Carleson wurde zunächst 1962 durch die Lösung des Corona-Problems bekannt. (Der Name bezieht sich darauf, dass man die Corona des Hardy-Raums – einem gewissen Funktionenraum – definiert als Menge derjenigen Maximalideale, die nicht im Abschluß der Menge der einen Punkt annullierenden Maximalideale liegen. Carleson bewies, dass letztere dicht liegen, es also keine Corona gibt.)
Seine Suche nach einem Gegenbeispiel zu Lusins Vermutung war zwar nicht erfolgreich, stattdessen gelang ihm aber 1966 überraschend ein Beweis von Lusins Vermutung für L2-Funktionen.
Der Beweis war sehr schwer zu lesen, er wurde im Folgejahr noch von Hörmander vereinfacht. Carleson ging davon aus, dass sein Beweis für alle p>1 funktioniert und tatsächlich wurde das zwei Jahre später von Richard Hunt bewiesen. Der Satz in seiner allgemeinen Form wird deshalb als Satz von Carleson-Hunt bezeichnet.

Bild: https://digitaltmuseum.se/011014036411/professor-lennart-carleson-uppsala-mars-1966

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Kommentare (4)

  1. #1 Fluffy
    18. Februar 2021

    Einen Moment dachte ich: Ah!,Mal ein unpolitischer Artikel in dieser Zeit.

    Die Geschichte der Mengenlehre begann ..

    Aber

    Carleson wurde zunächst 1962 durch die Lösung des Corona-Problems bekannt. …. Carleson bewies, dass letztere dicht liegen, es also kein Corona gibt

    dann doch
    Corona-Leugner schon immer und überall

  2. #2 Beobachter
    18. Februar 2021

    OT: @ Fluffy:

    Eigentlich ist ja alles politisch. 🙂
    Selbst die Mathematik bzw. die Bedingungen/Umstände, in denen sie stattfindet – und wie/wozu sie angewandt wird.

    Zur Unterscheidung von “Corona” in der Mathematik, “Corona” im Brauwesen und “Corona” im Gesundheitswesen/in der Virologie, Epidemiologie muss man halt genauer hinsehen …
    Meistens führt “Corona” jedoch in die Krise … 🙁

    https://www.fr.de/politik/corona-bier-krise-brauerei-stellt-produktion-13641329.html

    “FALSCHER NAME ZUR FALSCHEN ZEIT
    Bier in der Krise: Vorerst kein frisches „Corona“ mehr
    … ”

    https://de.wikipedia.org/wiki/Corona_(Bier)

  3. #3 Fluffy
    18. Februar 2021

    Eigentlich ist ja alles politisch.

    das ist mir jetzt zu humorlos und pauschal

    “FALSCHER NAME ZUR FALSCHEN ZEIT
    Bier in der Krise: Vorerst kein frisches „Corona“ mehr… usw.

    Die Brauer sollten sich mal ein Beispiel an der Mathematik nehmen.
    Erfinde eine injektive Abbildung der Menge aller Flaschenetiketten die Corona enthalten auf eine Mege mit unverfänglicher Bezeichnung und etikettiere alle Flaschen um. Der Inhalt der Flasche bleibe davon unberührt. Und das Maß der Biermengen bleibt erhalten, bis auf einer Menge vom Maß Null Promille.

  4. #4 echt?
    18. Februar 2021

    Danke!