Hier im Blog hatte ich schon mehrfach von Tagungen bei der Evangelischen Akademie Tutzing berichtet, zuletzt einer über das Menschenbild in der Medizin. An diesem Wochenende ging es um die Frage, wie gegenwärtig mit Tod und Sterben umgegangen wird, wie sichtbar oder unsichtbar das Sterben im Alltag ist, wie unsere Vorstellungen von Tod und Sterben…

Putins Angriffskrieg hat dazu geführt, dass die Bundesregierung künftig mindestens 2 % des Bruttoinlandprodukts für die Bundeswehr ausgeben will. Die Verteidigungsausgaben waren schon in den letzten Jahren stetig gestiegen und lagen 2020 bei 1,4 % des Bruttoinlandsprodukts. Deutschland ist bereits damit eines der Länder mit den weltweit höchsten Rüstungsausgaben. Im internationalen Vergleich liegen den SIPRI-Daten…

Vor zwei Jahren hat der Deutsche Bundestag bei der Organspende für die Zustimmungsregelung und gegen die Widerspruchsregelung entschieden. In Deutschland muss man aktiv zustimmen, Organspender zu sein. 2020 wurden in Deutschland 3.518 Organe transplantiert. In gut der Hälfte waren es Nierentransplantationen, knapp ein Viertel Lebertransplantationen und je ein Zehntel Herz- bzw. Lungentransplantationen. Der Bedarf ist…

Wenn Sie das „Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit“ nicht kennen, könnte es daran liegen, dass es dieses Institut noch nicht gibt. Es soll erst errichtet werden. Im Koalitionsvertrag der Ampel heißt es: „Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geht in einem Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit am Bundesministerium für Gesundheit auf, in dem die Aktivitäten im Public-Health Bereich,…

Die moderne Medizin hat ein Janusgesicht: Einerseits hat sie uns lebensrettende Behandlungsmöglichkeiten eröffnet, die vor 100 Jahren noch als Science Fiction gegolten hätten – von den Antibiotika bis zur Nierentransplantation, andererseits geht der Medizinbetrieb in den reichen Ländern mit einem Überangebot unnötiger und nicht selten auch schädlicher Behandlungen einher, von denen nur der medizinisch-industrielle Komplex…

Wahr ist, dass die WHO ein Moratorium bei den Auffrischimpfungen in den reichen Ländern fordert, solange in den armen Ländern so viele Menschen noch gar nicht geimpft sind. Unwahr ist, dass die Weltbank daraufhin auch ein Moratorium gefordert hat, dass die Menschen in den reichen Ländern noch mehr Geld anhäufen, solange in den armen Ländern…

In Deutschland hatte es die öffentliche Gesundheit nach dem Krieg schwer. Die Nationalsozialisten hatten 1934 die Gesundheitsämter als flächendeckende Struktur geschaffen und als Infrastruktur für ihre Medizinverbrechen benutzt. Die Sozialhygiene ist damals zur Rassenhygiene mutiert, eine zutiefst bösartige Mutation. Als Konsequenz daraus hat man nach 1945 die Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung weitgehend entstaatlicht…

Vor einer guten Woche hatte ich hier gefragt, wie es jetzt, nachdem die epidemiologische Entwicklung trotz der Zunahme diagnostizierter Fälle eigentlich ganz positiv aussieht, coronapolitisch weitergehen sollte. Die Autorengruppe um Matthias Schrappe, die seit Monaten mit ihren Thesenpapieren die Coronapolitik in Deutschland kritisch, aber ohne Obskurantentum, begleitet, hat heute hat heute ihr viertes Thesenpapier in…

Heute ist im Wirtschaftsteil der Süddeutschen Zeitung ein Essay von Marc Beise zur Rolle des Lockdowns für die Wirtschaft erschienen. Beise leitet die Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen und ist in normalen Zeiten marktliberal unterwegs. Daher mag es manchen irritieren, wenn er schreibt: „Anders als viele denken, wurde die Wirtschaftskrise nicht durch den staatlich verordneten ‚Lockdown‘ ausgelöst.…

Lippenbekenntnisse zum Öffentlichen Gesundheitsdienst gab es in den letzten Jahren viele. Ob es um Masernausbrüche ging, um SARS, EHEC oder auch um die Flüchtlingskrise und die Notwendigkeit, schnell die notwendigen Erstuntersuchungen durchzuführen: Immer konnte man hören, wie wichtig der ÖGD sei. Kurz danach konnte man dann z.B. im Ärzteblatt wieder lesen, wie gravierend der Personalmangel…