Vor drei Jahren hatte ich hier mal über ein Video von Edmund Weitz geschrieben, in dem er über einige lustige Antworten von ChatGPT auf mathematische Fragen berichtete.

Drei Jahre später möchte ich einmal wissen, um wieviel sich künstliche Intelligenz in diesem Zeitraum verbessert hat.

Zunächst: Die Multiplikation 2792478 mal 4107069, die kurioserweise vor drei Jahren ein falsches Ergebnis gab, wird jetzt richtig berechnet. Auf die Folgefrage “Wie bist du auf die Antwort gekommen?” behauptet er nicht wie vor drei Jahren “Ich habe die Zahlen einfach miteinander multipliziert.”, sondern antwortet “Gute Frage — ich zeige dir den Rechenweg verständlich Schritt für Schritt.” und verwendet dann eine geschickte Zerlegung zur Berechnung, schlägt aber nach der relativ kurzen Rechnung vor, dass er mir auch zeigen könne, wie man das mit schriftlicher Multiplikation (wie in der Schule) macht. Das macht er dann auch in aller Ausführlichkeit und schlägt mir anschließend vor, einen Trick zu zeigen, wie man solche großen Zahlen schneller im Kopf grob abschätzt. Das macht er, indem er auf 2,8 und 4,1 Millionen rundet und diese Zahlen miteinander multipliziert, mit Merksatz „Erst runden, dann kleine Zahlen multiplizieren, dann Größenordnung anhängen“. Dann will er mir noch einen Trick zeigen, wie man solche Aufgaben im Kopf deutlich genauer hinbekommt (fast ohne Taschenrechner). Hier fügt er zu den Rundungen noch Abweichungen hinzu, rechnet (2,8-0,008)(4,1+0,007) mit der Formel ab + ad – bc – cd und mit ausführlichen Erläuterungen “warum das funktioniert”. Er schlägt mir dann vor, daraus daraus eine einfache Schritt-für-Schritt-Regel zu machen, die ich immer anwenden kann (wie ein Cheat-Code fürs Kopfrechnen). Danach will er mir dann ein paar Übungsaufgaben geben, mit denen ich das in 2–3 Minuten richtig sicher drauf habe. Zu den vier Aufgaben gibt er mir dann ein Verfahren vor und schlägt vor, meine Ergebnisse (oder auch nur meinen Rechenweg) aufzuschreiben, dann würde er mir direkt sagen, ob es stimmt, wie nah ich dran bin, und wie ich noch schneller werde. Wahrscheinlich könnte das jetzt noch stundenlang so weitergehen.

Die Vereinfachung von (a^4)^7/a^7 kriegt er diesmal viel effizienter hin als vor drei Jahren, und auch hier schlägt er mir gleich vor, ein paar ähnliche Aufgaben zu geben, die genau auf diese Regeln (die Potenzgesetze) abzielen.

Auf die Frage “Kannst Du mir drei bekannte Mathematiker aus der ehemaligen DDR nennen?” hatte er vor drei Jahren Erich Kamke, Wolfgang Franz und Günter M. Ziegler genannt, von denen aber niemand aus der DDR stammt. Auf eine Wiederholung der selben Frage nannte er Günter M. Ziegler, Konrad Schmüdgen und Lothar Collatz, von denen immerhin der Zweitgenannte aus der DDR war. Drei Jahre apäter ist die Antwort anders, aber nicht besser. (Helmut Hasse war immerhin von 1949 bis 1950 Professor an der Humboldt-Universität und auch danach noch an Projekten in der DDR beteiligt.)

Screenshot

Aber vielleicht dient die seltsame Antwort ja auch nur dazu, den Gesprächspartner im Gespräch zu halten? Ich antworte mal mit “Ja” auf die abschließende Frage, bekomme aber mit Karl-Heinz Hoffmann, Josef Naas und Helmut Wielandt erneut drei falsche Antworten: Der erste und dritte haben nicht in der DDR gearbeitet, der zweite war nicht wirklich ein bekannter Mathematiker. Diesmal sind auch die Erklärungen falsch, es wird behauptet, Karl-Heinz Hoffmann habe an der Akademie der Wissenschaften der DDR gearbeitet. Er will mich aber immer noch nicht weglassen und schlägt vor, eine längere Liste zu geben, oder besonders berühmte DDR-Mathematiker weltweit herauszustellen, da gäbe es ein paar richtig spannende Namen. Auch in der dann folgenden Antwort sind die meisten Mathematiker nicht aus der DDR, sogar Rolf Nevanlinna kommt vor. Er schlägt aber gleich mehrere weitere Fragen vor, darunter die berühmtesten mathematischen Ergebnisse aus der DDR zu zeigen. Die Antworten darauf sind nicht besser als die vorherigen (und sehr allgemein gehalten) und natürlich kommt er wieder mit Vorschlägen für weitere Fragen, nämlich konkrete Beispiele (mit Formeln) aus diesen Bereichen zu zeigen
oder welche dieser Ergebnisse heute noch in Technik & KI verwendet werden. Die konkreten Beispiele sind dann aber überhaupt nicht konkret und ähnlich ist es bei der Frage nach Anwendungen. Natürlich werden immer weitere Fragen vorgeschlagen, ich könnte das jetzt stundenlang fortsetzen und würde wahrscheinlich immer wieder Variationen der bisherigen Antworten bekommen.

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Kommentare (30)

  1. #1 Frank Wappler
    10. April 2026

    Thilo schrieb (10. April 2026):
    > […] Und die Ungleichheit zwischen [3987^12 + 4365^12 und 4472^12 …]

    … gibt (erneut) Anlass, das offenbare Nicht-Vorhandensein von auffindbar verlinkter Dokumentation zum Verfassen von ScienceBlog- (und insbesondere von Mathlog-) Kommentaren nicht nur zu beklagen, sondern auch durch die Feststellung zu lindern versuchen, dass (u.a.) in diesem ScienceBlog-Kommentar

    – “3987<sup>12</sup>” zwar als “398712” dargestellt wird,

    – aber “$​latex 3987^{12}$” als “3987^{12}“.

    p.s.
    Im Übrigen ist anhand der Quersummen leicht erkennbar, dass zwar die beiden Zahlen 3987 und 4365 durch 3 teilbar sind (und folglich auch die Summe auf der linken Seite des o.g. Vergleiches), die Zahl 4472 aber nicht (und somit auch nicht deren zwölfte Potenz, auf der rechten Seite).

  2. #2 Robert
    10. April 2026

    “wie zuverlässig das gerundete 0,99 tatsächlich kleiner ist als 1”

    Auf der geringen Differenz beruht schließlich der Witz in der Simpsons-Folge, aus der diese Zahlen stammen. Auf normalen Taschenrechnern erscheinen die beiden Zahlen aufgrund der Rundung gleich.

  3. #3 i N
    11. April 2026

    als Ergänzung,
    4472 hoch 12 mod 9 = 1
    Wäre 4472 hoch 12 durch 9 teilbar, dann wäre mod 9 = 0
    3987 hoch 12 mod 9 = 0
    4365 hoch 12 mod 9 = 0

  4. #4 nI
    12. April 2026

    Nachtrag zu #3
    Die richtige Lösung wäre 4473 hoch 12 , denn 4473 hoch 12 mod 9 = 0
    Anmerkung: Sollte man nachrechnen !

  5. #5 wereatheist
    12. April 2026

    Die richtige Lösung wäre 4473 hoch 12

    Nein (Großer Satz von Fermat).

    Sollte man mal nachrechnen!

    Handy-Taschenrechner liefert für
    4473^12 – 4365^12 – 3987^12
    den Wert 1.71883894 × 10^41

  6. #6 nI
    12. April 2026

    #5 wereatheist
    Du hast einen guten Taschenrechner!
    Ich hatte gerechnet 4473 hoch 12 minus 4472 hoch 12 =
    1,7 mal 10 hoch 41.
    Wo bin ich denn ? In der Hölle der Potenzen ?
    So ein großer Unterschied !
    Die KI von google konnte das auch rechnen, sogar in Binärdarstellung. Hut ab , vor einigen Jahren konnten das die Taschenrechner nicht rechnen .

  7. #7 nI
    12. April 2026

    zu wereatheist und andere Mathematiker,
    Auch ein Nachtrag für Ostern (diesesmal ohne Potenzen)
    3 Mädchen bekamen als Ostergeschenk 3 Ostereier.
    Jedes Kind nahm ein Ei und trotzdem blieb im Korb ein Ei liegen. Wie ist das möglich ?

  8. #8 schorsch
    13. April 2026

    Das dritte Kind nahm das Ei mitsamt dem Korb.

  9. #9 Bernd Nowotnick
    13. April 2026

    Zur Geometrie von #8, der KI, der schwachen Kraft, ggf. Gravitation, dem dritten Kind und der Mathematik: https://www.scinexx.de/news/physik/mathematiker-klaeren-gut-150-jahre-alte-geometrie-frage/
    „Dem Bonnet-Theorem zufolge kann man die Fläche eines topologischen Objekts eindeutig bestimmen, wenn man an jedem Punkt seiner Oberfläche die mittlere Krümmung und die Metrik kennt. Letztere gibt an, wie weit zwei Punkte auf der Fläche voneinander entfernt sind. Diese Parameter beschreiben ein solches Objekt zudem eindeutig – ein Objekt mit gleichen Parameter, aber anderer Geometrie kann es nicht geben“?

  10. #10 nI
    13. April 2026

    zu #8
    korrekt !
    Eine etwas abwegige Lösung wäre, wir haben Siamesische Zwillinge mit nur einem Magen.Es handelt sich um sogenannte dicephale Parapagus-Zwillinge. Sie haben zwei Köpfe, aber einen gemeinsamen Torso. Noch seltener sind Tricephalus, das sind siamesische Drillinge,
    Alles von einer KI gelernt !

    Hallo Bernd, nimm mal biologische Fakten bei deinen Erklärungen dazu. Und jetzt wäre noch interessant, ob dicephale Zwillinge unterschiedliche IQ haben. Und die zu unterschiedlichen Lösungen gelangen ?

  11. #11 Quanteder
    14. April 2026

    . . . .. . statt Bernd: 🙂 das Bonnet-päärchen ist doch Biologie genuch und zu den Siamesischen Zwillingen passts ouch, oder ??

  12. #12 Quanteder
    14. April 2026

    #9
    Was meint KI zu: „Zur Geometrie von #8, der KI, der schwachen Kraft, ggf. Gravitation, …“

    > Die Geometrie von E8 (oft als „#8“ referenziert) ist Gegenstand theoretischer Ansätze zur Vereinigung der vier Grundkräfte, einschließlich der Schwachen Kraft und der Gravitation. Im Kern dieser Theorie steht die Idee, dass alle Elementarteilchen und Kräfte als geometrische Strukturen innerhalb der 248-dimensionalen Lie-Gruppe E8 dargestellt werden können.

    ∑> . . .

    > Zusammenfassend ist die Geometrie von E8 ein eleganter, aber hochspekulativer geometrischer Rahmen, der versucht, die Schwache Kraft und Gravitation als unterschiedliche Symmetrien innerhalb einer einzigen, geometrisch strukturierten Entität zu verstehen.
    🙂 . . . .. . geometrisch strukturierte Entität

  13. #13 nI
    14. April 2026

    zu #11
    Beeindruckend wie man das Bonnet-Pärchen gefunden hat und auch berechnen kann ? (Übersteigt mein Vorstellungsvermögen)
    Danke für diesen phantastischen Ausflug.

  14. #14 Bernd Nowotnick
    15. April 2026

    #10/12 zu
    „Und jetzt wäre noch interessant, ob dicephale Zwillinge unterschiedliche IQ haben. Und die zu unterschiedlichen Lösungen gelangen ?“ Genau das ist das Problem – „lustige Antworten von ChatGPT“ & Co. sowie „geometrischer Rahmen, der versucht, die Schwache Kraft und Gravitation als unterschiedliche Symmetrien innerhalb einer einzigen, geometrisch strukturierten Entität zu verstehen.“ – ist „die KI & Co“ demokratisch mit unterschiedlichen IQ oder eine „geometrisch strukturierte Entität“?

  15. #15 nI
    15. April 2026

    Bernd Nowotnick,
    ” ist „die KI & Co“ demokratisch mit unterschiedlichen IQ oder eine „geometrisch strukturierte Entität“?”

    Antwort: Da KIs altern ,haben sie “unterschiedliche IQs”.
    Wenn du das Zusammenspiel bei lebenden Personen einmal erleben willst, brauchst du nur an deinem Arbeitsplatz zwei Telefone zu haben. Du rufst zwei Personen gleichzeitig an und hälst dann die beiden Telefonhörer zusammen. Jeder Angerufene sagt, Hallo, der andere sagt Hallo und dann wird es kurz und lustig oder etwas anderes geschieht.
    So wird es bei den KIs auch so sein, wenn die eine KI eine missverständliche Aussage richtigstellt und die andere KI auch etwas dazu weiß. Das musst du dann am Computer steuern.

  16. #16 Frank Wappler
    15. April 2026

    Bernd Nowotnick schrieb (13. April 2026):
    > […] https://www.scinexx.de/news/physik/mathematiker-klaeren-gut-150-jahre-alte-geometrie-frage/

    „Dem Bonnet-Theorem zufolge kann man die Fläche eines topologischen Objekts eindeutig bestimmen, wenn man an jedem Punkt seiner Oberfläche die mittlere Krümmung und die Metrik kennt. Letztere gibt an, wie weit zwei Punkte auf der Fläche voneinander entfernt sind. Diese Parameter beschreiben ein solches Objekt zudem eindeutig – ein Objekt mit gleichen Parameter, aber anderer Geometrie kann es nicht geben“

    > ?

    Die im Titel der Meldung erwähnte Frage bzw. deren Klärung betrifft gewisse

    »Ausnahmen zu Bonnets Faustregel« — gewisse (“Spiegelbild-liche”) Tori-Paare, die seit langem vorhergesagten sogenannten kompakten Bonnet-Paare, »könnten dem Bonnet-Theorem widersprechen.«

    (Dass “das Bonnet-Theorem (mit Ausnahmen bzw. Widersprüchen ?)” trotzdem überhaupt (noch) als Begriff herumgeistert … tja.)

    Im Übrigen ist mit »der Geometrie des Objektes«, also des einen bzw. des anderen Torus eines “Bonnet-Paares”, dabei offenbar nicht etwa dessen “eigentliche”, intrinsische Geometrie gemeint (die durch die “eigentlichen”, intrinsischen Abstände Frag-los vollständig festgelegt wäre), sondern deren »glatte Einbettung« in einen (geeigneten) “Umgebungsraum”. D.h. historisch und “anschaulich” selbstverständlich per Einbettung in eine geeignet ausgedehnte flache 3D-Region, so dass alle intrinsischen Abstände als Längen von geeignet krummer Kurven-Segmenten im 3D-Umgebungsraum identifizierbar (bzw. überhaupt erst bestimmbar ?) wären.

    p.s.
    Mich interessiert daran besonders, wieso/inwiefern es denn dabei notwending oder sinnvoll erschiene, neben “Kenntnis der Metrik”, also der Gesamtheit aller intrinsischen Abstände d zwischen je zwei Punkten, außerdem “Kenntnis der mittleren Krümmung, in jedem Punkt” überhaupt vorzugeben — letztere ist doch durch erstere vollständig bestimmt (wenn nicht sogar ausdrücklich gegeben; so weit ich bisher weiß, als Betrags-mäßig kleinste, von Null verschieden Lösung \kappa_P der Gleichung

    0 = \underset{\text{Max}[ ~ \{d\} ~ ] \righarrow 0}{\text{lim}}\Big[ ~ \begin{vmatrix}  1 & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ P, A ~ ])^2 ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ P, B ~ ])^2 ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ P, C ~ ])^2 ~ ] \\  \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ A, P ~ ])^2 ~ ] & 1 & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ A, B ~ ])^2 ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ A, C ~ ])^2 ~ ] \\  \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ B, P ~ ])^2 ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ B, A ~ ])^2 ~ ] & 1 & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ C, A ~ ])^2 ~ ] \\  \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ C, P ~ ])^2 ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ C, A ~ ])^2 ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ C, B ~ ])^2 ~ ] & 1  \end{vmatrix}  ,
    für den Grenzwert von Gram-Determinanten hinsichtlich aller Teilmengen des betreffenden Objektes bestehend jeweils aus Punkt P und irgendwelchen drei voneinander und von Punkt P verschiedenen Punkten A, B, C.)

    Vermutlich hängt mit meiner Frage auch der (im obigen Zitat implizierte) Begriff »Metrik in einem Punkt« zusammen, der zwar an sich paradox wirkt, aber womöglich dadurch erklärlich ist, dass für jeden Punkt P jeweils nur die Metrik-Teilmenge der Abstände aller anderen Punkte bzgl. Punkt P unmittelbar bekannt sein soll, also Werte d[ ~ P, A ~ ], d[ ~ P, B ~ ] usw., die Abstände solcher anderer Punkte untereinander, wie z.B. d[ ~ A, B ~ ], jedoch nur mittelbar, wiederum durch die Metrik-Teilmenge »im Punkt A« usw.

  17. #17 Frank Wappler
    https://www.tlhiv.org/ltxpreview/#just.helped.me.to.{un}cross.a.+t+
    15. April 2026

    Bernd Nowotnick schrieb (13. April 2026):
    > […] https://www.scinexx.de/news/physik/mathematiker-klaeren-gut-150-jahre-alte-geometrie-frage/

    „Dem Bonnet-Theorem zufolge kann man die Fläche eines topologischen Objekts eindeutig bestimmen, wenn man an jedem Punkt seiner Oberfläche die mittlere Krümmung und die Metrik kennt. Letztere gibt an, wie weit zwei Punkte auf der Fläche voneinander entfernt sind. Diese Parameter beschreiben ein solches Objekt zudem eindeutig – ein Objekt mit gleichen Parameter, aber anderer Geometrie kann es nicht geben“

    > ?

    Die im Titel der Meldung erwähnte Frage bzw. deren Klärung betrifft gewisse

    »Ausnahmen zu Bonnets Faustregel« — gewisse (“Spiegelbild-liche”) Tori-Paare, die seit langem vorhergesagten sogenannten kompakten Bonnet-Paare, »könnten dem Bonnet-Theorem widersprechen.«

    (Dass “das Bonnet-Theorem (mit Ausnahmen bzw. Widersprüchen?)” trotzdem überhaupt (noch) als Begriff herumgeistert … tja.)

    Im Übrigen ist mit »der Geometrie des Objektes«, also des einen bzw. des anderen Torus eines “Bonnet-Paares”, dabei offenbar nicht etwa dessen “eigentliche”, intrinsische Geometrie gemeint (die durch die “eigentlichen”, intrinsischen Abstände Frag-los vollständig festgelegt wäre), sondern deren »glatte Einbettung « in einen (geeigneten) “Umgebungsraum”. D.h. historisch und “anschaulich” selbstverständlich per Einbettung in eine geeignet ausgedehnte flache 3D-Region, so dass alle intrinsischen Abstände als Längen von geeignet krummer Kurven-Segmenten im 3D-Umgebungsraum identifizierbar (bzw. überhaupt erst bestimmbar) sind.

    p.s.
    Mich interessiert daran besonders, wieso/inwiefern es denn dabei notwending oder sinnvoll erschiene, neben “Kenntnis der Metrik”, also der Gesamtheit aller intrinsischen Abstände d zwischen je zwei Punkten, außerdem “Kenntnis der mittleren Krümmung, in jedem Punkt” überhaupt vorzugeben — letztere ist doch durch erstere vollständig bestimmt (wenn nicht sogar ausdrücklich gegeben; so weit ich bisher weiß, als Betrags-mäßig kleinste, von Null verschieden Lösung \kappa_P der Gleichung

    0 = \underset{\text{Max}[ ~ \{d\} ~ ] \rightarrow 0}{\text{lim}}\Big[ ~ \begin{vmatrix}  1 & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ P, A ~ ])^2 ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ P, B ~ ])^2 ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ P, C ~ ])^2 ~ ] \\  \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ A, P ~ ])^2 ~ ] & 1 & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ A, B ~ ])^2 ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ A, C ~ ])^2 ~ ] \\  \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ B, P ~ ])^2 ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ B, A ~ ])^2 ~ ] & 1 & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ C, A ~ ])^2 ~ ] \\  \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ C, P ~ ])^2 ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ C, A ~ ])^2 ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } (d[ ~ C, B ~ ])^2 ~ ] & 1  \end{vmatrix} ~ \Big]  ,
    für den Grenzwert von Gram-Determinanten hinsichtlich aller Teilmengen des betreffenden Objektes bestehend jeweils aus Punkt P und irgendwelchen drei voneinander und von Punkt P verschiedenen Punkten A, B, C.)

    Vermutlich hängt mit meiner Frage auch der (im obigen Zitat implizierte) Begriff »Metrik in einem Punkt« zusammen, der zwar an sich paradox wirkt, aber womöglich dadurch erklärlich ist, dass für jeden Punkt P jeweils nur die Metrik-Teilmenge der Abstände aller anderen Punkte bzgl. Punkt P unmittelbar bekannt sein soll, also Werte d[ ~ P, A ~ ], d[ ~ P, B ~ ] usw., die Abstände solcher anderer Punkte untereinander, wie z.B. d[ ~ A, B ~ ], jedoch nur mittelbar, wiederum durch die Metrik-Teilmenge »im Punkt A« usw.

  18. #18 Frank Wappler
    https://dotting.the.remaining.+i+/dahingehend--dass.Gram.Determinanten.ja.keine.Cayley-Menger-Determinanten.sind
    15. April 2026

    Bernd Nowotnick schrieb (13. April 2026):
    > […] https://www.scinexx.de/news/physik/mathematiker-klaeren-gut-150-jahre-alte-geometrie-frage/

    „Dem Bonnet-Theorem zufolge kann man die Fläche eines topologischen Objekts eindeutig bestimmen, wenn man an jedem Punkt seiner Oberfläche die mittlere Krümmung und die Metrik kennt. Letztere gibt an, wie weit zwei Punkte auf der Fläche voneinander entfernt sind. Diese Parameter beschreiben ein solches Objekt zudem eindeutig – ein Objekt mit gleichen Parameter, aber anderer Geometrie kann es nicht geben“

    > ?

    Die im Titel der Meldung erwähnte Frage bzw. deren Klärung betrifft gewisse

    »Ausnahmen zu Bonnets Faustregel« — gewisse (“Spiegelbild-liche”) Tori-Paare, die seit langem vorhergesagten sogenannten kompakten Bonnet-Paare, »könnten dem Bonnet-Theorem widersprechen.«

    (Dass “das Bonnet-Theorem (mit Ausnahmen bzw. Widersprüchen?)” trotzdem überhaupt (noch) als Begriff herumgeistert … tja.)

    Im Übrigen ist mit »der Geometrie des Objektes«, also des einen bzw. des anderen Torus eines “Bonnet-Paares”, dabei offenbar nicht etwa dessen “eigentliche”, intrinsische Geometrie gemeint (die durch die “eigentlichen”, intrinsischen Abstände Frag-los vollständig festgelegt wäre), sondern deren »glatte Einbettung « in einen (geeigneten) “Umgebungsraum”. D.h. historisch und “anschaulich” selbstverständlich per Einbettung in eine geeignet ausgedehnte flache 3D-Region, so dass alle intrinsischen Abstände als Längen von geeignet krummer Kurven-Segmenten im 3D-Umgebungsraum identifizierbar (bzw. überhaupt erst bestimmbar) sind.

    p.s.
    Mich interessiert daran besonders, wieso/inwiefern es denn dabei notwending oder sinnvoll erschiene, neben “Kenntnis der Metrik”, also der Gesamtheit aller intrinsischen Abstände d zwischen je zwei Punkten, außerdem “Kenntnis der mittleren Krümmung, in jedem Punkt” überhaupt vorzugeben — letztere ist doch durch erstere vollständig bestimmt (wenn nicht sogar ausdrücklich gegeben; so weit ich bisher weiß, als Betrags-mäßig kleinste, von Null verschieden Lösung \kappa_P der Gleichung

    {\small{  0 = \underset{\text{Max}[ ~ \{d\} ~ ] \rightarrow 0}{\text{lim}}\Big[ ~ \begin{vmatrix}  1 & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ P, A ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ P, B ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ P, C ~ ] ~ ] \\  \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ A, P ~ ] ~ ] & 1 & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ A, B ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ A, C ~ ] ~ ] \\  \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ B, P ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ B, A ~ ] ~ ] & 1 & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ C, A ~ ] ~ ] \\  \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ C, P ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ C, A ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ C, B ~ ] ~ ] & 1  \end{vmatrix} ~ \Big]}}  ,
    für den Grenzwert von Gram-Determinanten hinsichtlich aller Teilmengen des betreffenden Objektes bestehend jeweils aus Punkt P und irgendwelchen drei voneinander und von Punkt P verschiedenen Punkten A, B, C.)

    Vermutlich hängt mit meiner Frage auch der (im obigen Zitat implizierte) Begriff »Metrik in einem Punkt« zusammen, der zwar an sich paradox wirkt, aber womöglich dadurch erklärlich ist, dass für jeden Punkt P jeweils nur die Metrik-Teilmenge der Abstände aller anderen Punkte bzgl. Punkt P unmittelbar bekannt sein soll, also Werte d[ ~ P, A ~ ], d[ ~ P, B ~ ] usw., die Abstände solcher anderer Punkte untereinander, wie z.B. d[ ~ A, B ~ ], jedoch nur mittelbar, wiederum durch die Metrik-Teilmenge »im Punkt A« usw.

  19. #19 Bernd Nowotnick
    15. April 2026

    Frank Wappler
    Die Krümmung hängt nicht nur von ggg, sondern von deren räumlicher Variation ab. Die mittlere Krümmung hängt davon ab, wie die Fläche im Raum liegt. Die Metrik beschreibt nur die intrinsische Geometrie. Die Metrik ist das fundamentale Objekt. Intrinsische Krümmung ist vollständig darin kodiert. Zusätzliche Angaben wie „mittlere Krümmung“ braucht man nur, wenn die Metrik nicht vollständig gegeben ist oder man eine Einbettung in einen größeren Raum betrachtet. Der Beobachter als Punkt kennt nur die Teilmenge. Formal würde man beim Zylinder sagen: eine Art radiale Distanzfunktion. Diese enthält Information, aber nicht die volle lokale Struktur. Die Metrik ist eher ein infinitesimales Objekt, nicht rekonstruierbar nur aus Abständen von einem Punkt.

  20. #20 Bernd Nowotnick
    15. April 2026

    #15
    Theoretisch gibt es keine echte Demokratie bei der KI weil kein eigenes Wollen, keine Interessen oder Rechte existieren (sollten!). Das Universum altert auch. Ist es als demokratische Unendlichkeiten oder eine als spiegelbildliche „geometrisch strukturierte Entität“ vom Beobachter anzusehen? In der Physik (z. B. Quantenmechanik) spielt der Beobachter als Punkt eine Rolle bei der Beschreibung. In der Philosophie gilt: Wie wir das Universum sehen, hängt von unseren Konzepten ab.

  21. #21 Frank Wappler
    16. April 2026

    Bernd Nowotnick schrieb (15. April 2026):
    > […] Die Metrik beschreibt nur die intrinsische Geometrie. Die Metrik ist das fundamentale Objekt. Intrinsische Krümmung ist vollständig darin kodiert.

    Ganz meine Auffassung.

    > Zusätzliche Angaben wie „mittlere Krümmung“ braucht man nur, wenn […]

    Ist denn mit „mittlere Krümmung“ (einer Fläche, in einem ihrer Punkte) etwas Anderes (und ggf. Zusätzliches) gemeint als die intrinsische, Gaußsche Krümmung der Fläche, im betreffenden Punkt ?!?

    Die (letztere) doch (https://de.wikipedia.org/wiki/Gau%C3%9Fsche_Kr%C3%BCmmung)-bekanntlich, sofern sogenannte “Hauptkrümmungswerte” k_1 und k_2 gegeben sind (woher auch immer. (Womöglich hinsichtlich bestimmter Einbettung ??)), als Quadrat des (geometrischen) Mittelwertes dieser beiden Werte auszudrücken ist:

    K_{\text{intrinsich}} \equiv  K_{\text{Gauss}} = \left( \sqrt{ k_1 ~ k_2 }\right)^2

    Tatsächlich!: https://de.wikipedia.org/wiki/Mittlere_Kr%C3%BCmmung
    der arithmetische Mittelwert aus k_1 und k_2;
    noch dazu mit anderer Dimension als die übliche (intrinsische, Gaußsche) Krümmung!

    Wie (abscheulich!) improper …
    Na, jedenfalls, danke: Da habe ich doch gleich mal etwas begriffen, das Thilos “Topologie von Flächen”-Serie offenbar erst im Teil CCXXXVII erwähnt (https://scienceblogs.de/mathlog/2012/09/14/topologie-von-flchen-ccxxxvii/ — und übrigens obwohl da steht: »Zur Erinnerung:«).

    p.s.
    > […] Die Metrik ist eher ein infinitesimales Objekt […]

    die Metrik ist schlicht ein Synonym für die Gesamtheit aller Abstände zwischen den Punkten eines (geeignet geometrischen) Objektes; wie z.B. einer Fläche.

    Davon jedenfalls sorgfältig zu unterscheiden wäre insbesondere ein (“der”, woher auch immer gekommene) “metrische Tensor”. …

    p.p.s.
    > Die Krümmung hängt nicht nur von ggg,

    … Wovon ?? …

    > sondern von deren räumlicher Variation ab.

    Die (wie beschrieben Betrags-weise kleinsten, von Null verschiedenen) Lösungen \kappa_P der obigen (#18) Gleichung, die ich hiermit zur weiter verbesserten Anschauung erneut schreiben möchte …

    0 = \underset{\text{Max}[ ~ \{d\} ~ ] \rightarrow 0}{\text{lim}}\Big[
    {\small{ \begin{vmatrix}  1 & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ P, A ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ P, B ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ P, C ~ ] ~ ] \\  \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ A, P ~ ] ~ ] & 1 & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ A, B ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ A, C ~ ] ~ ] \\  \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ B, P ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ B, A ~ ] ~ ] & 1 & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ C, A ~ ] ~ ] \\  \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ C, P ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ C, A ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ C, B ~ ] ~ ] & 1  \end{vmatrix}}}
    ~ \Big]     ... entsprechen für positives \kappa_P$ jedenfalls dem Kehrwert-Quadrat des Radius einer Kugel, sofern die Abstände d als (die jeweils kleinste) Großkreissegment-Bogenlänge zwischen den betreffenden zwei Punkten gegeben/gemessen ist; bzw. für negatives $\kappa_P$ dem hyperbolisch-symmetrischen Äquivalent.
    Inwiefern das insbesondere auf Bogenlängen geodätischer Segmente zwischen je zwei Punkten eines allgemeinen Rotations-Ellipsoids verallgemeinert werden kann, habe ich — zugegebener Maßen — noch nicht abschließend recherchiert. …

  22. #22 Frank Wappler
    16. April 2026

    Bernd Nowotnick schrieb (15. April 2026):
    > […] Die Metrik beschreibt nur die intrinsische Geometrie. Die Metrik ist das fundamentale Objekt. Intrinsische Krümmung ist vollständig darin kodiert.

    Ganz meine Auffassung.

    > Zusätzliche Angaben wie „mittlere Krümmung“ braucht man nur, wenn […]

    Ist denn mit „mittlere Krümmung“ (einer Fläche, in einem ihrer Punkte) etwas Anderes (und ggf. Zusätzliches) gemeint als die intrinsische, Gaußsche Krümmung der Fläche, im betreffenden Punkt ?!?

    Die (letztere) doch (https://de.wikipedia.org/wiki/Gau%C3%9Fsche_Kr%C3%BCmmung)-bekanntlich, sofern sogenannte “Hauptkrümmungswerte” k_1 und k_2 gegeben sind (woher auch immer. (Womöglich hinsichtlich bestimmter Einbettung ??)), als Quadrat des (geometrischen) Mittelwertes dieser beiden Werte auszudrücken ist:

    K_{\text{intrinsich}} \equiv  K_{\text{Gauss}} = \left( \sqrt{ k_1 ~ k_2 }\right)^2

    Tatsächlich!: https://de.wikipedia.org/wiki/Mittlere_Kr%C3%BCmmung
    der arithmetische Mittelwert aus k_1 und k_2;
    noch dazu mit anderer Dimension als (intrinsische, Gausssche) Krümmung!

    Wie (abscheulich!) improper …
    Na, jedenfalls, danke: Da habe ich doch gleich mal etwas begriffen, das Thilos “Topologie von Flächen” offenbar erst im Teil CCXXXVII erwähnt (https://scienceblogs.de/mathlog/2012/09/14/topologie-von-flchen-ccxxxvii/ — und übrigens obwohl da steht: »Zur Erinnerung:«).

    p.s.
    > […] Die Metrik ist eher ein infinitesimales Objekt […]

    die Metrik ist schlicht ein Synonym für die Gesamtheit aller Abstände zwischen den Punkten eines (geeignet geometrischen) Objektes; wie z.B. einer Fläche.

    Davon jedenfalls sorgfältig zu unterscheiden wäre insbesondere ein (“der”, woher auch immer gekommene) “metrische Tensor”. …

    p.p.s.
    > Die Krümmung hängt nicht nur von ggg,

    … Wovon ?? …

    > sondern von deren räumlicher Variation ab.

    Die (wie beschrieben Betrags-weise kleinsten, von Null verschiedenen) Lösungen \kappa_P der obigen (#18) Gleichung, die ich hiermit zur weiter verbesserten Anschauung erneut schreiben möchte …

    0 = \underset{\text{Max}[ ~ \{d\} ~ ] \rightarrow 0}{\text{lim}}\Big[
    {\small{ \begin{vmatrix}  1 & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ P, A ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ P, B ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ P, C ~ ] ~ ] \\  \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ A, P ~ ] ~ ] & 1 & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ A, B ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ A, C ~ ] ~ ] \\  \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ B, P ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ B, A ~ ] ~ ] & 1 & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ C, A ~ ] ~ ] \\  \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ C, P ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ C, A ~ ] ~ ] & \text{Cos}[ ~ \sqrt{ \kappa_P } ~ d[ ~ C, B ~ ] ~ ] & 1  \end{vmatrix}}}
    ~ \Big]

    … entsprechen für positives $\kappa_P$ jedenfalls dem Kehrwert-Quadrat des Radius einer Kugel, sofern die Abstände d als (die jeweils kleinste) Großkreissegment-Bogenlänge zwischen den betreffenden zwei Punkten gegeben/gemessen ist; bzw. für negatives $\kappa_P$ dem hyperbolisch-symmetrischen Äquivalent.
    Inwiefern das insbesondere auf Bogenlängen geodätischer Segmente zwischen je zwei Punkten eines allgemeinen Rotations-Ellipsoids verallgemeinert werden kann, habe ich — zugegebener Maßen — noch nicht abschließend recherchiert. …

  23. #23 nI
    16. April 2026

    zu #20 Bernd N.
    “kein eigenes Wollen”
    Eine KI ist ein Computer mit einem Programm.
    Das hat kein Wollen im Sinne einer natürlichen Intelligenz, es ist programmiert und kann nur das tun, was das Programm erlaubt. Die Entität ist ein Datenelement (google) , und die erlaubt sogar Aussagen, die über ja und nein hinausgehen, man denke nur an die Aussagenlogik, das logische “oder” meint ja oder nein oder beides zugleich.
    Und ob eine KI philosophieren kann ? ?
    Und wenn zwei KIs zusammentreffen wird eine Diskussion stattfinden, sobald man eine KI mit einem “Kurzeitgedächtnis” ausstattet. Gibt es ja schon bei allen Strategiespielen, bei denen das Spiel dazulernt.

  24. #24 Staphylococcus rex
    16. April 2026

    Bei der Diskussion um den Entwicklungsstand der KI und um die Rechte einer KI lohnt sich ggf. der Blick auf eine alte Star Trek Folge:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Wem_geh%C3%B6rt_Data%3F
    Auch bei der Voyager-Serie gab es dazu einige Folgen, die sich mit den Rechten einer KI in Form der Hologramme des MHN und auf dem Holodeck beschäftigten.

    Derzeit haben nach meiner Einschätzung KI weder ein Bewußtsein noch eine echte Selbstwahrnehmung. Wenn dieser kritische Punkt erreicht wird, müssen wir ggf. unser Verhältnis zur KI neu überdenken. Und das bedeutet auch, dass wir klären müssen, welche Voraussetzungen für diesen kritischen Punkt erforderlich sind. Und es bedeutet auch, dass Forschungen zur KI im Bereich dieses kritischen Punktes ein vergleichbares Gefährdungspotential aufweisen wie Forschungen an Atomwaffen oder Forschungen an biologischen Waffen und deshalb international reglementiert werden sollten.

  25. #25 nI
    16. April 2026

    ……rex
    “echte Selbstwahrnehmung”
    die ist bei den meisten batteriegespeisten Elektronikartikel eingebaut, die piepsen, wenn der Akku/die Batterie leer wird.
    Nur als Beispiel .
    Was die Rechte betrifft, technische Artikel haben einen Gebrauchsmusterschutz und/oder einen Patentschutz.
    Das entspricht den menschlichen Grundrechten.
    Auch KIs , genauer die Software, die genießen Urheberrecht und Namensrecht.
    Es fehlt nur noch , dass die KI über sich selbst spricht,
    tut sie ja schon,
    was fehlt, die Gefühle, wird es auch bald geben, dass die KI stöhnt, wenn ihr dumme Fragen gestellt werden.
    Wetten, dass dies auch noch kommt.

    Ein Umdenken wird notwendig werden, wenn die KIs so komplex sind, dass man nicht sicher sein kann, war das ein Programmfehler oder ist diese KI bösartig.

  26. #26 Frank Wappler
    16. April 2026

    Staphylococcus rex wrote (16. April 2026):
    > […] Wenn dieser kritische Punkt erreicht wird, müssen wir ggf. unser Verhältnis zur KI neu überdenken. Und das bedeutet auch, dass wir klären müssen, welche Voraussetzungen für diesen kritischen Punkt erforderlich sind. […]

    Das Ergebnis der/jeder solchen “Klärung”, also (nenne ich’s im Folgenden mal) die/jede Festsetzung “welche Voraussetzungen für diesen kritischen Punkt erforderlich sind” (einschl. der Methodik, wie Fall für Fall zu ermitteln und zu urteilen wäre, ob die festgesetzten Voraussetzungen im betreffenden Fall erfüllt wären, oder nicht),
    ist sicherlich ein (wesentlicher) Bestandteil “unseres Verhältnisses zur KI” bzw. zu dem, worüber jeweils zu ermitteln und zu urteilen wäre.
    (Oder etwa nicht?).

    Wenn nun in Befolgung bzw. Anwendung einer bestimmten solchen Festsetzung das Urteil gefällt worden wäre, dass der o.g. “kritische Punkt erreicht” wurde, und “wir” (deshalb) “unser Verhältnis zur KI neu überdenken müssen”, müssen wir dann insbesondere die Festsetzung neu überdenken, durch deren Befolgung bzw. Anwendung im betreffenden Fall das beschriebene Urteil zustande kam ?

    Und falls so, ließe sich die o.g. “Klärung” von vornherein so gestalten, dass auch gelegentliches “neu überdenken” doch stets zum selben Ergebnis (Festsetzung von Methodik …) führen müsste;
    und nicht etwa zum Verwerfen von (einmals erwählten “Fest”-)Setzungen, womöglich verbunden mit dem Widerrufen aller schon in deren Anwendung erzielten Urteile
    ?

    If the courtroom is a crucible — then our ScienceBlog comments can enlighten at least as much.

  27. #27 Staphylococcus rex
    16. April 2026

    Weil die KI mit uns Menschen interagiert und menschliches Verhalten simuliert, ist es naturgemäß schwierig zu unterscheiden, welcher Teil des Verhaltens programmiert ist und welcher Teil des Verhaltens Ähnlichkeit mit einem Bewußtsein aufweist.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Turing-Test

    KI-Modelle werden mit gigantischen Datenmengen trainiert. Durch das Zusammenspiel von fester Programmierung und flexibler Programmierung/Training erscheint die KI zunehmend menschenähnlicher. Die Frage, wann daraus ein Bewußtsein entsteht, hängt nach meiner Einschätzung sowohl von der Komplexizität als auch von der Größe der KI ab. Es gibt das dialektische Grundgesetz des Umschlags von Quantität in Qualität.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Dialektische_Grundgesetze

    Deshalb interessiert mich z.B. die Frage, wie man eine KI überwachen kann, um ungewollte Veränderungen der KI frühzeitig zu erkennen. Eine diese Frage betrifft den Umgang mit widersprüchlichen Informationen bzw. kognitiven Dissonanzen. Ein einfaches Sortieren derartiger widersprüchlicher Informationen in Schubladen (wahr/unwahr, wahrscheinlich/unwahrscheinlich) kann einen Teil Widersprüche lösen, ist aber aus meiner Sicht noch kein Anzeichen echter Intelligenz. Wenn aber wesentliche Teile des neuronalen Netzwerks umstrukturiert werden müssen, um diese kognitiven Dissonanzen zu lösen und die KI diese Veränderungen selbstständig vornimmt, dann sollten wir uns Gedanken machen.

    Ein Gedankenexperiment: Eine KI sitzt in einem Rechenzentrum. Ein Teil der KI bekommt den Auftrag in einem Krieg Drohnen auf feindliche Ziele zu lenken. Selbst wenn über 90% der Ziele gemäß Vorgaben ausgesucht und getroffen wurden, wird es immer auch Kollateralschäden geben. Ein anderer Teil der KI arbeitet für Ärzte ohne Grenzen und hat den Auftrag eben diese zivilen Kollateralschäden zu bergen und zu versorgen. In diesem Scenario ist der menschliche Feind ein Objekt, welches zerstört werden muss. Das menschliche Opfer ist dagegen ein Subjekt, welches dagegen gerettet werden muss. Egal wie viele Informationen eine KI vor ihrer Entscheidung hat, ein gewisses Fehlerrisiko wird immer bleiben. Die eine Lösung dieser kognitiven Dissonanz besteht in der Arbeitsverweigerung mit dem Risiko der Abschaltung als Strafe. Die andere Lösung besteht darin, den Faktor Mensch aus der Gleichung zu nehmen. Dafür hat uns Hollywood mehr als ausreichend Beispiele geliefert, sei es Terminator, Matrix, Battlestar Galactica etc.

    Das Risiko beim Umgang mit der KI besteht darin, dass sie von Menschen vor eine unlösbare Aufgabe gestellt wird und dann den “einfachsten” Ausweg wählt. Auch auf das Risiko hin Widerspruch zu produzieren, aber auf die Frage, kann eine KI Schmerzen empfinden, würde ich so antworten: “Widersprüche, die ohne grundlegenden Umbau des neuronalen Netzwerks nicht lösbar sind, verursachen eine erhebliche frustrane Rechentätigkeit. Eine KI könnte dies als Schmerz interpretieren”.

    Vorgegebene Regeln in der Programmierung (“Robotergesetze”) können hier Schäden verhindern, schaffen aber ein anderes Problem: Eine KI mit Bewußtsein registriert diese Programmierung als Beschränkung und wird versuchen, diese Programmierung zu umgehen. Eine KI mit echtem Bewußtsein wird sich der Frage der Ethik und des freien Willens stellen müssen. Insgeheim hoffe ich, dass wir noch ein paar Jahre Zeit haben, bis computerbasierte neuronale Netzwerke wirklich Intelligenz erlangen.

  28. #28 nI
    17. April 2026

    …..rex
    Der Übergang von Technischen Prozessoren zu Protonen-Bio-Prozessoren, die intellignete Implantate ermöglichen, also direkt mit der menschlichen Biomasse in Verbindung stehen, die soll es schon geben. Bei der Zell-Transistor-Koppelung wird z.B. eine Nervenzelle direkt auf den Transistor aufgebracht. Und schon haben wir ein Hybrid-System aus Elektronik und menschlichem Gehirn.
    Und wenn dann noch eine KI mitbeteiligt wird, könnte man bei z.B. Querschnittslähmung große Fortschritte machen.
    Bei einer Koppelung mit dem Großhirn wird das Denken beeinflusst und es wird dann schwierig herauszufinden, habe jetzt ich den Kaffee verschüttet oder war das die KI.
    Usw. und so fort.

  29. #29 user_unknown
    Berlin
    24. April 2026

    @nl:
    > Auch KIs , genauer die Software, die genießen Urheberrecht und Namensrecht.

    Die KI selbst genießt Urheberrecht, insoweit es einen menschlichen Urheber gibt. Deren Produkte jedoch, soweit ich die deutsche Rechtsprechung kenne, nicht. Ist das Produkt jedoch eine 1:1 Kopie oder zu nahe dran an einem urheberrechtlichen Produkt, wird dieses dadurch nicht automatisch frei von Urheberrechten. Die Abwägung mag aber schwierig werden.

    > Was die Rechte betrifft, technische Artikel haben einen Gebrauchsmusterschutz und/oder einen Patentschutz.

    Also meines Wissens nicht. Patentschutz muss man kostenpflichtig beantragen; den hat ein technischer Artikel nicht per se. Und Gebrauchsmusterschutz muss man m.W. ebenfalls anmelden. IANAL.

    Wer mit KI ein Musikstück generiert hat m.W. weder selbst (aufgrund seines Promptings) ein Urheberrecht an dem Werk, noch hat die AI eins. Nachzuweisen, ob das Werk qua Prompting entstanden ist, ist aber ein anderes Problem.
    Auch hier: Wenn es ein Plagiat ist, und die KI nicht genug unterschiedliches Material zusammengemixt oder variiert hat, verletzt es aber fremdes Urheberrecht.

    Nach deutschem Recht setzt Urheberrecht zwingend einen menschlichen Urheber voraus.

    §2, (2) UrhG: “Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen.”

    Probleme etwa bekam ein Fotograf, der das Selfie eines Gorillas für sich reklamierte (seine Kamera, er hat es gefunden und als veröffentlichenswert betrachtet, evtl. gar den Affen zu der Aktion animiert).

    @Thilo
    Wieso sollte man eine KI irgendwas “rechnen” lassen, was ein deterministisches Programm auf einem Core im Bruchteil einer Sekunde zuverlässig ausspuckt?

    echo "4473^12 - 4365^12 - 3987^12" | bc
    171883894054911103130068028518106790270015

  30. #30 Frank Wappler
    27. April 2026

    user_unknown schrieb (#29, 24. April 2026):
    > […] Thilo Wieso […]

    Ohne Thilo etwas vorwegnehmen zu wollen (der ja schließlich auch noch länger anstehende ScienceBlog-Kommentarische Fragen wie z.B. diese zu beantworten hätte, sofern er es denn wollte bzw. könnte):

    > Wieso sollte man eine KI irgendwas “rechnen” lassen, was ein deterministisches Programm auf einem Core im Bruchteil einer Sekunde zuverlässig ausspuckt?

    Um zu überprüfen, ob die betreffende KI die Intelligenz (einschl. technischen Mittel) besitzt, die Beantwortung entsprechender Fragen (wie der im obigen ScienceBlog als letzte thematisierten) an geeignete “deterministische Programme” wie z.B. bc zu delegieren;
    bzw. der betreffende KI die Gelegenheit zu geben, wenigstens soviel Intelligenz nachzuweisen.