Herr Grassmann, von dem wir hier vorletzte Woche einen Artikel über verallgemeinerte Julia-Mengen hatten, hat mir noch einige Fundstücke an mathematischen Gedichten zugeschickt, die ich hier in den nächsten Tagen auf den Blog stellen werde. Das erste ist eine Ballade von Kurd Laßwitz, einem Physiker und Schriftsteller vom Ende des 19. Jahrhunderts, der laut Wikipedia als Begründer der deutschsprachigen Science Fiction gilt.

Da ja Kegelschnitte schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr zum Schulstoff gehören, ist es vielleicht angezeigt, kurz zu erläutern worum es geht.
Man hat wie im Titelbild oben zwei sich in einem Punkt berührende Kreiskegel mit gemeinsamer Achse.
Eine zu einer Seite des oberen Kegels parallele Ebene schneidet den unteren Kegel in einer Parabel und den oberen nicht.
Eine beide Kegel schneidende Ebene schneidet sie in einer Hyperbel.
Eine einen Kegel nur in einem endlichen Gebiet schneidende Ebene gibt als Kegelschnitt eine Ellipse.
Und wenn man diese Ebene immer weiter verschiebt, wird die Ellipse immer kleiner und schließlich zu einem einzigen Punkt – das traurige Ende der Geschichte.

Kommentare (5)

  1. #1 bote19
    21. Januar 2019

    Auch bekannt von Kurt Laßwitz ist seine Universalbibliothek. Er beweist mathematisch, dass man das ganze Universum mit Büchern ausfüllen kann. Und jetzt kommt das Besondere. In diesen Büchern steht alles, was schon geschrieben worden ist, und alles, was noch geschrieben werden wird . Und zwar wirklich alles.(Auch die Ballade von ihm oben und meine antwort hier ist enthalten) Rein durch die Permutation der Buchstaben unseres Alphabetes.
    Anmerkung: Auf so eine Idee kann nur ein Mathematiker kommen !

  2. #2 Karl-Heinz
    21. Januar 2019

    @bote19

    Du meinst wohl Kurd Laßwitz, oder?

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Infinite-Monkey-Theorem

  3. #3 dirk
    22. Januar 2019

    @Karl-Heinz: danke für den link. Auf der suche nach „adams“ in dem Artikel bin ich hier drauf gestoßen:
    https://tools.ietf.org/html/rfc2795

    Und den kannte ich noch nicht 🙂

  4. #4 Grassmann
    Mühlenbeck
    23. Januar 2019

    Im Internet findet man bei
    http://gutenberg.spiegel.de/buch/
    u.a. Texte von Lasswitz, auch die Universalbibliothek.
    Ich habe ein etwa 100 Jahre altes Buch von Lasswitz, aber das in Fraktur gedruckt, was ja heute kaum einer Lesen kann.

  5. #5 michiS
    Locarno
    3. Februar 2019