Kommentare (9)

  1. #1 Clemens Robbenhaar
    Berlin
    12. Januar 2015

    Ab 8200 Metern Tiefe gibt es nicht einmal mehr theoretisch eine Chance für Fische.

    Wieder was gelernt. Bisher hatte ich dem Bericht geglaubt, dass Picard und Walsh bei ihrem Tauchgang mit der Trieste noch einen Plattfisch an ihrem tiefsten Tauchpunkt im Mariannengraben ausgemacht haben. Kein Gerücht aus dem Internet, sondern aus einem gedrucken Buch (von 1971). 😉

  2. #2 Bettina Wurche
    13. Januar 2015

    @ Clemens: Guter Einwand.
    Hier steht was von einem Fisch auf dem Grund. Wenige Sätze später wird die Tiefe mit 6300 Faden angegeben.
    https://www.deepseachallenge.com/the-expedition/1960-div
    Nach meiner Umrechnung sollte das in 11 521.44 Metern Tiefe sein.
    Ich bin aber nicht ganz sicher, inwieweit die Existenz des Fisches in dieser Tiefe “wissenschaftlich korrekt” nachgewiesen ist. Ich hatte den Eindruck, die Beobachtung hätte eher anekdotischen Wert gehabt.
    Naja und ganz im Ernst: Als Biologe sollte man niemals “Nie” sagen. Die Viecher sind uns meistens doch ume eine Nasenlänge voraus und entwickeln noch irgendeinen unwahrscheinlichen Gimmick, mit dem es dann trotzdem geht. Ich denke da an die Fische mit Frostschutzmittel in der Antarktis oder Schlammspringer, die in Bäumen rumturnen.
    : )

  3. #3 Alderamin
    13. Januar 2015

    @Bettina

    In noch größerer Tiefe wurde der Druck Zellen einfach zerquetschen.

    Ich dachte immer, die Zellen seien mit Wasser gefüllt und dieses sei nicht kompressibel.

    Dann besteht wohl auch keine Chance, so ein Tier mal lebendig an die Oberfläche zu bringen? Haben die eine Schwimmblase? Dann wohl kaum. Oder nur gaaanz langsam.

    Verblüffend übrigens, dass Pottwale trotzdem sehr tief tauchen können (in Wikipedia steht was von bis zu 3000 m). Und das mit Luft in der Lunge (und nicht etwas Helium-Luft-Gemisch). Der Wahnsinn.

  4. #4 Bettina Wurche
    13. Januar 2015

    @ Alderamin. Ich bin leider keine Physiologin. Allerdings bauen Tiefseetintenfische auch Ammoniak ein, das muss also irgendeinen Vorteil haben.
    Pottwale tauchen keinesfalls mit Luft in der Lunge ab! Wale atmen vor dem Abtauchen aus, der Brustkorb wird nachweislich komprimiert (ein Navy-Delphin hatte mal in ca 200 m Tiefe ein Selfie geschossen, da konnte man das gut sehen).
    Der Sauerstoff geht dann ins Blut und weiter in die Muskulatur über.
    Sie entleeren auch ihren Darm vor dem Abtauchen, ich könnte mir vorstellen, dass dieser Bereich dann auch zusammengedrückt wird.

  5. #5 Alderamin
    14. Januar 2015

    @Bettina

    Pottwale tauchen keinesfalls mit Luft in der Lunge ab!

    Danke, wieder was gelernt 🙂

  6. #6 Alderamin
    14. Januar 2015

    @Bettina

    Hmm, und was blasen die nach dem Auftauchen wieder aus? CO2 aus dem Blut, das während des Aufstiegs wieder in die Lunge diffundiert? Muss ja dann wohl…

  7. #7 Tontaube
    21. Januar 2015

    @Bettina Wurche

    Kennen Sie eine Seite, wo man Fotos in hochauflösend von Tiefseefischen finden kann? Ich finde nur Katzenbilder..

  8. #8 Bettina Wurche
    21. Januar 2015

    @ Tontaube. Ich kenne nur die üblichen Institutsseiten und Medien in der üblichen Auflösung. Das wundert mich auch nicht, weil solche Bilder von ROVs gemacht werden und damit ihren Preis haben. Da würde ich auch pedantisch auf mein Copyright achten und keine hohe Auflösung offen ins Netz stellen. : )
    Das beste Schlagwort ist “deep sea fishes”, darunter finden sich erstaunlich viele Nicht-Katzen.