Benoît Mandelbrot, der Erfinder der Mandelbrotmenge, ist vorgestern im Alter von 85 Jahren in Cambridge, Massachusetts verstorben.

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Die Mandelbrotmenge ist die Menge derjenigen (komplexen) Parameter c, für die 0 im Inneren der Julia-Menge des durch die Iterationsvorschrift f(z)=z2+c definierten dynamischen Systems liegt, äquivalent für die der Rand der Julia-Menge zusammenhängend ist. Aufsehen erregte sie aber vor allem durch ihren Formenreichtum, den man mit der Entwicklung der Computer seit den 80er Jahren erkunden konnte (Bildergalerie einer Zoomfahrt).

Kommentare (5)

  1. #1 Alois
    16. Oktober 2010

    Immer wieder faszinierend, selber in ein Fraktal hineinzuzoomen. Das beste und schnellste Programm dafür ist meiner Meinung nach XAOS (http://wmi.math.u-szeged.hu/xaos/doku.php)
    Wenn ich daran denke, dass ich meinen ersten Rechner (8088, 4,77 Mhz) eine Nacht lang rechnen ließ, damit er ein(!) Schwarzweißbild eines Details der Mandelbrotmenge ausrechnete…

  2. #2 maxfoxim
    16. Oktober 2010

    hmm, toller Mann.
    Ich habe es vor kurzem mal mit C geschafft die Mandelbrotmenge zu zeichnen. Also wer den Quellcode haben will, soll sich mal melden.

  3. #3 Hannes Bongard
    17. Oktober 2010

    Mathematiker Benoît Mandelbrot
    Vater des Apfelmännchens ist tot
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,723591,00.html

  4. #4 Thilo
    25. Oktober 2010

    Eine verständliche und kenntnisreiche Darstellung von Mandelbrots Werk auf https://www.dmv.mathematik.de/component/docman/doc_download/236-schleiderzumandelbrot20101020.html