Gut eine Woche habe ich es geschafft, nicht über den Fall Tim Hunt zu schreiben. Ich nehme an, dass jede/(r), der/die hier mitliest, im Großen und Ganzen weiß, worum es da ging, aber ich will den Satz, den er am 9. Juni auf einer Konferenz losgelassen hat und zu dem er offenbar auch weiterhin steht, noch einmal im Wortlaut wiedergeben, ehe ich mich weiter dazu auslasse:

Let me tell you about my trouble with girls … three things happen when they are in the lab … You fall in love with them, they fall in love with you and when you criticise them, they cry.
(Quelle: Guardian)

Das Problem beginnt schon damit, erwachsene und hoch gebildete Frauen als “girls”, als Mädchen zu bezeichnen. Doch selbst wenn ihn diese – vielleicht mit seinem Alter zu erklärende – Herablassung nicht entlarven würde: seine halbherzigen und in gewisser Weise sogar noch entlarvenderen Entschuldigungen tun es dann. Er bedauert offenbar nicht so sehr, was er gesagt hatte, sondern dass er es vor so vielen JounalistInnen gesagt hatte. Und dafür dass diese Frauen Mädels – wenn seine Beobachtungen stimmen – immer losheulen, hat er auch eine Erklärung, die ihm eigentlich selbst zu denken geben sollte:

“It’s terribly important that you can criticise people’s ideas without criticising them and if they burst into tears, it means that you tend to hold back from getting at the absolute truth.

Science is about nothing but getting at the truth and anything that gets in the way of that diminishes, in my experience, the science.”

Aha. Frauen können also nur die Wahrheit nicht ertragen, meint er… Auf die Idee, dass es vielleicht an seinem Ton liegen könnte (eventuell spielt dabei auch die Anrede “Mädchen” eine Rolle?), scheint er nicht einen Moment zu kommen. Na gut, er findet, das müsse man(n) aushalten können, wenn man Wissenschaft betreiben will. Aber warum ist er dann so weinerlich, wenn ihm der gleiche scharfe Ton entgegenbläst?

Ich gestehe, dass ich etwas übersensibilisiert bin, weil ich in den vergangenen zwei Tagen insgesamt etwa 70 Aufsätze zum Thema Frauen in der Wissenschaft lesen musste, und die Beweislage für Sexismus als Ursache des eklatanten Gender Gap ist ziemlich solide. Wie anders ließe sich beispielsweise erklären, dass ein PLoS ONE-Reviewer den beiden australischen Evolutionsbiologinnen Fiona Ingleby und Megan Head riet, ihren Artikel (oh, die Ironie!) über just diesen Gender Gap dadurch aufzubessern, dass sie “ein oder zwei männliche Biologen” als Co-Autoren finden? Oder warum hielt es die Science-Berufsratgeberin Dr. Alice Huang (Ask Alice) für notwendig, einer jungen Postdoc-Forscherin, die Probleme damit hatte, dass ihr Fachbetreuer immer versucht, ihr in die Bluse zu starren, den Rat zu geben, dies hinzunehmen und dazu auch noch gute Miene zu machen?

Ja, vielleicht wollte Hunt wirklich nur witzig sein, wie er es zu seiner Rechtfertigung reklamiert. Aber er ist, wie ich vermute, ein hochintelligenter Mensch. Und darum könnte ihm eigentlich schon aufgefallen sein, dass dieses Thema nun mal nicht witzig ist – jedenfalls nicht aus der Sicht der Frauen. Und dass es nicht die Pflicht der ZuhörerInnen ist, seinen missverständlichen (?) Worten den von ihm gewünschten Sinn und Bedeutung zu geben, sondern dass diese Verantwortung immer bei den Sprechenden liegt.

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Kommentare (129)

  1. #1 Joseph Kuhn
    19. Juni 2015

    Nicht nur, dass er Frauen als “girls” bezeichnet, sie scheinen ihm auch nur als potentielle Beziehungspartnerinnen (“three things happen when they are in the lab …”) in den Sinn zu kommen, nicht als fachlich ernstzunehmende Kolleginnen.

  2. #2 Karl Mistelberger
    19. Juni 2015

    Der oben zitierte Artikel des Guardian wurde 6436 mal kommentiert; nicht ohne Grund. Es lohnt sich durchaus ihn ganz durchzulesen und dafür den Inhalt des obigen Posts zu entsorgen.

    “Let me tell you about my trouble with girls. Three things happen when they are in the lab. You fall in love with them, they fall in love with you, and when you criticise them, they cry,” he told delegates.

    Die Äußerung ist natürlich eine Steilvorlage für K( r )ampfhennen. Doch auf die Idee, dass Hunt sie mit etwas anderem im Sinn als einem Augenzwinkern gesagt hat wäre ich nie gekommen.

    In meiner Laborzeit gab es zwei Girls am Physikalischen Institut, eine akademische Rätin und eine spätere Professorin. Beide sind mir in guter Erinnerung und hätten wahrscheinlich diesem Artikel zugestimmt: Brian Cox criticises ‘disproportionate’ reaction to Tim Hunt’s comments

    Was den hervorgehobenen Teil des Zitats betrifft, habe ich bei Jahrzehnte langer Ingenieurstätigkeit eine ganz ähnliche Erfahrung gemacht. Kritik an der Sache wurde von den Girls gerne in Kritik an der Person umgemünzt und in diesem Sinne ausgenutzt. Die Boys dagegen kamen anfangs besser damit zurecht, gegen Ende meiner beruflichen Laufbahn hatten sie allerdings mit den Girls gleichgezogen.

  3. #4 BMI23
    19. Juni 2015

    Ein prophetischer Satz des Nobelpreisträgers: “… und wenn du sie kritisierst, dann heulen sie.” Ab und zu brauchen die Femastasen halt einen Aufreger.

  4. #5 CM
    19. Juni 2015

    “It’s terribly important that you can criticise people’s ideas without criticising them…
    Dem stimme ich zu – nicht ohne zu sagen, dass das Wissenschaftssystem nicht selten Leute selektiert, deren Empathiefähigkeit gering ist. Und natürlich ist es gelegentlich schwierig rein sachlich zu argumentieren – wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein …

    Aber
    ” … and if they burst into tears, it means that you tend to hold back from getting at the absolute truth.”
    das ist nicht falsch, lenkt aber von dem Umstand ab, dass da wohl etwas total falsch gelaufen ist.

    Denn wenn die Person vorne an der Tafel / der Projektionswand oder am Diskussionstisch in Tränen ausbricht, dann hat diese Person entweder
    – ein phsychisches Problem, dass nichts mit der Atmosphäre in der Gruppe zu tun hat oder
    – (sehr viel häufiger) ein Problem, dass etwas mit der Atmosphäre in der Gruppe zu tun hat.

    Als ArbeitsgruppenleiterIn sollte das in jedem Fall zu denken geben und zu unmittelbaren Handeln animieren. Das Leute (beiderlei Geschlechts) vor Gruppen zusammenbrachen (, weil der Arbeitsgruppenleiter (männlich) ein A… war), habe ich erlebt – selbstkritische Wahrnehmung und das Bestreben etwas dagegen zu tun nicht (oder allenfalls ohne Konsequenz).

    Und, na ja:
    “Kritik an der Sache wurde von den Girls gerne in Kritik an der Person umgemünzt und in diesem Sinne ausgenutzt. Die Boys dagegen kamen anfangs besser damit zurecht, gegen Ende meiner beruflichen Laufbahn hatten sie allerdings mit den Girls gleichgezogen.”

    Nun, man kann sich auch an Unkultur gewöhnen. Ich zumindest lebe in einem Umfeld, in dem es für die Meisten (Jungs) undenkbar ist einen Kurs zu Projektmanagement, Mitarbeiterführung, etc. zu besuchen (wenn nicht verpflichtend) – “soft skills” are for wimps! 😉

  5. #6 Turi
    19. Juni 2015

    Und natürlich kriechen bei diesem Thema die dämlichsten Kommentatoren aus den Büschen:
    @Karl Mistelberger: Das TIm Hunt seine Aussagen “witzig” gemeint hat macht die Sache nicht nur nicht besser, sie zeigt wie unglaublich tief Sexismus in der Gesellschaft verankert ist. Wenn er ein “Witz” über Schwule gemacht hätte wären Sie ja hoffentlich auch nicht der Meinung, das sei ja nur ein Witz und nicht so schlimm.
    @BMI23: Am lautesten heulen momentan Tim Hunt und die Herren die ihn verteidigen. Denn es kann ja nicht angehen das ihr Altherrenclub kritisiert wird ….

  6. #7 inge schuster
    19. Juni 2015

    Witch Hunt

    Die Reaktion die auf Tim Hunts Sager folgte, finde ich ungeheuerlich. Als Frau und Wissenschafter finde ich sie ungeheuerlich.

    Ich nehme an, dass kaum einer der Journalisten, die nun über Hunt herzogen, ihn jemals bei einem wissenschaftlichen Vortrag/einer Vorlesung erlebt hat (und über Hunts Arbeiten Bescheid weiss). Er hätte sonst gewusst, dass Hunt sehr gerne und sehr viel lacht und witzige Bonmots einstreut. (Alle Bilder, die man im Netz von Hunt sehen kann – zumindest bis vor einer Woche – zeigen ihn als fröhlich lachenden Wissenschafter).

    Mir persönlich wäre der Sager Hunts kaum als diskriminierend aufgefallen (ebensowenig wie der Sager Einsteins als er Marilyn Monroes Wunsch: “I want to have your child. With my looks and your brains, it will be a perfect child!” (angeblich) mit den Worten kommentierte “But what if it has my looks and your brains?”) In meinem Forschungslabor, das ich 3 Jahrzehnte leitete, hat es ja immer recht “lockere” Kommentare von und über “girls” and “boys” gegeben, die nicht im geringsten die Stimmung trübten, als vielleicht diskriminierend aufgefasst wurden.

    Das was jetzt passiert ist eine Hexenjagd, Auswüchse eines Feminismus – der mich an den Stalinismus erinnert . Dies tut aber der Sache der Frauen nichts Gutes. Durch Sprachverhunzungen und Quotenregelungen werden Frauen nicht “sichtbarer”, fallen höchstens negativ auf. In meinem nicht allzu kleinen Freundes- und Bekanntenkreis kenne ich kaum eine Frau, die sich einer gegenderten Sprache bediente, die auf die Vermutung, sie hätte auf Grund einer Quote Karriere gemacht, nicht beleidigt reagierte.

    Tim Hunt hat vor einigen Jahren seine Einstellung dazu etwa so formuliert: “Wissenschaftler sehen Wissenschaftler als Wissenschaftler. Meiner Meinung nach ist es egal, ob es sich um Mädchen oder Jungen handelt.”

    Wer Hunt in einem relativ rezenten Interview (2014) hören möchte: http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/2001/hunt-interview.html

  7. #8 Jürgen Schönstein
    19. Juni 2015

    @Karl Mistelberger #2
    Ich bin von Ihnen ja schon einiges gewöhnt, aber so einen Griff ins Klo schaffen selbst Sie selten: Weil die zwei Frauen (!), die Sie kennen, dann doch eine akademische Karriere gemacht haben, ist bewiesen, dass es gar keine Diskriminierung gegen Frauen in der Wissenschaft gibt? Was daran “witzig” (oder meinewegen “augenzwinkernd”) sein soll, müssten Sie mir dann doch erklären. Ihren letzten Satz sollten Sie auch noch einmal auf seine Sinnhaltigkeit prüfen – davon scheint eine Menge ausgelaufen zu sein…

    Und ja, was Brian Cox dem Guardian gesagt hatte, habe ich auch längst gelesen, aber eigentlich mit Rücksicht auf Brian Cox nicht verlinkt. Denn letzlich sagt er nur, dass das, was Hunt verzapft hat, zwar Mist war, aber weil er halt Tim Hunt und ein Nobelpreisträger ist, müsse man ihm das nachsehen. NIcht gerade eine überzeugende Position, eigentlich eher peinlich.

  8. #9 Jürgen Schönstein
    19. Juni 2015

    @inge schuster #7
    Hexenjagd? Ich glaube, Sie sollten noch einmal nachlesen, wie man mit Hexen umgegangen ist. Mit dem Rücktritt von einem Ehrenamt kamen die nicht davon… Und welche “Sprachverhunzungen” meinen Sie? Dass man erwachsene Frauen nicht als “Mädchen” bezeichnen sollte?

    Was Ihren Hinweis auf Enstein und Marilyn Monroes Hirn angeht: Hat er nie gesagt (siehe auch hier). Und selbst wenn, wäre es keine Entschuldigung für Hunts Verhalten im 21. Jahrhundert.

  9. #10 abundzu
    19. Juni 2015

    @Jürgen
    Das ist jetzt aber keine schöne Argumentationsmethode, absichtlich die Worte von Inge Schuster zu misinterpretieren und so zu tun als ob sie, damit gemeint hätte, dass das was mit Hunt passiert das gleiche ist wie mit Hexen.

    Hier mal aus dem deutschen Wiktionary
    Bedeutungen:
    [1] historisch: Verfolgung von einer als Hexe bezeichneten Person [2] übertragen: öffentlich geführte, verleumdende Kampagne gegen eine Person

    und bevor sie gegen “verleumden” protestieren hier mal die synonyme anschauen.
    Besser noch aus dem englischen(und dass müssten sie doch wohl kennen), wie auch der Titel des Kommentars, zu Witch Hunt:

    2.An attempt to find and publicly punish a group of people perceived as a threat, usually on ideological or political grounds.

    Für mich ist das ein Hinweis, dass sie sich gar nicht mit dem inhalt des Kommentars auseinandersetzten wollen, weil er eben nicht in ihre Ideologie passt.

    Und hier noch meine persöhnliche Meinung: Ja, was er gesagt hat war unsensible und dumm, auch wenn es als Witz gemeint war. Die Frage die sich mir stellt, ist ob die Reaktion darauf angemessen ist und da sage ich ganz klar nein. Das ist “Mob justice” und nichts weiter. Es gibt viele Gründe sich gegen solche auswüchse des ideologisch geprägten “Social Outrage” zu wehren. Ich empfehle, wenn sie etwas Zeit haben, diese Lektüre (nicht spezifisch zu Tim Hunt):
    http://slatestarcodex.com/2015/06/14/fearful-symmetry/

  10. #11 Jürgen Schönstein
    19. Juni 2015

    @abundzu
    Soso, man darf also niemanden wörtlich nehmen, sondern muss immer nur nach übertragenen Bedeutungen suchen. Aber selbst wenn ich das akzeptiere, ist’s immer noch keine “Hexenjagd”: Dieser Begriff schließt selbst im übertragenen Sinn ein, dass die verfolgte (!) Gruppe (!) für etwas verleumded (!) wird, was sie eigentlich gar nicht getan oder gemeint hat.

    Der Haken ist nur: Tim Hunt meint, was er gesagt hat – das hat er ja in seiner “Entschuldigung” und wohl auch auf Anfragen nochmal wiederholt. Und er bedauert auch nicht, was er da verzapft hat – zum Beispiel, dass Frauen Sexobjekte sind (darauf läuft’s ja raus) und dass es besser wäre, wenn man Frauen nicht mit Männern in Labors zusammen arbeiten ließe – sondern dass er es vor Journalistinnen und Journalisten gesagt hatte, die dies natürlich, offenbar ganz überraschend für ihn, entsprechend berichten.

    Was mich an dem Begriff der “Hexenjagd” aber vor allem stört ist, dass Hunt dadurch zum Opfer stilisiert werden soll, obwohl er für das, was nun abläuft, ganz alleine verantwortlich ist. Er wurde nicht aus dem Zusammenhang heraus zitiert (der Zusammenhang ist klar und wurde ja von ihm wiederholt bestätigt), er wurde auch nicht für eine privat geäußerte Meinung kritisiert, sondern für eine, die er öffentlich und auf einer speziell zu desem Thema organisierten Konferenz vorgetragen hatte. Und seit wann wird Mist allein schon dadurch unanfechtbar, weil er “augenzwinkernd” gesagt wird? Dieser selbstgefällig-augenzwinkernde Sexismus ist das Problem, was jede(r), der/die sich auch nur ein bisschen länger mit dem Thema befasst, in zahlreichen Publikationen wiederfinden kann. In diesem Sinn bin ich Tim Hunt sogar irgendwie dankbar, dass er nicht geschickt genug war, seine Ansichten länger hinterm Berg zu halten, sondern klar, wenn auch ungewollt, belegt hat, woran’s hier krankt.

  11. #12 BMI23
    19. Juni 2015

    https://www.youtube.com/watch?v=2haQJ-dfNFE

    Ich sehe da gewisse Parallelen.

  12. #13 Jürgen Schönstein
    19. Juni 2015

    @BMI23
    Das überrascht mich nicht. Sagt aber mehr über Sie als über das Thema aus….

  13. #14 abundzu
    19. Juni 2015

    @Jürgen
    Doch darf man, wenn es wortwörlich gemeint ist. Aber wenn hier ganz offensichtlich ein Wortgebrauch gemacht wird der eben nicht Wortwörtlich ist, ihn dann als solchen absichtlich zu misinterpretieren um sich nicht mit dem Inhalt auseinandersetzten zu müssen, dann ist das unaufrichtig. Und das sie hier Frau Inge Schuster ganz absichtlich missverstehen unterstelle ich ihnen einfach. Wortklauberei trägt hier nichts zur Diskussion bei, ich hatte ja absichtlich noch die englische Definition zitiert.
    “An attempt to find and publicly punish a group of people perceived as a threat, usually on ideological or political grounds.”
    Und dass das hier zutrifft, lässt sich kaum abstreiten, unabhängig davon ob er auch gesagt und gemeint hat was ihm Vorgeworfen wird. (Und nein, ich zweifele das Zitat nicht an. Er wurde öffentlich und privat abgestraft aus politischen Gründen, ob das jetzt Recht oder Unrecht ist das ist eine seperate Sache.)

    Das Tim meint was er sagt sehe ich als sehr “far streched” selbst The Daily Beast zitiert ihn mit:
    “stupid and ill-judged remarks.” He added: “I am mortified to have upset my hosts, which was the very last thing I intended. I also fully accept that the sentiments as interpreted have no place in modern science and deeply apologize to all those good friends who fear I have undermined their efforts to put these stereotypes behind us.”

    Für mich sind das deutliche Worte, die gegenüber den Zitaten die er gegenüber dem Author gemacht haben soll:
    “honesty,” , “trying to be honest.” Das allei sieht für mich sehr nach Cherry Picking aus. The Daily Best ist nun nicht bekannt als eine neutrale Quelle.

    Und vom Guardian:
    “I stood up and went mad,” he admits. “I was very nervous and a bit confused but, yes, I made those remarks – which were inexcusable – but I made them in a totally jocular, ironic way. There was some polite applause and that was it, I thought. I thought everything was OK. No one accused me of being a sexist pig.”

    Ich bin ja nicht dagegen, dass man sich mit seinen Komentaren auseinander setzt. Aber das man einem die gesamte Berufliche Zukunft kaputt macht weil er einen Witz gemacht hat, da stellt sich für mich die Frage nach der Proportionalität. Das er jetzt nicht als Frauenbeauftragter im ERC eingesetzt wird dafür hätte ich volles Vertändniss, aber er kann nun garkeinen Wissenschaftlichen Beruf mehr ausüben und da hätt ich mir gewünscht, dass man z.B. die Fraun mit denen er bisher zusammengearbeitet hat befragt wie er sich ihnen gegenüber verhalten hat und dann Entscheidet anstelle einfach dem öfentlichen Druck nachgeben. Das erinnert mich dann zusehr an Justine Sacco.

    Der Begriff Hexenjagd ist, besonders im deutschen, etwas unglücklich. Nein unschuldig ist er nicht, aber wie gesagt proportionalität, und bisheriges Handeln spielen für mich eine grössere Rolle als eine (einmalige?) Aussage. Jetzt so zu tu als ob diese Aussage und diese Aussage allein (nichts anderes was er sonst jemals zum Thema gesagt hat) ist representativ für seine Ansichten zum Thema ist auch nicht besonder ehrlich.

    Achja ich wär mir auch nicht sicher ob ich so glücklich wäre:
    “In diesem Sinn bin ich Tim Hunt sogar irgendwie dankbar, dass er nicht geschickt genug war, seine Ansichten länger hinterm Berg zu halten”
    http://slatestarcodex.com/2014/12/17/the-toxoplasma-of-rage/

    (Zwei mal der gleiche Blog ist zufal, ich such das nächste mal einen anderen zu findenl)

  14. #15 Jürgen Schönstein
    19. Juni 2015

    @abundzu
    Also nochmal der Reihe nach: Sie unterstellen mir etwas (und geben’s auch zu), obwohl Sie die Basis der Unterstellung (dass Hexenjagd ein neutrales Wort ist, das ich absichtlich falsch interpretiere) selbst negieren – halbherzig vielleicht, aber doch klar: “Der Begriff Hexenjagd ist, besonders im Deutschen, etwas unglücklich.” Nicht nur “etwas”, aber im Prinzip sind wir uns da schon mal einig – er passt nicht wirklich. Und wenn man ihn benutzt, dann drückt man sich unpassend aus.

    Okay, weiter: Hunt “versucht…ehrlich zu sein”. Und was beweist das? Dass er glaubt, Recht zu haben. Doch das ist genau das Problem.

    Seine “gesamte berufliche Zukunft” ist nun ruiniert? Der Mann ist pensioniert, hat zwei Ehrenämter aufgeben müssen – das ist schon alles. Sie behaupten, er könne “nun garkeinen Wissenschaftlichen Beruf” (sic!) mehr ausüben – wo steht das? Er hat Rückendeckung von so vielen prominenten Kollegen (und auch Kolleginnen) bekommen, da wird sich sicher was machen lassen.

    Entscheidend ist auch nicht, wie er sich Frauen gegenüber verhalten hat oder verhält, selbst wenn seine Aussage ja genau sein eigenes Verhalten beschreibt, sondern dass er etwas gesagt hat, was die Position von Frauen herabwürdigt und damit das bereits bestehende und sehr gravierende Problem (als eifriger Googler werden Sie dafür sicher die enstprechenden Quellen finden; einige habe ich oben und hier schon verlinkt) eher verschärfen dürfte. Wenn es nicht sogar echte Gefahren bringt: Die Behauptung, dass “Mädchen” die sexuelle Begehrlichkeit von Männern auch erwidern, sollte er lieber nochmal überdenken – das klingt auf erschreckende Weise nach “die wollen’s doch auch”. Und das ist ein gefährlicher Irrtum, wie ihm diese Zahlen vielleicht veranschaulichen könnten.

    Und hat er sich wirklich entschuldigt? Lesen wir doch mal genauer: Als erstes entschuldigt er sich bei den koreanischen GastgeberInnen – also nicht für den Inhalt dessen, was er gesagt hat, sondern dass er es auf ihrem Forum gesagt hat. Ist schon mal sehr halbherzig (sich zu entschuldigen dafür, wo man etwas getan hat, ist etwas ganz anderes, als sich dafür zu entschuldigen, was man getan hat). Und was kommt dann? Eine “Entschuldigung” dafür, dass andere offenbar missverstanden hatten, was er sagen wollte. Das ist die gleiche, feige “Entschuldigung”, die wir auch von Politikern gehört haben: Ich entschuldige mich nicht dafür was ich gesagt habe (dabei bleibe ich), sondern nur dafür, dass sich manche (ergänze “Idioten”) davon auf den Schlips getreten fühlten.

    Ach, ich wäre mir nicht so sicher ob ich so glücklich wäre

    Wo habe ich gesagt, dass ich “glücklich” darüber bin? Im Gegenteil. Aber ich versuche, der Sache wenigestens etwas Positives abzugewinnen.

    Fassen wir also zusammen: Sie unterstellen und verdrehen, was ich geschrieben habe, misrepräsentieren, was Hunt gesagt hat – und das alles, um mich für eine Antwort auf einen Kommentar zu kritisieren, die Sie als absichtlich missverstehend aufgefasst haben? Es ist schon erstaunlich, wie solche Balken splittern können, wenn man sie ins Auge kriegt…

  15. #16 BMI23
    19. Juni 2015

    Ich unterstelle einfach mal Unredlichkeit. Zitate zum Gebrauch des Ausducks Hexenjagd: http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-bin/wort_www.exe?site=22&Wort_id=3164578&bl=2

    Und jetzt nicht dumm stellen, Herr Schönstein!

  16. #17 inge schuster
    19. Juni 2015

    @ JS
    wie abundzu richtig bemerkt: Sie mißverstehen mich und das offensichtlich mit voller Absicht.

    “ich sollte nachlesen, wie man mit Hexen umgegangen ist?”

    Das, was mit Tim Hunt passiert ist nicht weniger arg: man hat in einer entwürdigenden Weise und ohne ihn überhaupt anzuhören einen Vollblutwissenschafter seines Lebensinhalts beraubt. Jemand, der noch sehr viel vorhatte, noch so viel “first hand science” zu leisten gewillt war, der darüber hinaus auch ein Aushängeschild exzellenter europäischer Wissenschaftskommunikation darstellte.

    Verglichen damit, ist das was gegen ihn spricht, eine Lappalie – eine unüberlegte Bemerkung, die witzig sein sollte. Wer nie dergleichen fallen gelassen hat, werfe den ersten Stein!

    Bezüglich Mißverständnis: beim “Einsteinzitat” hatte ich ja explizit “(angeblich)” davor gesetzt.
    ——————————————

    Im übrigen: wo war Ihr Aufschrei als Präsident Erdogan Ende November 2014 in einer Rede meinte: eine komplette Gleichstellung der Geschlechter sei “gegen die Natur”? (Bin ich jetzt nicht nur PC-incorrect, sondern auch islamophob?)

    .

  17. #18 Jürgen Schönstein
    19. Juni 2015

    @inge schuster #17
    Ich verstehe Sie mit voller Absicht. Sie sagen “Hexenjagd”, und ich sage, der Vergleich zielt aber so was von daneben. Und ansonsten scheinen Sie mich mit jemandem zu verwechseln: Warum sollte ich 1. alle Bemerkungen des Präsidenten Erdogan kennen? 2. einen Politiker, dessen Ansichten ich sowieso nicht teile, mit solchen Aussagen ernst nehmen? Und 3.: Woher wollen Sie wissen, dass ich nicht aufgeschrien habe?

    Eine “Bemerkung, die witzig sein sollte” ist eben schon mal was anderes als eine Bemerkung, die witzig war. Und selbst wenn sie witzig gewesen wäre, macht sie Witze über etwas, das nicht witzig ist. Weder, dass Hunt darüber witzelt, wie seine sexuelle Begehrlichkeit allein schon durch die Anwesenheit von Frauen geweckt wird, noch seine mangelnde Einsicht, dass es auch an ihm, seinem Ton und seiner herablassenden Art (die er mit dem Wort “Mädchen” ja deutlich signalisiert) liegen könnte, wenn seine Kritik nicht als Kritik an der Sache, sondern als Kritik an der Person aufgefasst wird. Er glaubt, dass Frauen neben Männern keinen Platz im Labor hätten, einfach nur, weil sie Frauen sind – und es scheint ziemlich plausibel, dass diese Haltung dann auch in seiner Kritik durchscheint.

    Und nee, Einstein hat das nicht mal “angeblich” gesagt, sondern ganz einfach gar nicht gesagt.

  18. #19 abundzu
    19. Juni 2015

    Also, ihre ursprüngliche Aussage war:
    “Hexenjagd? Ich glaube, Sie sollten noch einmal nachlesen, wie man mit Hexen umgegangen ist. Mit dem Rücktritt von einem Ehrenamt kamen die nicht davon”
    Damit sagen sie, dass Frau Schuster impliziert Herr Hunt hätte es so schlimm wie Hexen zur Zeit der Hexenverfolgung, obwohl sie genau wussten (meine Unterstellung ist, dass sie wussten was gemeint war), dass hier der erweiterte Wortsinn gemeint war. Gegen den dürfen sie auch was haben nur diese absichtliche Missinterpretation passt mir nicht und dass wollte ich zum Ausdruck bringen.

    Ok weiter im Text, da war ich wohl nicht deutlich genug:
    In der Quelle die sie angeben, dafür das Hunt das wohl alles ernst gemeint hat, und auch zu dem steht gibt es im Daily Beast nur zwei Zitate die sehr aus dem Zusammenhang gerissen stehen, wohingegen seine Entschuldigungen mit deutlich mehr Kontext und Deutlichkeit verfügbar sind.

    Die “gesamte berufliche Zukunft…” war nicht durchdacht meinerseits, ist großer beruflicher Schaden etwas auf dass wir uns einigen können? (Es wird sicherlich etwas dauern bis sich eine Institution sich traut ihn “anzufassen”)

    “Entscheidend ist auch nicht, wie er sich Frauen gegenüber verhalten hat oder verhält”
    Da sind wir unterschiedlicher Meinung. Wenn seine Aussage sein Verhalten beschreiben würde, dann wäre die Sachlage eine andere, aber im Moment kann ich nirgends finden, dass dem so wäre.

    Zu seiner Entschuldigung lesen wir mal wirklich genau
    “I am mortified to have upset my hosts”
    Er ist bestürzt seine Gastgeber verärgert zu haben.
    Für mich ist das keine Entschuldigung wo er etwas gemacht hat sondern bei wem.

    “deeply apologize to all those good friends who fear I have undermined their efforts to put these stereotypes behind us”

    Entschuldige ich mich zutiefst bei all den guten Freunden die fürchten, dass ich ihre Bemühungen diese Stereotype hinter uns zu lassen, untergraben habe.

    Das ist keine Entschuldigung das er Missverstanden wurde sondern, dass er die Bemühungen von anderen durch seine Aussagen zurückgeworfen hat.
    [Nachtrag:
    Ich hab es jetzt zehnmal durchgelesen. Wo man sich streiten kann ist “who fear” ? Das kann man so verstehen, dass er impliziert die Befürchtungen sind nicht wahr aber er entschuldigt sich trotzdem oder aber so dass er sich bei allen Entschuldigt die durch seine Aussagen betroffen waren.]

    “Wo habe ich gesagt, dass ich “glücklich” darüber bin? Im Gegenteil. Aber ich versuche, der Sache wenigestens etwas Positives abzugewinnen.”

    Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass auch wenn sie hier nach etwas positivem suchen, möglicherweise gerade das Gegenteil erreicht wird.

    Ich wollte zwei mehr oder minder separate Gedanken zum Ausdruck bringen: Zum einen halte ich das absichtliche missinterpretieren von anderen in einer Diskussion für unangemessen. Zum anderen geht es mir um die Proportionalität zwischen Geschehenem und Folge. Kritik ja, Ausschluss vom Beruf/Ehrenamt nur weil ein genügend großer Öffentlicher Aufschrei da ist nur wenn es der “Tat angemessen ist”. Ich bin jetzt auch kein Fan davon wenn UCL/ERC nun aufeinmal sich anders Entscheiden und ihn zurückholen nur weil sich der Wind der öffentlichen Entrüstung gedreht hat.

  19. #20 Jürgen Schönstein
    19. Juni 2015

    @abundzu #19
    Verzerrungen helfen nicht: Hunt entschuldigt sich nicht für das, was er gesagt hat, sondern “the sentiments as interpreted“. Er gibt also anderen die Schuld. Und er entschuldigt sich auch nicht bei denen, die sich durch diese Aussagen brüskiert fühlten, sondern nur bei seinen Freunden. Also auch hierin halbherzig. Mit der Generalausrede “es war doch alles nur ein Scherz” ist es da einfach nicht getan (daher auch mein Widerstand gegen inge schusters Verteidigung des “Witzes”). Warum Hunt da falsch liegt, wurde ihm nun wirklich ausführlich genug erklärt.

    Und ja, die Proportionalität: Berühmter Wissenschaftler redet gewaltigen Unsinn auf einer internationalen Konferenz, der eine breite Öffentlichkeit brüskiert -> berühmter Wissenschaftler beharrt auf seinem Unsinn -> sein internationaler Ruf ist lädiert, was ihn -> für Ehrenämter, die er seinem Ruf zu verdanken hat, nicht mehr tragbar macht. Wo ist da eine Fehlproportionalität zu entdecken?

  20. #21 Michel
    Sofa
    19. Juni 2015

    Hab auch schon einen guten Vortrag von ihm gehört. Na und? Jetzt wird ar offensichtlich zum alten Trottel und ein Rückzug ins Private wäre ihm anzuraten.

  21. #22 BMI23
    20. Juni 2015

    #16

    Dumm stellen durch Ignorieren?

  22. #23 Jürgen Schönstein
    20. Juni 2015

    @BMI23
    Weder noch. Aber Dummgeschwätz wird hier nach Kräften ignoriert.

  23. #24 Roland K.
    21. Juni 2015

    Treiben wir es mit “political correctness” inzwischen nicht viel zu weit?
    So jemand einen Witz macht, der mich trifft/beinhaltet o.ä.,dann bleiben mir ZWEI Möglichkeiten, nämlich entweder mitzulachen oder beleidigt zu sein. Das hängt, zugegeben, vom persönlich vorhandenen Sinn für Humor ab ……..

  24. #25 Lulu
    21. Juni 2015

    @Roland K.

    Angenommen, Hunt hätte einen rassistischen Witz gemacht. Würdest du die darauffolgende Kritik ebenfalls als übertriebene “political correctness” bezeichnen?

    Und noch eine Frage: wie viele Jahre lang würdest du schaffen, mit zu lachen, wenn du mehrmals täglich mit Witzen auf deine Kosten konfrontiert wärst?

  25. #26 BMI23
    21. Juni 2015

    Hunt hat eben keinen rassistischen Witz gemacht, nur nen blöden.
    Und im Übrigen: Getroffener Hund bellt.

  26. #27 Alisier
    21. Juni 2015

    Hm…..noch mal hm….
    Wie wärs denn, wenn viele ein wenig runterkämen? Nur weil ein alter Mann das blödsinnige Verhalten, das in seiner Jugend leider üblich war nicht ändern und immer noch nicht darüber nachdenken kann, ist das noch kein Weltuntergang.
    Ich wehre mich gegen solch bescheuerten Sprüche schon sehr lange und auch konsequent. Dennoch halte ich es für verfehlt und grundfalsch einen Einzelnen zum Abschuss freizugeben.
    Vor allem, weil das nicht wirklich hilft, schon gar nicht die latent
    Misogynen zum Nachdenken anzuregen.
    Besonnene Reaktionen und subversives Argumentieren gefallen mir einfach besser als die erwarteten Reflexe.
    Und ich verabscheue den Pranger, und es ist mir völlig egal, wer ihn aufstellt.

  27. #28 Lulu
    22. Juni 2015

    @BMI23

    Hunt hat eben keinen rassistischen Witz gemacht, nur nen blöden.

    Ah. Rassistische Witze gehen also gar nicht. Frauenfeindliche sind okay. Verstehe.

    Und im Übrigen: Getroffener Hund bellt.

    Angenommen, Hunt hätte einen rassistischen Witz gemacht und dafür kritisiert worden. Würdest du einem Menschen, auf dessen Kosten dieser Witz gemacht worden ist, und der seinen Unmut darüber äußert, ebenfalls das gleiche unterstellt?

  28. #29 Adent
    22. Juni 2015

    @BMI23

    Und im Übrigen: Getroffener Hund bellt.

    Selbsterkenntnis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung.

  29. #30 rolak
    22. Juni 2015

    Selbsterkenntnis etc pp ad lib

    So nicht, Adent – den Spruch haste von mein’ Vatter geklaut!EinsElf

    Doch so schön wie er hier paßt …

  30. #31 Adent
    23. Juni 2015

    @rolak
    Nix da rolak, von meiner Mutter, da müssen wir wohl mal klären wer das Urheberrecht hat 😉

  31. #32 rolak
    23. Juni 2015

    klären

    Schwere Säbel, auf 50 Meter.

  32. #33 Adent
    24. Juni 2015

    @rolak
    Okay, Samstag 7 Uhr im Stadtwald bei Nebel.

  33. #34 BMI23
    28. Juni 2015

    @Lulu #28
    Hübscher Strohmann, dann mal feste druff mit der Nazikeule!

  34. #36 s.s.t.
    28. Juni 2015

    @BMI23

    Zeigt eigentlich wieder nur mal wie schnell und vor allem wie kritiklos irgendeine Meldung aus dem www aufgeblasen wird.

    Mag sein, dass die Meldung ‘wahr’ (zumindest im Auge des Betrachters) ist, was ich jedoch kritisiere ist eben die Kritiklosigkeit bei der Überprüfung von Behauptungen; Marspyramiden und Fuelsaver sind halt überall zu finden, um von den HP-und Astro-Anekdoten ganz zu schweigen; augenscheinlich reichen eben doch (halbwegs glaubwürdig vorgetragene) Behauptungen, wenn es nur der Sache dient.

  35. #37 Lulu
    29. Juni 2015

    @BMI23

    Weder Strohmann, noch Nazikeule. Nicht mal ein Nazikeulchen. Interpretiere nichts in meine Kommentare hinein, was überhaupt nicht da ist.

    Ich möchte lediglich nachvollziehen, warum für manche Leute Witze, die Menschen anderer Ethnien diskriminieren, ein No-Go sind. Witze, die Menschen eines anderen Geschlechts diskriminieren, aber in Ordnung zu sein scheinen.

    Würdest du Hunt genauso rechtfertigen, wenn einen ‘Witz’ nicht über Frauen, sondern über z.B. Schwarze gemacht hätte?

  36. #38 BMI23
    29. Juni 2015

    Hat er überhaupt einen Witz über Weiber gemacht?

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3141158/A-flawed-accuser-Investigation-academic-hounded-Nobel-Prize-winning-scientist-job-reveals-troubling-questions-testimony.html

    Die Denunziantin hat eine Agenda!

    btw wir bleiben beim “Sie”, ich kann selbst entscheiden, wer mich duzen darf.

  37. #39 Lulu
    29. Juni 2015

    @BMI23

    Hat er überhaupt einen Witz über Weiber gemacht?

    Auf die Beleidigung gehe ich nicht ein.

    Hunt hat selbst im Nachhinein behauptet, einen Witz gemacht haben zu wollen.

    btw wir bleiben beim “Sie”, ich kann selbst entscheiden, wer mich duzen darf.

    Falls es dir noch nicht aufgefallen sein sollte: zumindest auf SB ist es üblich, dass Kommentatoren sich gegenseitig duzen.

    btw Du weichst aus.

  38. #40 BMI23
    30. Juni 2015

    @Lulu #39

    Auf die Beleidigung gehe ich nicht ein.

    Das war doch keine Beleidigung, nur ein Test, ob Sie der deutschen Sprache mächtig sind.
    Begriffspaare: Mann – Weib, Herr – Frau! Das könnte man wissen.

  39. #41 BMI23
    30. Juni 2015

    Tim Hunt´s Quasi-Rauswurf zieht weitere Kreise: Jonathan Dimbleby hat die Schnauze voll und verzichtet auf seine Ehren-Fellowship bei UCL.

    http://www.thetimes.co.uk/tto/science/article4483554.ece

    Jetzt dürfen wir gespannt sein, wer der nächste Ehren-Fellow bei UCL wird.
    Qualifikation? Vagina?

    Auch lesenswert zum selben Thema: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_professor_und_die_frauen_teil_zwei

  40. #42 Lulu
    30. Juni 2015

    @BMI23

    Das war doch keine Beleidigung, nur ein Test, ob Sie der deutschen Sprache mächtig sind. Begriffspaare: Mann – Weib, Herr – Frau! Das könnte man wissen.

    Der aktuellen deutschen Sprache bin ich durchaus mächtig.

    Du weichst übrigens immer noch aus.

  41. #43 BMI23
    30. Juni 2015

    Wenn das die Frage war:
    “Würdest du Hunt genauso rechtfertigen, wenn einen ‘Witz’ nicht über Frauen, sondern über z.B. Schwarze gemacht hätte?”

    Wir sollten Tim Hunt mal dazu bringen vor Negern einen Negerwitz zu erzählen. Wäre wahrscheinlich nicht so schlimm, wenn er ihn vor männlichen Negern erzählt. Negerinnen würden wahrscheinlich genauso reagieren wie Connie St. Louis.

  42. #44 Lulu
    30. Juni 2015

    @BMI23

    Alles klar. Weitere Diskussion mit dir hat sich somit erledigt.

  43. #45 Adent
    1. Juli 2015

    @Lulu
    Mit einem Typen, der nachgewiesenermaßen einen Brain Mentality Index von 23 hat lohnt sich wirklich keine Diskussion.

  44. #46 Bullet
    1. Juli 2015

    nur ein Test, ob Sie der deutschen Sprache mächtig sind. Begriffspaare: Mann – Weib, Herr – Frau! Das könnte man wissen.

    Du hast das etwas neuere Begriffspaar “Deutscher – Jude” vergessen. (Das ist natürlich keine “Nazikeule”, sondern eine höchstrichterliche nach deutscher Gesetzgebung offizielle Sprachregelung. Aber eben aus einem völlig zu Recht untergegangenen Deutschland.)
    Auch das könnte man wissen: was noch vor 70 Jahren gut war, kann heute Scheiße sein.

  45. #47 Orci
    1. Juli 2015

    So ähnlich seh ich das auch. Er hat halt gedacht, der Altherrenwitz wäre heute noch lustig und war’s eben nicht. Ja mei. Die Einstellung, dass der andere den Witz gefälligst lustig zu finden hat, begnet mir auch immer wieder. Vielleicht in Zukunft ja etwas weniger häufig – obwohl ich fürchte, dass man, bis sich die Idee durchgesetzt hat, das man vielleicht einfach keine dummen Witze über bestimmte Sachen macht, in der Öffentlichkeit gleich gar, wird man noch einigen Leuten auf die Finger klopfen müssen.

  46. #48 BMI23
    1. Juli 2015

    Nobelpreisträger läßt nen blöden Spruch raus, der fehlinterpretiert werden kann: weltweite Empörung der Feminist_*/?Innen.

    ISIS köpft Frauen wegen “Hexerei”: dröhnendes Schweigen der Berufsempörten!

    http://www.welt.de/politik/ausland/article143318634/Jetzt-koepft-der-IS-auch-Frauen-wegen-Hexerei.html

    @Bullet: Wo ist die Logik?

  47. #49 Jürgen Schönstein
    1. Juli 2015

    @BMI23
    So, jetzt hast Du lange genug Zeit gehabt, Dich hier auszukotzen, und wir wissen nun wirklich alle, welche Geisteshaltung Du vertrittst. Wenn es die von Dir so verpönten “Berufsempörten” nicht gäbe, wüsstest Du vermutlich nicht mal, dass es ISIS gibt (woher auch). Und auch ansonsten war nun genug polemisches Dummgeschwätz von Dir hier zu lesen – mehr braucht’s nun wirklich nicht mehr. Tschüss!

  48. #50 rolak
    1. Juli 2015

    Phil Plait schreibt auch etwas zum Thema.