SWR Wissen2 hatte vorletzten Freitag eine Sendung über Sofia Kowalewskaja, auf die unter anderem die Lösung der Kreiselgleichung (durch Auffinden hinreichend vieler Erhaltungsgrößen) zurückgeht.

Das Manuskript zur Sendung ist hier.

Kommentare (6)

  1. #1 Frank Wappler
    22. Dezember 2020

    Thilo schrieb (22. Dezember 2020):
    > SWR Wissen2 hatte vorletzten Freitag eine Sendung über Sofia Kowalewskaja, auf die unter anderem die Lösung der Kreiselgleichung (durch Auffinden hinreichend vieler Erhaltungsgrößen) zurückgeht.

    Das Manuskript zur Sendung ist hier. [ https://www.swr.de/swr2/wissen/sofja-kowalewskaja-erste-mathematik-professorin-der-welt-swr2-wissen-2020-12-11-102.pdf ]

    Claudia Heissenberg [schrieb: …]
    Erzählerin: […] Es wird ihr größter wissenschaftlicher Erfolg. […]

    O-Ton 15 – Wilderich Tuschmann: […] Nehmen Sie ruhig den Kinderkreisel und jetzt kleben Sie irgendwo an die Seite was drauf, meinetwegen ein dickes Stück Knete, dann wird der auf einmal anfangen zu eiern bis zum geht nicht mehr und ein völlig unkoordiniertes Bewegungsverhalten haben.

    Erzählerin: Genau dieses chaotische Bewegungsverhalten hat Sofja Kowalewskaja in mathematische Gleichungen gefasst. Mit deren Hilfe konnte sie exakt vorausberechnen, wo sich ein unsymmetrischer Kreisel in ein paar Stunden oder Tagen befinden wird.

    O-Ton 16 – Wilderich Tuschmann: Und das war etwas, was sie mit der allerneuesten damals vorhandenen Mathematik, nämlich Weierstraßschen Täterfunktionen, dann gelöst hat.

    Gemeint sind sicherlich Theta-Funktionen, mit denen sich (u.a.) schon Karl Weierstraß befasst hatte.

  2. #2 Thilo
    22. Dezember 2020

    Ja, das ist ein lustiger Transkriptionsfehler. Kowalewskajas Lösung verwendet definitiv Theta-Funktionen.

    • #3 Thilo
      23. Dezember 2020

      Vielleicht gibt es bald mal einen Beitrag über die Riemann-Vermutung, wo dann die Riemannsche Zeter-Funktion vorkommt.

  3. #4 Meister Lehrling
    22. Dezember 2020

    Vor und nach Sofia Kowalewskaja wurde niemand von einem Vorlesungsskript einer mathematischen Fach- oder Hochschule inspiriert.

    Thilo bloggt seit 2008 aber er bloggte niemals über Bachelor und Master und ihre mathematischen Vorlesungsskripte, die logischerweise alle bekannte Mathematik enthalten müssen.
    Zum Beispiel wäre ein Semester Funktionalanalysis ein Hopping-Path innerhalb eines 50000seitigen PDF-Dokuments, was im digitalen Zeitalter problemlos möglich ist.

    Skurril ist, dass jeder Master im Anhang seiner Masterarbeit Bücher z.B über Funktionalanalysis aber niemals mathematisch vollständige Funktionalanalysis-Vorlesungsskripte von Professoren erwähnt.

  4. #5 Zeter Mordio
    23. Dezember 2020

    Die Zeter-Funktion bildet jede erfolglose Bachelor-Bewerbungsmappe auf eine Nullstelle des Zeter-Polynoms ab.
    Satz: Jede Bachelor-Bewerbung ist erfolglos, wenn eine Master-Bewerbung auf ihr liegt.

  5. #6 Frank Wappler
    24. Dezember 2020

    Thilo schrieb (#2, 22. Dezember 2020):
    > [… »mit Weierstraßschen Täterfunktionen« …] Ja, das ist ein lustiger Transkriptionsfehler.

    Lustig? Na hoffentlich hat auch W. Tuschmann seine Freude dran …

    Thilo schrieb (#3, 23. Dezember 2020):
    > Vielleicht gibt es bald mal einen Beitrag über die Riemann-Vermutung, wo dann die Riemannsche Zeter-Funktion vorkommt.

    Es sei doch (gerade zu Weihnachten) allen ihr jeweiliger eigenverantworteter Beitrag, oder wenigstens Gast-Beitrag, gegönnt, um ihre jeweiligen (insbesondere beabsichtigten) Späßchen dem öffentlich auffindbaren, Barriere-freien Kommentar zu stellen!

    Wenn schon nicht als (Gast-)Beitrag eines ScienceBlogs (oder einer Abteilung des anderen Ladens),
    dann wenigstens für diejenigen, die ihren Beitrag für kommunikative Teilhabe leisten, in ihrer betreffenden regionalen öffentlich-rechtlichen Medienanstalt (wie z.B. im SWR für Beiträge von Claudia Heissenberg).