Hier ist ein aktuelles Update zum Verursacher der Ölpest vor der israelischen Küste: Das Öl stammt offenbar von einem iranischen Tanker.

Damit kämen zu der Ölpest auch noch diplomatische Spannungen.
Eine wirklich üble Situation.

Dieser Tweet der israelischen Umweltschutz-Ministerin Gila Gamliel vom 04.03.2021 hört sich nach Fakten an:

 

Tweet von Gila Gamliel: Ölpest durch iranisches Schiff

Tweet von Gila Gamliel: Ölpest durch iranisches Schiff

 

 

Die ersten Zeitungen greifen es auf, wie etwa der Guardian (Danke, Erwin Pridzuhn!):
Israel claims Iran dumped oil in sea in ‘environmental attack – Environmental protection minister says suspect ship is now anchored in Iran but offers no evidence spill was intentional”

Ich hoffe wirklich sehr, dass die Information diesmal absolut sicher ist.
Jemanden fälschlich als Ölpest-Verursacher zu beschuldigen, ist nicht nett. In diesem Fall bei diesen besonders starken Spannungen zwischen Israel und dem Iran könnte es sogar katastrophale Folgen haben.

Kommentare (10)

  1. #1 Herb
    Heidelberg
    4. März 2021

    Inzwischen ist auch die Mainstream-Presse aufgewacht. Vielen Dank dass du dran geblieben bist. Meine erste Reaktionen waren natürlich Bluthochdruck und Hyperventilation. Aber noch fehlen ja die letzten Beweise. Sollte dies aber Absicht gewesen sein, dann wäre das ein terroristischer Akt gegen die ganze Menschheit.

    • #2 Bettina Wurche
      4. März 2021

      @Herb: Der Dank geht hier an @Erwin Pridzuhn. Fällt Guardian nicht unter “Mainstream-Presse? ; ) Ich schreibe ja auch für “Mainstream”, aber mit dem Science-Blog bin ich flexibler und schneller als die großen Zeitungen. Allerdings verstehe ich tatsächlich, wieso die sich nicht an Gila Gamliels Twitter-Account hängen. Twitter ersetzt mittlerweile oft Pressemitteilungen.

  2. #3 rolak
    4. März 2021

    Alleine an dem wirren Hickhack läßt sich ja deutlich ablesen, wie angespannt die Situation sowohl im, ich sag mal OstMittelmeerRaum als auch im Nahen Osten ist.

    Daß ich mir durchaus vorstellen kann, daß einer der dortigen Staaten zu einer vorsätzlichen Aktion dieser Art bereit sein könnte, machts gefühlt auch nicht besser…

    • #4 Bettina Wurche
      5. März 2021

      @rolak, @gedankenknick: Dass uns solche Szenarien durch die Köpfe geistern, zeigt einfach nur den politischen Status des Nahen Ostens. Ein einziger Eiertanz mit Aufblasen und Drohen, immer am Rande des Vulkans. Gila Gamliels vorwurfsvolle Worte fand ich für eine Politikerin unangemessen, es unterstellte ja gleich böse Absicht. Aber das sehe ich natürlich aus meiner komfortablen Sicht einer EU-Bürgerin, wo ein etwas zivilisierterer Umgang miteinander zumindest meistens ganz gut klappt.
      Eigentlich wundert mich nur, dass es in Israel erst jetzt zu einer Ölpest gekommen ist, und nicht schon viel früher.

  3. #5 rolak
    5. März 2021

    Das einzig Gute an so einer Öl Katastrophe ist ja, dass die nervigen Tiere sterben.

    Schade um das Öl 🙁

    Es wäre wahrscheinlich effizienter wenn man Tiere direkt im Motor verfeuern könnte.
    Wäre ja dann auch regenerativ.

    Kann man die Tiere aus der Massentierhaltung, die nicht verkaufsfähig sind, nicht einfach zu Treibstoff verpressen?

    Kenne mich da nicht so aus.

    Das ließe sich doch wunderbar automatisieren.

    Am Anfang ist das Ei.
    Küken schlüpft und wird automatisch in den Aufwuchs-Bereich geschoben. Sollten da Eier anfallen werden die zum ersten Punkt abgeleitet. Das Vieh bekommt dann irgendwelche Abfälle zu fressen (ist ja nicht für den Verzehr) und wenn es genug Brennwert hat wird es in den Verpresser geschoben.

    Da gäbe es ja keinen Zeitdruck und man bräuchte nicht zuverlässig Strom. Also gingen auch Wind oder Sonne.

    Im Winter läuft die Verpressung dann halt etwas langsamer.

    Man könnte die Verpressung in transparenten Presszylindern vornehmen und jedes Tier beim Pressvorgang aufnehmen und als NFT auf der Ethereum blockchain handeln.

    Das gäbe lustige collectibles.
    Presskolben löst eine Kamera aus wenn das Tier auf 75 Prozent komprimiert wurde oder kurz bevor es stirbt und das halt als Kunstwerk und Sammelobjekt.

  4. #6 gedankenknick
    5. März 2021

    Wenn ich so etwas als “nachrichtendienstliche Operation” planen müsste, würde ich ein UBoot einsetzen, und das Öl direkt unter einem Tanker einer mir mittelmäßig unbeliebten Nation freisetzen.

    Ich frage mich nur gerade, was dieses Gedankenspiel so über mich aussagt… 🙁

  5. #7 rolak
    5. März 2021

    Oy vei, oy gevalt, da schau, ein rolak-wannabe.

    Jezzma jenseits der abstrusen Buchstabensuppe: immerhin klein geschrieben, kudos.

     in Israel erst jetzt

    Wie schon erwähnt, bei mir eher -mit Verlaub- ‘da hinten‘. Dort ist der Verkehr derart dicht und nicht nur ‘dank’ Frontex derart ruppig, daß die bisherige, gemittelt-gefühlte Geschehensarmut geradezu irreal wirkt.

    • #8 Bettina Wurche
      5. März 2021

      @rolak: Sorry…bitte was?

  6. #9 rolak
    5. März 2021

    bitte was?

    Falls es um den ersten Teil geht: der Mensch da war nicht ich.
    Falls es um den zweiten Teil geht: selbst ohne die angespannte Lage im Nahost-/GR·TR-/EU·Flüchtlinge-/Sues·*-/*-Konflikt ist das Verkehrsaufkommen im Ostmittelmeer derart hoch, daß ein Unfall (es ging ja im beantworteten Kommentar ‘nur’ um eine Ölpest) irgendwie schon überfällig schien.

  7. #10 LasurCyan
    5. März 2021

    der Mensch da war nicht ich.

    Der Mensch da hat(te) es aber auch schwer, rolak. Ausgerechnet Dich zu kapern ist aus Gründen schlichtweg unmöglich^^

    Zum Thema angemerkt: Dass der Iran so etwas anzettelt, halte ich für unwahrscheinlich. Das wäre machtpolitisch wenig sinnvoll, nahezu irrational. So verachtenswert das Regime aus meiner Sicht ist – so geschickt sind sie aber auch in (auch militärisch) diplomatischen Dingen.

    Ich hoffe zumindest, dass das ‘nur’ ein Unfall war.