Die Zukunft wird zeigen, wie wirksam die Umsetzung dieses Urteils ist.

Marinemanöver und Sonartod in europäischen Gewässern

In europäischen Gewässern um die kanarischen Inseln hatte ein Moratorium zum Verbot von MFAS- und LFAS-Sonar-Einsätzen eine Serie von Massenstrandungen von Schnabelwalen abrupt untergebrochen. Die Spanische Regierung hat hier ein Exempel für den Walschutz statuiert!

Im Mittelmeer fordern Schnabelwal-Experten wie Alexandros Frantzis einen Sonar-Stop, u. a. für einige Tiefwassergräben zwischen Griechenland und Italien. In den vergangenen Jahren waren hier nach Marinemanövern ganze Walgruppen tot gestrandet, der regionale Bestand der Cuvier-Schnabelwale ist bereits  extrem bedroht. 

Quellen:

Persönliche Korrespondenz mit Michael Jasny, Director, Marine Mammal Protection, NATURAL RESOURCES DEFENSE COUNCIL, 4479 W. 5th Avenue, Vancouver, bc v6r1s4

https://www.stripes.com/news/pacific/navy-to-limit-some-training-that-harms-whales-in-pacific-1.368089

https://www.latimes.com/local/lanow/la-me-ln-navy-settlement-20150914-story.html

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Kommentare (11)

  1. #1 BreitSide
    Beim Deich
    16. September 2015

    Vielen Dank an die Aktivisten, die den Druck aufgebaut und gehalten haben!

  2. #2 DasKleineTeilchen
    16. September 2015

    NA ENDLICH!! immerhin einschränkung und schutzzonen! und sie geben es also ENDLICH zu!

    YES! danke dir, bettina für die meldung und die details dahinter.

  3. #3 maikm
    17. September 2015

    Wow..am Ende werden die noch am Klimaschutz mitwirken. Super Sache! Danke fuer den Artikel!

  4. […] Gute Nachricht für kalifornische Wale und deren Freunde: Die US Navy will ein paar weniger Wale und Delphine töten oder mit Sonar verstören. Möglich macht das der Druck einer Richterin und ein Vergleich mit Umweltschutzorgaisationen, berichtet Meertext. […]

  5. #5 JW
    18. September 2015

    Hat eigentlich jemand eine Ahnung, was die restlichen “Groß”mächte in der Richtung so treiben? China und Russland und sicher auch einige andere haben ja auch eine Marine. Viel Hoffnung auf vernünftigeres Verhalten habe ich da nicht, ich erwarte nur mehr Geheimhaltung.

    • #6 Bettina Wurche
      18. September 2015

      @JW: Wir wissen, dass es auch vor der chinesischen Küste bzw. Hongkong Massenstrandungen von toten Delphinen nach einem Marine-Manöver gab. Allerdings gibt es dazu keine Publikationen, sondern nur inoffizielle Mitteilungen der dortigen Wissenschaftler. (Ich hatte es auf dem Marine Mammals-listserver gelesen). Wir dürfen annehmen, da Chinesen und Russen auch LFAS und MFAS einsetzen, dass es in deren Gewässern auch zum Wal-Massenstod durch Sonar kommt.
      Die US-Marine hat nun auf Druck der Öffentlichkeit und NGOs nachgeben müssen. In China und Rußland gibt es keinen solchen Druck, Aktivisten für was auch immer haben ein hartes Leben und die Presse und Wissenschaft sind nicht unabhängig. Das bedeutet, dass Kritik an der Marine nicht organisiert vorgetragen werden kann und darum eher nicht stattfindet.
      Fazit: Chinesischen und Russischen Wale leiden bestimmt unter dem Sonareinsatz, aber niemand wird die Marine dazu zur Rechenschaft ziehen oder es verbieten.

      Ich persönlich denke, dass wir uns längts im nächsten Kalten Krieg befinden (USA/China), deshalb immer stärkere U-Boot-Abwehr im Pazifik aufgebaut wird und darum die Wale ein Kollateralschaden sind:
      https://fas.org/blogs/security/2009/03/incident/
      https://sputniknews.com/asia/20150703/1024183349.html

  6. #7 JW
    18. September 2015

    Ich hattes es befürchtet. Und was der eine macht, gesteht sich der andere auch moralisch zu. Japan wird ja im Zuge der neuen Militärdoktrin (so sie nicht gestoppt wird) sicher auch noch mitmischen. Indien will ich im Pazifik auch nicht vergessen, ganz zu schweigen von Australien, die auch fleißig Geld fürs Militär ausgeben. Tolle Aussichten

  7. #8 meregalli
    28. Oktober 2015

    Test beendet.
    Ergebnis: negativ

    • #9 Bettina Wurche
      28. Oktober 2015

      @meregalli: Hast du eine Quellenangabe?

  8. #10 meregalli
    29. Oktober 2015

    rtdeutschpunktcom:
    136 000 Sonarbojen wurden bestellt.

    Zweimaliger Versuch, den link per Kommentar abzuschicken gescheitert.

    • #11 Bettina Wurche
      29. Oktober 2015

      @meregalli: Danke.
      Dass die Jagd auf chinesische U-Boote nach wie vor höchste Priorität, ist mir klar. Allerdings ging es bei dem Vorstoß zum Walschutz ja nicht um ein vollständiges Verbot der U-Boot-Jagd mittels Sonar, sondern um ausgewiesene Schutzgebiete – z. B. um Hawaii herum – , in denen diese U-Boot-Abwehr nicht eingesetzt werden soll.
      Über den Einsatzort finde ich in dem Artikel nichts.
      Allerdings ist hier noch ein weiterer Presseartikel vom 13.01.2015, der sich auf ein bestimmtes Seegebiet im Atlantik bezieht.
      https://www.opb.org/news/article/will-sonobuoys-in-the-pacific-help-the-navy-but-harm-whales/

      In der gegenwärtigen angespannten politischen Situation werden die Wale ohnehin die Verlierer sein. Wirklich bitter.
      Ich hoffe nach wie vor, dass zumindest einige Schutzgebiete durchkommen und dort zumindest einzelne Populationen ein Rückzugsgebiet finden werden.