Bettina Wurche

Die Biologin und Journalistin Bettina Wurche hat in Hamburg Zoologie, Fischereiwissenschaft und Geologie/Paläontologie studiert. Nach Stationen zu Wasser (Forschungsreisen und Öko-Tourismus zwischen Arktis und Antarktis), zu Lande (Museen und Geopark) und im Tagebau (Geo-Tourismus) schreibt und spricht sie jetzt als Freelancer für verschiedene Institutionen und Medien. Ihr Special ist Science-Marketing: die allgemein verständliche Vermittlung von wissenschaftlichen Fakten in lebendigen Texten, Vorträgen und Ausstellungen.

„Haben Kraken wirklich drei Penisse?“ fragte mich vor ein paar Tagen meine Kollegin, ebenfalls Zoologin. „Du bist doch Expertin für Meerestiere “. Auf meinen verdutzten Blick hin erklärte sie, dass der Philosoph Richard David Precht das in einer Talk-Show erzählt habe. Er stellte sein neues Buch „Tiere denken“  vor und sei damit vom Experten für…

Liebe Meertext-Leserinnen und -Leser, ich wünsche Euch/Ihnen allen ein gutes Weihnachstfest und einen guten Neustart in 2017! Freude, Erfolg, Gesundheit und Glück. Wir erleben gerade eine Zeit der Umbrüche, von denen mich einige mit Sorge erfüllen. Konstante Konstellationen brechen auf, Unwägbarkeiten tauchen auf und sorgen für einen skeptischen Blick in die nähere Zukunft. Das postfaktische…

Gerade geistert ein Geisterhai durch die unergründlichen Tiefen der Medienlandschaften. Der Begriff “Geisterhai” ist mir unbekannt. Das Bild zeigt allerdings ganz klar eine Chimäre. Die Gruppe, zu der das Tier gehört, sind die Chimaeriformes. Durch die Übersetzung der Pressemeldungen aus dem Englischen wurde auch der entsprechende Name mit übernommen: Im Englischen ist ghostshark der übliche…

Weit entfernt von der Sonne zieht der Saturn-Mond Enceladus seine Bahnen, seine Oberfläche ist mit Eis gepanzert. Saturn hat eine ganze Reihe von Monden, der mit Abstand größte ist Titan mit 5150 Kilometern Durchmesser. Alle weiteren stehen weit dahinter zurück und haben nur Durchmesser zwischen 200 und 1500 Kilometern, Enceladus ist mit 502 Kilometern recht…

Vor der südkalifornischen Küste, in den Tiefseegräben vor Monterey, leben ungewöhnliche Tiefsee- und Hochseegeschöpfe praktisch vor der Haustür des Monterey Bay Aquarium Research Institute (MBARI). Nun hat der MBARI-Meeresbiologe Rob Sherlock eine durchsichtige, mysteriöse und verschollene Lebensform wieder entdeckt: Bathochordaeus charon. Der „Fährmann des Todes“. Der deutsche Meeresbiologe Carl Chun hatte auf der legendären „Valdivia“-Tiefsee-Expedition…

Unser 2. Urlaubsabschnitt lag, scheinbar nicht weit von New York entfernt, in Washington. Die Bustour von der Millionen-Metropole zur Hauptstadt hat nachdrücklich gezeigt, dass „Nähe“ in den riesengroßen USA ein relativer Begriff ist. Die Fahrt dorthin, vorbei an großen Städten und über große Flußmündungen hinweg ist eine Reise durch die Geschichte, denn viele der Namen…

„Meertext“ hatte eine kurze Sendepause, wir sind 10 Tage in New Yorker und Washington vor allem durch Museen gestromert. Von dort habe ich nicht nur einen Stapel Bücher, sondern auch noch ein Füllhorn von Erlebnissen und Themen mitgebracht, die einige Blog-Einträge wert sind. Mein Gesamteindruck: Der kleine Teil Manhattans, den wir gesehen haben, ist unermüdlich,…

Am 10.09.2016 hatte die ESA zur Bürgerdebatte gebeten: Zum allerersten Mal in der Geschichte der ESA lhatte die Europäische Raumfahrtorganisation Bürger eingeladen, um ihre Meinung und Fragen zur europäischen Raumfahrt zu hören. Jede/r konnte sich um die Teilnahme bewerben. Heute gab es eine Pressemitteilung vom 29.11.2016 mit den wichtigsten Ergebnissen: “Am 10. September halfen etwa…

Colin Scott, 23, wanderte mit seiner Schwester Sable Scott durch den Yellowstone National Park und suchte eine heiße Quelle als Badezuber. Der Yellowstone National Park ist ein ganz besonders Fleckchen Erde, er liegt auf einem Supervulkan. Diese Magmablase ist der Grund für heiße Mineralquellen unterschiedlichster Ausprägung und in phantastischen Farben. Geysire brechen brüllend durch die…

Die Tiefsee-Assel Bathynomus giganteus soll das Nationale Tiefsee-Wappentier der USA werden: “Adopt the giant deep-sea isopod, Bathynomus giganteus, as the National Deep-Sea Animal of the United States.” lautet die Forderung des Tiefseebiologen Andrew Thaler auf dem Science-Blog „Southern Fried Science“. Ein ungewöhnliches Anliegen, ein Tier mit mehr als sechs Beinen zum Wappentier vorzuschlagen. Normalerweise symbolisieren…