Die von dicken Eispanzern bedeckten Monde der Gasriesen Jupiter und Saturn sind in unserem Sonnensystem mitllerweile heiße Kandidaten für die astrobiologische Forschung. Was macht sie als potentielle Träger von außerirdischem Leben so interessant?

Wichtig: Wegen der sich stetig verändernden Corona-Situation ist noch nicht endgültig klar, ob der Vortrag live oder online wird. Das wird sich erst kurzfristig entscheiden. Um Anmeldung wird hier gebeten.

Weitere Termine sind in Planung.

 

Mein Vortragsprogramm zum Buchen

Eine Übersicht über meine Vortrags-Themen gibt es hier.
Alle Vorträge und Präsentationen sind allgemein verständlich ausgearbeitet, laufen schnörkellos auf Powerpoint und dauern nach Absprache – meist 45 Minuten.
Sie können bei mir von jeder/m und für jede/n gebucht werden, live oder online – für Verein, Schule, Museum, Event oder private Veranstaltungen. Honorar und Reisekosten nach Absprache.

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Kommentare (12)

  1. #1 Staphylococcus rex
    25. April 2022

    Die Wüstenplaneten in der Science fiction sind grandiose Kulissen für ganz großes Kino. Leider haben sie alle einen ganz bösen Makel: die Protagonisten in Großaufnahme sähen mit Atemgerät nur halb so beeindruckend aus, deshalb haben die meisten Wüstenplaneten eine Sauerstoffatmosphäre. Dummerweise ist die primäre Atmosphäre eines Planeten nie eine atembare Sauerstoffatmosphäre. Eine Uratmosphäre ohne Sauerstoff bedeutet, dass Einzeller diesen Sauerstoff erst durch Photosynthese produzieren mussten, und zumindest auf der Erde haben sie es in den ersten Ozeanen getan, und ich kann mich schwerlich die Produktion derartiger Mengen an Sauerstoff ohne einen Urozean vorstellen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Entwicklung_der_Erdatmosphäre
    https://de.wikipedia.org/wiki/Große_Sauerstoffkatastrophe

    Ein besonders krasses Beispiel für einen unmöglichen Wüstenplaneten ist Crematoria, ein Gefängnisplanet aus einem der Riddick-Filme, bei einer Umlaufbahn ähnlich unserem Merkur dürfte überhaupt keine Atmosphäre vorhanden sein, von einer Sauerstoffatmosphäre ganz zu schweigen.

  2. #2 Bettina Wurche
    25. April 2022

    @Staphylococcus rex: Krankt daran nicht fast jeder SF-Film? 🙂 Wüsten sind allerdings, wie Du ja auch schreibst, epische Kulissen und bergen ganze Berge von Metaphern.
    Ja, nicht alle Organismen haben sich über den bösen Sauerstoff gefreut.
    Riddick habe ich, wie Star Wars, eher als Märchen aufgefasst. Die Weltraumsituation ist da ja eher Kulisse, als durchdachte Science Fiction.

  3. #3 Staphylococcus rex
    25. April 2022

    @Bettina Wurche, die Frage nach einem gerade noch bewohnbaren Wüstenplaneten ist einfach eine spannende Frage, die einen zwingt, mit anderen Augen auf unseren Planeten zu schauen. Zum Beispiel frage ich mich, ob es auf einem Wüstenplaneten so etwas wie eine Plattentektonik geben würde, die Subduktionszonen liegen alle innerhalb oder am Rande von Ozeanen, ich bin zuwenig Spezialist auf diesem Gebiet, aber was wäre, wenn Wasser als „Schmiermittel“ für die Subduktion und damit für die Plattentektonik erforderlich ist? Ohne Plattentektonik wiederum gibt es zwar Vulkanismus und Grabenbrüche, aber keine Faltengebirge, was wiederum die Form der Landschaft beeinflusst. Die Plattentektonik wiederum führt zu einem dauerhaften, aber gemäßigten Vulkanismus, während sich ohne Plattentektonik der Vulkanismus eher in Form von Flutbasalten als katastrophale Großereignisse manifestieren könnte.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Magmatische_Großprovinz
    https://de.wikipedia.org/wiki/Venus_(Planet)

    Ich gebe aber auch zu, wenn bei einem Film die Logikfehler gut versteckt sind und zumindest der präsentierte Handlungsstrang in sich schlüssig ist, bin ich gern bereit ein Auge zuzudrücken. Nur die Logikfehler, die bereits beim ersten Zuschauen eine mentale Abwehrreaktion hervorrufen, die schmälern den Genuß erheblich. Für den Zuschauergenuß bin ich auch gern bereit, mich betrügen zu lassen, eine Weltraumschlacht ohne Toneffekte wäre zwar richtig, aber langweilig.

  4. #4 Bettina Wurche
    26. April 2022

    @Staphylococcus rex: Deine Begeisterung ist genau das Ziel des Vortrags: Nachdenken, diskutieren und dann die Logikfehler ausblenden, zurücklehnen und genießen. Danke dafür!
    Ich muss zugeben, dass mich “Dune” und “Der Marsianer” auch einfach durch die Wahnsinns-Aufnahmen begeistert haben.
    Außerdem dürfen wir nie vergessen, dass wir beim Faktencheck immer erdverbunden denken. Was haben wir über das binäre System gelacht, als Lucas Tattoines Wüste von zwei Sonnen bestrahlen ließ. Und dann kam auf einmal Kepler und wies wirklich binäre Systeme nach, sogar mehrere.
    Frank Herbert hatte bei “Dune” übrigens sogar schon den Aspekt der Klimakrise und der global steigenden Temperaturen im Sinn.
    Die Wüstenszenarien bergen einfach viel Stoff zum Erzählen, viele Anknüpfungspunkte zu Irdischem und etwas Ausblick auf ferne Welten.

  5. #5 Paul
    1. Mai 2022

    Frau Wurche, da Sie offensichtlich zur vorsichtigen Fraktion gehören, vorsorglich der Hinweis, dass in manchen Veranstaltungshäusern die Maskenpflicht abgeschafft wurde, nicht dass Sie eine für sich unangenehme Überraschung erleben. Im Deutschen Museum in München beispielsweise finden seit 3. April täglich Vorführungen und sonstige Veranstaltungen ohne Maskenpflicht statt.

  6. #6 Bettina Wurche
    2. Mai 2022

    @Paul: Danke für die Info! Ja, das ist mir bewußt.

  7. #8 RPGNo1
    9. Juni 2022

    Noch mehr Dinos. Forscher entdecken einen 10 m langen Spinosaurus auf der Isle of Wight.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/forscher-finden-riesigen-raub-dinosaurier-a-fecddd34-8dac-483e-841b-709efb91617d

  8. #9 Bettina Wurche
    9. Juni 2022

    @RPGNo1: Danke!!! Das passt ja wunderbar zur aktuellen Jurassic Park-Stimmung! Dinos und Co sind eben ein Dauerbrenner : )

  9. #10 RPGNo1
    26. Juni 2022

    @Bettian Wurche

    Auf SWR3 gibt es einen Podcast des Moderators Kristian Thees mit der Tiefseeforscherin Antje Boetius. Könnte dich das interessieren?

    https://www.swr3.de/podcasts/promi-talk-mit-thees-102.html

  10. #12 Bettina Wurche
    27. Juli 2022

    @RPGNo1: Sorry, darauf hatte ich gar nicht geantwortet: Ja, SF hilft beim Lernen mit Spaß! So hatte Hubert Zitt seinen US-amerikanischen Studierenden in dne USA bei einem Gastsemester Integralrechnung u a beigebracht. Und bei SF-Events wie unseren SpaceDays ködern wir Kiddies für MINT-Fächer : )
    http://www.spacedays.de/