Auf Meertext ist es gerade etwas still geworden, es war halt gerade an anderer Stelle viel zu tun. Meine Themen für die verschiedenen Zeitungen und Magazine hätten auch gut auf Meertext gepasst, darum bringe ich hier heute eine Liste mit Lesetipps:

  • Weicher Tauchroboter erfolgreich im Marianengraben getestet.
    Ein neuartiger autonomer weicher Tiefsee-Tauchroboter ahmt einen wabbeligen Tiefseefisch nach. Er könnte ganz neue Forschung ermöglichen.Das war eine Nature-Publikation, die es sogar auf die Titelseite von Nature geschafft hatte. Und dann auch richtig viel bei heise gelesen wurde : )
  • Totholz-Thomas
    Der Biologe Thomas Hörren fahndet nach seltenen Arten, am liebsten auf Friedhöfen. Ausgerechnet dort stößt er auf Oasen der Vielfalt. Über eine seltsame Begleiterscheinung des Insektensterbens.
    Thomas Hörren habe ich auf Twitter kennengelernt, wir haben dann mehrfach ziemlich lange telefoniert. Biodiversität von Insekten ist als Thema schwierig in den Medien unterzubringen. Aber eine Story, über einen DER Krefelder Insektenforscher, der in Winternächten seltene Totholzkäfer auf Friedhöfen sucht, die dort im vermodernden Sargholz einen guten Lebensraum finden, lief gut. Totholz ist ja eigentlich verrottendes Holz im Wald, in Städten gibt es das fast nur auf Friedhöfen.
    Er ist ein wirklich exzellenter Wissenschaftler und macht sogar einen eigenen Podcast: Artenvielfalt und Insektensterben
  • Welche Folgen hat die Ölkatastrophe in Israel?
    Israels Küste erlebt die wahrscheinlich schlimmste Ölkatastrophe seiner Geschichte. In unserem FAQ geben wir Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Ursache und Umweltfolgen.
  • Wenn das Meer mit Bällchen wirft
    Die Seegraswiesen vor unseren Stränden sind als Ökosystem ziemlich unterschätzt: Sie beherbergen hübsche und bizarre Tiere, schützen das Klima und übernehmen Strandbauarbeiten. Außerdem werfen sie Plastikmüll zurück an Land.
    In die Seegraswiesen habe ich mich beim Tauchkurs auf Isola del Giglio, vor Brest und in meiner Zeit in Stralsund verliebt. Ein absolut phantastischer Lebensraum mit wimmelndem Leben! Und als Blue Carbon gerade extrem wichtig auch im Klimaschutz
  • Grauwale im Klimawandel
    Die Grauwale haben es als Überlebenskünstler durch das Auf und Ab eines ganzen Eiszeitalters geschafft. Ab und zu sterben sie aber, wie in den letzten Jahren, in Massen. Ist der moderne Klimawandel zu viel für die Tiere?Dieser Artikel hat sich für mich schon allein für das Interview mit Nicholas Pyenson gelohnt. Er ist Experte für fossile Meeressäuger am Smithsonian und stellt manchmal so ganz andere Fragen, als andere Forscher. Außerdem ist er einer der Paläontologen, die die Bedeutung des fossilen Befunds für Gegenwart und Zukunft herausstellen und tolle Öffentlichkeitsarbeit machen. Ein sehr inspirierender Gesprächspartner.

Dann möchte ich Euch/Ihnen noch mehr Lesefutter empfehlen – diese Sach- und Science-Blogs lese ich gern:

 

Dann wünsche ich vorab schon mal frohe Ostern!
Bleibt gesund und habt trotz allem ein paar schöne Tage!

 

Kommentare (8)

  1. #1 Aginor
    1. April 2021

    Schöne Links. Danke!

    Gruß
    Aginor

  2. #2 Aginor
    1. April 2021

    Nachtrag: Der Grauwal-Link ist aber falsch, zeigt auch auf die Ölkatastrophe.

    Muss der hier sein:
    https://www.spektrum.de/news/massensterben-grauwale-im-klimawandel/1847374

    Gruß
    Aginor

    • #3 Bettina Wurche
      1. April 2021

      @aginor: Danke!

    • #5 Bettina Wurche
      9. April 2021

      @RPGNo1: Eine tolle Entdeckung!!! Aus Südamerika sind noch viele paläontologische Sensationen hören, die haben viel Gegend mit tollen Aufschlüssen und eine sehr geringe Dichte von PaläontologInnen : )

  3. #6 rolak
    8. April 2021

    Frohe OsterFeiertage gehabt zu haben!

    Fast zum Thema BioDiversität, at least diversity in naming: grad läuft die Doku Überleben in Australiens Wildnis – Küsten und es erklang im SynchKommentar der Hirnknicker

    ..auf den seal rocks, die ihren Namen zu Recht tragen, bereiten sich tausende Seebären..

    Einen Moment lang bedauerte ich das Fehlen des OriginalKommentares, doch ein wenig *pedia erleuchtete die multiple Umklassifizierung beim Namens-Übersetzen: die dort siedelnden ‘Australian fur seal’ heißen auf deutsch ‘Südafrikanische Seebären’.
    Okeeeeh…

    • #7 Bettina Wurche
      9. April 2021

      @rolak: Ja, um seal herum gibt es immer viel Interpretationsspielraum : ))) Seebär ist richtig, die wurden wegen ihres längeren Pelzes abgeschlachtet und heißen darum auch “Pelzrobben”. Ich muss bei “Seebär” auch immer an Seeleute denken und an die Figur in den Petzi-Büchern.

    • #8 rolak
      9. April 2021

      Bisher irritierte mich nur der Artenwechsel -hund -bär.

      Jetzt muß ich auch an an Petzi denken – dessen Seebär war ja ein nautischer (von denen mir Blaubär lieber ist), ansonsten jedoch ein Seehund – aber letztlich sind sie alle zusammen sowieso Robben, was auch noch von ‘seal’ umfaßt wird, so what!?
      Mein Petzi-Liebligsfigürchen war übrigens Pelle.

      Hans Albers mit 13 Mann auf des toten Mannes Kiste, irgendwelche ollen Kamellen schmachtend, hab ich auch erst jetzt vor Augen&Ohren. Das ist so gemein
      Also das ‘jetzt’, nicht das ‘erst’.