Den heutigen Daten bei Worldometers zufolge sterben in Schweden im 7-Tagesdurchschnitt 19 Menschen an Corona, in Deutschland waren es 861 – mehr als das 5-fache dessen, was bevölkerungsgewichtet bei schwedischen Zahlen zu erwarten wäre. Das macht nachdenklich. Aber was kommt nach dem Nachdenken heraus? Das Gegenteil dessen, was Mitte Dezember herausgekommen wäre? Und was vielleicht Mitte März wieder herauskommt?

Und noch ein Blick nach Japan. Da liegt der 7-Tagesdurchschnitt bei 64 Sterbefällen, also auch erheblich niedriger als hierzulande. Aber so richtig unter Kontrolle scheint Japan die Epidemie nicht zu haben. Hat es als Vorbild ausgedient? Sehen wir hier Schweden Mitte Dezember? Getestet wird in Japan übrigens nach wie vor kaum, die Testquote ist in Deutschland 10 mal so hoch. Was ergibt das Nachdenken in diesem Fall?

Kommentare (25)

  1. #1 DocCarlos
    13. Januar 2021

    Das ist interessant, und zwar weil ich beim Blick auf verschiedene Datenquellen verwirrt bin. Worldometers berichtet über 19 Tote in Schweden als 7-Tage-Mittel und 861 in Deutschland. OurWorldInData dagegen hat 97,4 Tote in Schweden und 876 in Deutschland. Bei Johns Hopkins finde ich 682 Tote in Schweden in der letzten Woche. Das geteilt durch 7 passt zu OurWorldInData. Dasselbe gilt für Deutschland (6.132 Tote in einer Woche). Diese beiden benutzen dieselbe Quelle, oder der eine schreibt beim anderen ab, schätze ich. Worldometers weicht davon ab. Wer hat recht?
    Wenn nämlich die 97,4 Toten pro Woche in Schweden der richtige Wert sind, dann ist die Covid-19-assoziierte Sterblichkeit je 1 Million Einwohner in Deutschland und in Schweden fast gleich.
    Bei den niedrigen Werten in Japan (etwa 60 Tote pro Tag als Durchschnitt der letzten verfügbaren Woche) sind sich alle drei Quellen ungefähr einig.
    Und die Frage, ob wir über gemeldete Tote in einer Woche sprechen oder über Tote, deren Sterbedatum in der fraglichen Woche lag, diskutieren wir bei anderer Gelegenheit separat, schlage ich vor. Da wird es dann kompliziert.

    • #2 Joseph Kuhn
      13. Januar 2021

      @ DocCarlos:

      Die Verwirrung mit den Datenquellen teile ich, das hatten wir schon einmal in ziemlich deutlicher Form. Vielleicht kann jemand von den Mitlesenden etwas dazu sagen?

      Meldedatum/Sterbedatum: Ich nehme an, da gehen alle nach Meldedatum, sonst wären sie nicht so aktuell.

  2. #3 And
    13. Januar 2021

    Über diese Zahlen haben sich ein Freund von mir der gerade in Schweden lebt und ich demletzt auch schon gewundert. Wir haben herausgefunden, dass die schwedischen Zahlen nicht mit denen der anderen Länder vergleichbar sind, weil für Schweden die bis zum derzeitigen Zeitpunkt gemeldeten der am betreffenden Datum gestorbenen Personen angegeben werden, aber für (fast ?) alle anderen Länder die am jeweiligen Datum insgesamt neu gemeldeten Sterbefälle (also auch Sterbefälle in der Vergangenheit). Die schwedischen Zahlen für z.B. heute werden in den nächsten Wochen also noch erheblich steigen, die der anderen Länder nicht. (Mein Freund und ich hatten unsere Diskussion am 10. Dezember. Da waren ungefähr 10 schwedische Todesfälle angegeben, mittlerweile sind es für dieses Datum 86.) Die Graphen auf Worldometers sollten aus diesem Grund prinzipiell mit Misstrauen betrachtet werde da diese Website den Vergleich von Äpfel mit Birnen stark befördert. (Siehe dazu auch den Artikel zu den Worldometers auf der englischen Wikipedia.)

    Ich empfehle für einen Äpfel-mit-Äpfelvergleich zwischen Ländern die Daten der Johns Hopkins Universität; ein einigermaßen benutzerfreundliches Frontend hiefür findet sich beispielsweise hier: https://poware.org/covid19

  3. #4 and
    13. Januar 2021

    @DocCarlos
    > Worldometers weicht davon ab. Wer hat recht?

    Wahrscheinlich beide: Ich bin mir ziemlich sicher, dass worldometers die Zahlen aus dem offiziellen schwedischen Dashboard ohne viel drüber nachzudenken kopiert (https://experience.arcgis.com/experience/09f821667ce64bf7be6f9f87457ed9aa ). Wenn man die Differenz der gesamten Todesfälle (Avlidna) an zwei beliebigen Daten nimmt, stimmen die Zahlen mit denen der JHU überein.

  4. #5 Herr Senf
    nicht auf der Höhe
    13. Januar 2021

    Die schwedische Bürokratie ist gemütlicher als die deutsche.
    Die haben einen Meldeverzug von um die 6 Wochen.
    Aus unbestätigter Quelle wurde heute rückwirkend bis 2.12. korrigiert.
    Diese unvollständigen Korrekturen kommen aber alle Tage.
    Anfang Februar werden wir wissen, wie der Dezember gelaufen ist.

    • #6 Joseph Kuhn
      14. Januar 2021

      … dann haben wir womöglich für Schweden einen Erklärungsansatz. Beim ECDC weden gerade die Meldewochen 52 und 53 2020 dargestellt, mit 10 Sterbefällen je 100.000 Ew. für Deutschland und 3,32 für Schweden, bei gleichzeitig umgekehrten Inzidenzverhältnissen: https://www.ecdc.europa.eu/en/cases-2019-ncov-eueea. Also vielleicht wirklich ein Meldeartefakt bei den Sterbefällen. Warten wir es es mal ab.

  5. #7 Howie Munson
    14. Januar 2021

    Schweden hat bis zu 4 Wochen Meldeverzug. siehe: https://adamaltmejd.se/covid/

    Kann jeder bei worldometer auch per http://web.archive.org/ nachvollziehen

    heute stehen für den 29.12 da 45 Tote (Mittelwert 70) am 31.12 stand da 3 Tote (Mittelwert 21)

    heute stehen für den 17.12 da 116 Tote (Mittelwert 87)
    am 31.12 stand da 68 Tote (Mittelwert 69)

    http://web.archive.org/web/20201231100710/https://www.worldometers.info/coronavirus/country/sweden/

  6. #8 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    14. Januar 2021

    > Joseph Kuhn, 13. Januar 2021
    > Die Verwirrung mit den Datenquellen teile ich, das hatten wir schon einmal in ziemlich deutlicher Form. Vielleicht kann jemand von den Mitlesenden etwas dazu sagen?

    Transparentes gibt es aus Österreich: https://orf.at/corona/daten/oesterreich

    Im Abschnitt “Verteilung neuer Fälle über die letzten Tage” heißt es:

    “Jeden Tag wird eine bestimmte Zahl von Fällen neu ins EMS eingemeldet. Diese Zahl wird am Morgen von den Ministerien gemeldet. Die meisten dieser Fälle werden auf den abgelaufenen Tag gebucht, viele der neu gemeldeten Fälle haben aber ein älteres Diagnosedatum. Diese älteren Fälle werden von der AGES auf das jeweilige Diagnosedatum gebucht, im Kalender zurück datiert und gegen 14 Uhr veröffentlicht. Die neue Grafik “Verteilung neuer Fälle über die letzten Tage” zeigt das Ergebnis dieses Vorgangs. Weil sich jeden Tag auch die vergangenen Tageswerte ändern, wird auch täglich die 7-Tage-Inzidenz inklusive der rückdatierten Fälle neu berechnet. Negative Werte ergeben sich durch nachträgliche Entfernungen von Mehrfachmeldung bzw. in Bundesländern und Bezirken auch durch Fälle, die von einem auf ein anderes Gebiet umgemeldet werden.”

    Die hier beschriebenen Probleme treten bei allen Statistiken auf. Ihr Einfluss ist minimal für die Gesamtzahl der Erkrankten, Genesenen und Verstorbenen.

    Germany:
    Coronavirus Cases: 1,980,861
    Deaths: 44,404
    Recovered: 1,596,600

    Sweden:
    Coronavirus Cases: 512,203
    Deaths: 9,834
    Recovered: N/A

    https://www.worldometers.info/coronavirus/#countries

  7. #9 Gerhard
    Uppsala
    14. Januar 2021

    Hallo,
    ich wohne ja in Schweden. Bei den Sterbeziffern gibt es hier im Normalfall schon bis zu vier Wochen Meldeverzug. Und über die Weihnachtsfeiertage hat sich dieser noch einmal erheblich verlängert. Vor ein paar Tagen hat die schwedische Statistikbehörde mitgeteilt, dass die vollständigen und konsolidierten Zahlen für 2020 erst am 22. Februar veröffentlicht werden.

  8. #10 schorsch
    14. Januar 2021

    Wie sehr man mit den Zahlen von Worldometers auf die Schnauze fallen kann, hat aktuell der bekannte Coronaleugner Prof. Christian Kreiß in Telepolis gezeigt.

    Dort errechnet er in einem gestern veröffentlichten Artikelfür den Zeitraum vom 23. bis 28. Dez. eine deutsche ‘Mehrsterblichkeit’ von gemittelt 14% (3504 Tote DE / 381 Tote SE / 8,05 = 1,14).

    Lassen wir mal beiseite, auf welch seltsame Datensample er seine Thesen stützt, lassen wir seine Rundungsfehler beiseite, rechnen wir einfach mal mit den aktuellen Zahlen von Worldometers (ausgelesen heute, 10:30) noch mal nach:

    Legt man seiner Formel diese Daten zugrunde, kommt man mit der gleichen Rechenmethode plötzlich auf eine deutsche Minderstersterblichkeit von 3% (3504 Tote DE / 449 Tote SE / 8,05 = 0,97)!

    Ich hoffe, dass Herr Professor Kreiß in seiner täglichen Arbeit als VWL-Prof. mit Zahlen nicht so schlampig umgeht, wie in seiner Freizeitbeschäftigung als Corona-Hetzer.

  9. #11 Tim
    14. Januar 2021

    Die (w)irrsten Schweden-Zahlen gibt es stets bei Google:
    https://www.google.com/search?q=corona+cases+sweden&oq=corona+cases+sweden&aqs=chrome..69i57.3495j0j4

  10. #12 huw
    14. Januar 2021

    Auf dieser Seite kann man sich die Zahlen für die Standardisierte Mortalitätsraten (= Standardized Mortality Ratio – SMR) in Deutschland anschauen:

    Die Seite wird aktualisiert, momentan ist der CODAG Bericht Nr 6 das neueste.

    http://www.covid19.statistik.uni-muenchen.de/pdfs/index.html

    • #13 Joseph Kuhn
      14. Januar 2021

      @ huw:

      Es ist ja nett, dass Sie die Münchner Statistiker verlinken, auf die auf Gesundheits-Check schon mehrfach hingewiesen wurde. Aber was wollen Sie damit im Zusammenhang des Blogbeitrags hier sagen?

  11. #14 schorsch
    15. Januar 2021

    Aufpassen muss man übrigens nicht nur bei den schwedischen Zahlen in Worldometers – auch das RKI veröffentlicht in seinen Tagesberichten systematisch höchst fragwürdige Zahlen.

    So ist die dort angegebene Fallzahl “Fälle in den letzten 7 Tagen” grundsätzlich nicht mit der Summe der in den letzten 7 Tagen berichteten Fälle in Übereinstimmung zu bringen. Zum Beispiel für Thüringen vermeldet das RKI am 15.01. insgesamt 6.136 Fälle/7 Tage.
    Addieren wir jedoch die vom RKI berichteten Einzelwerte, erhalten wir
    1005 Fälle am 15.01.
    1104 Fälle am 14.01.
    1217 Fälle am 13.01.
    709 Fälle am 12.01.
    334 Fälle am 11.01.
    970 Fälle am 10.01.
    1257 Fälle am 09.01.
    —————–
    6.596 Fälle/7 Tage

    Genauso wird die Gesamtsumme aller Bundesländer/7 Tage viel zu niedrig ausgewiesen: Am 15.01. mit 121.521, während die aufsummierten Tagesberichte 09.01.-15.01. eine Summe von 134.071 Fällen aufweisen.

    Kann auch sein, dass da bei mir ein Denk- oder Verständnisfehler vorliegt – falls ja, wäre ich dankbar, schubste mich jemand auf den richtigen Weg.

  12. #15 Howie Munson
    16. Januar 2021

    @schorsch (#14): Auch das RKI verwirft zu alte Nachmeldungen für die Inzidenz/Fälle der letzten 7 Tage.
    Eben weil die dann älter als 7 Tage sind.

    Ich persönlich halte davon nichts, ist für mich nicht unweahrscheinlich, dass jenes Gesundheitsamt welches diese Woche verspätet gemeldet hat, nächste Woche auch wieder (zu) spät dran ist.

    Pavel Meyer pflegt eine tägliche Auswertung der Meldungen auf Kreisebene, berechnet unter anderen die Inzidenz inkusiver bis zu 14 Tagen alten Meldungen und weist auch den vom RKI ignorierten Anteil aus: https://pavelmayer.de/covid/risks/#tabletop

  13. #16 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    16. Januar 2021

    > #14 schorsch, 15. Januar 2021
    > Kann auch sein, dass da bei mir ein Denk- oder Verständnisfehler vorliegt – falls ja, wäre ich dankbar, schubste mich jemand auf den richtigen Weg.

    Der richtige Weg führt über Kommentar #8.

    Ein Beamter oder sein angestellter Kollege verbittet sich grundsätzlich jegliche Hektik. Endgültige Daten liegen liegen erst nach Wochen oder Monaten vor. Die Veröffentlichung vorläufiger Daten ist ein Kompromiss.

    Siehe auch:

    Kurz reagierte. Die auflagenstarke «Kronen-Zeitung» erfuhr «aus Regierungskreisen», dass der Impfstart vorgezogen und beschleunigt werde. «Es gab einige bürokratische Prozesse, die durchbrochen werden mussten», sagt Kurz dazu. Er fügt zufrieden an: «Das hat funktioniert. Wir sind nun Gott sei Dank auf einem guten Weg.» Bis Ende nächster Woche soll der Grossteil der Altersheime durchgeimpft werden, bis Ende März Personen über 80 Jahre und das Gesundheitspersonal.

    https://www.nzz.ch/international/coronavirus-oesterreich-schwieriger-balanceakt-fuer-sebastian-kurz-ld.1596481

  14. #17 schorsch
    18. Januar 2021

    @Howie, Karl:

    Mir sieht das eher nach einem kaputten Excel-Script aus. Irgendwann erstellt, verschlimmbessert, nie repariert. Verwaltungsalltag halt.

    Andererseits kann ich mich vage erinnern, vergangenes Frühjahr bereits über diese Merkwürdigkeit gestolpert zu sein, und ich kann mir schlecht vorstellen, dass ein solcher Fehler bei Daten, auf die jeden Tag tausende Leute draufschauen, über Monate hinweg nicht korrigiert wird.

    Ich habe das RKI mal entsprechend per Mail angefragt. Allerdings lässt deren Statement auf ihrer Webseite, dass man ruhig anfragen könne, sie würden Fragen eh nicht beantworten (Formulierung ‘ähnlich’), eine Antwort doch eher unwahrscheinlich erscheinen.

  15. #18 schorsch
    19. Januar 2021

    Mittlerweile habe ich auf meine Nachfrage tatsächlich eine Antwort vom RKI erhalten.

    Danach bezieht sich die Zahl ‘Differenz zum Vortag’ auf das Datum des Meldeeingangs beim RKI. Die Anzahl ‘Fälle letzte 7 Tage’ bezieht sich hingegen auf das Datum des Meldeeingangs bei den Gesundheitsämtern.

    Hat das Gesundheitsamt XY also heute erst Fälle an das RKI gemeldet, die vor Ort schon mehr als sieben Tage lang herumgegammelt haben (vor > 7 Tagen an das Gesundheitsamt XY gemeldet), fließen diese Zahlen nicht in die 7-Tage-Inzidenz ein.

    Was zu ganz erheblichen Verfälschungen führt, da offenbar notorisch rund 10% aller Fälle mit einer Verspätung > 7 Tagen von den Gesundheitsämtern an das RKI weitergemeldet werden. Die angegebene 7-Tage-Inzidenz ist also grundsätzlich massiv verfälscht.

    Darüber hinaus sind die Lageberichte statisch, d. h. diese Zahlen werden nie korrigiert, die Gammler nie nacherfasst. Sollte man im Auge behalten, wenn man auf Basis der RKI-Angaben in den Lageberichten eigene Zahlenspiele betreiben will.

  16. #19 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    19. Januar 2021

    > #18 schorsch, 19. Januar 2021
    > Mittlerweile habe ich auf meine Nachfrage tatsächlich eine Antwort vom RKI erhalten.

    worldometers.info kann selbst keine Daten erheben. Es macht immerhin Quellenangaben und weist hier auf die Probleme hin:

    https://www.worldometers.info/coronavirus/about/

    Die Daten zu Deutschland stammen vom Tagesspiegel. Dieser schreibt dazu:

    Die Karte zeigt, wo sich das Coronavirus besonders ausbreitet. Dabei gibt es große Unterschiede, in welchen Regionen Deutschlands es seit Beginn der Pandemie die meisten Coronafälle gab, wo die zweite Welle am stärksten wütet – und welche Landkreise die meisten Todesfälle verzeichnen. Hinter der Karte stehen Dutzende Journalistinnen und Journalisten, Programmierer, Forschende und Freiwillige. Weil wir die aktuellsten Zahlen direkt bei den Stadt- und Landkreisen fragen, können wir neue Fälle oft schneller melden als das RKI.

    https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/karte-sars-cov-2-in-deutschland-landkreise/

    Die Deutschen sind Weltmeister im Schwurbeln und anderen Disziplinen. Wenn es darum geht, eine brauchbare Statistik zu erstellen sind sie Schlusslicht. Man ist hierzulande auf private Initiativen angewiesen.

  17. #20 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    19. Januar 2021

    > #17 schorsch, 18. Januar 2021
    > Mir sieht das eher nach einem kaputten Excel-Script aus. Irgendwann erstellt, verschlimmbessert, nie repariert. Verwaltungsalltag halt.

    Deutschland ist. kein Sonderfall:

    Excel: Why using Microsoft’s tool caused Covid-19 results to be lost

    Under-reported figures rom 25 Sept to 2 Oct
    – 50,786 cases initially reported by PHE
    – 15,841, unreported cases, missed due to IT error

    https://www.bbc.com/news/technology-54423988

  18. #21 Joseph Kuhn
    19. Januar 2021

    dpa Agenturkennung: bdt0283 Datum: 19.01.2021 13:16

    “Die Corona-Pandemie hat in Frankreich einen großen Einfluss auf die Sterblichkeit. Zudem hat sie zu einem Rückgang der Lebenserwartung geführt.”

  19. #22 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    20. Januar 2021

    Den schnappatmenden Medien, die seit Monaten in mit triumphierendem Ton vorgetragenen Meldungen von vermeintlichen Coronarekorden in den USA Narrative verbreiten empfehle ich zu den nüchternen relativen Zahlen zurückzukehren.

    “Grossbritannien meldet derzeit relativ zur Bevölkerung die weltweit höchste Anzahl von Corona-Todesfällen. Im gleitenden Sieben-Tage-Durchschnitt waren es zuletzt mehr als 16,5 Tote pro einer Million Menschen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Universität Oxford hervor, die sich auf Daten der Johns-Hopkins-Universität bezieht. Damit liegt Grossbritannien knapp vor Tschechien und Portugal und deutlich vor Deutschland und den USA, die beide in diesem Zeitraum im Schnitt rund neun Todesopfer pro einer Million Einwohner verzeichneten.”

    https://www.nzz.ch/international/coronavirus-weltweit-die-neusten-entwicklungen-ld.1534367

  20. #23 Herr Chris
    Stralsund
    22. Januar 2021

    Ich beobachte die Zahlen in Schweden (und anderen Ländern) bei worldometers nun schon seit Längerem.

    In Schweden werden die Todeszahlen mit teilweise großen Zeitabständen noch nachgemeldet.

    Es gibt auch Tage an denen gar keine neuen Zahlen gemeldet werden. So gab es bspw. am 18. Januar erst die Zahlen bis zum 14. Januar. Meist erst dienstags werden dann fehlenden Tage gemeldet.

    Wenn man sich zudem die Mühe macht und sich eiunzelne Tage herauspickt und diese über einen längeren Zeitraum beobachtet, dann wird man feststellen, dass sich auch noch nach vielen Wochen die Todeszahlen ändern. Wurden z.B. nun für den 21. Januar 29 Tote gemeldet (Stand 22.01 9:30Uhr) so werden dies in eienr Woche womöglich 40 Tote an dem Tag sein und in 4 Wochen vielleicht 100.
    meine Prognose anhand dessen,was ich bisher beobachtet habe.
    Ich dneke aktuell(22.01) sind die schwedischen Daten nur bis Weihnachten vollständig. Bei allem was danach kommt wird sich noch was ändern.
    Und in der Vorweihnachts-udn Weihnachtszeit haben um die 100 Tote am Tag.
    X 8 = Ø800 Tote, hätten sie eine Bevölkerungsanzahl wie Deutschland (…man muss aber auch da noch berücksichtigen, dass die Fläche Schwedens größer ist als Deutschland, die Bevölkerungsdichte also auch dann noch kleiner wäre, wenn in Schweden ca. 80Mio Menschen leben würden)

  21. #24 Joseph Kuhn
    23. Januar 2021

    Update:

    Mit Datenstand 13.1.2021 lag der Gipfel der Sterbefälle in Schweden Mitte Dezember. Stand heute ist er auf das Jahresende vorwärtsgewandert. Der 7-Tagesdurchschnitt der Sterbefälle zum 13.1. wird für Schweden von Worldometers heute deutlich höher ausgewiesen als am 13.1. selbst – während für Deutschland fast unveränderte Zahlen ausgewiesen werden.

    Danke nochmal an die Leser/innen, die auf den Sachverhalt hingewiesen haben – mir war die Problematik international so unterschiedlicher Meldeverzüge nicht bewusst gewesen.

    Mal gespannt, wie all das weitergeht: In Schweden, bei uns, in Japan, in Großbritannien mit der neuen Mutante einerseits und den schnelleren Impfungen andererseits, in Israel, das schon fast durchgeimpft sein müsste, in Manaus in Brasilien, wo nicht klar ist, was da wirklich los ist.

    Und über viele andere Länder, deren Entwicklung interessant wäre, wird in den Medien gar nicht oder nur am Rande berichtet. Vielleicht auch, weil eine Einordnung ohne hinreichende Landeskenntnisse schwer ist, siehe unsere kleine Schwededebatte.

  22. #25 shader
    26. Januar 2021

    Mal eine Auflistung der Todeszahlen von relevanten Staaten (Quelle: https://www.worldometers.info/coronavirus/#countries, Stand: 25.Januar 2021):

    Belgien: 179 Todesfälle auf 100.000 Einwohner
    Tschechien: 146/100.000
    UK: 145/100.000
    Italien: 142//100.000
    USA: 130/100.000
    Spanien: 120//100.000
    Mexiko: 116/100.000
    Frankreich: 113/100.000
    Schweden: 111/100.000
    Schweiz: 106/100.000
    Brasilien: 102/100.000
    Polen: 94/100.000
    Luxemburg: 90/100.000
    Österreich: 83/100.000
    Niederlande: 79/100.000
    Südafrika: 69/100.000
    Iran: 68/100.000
    Deutschland: 64/100.000
    Irland: 60/100.000
    Kanada: 51/100.000
    Israel: 49/100.000
    Russland: 48/100.000
    Dänemark: 35/100.000
    Türkei: 30/100.000
    globaler Durchschnitt: 28/100.000
    Weißrussland: 18/100.000
    Finnland: 12/100.000
    Indien: 11/100.000
    Norwegen: 10/100.000
    Island: 9/100.000
    Japan: 4/100.000
    Australien: 4/100.000
    Südkorea: 3/100.000
    Hongkong: 2/100.000
    Kuba: 2/100.000
    Singapur: 0,5/100.000
    Neuseeland: 0,5/100.000
    China: 0,3/100.000
    Thailand: 0,1/100.000
    Vietnam: 0,04/100.000
    Taiwan: 0,03/100.000