Cambridge, Massachusetts, ist mit seinen gut 100.000 (vermutlich eher 110.000) Einwohnern zwar keine typische Metropole, würde aber in Deutschland allerdings durchaus schon in die Kategorie Großstadt fallen – und als Teil des Großraums Boston, mit insgesamt viereinhalb Millionen Einwohnern, weckt sie nur geringe Erwartungen, wilde Tiere vor der Haustür zu treffen. Doch genau das ist mir heute morgen (mal wieder) passiert:

Es handelt sich hier um eine Gruppe von wilden Truthühnern, die eigentlich (laut Wikipedia) “Wälder mit dichtem Unterholz und großen Lichtungen” als Ökotop bevorzugen sollten, sich aber längst zum Kulturfolger entwickelt und sich urbane Lebensräume (und Verkehrsmittel, wie es scheint) angeeignet haben:

flattr this!

Kommentare (26)

  1. #1 rolak
    15. Februar 2018

    Oh, Guru Gurus^^

    (selbstverständlich inspiriert auch von alten Psychedelicatessen)

  2. #2 tohuwabohu
    15. Februar 2018

    Viele (Wild-) Tiere überwinden ihre “Scheu vor dem Menschen”, wenn sie davon Vorteile (meist einfacheren Zugang zu Nahrung) haben. Sie merken schnell, dass sie den Abstand zu Menschen verkürzen können, da wir sie in der Stadt nicht bedrohen.
    Dazu kommt, dass wir Menschen ja auch wenig Rücksicht auf die Tiere und ihre eigentlichen Lebensräume nehmen, in diese eindringen, in Ackerflächen oder Weideland umwandeln und dort u.a. auch ihre Nahrungsgrundlagen verringern oder vergiften bzw. sie dort (ver)jagen.

    So finden viele Tiere (zumindest zeitweise) neue Lebensräume in unseren Städten – von Insekten, die hier kaum einer Vergiftung ihrer Nahrung ausgesetzt sind, über Wildschweine, die in den Vorstädten Papierkörbe und Mülltonnen durchsuchen bis zu Greifvögeln, die hier die Stadttauben dezimieren (danke).
    Dies ist global zu beobachten. So haben sich die Bewohner von Churchill (Kanada) an den Besuch von Eisbären gewöhnt, in Neu Dehli muss man sich vor durch die Stadt streifenden Affen vorsehen und in Berlin sind Füchse und Waschbären auch im Regierungsviertel keine Seltenheit.

    Da sind Wildtruthühner in Cambridge wohl nicht weiter verwunderlich.

  3. #3 Jürgen Schönstein
    15. Februar 2018

    @rolak: “Volt, Watt, Ampere, Ohm – ohne mich gibt’s keinen Strom.” https://www.youtube.com/watch?v=_YMp9kOsb2k

  4. #4 Thilo
    15. Februar 2018

    Das erinnert an die Geschichte der Amsel, die ja ursprünglich ein Waldvogel war und sich dann im 19. Jahrhundert plötzlich in den Städten ansiedelte.

  5. #5 rolak
    15. Februar 2018

    YT

    Weihnachten ’73. Da gabs zum ~Jubiläum von einer -äh- Lehrerin die oben verlinkte Scheibe, auf der diese elektrisierende Amphibie für die Nachwelt archiviert wurde. Hätten sich die Eltern auch nicht geträumt, was so alles auf den ollen Mister Hit (inkluding die dunnemals aktuelle El Condor Pasa/BoTW) gelangen würde :·)

    Doch Dein link hat zwei Vorteile, Jürgen: er startete die playsuccessivelist, die diesen Text bei seiner Entstehung untermalte und ermöglicht durch seinen Text zwei linklose Referenzen zu diesem mittlerweile eher als Ritual gespielten Stück (wie zB ‘Silver Machine’ bei Hawkwind, wo ich eh schon bei ‘Ritual’ war). Für mich ist der komischste Moment die Antwort aus dem Beschreibungstext, der krasseste (Konzert)Break (fast) immer der auf die Frage aus der TitelErgänzung folgende.

  6. #6 rolak
    15. Februar 2018

    btt: Es sind ja nicht nur Entlaufene wie die AlexanderSittiche, die die (halb)städtische Gegend in und um K erobern, sondern auch den turkeys vergleichbare Zuwanderer wie (nur selbstgesehene:) Eichhörnchen, Fuchs, Wildkaninchen, Graureiher, Dachs, Wildschwein – und ein geschätzter Iltis (nicht der VW).

  7. #7 gedankenknick
    15. Februar 2018

    @rolak
    Den VW-Iltis dürften nur noch die wenigsten kennen…

    ..und Wildschweine sind im Berliner Grunewald ein echtes Problem geworden zwischenzeitlich.

  8. #8 Jürgen Schönstein
    15. Februar 2018

    @rolak

    Mister Hit

    Wir nannten das Ding “Plattenhobel”, und wer einen solchen besaß, war automatisch fürs Ausleihen der neuesten Alben disqualifiziert

    Silver Machine… Hawkwind

    Mannonmann, das schickt mich ja auf (senti)mentale Zeitreisen. Was hamma denn noch zu bieten? Gamma Ray (Birth Control), Das Schwein trügt (Brainstorm), Remember the Future (Nektar)… sorry, bin gerade in den 70-ern gelandet, kann ein bisschen dauern, bis ich zurückkehre.

  9. #9 rolak
    15. Februar 2018

    disqualifiziert

    Das wurde selbst mir recht schnell klar, Jürgen, und was soll ich sagen – so fing das an mit dem Kopieren, erst ein Magnetophon 204 und dann Kassetten (it’s a s)… ach was war ich froh, als Bits kopiert werden konnten.

  10. #10 JW
    16. Februar 2018

    Ich bin ja mehr von den ganz frühen 80ern geprägt. Da saßen wir vor dem uralten Radio mit dem Mikrofon des Kassettenrecorders in der Hand und lauerten während der WDR-Schlagerrallye auf unser Lieblingslied. Und dann kam jemand lautstark ins Wohnzimmer (woanders gab es ja kein Radio). Das waren noch Zeiten…

  11. #11 stone1
    16. Februar 2018

    Erinnert mich an eine erstaunliche Begegnung mit einem Fuchs mitten in einem Wohngebiet in London. Ein Anrainer sagte, dass der schon seit Jahren da lebt, warum auch nicht, dort ist der Rotpelz schließlich auch sicher vor Treibjagden.

  12. #12 Alisier
    16. Februar 2018

    Wie ist es denn dort mit dem Jagdrecht?
    Könnte man die Vögel verspeisen ohne sich strafbar zu machen?
    Es dürfte ökologisch sinnvoll sein, es ab und an zu tun.

  13. #13 RPGNo1
    16. Februar 2018

    @rolak

    Oh, Guru Gurus^^

    Ich hatte bei „guru guru“ eher folgende Assoziation:
    https://i2.wp.com/farm8.staticflickr.com/7558/16251330611_761933406e_o.jpg?ssl=1

    @gedankenknick

    Den VW-Iltis dürften nur noch die wenigsten kennen…

    Grundwehrdienst 92/93. Unser Sanitätsbereich hatte so einen Kübel noch im Fuhrpark.

  14. #14 Jürgen Schönstein
    16. Februar 2018

    @Alisier
    Es gibt zwar legale Zeiten, zu denen Truthähne gejagt werden dürfen – aber die erste Hürde ist, dass es grundsätzlich nicht legal ist, in Städten wie Cambridge eine Schusswaffe abzufeuern. Die Jagd auf Truthähne mit Pfeil und Bogen ist zwar generell erlaubt und wäre wohl (innerhalb der Jagdsaison) auch in Städten theoretisch möglich, aber nicht ratsam – zu riskant, und vor allem: Man wird sich damit keine Freunde machen. Wenn sich die Tiere tatsächlich zur Plage entwickeln würden, obläge es der Stadt, diese zu beseitigen (zum Beispiel durch Einfangen und Umsiedeln, und nur im Extremfall durch Erlegen).

  15. #15 zimtspinne
    16. Februar 2018

    Mit ein bisschen Geschick kann man sich so ein Jungviech doch am Samstagabend für den Sonntagsbraten mit den Händen greifen… bisschen anfüttern vorher würde die Sache vermutlich erleichtern… zack und wech damit ^^

  16. #16 rolak
    16. Februar 2018

    eher folgende

    moin RPGNo1, bist Du mittlerweile wach genug, um mal dezent hinter den im Original des von Dir Zitierten vorhandenen link zu gucken? :·P

  17. #17 Alisier
    16. Februar 2018

    @ zimtspinne
    Genau. So dachte ich mir das ungefähr.
    Kulturfolger umzusiedeln ist in jedem Falle unsinnig. Verspeisen ist weitaus sinnvoller.
    Town turkey for thanksgiving…..das hätte doch was.

  18. #18 Beobachter
    16. Februar 2018

    zu # 15 und # 17:

    Jawoll, freie Jagd (und sei`s mit Faustkeil oder Lasso) für freie Bürger auf alles, was da kreucht und fleucht –
    es lebe die private Hausschlachtung bei jedermann !
    Back to the roots … !
    … ? ! …

  19. #19 RPGNo1
    17. Februar 2018

    @rolak
    Du musst dir gerade ein symbolisches großes “Fragezeichen” über meinem Kopf vorstellen.

  20. #20 rolak
    17. Februar 2018

    ?

    Fragt es nach der Bedeutung meiner Worte oder nach den Ursachen Deiner Aktion im gestrigen Geschehen, RPGNo1?(nur vorsichtshalber…)

  21. #21 Beobachter
    18. Februar 2018

    Offenbar denkt man hier größtenteils auch bei innerstädtischen Truthähnen draußen vor der Haustür nur bis zum eigenen (thanksgiving-)Tellerrand und vielleicht noch an “Guru Guru”-Delikatessen …

    Es gab schon mal zu “Draußen vor der Tür” andere Anlässe, Berichte und Assoziationen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Drau%C3%9Fen_vor_der_T%C3%BCr

  22. #22 RPGNo1
    18. Februar 2018

    @rolak
    Hast du es darauf angelegt, meine Verwirrung noch mehr zu steigern? :)
    Ich meinte eigentlich den Kommentar:

    bist Du mittlerweile wach genug, um mal dezent hinter den im Original des von Dir Zitierten vorhandenen link zu gucken?

  23. #23 rolak
    18. Februar 2018

    steigern?

    Nicht doch, RPGNo1, es schien mir (und scheint es immer noch), als würden wir beide jeweils nicht die (volle) Intention und Bedeutung der Gegenüber-Kommentare erfassen (sorry, falls nur für mich geltend). Könnten wir jetzt noch bis Ostern oder so durchziehen, doch trotz der Aversion bzgl des allzu-sehr-detailgetreu-Erklärens ein Versuch in diese Richtung:

    “Oh, Guru Gurus^^” – Ich hatte bei “guru guru” eher folgende Assoziation: pic(Die große Überfahrt)

    gings bei Dir los – und meiner einer las “och guckma, ne olle KrautrockBand, na also ich denk dabei eher an Asterix”. Nur stand da ganz ganz oben halt nicht “Oh, Guru Gurus^^”, sondern “Oh, Guru Gurus^^” – und deswegen stürzte meine wetware in eine logikzerbombte Schleife, aus der heraus mir vorsichtigerweise mehr nach fragen als nach behaupten war. So reduzierte sich das Behauptete auf eine gewisse Schläfrigkeit.
    usw
    usw

  24. #24 RPGNo1
    18. Februar 2018

    @rolak
    ok, ok, stopp, Neustart. 😀
    Mir ging es tatsächlich nur um die Laute, die Truthähne machen, nämlich “guru guru”.
    Du hattest eine Krautrockband (mit ä) als Assoziation, ich einen Asterixband (mit a). Ganz simpel, nicht mehr und nicht weniger.

    PS: Krautrock ist vor meiner Zeit.

  25. #25 rolak
    18. Februar 2018

    um die Laute

    Und jetzt auch noch historische Musikinstrumente^^

    Neustart: Auch wenn es so geschienen haben mag, RPGNo1, der Klang hatte bei meinem →Hölzken→Stöcksken-Kurzschluß überhaupt keine Rolle gespielt. Es ging vom Truthahn direkt zu Asterix und dann von der dortigen Benennung zu Mani (und noch einige Ecken weiter, doch das war nur im RL, nicht hier). Also in der Reihenfolge der beiden links.

    Du hattest [nur] eine ä, ich einen a

    Wie erzählt: nein, schon gar nicht in der Bedeutung mit der von mir eingeklebten Einschränkung. Übrigens hat es so ein, zwei, drei GroschenFallversuche gebraucht bis ich hinter die Gefetteten stieg ;·)

    vor meiner Zeit

    1) Och dafür gibts doch Tonträger.
    2) Ich plädiere für ‘Nein!

  26. #26 tomtoo
    18. Februar 2018