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Kommentare (18)

  1. #1 RPGNo1
    10. März 2017

    Selten war ein Tiername passender gewählt: Erdbeerkalmar! Er hat tatsächlich die Farbe einer Erdbeere und seine äußere Struktur erinnert auch an die Scheinbeere mit sichtbaren Nüsschen. 🙂

    Noch genialer ist die Physiologie des Kalmars mit den zwei unterschiedlichen Augen. Ich frage mich, wie das Gehirn die Impulse, die es von Augen empfängt, korrekt verarbeiten kann, ohne durcheinander zu kommen.

  2. #2 Bettina Wurche
    10. März 2017

    @RPGNo1: Ja, den Namen fand ich auch sehr treffend : )
    Naja, wahrscheinlich wieder halb dezentralisiert.
    https://scienceblogs.de/meertext/2016/06/20/wie-fuehlt-es-sich-an-ein-oktopus-zu-sein/

    Bei vielen Tieren überschneiedet sich das Sichtfeld ja kaum oder gar nicht, da muss das Gehirn mit klarkommen.

  3. #3 Alisier
    10. März 2017

    Ganz wunderbar! Vielen Dank!
    Seit dem letzten Cephalopod-Friday wollen meine Kinder die ganze Zeit Tintenfischvideos gucken. Das heutige werde ich ihnen nicht vorenthalten.

  4. #4 RPGNo1
    10. März 2017

    Autsch, jetzt hast du mich erwischt.
    Zum einen: Was ist denn halb dezentralisiertes Sehen? Ich habe überhaupt keine Vorstellung.
    Zum zweiten: Ich dachte weniger an das sich nicht überschneidende Blickfeld. Sondern eher daran, dass die beiden Augen ganz unterschiedliche Seheindrücke haben als da wären Lichtstärke, Bildschärfe, unterschiedliche Lichtarten (Bioluminiszenz vs. Sonne).
    Ich hoffe, mein Unverständnis ist klar genug ausgedrückt.

  5. #5 RPGNo1
    10. März 2017

    PS: Die Fragen in Kommentar #4 sind an Bettina gerichtet.

  6. #6 rolak
    10. März 2017

    an Bettina gerichtet

    ..und das ‘dezentral’ dürfte sich auf die von Dir angefragte Verarbeitung beziehen, RPGNo1, so in etwa wie bei Jupp.

  7. #7 Bettina Wurche
    10. März 2017

    @Alisier: Klasse, das freut mich. Auf Deap Sea News und im Monterey Bay Aquarium gibt es auch noch ganz viele tolle Bilder und Videos.

  8. #8 RPGNo1
    10. März 2017

    @rolak
    Ah, meinst du die zusätzlichen Ganglienknoten, u.a. in den Armen?
    https://scienceblogs.de/meertext/2016/06/28/octopus-mythbusters-octopusses-are-no-aliens/
    Stimmt, das würde Sinn machen.

  9. #9 Bettina Wurche
    10. März 2017

    @RPGNo1: : ) Das war schon klar, was kommen würde. Ich meine, dass in dem Beitrag
    https://scienceblogs.de/meertext/2016/06/20/wie-fuehlt-es-sich-an-ein-oktopus-zu-sein/
    etwas dazu stand. Ansonsten sind Augen ziemlich gut darin, solche unterschieldichen Eindrücke zu verabreiten. Bei vielen Fischen, Reptilien, Vögeln und Säuegtieren hat das Sehfeld kaum oder keine Überschneidungen. Das Gehirn verarbeitet die Eindrücke trotzdem zu einem ganzen Bild.
    Ich erinnere mich vage, dass ich das in Physiologie gelernt habe. Physiologie, Bildverarbeitung, Auge wären Stichworte dafür.
    Ich möchte es jetzt nicht recherchieren, weil ich noch anderes fertig schreiben muss, vielleicht magst Du selbst mal schauen.
    Diese Woche habe ich einen Bericht von einem Royal Navy-Schiff über deren Aufenthalt vor South Georgia hereinbekommen und noch zwei Wal-Forscherinnen auf den Falkland-Inseln interviewt. Den Text der HMS ENTERPRISE muss ich vorab noch von der Royal Navy autorisieren lassen, dann bekommt Ihr ihn zu lesen. Aber ich brauche dafür einfach mal etwas Zeit, o. k.?

  10. #10 Bettina Wurche
    10. März 2017

    @RPGNo1: Genau. Auch das Zentralganglion besteht aus zwei Teilen, denn es gibt einen Nervenknoten (Ganglion) pro Auge:
    https://fall11marinecology.providence.wikispaces.net/octopus+intelligence

    Wow, hier ist es ausführlich erklärt:
    https://www.quora.com/How-does-the-decentralized-nervous-system-of-an-octopus-work

  11. #11 RPGNo1
    10. März 2017

    @Bettina Wurche
    Danke für deine Antwort. Und starte jetzt bloß keine umfangreiche Recherche wegen meiner Frage. Davon geht die Welt nicht unter. Ich dachte, du hättest eventuell eine schnelle Antwort in petto.
    PS: Ich warte jedenfalls gespannt auf deine neuen Meertexte.
    PPS: Meine Mutter ist jetzt auch auf ScienceBlogs aufmerksam geworden, nachdem wir uns neulich zufällig darüber unterhalten haben. Gut möglich, dass du bald eine weitere Mitleserin hast. 🙂

  12. #12 Bettina Wurche
    10. März 2017

    @RPGNo1: hehehe— “meertext” ist familientauglich

  13. #13 Bettina Wurche
    10. März 2017

    @Alisier: : ) Bin gerade bei der Recherche auf einen wunderbaren Sepia-Cartoon gestoßen:
    https://www.hakaimagazine.com/comic/cuttlefish-brawl
    Das Hakai-Magazin ist einfach phantastisch.
    Den Liebesrausch der Riesensepien nutzen Delphine ja gern für einen Snack:
    https://scienceblogs.de/meertext/2016/04/12/delphinverhaltensforschung-delphine-knacken-sepien-mit-regional-unterschiedlichen-methoden/

  14. #14 RPGNo1
    11. März 2017

    Ich habe jetzt den Link (https://fall11marinecology.providence.wikispaces.net/octopus+intelligence) durchgelesen. Hier steht etwas zur Sicht des Oktopus:
    “[…] Similar to many vertabrates, the octopus brain features folded vertical and subfrontal lobes, which serve as distinct centers of thought: specifically memory and visual (13). The brain has also indicated a lateralization, where one hemisphere is used for specific functions. This is immediately seen in the octopus’ monocular vision where one eye is consistently used more than another. Studies have indicated that the brain when measured for electrical outputs, does perform similar to that of a dog. More studies, and tests have argued that the brain enables them to have both short and long-term memories.”
    Der Nebel hat sich etwas gelichtet. 🙂

  15. #15 tomtoo
    11. März 2017

    Mhh so ein Kalmar ist ja auch ein Jäger. Jäger haben für gewöhnlich eine gute Stereosicht für die räumliche Abbildung. (Insofern sie mit den Augen jagen). Ich frage mich wie das die Kalmare hinbekommen mit 2 so unterschiedlichen Augen ?

  16. #16 Bettina Wurche
    11. März 2017

    @RPGNo1: Danke fürs Recherchieren und Teilen! Wenn Oktopusse offenbar im Normalfall ein Auge mehr benutzen, als das andere, wäre das natürlich eine gute Erklärungsbasis für die asymmetrische Entwicklung beim Erdbeerkalmar.

  17. #17 Bettina Wurche
    11. März 2017

    @tomtoo: Das steht ja im Beitrag: Bei der Sicht nach oben nützt ihm das weiter entwickelte Auge wesentlich mehr. Und die Herausforderung, als Jäger die Bilder aus zwei Augen zum Gesamtbild zu kombinieren, trifft ja alle Kalmare. Keine ahnung, ob das mal jemand untersucht hat. Allerdings habe ich gerade was zum Verhalten gefunden, das eine Erklärung liefern könnte. Demnächts mehr dazu: )

  18. #18 tomtoo
    11. März 2017

    @Bettina
    Danke ! : )

    Das ist sehr spannend.