Um Missverständnisse zu vermeiden, eines im Voraus: Rauchmelder sind eine empfehlenswerte Präventionsmaßnahme. Sie sind erschwinglich und können Leben retten. Brände sind auch in Deutschland nach wie vor eine nicht zu unterschätzende Todesursache. 361 Sterbefälle durch Brände verzeichnet die Todesursachenstatistik für das Jahr 2024, darunter haben sich 271, drei Viertel, im häuslichen Bereich ereignet, also da,…

Übergewicht ist eine komplizierte Sache, darüber besteht weitgehend Konsens. Wie kompliziert, veranschaulicht ein Projekt „Foresight Tackling Obesities: Future Choices – Building the Obesity System Map“ der britischen Regierung. Der Bericht dazu beginnt ironisch mit einem Zitat von Luc Hoebeke: „Never confuse a model with the complex reality underneath”. Dann folgt eine weitere Erläuterung der Autoren…

Der Krankenstand ist eine Kennziffer, in der sich gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Aspekte zugleich widerspiegeln: der Gesundheitszustand der Beschäftigten, der soziale Umgang mit Krankschreibungen und die ökonomischen Folge der Krankschreibungen, vor allem bei der Lohnfortzahlung und beim Produktionsausfall. Das macht den Krankenstand zu einer sozialpolitisch hochbrisanten Zahl. Insofern kommt es nicht unerwartet, dass in der…

Zu manchen Sachen fällt mir inzwischen nicht mehr viel mehr ein als ein sarkastisches „Don’t look up!“, Titel der finsteren, unseren Umgang mit nahenden Katastrophen persiflierenden Komödie von Adam McKay. Gerade ist der “2025 report of the Lancet Countdown on health and climate change” erschienen. Ein dramatischer Weckruf, der wie so viele zuvor und vermutlich…

Das Statistische Bundesamt hat jetzt auch die Daten der Todesursachenstatistik zu den Suiziden 2024 veröffentlicht. Deutschlandweit wurden 10.372 Suizide dokumentiert. Hinzu kommt eine Dunkelziffer z.B. für unerkannte Suizide unter den Verkehrsunfällen. Gegenüber dem Vorjahr mit 10.304 Suiziden gab es also erneut eine leichte Zunahme um 68 Fälle (0,7 %). Der Anstieg geht auf weibliche Suizide…

Das Jahr 2021 stand gesundheitspolitisch unter dem Zeichen der Coronakrise. Trotzdem mussten auch andere Sache organisiert werden, und dabei ging es dann manchmal etwas weniger sorgfältig zu als sonst. In Bayern wurde 2021 das bis dahin im „Gesundheitsdienst- und Verbraucherschutzgesetz (GDVG)“ gemeinsam geregelte Aufgabenfeld von Öffentlichem Gesundheitsdienst, Veterinärdienst und gesundheitlichem Verbraucherschutz auf zwei „Stammgesetze“ verteilt:…

Bekanntlich sind wir alle für mehr Prävention und es sind auch alle für mehr Digitalisierung und eine bessere Nutzung von Gesundheitsdaten. Diesem diffusen Common Sense kommt der Koalitionsvertrag von Union und SPD entgegen: „Krankheitsvermeidung, Gesundheitsförderung und Prävention spielen für uns eine wichtige Rolle. Wir sprechen Menschen, insbesondere Kinder, zielgruppenspezifisch, strukturiert und niederschwellig an. Die bestehenden…

Geht mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen auch eine grundsätzliche Veränderung der Verfügungsmacht über Produkte und Dienstleistungen einher? Ein paar vorläufige Gedanken dazu nebenan, Diskussion dazu auch gerne nebenan.

Der ExpertInnenrat „Gesundheit und Resilienz“ der Bundesregierung hat gerade seine 14. Stellungnahme veröffentlicht. Es geht um die Verbesserung der wissenschaftlichen Politikberatung. Ob die vorgeschlagene Lösung sinnvoll ist, wäre zu diskutieren. Beim „Observer Gesundheit“ gibt es dazu ein paar kritische Gedanken.

Darüber, dass die psychische Gesundheit eine der großen gesundheitspolitischen Herausforderungen der Gegenwart darstellt, besteht in der Fachöffentlichkeit seit langem Konsens. Ebenso darüber, dass gesundheitspolitische Vorhaben in diesem Bereich umso bedarfsgerechter ausgerichtet werden können, je besser die Datenlage ist und je datengestützter die Diskussion zum Handlungsbedarf stattfindet. Das WHO-Regionalbüro Europa hat dazu 2022 seinen Handlungsrahmen für…