Schnabelwale tauchen extrem lange und tief, an der Wasseroberfläche verhalten sie sich möglichst unauffällig: Das Leben der mittelgroßen Zahnwale ist geprägt von ihrer Furcht vor Orcas. Äußerlich sehen sie wie zu groß geratene Delphine aus, ihr auffallendstes Merkmal ist die oft seltsame Bezahnung: Bei den meisten Arten tragen nur erwachsene Männchen zwei bis vier Zähne…

Eine Theorie für Haibisse gerade an der Meeresoberfläche ist, dass Haie Surfer mit Robben verwechseln. Die fetten Meeressäuger sind für Haie eine nahrhafte und sehr attraktive Beute. Die in wärmeren Gewässern lebenden Seelöwen haben gestreckte schlanke Körper und vier große schwarze Flossen – dadurch erinnert ihr Umriss definitiv an Surfer in schwarzen Neoprenanzügen, die auf…

Vor etwa 45 Millionen Jahren war dort, wo heute Halle liegt, eine Sumpflandschaft in paratropischem Klima. Paratropisch bedeutet: warm und feucht wie in den Tropen, aber mit Jahreszeiten. Der Wald war durchzogen von Bachläufen und anderen kleinen Gewässer und Mooren. Bevölkert war diese Landschaft des Eozäns von kleinen Urpferden, die eher wie heutige Ducker-Antilopen aussahen,…

Im Auge des Schwarms – von Fischen, dem Meer und dem Leben heißt Helen Scales` neues Sachbuch (Eye of the Shoal: A Fishwatcher’s Guide to Life, the Ocean and Everything, 2018). Die promovierte Biologin, Taucherin und erfolgreiche Autorin verwebt Fischforschung mit Anekdoten, Mythen und eigenen Erlebnisse virtuos und begeistert, in ihrer ganz eigenen bildhaften Wortwahl.…

Auf Meertext stelle ich manchmal ausgewählte Bücher vor, deren Themen mich besonders reizen. Patrik Svenssons “Das Evangelium der Aale” ist so eines! Schon im letzten Jahr erschienen, wollte ich es eigentlich vor Weihnachten noch schnell durchlesen und dann im Adventskalender bringen. Das hat dann leider nicht geklappt. Aber hier kommt es nun – der Aal…

Winzige Löcher in drei fossilen Muschelschalen zeigen: Vor 75 Millionen Jahren haben hungrige Oktopusse die Schalen durchbohrt, um an den weichen Muschel-Körper zu kommen. Mit diesem Fund datieren die Paläontologen Dr. Adiel Klompmaker (Kurator für Paläontologie, Alabama Museum of Natural History) und Dr. Neil Landman (Kurator emeritus, Fossil Invertebrates, American Museum of Natural History) diese…

Im Golf von Mexiko leben eine ganze Reihe von Walen, darunter auch große Arten wie Bartenwale oder Pottwale. Regelmäßig führen Teams von National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) und verschiedener Universitäten Surveys und Monitorings durch, um zu überprüfen, welche Wale wo sind und wie es den Beständen geht. Seit den 1990 er Jahren sind einige…

Wer vor einem der ehrfurchtgebietende Dinosaurier-Skelette eines T-Rex steht, ist erst einmal mit ehrfürchtigem Staunen über die schiere Größe beschäftigt. Spätestens nach einem Blick auf die Zähne ist man im Mesozoikum angekommen – aus der Perspektive der Beute. Die Frage, wie es am anderen Ende des Dinosauriers zu Lebzeiten ausgesehen haben könnte, kommt meist erst…

Narwale gibt es wirklich! Der 4 bis 5,30 Meter große und 1000 bis 1600 Kilogramm schwere Zahnwal lebt in Gruppen im arktischen Ozean. Er gehört, wie auch der Weißwal (Beluga, Delphinapterus leucas), zu den Gründelwalen. Der Körper ist gedrungen, der rundliche Kopf bildet keinen Schnabel. Eine Rückenflosse fehlt und die Schwanzflosse ist ungewöhnlich geformt: Der…

Ein Walross-Schädel und ein Walross-Baculum liegen vor mir. Wahnsinn! Das Walross (Odobenus rosmarus) ist eine der gewaltigste Robben. Männchen werden bis zu 3,6 Meter lang und bis zu 880-1,557 Kilogramm schwer, Weibchen bleiben etwas kleiner. Dementsprechend King Size sind auch die einzelnen Körperteile. Mit den zwei gewaltigen Hauern im Oberkiefer kratzen Männchen und Weibchen Muscheln…