Das ist nicht Rainer Mayer.

Rainer Meyer ist ein deutscher Internet-Experte (nennt man das so?), der sich nach dem Platzen der Dotcomblase lange Jahre dem Internet-Leben der Anderen gewidmet hatte, mehr oder weniger erfolglos versuchend seine Kritiken an anderen Blogs in die Mainstream-Medien zu bringen.

Zweimal befaßte er sich dabei auch mit den scienceblogs: im ersten Artikel, wohl Mitte 2008, kritisierte er, dass Burda den sb-Autoren Millionen hinterherwerfe und diese doch das Geld nicht wert seien, im zweiten Artikel, circa 2 Jahre später, war die Kritik dann dass sb-Autoren für zu niedrige Honorare schreiben und damit den richtigen Journalisten das Geschäft kaputtmachen würden.

In einem der beiden Artikel, es wird wohl der erste gewesen sein, schrieb er auch davon, dass ihn die Inhalte der scienceblogs nicht interessierten, die Sprache ihn langweile und sb sicher nie eine nennenswerte Leserschaft erreichen würde. Jemand von uns hatte das damals gelesen, die anderen darauf hingewiesen und ich erinnere mich noch, dass wir in unserem internen Chat dann frotzelten, welche Themen denn wohl auch so jemanden ansprechen könnten. Einer schlug vor diskutieren zu lassen, ob und warum Muslime für das Leben in Mitteleuropa ungeeignet seien. Das war, wie gesagt, 2008, lange vor Sarrazin und den ersten größeren Debatten zum Thema, und damals noch ein irgendwie lustiger oder eher absurder Vorschlag. Natürlich war auch damals schon jedem klar, dass man mit genau dieser Art von Thema Hunderttausende oder sogar Millionen von Klicks generieren könnte, aber ja, sowas tut man einfach nicht.

Warum ich das jetzt erzähle: jener Rainer Meyer schreibt seit einiger Zeit unter dem etwas albernen Pseudonym “Don Alphonso” (eine Anspielung auf Gil Blas) für die FAZ-Blogs und er beweist dort all den anderen dummen Bloggern wie man auch mit diesem Medium richtig gute Zugriffszahlen generieren kann. Das Thema, mit dem er das erreicht, ja, wir ahnen es … Deus ex Machina.

Der neueste Beitrag beispielsweise, Das regierungsfreundliche GibGeldDuOpfa der Medien in der Provinz vorgestern erschienen, erklärt die AfD-Erfolge in Sachsen-Anhalt und Vorpommern damit, dass es Menschen in der Provinz nicht mögen wenn andere Menschen (muslimische Immigranten) die Hand in der Hosentasche lassen statt etwas in die Hand zu nehmen.

Man könnte dazu vieles sagen, zum Beispiel dass die AfD eben nicht in Ingolstadt gewonnen hat, sondern dort wo mangels Bevölkerung Krankenhäuser geschlossen und Buslinien eingestellt werden (und wo kein Moslem und auch kein anderer Ausländer lange bleiben würde).

Oder auch, dass es in dieser Frage nicht um einen Gegensatz Stadt gegen Land oder etwas ähnliches geht, sondern einfach nur um eine ganz banale Abwägung. Es gibt Politiker und Journalisten, die zwar wissen, dass sie mit gewissen Themen sehr viel mehr Wählerstimmen oder Leserzahlen generieren könnten als sie derzeit haben, die dieser Versuchung aber trotzdem widerstehen. Und es gibt diejenigen, die auch ganz ohne eigene Leistung einmal genausoviele oder noch mehr Wähler oder Leser haben wollen als alle anderen und denen die Wahl der Mittel dabei schlicht egal ist. Also nicht Stadt gegen Provinz oder Geist gegen Bodenständigkeit, sondern Gut- gegen Bösmenschen, sozusagen.
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:-NVU-Ede-DSC_0036.jpg
            Auch das ist nicht Rainer Meyer.

Nachtrag: Die Bildunterschriften habe ich nachträglich eingefügt weil einige Leser sich beschwerten, es könnte der Eindruck entstehen, die Bilder zeigten Rainer Meyer oder die abgebildeten Personen hätten mit ihm etwas zu tun. Ich weiß eigentlich nicht, was das Problem dabei gewesen wäre. Die Bilder zeigen doch nur anständige Bürger, die sich
Sorgen um ihr Land machen. Warum sollte jemand nicht mit diesen in Verbindung gebracht werden wollen?

Kommentare (129)

  1. #1 Dietrich
    8. September 2016

    … die Wahl der Mittel …

    Wie war das mit dem Glashaus und den Steinen noch gleich*1. Wer Clicks haben will, der nimmt sich den Thema Islam, Flüchtlinge, AfD, etc. an. Da kommen die Dauerkommentatoren von scienceblogs.de auf Hochtouren. Wetten?

    *1 Wundert mich, dass gerade Sie ein Thema dieser Art wählen.

  2. #2 tomtoo
    8. September 2016

    Ich bin ja noch neu hier. Ich glaube aber da hatt den Thilo was gewurmt. Und ja warum sollten Mathematiker immer nur über Mathe schreiben ! Ich finds klasse !

  3. #3 anderer Michael
    8. September 2016

    Ich verstehe nicht

    Was hat Herr Meyer mit den Herrschaften auf den Fotos zu tun? Doch wohl nichts, oder?
    Dass Sie auf den Herrn nicht gut zu sprechen sind, verstehe ich. Aber ist es in Ordnung, ihn mit der Auswahl dieser Fotos unterschwellig in die Nähe dieser Personen zu setzen?

    Der Umstand, dass Sie als Mathematiker auch zu so einem Thema schreiben, finde ich in Ordnung.Es ist Ihr gutes Recht.

  4. #4 Hobbes
    8. September 2016

    Nunja die Kritik aus dem zweiten Artikel (den ich nicht kenne) ist ja auch nicht ganz aus der Luft gegriffen. Nur an Scienceblogs ist er deplaziert. Generel sind werbebezahlte Blogs aber ein Grund für das Zeitungssterben (und vor allem das Qualitätssterben). Jetzt sind die Scienceblogs aber qualitativ extrem hochwertig und vermitteln wissen aus Bereichen die nicht Massenmedial tauglich sind.

    Die Don Alphoso Artikel lese ich ab und an und finde diese meistens interessant. Gerade zu beginn der Flüchtlingskriese war er einer der Wenigen die eine andere Meinung vertreten haben. Leider driftet er wie alle Medien jetzt immer weiter Richtung Flüchtlingskritik. Während das bei vielen Medien eine notwendige Korrektur ist um das unkritische Hurragehabe zu verlassen ist es bei dem Don der Übergang von berechtigter Kritik hin zum Populismus.
    http://blogs.faz.net/deus/2016/03/16/wie-man-in-idomeni-eine-humanitaere-katastrophe-inszeniert-3223/
    Das war zum Beispiel noch ein guter Artikel. Der Aktuelle, verlinkte, Beitrag ist meiner Meinung nach schon grenzwertig.
    Er spricht gute Punkte an (wenn schon die gut aufgestellten Gemeinden es nicht schaffen…) aber verliert sich doch schnell in reinen Populismus.

  5. #5 muschi
    Muschitief
    8. September 2016

    Aber wenn fruuwe den Schmou von diesem Donny Alf gelesen hat, ist doch klar, dass da gar nix islamophob oder so ist? Die pöbelnden Neomigs sind nicht als muslims erkennbar. Sind wohl auch gar k1e. So what?

  6. #6 Justus Jonas
    9. September 2016

    Es gibt halt Themen, die die Menschen bewegen und Sorgen auslösen. Parolen wie “Wir schaffen das!”, “Islam ist Frieden” und “Der Islam gehört zu Deutschland” haben viele Leute vor den Kopf gestoßen.
    Dazu noch diese gewaltige Menge Flüchtlinge und sonstiger Personen die in das Land gekommen sind.
    Das kann nicht gutgehen.

  7. #7 Thorsten Haupts
    9. September 2016

    “Und es gibt diejenigen, die … einmal genausoviele … Leser haben wollen als alle anderen und denen die Wahl der Mittel dabei schlicht egal ist.”

    Ja.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  8. #8 Thilo
    9. September 2016

    Yep, der Artikel (oder wohl eher die Uberschrift) hat in 4 Stunden schon mal mehr Leser gebracht als der ganze Blog in den letzten 4 Tagen.

  9. #9 anderer Michael
    9. September 2016

    Gelesen habe ich die Beiträge über die Apps schon, sogar nachgelesen. Aber von Mathematik verstehe ich nicht allzuviel. Verstehe ich was von den Thema? Naja, ich habe ein paar Jahre in Ingolstadt gelebt und da ist auch nicht alles Gold ,was glänzen soll.
    Frankenstein spielt übrigens in Ingolstadt.
    Das Theaterstück “Pioniere in Ingolstadt” von Marie -Luise Fleissner (mit scharfen “Es”) ist auch bekannt.

  10. #10 tomtoo
    9. September 2016

    @Thilo Leser oder Kommentare ?

  11. #11 Thilo
    9. September 2016

    Leser, inzwischen doppelt so viele.

  12. #12 rolak
    9. September 2016

    Leser,

    Klicker, Thilo, alles andere ist Spekulation. Und imho auch eher instabil, wenn es über das nackte Buchstaben-Entziffern hinausgehen soll.

  13. #13 tomtoo
    9. September 2016

    @rolak
    Naja kannst ja nach ip Addressen gruppieren. Da sollte die Anzahl der Leser nicht alzuweit entfernt sein./

  14. #14 tomtoo
    9. September 2016

    @rolak
    tja hab dass mit dem Buchtabenentziffern überlesen.
    Eigentor 🙁

  15. #15 LasurCyan
    9. September 2016

    Des Dons Ergüsse lese ich regelmässig. Polemisches Talent hat er, schreiben kann er auch und dumm ist er auch nicht, nur: völlig asozial.

    Jedesmal rege ich mich über den bullshit auf, den er schreibt, säusele etwas von ‘vertaaaner Lebenszeit’ vor mich hin und lese dann doch wieder AlfonsoKram.

    Eigentor

    Beileid, tomtoo. Aber verstehendes Lesen ist bei rolaks Kommentaren dringend geboten. Besser mehrmals, merkt ja keiner^^

  16. #16 tomtoo
    9. September 2016

    @LasurCyan

    Der Raum gefällt mir auch gut !

  17. #17 LasurCyan
    9. September 2016

    Der Raum gefällt mir auch gut !

    Noch ein Tor, tomtoo. Wenn Du doch wenigstens den TuringTest bestehen würdest..

  18. #18 Rene F.
    9. September 2016

    @Dietrich

    “Wer Clicks haben will, der nimmt sich den Thema Islam, Flüchtlinge, AfD, etc. an. Da kommen die Dauerkommentatoren von scienceblogs.de auf Hochtouren. Wetten?”

    Naja, das hat er sich wohl beim hiesigen Gesundheitsapostel abgeschaut, der sich seine Themen dann auch immer so legt, dass er dann gegen demokratische Institutionen und Andersdenkende hetzen kann, was entsprechenden Traffic in seinem Blog erzeugt. Die Blogbetreiber werden wohl nach Seitenaufrufen bezahlt?

  19. #19 anderer Michael
    9. September 2016

    Verstehenden Lesen nur bei konkreten Inhalt sinnig. Rätselndes Andeuten ohne konkrete Meinung ist nett, amüsant und charmant , schön zu lesen, gelingt zweifelsohne bei Witz und Esprit.(1)
    Mehr aber nicht.

    Ich weiß immer noch nicht, was die Photos mit den mir unbekannten Don Alphonso zu tun haben und was konkret ist so schlimm an seiner Meinung.
    Ansonsten erinnert mich das Gerede um den Don an den “Katzenbabytötungsschluss”

    1.Ja ja, ich weiß, habe ich alles nicht, geschenkt.
    Und der Nachname der guten Marieluise ist auch falsch

  20. #20 Thilo
    9. September 2016

    Seine Meinung ist nicht schlimm, sondern falsch. Die AfD wurde nicht in Ingolstadt gewählt, sondern auf Usedom. Auf Usedom gibt es keine Ausländer und auch nicht mehr so viele Deutsche wie früher, die Leute dort sind nicht von jungen Moslems genervt, sondern weil die Arztpraxen dicht machen, die Busse nicht mehr fahren und es auch sonst nicht mehr viel gibt.

  21. #21 tomtoo
    9. September 2016

    Prinziepelle Frage :
    Funktioniert Ironie in Freds ?
    Gibt es ein Statistik wie hoch die Fehlerraten beim
    Verständniss sind ?
    fragen über fragen

  22. #22 LasurCyan
    9. September 2016

    Funktioniert Ironie in Freds ?

    Du wirst langsam echt niedlich, tomtoo. Ironie funktioniert doch bekanntlich unabhängig von irgendwelchen Freds. Überall sogar. Also fast..

  23. #23 tomtoo
    9. September 2016

    Welche virtuelle Person ist Rene F ?

    (schulterzuck)

  24. #24 anderer Michael
    9. September 2016

    Okay Thilo
    Falsch ist zunächst für mich, Ingolstadt als Provinz zu bezeichnen und diese Region in einem Atemzug mit Regionen in M.V. gleichzusetzen, die nicht vom Tourismus leben, sozusagen” nichts ” haben.
    Also den Fehler hat der Don gemacht.
    Trotzdem den Punkt zu Ingolstadt ,den er aufgreift, dass nur 39 Flüchtlinge in Ausbildungsverhältnissen untergekommen sind, ist richtig. Seine Analyse zur Situation wie die Provinz gesehen wird, finde ich auch nicht so schlecht, auch wenn ich im Detail nicht alles teile und manches arg bewusst auf Polemik getrimmt wird. Nur dieses wird zur Zeit im allgemeinen nur bei Kritikern des Merkelregierungskurses negativ vermerkt.
    Pardon, wenn ich etwas hartnäckig bin.
    Wie ist das mit beiden Photos, wie sind diese in Bezug auf Don A. zu verstehen?

    Ach ja, Seehofer hat als MdB dort seinen Wahlkreis. Als er Bundesgesundheitsminister war, habe ich gelegentlich seinen Reden gelauscht . An ein Detail erinnere ich mich genau. In einer flammenden Rede forderte er die Zuhörerschaft auf, sich zu engagieren, sonst werde nicht mit ihnen, sondern über sie entschieden.
    Nun, ich mache immer wieder (semper idem) die Erfahrung zu unbequem dürfen z.B. Fragen nicht sein.

  25. #25 Thilo
    9. September 2016

    Die Fotos zeigen Islamophobe; wenn Sie Herrn Meyer zeigen würden, hätte ich das explizit erwähnt.

    In seinem Artikel kritisiert er, dass die Medien die Wahlerfolge der AfD mit der Abgehängtheit der Provinz erklären würden und beschreibt dann wortreich, dass die Provinz, in der er lebt, überhaupt nicht abgehängt sei. Das hatte freilich auch niemand behauptet.

    Dort, wo die AfD Wahlerfolge hat, ist die Provinz abgehängt. Man glaubt RM gerne, dass er in Ingolstadt leichter einen Behördentermin bekommt als in Berlin. In Vorpommern wäre das anders, dort müßte er erst 100 km in die nächste Kreisstadt fahren und wenn er kein Auto hat, dann müßte er den einmal täglich fahrenden Bus nehmen.

    Mit Ausländern hat das alles nichts zu tun, die gibt es dort nicht. Es liegt im Gegenteil am Wegzug der Bevölkerung, vor allem ihres steuerzahlenden Teils, weshalb es sich einfach nicht mehr lohnt (und nicht mehr bezahlbar ist), Verwaltung oder öffentlichen Nahverkehr auf demselben Level anzubieten wie anderswo. Wahrscheinlich wäre die Ansiedlung von Ausländern die letzte Möglichkeit, dort noch einmal die komplette Entvölkerung mit ihren Folgen zu stoppen.

  26. #26 bruno
    9. September 2016

    …die Hand in der Hosentasche lassen statt etwas in die Hand zu nehmen.

    hä… geht doch beides… Hand in der Hodentasche lassen und etwas in die Hand nehmen.. 🙂
    (sorry – der musste sein)

    ansonsten verstehe ich die ersten 24 von 25 posts nicht. thilo erklärt, dass sich sb-blogger – im gegensatz zu anderen.. – nicht für reines “click-bait” entblöden … und dass man das schon vor 8 jahren hätte machen können. aber nicht gemacht hat und auch heute (weitestgehend) nicht macht. obwohl man es könnte.

    klar sind “headlines” wichtig – aber auf sb bekommt man ja die ersten 1-2 erklärenden sätze direkt mitgeliefert und kann dann entscheiden, ob man weiterliest.
    und ob mathematiker, astronom oder physikerin – ist doch ein blog – da kann jeder über alles schreiben, was ihr auf der seele brennt, da ist doch keine inhärente fachbindung vorgesehen!! wers nicht lesen will – lässt es.

    überhaupt: schubladendenken ist so 20tes jahrhundert! warum soll ein mathematiker kein intensives verständnis von politik besitzen oder ein astronom ein begnadeter maler sein oder eine schauspielerin mit iq >140 nichts von astrophysik verstehen… ?!
    (ich werde auch konsequent auf meinen fachbereich “reduziert” und habe meist sowohl eine fundierte meinung wie gelindes anderes fachwissen als auch darüber hinausgehende andere “talente”…) – wie mutmasslich die meisten menschen!!

  27. #27 Joseph Kuhn
    9. September 2016

    @ Thilo:

    “In Vorpommern wäre das anders, dort müßte er erst 100 km in die nächste Kreisstadt fahren”

    Wie viele Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern es wohl gibt, von denen aus man (echte, nicht gefühlte) 100 km in die Kreisstadt fahren kann? 😉

    @ Rene F.:

    “beim hiesigen Gesundheitsapostel abgeschaut”

    Schlimmer noch, wir tauschen Klicks in unseren Klickalbums aus. Damit schachern wir uns gegenseitig die Millionen zu, von denen Rainer Meyer in seinen wachen Momenten sprach. Von dem Geld kaufen wir uns dann Gutmenschenstickerl und Himbeereis.

  28. #28 bruno
    9. September 2016

    ach ja.
    und click-bait: irgendwo (hier oder spektrum oä.) habe ich neulich noch gelesen, dass “clicks” das ego aufbauen! beim click-bait geht es nicht zwangsweise nur um kohle! aber wer – der/die schreibt – möchte nicht, dass das geschriebene auch gelesen wird!!
    da ist auch eine insgesamt persönliche belohnung intrens – wenn das geschriebene oft “geliked” oder wenigstens “aufgerufen” wird.
    wer möchte einem schreibenden das verwehren?
    umso mehr respekt an alle sb-schreibenden, nicht auf “click-bait” aus zu sein!!
    (ich habe eine fb-seite, die ich dafür benutze/ missbrauche(?) und freue mich einfach/ mehrfach, wenn meine beiträge auch gelesen werden!)
    “clicks” beflügeln einfach – auch ohne monetären gewinn!!

    freut euch doch – dass geschrieben wird. und dass hier gut geschrieben wird!!

  29. #29 Thilo
    9. September 2016

    @Joseph Kuhn: Von Penkun nach Greifswald (Kreisstadt des Landkreises Vorpommern-Greifswald) sind es 151 Kilometer.

  30. #30 bruno
    9. September 2016

    @thilo
    ach ja. es gibt auch gefühle von antwortern!
    nachdem ich mich zwei posts für dich in die bresche geschlagen habe – wäre eine streicheleinheit eine adäqute reaktion gewesen!!
    aber: nix.

    also: fu. mathematiker sollten nichts über politik schreiben! sollten sich lieber in unsinnigen und unnötigen details verrennen.
    lieber das klischee eines nerds erfüllen. mathematiker eben.

    gut, dass ich jetzt weiss, wie weit “Greifswald” (wenn es das überhaupt gibt!) von “Perkun” entfernt sein mag.

    da bleibe ich dann doch den mathlogs eher fern.
    chesus!
    hagl!

  31. #31 Thilo
    9. September 2016

    naja, es geht hier ja eigentlich nicht um mich und beschimpfungen bin ich bei solchen themen gewohnt…

  32. #32 Joseph Kuhn
    9. September 2016

    @ Thilo:

    Lt. Google über die B109: 131 km. Ob Rainer Meyer für ein Leben in Penkun geeignet wäre?

  33. #33 Thilo
    9. September 2016

    Ein Schloss ist jedenfalls vorhanden.

  34. #34 Ausländische Student
    Braunschweig
    9. September 2016

    Als ausländische und muslimische Student (aber kein Flüchtling) und ohne den Inhalt zu lesen, erkenne ich sofort dass es sich um etwas altmodisch und unfair handelt.

    Hier geht es nicht nur um Politik, sondern auch um einen rassistischen Titel, der andere Religionen ablehnt. Bitte denken Sie daran dass sowohl muslimische als auch Internationale Studenten mit aufgeschlossener Mentalität den Blog besuchen und möchten sich nicht immer fremd und abgelehnt fühlen.

    Und wenn ich Islamophobie höre oder lese, denke ich sofort an der Ungenauigkeit. Was denken Sie als Mathematiker, wenn ich zum Beispiel Deutschophobie sagen würde? Das ist sehr ungenau und unspezifiziert.

    Gruß

  35. #35 Student
    9. September 2016

    .

  36. #36 Phero
    9. September 2016

    Vielleicht hättest du den Inhalt lesen sollen…

  37. #37 Thilo
    9. September 2016

    Er/sie hat ja recht…

  38. #38 anderer Michael
    9. September 2016

    So richtig verstehe ich den Blogartikel nicht.

    Don A. haut auf die Pauke und gibt Sprüche von sich, die erkennbar polarisierend sind . Dazwischen unbequeme Wahrheiten. Das gibt es in der TAZ auch, zumTeil menschenverachtend, wenn Witzchen über die Bombardierung Dresdens gemacht werden. Regt sich keiner drüber auf. Die TAZ gehört doch zu den Guten.
    Geht es nur darum, dass er ein Thema aufnimmt, welches man scheinbar nicht aufnehmen solle, um mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen?

    Wenn es um Clicks und Kommentare geht , ist Don A. erfolgreich. Das Thema Flüchtlinge, und eben nicht Ausländer, interessiert die Leute jedenfalls. In keinem anderen Bereich gibt es soviel widersprüchliche Darstellungen und Interpretationen.

    Don A. behauptet doch nirgendwo, dass die AfD erfolgreich sei, weil Flüchtlinge die Hände in den Taschen haben ( seine Anmerkungen dazu finde ich etwas albern), sondern dass die Flüchtlinge als wirtschaftliche zukünftige oder aktuelle Erfolgsgeschichte verkauft werden und die dummen Landpomeranzen es eben nicht glauben. Als diese Landpomeranzen noch fleißig die SED-PDS gewählt haben, kam keiner auf die Idee ,diesen Idiotie zu unterstellen. Jetzt wählen sie zu 20% Prozent AfD und schon sind sie der geistige Tiefgrund Europas. Und da sagt er halt was dagegen, auch wenn ich Ingolstadt keinesfalls als Provinz ansehe und der Vergleich zum Landkreis Ostvorpommern mehr als nur hinkt. Sie haben natürlich recht, die Menschen dort sehen sich als Verlierer und der Eindruck , Flüchtlinge müssen als Sündenböcke für falsche Entwicklungen der Vergangenheit herhalten, drängt sich auf. Infrastrukturelle Probleme gibt es auch in Bayern und NRW.Sechsjährige Schulkinder sind ein Stunde und mehr morgens unterwegs. Gleichzeitig sprudeln die Milliarden für “priviligierte” (1)Flüchtlinge und vorher wurde an zehntausend Euro für einen zusätzlichen Schulbus geknausert.

    Im übrigen war der Widerstand gegen die Atomkraftwerke, in denen es keine oder noch keine gab, ziemlich heftig.

    Diese merkwürdige German Angst vor bevölkerungsschwachen Gebieten verstehe ich auch nicht. Was ist so schlimm daran, kommt der böse Wolf wieder zurück?. Und Flüchtlinge sind das Allheilmittel dagegen ? Und wenn die nicht wollen, wollen Sie diese mittels Zwangsmaßnahmen ansiedeln?

    Nun zu den Photos. Sie zeigen Islamophile , aber nicht Don A.. Ist Don À. islamophil ? Meines Wissens nicht. Wie würde es Ihnen gefallen, wenn Don A. etwas Kritisches zu Ihrem Beitrag schreibt und diesen mit Photos von gewaltbereiten Linksautonomen verschönert?

    1. In NRW ,wie überall ,gibt es sehr kleinliche Bauvorschriften. Bauvorhaben in Zusammenhang mit Flüchtlingen gelten offiziell als privilegiert und Bauvorschriften gelten eingeschränkt.

  39. #39 Rene F.
    9. September 2016

    @Thilo

    “Yep, der Artikel (oder wohl eher die Uberschrift) hat in 4 Stunden schon mal mehr Leser gebracht als der ganze Blog in den letzten 4 Tagen.”

    Haben Sie keine Bedenken, dass Ihre Reputation darunter leiden könnte, wenn Sie ein Thema nur deswegen aufbringen, weil er mehr Leser bringt, mit Ihrer eigentlichen Tätigkeit aber nichts zu tun hat?
    Der Gesundheitsapostel beispielsweise macht sich wenigstens noch die Mühe, einen Bezug zu seinem Fachthema herzustellen, bevor er linkspopolistischen Hass versprüht.

  40. #40 Rene F.
    9. September 2016

    @Hobbes

    “Das war zum Beispiel noch ein guter Artikel. Der Aktuelle, verlinkte, Beitrag ist meiner Meinung nach schon grenzwertig.”

    Warum grenzwertig? Es wird ja höchste Zeit, dass sich die Medien zu Ihrer Verantwortung gegenüber der deutschen Bevölkerung bekennen. Einen guten, wenn auch zu späten Ansatz findet man bei http://cicero.de/berliner-republik/medien-ueber-die-grenzoeffnung-wir-waren-geradezu-beseelt-von-der-historischen-aufgabe

  41. #41 Rene F.
    9. September 2016

    @Thilo

    “Auf Usedom gibt es keine Ausländer und auch nicht mehr so viele Deutsche wie früher, die Leute dort sind nicht von jungen Moslems genervt, sondern weil …”

    Prinzipiell stimmt das, dort geht es sehr “deutsch” zu, selbst die Zimmermädchen in den Hotels sind Deutsche. Das erzeugt durchaus etwas merkwürdige Gefühle, wenn man das Leben in einer westdeutschen Großstadt gewohnt ist.
    Allerdings kann daraus nicht abgeletet werden, dass sie in der Migrationskrise kein Mitspracherecht haben.

  42. #42 anderer Michael
    9. September 2016

    Pardon.
    Diese blöde Autokorrektur. Sie hat aus islamophob islamophil gemacht.
    Und Hausmann nimmt sie auch nicht an und macht daraus Hausmannskost, aber Hausfrau ohne Probleme.
    Wäre doch mal ein Thema, ob sich in der Autokorrektur gesellschaftliche Grundpositionen widerspiegeln.

    René F. : “linkspopulistischer Hass” ist schon maßlos übertrieben und falsch ,wenn es um Thilo und Herrn Kuhn geht.

    P.S Thilo wird zu Trilogie und Kuhn zu Kahn bei der Autokorrektur.

  43. #43 Struppi
    9. September 2016

    Dazu (zum Kommentar vom anderen Michael) muss man auch Wissen, dass es ausgerechnet die Landesregierung (in MV) mit einer Beteiligung der Linken war die Hartz IV hätte verhindern können und müssen. Im Bundesrat hätte Ringstorff sich der Stimme enthalten müssen und es wäre keine Mehrheit für Harz IV vorhanden gewesen.
    http://www.zeit.de/2014/29/landtagswahl-osten-linke

    Diese Idiotie der Linken mussten sie bei der Wahl wohl büsen. Wobei die AFD nicht gegen H4 ist und eigentlich staatliche Hilfe kürzen will. Daher ist es wirklich eine Idiotie AFD statt Linke zu wählen. Die AFD will nur das Geld für Flüchtlinge sparen, dass dann die Reichen bekommen sollen. (Senkung der Steuern)

  44. #44 Rene F.
    9. September 2016

    @anderer Michael:

    “linkspopulistischer Hass” ist schon maßlos übertrieben und falsch ,wenn es um Thilo und Herrn Kuhn geht.

    Das hatte sich nich auf Thilo bezogen, eher auf den Gesundheitsapostel.

    – “Populistisch” wird heutzutage ja inflationär verwendet, da kann man das beliebig verwenden, um Andersdenkende zu diskreditieren. Insofern hat es sich zu einer bedeutungslosen Vorsilbe entwickelt (hatte das jemal eine wirkliche Bedeutung?).

    – “Hass”: Einige Blogeinträge und Kommentare erfüllen ei großzügiger Auslegung durchaus die Definition von “Hassrede” im Sinne der AAS

  45. #45 Rene F.
    9. September 2016

    @Struppi

    “Die AFD will nur das Geld für Flüchtlinge sparen, dass dann die Reichen bekommen sollen.”

    Könne Sie das mit Belegen aus dem Wahlprogramm erläutern?

  46. #46 Thilo
    9. September 2016

    @aM:

    Ich erklär nicht so gern Texte, die sich eigentlich aus sich selbst heraus erklären sollten. Aber wenn es denn sein muss:

    RM schreibt über “Gruppen von Migranten mit viel Zeit, die Hände in den Hosentaschen, sechs, acht Mann breit, über die Strassen, sind alles andere als leise,” etc.pp. Dazu passen halt die Fotos oben, auch wenn das wohl keine Migranten sind.

    Nicht ich habe Angst vor bevölkerungsschwachen Gebieten, sondern anscheinend die dort lebenden Menschen. (Oder wohl eher vor den Folgen, also dass es dort keine Geschäfte, keine Ärzte und keine staatliche Verwaltung mehr gibt.) Und deswegen wählen sie AfD.

    Das Einschränken von Bauvorschriften für Flüchtlingsheime ist keine Privilegierung von Flüchtlingen, sondern eher das Gegenteil. Es werden für Flüchtlingsunterkünfte nicht dieselben Standards angesetzt wie für Einheimische. (Sicher aus guten Gründen, man braucht halt schnell was provisorisches.)

    Der FAZ-Blog deckt keine unbequemen Wahrheiten auf, er richtet sich einfach nur an die Bösmenschen, die jederzeit meinen, sie würden zukurzkommen und das läge an irgendjemand anders, der etwas bekommt. Bei den Lesern des Blogs mag es (den Kommentaren zufolge) da in erster Linie um Transferleistungen oder Steuern gehen. Dem Don selbst geht es natürlich nicht um staatliche Transferleistungen, sondern um die Ungerechtigkeit, dass andere in der richtigen Zeitung schreiben und er nur im FAZ-Blog. Das (die Unfähigkeit der in den Medien arbeitenden, die die wahren Probleme nicht erkennen) ist das den ganzen Beitrag durchziehende Thema.

    Inhaltlich ist der Beitrag aber Unsinn, wie gesagt. Dort wo die AfD gewählt wird, ist die Provinz tatsächlich abgehängt, das ist keine Erfindung der Medien oder der “urbanen Eliten”. Und im redaktionellen Teil der Zeitung würde die FAZ einen solchen Unsinn wohl auch nie schreiben. (Toi toi toi.)

  47. #47 Joseph Kuhn
    9. September 2016

    @ anderer Michael:

    “René F. : “linkspopulistischer Hass” ist schon maßlos übertrieben und falsch ,wenn es um Thilo und Herrn Kuhn geht.”

    Rene F.s Originalzitat handelt vom “linkspopolistischen Hass”. So ein vergessenes “p” kann schon mal das eine oder andere Missverständnis erzeugen. Hätte er “linkspopulistischen Hass” gemeint, hätte er sicher ein Beispiel als Beleg genannt.

    @ Thilo:

    “Dort wo die AfD gewählt wird, ist die Provinz tatsächlich abgehängt”

    Deine Kritik an RMs snobistischem Gerede teile ich. Er kann schreiben, hat aber nichts zu sagen: geistiger Leerlauf in gut gesetzen Worten. Aber ich fürchte, die AfD wird auch dort gewählt, wo die Provinz (ökonomisch) nicht abgehängt ist, siehe Baden-Württemberg, und ich bin gespannt auf die Wahlergebnisse der AfD 2017 und 2018 in Ingolstadt (falls sich die AfD bis dahin nicht schon selbst zerlegt hat).

  48. #48 Thilo
    9. September 2016

    Es ist naturlich immer alles relativ. In Peenemünde hat die AfD 46,8% bekommen (und die NPD 5,6%), das werden sie in Ingolstadt sicher nicht erreichen.

  49. #49 Joseph Kuhn
    9. September 2016

    @ Thilo:

    Dennoch: Im Wahlkreis Pforzheim wurde die AfD mit 24,2 % stärkste Partei, ebenso im Wahlkreis Mannheim 1 mit 23 %, in einigen weiteren Wahlkreisen liegt sie nicht weit dahinter.

  50. #50 Earonn
    9. September 2016

    @Thilo
    Ich war in der Tat gespannt, in welcher Hinsicht die Überschrift ironisch etc. gemeint gewesen sei.
    Als Mittel um auf die effekthaschenden Autoren hinzuweisen, absolut gelungen.
    (Ich wünschte, ich könnte mich mit Stammleserschaft brüsten, bin aber eher selterner Gast im Mathlog. Was nicht am Mathlog liegt. )

  51. #51 anderer Michael
    9. September 2016

    Thilo
    Danke für die Erläuterungen.
    Wie gesagt, Don A. war mir unbekannt. Dass die FAZ in ihrem Blogbereich als zweitklassig gilt , war mir nicht bewusst, ich stecke zu wenig in der Materie.
    Ihre Gesamtwertung zur Person und zum verlinkten Artikel lasse ich jetzt offen, weil ich schlicht und einfach zu wenig dazu weiß . Einzig diese für mich unpassenden Photos hatten mich bewogen, einen Kommentar abzugeben.

    P.s Thilo akzeptiert die Autokorrektur inzwischen.Aber aus Herrn Kuhn wird immer noch Oliver Kahn, schlechte Karten für Sie ,Herr Kuhn.

  52. #52 Michael
    9. September 2016

    Dass die FAZ sein Clickbait gerne mitnimmt, liegt ja auf der Hand. Aber bei ihm selbst stellen sich sooo viele Fragen:
    -Meint der das wirklich so, oder lacht er sich doch nur über alle schlapp?
    -Was ist das überhaupt für ein Geschwurbel und wie kann man seine Texte tatsächlich „gut geschrieben“ finden? Manchmal spricht er ja diskussionswürdige Punkte an, aber dann wird’s sogleich absolut wirr und er ergeht sich in irgendwelchen persönlichen Angriffen auf irgendwelche Ladies, Lobeshymnen über Lederhosenträger oder sonst was.
    -Wer ist denn nun die Frau aus Berlin, die ihm das Herz gebrochen hat, so dass er nach all den Jahren nicht drüber wegkommt?
    -Was stimmt eigentlich mit diesen krassen Fan-Boys nicht, die wirklich jeden seiner Ergüsse in Sekundenschnelle retweeten und kommentieren? Ich würde ja sagen, da sind einige heftig verbliebt aber für das Eingeständnis natürlich zu homophob.

  53. #53 Joseph Kuhn
    9. September 2016

    @ anderer Michael:

    “Aber aus Herrn Kuhn wird immer noch Oliver Kahn, schlechte Karten für Sie ,Herr Kuhn.”

    Ich bin zwar für das Leben im Tor ungeeignet, aber da er sich inzwischen zur Ruhe gesetzt hat, dürfte das jetzt auch egal sein.

  54. #54 Hobbes
    9. September 2016

    Ich möchte noch einmal etwas gegen das Argument schreiben, dass gerade dort wo keine Flüchtlinge sind viel AFD gewählt wird wäre Paradox. Ich komme aus einer Region bei der die AFD mit der NPD bei den kommenden Kommunalwahlen zusammen wohl nicht einmal 3% holen wird, jedoch völlig “plattes Land” “mitten aufn Dorf” ist. Probleme mit “Ausländern” gibt es hier einige, da sehr viele Russlanddeutsche hier nach der Wende angesiedelt wurden. (Welche hier außnahmsweise keine AFD-Sympathisanten sind). Viele Leute sehen aber das, was woanders als Normal gilt, als erschreckend an. Man will eben keine Berliner Zustände. Aus den selben Gründen lehnen die Berliner das platte Land ab und wollen keine Spießbürgerlichkeit. Da kann keiner verstehen wie man nur ohne Szeneviertel leben kann und warum man Trationen wahrt.
    Der eigene Zusatand wird in Deutschland als gut empfunden, der allgemeine Zustand Deutschlands aber als fatal. Man lehnt dort die Flüchtlinge ab weil man keine Veränderung will. Linke argumentieren übriegens mit exakt den gleichen Argumenten gegen Gentrifizierung mit denen Rechte gegen Flüchtlingsansiedlungen argumentieren. Auch das Gewaltpotential ist ähnlich hoch. Man erinnere sich mal an der Berliner Rassismuss gegenüber den Schwaben vor 5(?) Jahren. Wo schon viele Ausländer leben ist die Veränderung nicht so groß und der Wiederstand geringer. Man will eine Veränderung egal wie, weil man will das der Rest des Landes sich ändert. Denn jetzt ist er nicht so wie ich es selber bin also ist dort jede Änderung etwas gutes. Die Menschen haben nicht innerhalb weniger Jahre eine 180° Wende hingelegt und sind von linken Vollidioten zu rechten Vollidioten geworden. Die beiden Lager waren schon immer fast Deckungsgleich und erzkonservativ. Für außenstehende mag es das Gegenteil sein von der Linkspartei auf die AFD zu schwenken für die Leute selbst ist es nur eine Bewahrung ihres Alltages mit einem Haufen Nostalgie.

  55. #55 tomtoo
    9. September 2016

    @LasurCyan
    Der TuringTest ist klasse !
    Da gibts ja den Tester und den Getesteten.
    Mal angenommen der Getestete hat gar kein Bock drauf den Test zu bestehen ?
    Wer hat jetzt Recht ? Der Tester oder der Getestete ?
    fragen über fragen
    Ich han die vermutung dass Wissen die Fragen potenziert. (schulterzuck)

  56. #56 Thilo
    10. September 2016

    @Joseph Kuhn (#49):
    Es ist natuerlich das Erfolgsrezept der AfD, dass sie an unterschiedlichen Orten unterschiedliche Waehler anspricht. Sie hat in Baden-Wuerttemberg ganz andere Waehler als in Ostberlin und dort wieder andere als in Vorpommern.

    In RMs Artikel ging es aber explizit um die Medienreaktionen auf die MVP-Wahl, er hat ja auch verschiedene Presseausschnitte im Original eingestellt. Und er beklagte sich darueber, dass die dummen Mainstream-Journalisten das Wahlergebnis mit der Abgehaengtheit mancher Gegenden dort erklaerten. Weil das doch auf Ingolstadt ueberhaupt nicht zutraefe und das gehoere schliesslich auch zur Provinz.

  57. #57 Dr. Webbaer
    10. September 2016

    Zu den letzten bundesdeutschen Wahlergebnissen kommt in derartiges Fazit:

    Nicht die Provinz hat ein Verständnisproblem. Der urban-elitäre Regierungsjournalismus hat eines, und offensichtlich auch im letzten Jahr nach all den Erfindungen von Rentenzahlern und Schmähungen der Dunkeldeutschen nichts dazu gelernt.

    …natürlich nicht überall gut an, unabhängig von seiner Richtigkeit.

    “Politisch richtig” ist es in keinem Fall, heutige Zeit und die politisch-mediale Lage der BRD berücksichtigend.


    Ganz am Rande notiert:
    Muslime sind nicht überall in Europa (bspw. im bösen “Osten” Europas nicht) als Einwanderer erwünscht, weil sie i.p. Kriminalität, auch politische meinend, (messbar) auffällig sind und zudem ihre Kultur u.a. als supremazistisch nicht gut ankommt, und das war noch sehr dezent formuliert.

    MFG
    Dr. Webbaer (der “Don Alphonso” auch nicht so-o gut findet, weil zu geschwätzig, weil sprachlich sozusagen zu talentiert für die journalistische Arbeit – aber schlecht ist er nicht)

  58. #58 Thilo
    10. September 2016

    Dass der “Regierungsjournalismus” im letzten Jahr (also 2015?) dauernd von Rentenzahlern und Facharbeiterschwemme geschrieben habe, ist auch so eine durch ständige Wiederholung in den Kommentarthreads von Don Alphonso & Co. inzwischen fast schon in das Bewusstsein des Mainstreams eingesickerte, trotzdem aber frei erfundene Behauptung.

    (Und ja, ich weiss, sie werden jetzt gleich ein Beispiel finden, wo irgendwer einmal wirklich was in der Richtung geschrieben hatte.Trotzdem stimmt es nicht.)

  59. #59 DH
    10. September 2016

    Doch , es hat auch etwas mit Stadt-Land zu tun , das zu ignorieren ist nicht besonders schlau – natürlich nicht in der Version “gutes Land, böse Stadt” , wie sie von rechts kommt.
    Und es geht auf gar keinen Fall um Gut-gegen Bösmenschen.

    Schon verwunderlich , seit einiger Zeit ist es wieder in Ordnung , in so einfachen Strukuren wie gut und böse zu denken ,von allen Seiten her.
    Eigentlich hätte ich gedacht , das sei passe und nur noch was für hinterwäldlerische Amerikaner.
    Wer sowas wieder aus der Mottenkiste holt , trägt leider bei zur Stärkung der Rechten , das mit dem schwarz-weiß – Denken können die allemal besser.

  60. #60 tomtoo
    10. September 2016

    Ich dachte immer Politik ist so etwas wie ein multidimnsionaler Raum.

    Wie finde ich da rechts und links ?

  61. #62 rolak
    10. September 2016

    ..multidimnsionaler Raum. Wie finde ich da rechts und links ?

    Schlicht und einfach alles andere als vor oder zurück, tomtoo. Du kannst es Dir allerdings auch wikisieren lassen.

    Dann wird Dir sicher auch völlig klar, wie so ein ‘e’ mitten aus der einen Dimension verschwinden und kurz vor fragend als Leerzeichen reinkarnieren kann.

  62. #63 RPGNo1
    10. September 2016

    In Ingolstadt sitzt u.a. Audi. Zitat Wikipedia: “Audi beschäftigt (Stand 1. Januar 2008) in Ingolstadt 31.337 Mitarbeiter…”
    Uns das soll Provinz sein? Dann hat Don Alfonso aber ein sehr seltsame Definition von Provinz.

  63. #64 Joseph Kuhn
    10. September 2016

    @ tomtoo:

    “Ich dachte immer Politik ist so etwas wie ein multidimnsionaler Raum. Wie finde ich da rechts und links ?

    Da es hier ja u.a. darum geht, wie man Klicks generiert: vielleicht hilft dieser Klick?

  64. #65 tomtoo
    10. September 2016

    @rolak
    Das war nicht witzig. Ich übelege gerade was mit dem fehlenden “e” passiert. Schwebt es sozusgen haltlos im Raum ?
    Oder bildet es neue Worte in einem anderen Universum ?
    fragen^fragen

  65. #66 Joseph Kuhn
    10. September 2016

    @ tomtoo:

    “Ich übelege gerade was mit dem fehlenden “e” passiert.”

    Seine Abwesenheit lässt es zum unbewussten Signifikanten des Satzes werden. Der Autor des Satzes inszeniert damit einen modus vivendi mit der Angst vor Verlust (Freud) oder dem Erdrücktwerden (Lacan). Da er nicht wusste, was er sagt – er inszeniert ja -, kehrt im Wiederholungszwang die unbewältigte Angst wieder, als Grübeln darüber, was mit dem fehlenden “e” passiert und in der Projektion des eigenen haltlosen Schwebens auf das “e”. Womit analogisch zugleich das Drama der fehlenden Muslime in Mecklenburg-Vorpommern verständlich wird, und die zwanghafte Beschäftigung der AfD dort mit dem Abwesenden. Der berühmte Psychiater K. Valentin hatte das als primöse Zersetzung der Mibrollen charakterisiert, die bis heute nicht sixtiert wurde.

  66. #67 tomtoo
    11. September 2016

    http://www.zeit.de/1978/25/verstehen-wir-noch-die-wissenschaft/seite-5

    jetzt bin ich doch glatt da gelandet.
    Ich liebe diese Räume hier.

  67. #68 Joseph Kuhn
    11. September 2016

    “da gelandet”

    Hauptsache nicht im Regen mit binocken Minilien.

  68. #69 tomtoo
    11. September 2016

    @Joseph Kuhn
    NöNö
    Alles Sonnenschein mit meinen binocken Minilien. 🙂

  69. #70 tomtoo
    11. September 2016

    Aber im Ernst diese Rechts-Links Debatten sind doch einfach nur eindimensional. Nebenann 31% Afd Wähler. Da wirds einem schon schwurbelig. In einer ehemaligen SPD Hochburg. Da stimmt doch etwas nicht ?
    Und ich kenne die Gegend ziemlich gut ist ja nebenann.

  70. #71 Karl Mistelberger
    11. September 2016

    > Warum Moslems für das Leben in Mitteleuropa ungeeignet sind

    Die Überschrift des Beitrags ist ein Roter Hering. Niemand behauptet im Ernst, dass Moslems generell für das Leben in Mitteleuropa ungeeignet sind.

    Als Merkel sagte “wir schaffen das” bekannten sich die DAX Konzerne zur Unterstützung. Die Fakten sehen allerdings etwas anders aus. Und das hat handfeste Gründe:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/welcher-konzern-stellte-fluechtlinge-ein-14322168.html

    http://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/arbeitsmarkt-fuer-gefluechtete-muslime-halbjahresbericht-2016/

    Sorry, war im Filter hangengeblieben. TK

  71. #72 Karl Mistelberger
    11. September 2016

    > Warum Moslems für das Leben in Mitteleuropa ungeeignet sind

    Die Überschrift des Beitrags ist ein Roter Hering. Niemand behauptet im Ernst, dass Moslems generell für das Leben in Mitteleuropa ungeeignet sind.

    Als Merkel sagte “wir schaffen das” bekannten sich die DAX Konzerne zur Unterstützung. Die Fakten sehen allerdings etwas anders aus. Und das hat handfeste Gründe:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/welcher-konzern-stellte-fluechtlinge-ein-14322168.html

  72. #73 Thilo
    11. September 2016

    Ja gut, dass in der Finanzbranche kaum Flüchtlinge angestellt werden, dafür eher bei der Deutschen Post, ist jetzt nicht so überraschend.

  73. #74 Joseph Kuhn
    11. September 2016

    @ tomtoo:

    “Da stimmt doch etwas nicht ?”

    Auch im Ernst: Die “Erfolge” der Rechtspopulisten in Europa oder Trumps in den USA sind nach meiner Wahrnehmung die Folge einer realen Spaltung der Gesellschaft. Die “da unten” fühlen sich von “denen da oben” an den Rand geschoben. Das ist eine Situation, die “linke” Politik, einmal ganz trivial verstanden als Unterstützung derer “da unten” gegen den Status Quo, stimulieren müsste – es aber nicht tut, weil die Repräsentanten “linker” Politik von denen “da unten” inzwischen als Teil des Establishments, als Teil des Problems statt der Lösung, wahrgenommen werden. Ihre berechtigte Unzufriedenheit artikuliert sich daher in den Ausdrucksformen “rechter” Politik, teils als einfacher Protest, teils als überzeugte Übernahme rechter Ideologeme.

    Da “linke” Politik in dem genannten Sinne natürlich auch sozial inklusive Politik z.B. der C-Parteien oder der sozialliberalen Reste der FDP sein könnte, ist das Rechts-Links-Schema in der Tat, wie Sie schreiben, etwas “eindimensional”, aber vielleicht ist es immerhin analytisch noch so weit hinweisgebend, dass es auf das sozialreformerische Politikversagen und die Ersatzfunktion rechter “Lösungen” aufmerksam macht.

  74. #75 Trottelreiner
    11. September 2016

    @Joseph Kuhn:
    Vorsicht, so wie ich das verstanden habe geht es bei Rechtspopulisten nicht so sehr um “die da unten”, sondern eher um “die in der Mitte”, eventuell auch um die in der unteren Hälfte derselben. Ist ja auch irgendwie logisch, für Verlustängste muß man vorher etwas haben.
    In diesem Sinne sprechen für politisch Linke (und durchaus auch Liberale und Katholisch-Konservative) dann die Gewinne der AfD unter SPD-Wählern nicht für die AFD, sondern gegen die frühere SPD.

  75. #76 Trottelreiner
    11. September 2016

    @DH:
    Naja, so neu ist das Millieu auch nicht. Siehe z.B.
    http://home.cc.umanitoba.ca/~altemey/

  76. #77 Hobbes
    12. September 2016

    @Joseph Kuhn:
    “Ihre berechtigte Unzufriedenheit artikuliert sich daher in den Ausdrucksformen “rechter” Politik”
    Dieses Detail sehe ich anders. Ich halte die Unzufriedenheit eben nicht für berechtigt. Ich kann jetzt nur für Deutschland sprechen, aber hier ist es eben so das die so genannten Protestwähler mit iherer persönlichen Situation sehr zufrieden sind aber Deutschland im allgemeinen auf den absteigenden Ast sehen.
    Insbesondere wenn es um themen geht die der AFD-Wähler als anders sieht als der “Mainstream” wird deutlich das es weniger um berechtigte Unzufriedenheit geht. Da ist eine extreme Russlandhörigkeit die weit über die legitime Subjektivität hinaus geht. Eine extreme Homophobie Klimawandelleugnung und so weiter. Alles was irgendwie als Werte der EU gesehen wird wird abgelehnt. Gewisse Kritikpunkte in der Flüchtlingsdebatte sind zwar legitim, aber sie stehen mit anderen Ansichten zusammen die diese wieder entwerten.
    AFD-Wähler werden viel zu oft als arme fehlgeleitete Schafe gesehen die ja nur Opfer von irgendwas sind.

  77. #78 Joseph Kuhn
    12. September 2016

    @ Hobbes:

    “Ich halte die Unzufriedenheit eben nicht für berechtigt.”

    Was die gutsituierte neoliberale Fraktion um Frau Weidel oder Herrn Meuthen angeht, die mit ihrem Programmentwurf den prekarisierten Teil der AfD-Anhängerschaft fast brutalstmöglich über den Tisch gezogen hätte, haben Sie recht.

    “Gewisse Kritikpunkte in der Flüchtlingsdebatte sind zwar legitim”

    Welche denn konkret?

  78. #79 Dr. Webbaer
    12. September 2016

    @ Herr Dr. Kuhn :

    Die Unterscheidung “links-rechts” ist bekanntlich oft hilfreich, wenn es darum geht politische Parteien grob einzuordnen, auch individuelle politische Gesinnung, in der Politologie darf aber alternativ eher mit der Schiene “kollektivistisch-liberal” gearbeitet werden.
    Die einen folgen halt dem philosophischen Kollektivismus, sofern es dazu reicht, das Philosophische meinend, die anderen dem philosophischen Individualismus, sofern es dazu reicht.

    “Links-rechts” hat (für einige) sozusagen ausgedient, die aufklärerischen Gesellschaftssysteme folgen insofern dem philosophischen Individualismus, der Liberalismus hat sozusagen gewonnen.

    Insofern kann auch die Kritik am Populismus besser ausfallen, als diesen einfach nicht gut zu finden.
    Es gibt hier die Schiene “elit(ar)istisch-populistisch”, das Antonym Elit(ar)ismus wird nicht gerne genannt, korrekt, hier bietet sich ein Mittelweg an.

    Dieser Mittelweg wird ja auch idR national (oder, huch, völkisch) geübt, jedenfalls international in aufklärerischen Gesellschaftssystemen.
    Dass das Nationale in Verschiss geraten ist, bundesdeutsch, deutet (wieder einmal) auf einen deutschen Sonderweg hin.

    MFG
    Dr. Webbaer (der im Abgang gerne noch betont, dass viele AfD-Positionen noch vor 15 bis 45 Jahren Positionen der bundesdeutschen Union (“CDU/CSU”) waren, und in anderen Ländern als der BRD auch heutzutage noch parteipolitisch üblich sind und oft auch für Regierungsbildungen taugen – der (also: der Webbaer) nicht verstehen kann, warum die AfD so schlecht behandelt wird, medial und politisch, jedenfalls von den (herrschenden) Eliten)

  79. #80 Dr. Webbaer
    12. September 2016

    PS zu ‘noch vor 15 bis 45 Jahren’:

    Also die Adenauer-Union, holla!, die war im konservativen Sinne noch ganz anders drauf; der Schreiber dieser Zeilen geht davon aus, dass heutzutage klassische Positionen der Adenauer-Union und Träger derselben in der BRD als “rechtsextrem” vom V-Schutz beobachtet bis über geeignete Verfahren, letztlich vom parteipolitisch besetzten, Verfassungsgericht verboten würden – in anderen Ländern ist dies aber nicht so und diese anderen Länder verfügen ebenfalls über aufklärerische Gesellschaftssysteme)

  80. #81 Dr. Webbaer
    12. September 2016

    Für Hobbes schreibend bis sprechend:

    Gewisse Kritikpunkte in der Flüchtlingsdebatte sind zwar legitim (…) [Hobbes]

    Welche denn konkret? [Dr. Kuhn]

    Zum einen genügt der Begriff Flüchtling nicht, wenn Flüchtlinge, Immigranten mit wirtschaftlichem Interesse (nichts Schlechtes daran) und Siedler (es gibt hier mit der Hidschra (das Fachwort) auch eine religiöse Komponente, einen dbzgl. Impetus), und zum anderen sollte ein Einwanderungsland, das die BRD faktisch ist, auch mangels unzureichender eigener Fertilität, die Fruchtbarkeitsrate liegt seit ca. zwei Generationen bei ca. 1,4 , was eine Zweidrittelung je Generation bedeutet, nichts gegen Einwanderung an sich, schon in der Lage sein seine Einwanderung zu steuern.

    Denn sonst wäre es kein im Wortsinne Einwanderungsland sondern irgendetwas (das an dieser Stelle nicht näher beschrieben werden soll).
    Außer noch kurz anzumerken, dass das Asylrecht kein Einwanderungsinstrument ist und das, was aus Sicht einiger zu Deutschland gehören soll, nicht “ganz ohne” ist.

    Hier dürft Ihr beizeiten mal ran, es spricht nichts dagegen die Zukunft zu planen.

    MFG
    Dr. Webbaer

  81. #82 Dr. Webbaer
    12. September 2016

    *
    wenn Flüchtlinge, Immigranten mit wirtschaftlichem Interesse (…) und Siedler (…) gemeint sind

  82. #83 Laie
    12. September 2016

    Wenn nun das Ziel ist, die Wettbewerbsfähigkeit zur enorme Zusatzausgaben dem EU-Durchschnitt anzugleichen, so könnte man im Sinne der Solidarität mit schwächeren EU-Ländern die Ansiedelung als positiv bewerten, da dadurch schwächere Länder wirtschaftlich wieder Luft bekommen.

    Die Frage ist dennoch, wann ist es zuviel, und wie wirkt sich das aus?

    Für wen aller wird nun Deutschland im Gegenzug unattraktiv?

  83. #84 Schmidts Katze
    12. September 2016

    “Links-rechts” hat (für einige) sozusagen ausgedient, die aufklärerischen Gesellschaftssysteme folgen insofern dem philosophischen Individualismus, der Liberalismus hat sozusagen gewonnen.

    Ja, das sehe ich genauso, Dr. Webbaer, aber gut finden kann ich das nicht, denn der Abbau der sozialen Sicherungssysteme hat ja auch zu einem Abbau von Solidarität und Mitgefühl geführt, der Mensch wird immer mehr zum Einzelkämpfer.

    Und da ist es eben einfach, meine Unzufriedenheit gegen Schwächere zu richten.
    Gegen die Gentrifizierung bin ich machtlos, aber jetzt kommen auch noch Flüchtlinge als Konkurrenz auf den Wohnungsmarkt. Auf dem Arbeitsmarkt ist es genauso, und die Gesundheitsversorgung der Leute wird auch mal eben aus dem Geld der gesetzlich Versicherten bezahlt.
    Da haben dann die Hetzer von rechts natürlich leichtes Spiel.

    Ach ja, von mir auch ein PS:
    “dass viele AfD-Positionen noch vor 15 bis 45 Jahren Positionen der bundesdeutschen Union (“CDU/CSU”) waren,”

    War das nicht die Zeit, als Frauen eine Unterschrift ihres Mannes brauchten für einen Arbeitsvertrag oder eine Kontoeröffnung?
    Als Homosexualität verboten war, aber Vergewaltigung in der Ehe erlaubt?

    Warum sollte man diese Partei nicht vom Verfassungsschutz beobachten lassen?

  84. #85 Trottelreiner
    12. September 2016

    @Dr. WB:
    Zur Nähe zwischen Adenauer-CDU und AfD, irgendwelche Belege?
    Mal abgesehen das ich mit Hinblick auf die damalige kapitalismuskritische Strömung in der CDU auch behaupten könnte, die Linke wäre da wo die CDU damals war, stand Adenauer für Westeinbindung, europäische Einigung, soziale Marktwirtschaft und christlichen Konservatismus.
    Also weder freie Marktwirtschaft noch Nationalkonservatismus, kein NATO- oder EU- Austritt, und zum Individualismus, keine Experimente!

  85. #86 Dr. Webbaer
    12. September 2016

    Da stand weiter oben, dass die AfD typische Positionen der Union von vor 15 bis 45 Jahren vertritt, nicht dass sie Positionen der Adenauer-Union vertritt.

    Zudem geht sie auch eine Art Querfront ein, zieht sozialdemokratische Wählerschaft an, Traditionslinke, gemäßigtes Personal, altes SPD-Volk sozusagen, das es noch gibt, aber nicht mehr so zahlreich wie früher, aber dennoch, diesen Kollege
    -> https://www.youtube.com/watch?v=USSlPWawNAE
    zum Beispiel.

    Radikalität, gar Extremismus ist bei der AfD für den Schreiber dieser Zeilen beim besten Willen nicht zu erkennen, die Nationalkonservativen um Höcke, die vielleicht am ehesten, aber keineswegs notwendigerweise, als gefährlich betrachtet werden können, bilden auch nur einen Flügel der AfD.
    Vielleicht hat sie fünf Flügel, den christlichen, den nationalkonservativen, den sozial-linken, den (ordo-)liberalen und den nonkormen.
    Sie hat tatsächlich das Zeug zur Volkspartei, sie muss nur bei der alten CDU abkupfern.

  86. #87 Dr. Webbaer
    12. September 2016

    *
    den sozialen und sozusagen linken, den (ordo-)liberalen und den nonkonformen

  87. #88 Schmidts Katze
    12. September 2016

    Was für ein verlogener Mensch, Dr. Webbaer.
    Aus deinem Link:
    “Die Altersarmut ist z.B. ein ganz schweres Thema, wissen Sie, wie viele Rentner ich kenne, die 100, 150€ über der Grundsicherung liegen? Wat die für Probleme haben im Alltag?”

    Und, was haben die für Probleme?
    Laut diesem Herrn Reil nicht etwa, wie sie ihre Miete und ihre täglichen Einkäufe bezahlen, sondern daß sie sehen müssen, daß es Flüchtlingen (natürlich aus Nordafrika, wo die Frauenmissbraucher wohnen) nicht oder nur etwas schlechter geht, als ihnen selbst.

    Solche Leute sind für die SPD nun wirklich kein Verlust.

  88. #89 Hobbes
    12. September 2016

    Joseph Kuhn #28:
    Generelle Kritikpunkte die ich in der Flüchtlingsdebatte für Legitim halte (und teile):
    Kritik wurde zu aggressiv unterbunden.
    Journalisten verließen zu oft kritische Distanz vermissen.
    Es wurde so gut wie nie zwischen Migrant und Flüchtling unterschieden.
    Flüchtlinge wurden als wirtschaftlicher Gewinn gesehen und es wurde suggeriert es würden keine Probleme entstehen sondern sogar welche gelöst werden.
    Das vorgehen radikaler “no Border” Gruppen wurde nicht kritisch genug beleuchtet.
    Legitime Kritik, die ich nicht Teile:
    Gelder wurden zu einfach bewilligt, obwohl es Jahrelang immer hieß wir müssen sparen.
    Integration hat schon in der Vergangenheit (Russland Türkei) nicht geklappt wie soll das erst bei noch kulturfremderen klappen.
    Eine abschreckendere Politik hätte weniger Menschen das leben gekostet da diese nicht solche risiken eingegangen wären.
    Deutschland steht mit seiner Meinung alleine und spaltet deshalb die angeschlagene EU (letzteres wohl kaum ein Argument von einem AFD-Anhänger).

    Einige dieser Punkte kritisiert die AFD. Aber da diese Partei in der Kritik auch weit über das (in meinen Augen) legitime maß an Kritik hinaus geht sollte man die Wähler auch nicht einfach als arme Frustwähler abtun. Ein wirklicher Frustwähler kann gerne die Partei wählen, wer aber bereit ist antidemokrtische Mächte zu bejubeln nur damit sich etwas ändert sollte nicht als getriebener sondern als Treiber in der öffentlichen Wahrnehmung stehen.

  89. #90 Peter
    www.markisen-ohne-bohren.de
    12. September 2016

    Super Artikel!

  90. #91 Dr. Webbaer
    12. September 2016

    @ Schmidts Katze :

    Och, wenn bundesdeutsche Rentner, die lange Zeit gearbeitet haben, finanziell nur noch etwas besser als Hartz IV-Bezieher dastehen oder Asylbewerber / Immigranten, dann könnten diese Rentner schon berechtigtermaßen unzufrieden sein.
    Auch weil es in der BRD immer auch bei in Btracht gezogenen Mini-Erhöhungen der Rente oder des Hartz IV heißt, dass kein Geld da wäre. Nun ist also doch Geld en masse da für die Asylbewerber / Immigranten.

    Guido Reil wirkt authentisch, korrekt.

    MFG
    Dr. Webbaer

  91. #92 Schmidts Katze
    12. September 2016

    @ Dr. Webbaer,
    bei der Berechnung von Hartz IV geht es nicht darum, wieviel Geld da ist, weil Hartz IV das Existenzminimum ist und auch sein soll, und weniger als das Existenzminimum geht nunmal auch für Flüchtlinge nicht.
    Im übrigen kann ein Hartz-IV-Bezieher genauso wie ein Rentner sein Leben lang gearbeitet haben, warum sollte er von weniger Geld leben müssen?

    Daß kein Geld da wäre für die Rentner, wird im übrigen schon lange behauptet, bevor die Flüchtlinge hier ankamen, z.B. 2008/09, als neben den 100ten Mrd€ für die Bankenrettung noch mal eben für jeden Bundesbürger ein Zuschuß von 5000€ für den Kauf eines Neuwagens da war. Das ist also nichts neues, und zu glauben, Einsparungen bei Flüchtlingen kämen den Rentnern zugute, so naiv ist wohl niemand.

  92. #93 Thilo
    12. September 2016

    Die Renten sind ja zum 1.7. gerade gestiegen, um 4,25 Prozent im Westen und 5,95 Prozent im Osten.

  93. #94 Dr. Webbaer
    13. September 2016

    Vgl. :
    -> http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61842/standardrentenniveau
    -> https://de.wikipedia.org/wiki/Rentenbesteuerung

    Ist die Rentenbesteuerung in der BRD nicht vglw. neu und war “wegen Doppelbesteuerung” einstmals verpönt?

    Und natürlich meint Hartz IV nur formal die Existenzsicherung, die Höhe wird auch und gerade politischen Maßgaben folgend angepasst.
    Es ist möglich mit sehr wenig Geld seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, bspw. ist Hartz IV höher als so manches Gehalt Arbeitender in einigen Nachbarstaaten der BRD.

    MFG
    Dr. Webbaer

  94. #95 Dr. Webbaer
    13. September 2016

    Nur mal spaßeshalber angefragt, Herr Kuessner, wie wird denn in Süd-Korea die Einwanderung von Muslimen nach Europa, insbes. in die BRD, und die damit einhergehende Islamisierung [1] gesehen?

    MFG + schöne Woche noch,
    Dr. Webbaer

    [1]
    Die I. ist ja ein Reizthema, für einige, I. findet statt, nicht behauptet worden ist, dass sie umfänglich stattfindet, vgl. mit Houellebecqs ‘Unterwerfung’, auch weil sie nicht umfänglich stattfinden kann.
    Segregation wird sich aber womöglich alsbald abzeichnen.
    Vgl. mit :
    -> http://www.tagesspiegel.de/politik/volker-kauder-im-interview-es-gibt-keine-islamisierung-deutschlands/11244030.html

  95. #96 DH
    13. September 2016

    @Trottelrainer

    So ist es , deshalb ist es irgendwie überflüssig , einen Wettbewerb um die einfachere Denkweise zu starten , aber auch auf der liberalen(?) Seite halten das viele Leute offenbar für den richtigen Weg.

  96. #97 Laie
    13. September 2016

    Einerseits geht die Schere zwischen arm und reich auseinander, andererseits geht die Schere zwischen arbeitender und nicht arbeitender Bevölkerung arg zusammen, was logischerweise nicht in Ordnung ist.

    Dort wo Geld sinnvoll wäre, für die Menschen, die hart gearbeitet haben und zuwenig Rente bekommen, für die Renovierung der Infrastruktur, für die Forschung und Bildung, in Höherqualifizierung von Arbeitslosen ist das Geld nie da.

    Notleidende Banken, Politiker und andere subventionierte Personen-/Kulturkreise soll es ja inzwischen geben, liest und hört man immer wieder, wo die uneingeschränkte Spende alternativlos ist. Da haben Länder wie Deutschland und Österreich den anderen einiges voraus!

  97. #98 Hobbes
    14. September 2016

    @Laie:
    Die Einkommensschere geht eben nicht weiter auseinander. Lediglich das Vermögen wird ungleicher. Das einkommen nähert sich sogar wieder an.
    Die Bankanrettung wird im Worstcase Szenario dem Staat 51Mrd Euro gekostet haben. Und das bei einem Jahreshaushalt von über 300Mrd. Verteilt auf dem Zeitraum nach der Krise also etwa 2% oder 6Mrd des Haushaltes. Während Kreditinstitute im Schnitt etwa 7Mrd Steuern im Jahr zahlen. Die Ausgaben für “Rente …, für die Renovierung der Infrastruktur, für die Forschung und Bildung, in Höherqualifizierung von Arbeitslosen” sind in den letzten Jahren jeweils weit über dem Inflationsniveau gestiegen. (Die für Arbeitslose natürlich nur p.P)
    Die Kosten der Flüchtlinge und Energiewende werden allerdings wirklich extrem hoch sein. Da will ich nichts vor machen. Ich würde mir hier auch eine offenere Kommunikation wünschen. Aber ähnlich wie bei der Wiedervereinigung sehe ich hier die Kosten als nicht relevant genug an um die Entscheidung an sich ab zu lehnen (egal wie hoch sie sind, solange sie tragbar sind.)

  98. #99 Joseph Kuhn
    14. September 2016

    @ Hobbes:

    “Die Einkommensschere geht eben nicht weiter auseinander.”

    Oder doch? Siehe die letzte Analyse mit den SOEP-Daten.

  99. #100 demolog
    14. September 2016

    Warum tut man sowas nicht? (Diskutieren, warum Muslime nicht in Mittelleuropa leben können).

    Man muß alles diskutieren können. Und das “müssen” auch die Gutmenschen tun – nicht nur die Dunkeldeutschen!

    Ich finde diese Art Arroganz abstoßend und sowas sollte zum Teufel gejagt werden.

  100. #101 Thomas R.
    14. September 2016

    Don Alphonso zelebriert seit Jahren das Kunststück, sich permanent von sich selbst zu distanzieren. Er ist schließlich nur eine Kunstfigur, deshalb sind die gelegentlichen offen rassistischen Ausfälle nicht dem Schreiber zuzurechnen. Ist ja alles Satire, wenn man nicht weiß, was Satire ist.

    Am Ende bleibt wohl nur eins zu sagen: Ich will nicht behaupten, dass Don Alphonso Nazis bezahlt, um für ihn zu filmen, wie sie Flüchtlinge zu verprügeln – weil ihm der Anblick gefällt, er sich selbst aber nicht traut.
    Denn sonst müsste ich wohl auch behaupten, Thomas R. sei eine Kunstfigur.
    Ich will nur sagen, dass niemand das Gegenteil behaupten kann und der Beweis des ersten Anscheins nicht gut aussieht.

  101. #102 Thomas R.
    14. September 2016

    @50 demolog

    Autocorrect hat Ihnen da ein paar Worte verschluckt.
    Sie wollten sagen: “Ich finde diese Art Arroganz abstoßend und sowas sollte zum Teufel gejagt werden. Das sind doch alles Untermenschen und Juden und die gehören ins Gas!”

    Man muss alles diskutieren können. Neues Thema: “Warum manche Kommentatoren verdroschen gehören und wo sie wohnen”.
    Oder muss doch nicht alles diskutiert werden können und das ist nur ein dummer Spruch von dummen Menschen ohne ethische Verankerung außerhalb dessen, was PI schreibt?

  102. #103 Thilo
    14. September 2016

    @demolog (#100): Versuch doch einfach mal, in die Frage “Warum tut man sowas nicht? (Diskutieren, warum Muslime nicht in Mittelleuropa leben können).” statt “Muslime” Vegetarier, Brillenträger oder Tätowierte (oder irgend eine andere Gruppe, zu der Du gehörst) einzusetzen.

  103. #104 anderer Michael
    14. September 2016

    Lieber Thomas R.
    In der TAZ ist es Satire, über den Bombenangriff auf Dresden 1945 und die Toten Witzchen zu machen.

  104. #105 anderer Michael
    14. September 2016

    Lieber Thilo
    Warum tut man, bei einem Artikel über einen Kolumnisten, der einem nicht zusagt, diesen Artikel mit Bildern eines US – amerikanischen Rassisten und deutschen Neonazis garnieren?
    Habe ich immer noch nicht verstanden und keine richtige Antwort erhalten. Es sei denn der Betreffende fällt in diese Kategorie.
    Ist Don A. Rassist oder Neonazi?

  105. #106 Thilo
    14. September 2016

    Geht es um diesen Artikel? Der Vergleich hinkt ein wenig. Der Bombenangriff auf Dresden ist inzwischen ein historisches Ereignis, das sich kaum wiederholen wird. Es wird nicht wegen des taz-Artikels irgendein fehlgeleiteter britischer Pilot losfliegen und Dresden bombardieren. Internet-Diskussionen, warum man keine Moslems moechte, werden sich aber auch auf die Atmosphaere im Realleben auswirken. Wer es sowieso schon immer ungerecht fand, dass man den Auslaendern nicht mehr die Meinung sagen oder auf die Fresse hauen darf, der wird sich bestaetigt und ermuntert fuehlen.

  106. #107 Thilo
    14. September 2016

    Zu den Bildern: in diesem Artikel geht es um Islamophobie und die Bilder zeigen Islamophobe. Ob es nun amerikanische oder deutsche sind, was ist der Unterschied?

    RM, und das war ja das Thema dieses Artikels, ist offenkundig jemand, der weiss wie man Klicks generiert und dem die Zustimmung und Bewunderung seiner mindestens zum Teil aus Islamophoben bestehenden Fanschaft offenkundig gefaellt.

  107. #108 Hobbes
    15. September 2016

    @Thilo #6:
    Finde das Argument nicht so gut. Die huldigungen von Bomberharris seitens einiger Linker ist ein Symbolischer Akt ebenso wie die Verehrung anderer Personen seitens der Rechtsextremisten. Beides ist meiner Meinung nach wiederlich genug um die Personen oder denen, die ihnen eine Plattform bieten zu meiden.

    @demlog
    Besser wäre wohl: Man tut so etwas nicht weil idioten aus einer Diskussion nur den Teil raus nehmen, der das eigene Weltbild bestätigt und die Diskussion somit nichts tut als Idioten (falsche) Bestätigung zu liefern.
    Das noch bessere Argument wäre wohl, dass man so etwas nicht tut, weil man es eh niemals wirklich tun würde. Eine Diskussion über eine Personengruppe im Allgemeinen wäre immer eine Diskussion über die homogenen Aspekte der Gruppe. Bei etwas so diffusen wie Religion kann man keine absoluten Aussagen treffen. Es würden somit statistische Abweichungen zu Absolutaussagen verklärt werden.
    Die Aussage Muslime behandeln Frauen schlechter als Nichtmuslime ist in einer solchen Diskussion Blödsinn. In einer Diskussion “welchen Teil die islamische Lehre stärker den europäischen Werten anpassen muss um die Integration zu erleichtern” könnte man dieses Argument hingegen bringen, da es relativ steht. Wobei man dann sicherlich immer noch den Beweiß erbringen muss, dass dieses Argument so besteht, es signifikant ist und in anderen Bereichen in denen Fortschritte mit weniger/vergleichbaren Aufwand erreicht werden können dies ebenfalls getan wird.

  108. #109 roel
    *******
    15. September 2016

    @Thilo Küssner “Zu den Bildern: in diesem Artikel geht es um Islamophobie und die Bilder zeigen Islamophobe. Ob es nun amerikanische oder deutsche sind, was ist der Unterschied?”

    Ich muss gestehen, ich habe die Bilder in Zusammenhang mit Rainer Meyer gebracht.

    Hier ein Beispiel, aus der Zahlenwelt, dass das Problem mit den Bildern verdeutlichen soll (Zitate aus Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Mathematische_Konstante):

    Überschrift: Warum Mathemathische Konstanten besonders sind

    Bild: 2,71828 18284 59045 23536 …

    PI ist eine Zahl, die das “Verhältnis des Umfangs zum Durchmesser eines Kreises, Hälfte der Periodenlänge der komplexen E-Funktion”, wiedergibt….

  109. #110 Thilo
    15. September 2016

    Naja, es gibt ja auch einen Zusammenhang zu Rainer Meyer, naemlich dass er offenkundig nichts dagegen hat, Islamophobe als Leser und Kommentatoren anzuziehen. Letzteres ist an sich natuerlich nichts Ungehoeriges, aber er macht sich ja auch nicht die Muehe, sich in seinem Kommentarthread mit deren Spruechen auseinanderzusetzen, sondern scheint sich im Gegenteil in deren Zustimmung zu sonnen.

  110. #111 Thilo
    15. September 2016

    Abgesehen davon zeigen die Bilder in RMs Logik ja einfach nur Buerger, die sich Sorgen um ihre Heimat machen. Wo also ist das Problem?

  111. #112 roel
    *******
    15. September 2016

    @Thielo Küssner Na ja, sie sind leicht irreführend. Eine entsprechende Bildunterschrift würde gleich beim Lesen für Klarheit sorgen. Ein großer Teil deines Beitrags dreht sich um Rainer Meyer, da kommt man leicht in Versuchung die dargestellte Person (oberes Foto) für Rainer Meyer zu halten.

  112. #113 Thilo
    15. September 2016

    Okay, ich habe jetzt zwei Bildunterschriften eingefuegt.

    Wobei ich, wie gesagt, das Problem nicht gesehen haette. Die Bilder zeigen anstaendige Buerger, die sich Sorgen um ihre Heimat machen. Es gibt keinen Grund dafuer, nicht mit einem von diesen verwechselt werden zu wollen 🙂

  113. #114 Thilo
    15. September 2016

    @ aM (#105): Das Bild zeigt keineswegs einen US-amerikanischen Rassisten. Wie ich aus dem heute veroeffentlichten offenen Brief der CSU gelernt habe, sind Menschen, die Einwanderer aus anderen Kulturkreisen ablehnen, keine Rassisten, sondern etwas ganz anderes.

  114. #115 Dr. Webbaer
    15. September 2016

    @ Herr Kuessner :

    Versuch doch einfach mal, in die Frage “Warum tut man sowas nicht? (Diskutieren, warum Muslime nicht in Mittelleuropa leben können).” statt “Muslime” Vegetarier, Brillenträger oder Tätowierte (oder irgend eine andere Gruppe, zu der Du gehörst) einzusetzen.

    Versuchen Sie mal andere Kollektivisten in Ihre, wie einige finden, nicht sehr gelungene Überschrift des WebLog-Artikels einzusetzen.

    Hier gilt es spezifisch zu werden (und so nicht Geckenhaftigkeit zu beweisen), vgl. bspw. mit:
    http://scilogs.spektrum.de/landschaft-oekologie/alle-religionen-sind-gut/
    http://scienceblogs.de/primaklima/2014/09/12/ein-gaanz-verspaeteter-einwurf-zum-schweizer-minarettstreit-das-neue-dies-und-das/

    MFG
    Dr. Webbaer (der weiter oben in der Klammerung und die zitierten Webverweise meinend ein wenig streng war, fürwahr, vielen Dank für Ihre Geduld, Gefahr vs. Risiko (vgl. mit Luhmann) liegt aber womöglich bundesdeutsch und heute an)

  115. #116 rolak
    16. September 2016

    Bildunterschriften eingefuegt

    Bei solchen Themen muß halt mit größerer VollpfostenDichte gerechnet werden, Thilo.

    keine Rassisten, sondern

    AndereKulturkreiseAblehneristen selbstverständlich. AKA wie aka Rassisten.

  116. #117 Dr. Webbaer
    16. September 2016

    Der Islam ist als Religion unzureichend zu verstehen, er wird politologisch gut als theozentrischer Kollektivismus verstanden, der die Vernunft ablehnt, insofern ein sehr tauglicher Kollektivismus zu sein scheint, und ein Herrschaftssystem darstellt, ein totalitäres, er lässt keine Fragen offen (und entstehen offene Fragen, wir der Mufti abgefragt, sozusagen dann hat sich’s erledigt).
    Insofern geht es nicht um die Ablehnung ‘anderer Kulturkreise’, sondern um die Ablehnung einer zu recht gefürchteten Herrschaftsform, wenn einige Staaten, auch europäische, die Einfuhr des Islam bestmöglich zu meiden suchen. [1]
    In diesen Staaten liegt oft auch ein Konsens vor zwischen den politischen Lagern, die ähnlicher Maßgabe folgen, womit politisch linke Lager eingeschlossen sind.

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1]
    Die BRD wird ganz absehbarerweise hier noch einen hohen Preis zahlen, Segregation und anderes, das an dieser Stelle nicht näher beschrieben werden soll, wird die Folge sein.
    Die meisten werden’s noch mitkriegen, auch das hiesige kleine Auditorium betreffend.

  117. #118 Thilo
    16. September 2016

    Ich sehe es schon vor mir, wie Millionen Deutscher vor der Machtübernahme des Islam nach Tschechien, Ungarn oder Polen fliehen werden, weil nur dort noch die europäischen Freiheiten verteidigt sind.

    Glauben Sie das eigentlich alles selbst, was Sie so schreiben?

  118. #119 Dr. Webbaer
    16. September 2016

    Howdy, Herr Kuessner,

    Glauben Sie das eigentlich alles selbst, was Sie so schreiben?

    Ihr Langzeit-Kommentatorenfreund warnt nicht ohne Grund [1], hat selbstig [2] besondere Entwicklung in der BRD in den letzten 50 Jahren bei seinen zweimaligen und zeitweiligen Besuchen miterlebt, hatte auch Bekannt- und Freundschaften mit Muslimen, meint es ernst.

    Insofern wie auch der Islam ernst gemeint ist.

    Kennen Sie die Konzepte des Islam, u.a. auch Schwule, Kritiker und Juden betreffend?!

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1]
    Hat sich vor etwas mehr als 20 Jahren mit dieser Veranstaltung beschäftigt *, zuvor diese auch nicht ernst genommen, “so wirklich”, trotz bestimmter Merkwürdigkeiten.

    *
    Es gab hier besondere Gründe im Privaten und die globale Politik betreffend, Dr. W kein Jude. +

    +
    Hat aber nichts gegen diese, kam dort eigentlich immer gut bis sehr gut an, Versuche der “Verjudung” haben stattgefunden, womöglich wegen kognitiv-intellektueller Nähe, konnten abär abgewehrt werden.
    Steife Kollegen natürlich, Sie wissen womöglich, wie diese in bestimmten Gebieten, in denen auch der Webbaer aktiv war, überrepräsentiert sind.
    Aus welchen Gründen auch immer…

    [2]
    KA, ob dies Deutsch ist, klingt abär gut.

  119. #120 Dr. Webbaer
    16. September 2016

    PS und bevor da irgendwelche Missverständnisse entstehen:

    Ihr Kommentatorenfreund hat weiter oben ein wenig exkurriert, auch versucht ein wenig gefühlig zu werden, KA, was Sie so sind, Ihr Kommentorenfreund hat Sie aber womöglich bereits getroffen, vor langer Zeit, findet Sie nett.

  120. #122 Dr. Webbaer
    17. September 2016

    Drei Anmerkungen zum hier dankenswerterweise von Herrn Kuessner im hiesigen Kommentar #21 beigebrachten Kommentar des Spiegel Online:

    1.)
    ‘Die Ergebnisse der Studie könnten auch verstehen helfen, warum, sagen wir, auf Usedom so viele rechts wählen, obwohl es dort kaum Ausländer gibt.’

    Es ist die Nachrichtenlage, die einige bestimmte Einwanderung betreffend kritisch werden lässt.
    Dies ist auch gut so [1], denn pers. Erfahrungen mit Immigranten genügen zur Anekdote, sollten keine Grundlage sein für politische Meinung.

    2.)
    Zur Artikelgrafik “(neu) erfasste Flüchtlinge / AfD” in der Mitte des Artikels:

    Die Unzufriedenheit mit den Zuständen, die durch Wahl der AfD bundesdeutsch zum Ausdruck gelangen zu scheint, drückt sich zeitversetzt aus.

    3.)
    ‘Dann wäre es sinnvoller, bayerische Politiker würden sich etwas intensiver mit den Tücken der Globalisierung, der dramatischen Ungleichheit von Einkommen und der Grundreform des Finanzsystems beschäftigen.’

    Dies ist ein spannender Punkt, womöglich sind nicht nur ‘bayerische Politiker’ gemeint, sondern Politiker in ihrer Gesamtheit, denn es gibt zum einen in Nachbarländern der BRD, bspw. in der Tschechei, der Slowakei und in Polen, Armut, die sich manch Bundesdeutscher nicht vorstellen kann.
    -> Webverweis (hoffentlich gelangt dieser Webverweis zur Anschauung, der Google Data Explorer ist hier manchmal problematisch)

    Kritisch natürlich diese Aussage von Thomas Fricke:
    ‘Dann wäre es sinnvoller, [] Politiker würden sich etwas intensiver mit [] der Grundreform des Finanzsystems beschäftigen.’
    Was soll diese bedeuten?
    Meint der Kollege ernsthaft die Reform des Welt-Finanzsystems? Gibt es etwas, das Welt-Finanzsystem und als reformierbar genannt werden kann?

    MFG + schönes Wochenende,
    Dr. Webbaer (der offensichtlich davon ausging, dass Feedback zum Spiegel Online Kommentar gewünscht war)

    [1]
    Bezieht sich nicht auf Rechtswähler, sondern auf die Nachrichtenlage; es ist natürlich besser liberal zu wählen, allerdings genügt die semi-liberale bundesdeutsche FDP einigen nicht als hinreichend liberal. Zudem fällt ihr zur Integrationsproblematik neu hinzu gekommener Muslime wenig bis nichts ein.
    Sie vertritt womöglich primär Wirtschaftsinteressen, nicht originäre liberale Sicht.

  121. #123 Dr. Webbaer
    17. September 2016

    ad 3:
    Und zum anderen werden die ‘Tücken der Globalisierung’ auch durch Handelsverträge, NAFTA, TTIP und so, ausgehandelt.
    Der Schreiber dieser Zeilen hat nicht den Eindruck, dass Politiker hier primär das Volkswohl oder Gemeinwohl im Auge haben.
    Keine Ahnung, was Thomas Fricke, den der Schreiber dieser Zeilen “jetzt mal” nicht so gut findet, an anderer Stelle dazu geschrieben hat.
    Der Schreiber dieser Zeilen meidet Spiegel Online Kolumnisten, selbst Fleischhauer.

  122. #125 Sylvanus
    28. März 2019

    Lebensfeindliche Ideologie ISLAM –
    Hat der Islam wirklich nichts mit dem Koran zu tun?
    „ … und führet um seinetwillen Krieg!“ (Aufruf im Koran an gläubige Muslime, zum Jihad im Namen Allahs)

    Der Islam ist kein, den Weltreligionen gleichzusetzendes, Glaubenssystem, sondern eine politische Ideologie mit gesamtgesellschaflichem Anspruch. Das religiöse Element ist lediglich ein Deckmantel für eine systematische Ausrichtung des politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens, reglementierend bis in das Private und Intime hinein, gemäß der Scharia als islamische Gesetzesgrundlage.
    Solange der Anteil der Muslime in der Gesellschaft noch unterhalb des einstellig Prozentualen rangiert, werden in liberalen und multikulturell gestimmten Kreisen die Forderungen, und das Erscheinungsbild des Islam als marginale Minderheit, zum Teil als ‚vernünftig und legitim’ empfunden, ja bisweilen sogar als folkloristische Bereicherung wahrgenommen (Ein Vorschuß, der den Traditionen der eigenen Herkunft längst schon kaum mehr zugestanden wird)

    Stufen der Eskalation islamischer Bedrohungsszenarien, je nach prozentualem Anteil von Muslimen:

    Bis zu 1%: muslimische Bevölkerung wird als friedliebende, scheu zurückhaltende Minderheit wahrgenommen
    Ab 2%: nennenswerter Einfluß islamischer Mission in ethnischen Randgruppen und Gefängnissen, muslimisch organisiertes Verbrechen in Jugend-Bandenbildung
    Ab 5%: gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil machen Muslime sich nunmehr überdeutlich durch Forderungen von Vorrang und Vorzugsbehandlung gegenüber den anderen Ethnien bemerkbar. Auf dem volkswirtschaftlichen Markt wird der Druck zur Anpassung an Halal/Kosher-Produktangebote spürbar
    Ab 10%: Der Islam stellt nun den gesellschaftlichen Anspruch der Unantastbarkeit durch Kritik (Mohamed-Karikaturen) auf. Massive Demonstrationen, Proteste und andauernde Terrorgefahr durch muslimische Attentäter veranlassen ein Einlenken und Nachgeben der politischen Entscheidungsträger
    Ab 20%: Aufstellung von Scharia-Polizei und Dschihad-Milizen führen zum Rückzug der regulären Polizeikräfte aus unbeherrschbar gewordenen ‚No-Go-Areas’. Dauerhafte Einrichtung von Parallelgesellschaften und Anerkennung einer Paralleljustiz. Ständige Bedrohung von christlichen Einrichtungen, Anschläge auf Kirchen
    Ab 40%: bürgerkriegsähnliche Zustände, blutige Terror-Anschläge sind an der Tagesordnung. Islamische Inlandmilizen und ungebremst über die Grenzen einsickernde Islamisten drängen forciert die Gesellschaftsordnung beiseite, die mit dem islamischen Recht nicht vereinbar ist
    Ab 60%: ungebremste Verfolgung von ‚Ungläubigen’, Verbote der Religionsausübung von Christen, Enteignungen und Vertreibungen, sporadische ethnische Säuberungen von Nichtmuslimen unter dem Scharia-Recht. Jede Entscheidungs- und Verwaltungsebene ist nunmehr in der Hand von Muslimen
    Ab 80%: staatlich angeordneter Völkermord an der nichtmuslimischen Bevölkerung, Flucht und Vertreibung. Folter und Todesstrafe für nichtmuslimische Bekenntnisse. Keine Trennung von Staatsgewalt und islamischer Rechtsauffassung mehr, keine unabhängige Justiz, Verbleib einer parlamentarischen Hülle für den Anschein der Legitimation des islamischen Direktoriums. Medien komplett unter der Weisung des Direktoriums
    Bei 99%: sog. „Haus des Islam“, in dem die Friedhofsruhe herrscht, die den Sieg des Islam über das öffentliche Leben anzeigt. Die verbleibenden Bildungseinrichtungen sind Koranschulen (Madrasas), der Koran ist die alleinige Autorität. Nun herrscht der Zustand vor, den der Islam unter „Frieden“ unter dem Gesetz des Koran, versteht.

    Welche Befehle erteilt der Koran an gläubige Muslime:
    „Allah schickt seinen Gesandten Muhammad mit der wahren Religion, um ihr zum Sieg über alle anderen Religionen zu verhelfen“ (Sure 61)
    An die Muslime: „Kämpft gegen die Ungläubigen, bis die Religion nur noch die Allahs ist, und es keinen Abfall vom rechten Glauben (Islam) mehr gibt“ (Sure 8)
    „Führt den Jihad in Allah aus..“ (Sure 22), neben vielen Wiederholungen des ausdrücklichen Kampfbefehls (Suren 2, 4, 8, 9, etc…)
    „Tötet sie, wo ihr sie zu fassen bekommt, das ist der Lohn der Ungläubigen“ (Sure 2)
    „Der Abfall vom rechten Glauben (Islam) ist schlimmer als unrechtes Töten (Mord)“ (u.a. Sure 2)
    „Wenn ihr um Allahs Willen kämpft, oder in den Tod geht, werdet ihr gewaltigen Lohn im Paradies haben“ (Sure 4)
    „Allah hat euch versprochen, daß ihr viel Beute machen werdet“ (Sure 48)
    „Das Erbe von Himmel und Erde fällt an Allah, und diejenigen für dich gekämpft haben“ (Sure 57)

    Diese und andere Weisungen erhalten Muslime bei jedem Freitagsgebet in der Moschee, neben neben den bildreichen Schmähungen und Verwünschungen gegenüber Juden und Christen. Der Weg des Islam endet nicht in schleichender Radikalisierung, sondern er beginnt bereits damit!

  123. #126 Sylvanus
    28. März 2019

    Genozid am Deutschen Volk – ein Drama

    Prolog
    Derzeit findet der größte Bevölkerungsaustausch seit der Völkerwanderungszeit während der ersten nachchristlichen Jahrhunderte statt. Historisch bedeutsam ist Migration, im vergleichbar großen Stil, immer schon als Krisen-Phänomen beim Niedergang von Kulturen, bzw. dem Aufgang einer neuen zu betrachten. Flucht und Vertreibung innerhalb Europas als Folge des Weltkrieges können hierbei weder in der quantitativen Größenordnung noch in der Qualität zum Vergleich mit dem gegenwärtigen Migrationsströmen herangezogen werden, denn innerhalb Europas war damals immerhin die Integration von kulturell verwandtschaftlichen, christlich geprägten, Volksteilen zu leisten. Eindringende Fremd-Völkerschaften, wie Muslime, hingegen wirken (und haben historisch nachweisbar noch stets in anderen Weltteilen ebenfalls) bei dem zivilisatorischen Auflösungsprozeß wie ein Ferment der beschleunigten Zersetzung. Dabei gehen die Impulse der Auflösung der eigenen kulturellen Bindekräfte aber stets vom eigenen Volk aus, wenn es in seinem Willen zur Selbstvergewisserung und Autonomie erlahmt. In der Folge gelangt dieses Volk zuletzt zu einer Ablehnung seines Volks-Begriffes selbst, bis hin zur selbstzerstörerischen Selbstverleugnung (das Fremde wird dann als grundsätzlich vornehmer und würdiger betrachtet, als die eigenen Überlieferungen und Traditionen) – dies ist die gegenwärtige Situation, in der sich Deutschland gerade befindet, in der Parolen, wie „Nie wieder Deutschland!“, und „Deutschland verrecke!“ möglich sind, ohne Widerspruch zu erregen. Es ist inzwischen gutbürgerliche Übereinkunft, daß das Zeigen der Nationalflagge, oder gar das Singen der Deutschlandhymne, geradezu peinlich wirken.
    Auf diese Selbstvergessenheit stößt nun die vitale Selbstgewissheit von Migranten aus dynamischen und jugendlichen Kulturkreisen, und treten nunmehr auf die faul gewordenen Früchte unserer eigenen Kultur, die wir verachten gelernt haben. Wir übertragen indessen diese kulturelle Selbstverachtung auf unsere eigenen Kinder, die ihrerseits nur noch verschämt zu ihrer Herkunft stehen, und den Begriff ‚Heimat’ aus ihrem Wortschatz verbannen. Weltläufigkeit und ortlose Ungebundenheit ist für sie ein erstrebenswerter Zustand, und jede fremde Landessprache ist auf jeden Fall ‚cooler’ als die Pflege unserer eigenen wunderschönen Sprache. Es ist die geistreiche Sprache eines tatsächlichen Opfervolkes, das zum ‚Tätervolk’ umdefiniert worden ist.

    Auftakt
    Während die Bürger unseres Landes auch dann keine Wahl haben, wenn sie vor den Wahlurnen stehen, wählt sich eine global agierende Wirtschaftselite gerade selbst ein neues Volk. Es ist deren uneingestandenes Ziel, eine „überalterte“ abendländische Kultur zur Gänze auszulöschen, und durch eine dynamische Zivilisation von konsumfreudigen und unkritischen ‚Neu-Deutschen’ zu ersetzen. (Ein Kennzeichen gereifter Kulturen, in denen bezeichnenderweise auch das Durchschnittsalter höher liegt, ist der verständig reflektierende kritische Bürger. Dieser bestimmt sich auf ein verbindliches Lebenskonzept, oft genug mit dem Willen zur Bescheidung und Reduktion auf das nötige Maß. Die jugendlichen Illusionen sind ihm üblicherweise einer kühlen Skepsis, oder vornehm stoischer Gesinnung, gewichen. Eine Erscheinung der kulturellen Dekadenz ist zuweilen die wehmütig stille Resignation, deren blasse Blüten rasch vom Sturm einer oberflächlichen Dynamik schriller Entartung entwurzelter Generationen hinweggefegt werden. Zurück bleibt der verödete Boden des Volkstums zur völligen Zerstörung durch den Einfall der islamischen Barbarei. In diesem Muster wiederholt sich das Sterben der griechischen und römischen Antike nun am Epochenende einer lau gewordenen Christenheit).

    Erster Akt
    Eine deutsche Frau muß sich für den zeitweiligen Ausfall aus dem Verwertungskreislauf der beruflichen Beschäftigung wegen einer Schwangerschaft oft genug rechtfertigen, ja fast schon entschuldigen. Sie kann ihren Willen, die Erziehung Ihrer Kinder selbst, oder ihrem Partner, zu überlassen, ökonomisch kaum rechtfertigen. Jungen Paaren ist eine Familiengründung kaum mehr möglich, weil sie den Forderungen an Flexibilität und Mobilität für die Arbeitswelt entgegen stehen. Für Viele bedeutet die Sicherung des Lebensunterhaltes gleichzeitig den Verzicht auf eine erfüllende Partnerschaft und Familie. Wenn auch das Familienbild der Werbebotschaften und die offiziellen Verlautbarungen des Familienministerium es transportieren, sie beschreien doch nur den langen Schatten eines Auslaufmodells unserer späten Zivilisation …

    Zwischenakt
    … Darin kommt eine tiefe Dimension des pervertierten Bezuges zum Leben überhaupt zum Ausdruck. Gleichzeitig ist der politischen Elite, mit dem demographischen Argument der Überalterung, eine mächtige Waffe in die Hände gegeben. Denn um die wirtschaftliche Dynamik am Laufen zu halten, heißt es nun, bedürfe es einer massiven Einwanderung, also des Zuzugs von Angehörigen viriler junger Völker. Sie bringen mit, eine überschäumende Zeugungslust und Fertilität, und erfüllen damit den politischen Willen nach einer fortschreitenden Durchmischung aller Völker, zur Schaffung des global standardisierten Einheits-Menschen. Sein Mangel an reflektierter Selbstvergewisserung bzgl. Herkunft und Traditionen, macht ihn überaus beweglich, dynamisch, flexibel, und beliebig austauschbar; Und mit Unterhaltung aus dem Medien-Zirkus auf niedrigem Niveau zerstreuen sich die Fragen nach der Identität.

    Zweiter Akt
    Während Einheimische Deutsche sich den Kinderwunsch versagen, oder ihn nur verschämt äußern, zeigen
    Migranten-Mütter aus dem arabischen und afrikanischen Raum, ihre zahlreichen Kinder mit Stolz gleichzeitig auf dem Rücken und vor die Brust geschnallt, sowie im Doppel-Kinderwagen. Der Neu-Deutsche nährt in der wirtschaftsliberalen Freihandels-Elite zuverlässig die Hoffnung auf steigende Konsumdaten im Alten Europa. Denn für Migranten-Familien steht nicht die Entwicklung gebildeter individueller Persönlichkeiten im Vordergrund, sondern die hemmungs- und kritiklose Verfügbarkeit von Konsum- und Nippes-Artikel, sowie elektronischer Unterhaltungsmedien. Das Fernsehen und das Internet übernehmen dort den Bildungsauftrag, und sorgt für das Verbleiben in Unmündigkeit.

    Schlußszene
    Deutschen Frauen wird die Entscheidung für Kinder schwer genug gemacht, durch den ‚Zwang zur Freiheit’ im ökonomistischsten Sinne. Bei aller Unvereinbarkeit von beruflicher Karriere und familiärer Unabhängigkeit werden gerade die Frauen durch einen wirtschaftsliberalen Freiheitsbegriff gleich doppelt um ihre Selbstbestimmung betrogen. Zudem werden die Ängste in Bezug auf Risiko- und Problemschwangerschaften, Behinderungen bei Kindern, geschürt und in die einträglichen Kanäle der Medizintechnik und Pharmaunter-nehmen gelenkt. Die Versorgung und Pflege von Angehörigen wird angstbesetzt gemieden, und kehrt belastet mit ökonomischem Druck wieder in die Familien zurück. die den Mut und die menschliche Größe für ein „Ja“ zum Leben aufbringen. Im Verborgenen ereignet sich hingegen ein bevölkerungspolitisch schleichender Völkermord im jährlich vieltausendfachem Ausmaß, gefördert, indem die Abtreibung des eigenen Nachwuchses unseres Volkes durch die Krankenkassen finanziert werden.

    Epilog
    Die effiziente Verdichtung in der Besiedelung unseres ohnehin knappen Lebensraumes übernehmen inzwischen mächtige Exil-Gesellschaften. Unter den zahlenstarken Communities fremder Nationalitäten, nehmen die Türken, vor den Balkan-Staaten den ersten Platz ein. Dementsprechend lautstark und aufdringlich ist ihr Auftreten in Deutschland, das sie mit vollem Ernst als ein Bundesgebiet der Türkei ansehen, und entsprechend die türkischen Staatsrechte auch in Deutschland gewahrt wissen wollen. Sogenannte Deutsch-Türken werden in der medialen Darstellung überwiegend als die ‚besseren Deutschen’ gehandelt, Verlautbarungen des türkischen Direktoriums-Präsidenten haben auch in Deutschland volles politisches Gewicht. Selbst die deutsche Bundesregierung erkennt die türkische Selbstverständlichkeit des politischen Islam als gesellschaftliches Ordnungsprinzip an, und arbeitet zügig an einer Anpassung der deutschen Verfassung, um diesem Anspruch auch auf deutschem Gebiet entgegenzukommen.
    Der türkische Direktoriums-Präsident Erdogan rief seine Landsleute in Deutschland dazu auf, mit tatkräftiger Unterstützung bei der medialen Präsentation im deutschen öffentlichen Raum, durch aktive Geburtenüberschüsse das Gewicht der muslimischen Bevölkerung in Deutschland zu erhöhen (und namentlich auf die Verhütungspille zu verzichten, die, recht erkannt, ein perfides Mittel zur Reduktion der Volkesstärke sei). Auf dem demographischen Wege seien so die Fakten zu schaffen, die es der deutschen Politik auch künftig unmöglich machen sollen, dem Druck der Islamisierung der westlichen Gesellschaft nicht nachzugeben. Unmissverständlich machte Erdogan deutlich, daß die Minarette der Moscheen die Bayonnette der Islamisierung Europas seien (ein, in der Analogie zur Fruchtbarkeitsdoktrin, durchaus naheliegendes Bild des Phallus).
    Deutschland folgt hier im Range der, durch die Waffe der Migrations-Bombe aus muslimischen Ländern überwältigten, Wirts-Völker, immerhin Frankreich und Großbritannien, die ihrerseits in ihrer national erscheinenden Hülle bereits weitgehend vom christlich abendländischen Kulturgehalt entkernt worden sind.

  124. #127 Thilo
    28. März 2019

    Ist das die Übersetzung des Manifests von Tarrant?

  125. #128 Thilo
    28. März 2019

    Das mit dem knappen Lebensraum ist übrigens Unsinn. In ländlichen Gegenden geht die Einwohnerzahl stark zurück.

  126. #129 rolak
    29. März 2019

    Tarrant?

    Wahrscheinlich nicht, Thilo – zumindest kommt in der mir bekannten D-Übersetzung weder ‘viril’ noch ‘Völkermord’ vor. Davon unabhängig scheint der Waldmensch eine ziemlich komplette Sammlung der üblichen Rassismen im ‘Umvolkung’s-Kontext abgeliefert zu haben.