Der heilige Gral der algebraischen Geometrie waren lange Zeit die Weil-Vermutungen. Mit ihnen soll sich die Berechnung der Anzahl von Lösungen einer polynomiellen Gleichung über endlichen Körpern zurückführen lassen auf das (einfachere) topologische Problem der Bestimmung der Betti-Zahlen der algebraischen Varietät, die durch dasselbe Polynom über den komplexen Zahlen definiert wird. Für eine Varietät über…

Typische Beispiele von Singularitäten sind die Kuspe y2=x3 oder die nodale Singularität y2=x3-3x+2. Algebraische Varietäten (Nullstellenmengen von Polynomen) können beliebig komplizierte Singularitäten haben, was ihre Klassifikation völlig aussichtslos macht. Man strebt deshalb nur eine Klassifikation bis auf birationale Äquivalenz an. Birationale Äquivalenz heißt, dass man auf einer offenen, dichten Teilmenge eine Isomorphie hat, äquivalent dass…

In der Funktionentheorie interessiert man sich für die Bestimmung von Funktionen mit vorgegebenen Pol- und Nullstellen. Gegeben eine Menge von Punkten x mit zugeordneten ganzzahligen dx (einen „Divisor“ D) auf einer Riemannschen Fläche möchte man die Dimension l(D) des C-Vektorraums L(D) aller derjenigen meromorphen Funktionen, die in den Punkten mit höchstens eine Polstelle der Ordnung…

Im letzten Beitrag hatten wir über Färbungen von Graphen geschrieben und darüber, dass das chromatische Polynom stets unimodal ist, also seine Koeffizienten erst steigen und dann fallen. Zum Beispiel hat der vollständige Graph auf fünf Knoten K5 das chromatische Polynom x5-10×4+35×3-50×2+24x oder der bipartite Graph K2,3 das chromatische Polynom x5-6×4+15×3-17×2+7x oder der Petersen-Graph das Polynom…

Alexander Grothendieck gilt oft als der bedeutendste Mathematiker des 20. Jahrhunderts, obwohl (oder weil) kaum jemand seine Arbeiten versteht. An letzterem wird auch der fast neue (2016), bisher leider nur auf Französisch erschienene Kurzroman von Yan Pradeau nichts ändern. Aber jedenfalls gelingt es dem Autor (übrigens ein Mathematiklehrer ohne Bezug zu Grothendiecks Forschung), einen Eindruck…

– jedenfalls keine von höherem Grad. Im November starb Alexander Grothendieck – wir hatten hier berichtet. Auch die führende naturwissenschaftliche Fachzeitschrift “Nature” wollte einen Nachruf drucken und fragte dafür mit Mumford und Tate zwei sehr bekannte Algebraiker als Autoren an. Die beiden gaben sich offensichtlich große Mühe, einen auch für Naturwissenschaftler (und nicht nur Mathematiker)…

Manche sehen in ihm den bedeutendsten Mathematiker des 20. Jahrhunderts – Alexander Grothendieck ist gestern in Saint-Girons in der Ariège gestorben (hier ein Nachruf in Liberation). Es gibt inzwischen eine 3-bändige Grothendieck-Biographie von Winfried Scharlau (Teil 1, Teil 3, Teil 2 ist anscheinend noch nicht erschienen). Seine Mathematik hier in wenigen Sätzen zu erklären dürfte…

Enthüllungen aus der Mathematik.

Darf ein Autor die Veröffentlichung seines Werks verbieten?