zu schlage, einfach, weil ich es kann (die Mama macht’s ja auch so).

    Mir ist durchaus nachvollziehbar, dass jemandem fast die Hand ausrutscht, wenn ihm der Nachwuchs ein Loch in den Teppich brennt. Nur dass ich das als ein Versagen der Selbstbeherrschung sehe, und nicht als in irgendeiner Form geeignete Erziehungsmaßnahme.

  24. #24 jochen
    15. Oktober 2013

    @Eheran

    Natürlich ist das nur eine weitere Iteration. Es geht darum, dass nach dem 5x Hintern versohlen nicht automatisch Schluss ist mit dem ungehorsam. Ich habe dir gesagt, dass ich dir in dein Szenario kein Vorgehen nennen kann. Kannst du ein Vorgehen nennen, wenn 5x hinterversohlen nicht reicht?

  25. #25 Adent
    15. Oktober 2013

    @Eheran
    Ich habe da gar nichts umschifft, ich habe mit meinem Sohn mehrfach gekokelt, als Kind selber sehr gern (wie gesagt auch zunächst unter Aufsicht) dabei haben weder ich noch mein Sohn den Teppich (den ich nicht habe) angekokelt. Unter anderem deswegen, weil ich und jetzt auch er einschätzen kann was beim kokeln passieren kann.
    Machen wir es aber dir zuliebe trotzdem hypothetisch mal so, als ob de Teppich trotz vorherigen Verbotes auf ihm zu kokeln angebrannt wurde. Dann würde ich mri dieses Kind hernehmen und ihn 1:1 fragen warum er das getan hat, obwohl es doch ausdrücklich verboten war.Während dieses Gesprächs würde ich ihn/sie fragen, was eine angemessene Reaktion/Strafe wäre. Wenn da nichts kommt (als Beispiel würde mir einfallen, er/sie verspricht so etwas nie wieder zu tun), dann würde ich eine entsprechende Strafe aufbrummen, die in Zusammenhang mit dem angerichteten Schaden steht, zum Beispiel 1-2 Monate kein Taschengeld.
    Wie gesagt alles hypothetisch, da mein Sohn in der Regel vorher fragt, ob er etwas in diese Richtung machen darf und es nie pauschal verboten bekommt.
    Wenn also das Erklären von solchen Sachen die gar nicht gehen, oder nur unter Aufsicht gehen nicht klappt, dann hat schon lange vorher irgendwas versagt, ist meine Meinung dazu.

  26. #26 Spritkopf
    15. Oktober 2013

    @Adent

    Ich habe da gar nichts umschifft, ich habe mit meinem Sohn mehrfach gekokelt, als Kind selber sehr gern (wie gesagt auch zunächst unter Aufsicht) dabei haben weder ich noch mein Sohn den Teppich (den ich nicht habe) angekokelt. Unter anderem deswegen, weil ich und jetzt auch er einschätzen kann was beim kokeln passieren kann.

    Dazu (und auch zu deinen sonstigen Anmerkungen) kann ich nur sagen: Spot on!
    Und mir fällt Neil DeGrasse Tyson ein: Kids Are Born Scientists

  27. #27 Sim
    15. Oktober 2013

    denn man muss schon irgend einen psychischen Defekt haben, wenn man Kinder schlägt.

    Naja, ich wäre vorsichtig mit solchen Pauschalisierungen bei allem verständlichen Ärger. Aber wie kann ich erhoffen, dass jemand, dessen Verhalten ich nicht gut heiße, es ändert wenn ich ihn eines psychischen Defektes bezichtige?

    Ich glaube das schlimme ist doch, dass diese Menschen eben keinen psychischen Defekt haben, weil sonst wäre es ja nicht so verbreitet. Aber darin liegt auch eine Chance denn man kann auch auf ein Umdenken durch gute Argumente hoffen. Also lieber mit gutem Beispiel voran gehen und den konstruktiven Dialog suchen.

  28. #28 Stefan
    15. Oktober 2013

    Es ist mir einfach völlig unvorstellbar, meine Kinder körperlich oder seelisch zu misshandeln.

    @ Eheran:
    Ich stelle mir die Situation in 60+ Jahren vor, du bist auf das geistige Niveau eines Kleinkindes zurückgefallen und hast wieder einmal unartig das Bett beschmutzt. Wie soll deine dich pflegende Tochter dir nur Manieren beibringen. Das ganze Schimpfen nutzt irgendwie nichts…

  29. #29 Hobbes
    15. Oktober 2013

    @Bloody Mary #20:
    “…ihnen exakt denselben Respekt und die Würde zukommen lasse…”
    Na gut, da haben wir unterschiedliche Interpretationen des Begriffs “Augenhöhe”. Wer seinen Gegenüber weder Respekt noch Würde zukommen lässt tyrannisiert ihn. So etwas ab zu lehnen halte ich für selbstverständlich. Mit Augenhöhe meinte ich die Verhandlungsposition. Und wenn das Kind oder wer auch immer nur Bockig reagiert steht das letzte Wort ja immer noch beim Erzieher.

    Bei dem erwähnten “bestrafen vor dem erklären” sehe ich das als wichtig an wenn der Regelbruch vor liegt. Wenn sich jemand mit dem Sinn einer Regel auseinander setzt die ihn nicht mittelbar betrifft, ist das hervorragend. Aber ich meine ja jetzt ausdrücklich den “Schadensfall”.
    Beispiel: “Ein ihr dürft nicht auf die Wiese nur auf die anderen” wird gebrochen. Dem Kind dann zu erklären: “Der Bauer will das nicht, weil die Wiese Brachland ist und er dafür von der EU-Fördergelder bekommt die daran gebunden sind diese “verwildern” zu lassen.” Das kann man gerne machen. Das Kind sollte sich aber bewusst sein das es die Strafe dafür bekommt das es sich eigenmächtig dazu entschieden hat eine Regel zu brechen in der es keinen Sinn sah und nicht “komische Leute in Brüssel wollen das so”. Wenn man so will geht es darum Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit zu vermitteln. Man kann jede Regel ändern, aber alle Regeln werden befolgt sofern man diese mit dem Gewissen vereinbaren kann oder lieber die entsprechende Strafe akzeptiert.

    Neben den ganzen theoretischen Aspekt sehe ich den praktischen da aber viel schwerwiegender. Zum einen kann man mit einem “frisch ertappten” kaum produktiv reden. Es gibt jene die dann trotzig sind und jene die aus Reue fast allem zu stimmen. Das aussprechen der Strafe schafft Klarheit und gibt den betroffenen Zeit sich zu sammeln. Diese 10 bis 15 unemotionale Sekunden machen viel aus. Das spart einem eine ganze Menge “aber der hat angefangen” etc.. Auch finde ich immer interessant zu erkennen ob die Reue dann echt ist oder nur befürchteten Strafe wegen gezeigt wurde. Am wichtigsten ist jedoch, dass Kinder sich nicht mehr raus reden können, wenn die Strafe vorher kommt. Ich selber habe das als Kind perfekt beherrscht. Und auch Kinder die das nicht können, glauben gerne sie wären um schlimmeres herum gekommen wer der Gegenüber Verständnis Zeigt. Gerade mit Problemfällen bin ich so immer sehr gut gefahren. Denn diese ziehen “fair” immer “nett” vor.
    Aber um es noch einmal zu erwähnen: Das ganze gilt nur beim erwischen auf frischer Tat. Für andere Fälle macht dies ja auch keinen Sinn.

    @Eheran:
    Niemand verlangt blinden gehorsam. Aber Regeln gelten für die Allgemeinheit. Die Rote Fußgängerampel nachts um 3 interessiert keinen, da der Sinn hier von allen anderen Personen als nicht vorhanden angesehen wird. Anders sieht es aber bei einer Fußgängerampel aus, die sie mit dem Auto passieren. Wenn weit und breit kein Fußgänger zu sehen ist wird ein Polizist da wahrscheinlich noch ein Auge zu drücken wenn sie da nach ner Minute auf freiem Feld drüber fahren. Ein Rotlichtblitzer aber nicht. Jetzt seine Strafe als unfair zu bezeichnen ist absurd. Da das individuelle anpassen jeder Regel nach ihrem Sinn der Regel jede Objektivität nimmt. Man hat für sich immer das Recht Regeln nicht zu befolgen, aber niemals das Recht dafür nicht belangt zu werden. Selbst wenn man den Sinn dieser Regel nicht anerkennt. Aufgabe der Regelmacher ist es dann diese so zu machen, dass man mit gesunden Menschenverstand stehts alle Regeln befolgt oder sonst extra durch Schilder darauf hingewiesen werden muss. Die der Regelwächter ist es dann ihren Ermessensspielraum an zu wenden.

    Zum kokeln: Ich halte das sogar für gar nicht mal unwichtig. Nicht weil ich schrecklich finde das so viele Menschen einen Grill oder Lagerfeuer nicht an kriegen. Nein, ich habe schon 2 mal erlebt wie Leute mit Benzin einen Grill anmachen wollten. (Und einmal mit Diesel) Keine Bauern auf dem Land sondern Leute im Stadtpark.

  30. #30 Anna M.
    15. Oktober 2013

    Nicht zu vergessen, daß laut einer Umfrage der Zeitschrift “Eltern” von 2011 auch IN DEUTSCHLAND noch 40 % der Eltern (und das sind nur diejenigen, die es zugeben) Gewalt in der Erziehung anwenden!!!
    In Schweden sind es übrigens nur noch 9 %, da wurde durch Gesetzgebung und Aufklärung das Bewusstsein in der Gesellschaft verändert. Wird Zeit, daß das hier auch pasiert, damit ich hier nicht solche reaktionären Kommentare lesen muß. Mannman, das ist ja furchtbar, wie im Mittelalter!

  31. #31 Eheran
    16. Oktober 2013

    Die Unsinnigkeit des Beispieles ist dir sicher auch bewusst, #28 Stefan?
    “damit ich hier nicht solche reaktionären Kommentare lesen muß.”
    Die da wären?
    Was ist überhaupt diese ominöse “Gewalt”?
    Da sich die Frage nicht auf köperliche beschränkt, scheinst du da direkt am Ziel vorbei geschossen. Genau der Punkt, den ich weiter oben mal angesprochen habe. Ein Klapps auf den Hintern wird verteufelt (Mittelalter, psychischer Defekt, bla), aber psychische Gewalt wird tolleriert und ignoriert.

    “Man hat für sich immer das Recht Regeln nicht zu befolgen, aber niemals das Recht dafür nicht belangt zu werden.”
    Man kann heute garnicht alle Regeln befolgen. Es sind zu viele und viel wirre Gesetze, Verordnungen und Anweisungen. Wenn man will, kann man dir immer was anhängen. Und genau das ist völlig verkehrt. Dafür sollte man nicht bestraft werden dürfen. Wenn selbst ein spezialisierter Rechtsanwalt nicht weiß, ob etwas nun gegen das Gesetz verstößt oder nicht, dann ist das einfach nur scheiß Politik. Aber das ist wieder ein anderes Thema.
    Jedenfalls sind wir aktuell in der Situation, dass man immer irgendwelche Gesetzte bricht und dafür bestraft werden könnte. Ich werde kein Kind so erziehen, dass es da aktiv versucht irgendwas zu befolgen. Es ist nur dem Gewissen wirklich verpflichtet aka “Willst du so behandelt werden?”.

    “Niemand verlangt blinden gehorsam.”
    Genau so klang es jedenfalls oben.

    PS: Meine vorhergesagte #16 ist aufgetaucht, irgendwann nach #21.

  32. #32 StephanCGN
    Köln
    16. Oktober 2013

    @Eheran :

    Ich bekomme einem Hund ohne körperliche Strafe beigebracht, dass er Nichteinhaltung die Möbel beissen soll.

    Und Du schaffst dass bei einem Kind nicht ohne handgreiflich zu werden ?

    Dann sorg bitte dafür, dass Du nicht mehr in die Nähe von Kinder kommst.

    Andernfalls solltest Du deinem Arbeitgeber erlauben, dir bei Fehlern die Fresse zu polieren.y

  33. #33 StephanCGN
    16. Oktober 2013

    Soll heißen : das er nicht in die Möbel beissen soll.

  34. #34 Eheran
    16. Oktober 2013

    Du legst ihm sicher auch keine Leine an, weil er immer das tut, was du willst. Körperlich musst du ja nie was machen.
    Ich bringe (m)einem Kind sogar ganz ohne Strafe – gleich welcher Art – etwas bei. Und wozu überhaupt eine Strafe beim “beibringen”?

    Was sollen denn diese Unsinnigen Beiträge inkl. Beleidigungen?
    Geht ihr so auch mit euren Kindern um? Dann tut es mir um sie leid.

  35. #35 Adent
    16. Oktober 2013

    @Eheran
    Um es noch einmal klarzustellen, das Schlagen von Kindern ist ein no go.
    Warum sollte man ein Kind schlagen? Die Strafe “Prügel” hat ja nichts mit dem Fehlverhalten zu tun (Ausnahme siehe unten) und ist daher in meinen Augen nicht nur zutiefst unmoralisch sondern auch völlig verfehlt. Eine Strafe sollte irgendeinen Bezug dazu haben was trotz wiederholter Ermahnung falsch gemacht wurde.
    Insofern kommt dort nie die Prügelstrafe in Frage, es sei denn das Kind hat die Eltern angegriffen und geschlagen.
    Das einzige was du mit Prügeln erreichst ist eine Vermeidungshaltung gegenüber den Schlägen, die den Charakter eines Menschen, in diesem Fall deines Kindes enorm beschädigt. Daher läßt sich schon die Schlußfolgerung ziehen, wer Kinder schlägt hat ein schweres psychisches Problem.
    Und das kannst du nicht kapieren?
    Und die Aussage, daß körperliche Bestrafung in Form von Schlägen einem Kind auch mal gut tun kann ist so krank, daß man sie kaum kommentieren muß. Wo diese Begründung herkommt wurde wahrscheinlich derjenige früher als Kind selbst geprügelt. Was daraus für eine seltsame Erwachsenen-Psyche geworden ist kann man dann an Hand solcher Aussagen sehr schön erkennen.

  36. #36 Hobbes
    16. Oktober 2013

    “Man kann heute garnicht alle Regeln befolgen.”
    Sicher kann man das. Sämtliche Regeln des Alltags sind nachvollziehbar. Schwierig wird es bei nicht alltäglichen Situationen. Aber dafür gibt es Spezialisten und die Möglichkeit Verantwortung ab zu geben.
    Das deutsche Recht ist an vielen Stellen dämlich, aber nach wie vor gilt: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
    Und sein Leben nach Kants Imperativ zu richten halte ich zwar nicht für verkehrt, aber ich für meinen Teil würde immer Rechtsstaatlich und ohne Willkür behandelt werden wollen. Was im Umkehrschluss ja auch das Akzeptieren der unverständlichen Gesetze zur Folge hat. (Akzeptieren der dafür veranschlagten Strafen, nicht der Zwangsläufigkeit sich auch an die Gesetze zu halten.)

  37. #37 StephanCGN
    Köln
    16. Oktober 2013

    @Eheran :

    “”Und wozu überhaupt eine Strafe beim “beibringen”?””

    Sehr schön erkannt.
    Und jetzt vergleich die Aussage mal mit deinem Eingangspost.

  38. #38 Bloody Mary
    16. Oktober 2013

    @Hobbes

    Na gut, da haben wir unterschiedliche Interpretationen des Begriffs “Augenhöhe”.

    Du scheinst Gleichberechtigung zu meinen.
    In dem Fall pflichte ich Dir bei, ein gleichberechtigtes Miteinander von Erwachsenen und Kindern gibt es nicht. Das würde bedeuten, dass die Kleinen nicht nur die gleichen Rechte, sondern auch die gleichen Pflichten und das gleiche Maß an Verantwortung zu übernehmen hätten. Völlig absurde Vorstellung.

    Mein Argument war: wenn ein Kind durch nachvollziehbare Argumente an einer Entscheidung beteiligt wird, kann es sie auch leichter akzeptieren. Regeln und Verbote haben einen Sinn und dieser sollte verstanden werden. Weshalb Du Regeln und Verbote nicht oder jedenfalls nicht vorher (vor dem Regelbruch) erklären willst, kann ich noch immer nicht nachvollziehen.

    „Am wichtigsten ist jedoch, dass Kinder sich nicht mehr raus reden können, wenn die Strafe vorher kommt“ ist natürlich eine unwiderlegbare Aussage insofern, als dass Du mir nicht mehr erklären kannst, weshalb Du etwas getan hast, wenn ich Dir bereits eine dafür reingedonnert habe. Dass Kinder ausschließlich darauf aus seien, sich aus ihrer Schuldhaftigkeit rauszureden, lässt auf ein sehr negatives Menschenbild schließen.

    Wenn Du sagst, Du fändest „immer interessant zu erkennen ob die Reue dann echt ist oder nur der befürchteten Strafe wegen gezeigt wurde“ frage ich mich nicht nur, woran Du die Qualität der gezeigten Schauspielkunst zu bemessen können glaubst, sondern vor allem, weshalb Schauspielkunst Dir gegenüber nötig ist. Ich sage, wenn Kinder nur aus Angst gehorchen, ist das keine Erziehung. Erziehung bedeutet, den Kindern Werte zu vermitteln mit deren Hilfe sie selbst entscheiden können, was richtig und falsch ist.

    Was willst Du mit

    „Kinder ziehen “fair” immer “nett” vor“

    sagen? Dass nur Disziplinierung durch Bestrafung “fair” ist, und Erziehung zu Verantwortungsbewußtsein und positivem Sozialverhalten lauwarmes „Nettsein“? Hoffentlich nicht. Aber falls ja, verwechselst Du Konsequenz mit Härte, Kälte und Willkür.

  39. #39 Eheran
    16. Oktober 2013

    “Daher läßt sich schon die Schlußfolgerung ziehen, wer Kinder schlägt hat ein schweres psychisches Problem.”
    Dann hat die mehrheit aller Menschen also schwere psychische Probleme?
    Das kann ich weder kapieren noch akzeptieren, das ist Unsinn.

    “Insofern kommt dort nie die Prügelstrafe in Frage, es sei denn das Kind hat die Eltern angegriffen und geschlagen.”
    VS
    “körperliche Bestrafung in Form von Schlägen einem Kind auch mal gut tun kann ist so krank”

    “Eine Strafe sollte irgendeinen Bezug dazu haben was trotz wiederholter Ermahnung falsch gemacht wurde.”
    Im Beispiel würde das also heißen, dass du etwas vom Kind verbrennen willst, damit es einen Bezug zum kokeln hat. Oder wie soll ich mir das mit dem Bezug vorstellen, wenn sofortige Bestrafung noch kein Bezug ist?

    “Wo diese Begründung herkommt wurde wahrscheinlich derjenige früher als Kind selbst geprügelt.”
    Geht niemanden was an – aber (ich glaube) zwei mal habe ich den Hintern versohlt bekommen. Da würde ich jedoch weder von Prügeln noch von Schlägen reden, es waren ein paar klappse auf den Po, wie von mir oben auch beschrieben.
    Noch mehr Schmerz hätte keine positiven Effekte, es ist wie gesagt das Absolute einer solchen Bestrafung selbst, die den Effekt aus macht.

    “Sicher kann man das.”
    Nicht, wenn man ein halbwegs normales Leben führen will. D.h. ohne 5h täglich alle möglichen Gesetzestexte zu jeder Tätigkeit zu durchforsten und Änderungen dieser zu suchen. Denn Unwissenheit schützt ja nicht – was gestern noch Legal war, kann heute verboten sein. Ich hole mir auch nicht für alles einen Fachanwalt, so viel Geld habe ich nicht und soetwas darf auch garnicht nötig sein.
    Wir dirften hier übrigens weiter ins OT.

    “aber ich für meinen Teil würde immer Rechtsstaatlich und ohne Willkür behandelt werden wollen.”
    Dann ist Deutschland(?) aber keine gute Wahl. Ist viel Willkür dabei, z.B. mal im Lawblog lesen. Ich muss auch nicht erst im Knast oder Psychatrie landen, damit mein Leben runiert ist. Das schafft man mit den willkürlichen Maßnahmen auch schon. Fängt bei verdachtsunabhängigen (Ganzkörper-)Kontrollen an (weil man dich mit unbeschrifteter CD gesehen hat!), geht über Hausdurchsuchungen inkl. 6 Monte alles weg (ebenfalls CD oder verdächtig aussehendes Pulver in deiner Tasche) hin zu Untersuchungshaft. Wer will sojemanden schon als Arbeitnehmer haben? Als Nachbarn oder Partner?
    Mal im Lawblog nachlesen, für was für Kleinigkeiten es heute z.B. Hausdurchsuchungen hagelt. Oder der Fall Mollath dürfte auch bekannt sein. Die willkürlich handelnden Personen können dafür auch (praktisch) nicht belangt werden. Egal ob Polizei, Staatsanwalt oder Richter.

    “Und jetzt vergleich die Aussage mal mit deinem Eingangspost.”
    Sehe da keinen Zusammenhang.
    Dem Kind wurde schon beigebracht, das soetwas nicht gut ist, hat es aber dennoch mutwillig gemacht.

  40. #40 Regina
    Bregenz
    16. Oktober 2013

    Ich sage nur soviel: GEWALT ist ein Zeichen von Schwäche!

  41. #41 Eheran
    17. Oktober 2013

    Mein letzter Beitrag (wäre #38) scheint nun garnicht mehr zu kommen, schade. Ich bitte daher zu entschuldigen, dass Fragen ggf. unbeantwortet bleiben – zwei verschollene Beiträge reichen mir einfach.

    #39, Regina, wie definierst du denn Gewalt?
    Wenn ich mir die offizielle Definition ansehe, dann würdest du deine Kinder sehr anarchistisch erziehen… sehr vornehm ausgedrückt.

  42. #42 Stefan
    Aachen
    17. Oktober 2013

    @ Eheran #31

    “Die Unsinnigkeit des Beispieles ist dir sicher auch bewusst, #28 Stefan?”

    Ich weiss nicht, wie dein kultureller Hintergrund ist, aber offenbar wirst du das in diesem Leben nicht mehr begreifen:
    Warum schlägst du dein Kind und nicht umgekehrt? Nicht weil du intelligenter bist, sondern weil du dickere Oberarme hast. Und das wird sich ändern. Ich freue mich drauf :-).

  43. #43 Eheran
    17. Oktober 2013

    Ich Schlage niemanden.
    Du vergleichst Erziehung eines Kindes gegen den Verfall im Alter.
    Zwei gegenläufige Prozesse, bei denen man nicht die gleichen Methoden (wozu auch immer) anwenden kann. Daher ist das Beispiel sinnlos.
    Dickere Oberarme haben ansonsten auch nichts mit Erziehung zu tun, nichtmal mit Prügelstrafe kann man die in Verbindung bringen.

    Einer der Beiträge ist übrigens nach etwa 24h doch noch aufgetaucht.
    Heureka, im wahrsten Sinne!
    Die ganzen # verschieben sich so allerdings auch.

  44. #44 StephanCGN
    17. Oktober 2013

    @ Stefan :

    Darauf darf er sich auch freuen.
    Es war bei mir nicht anders. Das Gesicht meines Vaters, als ich das erste mal auf seine “Argumente” geantwortet habe, hat mich für mich jede Ohrfeige entschädigt.

  45. #45 Daniel Elstner
    Berlin
    18. Oktober 2013

    Es gibt ein Recht auf körperliche Unversehrtheit, und das gilt auch für Kinder. Erwachsene sind auch nicht plötzlich mit dem Abschluss des 18. Lebensjahres moralisch vollendet, und dennoch müssen sie sich außerhalb von Notwehrsituationen nicht schlagen lassen.

    Ich finde es immer wieder erstaunlich, mit welcher Hartnäckigkeit manche Leute Kindesmisshandlung rechtfertigen. Mir würden auch bei Erwachsenen genügend hypothetische Situationen einfallen, in denen ich nicht übel Lust auf die Anwendung körperlicher Erziehungsmaßnahmen hätte. Und trotzdem darf ich es nicht, was bei Erwachsenen komischerweise auch nie jemand in Frage stellt.

  46. #46 Adent
    18. Oktober 2013

    @Eheran

    Im Beispiel würde das also heißen, dass du etwas vom Kind verbrennen willst, damit es einen Bezug zum kokeln hat. Oder wie soll ich mir das mit dem Bezug vorstellen, wenn sofortige Bestrafung noch kein Bezug ist?

    Das wäre eine Möglichkeit, die dem Kind zeigen würde, daß es nicht möchte, daß das was es getan hat im selbst widerfährt.

    Dann hat die mehrheit aller Menschen also schwere psychische Probleme?
    Das kann ich weder kapieren noch akzeptieren, das ist Unsinn.

    Also erstmal ist die Frage, ob wirklich die Mehrheit aller Menchen ihre Kinder schlägt (dabei sollte man noch z.B. einen Affektschlag von einem als Erziehungsmaßnahme geplanten unterscheiden, denn wie Bloody Mary schrieb kann auch ich verstehen, wenn einem Elternteil in einer extremen Stressituation die Hand ausrutscht). Schläge als geplante Erziehungsmaßnahme sind jedoch meiens Erachtens, egal wieviele Eltern dies tun, ein deutliches Zeichen, daß sie mit der Situation nicht umgehen können (woran auch immer das liegt).
    Dabei ist mir ehrlich gesagt egal ob das 20, 40 oder 90% aller Eltern machen, ich finde es ist psychisch ungewöhnlich.
    Gegenbeispiel, wenn 50% (Hausnummer von mir, ich weiß nicht wieviele es tatsächlich sind) aller Frauen von ihrem Mann geschlagen werden (als Erziehungsmaßnahme z.B.) würdest du das okay finden, weil das ja soviele machen?
    Also, ich halte nochmal fest, Gewaltausübung, sowohl physische als auch psychische ist meiner Meinung nach kein Erziehungsmittel, im Gegenteil es scheint mir ein sicherer Weg psychisch gestörte Persönlichkeiten hervorzubringen.

  47. #47 Eheran
    18. Oktober 2013

    Dein letzter Satz ggü. “etwas vom Kind verbrennen” ist schon ein deutlich Widerspruch. Das ist massive psychische Gewalt.

  48. #48 Eheran
    18. Oktober 2013

    #45 Erwachsene können mit Logik usw. usf. Probleme lösen, wozu Kinder einfach noch nicht in der Lage sind (und auch nicht sein sollen!).
    Damit will ich nicht rechtfertigen, dass man Kinder für alles mögliche schlägt, aber das Beispiel ist mal wieder ein Unsinniges.
    Sonst darfst du sehr viele Kindergartenkinder wegen Diebstahl und Körperverletztung in den Knast schicken.

    #46:
    Dein letzter Satz ggü. “etwas vom Kind verbrennen” ist schon ein deutlich Widerspruch. Das ist massive psychische Gewalt, ein “wie du mir, so ich dir”.
    Und das soll besser sein, als ein paar auf den Hintern? Ernsthaft?
    Was machst du, wenn ein Kind mal mit einer Packung Mehl eine Sauerei anstellt – das Kinderzimmer verwüsten?

    “ich finde es ist psychisch ungewöhnlich.” ggü. “schwere psychische Probleme”
    Möglicherweise sind es Erfahrungen oder anerzogenes Verhalten, aber ganz sicher keine psychischen Probleme.

    “würdest du das okay finden, weil das ja soviele machen?”
    Nein, aber es ist auch hier keine psychische Störung.
    Vergleiche auch mit der massiven unterdrückung von Frauen in vergangenen Zeiten. Alles schwere psychische Probleme oder doch Erziehung?

    Wenn du keine Form von Gewalt anwenden willst, wie willst du dann Kinder erziehen? Schriftliche festhalten, was sie tun dürfen und was nicht, mit den Kindern verhandelt und gegengezeichnet? Ansonsten herrscht Anarchie, weil du nunmal keine Gewalt ausübst?
    Ggf. also nochmal den Begriff “Gewalt” überdenken und was dieser so alles einschließt.

  49. #49 Daniel Elstner
    Berlin
    19. Oktober 2013

    @Eheran: Soso, Erwachsene sind also alle logisch und rational, und Kinder grundsätzlich nicht einsichtsfähig. Du bringst Deine steilen Thesen ja echt mit unerschütterlicher Überzeugung rüber. Nur leider werden sie dadurch nicht weniger steil.

    Mein Hinweis auf Grundrechte Erwachsener war übrigens kein Beispiel, sondern die Feststellung eines allgemeinen Grundsatzes. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit gilt übrigens auch für geistig behinderte Erwachsene. Auch ist mir nicht ganz klar, inwiefern aus der Strafunmündigkeit von Kindern folgt, dass man diese ersatzweise schlagen müsse. Ich glaube, das Vertreten Deines Ansatzes würde einen Erzieher im Kindergarten zumindest hierzulande arg in Schwierigkeiten bringen.

    Generell finde ich Deine Argumentation nur schwer nachvollziehbar. Auf der einen Seite behauptest Du an Hand eines hypothetischen Szenarios, dass Extremsituationen in der Kindererziehung eine Eskalation zur Prügelstrafe erforderlich machen würden. Anschließend verniedlichst Du diese Form der Bestrafung als “paar auf den Hintern” und behauptest, die von anderen vorgeschlagenen Ansätze ohne Einsatz körperlicher Gewalt seien schlimmer für das Kind. Was denn nun? Ultima ratio oder harmloser Klaps?

    Das Verschieben des Torpfostens weg von Prügelstrafe und hin zu einem abstrakten Gewaltbegriff macht die Sache auch nicht besser. In der Tat üben Eltern fast zwangsläufig strukturelle Gewalt gegenüber Kindern aus. Daraus folgt jedoch nicht, dass jede Form der Ausübung dieser Gewalt legitim ist. Ebenfalls folgt daraus nicht, dass Erziehung im wesentlichen in der Ausübung von Gewalt bestehen würde.

    Ob Du das Ergebnis der von Dir vertretenen Erziehungsmethoden nun als “psychische Störung” bezeichnen willst oder nicht, ist letztendlich unerheblich. Schlecht ist es allemal.

    Es gibt übrigens auch empirische Erkenntnisse zum Thema. Hier mal ein interessanter Artikel dazu im Economist-Blog:
    https://www.economist.com/blogs/charlemagne/2013/07/spanking-and-crime-rates

  50. #50 Adent
    19. Oktober 2013

    @Eheran
    HALLO, wenn du mal aufhören würdest alles was dir als Antworten auf deine anfängliche Frage gegeben wird zu deiner Ansicht passend umzudrehen und zu verfälschen, dann könnte man vielleicht mit dir diskutieren, so nicht.
    Wie du mir so ich dir ist also psychische Gewalt, sonst gehts dir aber noch gut oder?
    Einer der zentralen Aspekte in einer Erziehung ohne Gewalt (und nein ich begebe mich nicht auf dein Niveau der Interpretation von Gewalt, nachlesen darfst du das selbst, so eine dämlich Anmerkung kannst du dir nächstesmal sparen) ist die Verhältnismäßigkeit der Konsequenz und die Verknüpfung zur Tat.
    Wenn also wie in deinem Beispiel das (wahrscheinlich durch vorherige Gewaltausübung) schon psychisch gestörte Kind trotz vorheriger Bestrafung (da bleibst du leider schuldig was vorher wie bestraft wurde) absichtlich den Teppich ankokelt (ansonsten ist das Kind aber völlig normal oder?), dann wäre eine Möglichkeit einen ihm nicht völlig unwichtigen Gegentsand ebenso zu beschädigen. Was daran jetzt schwerste psychische Gewalt ist weißt wahrscheinlich nur du.
    Und wie ich oben sagte, bei dem Kind wurde (so wie du es darstellst) schon vorher soviel verpfuscht, daß es ein wenig spät für solche Methoden ist.
    und nun darfst du in deiner kleinen engen Welt weiterranten, aber verschone uns bitte damit, daß Gewalt gegenüber Kindern ein probates Erziehungsmittel ist.

  51. #51 Adent
    19. Oktober 2013

    @Eheran
    Oha, also das schlagen der Ehefrau ist keine psyhische Störung, habe ich dich da richtig verstanden?
    Na gut, dadurch wird vieles klarer was du da so von dir gibst.

  52. #52 StephanCGN
    Köln
    19. Oktober 2013

    @eheran :

    “Sehe da keinen Zusammenhang.
    Dem Kind wurde schon beigebracht, das soetwas nicht gut ist, hat es aber dennoch mutwillig gemacht.””

    Ich nehme an, der Aufsichtsperson wurde mehrfach beigebracht, dass man Kinder + Feuer nicht unbeaufsichtigt lässt.

    Wie viele Schläge gibt´s denn dafür ?
    Und wohin ?

  53. #53 Eheran
    21. Oktober 2013

    @ Stephan:
    Man muss 24/7 neben seinem Kind sein, damit es niemals 2min Zeit hat, eine Dummheit zu tun. Da will ich mal sehen, wie sich das Kind zu einem annähernd normalen Menschen entwickeln soll.

    @ Adent:
    “(wahrscheinlich durch vorherige Gewaltausübung) schon psychisch gestörte Kind”
    Ganz genau, Kinder machen nie einfach mal aus Langeweile, Interesse, Spaß, … irgendetwas, das man als böse bezeichnen kann. Sie sind dann zwangsläufig psychisch gestört. Das es so sein muss, betonst du gleich mehrmals.
    Dabei scheinst du psychische störungen SEHR breit aus zu legen und bist in der Lage, sie schon anhand kleiner Details zu erkennen, wobei wohl ein Großteil der Kinder betroffen ist.

    >Was daran jetzt schwerste psychische Gewalt ist weißt wahrscheinlich nur du.
    Siehst du das wirklich nicht?
    Können hier mal ein paar andere etwas dazu sagen?
    Kommt das wirklich nur mir wie eine, um es mal ganz sachte zu vormulieren, verrückte Idee vor? Auf einer Stufe mit richtigen Schlägen?

    >habe ich dich da richtig verstanden?
    Frauen hatten früher kein Wahlrecht – wie gestört müssen die alle deiner Meinung nach gewesen sein?

  54. #54 StephanCGN
    21. Oktober 2013

    Man kann aber dafür sorgen, dass das Kind keinen Zugang zu Feuerzeug, Streichholz etc. hat.

    Also, wie sieht die Prügelstrafe für die Aufsichtsperson denn jetzt aus ?

  55. #55 StephanCGN
    21. Oktober 2013

    Außerdem brauchen wir das Beispiel nicht auf das kokelnde Kind zu beschränken.
    Minütlich begehen Menschen wider besseren Wissens Fehler und Dummheiten.

    Soll der Polizist jedem Rotgänger erstmal zur Strafe eine Klatschen ?
    Weiss doch jeder, dass man bei Rot nicht über die Strasse geht.

  56. #56 Eheran
    21. Oktober 2013

    “Man kann aber dafür sorgen, dass das Kind keinen Zugang zu Feuerzeug, Streichholz etc. hat.”
    “Außerdem brauchen wir das Beispiel nicht auf das kokelnde Kind zu beschränken.”
    Also sämtliche irgendwie gearteten Gegenstände im Haus, die ein Kind missbrauchen könnte, wegschließen?

    “Soll der Polizist jedem Rotgänger erstmal zur Strafe eine Klatschen ?”
    Ich habe neulich einen Fall erlebt, bei dem ich mir genau das gewünscht hätte. Rücksichtlos über die Straße gegangen (keine Ampel) und den Fahrer vor mir zur Vollbremsung genötigt. Dann auchnoch dem Fahrer einen Vogel und Stinkefinger gezeigt, weil er gehupt hat. Da ich das auch auf Video habe, kann ich das bei Bedarf auch gerne hochladen.
    Das ist halt auch genau so ein Extremfall, bei dem das wirkungsvoller wäre als ein mögliches Bußgeld 5 Wochen später.

  57. #57 StephanCGN
    21. Oktober 2013

    Solange die Eltern nicht in der Lage sind, ihren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit eben diesen Gegenständen beizubringen (egal, ob das jetzt an der Unfähigkeit der Eltern oder am Alter des Kindes liegt) – Ja ! Dann gehören diese Gegenstände so platziert, dass das Kind keinen Zugang dazu hat.
    Bei Unfähigkeit der Eltern sollte man selbige bestrafen. Aber ohne Prügel bitte.

    Aber letztendlich dürfen wir alle froh sein, dass Menschen wie Du nicht an den Hebeln der Judikative und Exekutive sitzen – sonst hätten wir nur noch prügelnde Richter, Eltern, Lehrpersonen, Arbeitgeber etc…

  58. #58 Eheran
    21. Oktober 2013

    Nein. Aber dann hättest du alle Gesetzte auf 10 Seiten.
    Keinen jeden Furz regulierenden, völlig ausgearteten Bürokratieberg.

    “Ja ! Dann gehören diese Gegenstände so platziert, dass das Kind keinen Zugang dazu hat.”
    Das ist einfach Unsinn, weil nicht durchführbar.
    Entweder umfasst das derartig viel, dass man nicht das “Tresorvolumen” hat, oder das Kind hat doch wieder Zugang.
    Das oben genannte Beispiel mit Mehl verdeutlicht das nochmal.
    Was meinst du, was eine Mischung aus Mehl und Spülmittel selbst auf Fliesen für eine unglaubliche Sauerei ist? Wollte der Kleine halt Kuchen backen… passiert. Dafür gabs übrigens keine Haue 😉
    “verantwortungsvollen Umgang beizubringen”
    Das ist halt ein laufender Prozess und keine von jetzt auf gleich abgeschlossene Tatsache. Ohne Praxis gibts keinen verantwortungsvollen Umgang.
    D.h. dass man sich beim Umgang mit Feuer auch mal die Finger verbrennt.
    Mit Mehl auch mal Sauerei macht. Oder mit einem Messer mal schneidet.
    Das hat rein garnichts damit zu tun, das irgendwer zu irgendwas nicht in der Lage ist.
    Überhaupt bist du mit Schuldzuweisungen sehr schnell zur Stelle, so wie Adent mit seinen psychischen Störungen als Erklärung für alles mögliche.

  59. #59 Adent
    21. Oktober 2013

    @Eheran

    Frauen hatten früher kein Wahlrecht – wie gestört müssen die alle deiner Meinung nach gewesen sein?

    Wer jetzt, die Frauen oder die Männer? Verstehst du eigentlich absichtlich alles falsch?
    Und um das nochmal klarzustellen, du hattest geschrieben das Kind hätte mutwillig trotz vorherigem Verbietens gekokelt, also eine Vorgeschichte dazu erzählt. Wenn ich darauf Stellung nehme, dann kommst du an mit:

    Ganz genau, Kinder machen nie einfach mal aus Langeweile, Interesse, Spaß,

    Sprich du unterstellst mir einen Strohmann, denn so etwas habe ich nie behauptet.
    Deine These war, nachdem man dem Kind verboten hatte (mehrfach wahrscheinlich oder nur einmal?) zu kokeln, hat es trotzdem gekokelt und da alles andere nix hilft muß man das Kind dann körperlich züchtigen (so hast du das dargestellt in deiner Eingangsfrage).
    Daraufhin sage ich, Quatsch, die körperliche Bestrafung ist auch in letzter Instanz kein Erziehungsmittel.
    Und weiterhin behaupte ich, wer seine Frau/Mann oder sein Kind als Erziehungsmaßnahme schlägt hat eine irgendwie geartete psychische Störung, das kannst du gern wörtlich nehmen. Wenn du das als normal ansiehst (heutzutage), dann möchte ich mit dir auch nicht weiterdiskutieren, vor allem dann nicht, wenn du mir jedesmal das Wort im Satz herumdrehst und falsche Behauptungen unterstellst.
    Was das Wahlrecht jetzt damit zu tun hat (oder das Frauen früher ohne Zustimmung der Männer nicht arbeiten durften) weiß wohl nur du allein oder?

  60. #60 Eheran
    21. Oktober 2013

    >Was das Wahlrecht jetzt damit zu tun hat
    Dass es, genauso wie die anderen Dinge, früher usus war und dennoch nicht alle psychisch gestört waren.
    Soll es früher ohne solche Störung möglich gewesen sein, “heutzutage” aber nicht mehr? Woran machst du das fest?

    “Sprich du unterstellst mir einen Strohmann, denn so etwas habe ich nie behauptet.”
    Du sagtest:
    “(wahrscheinlich durch vorherige Gewaltausübung) schon psychisch gestörte Kind […macht xyz…]”
    Darauf ich:
    “Kinder machen nie einfach mal aus Langeweile, Interesse, Spaß”
    Im Sinne von: Nicht nur gestörte Kinder machen mal was böses, sondern praktisch alle.
    Und genau das hast du unterstellt: Dass nur auf grund von Gewaltausübung gestörte Kinder soetwas machen würden.
    Entweder ist das falsch oder fast jedes Kind durch Gewaltausübung gestört.

  61. #61 Adent
    21. Oktober 2013

    @Eheran
    Seufz, also wenn du auf meine Kommentare antwortest (oder ich auf deine), dann sollte man schon den Kontext mit einbeziehen, sonst kann man jedesmal von vorne anfangen, so wie bei “Ich packe meinen Koffer”.
    Ich habe in dem Kontext geschrieben, daß du postuliert hast, das dem kokelnden Kinde vorher klar gemacht wurde, daß es das nicht darf (du: es wurde oft genug gesagt, dass man nicht mit Feuer spielen darf.).
    Dann hast du später noch geschrieben, daß das Kind das mutwillig gemacht hat (warum auch immer mutwillig).
    In diesem Kontext ist für mich klar, daß das Kind den Eltern etwas sagen will (lassen wir mal offen was es ihnen sagen will, sonst drehst du das eh wieder um). Das heißt implizit, die Ermahnungen der Eltern haben das Kind nicht erreicht (warum auch immer).
    Unter diesem Aspekt und in dem Kontext sage ich dort liegt eine psychische Störung vor, wenn die Eltern dann nicht anderes mehr wissen als ihr Kind durch körperliche Züchtigung zu erziehen, Punkt.
    Meine Aussage trifft keinerlei Wertung über das Verhalten von anderen Kindern, also kannst du mir auch nicht kommen das zu verallgemeinern, kapierst du es jetzt?
    Zunächst habe ich nämlich die Eltern der psychischen Störung (nimm gern ein anderes Wort dafür, wenns dir nicht behagt, zum Beispiel soziale Unfähigkeit) verdächtigt, erst nachdem du das Kind immer mieser dargestellt hast (in dem Versuch die Eltern zu verteidigen) habe ich daraus angenommen (da oben steht nämlich wahrscheinlich und nicht sicher), daß das Kind schon des öfteren geschlagen wurde.
    Es ist aber echt anstrengend dir deine eigenen Beispiele erklären zu müssen. Ich glaube du willst gar nichts wissen, du willst einfach nur deine Meinung bestätigt bekommen.

  62. #62 Adent
    21. Oktober 2013

    @Eheran

    Und genau das hast du unterstellt: Dass nur auf grund von Gewaltausübung gestörte Kinder soetwas machen würden.

    Nein, das habe ich nicht getan, das hast du leider falsch interpretiert.
    Was ich sagen will ist, wenn Kinder durch Gewalt erzogen werden wundert es mich nicht, wenn sie etwas tun, was nach aussen hin gestört wirkt. Ich habe keinerlei Aussage darüber getroffen, ob das andere Kinder, die nicht durch Gewalt erzogen werden, weniger, mehr oder gar nicht tun oder ob alle durch Gewalt erzogenen Kinder dies tun. So eine Aussage kann ich nämlich gar nicht machen ohne vorher irgendwelche Studien dazu zu lesen. Die dir von anderen weiter oben übrigens schon verlinkt wurden.
    Sinnerfassendes Lesen hilft ungemein bei solchen Diskussionen.

  63. #63 Adent
    21. Oktober 2013

    @Eheran 3
    Zu guter letzt, wenn du hernimmst, was im Laufe der Geschichte schon alles Usus war, dann können wir uns die ganze Rederei hier sparen. Es war ja zum Beispiel früher Usus Menschenopfer zu bringen, oder das der Adelige, dem das Land gehörte das Beischlafrecht für die Töchter des Bauern hatte etc. pp. All das findest du sicherlich nicht gut oder? Das fehlende Wahlrecht für Frauen sicherlich auch nicht oder?
    Warum ist also so ein Beispiel geeignet für eine Diskussion, die sich darum dreht ob es in Ordnung ist, daß Eltern heute (nicht vor 20, 30 oder 50 Jahren) ihre Kinder schlagen?

  64. #64 Eheran
    21. Oktober 2013

    “Es ist aber echt anstrengend dir deine eigenen Beispiele erklären zu müssen.”
    So wie ich dich nun verstehe, bist aber du derjenige, der mein Beispiel einfach ausgebaut hat und Fakten erzeugt, die es nie gab. Die Eltern schlagen ihr Kind nicht, das Kind hat keine Störung und dennoch hat es halt mal gekokelt.
    Dazu muss nichts und niemand gestört sein, (ge-)schlagen oder sonstwas werden.

    “was im Laufe der Geschichte schon alles Usus war”
    Es geht nicht darum, ob es in Ordnung ist, sondern ob es eine psychische Störung ist. Die wird hier nämlich gerne und sehr flappsig verwendet.
    Und wenn es heute eine ist, warum früher dann nicht usw.
    Das habe ich jetzt auch schon einige male betont.
    Daher geht der Ball zurück:
    “Sinnerfassendes Lesen hilft ungemein bei solchen Diskussionen.”

  65. #65 Adent
    21. Oktober 2013

    @Eheran
    Und den ganzen Rest hast du wieder geflissentlich überlesen oder? Das ist ein ganz mieser Stil Eheran, ich habe dir sehr deutlich geschrieben was ich wie meine und du fängst wieder damit an es herumzudrehen.
    Aber ich antworte dir gerne, ja, es ist eine sehr deutliche psychische Störung, ich würde sogar sagen es ist asozial seine Ehefrau zu schlagen. Wenn du daraus liest, daß die Menschen früher asozial waren, dann ist das ganz allein dein Problem. Genauso empfinde ich das Schlagen von Schwächeren (in diesem Fall speziell Kinder) zum Zwecke der Erziehung oder zum Zwecke irgendeiner Argumentation als asozial.
    So jetzt sind wir weg von dem bösen Wort psychische Störung.

  66. #66 Adent
    21. Oktober 2013

    @Eheran
    Ich zitiere kurz aus deinem Beitrag #2

    Kind kokelt rum -> Brandloch im Teppich.
    Gibt sofort 5 auf den Hintern, es wurde oft genug gesagt, dass man nicht mit Feuer spielen darf.

    und deinem Beitrag #64

    So wie ich dich nun verstehe, bist aber du derjenige, der mein Beispiel einfach ausgebaut hat und Fakten erzeugt, die es nie gab. Die Eltern schlagen ihr Kind nicht, das Kind hat keine Störung und dennoch hat es halt mal gekokelt.

    Du musst dir mal einig werden, ob das Kind geschlagen wurde (Beitrag 2) oder nicht (Beitrag 64).
    Solange du selber nicht weißt was du schreibst, ist es schwierig mit dir zu diskutieren.
    Dazu noch Beitrag #9

    Es geht darum, was die nächste Eskalationsstufe ist, wenn das Kind es trotz Ermahnung mutwillig tut.

    Also du behauptest das Kind wird geschlagen (2) bzw, wird nicht geschlagen (64) und es tut es mutwillig (9) bzw. nicht (64)
    Verstehst du nun warum du schwer zu verstehen bist?

  67. #67 Liebenswuerdiges Scheusal
    21. Oktober 2013

    @Eheran

    Zum Umgang mit Kindern kann ich nichts sagen aber dieses, Dein, Statement lässt schon ein wengerl tief blicken

    “Soll der Polizist jedem Rotgänger erstmal zur Strafe eine Klatschen ?”

    Ich habe neulich einen Fall erlebt, bei dem ich mir genau das gewünscht hätte. Rücksichtlos über die Straße gegangen (keine Ampel) und den Fahrer vor mir zur Vollbremsung genötigt. Dann auchnoch dem Fahrer einen Vogel und Stinkefinger gezeigt, weil er gehupt hat. Da ich das auch auf Video habe, kann ich das bei Bedarf auch gerne hochladen.
    Das ist halt auch genau so ein Extremfall, bei dem das wirkungsvoller wäre als ein mögliches Bußgeld 5 Wochen später.

    Also auch noch ein Befürworter von Prügelstrafen ohne Gerichtsverhandlung seitens der Polizei.

    Ich dachte eigentlich das sei….
    Ach, is ja wurscht, wer autoritäre Strukturen will soll sich halt dran erfreuen.

  68. #68 Daniel Elstner
    Berlin
    21. Oktober 2013

    Also auch noch ein Befürworter von Prügelstrafen ohne Gerichtsverhandlung seitens der Polizei.

    Noch viel lustiger ist, dass Eheran damit endlich selbst zugibt, dass seine Argumentation ebenso auf Erwachsene anwendbar wäre…

  69. #69 Adent
    22. Oktober 2013

    @Daniel/Kyle
    Aber das hat sie doch sooo gar nicht gemeint….

  70. #70 Eheran
    22. Oktober 2013

    >Du musst dir mal einig werden, ob das Kind geschlagen wurde (Beitrag 2) oder nicht (Beitrag 64).
    Das Kind wurde (vor dem Beispiel) nicht geschlagen.
    Dann gab es welche auf den Hintern, nach dem Beispiel wurde es also geschlagen. Das sind verschiedene Zeitformen, die man z.B. an einem “wurde, werden, wird” usw. erkennt.

    “Also auch noch ein Befürworter von Prügelstrafen ohne Gerichtsverhandlung seitens der Polizei.”
    In diesem Fall wäre es, wie dort gesagt, wirkungsvoller als eine spätere Geldstrafe.
    Wie ebenfalls dort steht, ein Extremfall. Wie Extremfällte halt fast nie vorkommen sondern die extreme Ausnahme sind. Wie man aus solchen Aussagen ein generelle Gesinnung erkennen will überlasse ich dir. Ansonsten hat die Polizei schon viel zu viele Spielräume, mit denen sie einfach mal Leben zerstören kann – deren Ausbau stehe ich entschieden entgegen. Diesem Typen im Beispiel eine scheuern hätte auch nicht die Polizei, sondern irgendein Passant, oder ich, wenn ich die Eier dazu hätte, sollen.

    “dass seine Argumentation ebenso auf Erwachsene anwendbar wäre…”
    In Extremfällen ist soetwas sinnvoller als unser langsames Justizsystem.
    Nicht mehr und nicht weniger sage ich.

  71. #71 Daniel Elstner
    Berlin
    22. Oktober 2013

    @Eheran:

    In Extremfällen ist soetwas sinnvoller als unser langsames Justizsystem. Nicht mehr und nicht weniger sage ich.

    Deine Schwelle für das, was Du als Extremfall bezeichnest, scheint mir verdammt niedrig zu sein.

  72. #72 Eheran
    22. Oktober 2013

    Woran machst du das fest?

  73. #73 Adent
    22. Oktober 2013

    Gut, dann verteilen wir doch an jeden Bürger 5 freie Schläge, die darf er nach gusto im Laufe seines Lebens entweder a) seinen Kindern geben (zwecks Erziehung, sic) oder b) einem Menschen dessen Extrem-Verhalten ihm nicht gefällt oder c) seiner Frau/seinem Mann wenn die mal wieder ein extremes Verhalten zeigt.
    Das würde dir gefallen Eheran oder?