Something is rotten …

Im “Wissenschaftsfeuilleton” konnte man in den letzten Wochen eine absurde Kampagne gegen E.-P.Fischer, Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität Konstanz, verfolgen. Anlaß ist offenbar sein Buch “Einstein für die Westentasche”, eine populärwissenschaftliche Darstellung der Relativitätstheorie.

Wortführer dieser Kampagne ist ein OStR Peter Rösch aus Bruchsal bei Karlsruhe, ehemaliger Vorsitzender der umstrittenen “Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaftlichen Physik”. In einem Leserbrief fragt er zum Beispiel:

Gibt es denn hier wirklich keinen in Amt und Würden, der dem Beamten des Landes Baden-Württemberg, Herrn Professor Dr. Fischer, bei seinem gewiß nicht leicht fallenden, aber umso dringlicher anstehenden Mea Culpa beistehen würde?

Fragt irritiert
OStR Peter Rösch

Wer ist dieser OStR Peter Rösch?

Zunächst einmal ist er Autor des Buches “Ich war Einstein”, eine Darstellung abwegiger Verschwörungstheorien zur Entstehung der Relativitätstheorie.

“Relativ kritisch” hat Herrn Rösch und seinen wissenschafts-geschichtlichen Theorien letzte Woche (aus Anlaß seiner Abwahl als GFWP-Vorsitzender) einen relativ kritischen Artikel gewidmet.

Ich muß gestehen, daß ich mich nicht dazu durchringen konnte, für das Buch auch noch 25 Euro auszugeben. Deshalb gibt es hier keine Original-Zitate aus dem Buch, sondern nur ein Zitat aus der Buchankündigung in Raum&Zeit 93/1998:

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http://www.relativ-kritisch.net/kritiker/ostr-peter-roesch-ich-war-vorsitzender

warum der Elektrophysiker Paul Drude kurz nach Veröffentlichung der Einsteinschen Arbeit sterben mußte … diese Zusammenhänge sind säuberlich recherchiert und jetzt in einem auf Veröffentlichung wartenden Buchmanuskript verständlich dargestellt

und ein Zitat aus einer Antwort von OStR Rösch auf einen Artikel in der FAZ:

Die logischen Brüche der Theorie sind seit ihrem Bestehen Gegenstand unwiderlegter Kritik. Ein Beispiel ist die Undefiniertheit des benutzten Terms “c + v”.
Hintergrund der RT-Genese ist ein atheistischer Sabotageakt gegenüber der Zeitschrift des Kreationisten, Staatsprotestanten und wilhelminischen Lieblings Max Planck.
Die RT wurde von dessen persönlichem Erbfeind, dem deutschen Mathematiker Ferdinand Lindemann, Erforscher der Zahl Pi, in der Arbeit “Zur Elektrodynamik bewegter Körper” ausformuliert. Sie beruht auf der Analyse des Michelson-Versuchs. Unter dem Signum des unbedarften A. Einstein – geboren am Pi-Day – gelangte der Aufsatz 1905 ausgerechnet zum Fest des Erzengels Michael in die Postfächer der Institute. Die Juden feierten Rosch Haschana des Jahres 5.666, gezählt seit der Erschaffung der Welt, ein “Wunderjahr” (Newtons Theorie war a.D. 1666 entstanden). Es war eine einmalige Gelegenheit für den Coup. – Der Mittelsmann in der Redaktion der “Annalen der Physik”, Paul Drude, kam dann kurz nach der Veröffentlichung der dubiosen Schrift unter ungeklärten Umständen ums Leben. Lebendig geblieben ist jedoch bis heute die Stützung des seit dem Kaiserreich vertuschten Menschheitsbetrugs.

OStR Rösch in der FAZ vom 9.12.

Und, ohne Bezug zum Thema, aber doch von Interesse für die weltanschauliche Einordnung:

Die Kirche ist nicht zuletzt Bewahrerin der Erinnerung daran, mit welchen Mitteln der Kreuzestod Christi betrieben wurde.

OStR Rösch in einem Artikel für kreuz.net

Man mag das alles (und selbst die Kampagne gegen Prof. E.P.Fischer) als abwegige Einzelmeinung eines verwirrten Geistes abtun.

Zu einem veritablen Skandal wird diese Geschichte m.E. aber dadurch, daß OStR Rösch seine Verschwörungstheorien auch in der Schule verbreitet.
Das Bild rechts (mit freundlicher Genehmigung von K.Hilpolt und RelativKritisch) zeigt einen Schaukasten in der Balthasar-Neumann-Schule in Bruchsal, in dem OStR Rösch seine Theorien vorstellt.
Nach eigenen Angaben finden diese auch Eingang in den Unterricht und seine Schüler können das Buch zum Vorzugspreis von 20 Euro erwerben.

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Geschossplan der Balthasar-Neumann-Schule mit Standort des Schaukastens.

(Mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt von Hans M.)

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Die Vitrine mit dem Buch „Ich war Einstein” von OStR Peter Rösch in der Balthasar-Neumann-Schule in Bruchsal, an der Rösch als Fachlehrer tätig ist.

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http://www.relativ-kritisch.net/kritiker/ostr-peter-roesch-ich-war-vorsitzender

Kommentare (88)

  1. #1 Stefan
    19. Januar 2010

    Der gute Herr Prof. Thim hat die “Briefe aus der Mühle” inzwischen ja auch entdeckt. Herr Herrig wird sich über diese Besucher sicher freuen…

  2. #2 Thilo Kuessner
    19. Januar 2010

    Botschaft des Spektrums – LOL, alles klar.

  3. #3 Max Feierabend
    26. Januar 2010

    Wolfgang Herrigs Blog in den ChronoLogs wurde heute vormittag durch die Redaktion geschlossen.

    Liebe Leserinnen und Leser,
    dieser Blog wird vom Autor nicht weitergeführt. Die Kommentare sind mit sofortiger Wirkung geschlossen.
    Vielen Dank für Ihr Verständnis
    die SciLogs-Redaktion

    Beste Grüße aus Berlin
    Max Feierabend

  4. #4 Thilo Kuessner
    26. Januar 2010

    In gewisser Weise bedauerlich und schwer verständlich (das Verhalten des Autors meine ich). Wenn er es einfach bei seinen (mehr oder weniger) historischen Anekdötchen belassen hätte, statt nun gleich irgendwelche spektakulären Verschwörungstheorien zu entwickeln, hätte ja überhaupt niemand etwas dagegen gehabt. (Auch über kleinere wissenschatlche oder historische Fehler in Detailfragen hätte sich wohl kaum jemand aufgeregt, wenn es nicht in den letzten Folgen auf solch offensichtliche Weise auf eine Kampagne gegen die RT hinausgelaufen wäre.)

  5. #5 Ares
    26. Januar 2010

    @Thilo,

    […],wenn es nicht in den letzten Folgen auf solch offensichtliche Weise auf eine Kampagne gegen die RT hinausgelaufen wäre.

    O-Ton des Pudels Kern:

    Herbert Sommer:
    “Nur die damalige politische Lage und die daraus erwachsene massive Beteiligung der Medien für und wider das Judenproblem kann die enorme und unverdiente Ausbreitung der Theorie und das Eindringen in weiteste Kreise der öffentlichen Meinung erklären, die zwar die Theorie keineswegs verstanden, aber sie doch für den grössten jemals von einem menschlichen Geist – nämlich den von Einstein – erreichten Erfolg hielten.”

    Der Vollständigkeit halber: dieses Zitat stammt aus Herbert Sommers Artikel, den er bei E.Friebe veröffentlicht hat. In der Diskussion in den Chronologs hat Herbert Sommer diese Thesen nicht wiederholt.
    TK

    Max Feierabend:
    Zusammen mit Ihrem letzten Kommentar haben Sie dafür einen Tritt in den Hintern verdient, der Sie endgültig aus den ChronoLogs hinausbefördert und Ihnen den Zugang zu wissenschaftsorientierten Blogs auf Dauer versperren sollte.

    MF, dem ist nichts hinzu zu fügen.

    Ares

  6. #6 Ares
    26. Januar 2010

    @Thilo,

    […],wenn es nicht in den letzten Folgen auf solch offensichtliche Weise auf eine Kampagne gegen die RT hinausgelaufen wäre.

    die Schatten zeichnen sich ab, O-Ton des Pudels Kern:

    Herbet Sommer (Friebe):
    “Nur die damalige politische Lage und die daraus erwachsene massive Beteiligung der Medien für und wider das Judenproblem kann die enorme und unverdiente Ausbreitung der Theorie und das Eindringen in weiteste Kreise der öffentlichen Meinung erklären, die zwar die Theorie keineswegs verstanden, aber sie doch für den grössten jemals von einem menschlichen Geist – nämlich den von Einstein – erreichten Erfolg hielten.”

    Max Feierabend:
    Zusammen mit Ihrem letzten Kommentar haben Sie dafür einen Tritt in den Hintern verdient, der Sie endgültig aus den ChronoLogs hinausbefördert und Ihnen den Zugang zu wissenschaftsorientierten Blogs auf Dauer versperren sollte.

    dem ist nichts hinzu zu fügen.

    Ares

  7. #7 Max Feierabend
    26. Januar 2010

    @Thilo

    Botschaft des Spektrums – LOL, alles klar.

    Die Beeinspruchung von Thims Pseudoexperiment 2003 durch Adriani Sfarti ist jetzt online erhältlich.

    Eine erste Besprechung findet man im Forum Alpha Centauri. Recht dreist ist, wie der crank-Professor, der sich immer noch das Label der Universität Linz auf seinen Unfug heftet, seine Behauptung retten will, Sfarti hätte aus Einsteins “Zur Elektrodynamik bewegter Körper” (1905) “falsch abgeschrieben”.

    Der einsprucherhebende Berkeley-Professor Sfarti hat eine Einsteinformel falsch abgeschrieben (die Deutsche Sprache hat er ja nicht gelernt) und sich damit grenzenlos blamiert.

    Dieser provinzielle Chauvinismus ist so ziemlich das Letzte, was ich bisher erlebt habe! Thim zeigt, dass er sich aus der scientific community längst verabschiedet hat. Ich bin der Ansicht, dass man diesen Abgang auch von Seiten der Universität Linz bestätigen sollte. Thim könnte damit zum Präzedenzfall für den OStR Peter Rösch werden, seinem ehemaligen intellektuellen Führer bei der GFWP.

    Beste Grüße aus Berlin
    Max Feierabend

  8. #8 Max Feierabend
    30. Januar 2010

    Gerade gefunden: Hartwig Thim versucht sich jetzt im Forum Alpha Centauri gegen die Beeinspruchung seines IEEE-Artikels von 2003 durch Adriani Sfarti zu verteidigen. Mal sehen, wo das noch endet.

    Beste Grüße aus Berlin
    Max Feierabend

  9. #9 Cryptic
    5. Februar 2010

    Hallo,

    ich dachte Sie werden die SRT mit wissenschaftlichen Mitteln retten. Was ich hier lesen kann, sind nur laute Forderungen nach einer weiteren Verschärfung von Zensurmaßnahmen gegen alle Kritiker der Theorie.

    @Thilo Kuessner
    Welche wissenschaftliche Fehler haben Sie beim W. Herrig entdeckt?

    Gruß

  10. #10 Cryptic
    5. Februar 2010

    Hallo,

    ich dachte Sie werden die SRT mit wissenschaftlichen Mitteln retten. Was ich hier lesen kann, sind nur laute Forderungen nach einer weiteren Verschärfung von Zensurmaßnahmen gegen alle Kritiker der Theorie.

    @Thilo Kuessner
    Welche wissenschaftliche Fehler haben Sie beim W. Herrig entdeckt?

    Gruß

  11. #11 Thilo Kuessner
    5. Februar 2010

    Noch einmal: Peter Rösch ist kein Kritiker der Theorie, sondern er entwickelt historische Verschwörungstheorien zur Entstehung der Relativitätstheorie.

    Zu Wolfgang Herrig nur ein Beispiel aus meinem Fach: in seinem allerersten Artikel vom 8.7. schreibt er: “Einstein führte die nichteuklidische Geometrie erst nach 1910 in die Allgemeine Relativitätstheorie ein. Zu Olbers Zeiten setzte man für das Weltall noch eine euklidische Geometrie als selbstverständlich voraus. Erst seit wenigen Jahren weiß man, dass das Weltall (wahrscheinlich) tatsächlich euklidisch („flach“) ist.”
    Offensichtlich hat er überhaupt nicht verstanden, daß es bei der ART nicht um die Geometrie des Weltalls, sondern um die Geometrie der Raum-Zeit geht. Nicht das Weltall ist laut ART nichteuklidisch, sondern die Raum-Zeit. Die Topologie des Weltalls ist bis heute unbekannt.

  12. #12 Cryptic
    5. Februar 2010

    Zu W. Herring

    Was die Geometrie des Weltalls betrifft da steht Meinung gegen Meinung. In der ART spricht man von “Raumkrümmung” während Newton von einer Kraft spricht. Die Vereinigung von Raum und Zeit zur Raum-Zeit ist ebenfalls noch umstritten.

    Gruß

  13. #13 Thilo Kuessner
    5. Februar 2010

    In der ART spricht man von “Raumkrümmung”

    Nein, das tut man nicht. Man spricht von der Krümmung der Raum-Zeit, aus der sich die Gravitation ergibt. “Den Raum” gibt es in der RT überhaupt nicht.

  14. #14 Cryptic
    5. Februar 2010

    Heißt es, dass der Raum in der ART nicht gekrümmt ist (wohl ja wenn es ihn gar nicht gibt)? Heißt es, dass man Raum und Zeit nicht trennen kann – zumindest für einen ruhenden Beobachter (ist eine solche Transformation nicht möglich)? Ist Lobatschewski-Geometrie raum-zeit-artig? Ist die Abhandlung von V. Varicak “Über die nichteuklidische Interpretation der Relativitätstheorie” (1912) falsch?

    Fragen über Fragen.

    Aber wie gesagt, da steht Meinung gegen Meinung.

    Gruß

  15. #15 Thilo Kuessner
    5. Februar 2010

    1912 hat es die ART noch gar nicht gegeben. In der Arbeit von Varicak muß es also um etwas anderes gehen.

    Die Lobatschewski-Geometrie ist nicht raum-zeit-artig und sie hat mit der Relativitätstheorie nicht das geringste zu tun.

    Auch in der (vor 1912 schon bekannten) SRT geht es nicht um Lobatschewski-Geometrie, sondern um Minkowski-Geometrie. Das ist NICHT die “klassische” nichteuklidische Geometrie, wie sie Bolyai, Lobatschewski, Gauß im 19. Jahrhundert erforscht haben, sondern es ist eine (flache) 4-dimensionale semi-Riemannsche Geometrie. In der ART kommt dann noch das Konzept der Krümmung durch Gravitation dazu.

  16. #16 Cryptic
    5. Februar 2010

    Sie haben geschrieben “in der RT gibt es ‘den Raum’ nicht” – deswegen Lobatschewski und Varicak.

  17. #17 Thilo Kuessner
    5. Februar 2010

    Glauben Sie mir: mit Lobatschewski hat das nun wirklich nichts zu tun.

  18. #18 Cryptic
    5. Februar 2010

    Sie sind Mathematiker – wenn Sie Zeit (und Lust dazu) haben, können Sie hier unten ein bisschen blättern.

    http://www.digizeitschriften.de/main/dms/img/?IDDOC=514971

  19. #19 rolak
    5. Februar 2010

    Vielleicht hilfts dem Mathematiker eher, in =»einer der Teergruben eines Physikforums vorbeizusehen. <ally> hin oder her.

  20. #20 Thilo Kuessner
    5. Februar 2010

    Varicak hat jedenfalls nicht behauptet, der Raum wäre hyperbolisch.
    Er hat nur beschrieben, daß man die relativistische Geschwindigkeitsaddition mit hyperbolischer Trigonometrie herleiten kann. Wobei ich nicht verstehe, wie er zu seinem Ansatz v/c=tanh(u) kommt.

    Jedenfalls handelt es sich um eine formale Analogie zwischen dem hyperbolischen Kosinussatz und der relativistischen Geschwindigkeitsaddition.

    Es wird nicht v (die Länge des Geschwindigkeitsvektors) berechnet, sondern stattdessen artanh(v/c). Das kommt mir doch sehr willkürlich vor. Warum will man gerade den areatangenshyperbolicus der relativen Geschwindigkeit berechnen?

  21. #21 Stefan
    5. Februar 2010

    Ich hab von Varicak bisher noch nie gehört. Aber Einstein-Leugner graben oft interessante Quellen aus ;-).

    Wenn man (wie zu Minkowskis Zeit üblich) als Zeitkoordinate ict verwendet, läßt sich die (1+1)-dimensionale Lorentz-Transformation als eine herkömmliche Drehmatrix mit Sinus und Cosinus eines “Drehwinkels” ausdrücken, und rücktransportiert in die richtige Zeitkoordinate landet man dann bei sinh und cosh. Der Geschwindigkeitsaddition (Hintereinanderausführung von “Boosts”) entspricht die Addition des “Drehwinkels”, daher der Zusammenhang zum Additionstheorem der Geschwindigkeiten.

    Dieser “Drehwinkel ist als Rapidität eine sehr gängige Größe, um in der Hochenergiephysik die Geschwindigkeit von Teilchen entlang der Strahlachse zu beschreiben.

    Dass sich der (flache) Minkowskiraum mit hyperbolischen Koordinaten beschreiben läßt, ist auch der entscheidende Trick, um die Milne-Kosmologie zu verstehen.

  22. #22 Cryptic
    5. Februar 2010

    Ich wollte eigentlich nur sagen, dass es verschiedene Auffassungen über Raum und Zeit und Raum-Zeit gibt, die logisch und mathematisch als gleichwertig betrachtet werden können.

    Übrigens, Einstein und Varicak führten eine lebhafte Korrespondenz über verschiedene Probleme im Hinblick auf die SRT.

    http://arxiv.org/abs/0704.0962

    Gruß

  23. #23 SchülerVonOStRR
    17. August 2011

    Als ehem. Schüler von OStR Peter Rösch – ich vermute das ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal in diesem Forum – möchte ich hier nur anmerken, dass ich nicht behaupten könnte in irgendwelcher Weise im Unterricht beeinflusst oder gar manipuliert worden zu sein.

    Natürlich kam das Thema zur Sprache; In der Erwachsenenbildung jedoch, und hier war (ist?) OStR PR zu “meiner Zeit” tätig (98), kann man getrost annehmen, dass die Mehrheit der Individuen über ein gesundes Urteilsvermögen verfügen und sich daher nicht leichtfertig irgendwelchen Theorien hingeben. Den verbleibenden Rests kann man wohl getrost vernachlässigen da mit Bezug auf intellektuellen Einfluss betrachtet wahrscheinlich eh ohne jegliche Bedeutung.

    Und so behaupte ich, dass sich durch die Phsyiklektionen des OStR PR meine Meinung zur SRT nicht beeinflusst hat – in keinerlei Hinsicht.

    Was ich Herrn Rösch allerdings zu Gute halten möchte ist, dass er durch seine Hingabe zur Physik in mir eine andauernde Faszination geweckt hat.

    Und das ist doch etwas Vorbildliches!

    MIt den beste Grüssen.

    P.S. Eine neutrale Frage: Warum eigentlich soviel Aufmerksamkeit einem “geltungssüchtigen und verirrtem Kritiker”?

  24. #24 Thilo
    17. August 2011

    Eine neutrale Frage: Warum eigentlich soviel Aufmerksamkeit einem “geltungssüchtigen und verirrtem Kritiker”?

    Warum die Anführungszeichen? Die Formulierung kommt im Text oben überhaupt nicht vor, sondern ergibt sich allenfalls aus dem Inhalt.

  25. #25 Thilo
    17. August 2011

    Und so behaupte ich, dass sich durch die Phsyiklektionen des OStR PR meine Meinung zur SRT nicht beeinflusst hat – in keinerlei Hinsicht.

    In Röschs Thesen, wie sie sich in den im Artikel zitierten Texstellen darstellen, geht es ja auch überhaupt nicht um physikalische Theorien, sondern um wirre Verschwörungstheorien mit offen antisemitischer Zielrichtung.

    In der Erwachsenenbildung jedoch, und hier war (ist?) OStR PR zu “meiner Zeit” tätig (98), kann man getrost annehmen, dass die Mehrheit der Individuen über ein gesundes Urteilsvermögen verfügen und sich daher nicht leichtfertig irgendwelchen Theorien hingeben. Den verbleibenden Rests kann man wohl getrost vernachlässigen da mit Bezug auf intellektuellen Einfluss betrachtet wahrscheinlich eh ohne jegliche Bedeutung.

    1. ist Rösch Berufsschullehrer, unterrichtet also wohl nicht nur Erwachsene, 2. ist es sicher richtig, daß der intellektuelle Einfluß seiner Thesen auf die Physik vernachlässigbar ist – problematisch sind eher seine Thesen über die Schuld der Juden am Kreuzestod oder seine wirre Theorie, daß es sich bei der Relativitätstheorie um eine jüdische anti-katholische Verschwörung handeln würde (was natürlich durch seine eigene Behauptung konterkariert wird, die RT stamme gar nicht von Einstein).

  26. #26 SchülerVonOStRR
    27. August 2011

    Hallo Thilo,

    Du: Warum die Anführungszeichen?
    Richtig. Dieser Kommentar/meine Frage bezieht sich auf eine Beobachtung welche sich auf mehrere Beiträge in verschiedenen Foren erstreckt.

    Zu 1.) Vorsicht. “Die Schule” ist in zwei getrennte Schulen aufgeteilt – BNS-1 (Berufsschule) und BNS-II (Erwachsenenbildung, z.B. Fachhochschulreife). Ich war auf der BNS-II.

    Zu 2.) Thesen zur “Schuld der Juden am Kreuzestod” (o.Ä. zu Religion im Allg.) waren nicht ein einziges Mal Thema im Unterricht, auch nicht am Rande, danach, sonst irgendwo/-wann. Wenn dann ging es aussschliesslich über den Zusammenhang von MP und AE, etc oder um mangelhafte Beweisführung bei der Aufstellung der RT, etc.

    Gruss, S-v-OStRRR

  27. #27 RelativKritisch Redaktion
    27. August 2011

    Hallo Thilo,

    der Kommentar

    SchülerVonOStRR· 17.08.11 · 01:44 Uhr

    wurde am 17.08. nur zwei Minuten später wortgleich bei RelativKritisch eingereicht. Aufgrund der ausbleibenden Bestätigung der E-Mail wurde der Kommentar von SchülerVonOStRR auf unserem Blog geblockt. Wir gehen wegen der mangelnden Bereitschaft zur Authentifizierung und des cross posting davon aus, dass es sich bei dem Kommentator um einen Troll handelt.

    LG
    RelativKritisch Redaktion

  28. #28 SchülerVonOStRR
    1. September 2011

    “Wegen der mangelnden Bereitschaft zur Authentifizierung und des cross posting davon aus, dass es sich bei dem Kommentator um einen Troll handelt”.

    Dazu:

    a.) “Muss” man sich authentifizieren um eine Meinung äussern zu dürfen?
    b.) Was spricht dagegen einen allg gültigen Kommentar in verschiedenen Foren (zum selben Thema!) zu posten?

    Professionell ist das nicht gerade, so eine Unterstellung und darauf folgende Zäsur.

  29. #29 RelativKritisch Redaktion
    1. September 2011

    @SchülerVonOStRR

    a.) “Muss” man sich authentifizieren um eine Meinung äussern zu dürfen?

    Wir haben nichts gegen Pseudonyme. Aber die Bestätigung einer validen E-Mail muss sein. Das ist unsere administrative Regelung. Sofern Ihre Meinungsäusserung nicht in Konflikt mit den Blog-Regeln gerät, wird diese auch veröffentlicht.

    b.) Was spricht dagegen einen allg gültigen Kommentar in verschiedenen Foren (zum selben Thema!) zu posten?

    Zum Thema cross- oder multiposting: Klick!

    Es liegt an Ihnen!

    LG
    RelativKritisch Redaktion

  30. #30 s.s.t.
    1. September 2011

    @SchülerVonOStRR

    Professionell ist das nicht gerade, so eine Unterstellung und darauf folgende Zäsur.

    Das Wort “Zäsur” ist in diesem Zusammenhang offensichtlich weder ein Schreibfehler noch “professionell”. Und unter Berücksichtigung des Rests des Satzes schreibt hier genau so offensichtlich ein Schüler (die Klasse erspar ich mir).

  31. #31 SchülerVonOStRR
    2. September 2011

    Sie werden persönlich. Unschön, fügt sich jedoch ins Bild.

  32. #32 RelativKritisch Redaktion
    4. September 2011

    @SchülerVonOStRR

    fügt sich jedoch ins Bild.

    In welches Bild? Ihre E-Mail haben Sie bei RelativKritisch immer noch nicht bestätigt. Welches Bild sollen wir uns denn nun von Ihnen machen?

    LG
    RelativKritisch Redaktion

  33. #33 OStR Peter Rösch
    23. Februar 2013

    Ich habe die Diskussionsbeiträge zur Kenntnis genommen.

  34. #34 Thilo
    23. Februar 2013

    Falls es wen interessiert:
    Herrn Röschs rassistische Hetzartikel auf Kreuz.net scheinen jetzt gelöscht worden zu sein (oder sind die noch irgendwo gespeichert?), das ist auf jeden Fall sehr erfreulich.

  35. #35 OStR Peter Rösch
    25. Februar 2013

    Der Text ist, Gott sei Dank, auf http://www.2jesus.de zugänglich:

    “Freitag, 6. Februar 2009 12:31

    Spricht hier Radio Vatikan?

    Die Kirche ist nicht zuletzt Bewahrerin der Erinnerung daran, mit welchen Mitteln der Kreuzestod Christi betrieben wurde. Von Oberstudienrat Peter Rösch, Kronau.

    Papst Benedikt XVI.(kreuz.net) Woran wird ein Papst gemessen? Daran, daß er voll hinter dem Zweiten Vatikanum, der Religionsfreiheit, dem Dialog mit den Juden und der Ökumene steht.

    Diesen Eindruck bekommt man, wenn man einen jüngsten Kommentar des Chefredakteurs des deutschsprachigen Radio Vatikan, des Jesuiten, Pater Eberhard von Gemmingen, liest.

    Der Titel seines unsäglichen Textes: „Mißverständnis und Debakel“. Es geht darin um die „aktuelle Diskussion um Richard Williamson und die Beweggründe von Papst Benedikt XVI., die Exkommunikation gegen die Lefebvre-Bischöfe aufzuheben“.

    Pater von Gemmingen spult seinen Katalog runter, als ob es einem Pontifex darum gehen müßte, mit wohlgefälligen Programmpunkten die nächste Legislaturperiode zu besetzen.

    Die Verwechslung des Heiligen Stuhls mit einem politkorrekten Organ liegt auch dem Rest der unsäglichen Ausführungen des Jesuiten zugrunde.

    Natürlich bringt der Gute dabei auch die Hetzfloskel „faschistisch“ zum Einsatz:

    „Viele Katholiken sind von Papst Benedikt enttäuscht, weil sie den Eindruck haben, er komme einer faschistischen Gruppe zu weit entgegen“ – unterstellt der Pater.

    Zur vorgeblichen Entlastung des Papstes diagnostiziert er „Organisations- und Kommunikationsmängel“ im päpstlichen Umfeld.

    Mit seinem Kommentar schließt sich der Pater selber dem rabulistisch operierenden, wortverdrehenden Intrigantentum an, über dessen Ursprungsgebiet – innerhalb oder außerhalb Deutschlands – sich spekulieren läßt.

    Sein Fazit: „Hier bei Radio Vatikan kann ich eigentlich nur noch sagen: Beten Sie für den Papst und seinen Stab. Ein solches Mißverständnis und Debakel darf nie wieder passieren.“

    Noch etwas darf im Vatikan nie wieder vorkommen: Daß Radio Vatikan sich noch einmal zu einem solchen Rückenschuß gegen den regierenden Papst herabläßt.

    Die Kirche ist ja nicht zuletzt Bewahrerin der Erinnerung daran, mit welchen Mitteln der Kreuzestod Christi betrieben wurde.”

    Leider ohne das sehr schöne Bild des segnenden Benedikt XVI. , der übrigens seine berühmte Rede “Wider die Diktatur des Relativismus” zu Einsteins 50. Todestag gehalten hat. Auch für diese Ermutigung noch mein herzlichster Dank an Benedikt!

  36. #36 Thilo
    25. Februar 2013

    Mache ich mich jetzt eigentlich strafbar, wenn ich diesen Kommentar nicht lösche?

    Eigentlich würde ich das gern stehenlassen, vor allem weil der Text die immer wieder aufkommenden Behauptungen von der angeblich unpolitischen Motivation der Organisierten Relativitätstheoriekritiker so schön widerlegt.

  37. #37 rolak
    25. Februar 2013

    Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte ihren Hausjuristen oder Rechtsberater 😉

    Wie er schon sagt, ist der Text ja auch in dem verlinkten Bibel-Forum zu sehen. Erstaunlich eigentlich: Bisher war mir Röschs religiöse Rage noch unbekannt, kannte ihn nur seine Rosinante unermüdlich gegen die RT antreibend — doch als Kreuzritter?

  38. #38 Erik
    27. November 2013

    Die Relativitätstheorie an zwei Beispielen:

    1. Zwei Astronauten driften im Weltall voneinander weg. Der erste Astronaut denkt sich: “Weil der andere von mir wegschwebt, muss er einer höheren Geschwindigkeit ausgesetzt sein und deshalb langsamer altern als ich.” Der zweite Astronaut denkt genau dasselbe über den ersten. Und laut Relativitätstheorie haben beide recht.

    2. Zwei Raumschiffe schweben antriebslos im All mit 1000 km/h aufeinander zu. Der Kommandeur des ersten Raumschiffs teilt dem zweiten Raumschiff mit: “Ihr fliegt mit 1000 km/h in unsere Richtung. Geht endlich auf einen anderen Kurs!” Da meldet sich jemand vom zweiten Raumschiff: “Nein, ihr fliegt mit 1000 km/h auf uns zu.” Wieder liegen beide richtig. Falls noch eine dritte Person behauptet: “Wir fliegen mit 200 km/h und ihr da drüben mit rund 800 km/h”, dann liegt laut Relativitätstheorie auch diese Person mit ihrer Aussage richtig, weil alles relativ(istisch) ist.

    Stimmt das wirklich?