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Ende 2014 hatten wir mal über die Möglichkeiten elektronischer Mathematikbücher geschrieben. Bei dem damals von Chazottes und Monticelli publizierten e-Buch handelte es sich wohl eher um einen Versuchsballon, um die Möglichkeiten elektronischen Publizierens anzutesten. 16 Seiten dick, ein paar Themen kurz angerissen und mit interaktiven Bildern verknüupft, wo der Leser an den Parametern herumspielen und die Grafiken verändern konnte. (Das “Buch” gibt es kostenlos auf iTunes, man benötigt natürlich iBooks und ein entsprechendes Gerät, also möglichst ein ipad oder einen Mac.)

Inzwischen haben die beiden Autoren ein “richtiges” e-Buch “Differential Equations” herausgebracht. Das ist jetzt nicht mehr kostenlos, sondern auf ihrer Webseite “generative eboks” für 18,99 Euro zu erwerben (für ipad oder Mac), hat ein Vorwort von Cédric Villani und ist laut Autoren “the first eBook with embedded interactive digital experiments.”

Es handelt sich um ein sehr ausführlich Buch über Differentialgleichungen und Dynamische Systeme, gelegentlich mit weiter in die Tiefe gehenden anklickbaren Verlinkungen:
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und vor allem mit vielen interaktiven Grafiken, deren Parameter der Leser beliebig verändern kann:
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Ein paar mehr Informationen in diesem Artikel auf “Images des Mathématiques”.

Kommentare (7)

  1. #1 wereatheist
    25. April 2017

    Wie sagte Marie Atoinette bekanntlich su schön: “sollen sie doch iPads kaufen” 😛

  2. #2 wereatheist
    25. April 2017

    Ich tausche o gegen u.

  3. #3 Markus
    25. April 2017

    ” … (für ipad oder Mac) …”

    Eine andere Klientel wird sich wohl auch kaum finden lassen, die für allgemein verfügbares Wissen bezahlt.

  4. #4 erik||e oder wie auch immer . . . ..
    25. April 2017

    . . . .. Mathematik und Algorithmen verändern unsere Welt . . . .. Interaktion und “vollständige” Vernetzung, im Sinne der permanenten Revolution Industrie 4.0, werden Lernen an Hoch-und-anderen-Schulen verändern . . . .. es wird keine “offizielle” Physik mehr geben, welche auf Physikerblogs sagt: “troll dich in deine “Privatphysik” . . . .. Barrieren unseres Denkens anderen gegenüber wird sich ändern . . . .. der Einzelne wird seine Aufgabe in seinem Leben lernen können und sein Sein im Kontext der Lebensgemeinschaft auf der Erde verstehen und lieben können . . . .. ich freue mich drauf :)

  5. #5 Robert
    26. April 2017

    erik,
    ……..Interaktion und Vernetzung werden die Welt verändern,

    das haben sie schon . die deutschen Universitäten beklagen immer mehr, dass die Studenten nicht mehr genügend Grundlagenwissen haben.
    Was sich ein Student vor 30 Jahren noch selbst erarbeiten musste, das kann er heute abschreibfertig aus dem Internet herunterladen.
    Wenn Grundschüler Taschenrechner benützen dürfen, dann halte ich das für eine Dummheit.
    Die , die noch originär denken werden zu einer Minderheit. Alle anderen sind nur User des Net.
    Ob das so erstrebenswert ist?

  6. #6 erik||e oder wie auch immer . . . ..
    27. April 2017

    Robert
    “Ob das so erstrebenswert ist?” . . . .. Ja!

    . . . .. Industrielle Revolution 1.0 – Dampfmaschine . . . ..
    . . . .. Industrielle Revolution 2.0 – Elektrifizierung und Massenfertigung . . . ..
    . . . .. Industrielle Revolution 3.0 – Automatesierung . . . ..
    . . . .. Industrielle Revolution 4.0 – Vernetzung von Maschinen und . . . .. Menschen

    Maschinen und Menschen verändern sich . . . .. die GrundschülerInnen machen den LehrerInnen mächtig druck||dampf, da entsteht eine interessante Spannung in der Atmosphäre der Klassenzimmer und ganz automatisch entstehen Probleme in den Familien||Schulen, welche nicht erwartet wurden und von allen Beteiligten gelöst werden müssen . . . .. Zeit und dessen Inhalt können für eine Renovierung der Schule aufgewendet werden, oder um SchülerInnen und deren Eltern||Lehrerinnen fit für die gegenwärtigen geistigen Anforderungen zu machen . . . .. Wir haben die Wahl . . . .. zu entscheiden – das Ergebnis wird unabhängig von der Wahl des Weges erreicht . . . ..

  7. #7 tomtoo
    28. April 2017

    Ich bin ja so selten @Roberts Meinung.
    Aber in diesem Punkt JA. Es ist ein riesen Unterschied Musik zu hören und neu zusammenzusetzen oder sozusagen
    alles peer Hand zu erzeugen. Klar muss man da eine Mitte finden. Aber mit z.B Zahlen im Kopf zu rechnen ist eine wichtige Sache. Das bewirkt etwas anderes, als sie im Taschenrechner einzugeben.