Um nicht wieder bezichtigt zu werden, in einem Blog mit der Rubrik “Politik” politische Themen anzusprechen, wollte ich meine Gedanken zu den Ereignissen in Clausnitz eigentlich für mich behalten. Aber da sie mir seit 24 Stunden nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen, schreibe ich sie jetzt doch hin – schließlich bin ich fühle ich mich als Totalausländer immer irgendwie mit betroffen, wenn irgendwo Menschen alleine schon wegen ihrer Herkunft verachtet, bedroht oder ausgegrenzt werden (und das war, zumindest in jenen Jahren der Bush-Administration, als Deutschland nicht mit in den Krieg gegen Saddam Hussein ziehen wollte und plötzlich alles Deutsche als suspekt behandelt wurde, durchaus eine sehr persönliche Erfahrung). Doch was mich beim Betrachten der Bilder am meisten verstört, ist noch nicht mal der grölende Mob, und noch nicht mal dessen Missbrauch der einstmals durchaus ehrenwerten Feststellung, dass das Volk aus Menschen – also aus einem “wir” – besteht. Leider muss in so einem Volk ja auch Platz für Dumpfbacken und Ewiggestrige sein, selbst wenn man sich manchmal wünscht, dass sich das mit griffigen Lösungen ändern ließe… Auch das Bild vom Polizisten, der ein verängstigtes Kind mit Gewalt aus dem Bus zerrt, ist zwar erschreckend, aber angesichts dessen, was wir von der Staatsgewalt gewöhnt sind, nicht mehr überraschend genug, um als “unvorstellbar” zur Ausnahme deklariert zu werden. Die Erklärung der Polizei hingegen, dass die Flüchtlinge selbst schuld und daher auch Ermittlungen gegen sie notwendig seien, hätte ich vielleicht auf der Seite des Postillon (oder in den USA, der Onion) zu lesen erwartet…

Und das ist es, was mich am meisten erschreckt: Nicht die Akteure selbst, seien es nun die grölenden Dumpfbacken, die vermutlich nicht zu komplexerem Denken fähig sind, und noch nicht mal der Polizist, der seine Wut (vermutlich eher auf Flüchtlinge, die er beschützen muss, statt sich aufs entspannte Wochenende vorzubereiten, aber vielleicht doch sogar auf die Demonstranten – egal, Wut ist Wut) an einem kaum den Kinderschuhen entwachsenen Jugendlichen auslässt – die wissen’s vielleicht nicht besser, oder können nicht anders. Mich erschrecken die, die Zeit und Gelegenheit und eigentlich auch den ausreichenden Intellekt zum Nachdenken haben, und dennoch finden, dass das so sein muss. Und dass “wir”, das “Volk”, uns wehren müssen, weil ja sonst die Fremden unsere Werte gefährden. Welche Werte waren das nochmal? Toleranz, Gastfreundschaft, Besonnenheit, Hilfsbereitschaft, (nee, wohl nicht) Gewaltbereitschaft, Arroganz, Fremdenhass, Sturheit, Rechthaberei, vielleicht? Wenn solche Werte durch den Zuzug fremder Menschen gefährdet werden, dann kann ich nur sagen: Ja, bitte! Und bitte schnell!

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Kommentare (172)

  1. #1 Volker Birk
    http://blog.fdik.org
    21. Februar 2016

    Ein chinesischer Fluch lautet: “Mögest Du in interessanten Zeiten leben!” Ich habe den Eindruck, die Zeiten können die nächsten Monate noch äusserst interessant werden.

  2. #2 sowhat
    21. Februar 2016

    Man(n) verflässt halt nicht gerne die Komfortzone.

    Falls sie eine Ahnung von Management haben, verstehen sie mich. Falls nicht, es bedarf erheblicher Anstrengungen um in Richtung Problemerkennung und -bewältigung zu gelangen. Anstrengungen die nicht vom gemeinen Staatsbürger zu erbringen sind, sondern von der Führung. Da haperts halt.

    Das Moto lautet nicht “wir schaffen das”, sondern “ich schaffe das”. Es ist die Aufgabe der Führung (ich würde Management sagen) den Weg aufzuzeigen, klar und deutlich, begleitet mit allen Mitteln des Controllings – nicht die Zahl der Flüchtlinge ist entscheidend, ihre menschwürdige Grundversorgung und Integration ist es.
    Mir schwant nichts Gutes. Ein grandioses Scheitern erscheint leider eher wahrscheinlich. Not (Flüchtlinge) und Elend (Politik) trifft sich.

    […] schließlich bin ich als Totalausländer immer irgendwie mit betroffen […]

    Entweder sind sie zu bescheiden oder polemisieren bewußt – ein echter Schönstein 😉
    Sie sind Ausländer in den USA mit sehr guten Sprachkenntnissen, Qualifaktion und haben zumindestens einen Job. Den Unterschied zu einem syrischen, irakischen oder afghanistanischen Flüchtling zu erkennen überlasse ich ihnen.

  3. #3 Jürgen Schönstein
    21. Februar 2016

    @sowhat
    Wenn Sie sich daran reiben, dass ich geschrieben habe “ich bin… betroffen” – bitteschön, das ließ sich leicht ändern. Betroffenheit war in diesem Fall als jenes (subjektive) Gefühl gemeint, wenn einem etwas zu Herzen geht.

    Und was meine Situation in den USA angeht: Ja, sicher besser als die eines Flüchtlings, aber diesen Status habe ich auch nie reklamiert. Doch ich bin ein Fremder, auch nach vielen Jahren, mit hörbarem Akzent und aus einem Land, das mit durchaus gemischten Gefühlen hier beobachtet wird (nicht ganz unähnlich dem, was Churchill von den Deutschen gehalten hat – sie seien “either at your throat or at your feet”). Und wenn ich die Sprüche von Trump oder auch Leuten wie Rush Limbaugh und Ann Coulter hören muss, dass Einwanderer (ein solcher bin ich tatsächlich) die Wurzel allen Übels sind – wie soll ich mich da nicht angesprochen und abgewertet fühlen?

  4. #4 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2016/01/27/der-biodeutsche/
    21. Februar 2016

    Der Betreiber der Unterkunft ist bei der AfD. Und heißt ‘Hetze’. Woher wussten die Demonstranten von dem Bus? Was reimt sich auf ‘Petze’?

  5. #5 AfD Wähler
    21. Februar 2016

    Ein interessanter Artikel, danke dafür.

  6. #6 Moreno
    21. Februar 2016

    Tja, die “Refugees Welcome Party” vom Sommer 2015 ist vorbei. Wenn sich die Kanzlerin, Regierung und Opposition als Handlanger der internationalen Schleppermafia geben und gegen den Willen des Volkes mehrfach die Verfassung brechen so liegen am Ende irgendwann die Nerven blank. Das soll die Ereignisse in Clausnitz nicht relativieren, aber zumindest erklären.

    @ Jürgen Schönstein, welche Qualifikationen und Sicherheiten mussten Sie den USA nachweisen um Ihre Greencard zu erhalten?

  7. #7 Thilo
    21. Februar 2016

    Da paßt wieder mal das Wort von der “Komikernation”. (Nicht zuletzt bei dem Beitrag von Moreno eben. Flüchtlinge müssen nirgendwo eine Qualifikation nachweisen.)

  8. #8 Sulu
    21. Februar 2016

    gegen den Willen des Volkes

    …nicht “des Volkes”, sondern ein paar leicht zu verunsichernder Rassisten Volksfetischisten.

    aber zumindest erklären

    Nichts erklärt das. Oder sind die Pogrome der letzten Jahrhunderte etwa auch nur irgendwie verständlich, weil Juden, Sinti, Roma etc. eben da waren, eigentlich aber nicht hergehörten?

  9. #9 Alisier
    21. Februar 2016

    Ich wünsche mir Folgendes:
    Wenn hier oder woanders jemand rassistische und fremdenfeindliche Äußerungen tätigt, dann sollte es ihm oder ihr auch klar und schonungslos mitten ins Gesicht gesagt werden, dass er oder sie ein Rassist ist.
    Schluss mit dem “Ich bin kein Rassist, aber….”-Geschwätz.
    Steht gefälligst dazu, dass ihr Rassisten seid, und laviert und eiert nicht permanent rum.
    Nochmal: Ihr dürft alles sagen, aber nicht damit rechnen, dass eure notdürftig verschleierte Fremdenfeindlichkeit einfach so hingenommen wird.
    Ihr seid eine winzige Minderheit, die aber allen hier eine Menge Ärger macht. Dennoch werden wir selbstverständlich mit euch fertig, denn ihr habt alle Vernunft, alle Gesetze und alle Menschlichkeit und auch die Mehrheit gegen euch.
    Diese Gesellschaft ist stark genug, den Dreck, den ihr schleudert abzufangen und wieder wegzuwischen. Aber zu sagen, dass ihr Drecksäcke seid lasse ich mir nicht nehmen.

  10. #10 Sulu
    21. Februar 2016

    Komikernation

    So in etwa:

  11. #12 Tüp
    21. Februar 2016

    Vorweg, schöner Artikel.
    Aber irgendwie finde ich, dass ich die Polizei hier mal in Schutz nehmen muss.
    Also der Auftrag lautete die Flüchtlinge sicher in die Unterkunft schaffen.
    Dann steht da ein pöbelnder Mob und blockiert die Straße. Und der kaum den Kinderschuhen entwachsene ( vermutlich im jugendlichen leichtsinn) zeigt dem Mob den Mittelfinger und andere Gesten.
    Wie hätte die Polizei reagieren sollen?
    Den Bus zurückfahren? Dann gewinnen die Faschos.
    Den Jungen machen lassen und hoffen das nichts eskaliert? Dann hätte die Polizei gar nicht auftauchen brauchen.
    Den Beschluss durchsetzen, dass diese Menschen jetzt in die Unterkunft kommen? Ja. Und genau das ist passiert. Aber wenn sich der kleine weigert auszustellen was dann? Wie hätte der Polizist den sonst da raus holen sollen? Der Beamte hat unmittelbaren zwang angewendet und die Eskalationsstufen beachtet. Sagen Sie doch mal wie das ein amerikanischer Polizist geregelt hätte. Mit Taser? Pfefferspray? TränenGas im Bus? Da wären alle schnell gekommen.
    Alle reden von der “bösen” Polizei um davon abzulenken das deren Chef von seiner Chefin, eine total unüberlegte und im Rahmen der noch vorhandenen Infrastruktur, unmögliche Aufgabe bekommen hat.

  12. #13 Sulu
    21. Februar 2016

    Wie hätte die Polizei reagieren sollen?

    Den besorgten Mob vertreiben, z.B.

  13. #14 Ingo
    21. Februar 2016

    Ich muss sagen: ich schaeme mich auch.
    Und zwar dafuer das ich vor einigen Jahren nicht Frau Merkel gewaehlt habe.
    Im Laufe der aktuellen Entwicklung bin ich aber immer mehr zum Merkel-Fan geworden. Heute wuerde ich sie waehlen.
    Diese Frau riskiert ihre politische Laufbahn, weil sie an etwas richtiges glaubt. Sie wird nicht zu einem Schreihals, obwohl sie als Schreihals durchaus mehr politischen Gewinn machen wuerden. (Ihr bayrischer Kollege macht das vor).
    Ich glaube mittlerweile ist sie die einzige Stimme der Vernunft die im Marktplatz der Schreihaelse noch ueber geblieben ist,- und ich bewundere Sie dafuer, dass sie die Nerven behaellt.
    Ich denke ihr ist das politische Amt weniger wichtig als die Gewissheit das richtige zu tun.

    Nun,- auf der anderen Seite sehe ich natuerlich auch, wie sie dann in die Tuerkei faehrt, und versucht die dortigen Schreihaelse zu ueberreden doch bitte die Grenzen dicht zu machen, damit das Problem weiter weg ist, und eben nicht in Clausnitz.
    Aus den Augen,- aus dem Sinn.

    Vieleicht ueberlege ich mir das doch nochmal mit der naechsten Wahl.

    Angesichtes des Poebels in Clausnitz hoffe ich, dass ich nicht auch zum Schreihals werde und irgendwann fordere die DDR doch bitte wieder aus der BRD herauszuschmeissen,- denn ich will nicht mit diesen Leuten ein Volk sein.
    In jeden Konflikt werden sich die Gegner immer aehnlicher. Ich wuensche mir fuer mir selber ein bischen mehr Merkel-Gelassenheit.

  14. #15 Chemiker
    21. Februar 2016

    @Tüp

    Ich habe den Eindruck, Sie wollen diesem Jugend­lichen (der Opfer einer ag­gres­siven Hand­lung eines wilden Mobs wurde) mehr in die Pflicht nehmen als den Mob selbst.

    Es ist nicht die Aufgabe eines An­gepöbel­ten, zur De­eskala­tion bei­zutra­gen. Das wäre der Job der Polizei, und die soll sich dazu bitte an die Ver­ursacher des Pro­blems wenden.

  15. #16 Alisier
    21. Februar 2016

    Nun Ingo, ich denke, dass es nicht so sehr schwierig sein sollte, die Vollidioten von den Vernünftigen und Menschlichen zu unterscheiden. Und die Vollidioten sind auch in Sachsen eine Minderheit.
    Es ist wie es immer ist, wenn wir es mit Menschen zu tun haben: Gruppendenken ist Mist und hilft niemandem und Sippenhaft ist das Allerletzte.

  16. #17 Anderer Michael
    21. Februar 2016

    Herr Schönstein,
    wieso sind Sie in Deutschland Ausländer, wenn Sie als deutscher Staatsbürger Ihren Wohnsitz im Ausland haben?

  17. #18 Ingo
    21. Februar 2016

    @Alisier #16:
    > Es ist wie es immer ist, wenn wir es mit Menschen zu tun haben: Gruppendenken
    > ist Mist und hilft niemandem und Sippenhaft ist das Allerletzte.

    100% Zustimmung.
    Ich hoffe nur, dass ich diese Geduld behalte,- denn solche Anblicke schmerzen einfach.
    Leider sind die Schreihaelse immer lauter als die Vernuenftigen.
    Manchmal waere es schoen wenn die Vernuenftige Stimme zwischendurch sagt “ich bin auch noch da”

  18. #19 Basilios
    Kūsen Madōshi Kōhosei no Kyōkan
    21. Februar 2016

    @ingo
    Mir geht es ähnlich wie hier in diesem Artikel beschrieben: Zum Merkel-Fan mutiert
    http://www.jetzt.de/politik/sympathie-fuer-die-isolierte-angela-merkel

    Ansonsten kann ich Alisier nur unterstützen: Auch in Sachsen gibt es durchaus eine Mehrheit von Menschen, die keine dumpfen Rassisten sind.

  19. […] Drüben bei GeoGriffitico beschäftigt sich Jürgen gerade auch mit unseren Werten: […]

  20. #21 Anderer Michael
    21. Februar 2016

    Thilo,
    Komikernation ? Dies befürchtete doch 2012 die Kanzlerin, falls die “Beschneidung” aus religiöser Vorstellung nicht möglich wäre. Gottlob unserer tüchtigen Kanzlerin und ihrer Paladine konnte damals die Komikernation verhindert werden.
    Wo hat Moreno etwas von Flüchtlingen und Qualifikation geschrieben ? (1)

    1.Lesekompetenz: Beim Verstehen, Interpretieren und Bewerten von Texten erreichten die deutschen Teilnehmer leicht unterdurchschnittliche Werte und landeten auf Platz 15 von 23. PIAAC-Studie der OECD

  21. #22 Sulu
    21. Februar 2016

    Wo hat Moreno etwas von Flüchtlingen und Qualifikation geschrieben ?

    Lesekompetenz: leicht unterdurchschnittliche Werte

    q.e.d.

  22. #23 Alisier
    21. Februar 2016

    @ Anderer Michael
    Diese kleinen Sticheleien bringen in einer echten Diskussion nicht besonders viel.
    Sag doch bitte offen, welche Position du vertrittst. Mit offenem Visier diskutiert es sich wesentlich besser.

  23. #24 Anderer Michael
    21. Februar 2016

    “Gewaltbereitschaft, Arroganz, Fremdenhass, Sturheit, Rechthaberei”
    Herr Schönstein, Sie haben recht, wenn solche Werte gefährdet werden würden, würde ich auch ja bitte sagen, aber ziemlich sehr schnell.

    Dann bräuchte man vieleicht so etwas wie nachfolgend nicht mehr lesen:

    “Mit der übelsten Art von politischer Korrektheit verlegten sich viele Linke auf alle möglichen Strategien, um die Konturen des Skandals zu verwischen: ……

    Statt die schöne Seele zu spielen und in solchen Aussagen die Vorboten eines neuen europäischen Rassismus zu sehen, sollten wir einen kritischen Blick auf uns selbst werfen und uns fragen, inwieweit unser eigener abstrakter Multikulturalismus zu diesem traurigen Stand der Dinge beigetragen hat. “

  24. #25 Alisier
    21. Februar 2016

    Jaja, der Multikulturalismus…..hätte es doch bloß die Völkerwanderung nie gegeben! Und dann die ganzen naiven Linken……es ist echt ein Kreuz, wie ich immer zu sagen pflege.

  25. #26 Anderer Michael
    21. Februar 2016

    Sulu richtig!
    Quod erat demonstrandum.
    Moreno fragt Herrn Schönstein nach Qualifikation und Sicherheiten für die Greencard in den USA. Thilo kontert mit Komikernation und der Bemerkung Flüchtlinge müssten nirgendwo eine Qualifikation nachweisen. Das war nicht Inhalt der Frage von Moreno.

  26. #27 Sven Bergmann
    Hamburg
    21. Februar 2016

    Der logische Gedankensprung, wie durch mehr Flüchtlinge und Zuwanderung Fremdenfeindlichkeit “gefährdet” würde, entgeht mir.

    Nur zur Info empfehle ich einen Blick auf die parteipolitische Landkarte Europas und deren Verschiebungen des letzten Jahres. Auf der die deutschen Vertreter des Merkelschen Diktums nicht nur böse auf der Verliererseite sondern komplett isoliert stehen.
    Alles Irre ausser Mutti?

    Wer hemmumgslos polarisiert und alles nach rechts diffamiert, was einem nicht in den Kram passt, braucht sich nicht zu wundern, wenn es mit den ethisch Desensibilierten und Minderbemittelten hässlich wird. Haudrauf-Parolen wie die des Autors haben kräftig dazu beigetragen.

    Denn die lieben Linken und Grünen haben null Konzept, was man denn nun mit den ganzen bösen (gefühlten) Nazis machen soll, denn reden will man ja nur in Form von Beschimpfungen mit ihnen.
    Ausweisen geht nicht, ihnen den Schädel einzuschlagen ist eine nicht so ganz verfassungskonforme Position der Antifa und…
    tja, mangels Konzept zetert man dann einfach weiter.

  27. #28 Alisier
    21. Februar 2016

    Moreno ist hier seit Monaten als Scharfmacher unterwegs, und wer dies ignoriert, wird dafür wohl Gründe haben, denke ich. Selektives Ausblenden und Uminterpretieren von Aussagen fällt aber auf, weil es hier dann doch ein paar Kommentatoren mit Lesekompetenz gibt.

  28. #29 Alisier
    21. Februar 2016

    Es ist nicht diffamierend, wenn man jemanden einen Rassisten nennt, der rassistische Äußerungen tätigt.
    Und rechts-links Rhetorik funktioniert weder hier noch anderswo. Und Merkel war hier auch nicht Thema.
    Also, Sven Bergmann, wo ist das Argument?

  29. #30 Anderer Michael
    21. Februar 2016

    Alisier
    “Drecksäcke,Vollidioten”.
    Das versteht du unter offenem Visier. Wie wäre es mit Argumenten (1) ?

    1. Ich weiß. Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Von einer anklagenden Hand mit ausgestreckten Zeigefinger weisen drei Finger auf dich zurück oder so ähnlich. Also, als Unschuldslamm sehe ich mich auch nicht.

  30. #31 Alisier
    21. Februar 2016

    Ja, genau das verstehe ich auch unter offenem Visier. Es nützt nämlich gar nichts, gefährliche Scharfmacher mit Samthandschuhen anzufassen. Sonst denken sie noch, sie könnten Menschen und nicht nur Häuser verbrennen, ohne dass jemand einzugreifen gedenkt.

  31. #32 Anderer Michael
    21. Februar 2016

    Zur Polizei.
    Hat diese meiner Meinung falsch gehandelt? Wahrscheinlich ja. Platzverweise wurden mit höhnischen Gelächter quittiert. Die Polizei hat keine Autorität gehabt.
    Machen wir uns bitte nichts vor. Rechtsfreie Räume gibt es tagtäglich, bei politischer und krimineller Gewalt. Das Vertrauen des Bürgers in den Staat ist unabhängig von der aktuellen Flüchtlingssituation immer weiter sinkend. Die Polizei ist häufig überfordert und nicht selten beliebiger Prügelknabe.

  32. #33 Anderer Michael
    21. Februar 2016

    Alisier.
    zu 31 gebe ich dir im Prinzip recht. Aber nicht jeder,der nicht auf deiner Linie liegt, ist automatisch ein Scharfmacher,der Häuser anzündet und Menschen verbrennt. Kannst du wirklich unterscheiden?
    Und zum Glück ist nicht jede Linke/jeder Linker so wie du den Anschein gibst zu sein. (1)

    1 Ich drücke mich vorsichtig aus, weil ich dich wirklich nicht diffamieren möchte und letztendlich kann meine Einschätzung vollkommen verkehrt sein. Aber so ist eben der Eindruck, den du bei mir vermittelst.(manchmal!)

  33. #34 Anderer Michael
    21. Februar 2016

    zum offenen Visier:
    mit dem Artikel kann ich nicht viel anfangen. Er ist ohne wesentlichen tieferen Inhalt und eine p.c. Worthülse.
    Die Reaktionen auf leichte Kritik verlaufen nach dem uniformen Muster. Ich zitiere Hartmut Krauss, der viel besser formulieren kann als ich:
    ” Das zunächst in den USA in Anschlag gebrachte Konzept der PC im Besonderen hatte ursprünglich und vordergründig das zunächst durchaus progressive Ziel, negative (pauschal herabsetzende, entwürdigende und beleidigende) Redeweisen gegenüber Minderheiten, nichtweißen Amerikanern (Rassismus) und Frauen (Sexismus) zu kritisieren und aus dem öffentlichen Diskurs zu verdrängen. Doch jede gut gemeinte Absicht, die ihre selbstkritische Kontrolle verliert, zum Dogma erhoben wird und nach der Logik der einfachen Negation verfährt, kann überdreht werden und in ihr Gegenteil umschlagen. Auf diese Weise kann auch der berechtigte Kampf gegen Diskriminierung relativ leicht in eigentätige Diskriminierung umschlagen. “

  34. #35 Moreno
    21. Februar 2016

    Den ganzen Merkel-Fans und “wir schaffen das” Gläubigen empfehle ich das Interview mit dem Migrationsforscher Paul Collier aus Welt Online:

    Paul Collier :”Deutschland gefällt sich offensichtlich in der Retterrolle. Aber es grenzt an keines der Krisen- oder Kriegsländer. All diese Menschen, die zu Ihnen kommen, haben sich aus sicheren Drittstaaten auf den Weg gemacht. Deutschland hat keinen einzigen Syrer vor dem Tod gerettet. Im Gegenteil: Deutschland hat trotz bester Absichten eher Tote auf dem Gewissen. Die Sache ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Viele Menschen haben Merkels Worte als Einladung verstanden und sich danach überhaupt erst auf den gefährlichen Weg gemacht, haben ihre Ersparnisse geopfert und ihr Leben dubiosen Schleppern anvertraut.”
    http://www.welt.de/wirtschaft/article151603912/Ist-Merkel-schuld-an-Fluechtlingskrise-Wer-sonst.html

  35. #36 Anderer Michael
    21. Februar 2016

    Die Zitate bei Kommentar 24 stammen von Slavoj Žižek (1), die er im Zusammenhang zum ” Rochdale sex trafficking gang ” Skandals von sich gab.

    1. Wohl auch eher politisch links einzuordnen, oder ?

  36. #37 Peter Eumel
    21. Februar 2016

    @Moreno,

    was Herr Paul Collier schreibt, ist nur teilweise richtig und sehr stark vereinfacht.
    Angela Merkel hat die unhaltbaren Zustände von Flüchtlingen in Griechenland, an der ungarischen Grenze und in Ungarn zum Anlass genommen, diesen die Aufnahme in Deutschland zu gewähren.
    Das heißt, diese Flüchtlinge waren schon lange unterwegs, bevor es zu dieser Entscheidung kam.
    Was man ihr vorwerfen kann und das muß man dann fast allen Politikern in der EU vorwerfen, daß sie nicht schon lange vorher eine Einwanderungs- und Asyllösung EU-weit in Angriff genommen haben.
    Für den Krieg in Syrien ist die Kanzlerin nicht verantwortlich, für die desolate wirtschaftliche Lage in Afrika auch nur marginal.
    Vielleicht hätte sie damals mehr betonen sollen, daß die ganze Aktion einmalig sein soll. Aber hinterher ist man immer schlauer.
    Seehofer und Konsorten haben aber innerdeutsch eher zur Spaltung der Nation als zur Lösung der Probleme beitragen.
    Hinzu kommt die Desolidarisierung innerhalb der EU, die vielleicht sogar zum Auseinanderbrechen führt, wenn nicht die wirtschaftlichen Vorteile doch noch zur bindenden Klammer werden.
    Insgesamt gehen wir interessanten Zeiten entgegen.

  37. #38 Moreno
    21. Februar 2016

    @ Peter Eumel

    wie kam es denn zu den Zuständen in Ungarn im Sommer 2015. Die “Flüchtlinge” wollten sich dort nicht registrieren lassen, da sie nach Österreich, Deutschland und Schweden weiter wollten. Flucht wird als “wünsch dir was” verstanden.

  38. #39 Alisier
    21. Februar 2016

    @ Anderer Michael
    Wenn ich dich meine, dann mache ich das deutlich.
    Und wieso der Eindruck entsteht, ich würde jeden, der nicht auf meiner “Linie”(was immer das sein soll) wegbeißen wird wohl dein Geheimnis bleiben.
    Jürgen Schönstein war deutlich, und ich war deutlich, dass es nicht tolerierbar ist, wenn Menschen wegen ihrer Herkunft oder sonstwas, das sie nicht ändern können, angegriffen werden. Wenn das für dich links ist, dann kann ich dir nicht helfen und würde dich der extremen Rechten zuordnen.
    Diese Zuordnungen gehen aber nicht nur mir auf den Keks, und es geht mir auch auf den Keks, dass wirklich immer eine Merkel- und Islamdiskussion vom Zaun gebrochen wird.
    Bitte nochmal Jürgen Schönsteins Artikel lesen, damit klar wird, worüber er geschrieben hat, und worüber nicht.

  39. #40 Alisier
    21. Februar 2016

    Und ich unterhalte mich nicht mit offensichtlichen Fremdenfeinen. Das bringt nämlich erfahrungsgemäß gar nichts. Nicht wahr, Moreno.

  40. #41 Anderer Michael
    21. Februar 2016

    Alisier
    “dass es nicht tolerierbar ist, wenn Menschen wegen ihrer Herkunft oder sonstwas, das sie nicht ändern können, angegriffen werden. ”
    Es ist bestimmt kein linkes Privileg eine solche Aufassung zu haben. Wenn du das ernst meinst, was du sagst, beschäftige dich mal mit der deutschen Rechtsanwältin Seyran Ateş und ihren Erfahrungen.

  41. #42 Moreno
    21. Februar 2016

    @ Alisier 40

    warum sollte es mich interessieren mit wem Sie NICHT in Diskussion treten wollen?

  42. #43 Anderer Michael
    21. Februar 2016

    Ich, der deiner meiner Meinung nach den extremen Rechten zuzuordnen sei (unter bestimmten Umständen) schlage die deutsche Rechtsanwältin Seyran Ateş als nächste Bundespräsidentin (1)vor.
    Frau Ates ist kurdisch/türkischer Herkunft, die Religion ist mir nicht bekannt, falls islamisch für mich bei ihr ohne Bedeutung.

    1. Ignaz Bubis wäre für mich zu seiner Zeit auch ein guter Bundespräsident gewesen.

  43. #44 Moreno
    21. Februar 2016

    @ Anderer Michael

    Leute wie Alisier wissen doch gar nicht was politischer Extremismus ist.

    “Das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz definierte im Jahr 2000 Extremismus in Form einer definitio ex negativo als „fundamentale Ablehnung des demokratischen Verfassungsstaats“.[3] Darunter fallen für ihn alle Bestrebungen, die sich gegen den „Kernbestand“ des Grundgesetzes bzw. der FDGO insgesamt richten.”
    https://de.wikipedia.org/wiki/Extremismus

    Hier müsste Alisier Ihnen nachweisen, dass Sie gegen den Kernbestand des Grundgesetzes sind, wenn er/sie sich nicht lächerlich machen möchte.

  44. #45 lindita
    21. Februar 2016

    Ich finde, Politiker werden gehetzt. Es ist nicht leicht rechtzeitig etwas erkennen zu können, wenn ein medialer Druck auf einem anderen Thema liegt. Z.B. war es zu der Zeit Griechenland. Das Problem mit Griechenland ist nicht gelöst und teilweise vergessen und Flüchtlingspolitik kommt auch zu spät.

    Arabischer Frühling. Zwar wurde über Konsequenzen ganz offen geredet, aber von Politikern wurden sofort Positionen verlagt.

    Ukraine. Deutschland hat sich klar positionieren müssen. Auf dem Maidan waren deutsche Politiker präsent und Medien wieder mal alles auf “Demokratie muss unterstützt werden” eingestimmt.

    Wie gehetzt sind unsere Politiker? Wie können sie unter einem Druck der Öffentlichkeit u. a. Druck der Medien klar denken können? Politiker werden mit unseren Werten unter Druck gesetzt. “Demokratie” als Wert ist ein unglaublicher Druckmittel geworden, der verteidigt werden muss und zwar immer und überall. Ständig werden bewaffnete Konflikte angezettelt, oder beginnende Konflikte durch uns angefeuert anstatt von Anfag an zu deeskalieren. Der Westen nimmt sich nichts, er MUSS diese bescheuete “Demokratie” ständig hochhalten, obs passt oder nicht.

    Warum müssen unsere Politiker ständig irgendwelche Probleme anderer Länder lösen, wenn man bei sich selbst noch nicht dort angekommen ist, wo man hin wollte? EU ist noch total unfertig, was interessiert uns Libyen? Mach erst das Eine ferig, dann das Andere.

    Es wird lange keine Politik mehr aktiv gemacht. Die Politiker sind da, um schnell zu reagieren.

    Ich stelle mir eine “Tetris” Spielpartie vor. Irgendwo wurde nicht aufgepasst und die Blöcke stappeln sich jetzt mit hoher Geschwindigkeit unordentlich aufeinander. Bis es Game Over heisst.

  45. #46 Anderer Michael
    21. Februar 2016

    Alisier.
    Unsere Freiheit und unsere Werte sind von vielen Seiten bedroht. Von Rechts – und Linksradikalen, Manchesterkapitalisten usw., manchmal auch von den christlichen Kirchen (also ich will nicht übertreiben). Diese kann man kritisieren, man macht sich keine Freunde in diesen Gruppen damit. Aber den Faschismus des 21.Jahrhunderts, den Islamismus, wenn du den kritisierst, bist du bei vielen Linken unten durch. Und du bist ein Beispiel dafür

  46. #47 Alisier
    21. Februar 2016

    @ Anderer Michael
    Ich möchte dich eben NICHT der extremen Rechten zuordnen, so wie du meinst mir und anderen immer wieder Linkssein vorzuwerfen.
    Argumentieren ist Trumpf, nicht zuordnen.

  47. #48 Moreno
    21. Februar 2016

    @ lindita: “Ich stelle mir eine “Tetris” Spielpartie vor. Irgendwo wurde nicht aufgepasst und die Blöcke stappeln sich jetzt mit hoher Geschwindigkeit unordentlich aufeinander. Bis es Game Over heisst.”

    Eine sehr anschauliche Metapher, wie ich finde.

  48. #49 Jürgen Schönstein
    21. Februar 2016

    @Moreno
    Da war doch mal was mit Flüchtlingen, die via Ungarn nach Deutschland kamen… im Sommer 1989. Seltsam, das…

  49. #50 Moreno
    21. Februar 2016

    @ Jürgen Schönstein

    ein völlig sinnfreier Vergleich. Ein durch Sozialismus geteiltes Deutschland mit “Flüchtlingen” aus Syrien zu vergleichen. Nein die Ossis sind 1989 nicht in die weite Welt geflohen, sondern dort wo ihre Heimat ist.

  50. #51 Peter Eumel
    21. Februar 2016

    @ Moreno
    zwar sind die Ossis nach Westdeutschland geflohen, aber sie wollten auch nicht in Ungarn bleiben.
    Außerdem kam es nach der Maueröffnung und dem Zustrom der Ostdeutschen nach Westdeutschland zu ähnlichen Reaktionen wie “die belasten unsere Sozialkassen, nehmen uns die Arbeitsplätze weg, bekommen alles nachgeschmissen, sorgen für Mieterhöhungen usw”.
    Das sollte man sich ruhig mal wieder in Erinnerung rufen.
    “wie kam es denn zu den Zuständen in Ungarn im Sommer 2015. Die “Flüchtlinge” wollten sich dort nicht registrieren lassen, da sie nach Österreich, Deutschland und Schweden weiter wollten. Flucht wird als “wünsch dir was” verstanden.”
    Der Hauptgrund war wohl eher, daß die Registrierung viel zu lange gedauert hat und die Versorgung mangelhaft war und deswegen die Flüchtlinge schnell weiter wollten. Mit “wünsch dir was” hat das wohl sehr wenig zu tun gehabt.

  51. #52 Moreno
    21. Februar 2016

    @ Peter Eumel

    natürlich gab es auch gesellschaftliche Probleme mit innerdeutschen Flüchtlingen. Meine Mutter ist 45 im Babyalter von Böhmen/Tschechien nach Franken mit Mutter und Bruder geflohen. Eine Strecke von 430 Kilometern. Keine Weltreise über sichere Drittstaaten. Glauben Sie es gab nur heile Welt im fränkischen Dorf wo sie aufgewachsen ist? Und nochmals, über die hälfte die hier ankommen aus Afrika und dem Orient erfüllen in keinster Weise die Kriterien der Genfer Flüchtlingskonvention.

    Was Sie über Ungarn Sommer 2015 schrieben ist schlichtweg falsch. Die Refugees wollten sich dort nicht registrieren lassen, weil andere EU-Behörden sie sonst dorthin hätten zurück schicken müssen.

  52. #53 Anderer Michael
    21. Februar 2016

    Also generell zum Thema:
    1.Sollte man Flüchtlingen helfen, die vor Krieg und Unterdrückung fliehen?
    Ich sage, ja!
    2. Soll man tatsächlich jeden aufnehmen, der behauptet, er/sie sei Flüchtling?
    Ich sage, nein(1)!
    3. Beispiele: Arbeitslose aus den Balkanstaaten, Romas aus den Balkanstaaten. Wieso sind das Flüchtlinge. “Wirtschaftsflüchtlinge” und Kriminelle aus Afrika. Wieso sind das Flüchtlinge ? Der im Spiegel vorgestellte LKW Fahrer aus Eritrea, der arbeitslos wurde.
    4 Warum nennen wir nicht Ross und Reiter, wenn es um Probleme geht, die auf uns abgeladen werden? Hauptprobleme sind westliche Militäreinsätze, ungerechte Handesabkommen (2), islamische Gesellschaftsvorstellungen/Staaten und ein riesiges Problem ist die türkische Regierung und ihr Ableger hier bei uns, die Ditib.
    5. Welche Möglichkeiten hat der Durchschnittsbürger dagegen zu protestieren, wenn wie in Niederbayern dieTurnhallen im Winter seit Jahren belegt sind durch arbeitslose Balkanbewohner, die nach genügend Erhalt von Sozialhilfe den angenehmen Sommer in ihrer Heimat verbringen und im nächsten Winter wiederkommen (3)? Was sagen Sie ,Herr Schönstein ,einem solchen Bürger (4)?
    6. Warum wenden sich die Bürger immer mehr von dieser Gesellschaft und der Politik ab, nicht nur bei uns in ganz Europa?
    7. Wieso kommen oder wollen die meisten (numerisch) nach Deutschland?

    Anmerkungen:
    1 Das Geschehen in Clausnitz ist auch für mich inakzeptabel
    2 Beispiel EU-Handelsabkommen mit Westafrika und Fischfangquoten für industriellen Fischfang auf Betreiben Spaniens mit erheblichen Problemen für die regionale Küstenfischerei.
    3 Mitte 2015 an meinem Wohnort von 250 Flüchtlinge, die Hälfte vom Balkan.Nach Beschlagnahme der Hauptturnhalle durch die Bezirksregierung für syrische Flüchtlinge im Spätsommer, vom ersten Kontingent 51 Personen habe laut Dolmetscher nur 1 Person arabisch verstanden. Inoffiziell, Stadt und Bezirksregierung haben Fragen zum Wahrheitsgehalt dieses Umstandes nicht beantwortet.
    4. Herr Schönstein zur Erinnerung, ich hatte noch eine Frage weiter vorne gestellt.

  53. #54 Peter Eumel
    21. Februar 2016

    @ Moreno,

    “Was Sie über Ungarn Sommer 2015 schrieben ist schlichtweg falsch. Die Refugees wollten sich dort nicht registrieren lassen, weil andere EU-Behörden sie sonst dorthin hätten zurück schicken müssen.”

    Es mag durchaus sein, daß ein Teil der Flüchtlinge dies wußte, das ändert aber nichts an den damaligen Zuständen in den Lagern. Außerdem ist es gut verständlich, daß Flüchtlinge nicht unbedingt in Ungarn bleiben wollten.
    Wirtschaftsflüchtlinge werden auch in Zukunft ein Problem bleiben, da wird auch die “Sicherung der Außengrenzen” maximal eine Verringerung bringen.
    Jeder, der ein Handy besitzt und sieht, daß es wirtschaftlich überall besser ist als an seinem jetzigen Aufenthaltsort und der nichts weiter als sein Leben zu verlieren hat, wird sich irgendwann auf den Weg machen.
    Jetzt rächt sich, daß es nie eine vernünftige Einwanderungspolitik gegeben hat und daß das Dublin-Abkommen nicht frühzeitig reformiert worden ist.

  54. #55 Klaus
    21. Februar 2016

    Ach, es ist für viele Zeitungsleser & TV-Seher so einfach, oder wird ihnen einfach gemacht: Alle, die Merkels Politik nicht wollen (und sogar Argumente bringen; sind ja nicht alles Analphabeten, die Zweifel äußern)
    …sind Rassisten, Fremdenfeinde, Nazis, der Mob, etc.
    .
    Und überhaupt ist natürlich Putin an allem Schuld, etc.

  55. #56 Moreno
    21. Februar 2016

    @ Peter Eumel: “Jeder, der ein Handy besitzt und sieht, daß es wirtschaftlich überall besser ist als an seinem jetzigen Aufenthaltsort und der nichts weiter als sein Leben zu verlieren hat, wird sich irgendwann auf den Weg machen.”

    Vor allem dann, wenn das Selfie mit der Kanzlerin die Runde macht incl. dem Hinweis dass es keine Obergrenzen gibt.

  56. #57 Peter Eumel
    21. Februar 2016

    @ Moreno,
    und wie willst du die Obergrenzen durchsetzen ohne das Grundgesetz, das Asylrecht und die Menschenrechte außer Kraft zu setzen?
    Kritk wird häufig geäußert, aber konstruktive Vorschläge, die einen schnellen Erfolg bringen, habe ich bis jetzt aus keiner politischen Richtung gelesen.

    @ Klaus
    die Straftaten der rechten Szene nehmen zurzeit überproportional zu und was Putin betrifft, er beweist sich zumindest als geschickter Demagoge und schwingt sich zum Rechtsvertreter jedes Rußland-Deutschen auf, obwohl die sein Land mit Freuden verlassen haben. Wer von den Rußland-Deutschen sich hier nicht richtig eingebürgert hat, kann ja von Putin zurückgenommen werden.
    Ansonsten trau ich kaum einen Politiker über den Weg, aber für eine wirklich gültige Beurteilung sind zuviele Falschinformationen von allen Seiten unterwegs. Die spätere Geschichtsschreibung wird irgenwann ein Urteil finden, das eher an die Wahrheit herankommt.

  57. #58 Moreno
    21. Februar 2016

    @ Peter Eumel

    ganz einfach. Die maximale Aufnahmekapazität festlegen und wenn diese erreicht ist, auf Staaten verweisen die sich ebenfalls der Genfer Flüchtlingskonvention verpflichtet haben. Diese findest du auf folgender Karte.
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3c/Refugeeconvention.PNG

  58. #59 Mkm
    21. Februar 2016

    @Moreno: Die Frage war, wie du diese Obergrenzen durchsetzen würdest, ohne das Grundgesetz, das Asylrecht und die Menschenrechte außer Kraft zu setzen. Und nebenbei auch, wo das Grundgesetz in Sachen Asyl irgenwas von Aufnahmekapazität enthält. Also?

  59. #60 Peter Eumel
    21. Februar 2016

    @ Moreno,

    das ist wohl ein bißchen zu einfach.
    Wenn die anderen Staaten sich weigern, läßt du dann die Flüchlinge an der Grenze verhungern? Oder Griechenland und Italien wie bisher im Regen stehen?

  60. #61 Moreno
    21. Februar 2016

    @ Mkm

    schaun Sie. Deutschland ist weder völkerrechtlich noch nach Art. 16a GG verpflichtet, Menschen Asyl zu gewähren, die über sichere Drittstaaten einreisen. Die Leute die meinen, hier sei jeder dahergelaufene willkommen, sollen erst mal erklären auf welcher Rechtsgrundlage eigentlich.

  61. #62 Moreno
    21. Februar 2016

    @ Peter Eumel: “Wenn die anderen Staaten sich weigern”

    Ich sprach von Ländern die sich der Genfer Flüchtlingskonvention verpflichtet haben. Wenn die sich weigern, so muss die UNO den Sachverhalt lösen und nicht Deutschland aus seinem ewigen Schuldkomplex heraus. Wir sind nicht die Retter der Welt.

  62. #63 Joseph Kuhn
    http://scienceblogs.de/gesundheits-check/
    21. Februar 2016

    @ Moreno:

    Hoffentlich haben Sie nicht mal einen Autounfall, liegen schwer verletzt am Straßenrand und die Leute fahren vorbei ohne zu helfen, weil sie sich sagen “wir sind die Retter der Welt”.

  63. #64 Ingo
    22. Februar 2016

    @Anderer Michael #3 Seite 2

    > 1.Sollte man Flüchtlingen helfen, die vor Krieg und Unterdrückung fliehen?
    > Ich sage, ja!

    Da sind wir uns ja einig.
    Nur bedeutet dass aber im Zweifelsfall ersteinmal jeden sofort aufzunehmen, und hinterher genauer nachzufragen.
    Man kann jemand nicht im Niemansland an der Grenze stehen lassen bis der Fall geklaert ist.
    Leider moechten viele Leute in Deutschland aber genau dieses “erst Aufnehmen, und dann Fragen stellen” verhindern.

    > 2. Soll man tatsächlich jeden aufnehmen, der behauptet, er/sie sei Flüchtling?
    > Ich sage, nein(1)!

    Doch.
    Nicht jeder hat ein Schild “echter Fluechtling” auf der Stirn. Es dauert einfach ein bischen bis man die Zeit hat nachzuforschen.
    Und so lange muss der Mensch als Mensch behandelt werden so gut es eben geht.
    Anders geht es nicht wenn man (Punkt 1) “echten” Fluechtlingen helfen will.

    > 4 Warum nennen wir nicht Ross und Reiter, wenn es um Probleme geht, die auf
    > uns abgeladen werden? Hauptprobleme sind westliche Militäreinsätze, …

    Kann sein,- aber was aendert das daran, dass die Leute hilfe brauchen?

    > 5. Welche Möglichkeiten hat der Durchschnittsbürger dagegen zu protestieren,
    > wenn … dieTurnhallen im Winter seit Jahren belegt sind

    Jede legale Moeglichkeit.

    > durch arbeitslose Balkanbewohner, die nach genügend Erhalt von Sozialhilfe …

    [blablabla und manche Betruegen auch ]
    Ob es Betrueger gibt oder nicht spielt keine Rolle. Deswegen muss trotzdem jeder Mensch der kommt eine Changse erhalten.

    > 6. Warum wenden sich die Bürger immer mehr von dieser Gesellschaft und
    > der Politik ab, nicht nur bei uns in ganz Europa?

    Weil Schreihaelse lauter schreien als Vernuenftige Menschen.
    Weil Leute wie die AfD und Pegida unsere Werte nicht verstanden haben, und ihren Gegner schon sehr aehnlich geworden sind.

    > 7. Wieso kommen oder wollen die meisten (numerisch) nach Deutschland?

    Weil in Deutschland (Pegida und AfD ausgenommen) vernuenftige Menschen wohnen, die keinen Schreihals als Kanzler haben, sondern jemand der Werte ueber die politische Karriere stellt (Seehofer ausgenommen).

  64. #65 Ingo
    22. Februar 2016

    Was ich noch sagen wollte:
    “Wir schaffen dass” bedeutet nicht “Wir schaffen dass perfekt und ausserdem umsonst”

    Ja: Es kostet Geld – aber ich bin bereit dafuer Steuern zu zahlen
    Ja: Es bedeutet, dass Turnhallen belegt sind – aber ich bin bereit dafuer auf Sportunterricht zu verzichten
    Ja: Es dauert lange
    Nein: Es ist nicht perfekt. Schnellere und fairere Verfahren waeren wuenschenswert. Integration bei Ankunft waere cool. Bessere Gebaeude als Turnhallen waeren besser. Bessere ID-Verfahren hilfreich. Weniger Betrugsfaelle gut.
    Aber es kann nicht perfekt sein,- so ist das leider in der Realitaet.

    Das sind alles keine Argumente mit der Hilfe aufzuhoeren.

    Wenn es auch laenger dauert, und hier und da holpert ->
    -> Wir schaffen das.

  65. #66 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2016/02/21/policia/
    22. Februar 2016

    Es ist ja offensichtlich, dass die rechten Besorgtbürger ihre Sorgen nicht der Politik, sondern immer den Flüchtlingen persönlich vortragen wollen. Allerdings entpuppen sich diese Sorgen meist als Wut und Hass und die Äußerungen sollen wohl Angst verbreiten, nicht eine Form politischer Auseinandersetzung.

    Ich erinnere mich an Demos der 80er Jahre. Damals protestierte man auch nicht immer am Landtag, Bundestag oder dem Rathaus, sondern an AKWs, der WAA oder der Startbahn West (Flughafen FfM).

    Damals hat es die Polizei geschafft schnell in hoher Mannschaftsstärke vor Ort zu sein.

    Wenn die Flüchtlinge in Clausnitz bislang keine Vorbehalte gegen deutsche Polizisten hatten, dann hat sich das jetzt vielleicht geändert. Es bringt sicher wenig in Flüchtlingsheimen mehrsprachige Ausgaben des Grundgesetzes zu verteilen mit der Ermahnung, Konflikte nicht intern mit Gewalt zu lösen, sondern sich an die Polizei zu wenden, wenn man so Werbung für die Polizei gemacht hat.

    @Ingo:

    Und zwar dafuer das ich vor einigen Jahren nicht Frau Merkel gewaehlt habe.

    Wenn Du nicht zufällig in ihrem Wahlkreis wohnst, dann kannst Du Frau Merkel gar nicht wählen/gewählt haben.

  66. #67 ralph
    22. Februar 2016

    Jeden der auch nur einen Funken Empathie besitzt wird es bei den Bildern aus Clausnitz das kalte Grausen packen und zugleich wird sich ein Fremdschämen einstellen.
    Sich darüber öffentlich zu empören, ohne jeglichen konstruktiv-analytischen Ansatz, halte ich für eine peinliche Nabelschau. Der der laute Ausbruch “Ach was gibt es doch für dumme engstirnige Menschen” mag so manche einem das Gefühl geben er sei was Besseres. Den Beweis dazu muss er noch antreten indem er sich aktiv mit Zeit und Geld für eine Sache einsetzt. Aktive Patenschaften für Flüchtlinge halte ich für eine gute Idee. Und mich würde es nicht wundern, wenn sich nach entsprechendem Vorlauf und einem Gegenseitigen Kennenlernen von Flüchtlingen und Einheimischen, getragen von Vereinen und Ehrenamtlichen, sich unter den “hirnlosen” Demonstranten genauso viele Helfer fänden wie unter den sich lautstark Empörenden.
    Im übrigen bin ich der Meinung, Bürokratie, Überregulierung und Wohlfahrtsstaat sind ein müssen auf den Prüfstand. Allein schon der Klimawandel wird zu vermehrten Süd-Nord Wanderung von Menschen führen. Wenn wir uns nicht einmauern wollen und den zukünftigen Herausforderungen Begegnen wollen müssen wir als Staat und Gesellschaft viel flexibler werden.

  67. #68 Struppi
    22. Februar 2016

    Es ist schon seltsam, wie die aktuelle Situation hochgekocht wird.

    Die Hysterie wird in erster Linie durch Berichte in den Medien erzeugt, der deutsche Staat ist sicher nicht überfordert mit einer Millionen Flüchtlinge und wenn Jordanien mit deutlich mehr Flüchtlingen umgehen kann, dann können “wir” das auch. Insofern ist “wir schaffen das” eine Selbstverständlichkeit.

    Aber die “andere” Seite hat ebenfalls Recht. Das Problem ist nicht die Anzahl der Flüchtlinge, sondern wie die konservativen Regierungen in der Vergangenheit (seit den 90’er) versucht haben mit dieser Situation umzugehen. Der dt. Öffentlichkeit wurde suggeriert es können keine Menschen mehr nach D fliehen, denn Schengen schützt uns. Das dieses Abkommen aber offensichtlich nicht durchdacht war zeigt sich nun.

    Denn gleichzeitig wurde kurz nach Schengen auch damit begonnen die Ausgaben für den Bürger zu kürzen. Egal ob Infrastruktur, Bildung oder soziale Versorgung, in den vergangenen 20 Jahren wurde das alles gekürzt – auf Kosten der Bürger. Dass diese sich nun über den Tisch gezogen fühlen, kann ich nachvollziehen. Wer das nicht gespürt hat, mag privilegiert sein, für alle anderen ist das Leben schwerer geworden. Aber trotzdem sind es meiner Meinung überwiegend die Berichte, die diese Ängste auf die Flüchtlinge lenken – schuld ist aber die Politik.

    Aber ein echtes “Flüchtlingsproblem” hat eigentlich nur die Türkei und etwas schwächer Griechenland.

    Das nach fünf Jahren Krieg in einem Land mit 20 Mio. Einwohner Fluchtbewegungen entstehen, muss doch Politikern klar sein und hätte mit Sicherheit mit den dafür exisiterenden Organisationen (z.b. UNHCR) auch besser kontrolliert werden können. Aber bei so lange anhaltenden Kämpfen – auch “Dank” NATO – müssen die Menschen fliehen und suchen anderswo nach Perspektiven.

    Aber wo war das Konzept als die NATO letztes Jahr sagte wir bombardieren den IS? Es gab keins und die Ausgaben an die UNHCR sanken weiter. Die EU hat mit dem Schengenabkommen gezeigt wie Unfähig sie ist.

  68. #69 raumstat
    22. Februar 2016

    @Moreno
    “sondern dort wo ihre Heimat ist”. Falsch, sie sind eben nicht im Osten geblieben, wo es keine Perspektive gab, sondern dorthin gegangen wo sie sich eine eigenverantwortliche Zukunft erhofften.
    Haben Syrer in den Flüchtlingslagern eine Persepektive? Nein. In Griechenland? Nein. Auf dem Balkan? sicher nicht.

  69. #70 Earonn
    22. Februar 2016

    Kann Jürgen und insbesondere Alisiers # 9 nur zustimmen.

    Die Werte, die eine gewissen Minderheit von Deutschen derzeit lauthals in die Welt hinausgrölt können gerne in den Abfalleimer.
    Und ja, auch ich wünsche mir, Rasissten würden ihren “Werten” endlich mal “Mut” hinzufügen und offen sagen, wes Geistes Kind sie sind.

    Aber andauernd hört man dieses “buhuuu, ich werde als rechtsradikal angesehen, nur weil…”
    Nein. Die Betreffenden werden als rechtsradikal oder einfach nur “rechts” angesehen, wenn sie Flüchtlinge ablehnen und dafür keine, vorgeschobene oder rassistische Gründe anbringen.

    Mich kotzt auch das ewige “die Politiker gehen an der Meinung des Volkes vorbei” an.
    Mir ist es lieber, Politiker gehen NICHT an der Genfer Menschenrechtskonfession vorbei, als ein paar lauten Schreihälsen nachzulaufen, die meinen, die Meinung des ganzen Volkes gepachtet zu haben. Ich bin zumindest auf dem Papier noch Deutsche, und meine Meinung vertritt eher Frau Merkel als jener Mob von herzlosen, dummen, denkunfähigen oder bösartigen Kreischern, die nichts besseres zu tun haben, als ihre Wut auf wer-weiß-denn-was an einer Gruppe hilfloser traumatisierter Kriegsflüchtlinge auszulassen.

    Ganz offen: wer Flüchtlinge bedroht ist entweder zu dumm, erwachsene Entscheidungen zu treffen, oder zu bösartig, um ihn Entscheidungen treffen zu lassen.

    @Moreno #50
    Na, ob die nun in die weite Welt oder “die Heimat” geflohen sind, gekostet haben sie uns allemal genug. Ich habe den Soli gerne gezahlt, ich habe gerne meinen Beitrag geleistet, dem Osten wieder auf die Beine zu helfen. Nicht, weil das “mein Volk” war, sondern aus schlichtem Mitgefühl und Verantwortung für meine Nächsten.
    Und jetzt erwarte ich von denen, die so lustig mein Geld genommen haben, dass sie zumindest die Klappe halten, wenn jetzt auch mal andere dran sind.
    Zumindest erwarte ich jedoch das Verhalten eines Erwachsenen, d.h. keine Gewalt und echte Argumente.

  70. #71 raumstat
    22. Februar 2016

    @Struppi
    Die Fluchtbewegungen werden eigentlich sehr gut durch das UNHCR überwacht. Schon 2012 wurde von denen die heutige Lage prognostiziert, für den Fall das die Flüchtlinge nicht vor Ort besser unterstützt werden. Hat aber die Welt nicht interessiert, frei nach dem Motto “die sind ja weit weg” oder “die werden ja nicht übers Mittelmeer schwimmen”. Gerade die CDU hat Mehrausgaben für die Flüchtlingshilfe immer abgelehnt.

  71. #72 bazille
    wien
    22. Februar 2016

    Interessant das sich hier einige nicht vorstellen können, Obergrenzen zu definieren. Siehe Österreich. Die Regierung st getrieben. Die Obergrenzen bleiben und werden auch umgesetzt, den falls die österreichische Regierung vor den Forderungen der EU einknicken sollte, war es das für Sie.

  72. #73 echt?
    22. Februar 2016

    Lustig ist, dass gerade die Sachsen, die 1989 und während der Elbhochwasser eine beispielhafte Solidarität erleben durften daraus nichts gelernt haben.

  73. #74 Moreno
    22. Februar 2016

    @ Joseph Kuhn: „Hoffentlich haben Sie nicht mal einen Autounfall, liegen schwer verletzt am Straßenrand und die Leute fahren vorbei ohne zu helfen, weil sie sich sagen “wir sind die Retter der Welt”.“

    Gehen Ihnen die Argumente aus oder warum ziehen Sie solch unsinnige Vergleiche?

    Deutschland verpflichtet sich Kriegsflüchtlingen zu helfen, doch stellt hier irgendjemand das humanitäre deutsche Asylrecht grundsätzlich in Frage? Ich gewiss nicht. Oder wollen Sie mir solch eine Haltung unterjubeln?

    Der AfD-Vorsitzende Prof. Meuthen sagte kürzlich, die AfD sei bereit sich auf eine Obergrenze von 200.000 Kriegsflüchtlingen pro Jahr einzulassen. Das ist übrigens eine mehr als großzügige Geste wenn man sich im internationalen Vergleich messen lässt. Eine Obergrenze die ich so unterstütze, da wir hier von Zahlen reden welche eine Gesellschaft noch bewältigen kann, ohne dabei den sozialen Frieden zu gefährden.

    @ raumstat: „Falsch, sie sind eben nicht im Osten geblieben, wo es keine Perspektive gab, sondern dorthin gegangen wo sie sich eine eigenverantwortliche Zukunft erhofften.“

    Die Ost-Deutschen haben mit Hilfe der Ungarn 89 ein linke – ich betone eine LINKE – Ideologie innerhalb Deutschlands zu Fall gebracht. Es gab Verwandtschaft und Familien auf beiden Seiten innerhalb eines Landes. Ost-Deutschland hatte genauso zu West-Deutschland gehört wie umgekehrt. Es wurde das vereint, was durch linke Verbrecher zwangsgeteilt wurde. Ein Sachverhalt der mit der globalen Wanderschaft der überwiegend männlichen Syrern, Afghanen, Iraker, Eritreanern … weder geschichtlich, kulturell noch sonst wie eine Gemeinsamkeit aufweist.

  74. #75 LasurCyan
    22. Februar 2016

    Es wurde das vereint, was durch linke Verbrecher zwangsgeteilt wurde.

    Welche ‘linken Verbrecher’ waren das nochmal, die die deutsche Teilung erzwungen haben, Moreno? Irgendwie stehe ich diesbezüglich gerade auf dem Schlauch..

  75. #76 Anderer Michael
    22. Februar 2016

    Ingo,
    es ist nett, dass Sie geantwortet haben( Fragen waren für Herrn Schönstein gedacht).
    Zu Frage 2 ev. missverständlich von mir formuliert, zunächst mal ja und prüfen. Ausnahme für mich: Balkanbewohner, wieso sind das Flüchtlinge, diese würde ich bereits bei der Grenze abweisen.
    Frage 3 haben Sie nicht beantwortet. Ist auch keine Pflicht, wäre schon interessant, wieso ein Arbeitsloser ein politischer Flüchtling ist oder kriminelle schwarzafrikanische Drogenhändler.
    Frage 4 denkfreie Tabuzone Ross und Reiter zu nennen, unbequeme “Wahrheiten”?
    Frage 5/6/7/ blablabla. Sie unterschätzen gewaltig die Situation und das Gefühl der Hilflosigkeit, dass sich bei den Bürgern immer mehr einstellt. Die Realität ist anders. Ich bin absolut erstaunt, wie populärer in ganz Europa Putin (wird scheinbar für so eine Art “weißer Ritter “gehalten)wird, hätte ich vor zwei Jahren nicht für möglich gehalten.
    Ich hoffe, dass Sie recht behalten. Ich fürchte, wir werden es nicht schaffen.

    Die Osteuropäischen Visegard -Länder sehen es gewaltig anders, sprechen von moralischen Imperialismus Deutschlands und sind bereit Militär einzusetzen, hätte ich ebenso nicht für möglich gehalten.

  76. #77 Anderer Michael
    22. Februar 2016

    user unknown
    “Damals hat es die Polizei geschafft schnell in hoher Mannschaftsstärke vor Ort zu sein.”
    Die Justiz, die Politik, die Polizei knickt regelmäßig vor krimineller oder politischer Gewalt ein. Clausnitz ist keine Ausnahme eher der Regelfall.

  77. #78 Anderer Michael
    22. Februar 2016

    “wird sich ein Fremdschämen einstellen.”
    Ralph
    Bei allem Respekt und nachvollziehbarer Empörung Fremdschämen ist mir zu einfach. Das weitere Geschriebene ist bestimmt sinnvoll. Zur flexiblen Haltung gehört aber auch laut nachzudenken (bzw solches auch zu dürfen) was Deutschland wirklich leisten kann, die Bevölkerung bereit, ist zu leistenund ob jeder Flüchtling dauerhaft in Deutschland bleiben soll. Wenn es um unsere Interessen geht (1), dürfen wir ruhig unsympathisch und in gewisser Weise auch egoistisch sein.

    1. Unsere Interessen kollidieren keineswegs mit weltweiter wirtschaftlicher Gerechtigkeit. Fischern in Westafrika, denen man nicht industriell die Fanggründe ausplündert, haben zunächst keinen wirtschaftlichen Grund nach EUropa auszuwandern

  78. #79 Peter Eumel
    22. Februar 2016

    @Moreno,
    Zitat Beitrag #12
    “Ich sprach von Ländern die sich der Genfer Flüchtlingskonvention verpflichtet haben. Wenn die sich weigern, so muss die UNO den Sachverhalt lösen und nicht Deutschland aus seinem ewigen Schuldkomplex heraus. Wir sind nicht die Retter der Welt.”
    Den “ewigen Schuldkomplex” will eine rechte Szene immer gern als Argument benutzen. Ich persönlich habe keinen Schuldkomplex und ich tippe mal drauf, so geht es den meisten Deutschen.
    Das Argument “Wir sind nicht die Retter der Welt” ist für mich nur ein weiteres Beispiel für das Abschieben von Verantwortung wie das allerdings in Europa heute leider üblich geworden ist.
    Aber Fehler anderer machen die eigenen nicht besser.

  79. #80 Jürgen Schönstein
    23. Februar 2016

    @Anderer Michael

    Fragen waren für Herrn Schönstein gedacht

    Das war erstens nicht ersichtlich, und ist zweitens ist das auch nicht meine Rolle – die Idee bei Kommentaren ist ja nicht, einen Privatdialog zu führen. Die Frage, warum ich mich auch in Deutschland als Ausländer fühle (und auch, zum Beispiel steuer- und melderechtlich, aber auch beipielsweise wenn es um Bankgeschäfte geht, offiziell als solcher gelte), habe ich ja in dem eingangs in meinem obigen Beitrag verlinkten Posting erklärt.

    Ansonsten warn das ja keine Fragen, sondern as Frage getarnte Statements, in denen letztlich massiver Asylbetrug postuliert wurde. Und nö, das muss ich nicht beantworten – das spricht letztlich vor allem für (oder meinetwegen auch gegen) sich.

    Wie ich schon öfter geschrieben habe: Ich muss nicht durch jeden Reifen springen, den man mir hinhält.

  80. #81 Moreno
    23. Februar 2016

    @ Peter Eumel: “Den “ewigen Schuldkomplex” will eine rechte Szene immer gern als Argument benutzen.”

    Wie kommen Sie darauf? Den Begriff “Schuldkomplex” im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise habe ich aus einem Welt Online Artikel von letzter Woche.

    “Es gibt einen grundlegenden Irrtum in der Asyldebatte
    Die deutsche Migrationspolitik ist fehlgeleitet von einem historischen Schuldkomplex und problematischen politischen Vorstellungen. Die Flüchtlingskrise bringt die Chance, neu darüber nachzudenken. (…)”
    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article152311226/Es-gibt-einen-grundlegenden-Irrtum-in-der-Asyldebatte.html

    Das Sie bei der Verwendung des Begriffs “Schuldkomplex” gleich die Zuordnung in die “rechte Szene” behaupten, zeigt doch viel mehr wie reflexhaft Ihre Denke konditioniert ist.

  81. #82 Bullet
    23. Februar 2016

    Deren Heimat war der Faschistenstaat “DDR”. Hätten sie da doch bleiben sollen. Es sind ja, wie wir sehen, da immer noch genug. Ich persönlich plädiere ja für Schußwaffeneinsatz an der deutschen Grenze… von 1989. Der zur DDR.

  82. #83 Bullet
    23. Februar 2016

    Autsch. Das war eine Antwort auf #50. Längst veraltet. Ich liebe die Anzeige von Kommentaren auf mehreren Seiten …

  83. #84 Anderer Michael
    23. Februar 2016

    Herr Schönstein,
    das war von mir nicht als Angriff gegen Sie gemeint, falls von Ihnen so verstanden.Entschuldigung.
    Mir ist bewusst, dass Sie keine Fragen beantworten müssen, schon gar nicht, wenn es Provokationen sind.
    Alle meine Fragen sind ernst gemeint.
    Wieso Sie in Deutschland als Ausländer gelten, ist mir trotz Nachlesens nicht klar, also rechtlich auf keinen Fall. Sie haben sogar einen winzigen Vorteil, Sie haben keine Pflicht einen Ausweis zu besitzen (nach deutschem Recht!). Oder fühlen Sie sich nicht mehr als Deutscher, wegen des langen Auslandsaufenthaltes ?

    Sie schrieben, ich wolle massiven Asylbetrug postulieren.Ja, so gesehen richtig, bei einem Teil der Balkanbewohner bestimmt. Unabhängig davon würde mich schon interessieren, wieso z.B.Arbeitslose in Deutschland oder Kriminelle aus Afrika als Flüchtlinge gelten sollen (sofern die Arbeitslosigkeit der Fluchtgrund ist). Sie vertreten auf sehr moralischer Ebene Positionen. Wenn diese Positionen mit der Realität ( die ich mir nicht auf dem Sofa sitzend ausdenke) verglichen werden, und Sie möchten nicht antworten. Dann frage ich mich schon, wieviel sind denn Ihnen Ihre Positionen selber wert und was sollen Sie uns wert sein? Klar können Sie sagen, dem muss ich nicht antworten. Im Groben ist Ihre Auffassung zur Zeit politische Maxime. Aber die Visegardstaaten wollen dagegen Militär einsetzen, nicht gegen Deutschland, sondern gegen die Folgen deutscher Politik. Das ist doch Realität, Herr Schönstein. Genauso dass Putin immer populärer wird, warum eigentlich ?

  84. #85 Wilhelm Leonhard Schuster
    23. Februar 2016

    @ Alle:
    DIE Deutschen, müssen nicht durch jeden Reifen springen, den uns Herr Schönstein hinhält!
    Im übrigen: Kein Kommentar,- zu den, doch teils sehr komischen, sonderbaren Kommentaren.
    Diese, sprechen für sich selbst und bedürfen keines Kommentars.
    Man muß so etwas abtropfen lassen,
    wie unter der Dusche stehend-
    letztendlich ist dieses auch: reinigend!

  85. #86 Anderer Michael
    23. Februar 2016

    Herr Schönstein!
    Jetzt haben Sie mich neugierig gemacht.
    Sie schrieben in Ihrem verlinkten Posting:
    ” in Deutschland bin ich Ausländer, weil ich meinen ständigen Wohnsitz nicht hier, sondern in den USA habe – und zwar schon sehr, sehr lange.”
    Hier schrieben Sie:
    “(und auch, zum Beispiel steuer- und melderechtlich, aber auch beipielsweise wenn es um Bankgeschäfte geht, offiziell als solcher gelte)”
    Dem Steuerrecht in Deutschland unterliegt ,wer Einkünfte in Deutschland hat, unabhängig von der Staatsbürgerschaft und seinem ständigen Wohnsitz. Das Steuerrecht der USA ist übrigens einer der Hauptgründe, weshalb sich US-Bürger in Deutschland einbürgern lassen.
    Sofern Sie die Deutsche Staatsbürgerschaft haben, sind Sie, solange Sie es wollen, deutscher Staatsbürger (Art.116. GG). Theoretisch sogar, wenn Sie kein einziges Wort deutsch können und noch nie in Deutschland gewesen sind.
    Melderechtlich können Sie sich, wie jeder Deutscher oder Ausländer auch, nur in der deutschen Gemeinde anmelden, wo Sie Ihren Lebensmittelpunkt haben.
    Deutsche Bankkonten für Auslandsdeutsche sind ebenfalls kein Problem, die ev. Besteuerung unterliegt den selben Kriterien wie bei Deutschen und Ausländern ( es sei denn, es gibt Doppelbesteuerungsabkommen und ähnliches, diese wären dann zu Ihrem Vorteil, Sie wollen doch nicht doppelt Steuern zahlen).
    Deswegen auch meine Frage. Wo sind Sie offiziell in Deutschland Ausländer oder einem Ausländer gleichgestellt.

  86. #87 Bullet
    23. Februar 2016

    @Anderer Michael:

    Deswegen auch meine Frage. Wo sind Sie offiziell in Deutschland Ausländer oder einem Ausländer gleichgestellt.

    Hat Jürgen das Wort “Offiziell” in Verbindung mit den Worten “in Deutschland” und “Ausländer” in Bezug auf seine Person verwendet?

  87. #88 Anderer Michael
    23. Februar 2016

    Im 2. Block Kommentar 29
    Ich zitiere:
    ” Die Frage, warum ich mich auch in Deutschland als Ausländer fühle (und auch, zum Beispiel steuer- und melderechtlich, aber auch beipielsweise wenn es um Bankgeschäfte geht, offiziell als solcher gelte),..”
    Zur Wiederholung:
    ” …warum ich mich auch in Deutschland als Ausländer fühle ..und …. offiziell als solcher gelte….”

  88. #89 Jürgen Schönstein
    23. Februar 2016

    @Anderer Michael
    Steuerrechtlich, beispielsweise. Oder als meine Bank mein Pfandbrief-Konto einseitig auflöste, da sie keine Konten von Ausländern (= Personen, die im Ausland leben) mehr führen wollte – rechtlich zu kompliziert, wie sie fanden. Mein Führerschein ist amerikanisch, genauer gesagt, aus dem Staat Massachusetts, weil das gesetzlich so vorgeschrieben ist (und der Besitz zweier Führerscheine aus verschiedenen Jurisdiktionen gegen das hiesige Gesetz verstößt). Da ich in Deutschland keinen Wohnsitz habe und demzufolge auch nicht gemeldet (= kein “Gemeindebürger”) bin, kann ich an keinen Kommunal- und Regionalwahlen teilnehmen. Aus dem gleichen Grund besitze ich auch keinen deutschen Personalausweis. Andererseits kann ich mir, wenn ich wollte, die Mehrwertssteuer für alle Gegenstände, die ich in Deutschland (oder der EU, übrigens) erwerbe, bei der Ausreise rückerstatten lassen. Aber auch ohne diese formalrechtlichen Aspekte bin ich ein Ausländer – jemand, der nicht mehr voll am deutschen Geschehen teilnimmt. Ich könnte kein “Dschungelcamp” anschauen, selbst wenn ich wollte, und ich muss mir manchmal (zum Glück recht selten, aber das liegt wohl an der Auwwahl meiner Freunde) anhören, dass ich nicht mitreden kann, wennes um X, Y oder Z geht, weil ich ja nicht in Deutschland lebe und daher nicht betroffen bin. Reicht das?

  89. #90 Anderer Michael
    23. Februar 2016

    Damit kein Missverstndnis auftaucht. Herr Schönstein sagt, er sei in Deutschland Ausländer. Das ist sachlich verkehrt. Dass Herr Schönstein es trotzdem sagt, sozusagen als “Freiheit des Bloggers” um damit eine ihm wichtige Grundposition zu einem Thema akzentuiert einzuleiten ,akzeptiere ich durchaus und habe Verständnis. Eine endlose Diskussion, wer jetzt wie was gesagt hat und wie wo und was da und dort geschrieben oder verstanden wurde, ist wenig zielführend und kann von meiner Seite gerne beendet werden.
    Andererseits sieht es niemand mit Freude, wenn ihm unlautere Motive unterstellt werden, ganz allgemein gesagt und wenn es vor allem nicht zutrifft

  90. #91 Jürgen Schönstein
    23. Februar 2016

    @Anderer Michael

    Das ist sachlich verkehrt.

    Huh? Wie bitte? Offenbar beherrsche ich nicht mal mehr die deutsche Sprache, muss also nicht nur Ausländer, sondern ein echter Fremd(sprachig)er sein. Wie sonst könnten meine Erklärungen hier so völlig ungehört und unverstanden verhallt sein?

    P.S. Ich hatte in meiner obigen Auflistung noch vergessen, dass ich auch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hatte, als mir mein deutscher Arbeitgeber meinen deutschen (!) Arbeitsvertrag kündigte, obwohl ich in all meinen US-Korrespondentenjahren ununterbrochen in die deutsche Arbeitslosenversicherung einzahlen musste, also meinen Beitrag geleistet habe. Aber da es mir bei einem Wohnsitz in den USA nicht möglich war, den Meldebestimmungen für Arbeitslose nachzukommen, bestand nicht mal im Ansatz eine Chance, diese Leistung (für die ich ja vorher teuer bezahlt hatte) einzufordern. Und jetzt du…

  91. #92 Anderer Michael
    23. Februar 2016

    Bitte, wenn Sie meinen, dann sind Sie eben in Deutschland Ausländer. Gratulation.
    Damit Sie nicht böse auf mich (dem “du”) gebe ich Ihnen nochmal zusätzlich recht.
    “…….. Sturheit, Rechthaberei, vielleicht? Wenn solche Werte durch den Zuzug fremder Menschen gefährdet werden, dann kann ich nur sagen: Ja, bitte! Und bitte schnell!”
    Wenn Sie recht haben, dann haben Sie bestimmt recht.

    Gruß vom Inländer an den Ausländer

  92. #93 Jürgen Schönstein
    23. Februar 2016

    @Anderer Michael
    Warum bestehen Sie (Stichwort: Rechthaberei) darauf, dass Sie meinen voelker- und auch ansonsten -rechtlichen Status besser beurteilen koennen als ich? Oder besser: Warum bestehen Sie darauf, dass ich die Unwahrheit sage, ohne einen Beleg dafuer zu bringen, was die “Wahrheit” in diesem Fall sein muesse? Schauen Sie doch einfach noch einmal nach, wie “Auslaender” im Deutschen definiert ist. Und dann ueberlegen Sie, wer hier stur auf seiner Rechthaberei beharrt… (Und nee, das “Du” war Teil einer idiomatischen Floskel, keine persoenliche Anrede. Wir haben ja schliesslich, wie man bei uns sagt, noch nicht zusammen die Schweine gehuetet.)

  93. #94 Anderer Michael
    23. Februar 2016

    Sie haben also als Auslandsdeutscher weniger Rechte und in Deutschland einen wesentlich anderen Status als ein hier lebender Deutscher. Die Definition Ausländer bei Wikipedia habe ich auch gelesen,passt die wirklich, wenn man zu Ende liest.
    Wieso kann man sich nicht darauf einigen, dass Sie sich ganz unabhängig von formalen Fragen in erster Linie wie ein Ausländer fühlen nach der langen Zeit, haben Sie doch auch so geschrieben. Das ist keineswegs ungewöhnlich und durchaus nachvollziehbar. Und wenn Sie dieses Gefühl in eine plakative Formulierung umsetzen, um ein für Sie wichtiges Thema pointiert als Journalist umzusetzen.
    Bitte,warum nicht? Letztendlich habe ich damit kein Problem und das “du”, da fällt mir keine Krone ab. Wer austeilt, darf auch mal einstecken. Ich denke, Ihre Beiträge sind informativ und sie motivieren zum Nachlesen. Es ärgert mich aber schon, dass Fragen die nicht so ins Konzept passen, und ehrlich gemeint sind (1), vorab als unlauter angesehen werden.

    Da wir fast überall Ausländer sind
    grüßt herzlich der “fast überall Ausländer” den “überall Ausländer” (2)

    P.S. Das mit der Kündigung in New York tut mir leid. (Ehrlich, keine Heuchelei)

    1. Das ist im Einzelfall bei persönlicher Unkenntnis des Gegenübers natürlich schon sehr schwierig einzuschätzen, dass gestehe ich schon ein.

    2.Das war jetzt versöhnlich gemeint und keine Attacke.

  94. #95 Wilhelm Leonhard Schuster
    23. Februar 2016

    @Herr Schönstein ,das mit dem Wohnsitz müsste sich doch so regeln lassen :
    Erstwohnsitz Deutschland , Zweitwohnsitz Ausland
    bei zeitlich begrenztem Visa, das je vom Arbeitgeber erneuert und verlängert wird.
    Für Presseleute und sonstige Manager auf Zeit, sollte derartiges doch selbstverständlich sein.
    Im übrigen bin ich der naiven Ansicht, daß Sie ihrem
    Arbeitgeber gegenüber, nicht sämtliche rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft haben.

  95. #96 Wilhelm Leonhard Schuster
    23. Februar 2016

    Nachtrag : Eventuell liegt sogar eine arglistige Täuschung durch Ihren Arbeitgeber vor, denn dieser trägt doch für Sie, wenn er Sie im Ausland einsetzt, eine gewisse Verantwortung !
    Wie AM sagte:Schwer einschätzbar, von hier aus!

  96. #97 Jürgen Schönstein
    23. Februar 2016

    @WLS

    Schwer einschätzbar, von hier aus!

    Zerbrechen Sie sich nicht meinen Kopf – von hier aus war die Sache absolut einschätzbar und dank (teurer) Anwälte, sowohl in arbeitsrechtlichen als auch Einwanderungs-Angelegenheiten. Ich habe die Sache sehr wohl im Griff, wollte aber nur – weil dazu explizit und mehrfach aufgefordert – nachweisen, dass ein im Ausland lebender Deutscher trotz seiner weiterhin bestehenden Staatsbürgerschaft auch aus Sicht der deutschen Behörden ein Ausländer sein kann (und meistens auch ist.

  97. #98 Anderer Michael
    24. Februar 2016

    Herr Schönstein,
    ist es gemein, wenn ich Sie bitte, durch den Reifen zu springen (er brennt nicht!) und Ihre Sicht zu meinen Fragen kundzutun, sozusagen aus der größeren Perspektive des Ausländers.

    P.S. Ich besitze auch keinen Personalausweis, dazu bin ich als deutscher Staatsbürger im Inland nicht verpflichtet und muss auch keinen sonstigen Ausweis mitführen!

  98. #99 Anderer Michael
    24. Februar 2016

    Peter Eumel
    “Wer von den Rußland-Deutschen sich hier nicht richtig eingebürgert hat, kann ja von Putin zurückgenommen werden.”
    Erinnert mich an die 60 und 70 Jahre, des letzten Jahrhunderts. “Wenn es dir nicht passt, geh doch nach drüben “, so pflegte das kleinbürgerliche Establishment als argumentatives Substitut den Langhaarigen vorzuschlagen. Habe ich das letzte Mal gehört mit kurzen Haaren Anfang der 80ziger, als ich partout bei der Kranzniederlegung an irgendeinem Langemarck Heldengedenktag für studentische Gefallene(Hingeschlachtete, Verarschte Jungs, Kanonenfutter was ist der richtige Ausdruck) keinen Umweg machen wollte, und mitten durch die Reihen der die Wacht am Rhein singenden alten Herren vorsichtig ging (fairerweise muss ich anerkennen, es klang gut). Als Konservativer hat mich Geschichtsverfälschung schon immer genervt. Damals habe ich die Linken für Ihre zupackende intellektuelle Herrschaftskritik schon ein bisschen beneidet und heute ? Da feiert die Linke Mohammed als Feministen und sich als Schwarze bezeichnende mit überdurchschnittlichem Einkommen betitulieren Weiße als priviligiert, also demzufolge auch die , die morgens um 6 Uhr an der Maschine stehen , manchmal für Mindestlohn. Genug des Frust.

    Tempora non mutantur! Wo würden Sie die Herren Vogel und Lau so denn hinschicken wollen ?

  99. #100 Jürgen Schönstein
    24. Februar 2016

    @Anderer Michael,
    Die meisten Fragen haben Sie doch selbst schon beantwortet (was mir keinen Raum lässt – Sie sind ja bereits sicher, die “Wahrheit” zu kennen). Wie viele arbeitslose Lkw-Fahrer aus Eritrea sind unter den Flüchtlingen? Woher wollen Sie wissen, das Roma NICHT verfolgt werden und, ergo, fliehen mussten? Weil man denen grundsätzlich nicht trauen kann? (Und was verrät uns so ein Vorurteil darüber, wie gesichert die Sitution dieser Bevölkerungsgruppe ganz generell in “unserem” Europa ist)? Warum müssen Flüchtlinge in einem der reichsten Länder der Welt überhaupt in nur begrenzt menschenwürdigen Turnhallen untergebracht werden? Vielleicht, weil “besorgte Bürger” gerne potenzielle Unterkünfte abfackeln? Sollen wir jeden Flüchtling aufnehmen, der darum ersucht? Ja, weil Asylrecht ein Menschenrecht ist, und der Verdacht, er/sie könne dieses Recht missbrauchen, nicht ausreichend ist, um einer ganzen Gruppe pauschal dieses Recht zu verweigern. Warum soll ich diese Fragen beantworten? Würden Sie meine Antworten akzeptieren?

  100. #101 raumstat
    24. Februar 2016

    @Moreno “Ein Sachverhalt der mit der globalen Wanderschaft der überwiegend männlichen Syrern, Afghanen, Iraker, Eritreanern … weder geschichtlich, kulturell noch sonst wie eine Gemeinsamkeit aufweist.” Wieder falsch. Die Gemeinsamkeit ist eine essentiell menschlichen: Die Suche nach einer SELBSTBESTIMMTEN Perspektive. Das “Ossis” und “Wessis” gemeinsame Verwandt hatten, hat nichts mit dem gewaltigen Bevölkerungsschwund im Osten zu tun.

  101. #102 Wilhelm Leonhard Schuster
    24. Februar 2016

    Jeder Staat ist ein Ansammlung von Menschen, die sich gegen andere Ansammlungen von Menschen,
    abgrenzt -(egoistisch ist).
    Die Idee des Weltstaates gibt es zwar, wird jedoch eine süße Idee bleiben. Auch die geschilderten Ansprüche im “AltenTestament “, werden nicht in den Himmel wachsen und wie der Turmbau zu Babel in sich zusammenfallen.(Mose der Erfinder des extremen Rassismus!-Aber derartiges darf man heutzutage doch nicht sagen, die Bibel aber,/das”AlteTestament”/ sagt nun mal selbiges).
    Was soll also unrealistisches Wohlfühlmultikulti –
    Wunschdenken irgendeiner mehr oder weniger großen GRUPPE?
    Überall in der Welt, muß eine mehr oder weniger große Gruppe von Menschen, eine andere kleinere Gruppe (die mehr oder weniger auf der faulen Haut liegt), ernähren!
    (Verteilung von Reichtum und Besitz)!
    Werden diese “Verhältnisse” unerträglich, sind die
    Folgen allseits bekannt.
    Jeder Staat möchte im Grunde, staatisch bleiben,
    die vorhandenen Verhältnisse, nicht abruppt geändert wissen(haben).Tut er dieses dennoch, handelt er (wie zur Zeit Deutschland in Frage: Einwanderung), selbstmörderisch!
    (Die Ethik des Staates, mordet sich, in Deutschland, sozusagen, selbst!)

  102. #103 Anderer Michael
    24. Februar 2016

    Natürlich akzeptiere ich Ihre Antworten, die Frage verstehe ich nicht? Umgekehrt habe ich den Eindruck, dass Sie nicht bereit sind, einen offenen und ehrlichen Diskurs zu führen. Sie akzeptieren meine Fragen nicht. Als Blogbetreiber können Sie in der Beziehung tun und lassen, was Sie wollen. Sie können mich rausschmeißen oder als Deppen darstellen, es steht Ihnen zu. Ihr letzten Kommentar empfinde ich als … ich will nun keinen Anlass geben für… und deshalb schreibe ich dazu nichts mehr (auch nicht zum Völkerrecht).
    Ich glaube aber an das Gute im Menschen und drum versuche ich es mal.
    1. “Sie sind ja bereits sicher, die “Wahrheit” zu kennen”
    Mal ehrlich, dass ist doch ein bisschen Polemik. Daran gehe ich nicht kaputt und nehme es einfach hin.
    2. “Wie viele arbeitslose Lkw-Fahrer aus Eritrea sind unter den Flüchtlingen? ”
    Keine Ahnung. Das war auch nicht der Punkt. Sondern soll man einem arbeitslosen LKW- Fahrer aus Eritrea, der seine Arbeitslosigkeit als Grund angibt, als anerkannten Asylbewerber in Deutschland aufnehmen? Ich sage eindeutig nein. Andererseits LKW-Fahrer sind in Deutschland gesucht ( ähnlich wie in den USA und Kanada vor einigen Jahren, ist das immer noch so?). Hätten wir ein Einwanderungsgesetz und dieser Mensch hätte in Eritrea sich auf einen Aufenthalt mit Unterstützung aus Deutschland vorbereitet , vorab einen Arbeitsvertrag bekommen. Dann aber bitte schnell hierher.
    3.”Woher wollen Sie wissen, das Roma NICHT verfolgt werden und, ergo, fliehen mussten? Weil man denen grundsätzlich nicht trauen kann? (Und was verrät uns so ein Vorurteil darüber, wie gesichert die Sitution dieser Bevölkerungsgruppe ganz generell in “unserem” Europa ist)”
    Vorurteil? Von wem? Von Ihnen? Wieviel Romas kennen Sie, wann haben Sie das letzte Mal mit einem Roma geredet? Ich vor einigen Monaten beim Einkaufen im Lidl mit einer alten Dame. War interessant. Der Großvater hatte in der kaiserlichen Armee gedient (bzw so wie der meinige zwangsgepresst als Kanonenfutter, da waren Ihre deutschen Vorfahren nicht zimperlich). Sie bedauerte auch nachvollziehbar, dass die Jungen kein Romani mehr können. Und ich kannte auch welche, die hatten Nummern am Unterarm, von Ihren deutschen Vorfahren.Mir ist nicht bekannt, dass im dritten Reich Polen oder Juden freiwillig auf Romaunterarme Nummern tätowierten. Und diese Roma gingen eine Zeitlang bei uns ein und aus. Man Vater wurde auch in einer finanziell angespannten Situation über Nacht arbeitslos,hielt uns über Wasser indem er alte Kontakte reaktivierte ,Schmuck in Westberlin bei Straßenhändlern (osteuropäische Juden) kaufte und in Westdeutschland verkaufte ( dass mit dem ” ..und jetzt du” ist hiermit wohl hoffentlich geklärt), eben auch an diese Roma. Ja Roma unterliegen teilweise einer gesellschaftlichen Diskriminierung, so wie auch zum Teil Juden, Schwule, Schwarze,deutsche Schulkinder in Deutschland. Ich denke nicht, dass wir die dortigen Zivilgesellschaften (zumTeil EU und NATO-Partner )aus ihr Verantwortung aber auch die Romas ( übrigens eine sehr heterogene Gemeinschaft keinesfalls mit uniformen Vorstellungen, und durchaus sehr verantwortungsvoll) entlassen dürfen. EU Fördergelder liegen bereit und werden teilweise nicht abgerufen! Deswegen bin ich dagegen Balkanbewohner als Flüchtlinge anzusehen. Ein Missbrauch des Asylrechtes zur Erlangung wirtschaftlicher Vorteile, wie bei den Deutschen und Hartz4, gibt es aber nun mal. Fairerweise sollte man anführen, dass das sicherlich “Wirtschaftsflüchtlinge “sind, aber der Schaden der eigentlichen Wirtschafts(Steuer)flüchtlinge viel höher ist (wäre doch mal ein gutes Blogthema).
    4.”Warum müssen Flüchtlinge in einem der reichsten Länder der Welt überhaupt in nur begrenzt menschenwürdigen Turnhallen untergebracht werden? Vielleicht, weil “besorgte Bürger” gerne potenzielle Unterkünfte abfackeln? ”
    Das werden sich die Saudis auch gefragt haben, darum wollten sie keine Flüchtlinge in ihren Luxuszeltstädten für die Hadsch aufnehmen aber angeblich Geld für den Bau von Moscheen bereit stellen. Ansonsten wenn Sie eine Idee haben, wo die Flüchtlinge unterzubringen sind, die Bürgermeister und Gemeinden warten auf Ihre Vorschläge, Herr Schönstein. Ach ja abfackeln, dürfte Ihnen nicht entgangen sein, dass das so eine weltweiter Brauch ist.
    5.”Sollen wir jeden Flüchtling aufnehmen, der darum ersucht? Ja, weil Asylrecht ein Menschenrecht ist, und der Verdacht, er/sie könne dieses Recht missbrauchen, nicht ausreichend ist, um einer ganzen Gruppe pauschal dieses Recht zu verweigern. ”
    Gewiss. Und wenn nach Prüfung feststeht, dass kein Asylgrund vorliegt. Was dann? Und wenn ein Asylgrund nicht auszuschließen ist, aber Drogen gedealt werden, was dann ?
    und was schlagen Sie vor, wenn Boko Harram in Nigeria gewinnt? Dagegen ist die aktuelle Flüchtlingswelle noch nicht mal ein Sturm im Wasserglas. Und diese potentiellen Flüchtlinge hätten einen nachvollziehbaren Asylgrund!

    Nun bin ich hoffentlich erschöpfend auf Ihre Fragen eingegangen, sicherlich nicht qualitativ so gut wie Sie es könnten (das ist ernst gemeint, ich bin schließlich kein Journalist). Wollen Sie auch konkret auf meine Fragen antworten? Die Wahrheit besitzen wir doch beide nicht, also brauchen wir sie uns doch nicht um die Ohren hauen. Und gekränkte Eitelkeit ist langweilig.

  103. #104 Bullet
    24. Februar 2016

    Mann, Schuster, kannst du nicht ein einziges mal vorm Kommentieren denken?

    Jeder Staat ist ein Ansammlung von Menschen, die sich gegen andere Ansammlungen von Menschen,
    abgrenzt -(egoistisch ist).

    Das ist so ein Hirnriß, daß es nur so kracht.

  104. #105 Bullet
    24. Februar 2016

    @anderer Michael:

    Sondern soll man einem arbeitslosen LKW- Fahrer aus Eritrea, der seine Arbeitslosigkeit als Grund angibt, als anerkannten Asylbewerber in Deutschland aufnehmen? Ich sage eindeutig nein.

    Wau. Da is ja mal einer mutig und bezieht Position. Indes: allein wes Grundes zu dieser absurden Fragestellung? Mir scheint, deine Bildung braucht noch einen kleinen Schubs. Bitte sehr.
    Wie sehen eigentlich – völlig aus dem Zusammenhang gerissen – deine Vorstellungen zur artgerechten Haltung von Einhörnern aus? Nur mal so gefragt …

  105. #106 Moreno
    24. Februar 2016

    @ Bullet

    Gut das Sie Art. 16a GG verlinken.
    2015 waren es gerade mal 0,7% die Asyl nach 16a erhielten. 99,3% erfüllten 2015 diese Kriterien nicht.

    https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/Asyl/statistik-anlage-teil-4-aktuelle-zahlen-zu-asyl.pdf?__blob=publicationFile

  106. #107 raumstat
    24. Februar 2016

    @Moreno
    Artikel 16a GG ist ja auch nur einer von vielen Gründen. So fallen ja auch reguläre Kriegsflüchtlinge nicht unter 16a GG
    Insgesamt wurden “nur” ca. 32% abgelehnt.

  107. #108 Schmidts Katze
    24. Februar 2016

    Moreno ist einer dieser unangenehmen Diskutanten, die ganz genau wissen, daß ihre Argumente nicht taugen.
    Das interessiert ihn aber überhaupt nicht, er will dich nur mit der Recherche beschäftigen, um dir unnötige Arbeit zu machen und damit deine Zeit zu verschwenden.
    Wenn du ihn überzeugen willst, dann viel Spass, ich bin sicher, er hat genug Halbwahrheiten parat, um damit weiterzumachen, bis du keine Lust mehr an der Diskussion hast.

  108. #109 Moreno
    24. Februar 2016

    @ raumstat: “Insgesamt wurden “nur” ca. 32% abgelehnt.”

    Demnach versuchte jeder dritte Asylbewerber 2015 auf dem Trittbrett des Asylrechts einzuwandern. Richtig?

    Den permanenten und rechtswidrigen Verstoß von Absatz 2.; 16a GG, lasse ich bei den genannten 32% mal außen vor.

  109. #110 Moreno
    24. Februar 2016

    @ Schmidts Katze

    einfach mal die Haltung der EU-Nachbarn in Bezug auf die Flüchtlingskrise anschauen, vielleicht fällt Ihnen dann was auf.

  110. #111 Schmidts Katze
    24. Februar 2016

    Ich habe nicht die Absicht, über eines der Stöckchen zu springen, die du hier permanent hinhälst.

  111. #112 Moreno
    24. Februar 2016

    @ Schmidts Katze

    es bleibt Ihnen ja auch überlassen, ob Sie die Flüchtlingskrise aus verschiedenen Perspektiven wahrnehmen wollen, wie beispielsweise aus Sicht der EU-Nachbarn. Aber vermutlich haben Sie sich schon dagegen entschieden, um Ihre eigenen Vorurteile nicht zu gefährden.

  112. #113 Anderer Michael
    24. Februar 2016

    bullet,
    du sagst wau. Willst du einen Hundekeks. Bitte schön.
    Zu Einhörnern. Sofern diese völkerrechtliche Subjekte wären (was sie nicht sind, weil Einzelpersonen im Regelfall nicht Subjekte des Völkerrechtes sind), würde ich sie als beschränkt steuerpflichtige Einhörner nach EStG § 49,50 ansehen, mit und ohne Alu-Horn.
    Zum arbeitslosen LKW-Fahrer aus Eritrea. Der Spiegel hat vor einigen Monaten einige Asylbewerber vorgestellt und ihr Leben in Deutschland im Verlauf betrachtet, u.a. diesen Herren der seine Arbeitslosigkeit als Grund für seine Reise nach Deutschland angab. Kann ich was dafür ? Gleiches , also wirtschaftliche Probleme, haben mir auch Albaner genannt (bzw deren Kinder).
    Vielleicht willst du antworten ?. Nur so, im Zusammenhang.
    Sollen arbeitslose Lkw-Fahrer aus Eritrea als Asylbewerber (respektive in wirtschaftlicher Not stehende Albaner) anerkannt werden oder wäre es besser, es würde eine qualifizierte Einwanderung stattfinden, nach einem Einwanderungsgesetz, und sicherlich auch mit dem Risiko für diesen Herren, dass er keine Einwanderungserlaubnis bekommt, weil er sich noch nicht genügend qualifiziert hat (gängige weltweite Praxis !)
    Ansonsten selbstverständlich herzlichen Dank für die persönliche Weiterbildungsmaßnahme. Wer hätte die von uns nicht notwendig (1).

    1 Das fehlende Fragezeichen ist nach unserer deutschen Grammatik möglich. Mein persönlicher Beitrag zur Bildung.

  113. #114 Peter Eumella
    24. Februar 2016

    @ Moreno
    Zitat #24
    “Das Sie bei der Verwendung des Begriffs “Schuldkomplex” gleich die Zuordnung in die “rechte Szene” behaupten, zeigt doch viel mehr wie reflexhaft Ihre Denke konditioniert ist.”
    Ich gebe zu, daß bei mir das Wort “Schuld-Komplex” aus vielen Debatten mit dem rechten Rand der Gesellschaft negativ belegt ist. Er wird dort allerdings nicht im Sinne von “mehreren Fehlern” sondern eher als “zwanghaft falsches Verhalten der Deutschen aufgrund ihrer peinlichen Geschichte” verstanden und oft gegen verantwortungsbewußtes Handeln ins Feld geführt.
    Der oder die Verfasser des Online-Artikels haben praktisch nur in dem Untertitel das Wort “Schuld-Komplex” verwandt. Und dies im Sinne von mehreren vielleicht falschen Einschätzungen.

  114. #115 Peter Eumella
    25. Februar 2016

    @ Anderer Michael
    Zitat #49
    “Peter Eumel
    “Wer von den Rußland-Deutschen sich hier nicht richtig eingebürgert hat, kann ja von Putin zurückgenommen werden.”
    Erinnert mich an die 60 und 70 Jahre, des letzten Jahrhunderts. “Wenn es dir nicht passt, geh doch nach drüben “, so pflegte das kleinbürgerliche Establishment als argumentatives Substitut den Langhaarigen vorzuschlagen.”

    Das war auch polemisch gemeint. Der russische Außenminister hat für sich das Recht in Anspruch genommen für alle Rußland-Deutsche zu sprechen und die Bundesrepublik für die schleppende Bearbeitung eines angeblichen Vergewaltigungsfalles zu maßregeln.
    Abgesehen davon, daß er wohl kaum für die Rußland-Deutschen sprechen kann, die einen deutschen Paß besitzen, hat Rußland aber eine Gruppe von hier haptsächlich nur wenig integrierten Rußland-Deutschen durch Falschnachrichten in ihren Medien aktiviert, auf die Straße zu gehen und Protest einzulegen. Es sollte zu groß angelegten Protesten kommen, die sich dann aber zerschlagen haben, da sich inzwischen die Vorwürfe als haltlos erwiesen hatten. Es kam dann nur noch zur Demonstration gegen Flüchtlinge und Asylrecht (wie sinnig!).
    Rücksprache mit russisch-stämmigen Deutschen hat ergeben, daß viele Rußland-Deutsche der 1.Generation ihre Informationen immer noch hauptsächlich aus russischen Fernseh- und Hörprogrammen beziehen.
    Und, soweit ich informiert bin, haben die den wahren Sachverhalt in dieser Angelegenheit kaum richtig gestellt.

  115. #116 raumstat
    25. Februar 2016

    @Moreno
    Zum einen haben die 32% nur kein Anrecht auf einen der Aufenthaltstitel, die aus einem Asylantrag folgen können. (Glaube das sind 5 von insgesamt 33).
    Im Absatz 2 liegt eben die ganze Problematik. Theoretisch müsste man alle nach Griechenlnd zurück schicken. Würde GR das schaffen? Wohl eher nicht. Und man möchte aus finanziellen und wirtschaftlichen Gründen GR eben nicht Zusammenbrechen lassen.

  116. #117 Bullet
    25. Februar 2016

    @anderer Michael:

    Der Spiegel hat vor einigen Monaten einige Asylbewerber vorgestellt und ihr Leben in Deutschland im Verlauf betrachtet, u.a. diesen Herren der seine Arbeitslosigkeit als Grund für seine Reise nach Deutschland angab. Kann ich was dafür ?

    Hast du den Link zum GG- Artikel “Asyl” gelesen? Ich hoffe doch. Wenn jemand aus [beliebiges Land einfügen] hierherkommt und “seine Arbeitslosigkeit als Grund für seine Reise nach Deutschland” angibt, dann stellt er/sie klar, daß er/sie kein/e Asylbewerber/in ist. Da hat dann wohl bei SPON jemand Mist verzapft, wenn so jemand in einem Beitrag zum Thema “Asyl” benannt wird.
    War das jetzt so schwer?

  117. #118 Bullet
    25. Februar 2016

    und:

    Ansonsten selbstverständlich herzlichen Dank für die persönliche Weiterbildungsmaßnahme. Wer hätte die von uns nicht notwendig (1).

    1 Das fehlende Fragezeichen ist nach unserer deutschen Grammatik möglich. Mein persönlicher Beitrag zur Bildung.

    Das ist interessant. Darüber würde ich gern mehr erfahren. Welche grammatische Regel erlaubt das?

  118. #119 Randifan
    25. Februar 2016

    Wo blieb die Empörung, als Berichte auftauchten Flüchtlinge nutzen Kinder als Schutzschilde? Diese Kritik der Gutmenschen ist verlogen.

  119. #120 Anderer Michael
    25. Februar 2016

    Peter Eumella (oder Peter Eumel)
    Finde ich nett, dass Sie sagen, es sei Polemik.Im gewissen Rahmen auch akzeptabel. Russische Einwanderer hatten durchaus keinen guten Ruf, es ist in zwischen ruhig um diese geworden. Ihre Kinder finden Sie auf den Gymnasien und die Eltern schuften in den Neubaugebieten an ihren Häusern.
    Mal ehrlich. Mit zweierlei Maß messen Sie schon. Was Sie Lawrow zu recht nicht zugestehen, wird Herrn Erdogan umfangreich zugestanden ( vielleicht nicht von Ihnen persönlich), ich erinnere zusätzlich an die DitiB.
    Und sich in der ersten Generation hauptsächlich aus russischen Medien informieren, dass ist bei Türken und Araber noch in der dritten Generation Standard, mit Folgen wie, dass junge arabisch -stämmige Berliner Fernsehberichte, in denen Juden als Affen und Schweine bezeichnet werden und die Moderatorin Gott lobpreist( weil Kinder diese Formulierungen wiederholen ),als völlig normal empfinden.

  120. #121 Anderer Michael
    25. Februar 2016

    Bullet
    Wenn eine Frage, auf die keine Antwort erwartet wird, mehr wie eine allgemeine Feststellung gesehen wird, kann man auf das Fragezeichen verzichten.
    Klassisches Beispiel und häufig angeführt: “Wer glaubt schon einem alten Mann.”

  121. #122 Anderer Michael
    25. Februar 2016

    Bullet zu 117
    So gesehen haben du Recht, und irgendwie sind wir uns in diesem Punkt auch einig. Einwanderung aus Armut nicht unter dem Asylrecht.
    Das Problem ist halt nur, dass diese Armutseinwanderung uns eben als Flüchtlingsproblematik verkauft wird und wir diese kritiklos schlucken müssen(1). Besser wäre es diese nicht wegen Asylgründen stattfindenden Migration nach einem Einwanderungsgesetz zu steuern.

    1 Beispiel meine Heimatgemeinde: Mitte 2015 von 250 Personen die Hälfte vom Balkan, und November 2015 ein Drittel von 500 (soweit in Erinnerung)

  122. #123 Anderer Michael
    25. Februar 2016

    Pardon, da sind in den letzten Kommentaren meinerseits eine Reihe von Rechtschreib-und Grammatikfehlern enthalten. Ich bitte um Nachsicht.

  123. #124 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2016/02/24/deutsche-geselligkeit/
    25. Februar 2016

    @Anderer Michael

    Das Problem ist halt nur, dass diese Armutseinwanderung uns eben als Flüchtlingsproblematik verkauft wird und wir diese kritiklos schlucken müssen(1).

    Welches Wir muss etwas kritiklos schlucken? In welchem Land haltet Ihr Euch denn zur Zeit auf?

  124. #125 Peter Eumel
    25. Februar 2016

    @Anderer Michael
    Zitat #20
    “Mal ehrlich. Mit zweierlei Maß messen Sie schon. Was Sie Lawrow zu recht nicht zugestehen, wird Herrn Erdogan umfangreich zugestanden ( vielleicht nicht von Ihnen persönlich), ich erinnere zusätzlich an die DitiB.”

    Nein, ich messe nicht mit zweierlei Maß.
    Seit seinen ersten Reden in Deutschland halte ich Erdogan für einen Wolf im Schafspelz und die Türkei wird von mir genau so argwöhnisch betrachtet wie Rußland.
    Leider habe ich für die Flüchtlingsfrage auch keine einfache gangbare Lösung parat, aber die Einbindung von Erdogan macht mir Bauchschmerzen.

  125. #126 raumstat
    26. Februar 2016

    Vorschlag: In Italien und Griechenland riegelt man kleine Gebiete ab und errichtet dort Soderwirtschaftszonen in denen die Flüchtlinge ab dem ersten Tag arbeiten und sich bilden dürfen. Das ganz wird aus EU-Mitteln bezahlt. Dadurch bekommen die beiden Krisenländer ein kleines “Konjunkturpaket”. Dort kann dann jeder ein Visum für sein Wunschland beantragen. Natürlich müsste man verhindern, dass es zum Menschenunwürdigen Verhältnissen kommt.

  126. #127 raumstat
    26. Februar 2016

    ich vergaß, wenn dann gewissen Länder eifersüchtig auf die EU-Mittel sind, dürfen sie gerne selbst solche Zonen errichten 😉

  127. #128 Anderer Michael
    26. Februar 2016

    User unknown.
    Jetzt musste ich etwas nachdenken.Über das große Wir und Ihr. Gut, es sollte kein Plural majestatis sein, aber Sie haben recht. Sofern man nicht autorisiert ist, für andere zu sprechen,sollte man “ich” und nicht “wir” verwenden.Mit “wir” war der einfache Durchschnittsbürger gemeint und ich halte mich in Deutschland auf.

    Schmidts Katze:
    Nein, Sie müssen durch keine Reifen oder über irgendwelche Stöckchen springen. Aber genauso wie Moreno habe auch ich auf die Reaktionen mancher EU-Partner hingewiesen. Und diese sind bereit Militär einzusetzen, gegen die Folgen deutscher Politik, die sie als moralischen Imperialismus bezeichnen.Welchen “Verbündeten” hat Deutschland bzw. die Kanzlerin innerhalb der EU, nachdem Österreich abgesprungen ist?. Keinen, Deutschland ist isoliert. Und wenn GB tatsächlich den Brexit macht, dann kracht kurz über lang auch unsere deutsche Wirtschaft. Je katastrophaler die Situation in Mitteleuropa wird, um so mehr sichert sich die Position von Putin im eigenen Land. Und gleichzeitig bekommt Trump immer mehr Wahlkampfmunition (Merkel als Helferin für Trump). Und wer er Präsident wird, wird er sich mit Putin einigen. Die beiden Herren verstehen sich, und die Staaten der EU werden keinen Finger für Deutschland krumm machen(warum sollten sie?) und schauen, wie sie sich durch die neue Situation durchwühlen. Manches ist spekulativ, aber vergesst nicht,die Welt kommt auch ohne Deutschland zurecht.
    Besonders auf unsere Klugscheißerei kann die Welt verzichten.

  128. #129 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2016/02/25/hart-durchgreifen/
    26. Februar 2016

    @AndererMichael:

    Mit “wir” war der einfache Durchschnittsbürger gemeint und ich halte mich in Deutschland auf.

    Also in Deutschland muss man nichts kritiklos schlucken, das weiß ich, ich halte mich da auch auf.

    Wenn Dir jemand erzählt hat, Du müsstest etwas kritiklos schlucken, dann hat er gelogen oder hat wirklich keine Ahnung.

  129. #130 Wilhelm Leonhard.Schuster
    91522 Ansbach
    26. Februar 2016

    Zur Kanzlerin: Die Darstellung der Dame auf dem Nockerberg (zu Münschen),-
    “SIE”, in Zwangsjacke abgeführt,
    war einfach genial und trifft die gegenwärtige “Kanzlerlage “: Wie der berühmte Nagel … ct!

  130. #131 Wilhelm Leonhard.Schuster
    26. Februar 2016

    Oben, hat sich ein unerlaubtes “s” eingeschlichen!
    Es sollte natürlich “Minka” lauten!

  131. #132 Schmidts Katze
    26. Februar 2016

    @ Anderer Michael, ich halte gar nichts davon, die deutsche Position in der Flüchtlingspolitik an der Visegrád-Gruppe auszurichten, das ist doch taktisches Klein-Klein, das uns langfristig nur schaden wird.
    Es ist im Gegenteil notwendig, daß Frieden und Menschenrechte die deutsche Aussenpolitik bestimmen.

    Das gleiche gilt für unser Verhältnis zur Türkei, nur weil sie uns zur Zeit nützlich sein kann, werden alle Bedenken bzgl. der Menschenrechte ignoriert, und die Zusammenarbeit gesucht mit einem Land, das im Syrien-Konflikt eine sehr zweifelhafte Position einnimmt.
    Und aufgrund dieses Konflikts kommt doch die Mehrzahl der Flüchtlinge nach Deutschland.

    Und zur Isolation Deutschlands in der EU, das erinnert mich an unsere Isolation, damals gemeinsam mit Frankreich, in der westlichen Welt zur Zeit des Irakkriegs 2003.
    Rumsfeld hat uns als das “alte Europa” verspottet, heute hätten wir wohl weit weniger Flüchtlinge, wenn die deutsch-französische Haltung sich durchgesetzt hätte.

  132. #133 Mob
    26. Februar 2016

    An Arroganz, Fremdenhass, Sturheit, Rechthaberei daran können sich Ossis – also die erwähnten Dumpfbacken die nicht zu komplexem Denken fähig sind – noch sehr genau erinnern, als sie 1990 von Wessis enteignet und maßlos über den Tisch gezogen wurden. Und bis heute kommt ja jede Krise ausschliesslich aus dem Westen! So auch die Flüchtlingskrise, die ja hausgemacht ist, weil Kohls Mädchen menscheln wollte und dummerweise die ganze Welt einlud. Wie doof das die das wörtlich nahm.
    Bitte löst gefälligst auch eure Krisen alleine, statt sie zu uns zu exportieren. Wir kannten solche Probleme nicht bevor wir von euch okkupiert wurden und wir haben es wirklich satt das sich Gutmenschenland immer als Saubermann hinstellt und Dunkeldeutschland als Ewiggestrige und Mob beschimpft, während sie nicht einmal die Grundrechte der Ossis geachtet haben. Und wenn ihr heute die Steuergelder der 80 Mio Bürger im Takt der selbst verursachten Krisen veruntreut, ohne auch nur einen Steuerzahler um Erlaubnis zu fragen, ob er denn seine Steuern dafür opfern möchte, dann ist das auch keine Demokratie mehr sondern ein Eliten-Regime. Der Sinn eines Staates ist nicht, deren Steuern zur Rettung der EU zu benutzen, Banken zu retten, die Ukraine mit Waffen zu beliefern, in Kriege zu ziehen, seine Bürger von NSA belauschen zu lassen und Vasallen-Gehorsam gegenüber den Nahtot-Amis zu üben. Auch nicht die Bevölkerung eines anderen Landes aufzunehmen das man zuvor mit zweifelhaften Methoden destabilisiert hat, bzw. deren Flüchtlingslagern man erst die Gelder entzog, sondern der Sinn eines Staates ist seinen Bürgern zu dienen und genau dafür zahlen seine Bürger Steuern. Die haben durchaus das Recht dagegen zu protestieren und das tun sie ja seit Jahrzehnten. Es hat nur offensichtlich keinen Zweck.
    Und so langsam haben wir es wirklich satt, uns von elitetreuen Journalisten andauernd als Sündenbock eurer total verfehlten Politik hinstellen zu lassen, die ja doch nur die Bürger ausbaden müssen. Nur als kleiner Hinweis, nicht Migrationshintergrund sondern Arbeitslosigkeit und Kinder sind in diesem Lande Hauptauslöser für Armut und die Zahl der Armutsrentner hat sich binnen weniger Jahre verdoppelt, ähnliches gilt für Zeitarbeitnehmer und prekär Beschäftigte. Der Höhepunkt einer gigantischen Armut in der jeder zweite keine ausreichende Rente bekommt, steht erst noch bevor. Und in dieser Situation wollt ihr bis 2020 4 Mio Flüchtlinge aufnehmen? Ihr seid wahrlich größenwahnsinnig aber mit Menschlichkeit hat das nichts zu tun.
    Für unsere eigenen armen Menschen wird nichts getan, die haben kein Kinderbonus, kein Flüchtlingsbonus, im Gegenteil die werden als grölender Mob hingestellt. Gleichzeitig wird denen das Existenzminimum so niedrig gerechnet, das man das gesparte Geld zu Flüchtlingen umschichtet und sich damit den Anstrich von Humanität gibt. Das ist ein Gesetzesbruch der Regierung gegenüber dem Volk. Aber was soll man von einer Regierung auch erwarten, die ein ganzes Land platt machte um es in Besitz zu nehmen und mal eben die Enteignung von 16 Mio Menschen legalisiert hat. Man hat sich inzwischen an die Veruntreuung von Bürgereigentum gewöhnt – unzwar in jeder Hinsicht.
    So wie ich das sehe, wäre es das beste, die Wessis packen ihre Koffer und verschwinden wieder dahin wo sie her kamen, mit samt ihrer merkwürdig verfehlten Krisenpolitik und dem Polittheater, dann müsst ihr die Clausnitzer, Pegidas, die Ewiggestrigen, Sachsen, Populisten und Linken nicht mehr ertragen. Und nein ihr seid nicht “wir”, denn wir kümmern uns um Menschen, deswegen sind wir ja immer die Bösen. Und eure Arroganz, euer christlicher Fremdenhass, eure Rechthaberei und euer Gutmenschentum was ihr mit Waffenexport, Kriegseinsatz, Steuergeldumschichtung, Lobbyismus, Verfassungsuntreue samt Rechts- und Pressefreiheit für Eliten so wunderbar in Einklang bringt, wollen wir hier nicht mehr haben. Aber in solch komplexem Denken seid ihr leider nicht geübt, sonst würdet ihr dieser feinen Elite beibringen, wer der Souverän dieses Landes ist und das man den nicht als grölenden Mob bezeichnet, vor allen Dingen nicht wenn man im Land der grenzenlosen Schießeisen-Politik lebt.

  133. #134 Peter Eumel
    26. Februar 2016

    wow, da hat aber mal jemand sein Seele ausgek…

    So was nennt man wohl dann “das Kind mit dem Bade ausschütten”.
    Wo haben sich jemals Rechtsextreme um die Menschen gekümmert, es sei denn sie konnten sie für irgendetwas instrumentalisieren. Nach meinen Informationen haben diejenigen, die es durch Wahlen bis in ein Parlament geschafft haben, hauptsächlich durch Abwesenheit und Einstreichen von Sitzungsgeldern geglänzt.
    Und den Solidaritätszuschlag habt ihr auch gerne genommen. Während im Westen die Infrastruktur immer maroder geworden ist, und die Straßen immer voller geworden sind, besitzt man im Osten in vielen Bereichen eine Super-Infrastruktur und auf etlichen Super-Straßen kommt einem kaum ein Auto entgegen.

    Daß viele Leistungsträger der ehemaligen DDR sich lieber im Westen angesiedelt haben, wird ja auch wohl einen Grund gehabt haben.

    Zugegeben, Hartz4 und Sozialhilfe sind nicht gerade üppig, aber, soweit ich informiert bin, sind auch diese Beträge immer wieder angepaßt worden.
    Ansonsten kann man den Beitrag wohl als Pamphlet abhaken.

  134. #135 Anderer Michael
    26. Februar 2016

    Lieber Mob,
    es ist schön wenn jemand seine Meinung sagt. Ist schon blöde, wenn die Ossis das mit der Meinungsfreiheit ernst nehmenund sagen, was sie denken. Manches finde ich sehr merkwürdig, manches lehne ich ab, manches verstehe ich nicht, manches regt zum Nachdenken an, und einiges finde ich richtig gut z. B. die Bürger fragen ,was sie wollen. Grübel , Grübel und studier, ist das etwa Demokratie?. Wäre etwas ungewöhnlich, Willy Brandt wollte doch 1969 mehr Demokratie wagen, aber versuchen könnten wir es doch im JAHRE 2016.

  135. #136 Anderer Michael
    26. Februar 2016

    Schmidts Katze
    Wir sollten uns von der Illusion lösen, Deutschland hat bald noch irgendwas zu sagen. Man will diese Politik Deutschlands nicht mehr, und wird vollendete Tatsachen schaffen, auf Frankreich würde ich nicht hoffen. Die sind froh, dass wir die Menschenrechte achten und nicht sie in die Verlegenheit kommen dieses zu tun.
    Die deutsch-französische Position hätte bedeutet Saddam Hussein und Gadhaffi(da waren die Franzosen anderer Meinung) wären noch an der Macht. Die Welt wäre nicht besser deswegen, und Militärschläge und den Irakkrieg will ich nicht gutheißen.In Afghanistan führen wir munter Krieg, dort sterben unsere Soldaten, und gut funktionierende Schlepper bringen die Afghanen zu uns.Wie logisch. Schuld an der Misere sind nicht die Flüchtlinge oder die Moslems. Schuld ist unsere Arroganz, wir wissen genau, was andere Länder tun sollen. Nur die pfeifen uns was. Für diese ist ihr innerer Frieden bedroht und für manche auch ihre nationale Integrität. Vielleicht sind wir bald froh, wenn diese Länder die Arbeit für uns machen.
    Das peinliche Anbiedern an diesen faschistoiden Folterstaat Türkei ist die Bankrotterklärung unserer aktuellen Regierung.

  136. #137 Anderer Michael
    26. Februar 2016

    User unknown
    GehenSie doch bitte auf eine dieser Bürgerversammlungen. Wurden die Bürger irgendwo nach ihrer Meinung gefragt, und hätte man sich irgendwo nach dieser Meinung gerichtet ?
    VOR EINIGEN MONATEN WAREN BEI EINER UMFRAGE FAST 50% DER MEINUNG, DASS SIE NACHTEILE ZU BEFÜRCHTEN HÄTTEN, WENN SIE OFFEN IHRE MEINUNG SAGEN:

  137. #138 Anderer Michael
    26. Februar 2016

    Und was diese Afghanen, die vor Krieg und Unterdrückung zu uns geflohen sind, so machen , (natürlich nicht alle sondern speziell diese), hat man gestern in Kiel gesehen.
    Die gehören zu den 3-4% Kriminellen unter den 1,2 Milllionen Flüchtlingen (laut BKA).
    Sofern die Vorwürfe stimmen würde ich diese sofort ausweisen. Dem HerrnSchönstein möchte ich keine Reifen hinhalten, sonst würde ich ihn fragen, was er tun würde (außer Pauschalverdächtigungen, die keiner macht, ins Feld zu führen).

  138. #139 Wilhelm Leonhard.Schuster
    26. Februar 2016

    Lieber Mob , ich bedaure, daß die Treuhand so handelte wie gehabt-. Aber die Situation in der DDR war nun mal, übertrieben gesehen, doch so, daß:
    1 Mann arbeitete und 10 haben zugeguckt.
    ( Verfehlte “Gutmenschen-Organisation” der Arbeitswelt.)
    (Ich war nicht “drüben ” aber viele berichten “allso”!)
    Was die Großen (A und R) anlangt, so erwarte ich, daß diese in naher Zukunft vernünftigerweise besser zusammen arbeiten werden und nicht zulassen, daß
    auch das gesamte Kurdische Volk bei uns vor Wien und Passau steht und um Einlaß bittet!
    Deutschland sollte dies bedenken!

  139. #140 Wilhelm Leonhard.Schuster
    26. Februar 2016

    Anderer Michael, es ist zwar schon einige Jahre her,
    da besuchte ich ein Asylverfahren.
    Die Lage: Ein offensichtlich vermögender Afghane,
    in feinstem Zwirn, bittet um, und erhält Asyl.
    In meinen Augen, war er Drogenhändler.
    (Sein Beruf : Apotheker, oder ähnliches.)
    In der Vorhalle und bei der Verhandlung, waren etwa 10 bis 15 seiner Leute zugegen.
    Ich sprach hinterher mit der Richterin und schilderte ihr diesen Fakt.
    SIE : Sowas, kriegen wir nicht mit !
    Aber was sollen wir denn tun?
    ” Also zum großen Teil hilflos, diese Leute!?”
    Das “Gutmenschentum”, der Kanzlerin, muß schließlich, bis in den letzten Winkel des Landes, beachtet werden!
    (Anmerkung : Ich schere nicht sämtliche Leute aus jenem Lande über einen Kamm!)

  140. #141 Alderamin
    27. Februar 2016

    @Mob

    Mimimi, wer hat von meinem Tellerchen gegessen ?!

    In Wahrheit lebst Du im Überfluss. Einen Tag mit den Syrern tauschen. Und Du wärst mucks-mäuschen-still . . . .

  141. #142 Schmidts Katze
    27. Februar 2016

    @ Mob,
    ich kann mich noch gut an die Wiedervereinigung erinnern, und es ist nicht wahr, daß der Westen den Osten okkupiert und enteignet hätte.
    Wahr ist, daß ihr solche “Probleme” wie heute noch nicht kanntet, damals hattet ihr noch echte Probleme.

  142. #143 raumstat
    27. Februar 2016

    @Schmidts Katze,
    ich denke der Mob meinte das imme sinne von wirtschaftlich okkupiert. Denn der Übergang ging zu schnell. Vieles wurde einfach platt gemacht und die Reste für “nen appel und nen EI” weiterverkauft.
    Ansonsten ist der Beitrag von Mob eher unbrauchbar und über lange Strecken faktisch falsch.

  143. #144 Schmidts Katze
    27. Februar 2016

    @ raumstat,
    ja, so habe ich das auch verstanden, aber es ist trotzdem nicht wahr.
    1990 kam aus dem Osten die Forderung “Wir wollen die Einheit jetzt.” und “Wir wollen die D-Mark jetzt.” Da kannst du nicht dem Westen die Schuld geben, daß das alles zu schnell ging.

  144. #145 LasurCyan
    27. Februar 2016

    kam aus dem Osten die Forderung “Wir wollen die Einheit jetzt.” und “Wir wollen die D-Mark jetzt.”

    Und promt knickte der ‘Westen’ ein und kam den ‘Forderungen’ aus dem ‘Osten’ aufs höflichste nach, Schmidts Katze? Und dass das so schnell ging, war dem unnachgiebigen Druck der geldgeilen Ossis geschuldet?

  145. #146 Schmidts Katze
    28. Februar 2016

    Nein, LasurCyan, so einfach ist das sicher nicht gewesen, aber was die Währungsunion betrifft, gab es schon massiven Druck von der Strasse, “Kommt die D-Mark, bleiben wir, kommt sie nicht, geh’n wir zu ihr” wurde auf den Montagsdemos skandiert; und die staatliche Einheit, die zunächst über zwischenstaatliche Verträge und dann eine Konföderation der beiden Staaten und die Ausarbeitung einer neuen Verfassung gemäss Art. 146 GG organisiert werden sollte, wurde dann, auch auf Druck der de Maizière-Regierung, durch einen Beitritt der DDR gemäss Art. 23 GG vollzogen.
    Es war eine chaotische Zeit, und vieles ist einfach passiert, ohne von den handelnden Personen so richtig geplant gewesen zu sein.
    Worum es mir ging war, der hingerotzten Behauptung, der Westen hätte den Osten okkupiert, zu widersprechen, weil das historisch schlicht nicht wahr ist.

  146. #147 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2016/02/25/hart-durchgreifen/
    29. Februar 2016

    Wurden die Bürger irgendwo nach ihrer Meinung gefragt, und hätte man sich irgendwo nach dieser Meinung gerichtet ?

    Die Bürger werden alle 4 Jahre nach ihrer Meinung gefragt, und wenn ihnen die Antworten nicht passen, dann können sie Parteien gründen, die versuchen bessere Antworten zu geben.

    Dabei stellt man dann als Bürger fest, dass man mit den anderen Bürgern oft gar nicht einer Meinung ist und um die ganzen Positionen ringen muss, dass man dabei selbst faule Kompromisse eingeht, dass man sich abschleift, dass man die Massen nicht erreicht und innerparteilich Leuten die Stimme gibt, die ebenso unfähig und korrupt sind wie die in den alten Parteien. Dass das ein ermüdender und frustrierender Job ist, und die meisten, die mitmachen, als kleine Rädchen auch in der neuen Partei nichts bewegen können.

    VOR EINIGEN MONATEN WAREN BEI EINER UMFRAGE FAST 50% DER MEINUNG, DASS SIE NACHTEILE ZU BEFÜRCHTEN HÄTTEN, WENN SIE OFFEN IHRE MEINUNG SAGEN:

    Was gibt es da zu brüllen? Ja, wir sind ein Volk feiger Opportunisten, das überrascht mich nicht.

    Die AfD schließt Journalisten von ihren Veranstaltungen aus, bei Pegida werden Journalisten bedrängt – die Leute wollen offenbar keine freie Berichterstattung über sich. Und dann wundern sie sich, dass man mit ihnen Probleme hat? 🙂

  147. #148 raumstat
    29. Februar 2016

    @Schmidts Katze
    aber durch die gemachten Fehler kam es eben zu einer, zumindest gefühlten, Okkupierung. Denn die Ossis hatten meist selbst nicht die Mittel um die platt gemachten Betriebe wieder aufzubauen, so gingen sie meist an Westdeutsche. Auch Politiker kamen in Scharen aus dem Westen. Staatlich okkupiert: nein, Gesellschaftlich/wirtschaftlich: teilweise

  148. #149 raumstat
    29. Februar 2016

    Alles was aus dem Osten kam musste ja auch furchtbar sein.
    Gegenstromanlagen für Schwimmer: wie Menschenverachtend, das ist doch Folter.
    Kitas: die armen Kinder.

  149. #150 Bullet
    29. Februar 2016

    @LasurCyan und Schmitti:

    [LC:] Und promt knickte der ‘Westen’ ein und kam den ‘Forderungen’ aus dem ‘Osten’ aufs höflichste nach, Schmidts Katze? Und dass das so schnell ging, war dem unnachgiebigen Druck der geldgeilen Ossis geschuldet?

    Moment: die hier wiedergegebene Forderung war eine der Ossis gegenüber ihrer eigenen Regierung. Dieser Forderung kann der Westen gar nicht nachkommen.

    [SK:] Worum es mir ging war, der hingerotzten Behauptung, der Westen hätte den Osten okkupiert, zu widersprechen, weil das historisch schlicht nicht wahr ist.

    Genau. Im Gegenteil sind die Ossis mit wehenden Fahnen übergelaufen, ohne zu wissen, was sie da eigentlich tun.

  150. #151 Alderamin
    29. Februar 2016

    @raumstat

    aber durch die gemachten Fehler kam es eben zu einer, zumindest gefühlten, Okkupierung. Denn die Ossis hatten meist selbst nicht die Mittel um die platt gemachten Betriebe wieder aufzubauen, so gingen sie meist an Westdeutsche.

    Die DDR-Betriebe hätten aber nur dann gerettet werden können, wenn die DDR ein separates Land mit eigener Währung und sehr niedrigen Löhnen geblieben wäre. Das war den dortigen Bürgern aber nicht zu verkaufen. Es ist nicht optimal gelaufen aber es gab schlichtweg keine akzeptierte Alternative.

    Auch Politiker kamen in Scharen aus dem Westen.wieder aufzubauen, so gingen sie meist an Westdeutsche.

    Ja, und unser aller Kanzlerin kommt jetzt aus dem Osten. Was die besorgten Ost-Bürger allerdings nicht daran hindert, auch auf sie zu schimpfen. Es wäre ja gut, wenn man die Trennung von Ost und West langsam mal aus dem Kopf bekäme.

    Aus den “Argumenten” bei Mob oben trieft nur so der Neid, den man auch ansonsten bei Pegida-Anhängern zu hören bekommt. “Wieso kriegen die alles reingedrückt, und wir kriegen nix?” Dabei hat niemand bisher auch nur auf einen Cent von seinem Eigentum oder Lohn oder Rente oder Hartz IV verzichten müssen, und “die da” bekommen auch nur so viel, dass sie gerade über die Runden kommen, wohlmöglich in Massenunterkünften ohne Privatsphäre untergebracht. Natürlich viel besser als in Syrien, aber wer neidisch auf die ist, muss ein Schräubchen locker haben. Oder er verwendet selbst den Neid als vorgeschobenes Argument, weil er eigentlich ein Fremdenfeind oder Rassist ist.

  151. #152 raumstat
    29. Februar 2016

    @Alderamin
    Dass das verschwindet, was nicht Marktfähig war, ist ja okay. Aber selbst die gut laufenden Betriebe gingen ja meist in Staatseigentum über und wurden dann billig verkauft. Natürlich fühlen sich die Ossis dann betrogen, wenn IHRE Volksbetriebe an Leute aus dem Westen verkauft werden. (Und teilweise dann geschlossen werden, nur um mögliche Konkurrenz los zu werden oder um billig an neue Produktionsmittel zu kommen)
    zum zweiten Teil: Natürlich ist deren Argumentation totaler, rasistischer Unsinn.
    Es ging mir nur darum, das immer gemeint wird die Ossis sollten doch froh sein so vom Westen “beglückt” worden zu sein. Aber was bringt einem eine neue tolle Straße von Soli-Mitteln, wenn man dafür 10-15 Jahre in prekären/ohne Arbeitsverhältnisse leben muss.

  152. #153 raumstat
    29. Februar 2016

    Natürlich ist diese Ost-West unterscheidung heutzutage total überflüssig. Aber solange selbst die Poltik das noch Unterschiede macht, wird das nicht besser.

  153. #154 Alderamin
    29. Februar 2016

    @raumstat

    Dass das verschwindet, was nicht Marktfähig war, ist ja okay. Aber selbst die gut laufenden Betriebe gingen ja meist in Staatseigentum über und wurden dann billig verkauft.

    Man kann einen Betrieb nur dann billig verkaufen, wenn er nichts wert ist, also keine oder kaum Gewinne abwirft. Um die DDR-Wirtschaft, die weit unter West-Niveau lag, weiterlaufen zu lassen, hätte die DDR ein Billig-Land wie Rumänien bleiben müssen, mit eigener schwacher Währung, und sich allmählich nach oben arbeiten, was in Korea oder China 20+ Jahre gedauert hat (wäre also heute soweit). Es konnte unmöglich funktionieren, mit West-Gehältern (ich weiß, sie waren 30% geringer als im Westen, aber das macht noch kein Billiglohn-Land aus) die Betriebe so weiter zu führen, wie das der Fall war. Genau so, wie heute Griechenland damit Probleme hat, dass sie den Euro haben und ihn nicht zur eigenen Wirtschaftsförderung abwerten können, so war die D-Mark Fluch und Segen zugleich für den Osten – kurzfristiger Reichtum und langfristiger Tod der ansässigen Betriebe.

    Da aber die DDR nie als eigenständiges Land von der damaligen Bundesrepublik anerkannt worden war, waren seine Einwohner alle Deutsche, denen man das Recht auf Einreise in die 11 alten Bundesländer nicht verweigern konnte. Es wäre ja keiner da geblieben, wenn dort Löhne wie in Rumänien bezahlt worden wären. Damit musste die DDR-Wirtschaft zwangsläufig untergehen und nur im Westen gab es genug Kapital, um eine neue Wirtschaft aufzubauen (unbestritten holten da westliche Firmen auch ihre Schäfchen ins Trockene, am Ende zählt in der Wirtschaft, was unter’m Strich steht, und zwar bei den Aktionären, nicht bei den Angestellten). Es gab schlichtweg keine andere durchführbare Möglichkeit. Und das war ja auch genau der Grund, warum Ulbricht die Mauer hatte bauen lassen. Sein Staat wäre sonst sher schnell ausgeblutet.

    Das fühlte sich wohl für viele wie eine Besetzung an, aber die Alternative, auf die D-Mark zu verzichten und jahrelang in relativer Armut zu leben, hätte dann wohl auch keiner haben wollen. Wir haben alle zusammen inm vereinigten Deutschland eine Menge Opfer aufgebracht, in West und vor allem Ost, um den Osten hochzuziehen, und es kann nicht alles schlecht sein, was rausgekomemn ist, wenn ich mir z.B. Rostock heute anschaue. Dieser Riesen-Unternehmung verdanken wir heute zum größten Teil die 2 Billionen Euro Staatsverschuldung, die die Republik heute hat. Für den Aufbau Ost haben wir alle deutlich größere Einbußen gehabt, als für die Flüchtlinge heute. Dass gerade von dort (und auch von den Russlanddeutschen, die als Flüchtlinge zu uns kamen) heute Beschwerden über die staatliche Unterstützung von Flüchtlingen (hier geht es um das lebensnotwendige Minimum) kommen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Jeder ist sich halt doch selbst der nächste.

  154. #155 Alderamin
    29. Februar 2016

    @raumstat

    Natürlich ist diese Ost-West unterscheidung heutzutage total überflüssig. Aber solange selbst die Poltik das noch Unterschiede macht, wird das nicht besser.

    Tut sie das? Inwiefern?
    Es gibt auch Armut im Westen.

  155. #156 Anderer Michael
    29. Februar 2016

    user unknown 3. Block 47.
    Ob Sie es mir glauben. Die Großschreibung des Satzes hatte keinenHintersinn. Ich bin ungemerkt auf die entsprechende Taste gekommen und war zu faul den Satz nochmal zu schreiben. Wenn ich gewusst hätte, dass Großschreibung anbrüllen bedeutet, dann hätte ich diesen nochmal geschrieben.
    Im Prinzip haben Sie mit allem recht. ich habe aber beobachtet, dass es bei den Bürgerversammlungen zum Thema Flüchtlinge vielfach überhaupt gar nicht um Meinungsaustausch ging. Fragesteller, egal ob aus Unverständnis oder wegen Kritik, waren nicht sonderlich erwünscht (das ist ein Eindruck). Sehr deutliche Fragen werden ignoriert.
    Bei einem solchen wichtigen Punkt muss sensibler mit dem Bürgerwillen umgegangen werden. Deutschland ist nicht der Privatbesitz der Frau Merkel. Man kann es mit der repräsentativen Demokratie auch übertreiben.

    Dass Pegida und AfD Journalisten nicht besonders positiv entgegentreten, kann ich in einigen Fällen nachvollziehen. Die ARD wollte einmal offen sein und allen Manipulationsunterstellungen entgegentreten. Ein Bericht mit Interviews zu einer Pegida-Veranstaltung wurde gesendet. Gleichzeitig alle Interviews in voller Lage im Internet veröffentlicht. Der Schuss ging nach hinten los. Die meisten Befragten konnten sehr kenntnisreich und differenziert Auskunft geben (1). Bei einer älteren Dame war die Auswahl des gesendeten Satzes besonders auffällig. Ein sehr merkwürdiger Satz über Religion aus dem Zusammenhang gerissen wurde gesendet. Im gesamten Interview war dieser Satz keinesfalls so komisch. Die ältere Dame hatte auch erstaunliche Detailkenntnisse zu Afrika, Umweltproblemen und sozialen Verwerfungen dort sowie der Mitschuld westlicher Industrie und Regierungen daran. Man merkte richtig, wie der Reporter sie abwürgte und sie stehen lies, weil keine blöden Sprüche von ihr kamen.

    1. das bedeutet nicht, dass ich deswegen mit allen dort geäußerten Meinungen übereinstimme. Ich bin desweiteren weder AfD noch Pegidamitglied und war noch nie auf deren Veranstaltunen

  156. #157 raumstat
    29. Februar 2016

    @Alderamin
    “Tut sie das? Inwiefern?
    Es gibt auch Armut im Westen.”
    Es gibt genügend Gesetze, die da einen Unterschied machen.

    Ich finde, man hätte die Unternehmen in AG´s umwandeln und den Beschäftigten die Mehrheit der Aktien überschreiben sollen. Das hätte zum einen wahrscheinlich viele im Osten gehalten und zum anderen hätten sie sich mehr mit dem neuen Wirtschaftssystem auseinandersetzen müssen. Vielleicht wäre dann auch mehr Kapital im Osten geblieben.
    Natürlich sieht es in Rostock jetzt toll aus. Rostock ist ja auch ein aufstrebender Ballungsraum. Die Wende hat aber vor allem die kleineren Städte getroffen, wo jetzt auch das ganze radikale Gesindel umherläuft.

    Das wir gerade eine Ostdeutsche Kanzlerin und einen Ostdeutschen Präsidenten haben ist natürlich Ironie. Wenn man sich mal in den Landtagen umsieht, sind es haufenweise Berufspolitiker aus dem Westen die dort sitzen.

  157. #158 Alderamin
    1. März 2016

    @raumstat

    Es gibt genügend Gesetze, die da einen Unterschied machen.

    Es gab (gibt?) Fördermaßnahmen für Firmen, die sich im Osten ansiedeln, aber eine grundsätzliche Benachteiligung des Ostens wäre mir neu. Hast Du ein konkretes Beispiel?

    Ich finde, man hätte die Unternehmen in AG´s umwandeln und den Beschäftigten die Mehrheit der Aktien überschreiben sollen.

    Aktien werden verkauft, um Kapital aufzubringen, mit der dann beispielsweise eine Modernisierung finanziert werden kann (das kostet dann auch schnell mal ein paar Millionen in einem Betrieb von 100 Leuten; kannst Dir ausrechnen, was die Aktien dann gekostet hätten). Hätte man die Mehrheit der Aktien an die Mitarbeiter verschenkt, dann hätte man von denen kein Kapital eingeholt, das hilft der Firma und den Mitarbeitern erstmal gar nicht. Bevor man an die was verteilen kann, muss erst einmal etwas verdient werden, und dazu braucht es das Kapital. Das ist ja genau das, was die Investoren geleistet haben. Aber da die das Geld aufgebracht haben, schöpfen sie natürlich auch den Gewinn ab. Immerhin schaffen sie dabei Arbeitsplätze.

    Die Wende hat aber vor allem die kleineren Städte getroffen, wo jetzt auch das ganze radikale Gesindel umherläuft.

    Ja, weil da viele weggezogen sind. Wir haben Verwandtschaft in Thüringen, die hat erzählt, wie die Leute da wegzogen und die Häuser leer stehen. Keine Bürger – keine Steuereinnahmen – kein Geld für Infrastruktur. Und keine Kunden für den lokalen Kleinhandel. Man hätte also noch mehr Geld aus dem Westen da reintun müssen, d.h. noch mehr “Okkupation”. Hätte man die DDR als eigenen Staat bestehen lassen, wäre die Flucht noch viel schlimmer geworden.

    Also, es ist sicher für den Osten hart gewesen und im Detail hätte man es sicher besser machen können, aber wie man’s grundsätzlich hätte viel besser machen können – ich weiß es nicht. Nur mit viel mehr Geld aus dem Westen, aber das musste man den Wählern hier ja auch verkaufen können. Vielleicht hätte man dem Osten weniger versprechen sollen. Aber dann wären vielleicht noch mehr Leute gegangen.

    Wenn man sich mal in den Landtagen umsieht, sind es haufenweise Berufspolitiker aus dem Westen die dort sitzen.

    Na ja, kandidiert doch halt und wählt Euresgleichen. Mit einem lokalen Parteiverband muss es doch machbar sein, lokale Politiker zu wählen.

    Wir hatten in NRW aber auch schon Steinbrück (Schleswig-Holstein) als Ministerpräsident. Olaf Scholz kommt aus Osnabrück (Niedersachsen) und regiert in Hamburg, dafür ist Stepahn Weil Hamburger, der Niedersachsen regiert. Torsten Albig (SH) kommt aus Bremen. Nur Bayern hat immer nur Bayern als Ministerpräsidenten gehabt (jedenfalls nach dem Krieg).

    Brandenburg hat Woidke aus dem Kreis Forst, Brandenburg
    Sachsen hat Tillich aus dem Kreis Bautzen, Sachsen.
    Sachsen-Anhalt hat Haseloff aus dem Kreis Wittenberg, Sachsen-Anhalt.

    Geht doch.

    Nur MVP und Thüringen haben Ministerpräsidenten aus dem Westen, wobei Ramelow und Sellering schon seit 1994 in den neuen Bundesländern leben, ab wann darf man sie als Einheimische werten?

    So “schlecht” sieht es also nicht aus. Ich kann jetzt nicht jeden einzelnen Landesabgeordneten recherchieren, aber auf unterer Ebene scheint es mir eher wahrscheinlicher, lokale Politiker zu finden als auf höherer, wo der Einzugsbereich (Gehalt, Qualifikation) größer ist.

    Ich denke, bei der vermeintlichen Benachteiligung des Ostens spielt sich viel im Bauchgefühl ab. Wenn man dann konkret nachschaut, stellt man fest, dass es gar nicht so ist bzw. nicht mehr.

    Und im Zusammenhang mit Flüchtlingen stellt man fest, dass es wegen denen keinem irgendwie schlechter geht oder gegangen ist. War bei den 750000 Flüchtlingen aus den Balkankriegen in den 90ern übrigens auch nicht anders. Die meisten dieser Menschen sind längst wieder zurück in die Heimat gezogen.

  158. #159 raumstat
    1. März 2016

    @Alderamin
    Die Unternehmer bekommen im Osten mehr Förderungen, dafür wird immer versucht die Sozialleistungen im Osten kleiner zu halten. Selbst beim Mindestlohn gab es doch wieder eine Debatte, ob man den Osten nicht davon ausschließen sollte.
    Dieser Blödsinn muss endlich aufhören. Wir müssen in arme und reiche Regionen unterscheiden und nicht Ost und West!

    Worauf ich mit den AG´s hauptsächlich hinaus wollte ist, dass man die Bevölkerung mehr hätte einbinden sollen bei der Umstellung der Wirtschaft.

    “Ramelow und Sellering schon seit 1994 in den neuen Bundesländern leben”
    Es ging mir ja eben darum, dass direkt nach der Wende welche kamen, was bei einigen ein Gefühl der Okkupation ausgelöst hat.
    Dass das Unsinn ist, darüber brauchen wir nicht streiten. Ich wollte nur einen kurzen Einblick geben, dass gewisse Verhalten eben einen Grund haben. Viele fühlen sich zum Bespiel auch dadurch benachteiligt, dass nach über 25 Jahren die Renten immernoch nicht angepasst sind. (Die Gründe dafür sind mir schon klar, würde es aber für eine exzelente Wirtschaftförderung halten)

    Wir sollten mal wieder zum Thema zurück kehren. 😉
    Auch die Syrer, Iraker,…. werden zu mindestens 66% wieder in ihre Heimat zurück kehren. Letztens habe ich irgendwo mitbekommen, das ca. 70% vorher in Lagern der UN waren und von dort ein zweites mal geflohen sind: vor hunger und krankheit. Sprich, diese “Krise” ist zu großen Teilen hausgemacht, weil man mal wieder zu geizig war.

    Was mich immer ankotzt ist, dass man immer so “überrascht” tut von den Flüchtlingen.
    Das hat zwar die UN und die Polizeigewerkschaft schon 2012 prognostiziert, aber egal. Hat wohl keiner mit gerechnet das sie tatsächlich übers Mittelmeer kommen.

  159. #160 Anderer Michael
    1. März 2016

    User unknown:
    Sie schrieben:
    “Ja, wir sind ein Volk feiger Opportunisten, das überrascht mich nicht.”
    Kann man so stehen lassen, ich frage mich nur, warum das so ist ? Zum Thema Flüchtlinge gibt es eine vorgeschriebene Einheitsmeinung, wer davon abweicht ist selber schuld und hat die Konsequenzen zu tragen.
    Aber es gibt noch ganz andere Kaliber. Philip Meinhod schrieb in der TAZ vom 27/28. 2. in der Rubrik die Wahrheit einen Artikel : ” Weg mit dem Kretin unter den Völkern der Welt” daraus nur zwei Zitate.

    “…….dessen Insassen von Neid und Niedertracht getriebene Charaktere sind, die ihre eigenen Minderwertigkeitskomplexe durch ein nationales Größenselbst zu kompensieren suchen. Ein Land, das auf der Karte so aussieht, als hätte jemand in die Mitte Europas gekotzt, eine stinkende und stückige Lache Erbrochenes……..
    Und so bleibt nur die Hoffnung, dass der von Biedermeiern und Brandstiftern angesichts der weltweiten Flüchtlingszahlen herbeifantasierte Volkstod tatsächlich eintritt und hierzulande in zwei, drei Generationen etwas anderes, Schönes, Gutes entstehen möge. Allein: Anzunehmen ist dies leider nicht, denn was die Überlebensfähigkeit angeht, hat der Deutsche die Widerstandskraft von Unkraut. ”

    Das soll Satire sein, auch wenn es nirgendwo steht. Wenn es keine wäre, könnte man den Artikel nur als widerlichen menschenverachtenden Rassismus unterster Schublade bezeichnen.
    Wenn doch Satire geschmacklos, und sich über die Bombenopfer Dresden Februar 1945 lustig zu machen.?Fehlt Herrn Meinhold jeder anständige Charakterzug oder beschreibt er sich nur selber ?
    Mit Unkraut sind auch Sie gemeint, User unknown, (laut Herrn Meinhold, nicht meine Auffassung)

  160. #161 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2016/02/24/deutsche-geselligkeit/
    6. März 2016

    “Ja, wir sind ein Volk feiger Opportunisten, das überrascht mich nicht.”
    Kann man so stehen lassen, ich frage mich nur, warum das so ist ?

    Weil der Deutsche gemütlich ist, und Widerspruch, Streit ist ungemütlich.

    Selbst unsere Nationalhymne nennt als erste Tugend die Einigkeit, nicht etwa eine tolerante Diversität.

    Mit Unkraut sind auch Sie gemeint, User unknown,

    Wer sich angesprochen fühlt, der ist wohl auch gemeint. Ich fühle mich nicht angesprochen.

    Ich würde niemals zu solchen Pauschalisierungen greifen 😉 (<- Satireindikator für Doofe, die es sonst nicht raffen), weil Pauschalisierungen sind doch immer falsch!

  161. #162 Anderer Michael
    6. März 2016

    Streit um des Streites willen ist überflüssig, sich bei sachlichen Themen zu engagieren aber nicht.Egal ob es um TIPP oder eine unsinnige Ampelschaltung vor einer Grundschule geht (1). Die Bereitschaft lässt in den letzten Jahren nach.

    “Wer sich angesprochen fühlt, der ist wohl auch gemeint.”
    Ist das nicht zu einfach. Ich diffamiere die Angehörigen einer Religion oder eine Bevölkerung pauschal, wenn sich einer beschwert, sage ich: ” Es ist doch nur Satire, genauer ein Satireindikator für Doofe!.”
    Wenn Meinhold schreibt: “…warum die Alliierten ihr im Februar 1945 in Dresden so vielversprechend begonnenes Projekt der Entnazifizierung nicht einfach auf ganz Deutschland ausgeweitet haben? …”
    Er macht sich über die Opfer eines Bombenangriffes lustig. Gehört das zu unseren Werten, die wir behalten wollen oder die Herr Schönstein gefährdet sehen möchte ?

    1. Das wollte ich mal ändern, habe beim Bürgermeister angerufen und dieser erklärte mir, dass diese Schaltung seit langer Zeit ein unveränderliches Ärgernis sei und er erläuterte mir die Gründe, die nicht in der Verantwortung des Bürgermeisters lagen. Das ist Realsatire. So gesehen und in Erinnerung an diesen Anruf muss ich Herrn Meinhold zumindestens in dem einen oder anderen Nebensatz recht geben.

  162. #163 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2016/03/02/in-der-kantine/
    7. März 2016

    Streit um des Streites willen ist überflüssig, sich bei sachlichen Themen zu engagieren aber nicht.Egal ob es um TIPP oder eine unsinnige Ampelschaltung vor einer Grundschule geht (1). Die Bereitschaft lässt in den letzten Jahren nach.

    Von Streit um des Streites willen hast bislang nur Du geredet.
    Und wo lässt die Bereitschaft zum Engagement nach – bei Dir, deutschlandweit, europaweit, weltweit? Von welcher Zeitspanne reden wir? Den letzten Wochen, Jahrzehnten, Jahrtausenden?

    Kannst Du das irgendwie belegen oder ist das gefühlte Sozialkritik, womöglich nur Nebeneffekt eines zunehmenden Kulturpessimismus bei Dir?

    Was haben die Bombenopfer mit Entnazifizierung zu tun?

    Würdest Du auch den Artikel, auf den Du dich beziehst, verlinken können? Was hat Hr. Schönstein mit dem Artikel zu tun?

  163. #164 Anderer Michael
    7. März 2016

    Das Verlinken beherrsche ich nicht. Der Artikel erschien in der TAZ , Wochend-Ausgabe vom 27/28. 2.16, S.40, Titel: “Weg mit dem Kretin unter den Völkern der Erde”. Ich habe die Zeitung vor mir, ist auch aber auch im Internet abrufbar

    Herr Schönstein hat redaktionell nichts mit dem Artikel zu tun, das Thema des hiesigen Blogs waren u.a. Werte, und zwar positive Werte und eben Verhaltensweisen ( negative Werte ), derenExistenz erwünschterweise “gefährdet” werden sollten.

    “Was haben die Bombenopfer mit Entnazifizierung zu tun?”
    Richtig, gar nichts. Die Entnazifizierung fand nach dem Krieg statt, hatte nicht zum Ziel Menschen, massenhaft zu töten, sondern auch eine Umerziehung. Wenn Herr Meinhold die zivilen Opfer eines verherrenden Bombenangriffes als Beginn einer Entnazifizierung bezeichnet, und es auf ganz Deutschland umgesetzt sehen möchte, was möchte er wohl sagen? Vielleicht, nur ein toter Deutscher ist ein guter Deutscher? Es sollte bestimmt nur Satire sein, aber auch diese hat Grenzen, die Grenze der Geschacklosigkeit hat er verlassen.
    Das Phänomen, dass die Bereitschaft sich gesellschaftlich zu engagieren nachlässt bzw andere Formen annimmt, wird seit Jahren öffentlich diskutiert.

  164. #165 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2016/01/27/der-biodeutsche/
    7. März 2016

    Das Verlinken beherrsche ich nicht. Der Artikel erschien in der TAZ , Wochend-Ausgabe vom 27/28. 2.16, S.40, Titel: “Weg mit dem Kretin unter den Völkern der Erde”. Ich habe die Zeitung vor mir, ist auch aber auch im Internet abrufbar

    Wenn es Dir nicht wichtig genug ist, Deinen Text in die Diskussion einzuführen in dem Du uns einen Link postest – wir haben ja nicht alle ein Tazabo – wieso sollte es uns so wichtig sein?

    > https://www.taz.de/!5278594/

    Tja – die Wahrheitsseite der Taz, überall bekannt als deren Satireseite. Wenn es Deinen Geschmack nicht trifft, einfach überschlagen, wäre mein Rat.

    Und zur angeblichen nachlassenden Bereitschaft, bla, bla, bla: Granderwasser, Homöopathie, Astrologie & Christentum werden auch seit Jahren und Jahrtausenden öffentlich diskutiert – das will nix heißen.

  165. #166 raumstat
    8. März 2016

    “Selbst unsere Nationalhymne nennt als erste Tugend die Einigkeit, nicht etwa eine tolerante Diversität.” Ist es nicht nahezu dasselbe?
    Es bedeutet doch beides, jedem ein Leben nach seinen Vorstellungen leben zu können, solange er unseren Staat anerkennt und unterstützt. Also der zusammenhalt ALLER, ohne jemanden auszugrenzen weil er ne krumme Nase hat, ne dunklere Haut hat, lispelt oder weiß der Kuckuck.

  166. #167 Anderer Michael
    Zu Besuch in Krähwinkel
    8. März 2016

    Wie klänge es:
    “Tolerante Diversität(1), Recht und Freiheit
    für das deutsche … “,und schon die nächste Klippe” Vaterland”. Wenig später “brüderlich”. Eine Herausforderung für Neusprech und politische Korrektheit.
    Dann passt die Melodie nicht mehr. Man könnte es mit Rap versuchen, wäre mal was neues. Was soll´s ! Vergebene Lebemüh. Letztendlich ,nur satirisch gesehen, wünscht sich mancher schmerbäuchig ein deutschlandfreies Europa, damit Deutsche “kostbare Atemluft nicht mehr in fleisch- und biergetränkte Für….. verwandeln”(2)

    1: Ist Biodiversität nicht zeitgemäßer?
    2: Bitte Respekt, dass sind die Werte und Worte eines deutschen Literaturpreisträgers.

  167. #168 raumstat
    8. März 2016

    @Anderer Michael
    leider total am Thema vorbei.

    Um mal auf das Thema ihres total ausweichendes Kommentars zu kommen:
    Es heißt schließlich “Vaterland” und nicht “blond-haar-blauaugenland”
    Und ich weiß ja nicht wie sie mit Brüdern umgehen, wenn sie denn welche haben. Aber “brüderlich” bedeutet für mich nicht den anderen auszuschließen, weil er etwas anders ist sondern Fürsorglich miteinander umzugehen und einander beizustehen!

  168. #169 Anderer Michael
    8. März 2016

    Meines Wissen ist das Thema Werte (1), unsere Werte im positiven und Verhaltensweisen weniger schöner Art, die Herr Schönstein bewusst in Anführungszeichen geschrieben hat. Zitat: “Gewaltbereitschaft, Arroganz, Fremdenhass, Sturheit, Rechthaberei, vielleicht? Wenn solche Werte durch den Zuzug fremder Menschen gefährdet werden, dann kann ich nur sagen: Ja, bitte! Und bitte schnell!” Im Prinzip nicht dagegen einzuwenden, wenn 1. besagte Eigenschaften tatsächlich kennzeichnend für unsere Gesellschaft sind
    und 2. durch den Zuzug dieses zum Besseren gewendet werden würde.
    Nun ich bin nicht dieser Meinung zumindestens was These 1. betrifft. These 2 Einwanderung ,geplant und nach unseren Interessen, hat sicherlich Vorteile. Unabhängig davon ist die Frage, wie wir bei humanitären Krisen Hilfe leisten können und auch Flüchtlinge aufnehmen. Und ob wir uns in solchen Situationen zum erpressungsfähigen Spielball eines faschistoiden Folterstaates machen sollen, dessen Oligarchie Flüchtlinge auspresst wie eine Zitrone.
    Andererseits so ganz sicher bin ich mir nicht mehr, ob Herr Schönstein mit These 1 da und dort nicht doch recht hat, und vielleicht wesentlich mehr Wahrheit in seinem Satz steckt, als ich es aktuell vermute. Insbesondere wenn ich mir so die Werte und Worte des von mir zitierten deutschen Literaturpreistägers vor Augen halte.

    Manchmal hilft Galgenhumor. Sie sind vermutlich in den neuen Bundesländern sozialisiert. Kennen Sie den Witz?. Ein russischer und ein tschechischer Soldat sind auf Streife, sie finden einen Schatz. Der Russe schlägt begeistert vor: “Komm, wir teilen brüderlich!” Der Tscheche antwortet etwas zurückhaltend:” Ach nein. Lieber jedem die Hälfte!”

    1. Damit will ich nicht sagen, dass die Probleme nach der Wiedervereinigung, “Die Treuhand” und die Angleichung der Lebensverhältnisse bedeutungslos und uninteressant sind.

  169. #170 raumstat
    9. März 2016

    @Alderamin
    kleiner Nachtrag, eigentlich wollte ich beim Thema bleiben, aber das stach mir ins Auge.
    http://www.spiegel.tv/filme/opendoku-goldrausch/
    nach dem Bericht sind 85% aller Betriebe die Überlebt haben in Westdeutsche hand gekommen. Das da ein Gefühl der Okkupation entsteht, sollte nicht weiter verwunderlich sein.

  170. #171 Alderamin
    12. März 2016

    @raumstat

    Ich bezweifle das ja nicht. Ich sagte nur, dass ich keine Idee hätte, wie es grundsätzlich anders hätte laufen können und vom Großteil der Bevölkerung auch so akzeptiert worden wäre.

  171. […] Bewunderung auch für die Wortwahl der Anführer einer neuen politischen Strömung zu gelten, die in Deutschland offenbar den Rand des allgemeinen Anstands zu unterspülen scheint. Diese Aussage “spricht aus, was andere sich nicht zu sagen trauen”, ist aus Sicht der […]