Xmas ornament Eule

Xmas ornament Eule – ein Flugsaurier fehlt in unserer Sammlung noch

Flugsaurier lebten während des Erdmittelalters als Zeitgenossen der Dinosaurier und beherrschten den Luftraum.
Die kleinsten Pterosaurier waren so klein wie Spatzen, die Flügelspannweite der größten wie der europäische Hatzegopteryx oder der amerikanische Quetzalcoatlus wird auf 12 bis 13 Meter geschätzt.  Bei vielen von ihnen waren die von helmartigen Strukturen gekrönten Köpfe größer als die Körper.
Mit den langen Schnäbeln konnten sie einzelne Beute schnappen, wie ein Pelikan einsacken oder wie ein Flamingo  die Wasseroberfläche abseihen.
Wie aber konnten die gigantischen „fliegenden Schlünde“ überhaupt abheben?

Die Flugmechanik dieser gewaltigen Echsen erklärt der  Pterosaurier-Experte Michael Habib in seinem ausführlichen Beitrag für den Scientific American, der auf Deutsch in Spektrum der Wissenschaft erschienen ist: „Herrscher des Urzeithimmels“. Er und sein Team haben errechnet, dass die großen Echsen mit einem vierbeinigen Katapultstart ihre schweren Körper nach oben geschleudert haben.

Zum Weiterlesen:
Zu Ehren des deutschen Flugsaurier-Experten Peter Wellnhofers gab es 2008 ein Flugsaurier-Symposium in München. Die Publikationen dazu sind auf Englisch erschienen, es gibt jeweils eine deutsche Zusammenfassung.

 

 

Kommentare (15)

  1. #1 rolak
    2. Dezember 2020

    Da isser ja – der bereits schwer Vermißte…
     ~·~
    Hmmmm, wenn sie sich, wie wohl kaum zu vermeiden, im Dukeln bewegt, dürfte die Eule mit ihren Pupillen für stark ablenkende Kerzenabglanz-Glitzerreflexe sorgen. Und wennde dann rüberguckst und ihr wieder mal unvermutet direkt in die Augen blickst **schauder**

    Jedoch hübsch passend: die Eule fliegt und gilt als Gigant. Der Weisheit zumindest.

  2. #2 RPGNo1
    2. Dezember 2020

    „Herrscher des Urzeithimmels“

    Ist zum Lesen vorgemerkt.

  3. #3 Ulla P.
    2. Dezember 2020

    Ich hab mir nach deinem Tip direkt mal die neue Spectrum beim Händler des vertrauens geholt. Ein sehr interessanter Artikel! Kann ich jedem Dino-Interessierten empfehlen.

    • #4 Bettina Wurche
      2. Dezember 2020

      @Ulla P.: Das freut mich! Ich fand den so toll, dass ich ihn schon zweimal gelesen habe : )

  4. #5 RPGNo1
    2. Dezember 2020

    Bei “Flugsauriern” fiel mir doch glatt diese Sendung wieder ein.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Dinosaurier_%E2%80%93_Im_Reich_der_Giganten#Unter_Fl%C3%BCgeln_von_Giganten

    https://www.dailymotion.com/video/xju5ks

    Kaum zu glauben, dass die Fernsehserie schon 21 Jahre alt ist.

    • #6 Bettina Wurche
      2. Dezember 2020

      @RPGNo1: Danke für den Tipp, die kenne ich gar nicht.
      Ich hatte ja überlegt, noch Walking with Dinosaurs zu erwähnen, da kamen auch Pterosaurier vor. Aber die ist eben schon ziemlich alt.
      https://www.bbcearth.com/walking-with-dinosaurs/

  5. #7 Folke Kelm
    Schweden, wieder Plusgrade und Matsche
    3. Dezember 2020

    Wo kriegst Du denn alle diese coolen Christbaum”kugeln” her?
    Saurier sind schon etwas faszinierendes. Ich hab ja hier einen kleinen 7jährigen Nachwuchspaläontologen dessen Hosentaschen immer voller Steine sind und den man absolut nicht mit Jim Knopf locken kann, sehr wohl aber mit den verlinkten Dinosaurierdokus. Danke dafür, ich werd mit ihm heute abend mal den kram durchgehen.
    Das beste Geburtstagsgeschenk je war für ihn ein Mosasauruszahn. Den schleppt er seit 1 1/2 Jahren mit sich rum und erzählt allen Leuten was Mosasaurier sind und wir die gelebt haben.
    Ich finde es in der Hinsicht interessant, dass wir selten über Zahlen reden, wenn es um Saurier geht. Die Viecher haben immerhin 190 mio. Jahre auf der Erde gelebt, und eigentlich fliegen die ja immer noch herum. Aber Zahlen, heute kennen wir grob 7000 Säugetierarten und 70 000 Wirbeltierarten. Das ist sozusagen eine Momentaufnahme diesen Jahres.
    Über die gesamten 190 000 000 Jahre der Dinosaurier kennen wir nur ca. 700 Arten (wachsende Anzahl natürlich. Können schon mehr sein). Was die Säugetiere angeht ist deren Anzahl verschwindend klein und die übrigen Wirbeltiere, da sieht es nicht viel besser aus. Wenn man sich diese Dimensionen mal ansieht, versteht man, dass wir nur einen winzigen Ausschnitt aus den damaligen Lebensgemeinschaften kennen. Ausser ein paar punktuellen Follsilienschätzen, die aufgrund von speziellen Bedingungen Zeitkapseln mit kompletten Biotopen erhalten haben, wissen wir leider immer noch herzlich wenig. Um so beeindruckender ist es, wieviel wir trotzden restaurieren können.

    • #8 Bettina Wurche
      3. Dezember 2020

      @Folke Kelm: Diesen Baumschmuck habe ich im Laufe von 25 Jahren zusammengesammelt und geschenkt bekommen. Gerda Hüsch in Hamburg ist eine tolle Adresse dafür, aber auch andere Geschäfte, gerade in Hamburg ist da so einiges.
      https://www.gerda-huesch.de/
      Exklusive Inneneinrichtungsgeschäfte, Burgs Kaffeerösterei, Papeterien,…
      Leider gibt es immer noch viele, die ich in Deutschland noch nie gesehen habe, da sind noch einige Begehrlichkeiten offen.

      Saurier sind in Deutschland schon an so einigen Stellen zu entdecken: Niedersachsen: Münchehagen!!!! Baden-Württemberg: Stuttgart!!. Hessen: Senckenberg. Berlin. In Bayern kleinere Museen wie etwa im Altmühltal in Eichstätt.
      Ein Mosasauruszahn ist ne dolle Sache, das kann ich absolut verstehen. Vielleicht gefällt ihm Urmel besser? Wobei ich die Drachen in Jim Knopf toll fand.
      Ja, der Fossilbefund sind ein paar Fenster in den dunklen Strom der Zeit, nicht mehr.
      Mit Zahlen bin ich nicht gut, aber vielleicht kannst Du hiermit was anfangen:
      https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rstb.2015.0219

      Die Museen in Moskau und einigen chinesischen Städten müssen überwältigend sein. Wir hatten in Darmstadt mal eine Ausstellung mit Gobi-Dinos, die einfach unglaublich. Ich habe dort glücklicherweise als Guide arbeiten dürfen und war jeden Tag wieder völlig überwältigt.
      Mein tollstes Auslandserlebnis mit Dinos ist das AMNH in New York gewesen (dazu gibt´s auch einen Meertext-Beitrag), ich habe fast den Fußboden geküßt. Die Dino-Ausstellung im Smithsonian wurde gerade umgebaut, die kann ich hoffentlich auch irgendwann mal sehen.
      Ich habe den Vorsatz, weniger Fernreisen zu machen, aber so ab und an vielleicht noch mal…

    • #9 Bettina Wurche
      3. Dezember 2020

      @Folke Kelm: Sind auf Gotland nicht auch Fossilien gefunden worden? In Geschieben?

  6. #10 Folke Kelm
    Schweden, Matscheschnee
    4. Dezember 2020

    Danke für den Link, klasse Artikel, wirklich. Die Royal Society hat übrigens auch super Vorträge auf Youtube.
    Auch wenn Paläontologie nun wirklich nicht mein Kerngebiet ist finde ich das ganze trotzdem wahnsinnig interessant. Das richtig coole an dem Artikel ist, dass er meine Ansicht, dass der K/T Impact NICHT der auslösende Faktor des Aussterbens war unterstützt.

    Urmel findet mein jüngster lustigerweise doof, während ich selber Urmel vor und rückwärts gelesen habe zu der Zeit.

    Was Gotland angeht hast Du recht, allerdings nicht in Geschieben sondern anstehend.
    Die Südschwedische Geologie ist gekennzeichnet durch ein paar massive vertikale Störungen mit Kilometer-Versatz und generell nach Osten hin fallend. Hier auf der Westseite hab ich also mehrfach verformte und metamorphisierte Gneise bis hin in die Granulitfazies (Hochdruck,Hochtemperatur) weiternach Westen sogar metamorph generierte Eklogite, während im Osten, also Öland und Gotland ordovizische Sedimente anstehen. Nicht nur das, sondern diese Sedimente sind in den einzelnen Aufschlüssen nicht einmal bruchtektonisch beansprucht. Du hast auf Gotland eine, ich möchte mal sagen einmalige Chance einen Einblick in silurische Riff- und Flachwasserlebensgemeinschaften zu bekommen. Gerade die Flachwasserablagerungen finde ich faszinierend. Du findest auf feinkörnigen graugrünen (Glauconit, hohe temperaturen) Mergeln kleine Bioherme mit Hartbewuchs, ausgehend von einer Muschelschale oder einem Korallenbruchstück. Darauf wachsen dann verschiedene tabulate und rugose Korallen, Schwämme und Bryozoen (in Hamburg war doch dieser Bryozoenpapst, war das nicht Ullrich Lehmann
    ?) und dazwischen krabbeln (nicht mehr) Muschelkrebse und Trilobiten herum. Beim nächste Sturm werden dann diese Mikroriffe mit Mergelschlamm zugeschüttet, die Trilobiten rollen sich zusammen und alles stirbt. Das lustige an Mergel, also einer Mischung aus Kalk und Tonmineralen ist, dass er die Nachteile beider Komponenten aufhebt. Der Kalk verhindert die diagenetische Kompaktion der Tone mit folgender Deformation der Fossilien, während der Ton das Zusammensintern der Kalzitkristalle verhindert. Wenn Du also so eine Korallenplatte ausgräbst nimmst du die Zahnbürste und wäscht den Schlamm einfach ab. Du hast hinterher die ganze Vielfalt des Lebens vor mehr als 400 mio. Jahren vor Dir.
    An anderen Stellen findest Du Strandkonglomerate, Riffe und Riffschuttkalke.
    Westlich liegt Öland mit ordovizischen Sedimenten und auf dem Festland dann findest du kambrium und präkambrische Sandsteine, bis das ganze dann noch weiter westlich in ein grosses Granitmassiv und noch weiter in metamorphe Gneise übergeht.
    Komm mal her auf Exkursion. Ich hab noch unsere alten Exkursionsprotokolle und ein neueres von der Uni in Lund.

    • #11 Bettina Wurche
      4. Dezember 2020

      @Folke Kelm: Wow, ordovizische und silurische Rifflandschaften – es sieht so aus, als ob ich wirklich mal nach Gotland kommen müsste. Die Ostsee wollten wir uns ohnehin mal genauer ansehen : )) Gotland-Exkursion hört sich großartig an.
      Auch danke für die Erklärung der Wirkung des Mergels – es gibt eine Mergel-Ammoniten-Fundstelle mit grünen dreidimensional erhaltenen Ammos (Grünlinge). Ich glaube, auch auf der Schwäbischen Alb.

      Ich denke auch nicht, dass ein singuläres Ereignis die Dinos ausgelöscht hat, monokausale Erklärungen erscheinen mir dafaür etwas dünn. Ich halte es für wahrscheinlicher, dass der indische Trapp-Vulkanims ebenfalls einen anständigen Beitrag dazu geleistet hat.
      Dann reicht es für eine globale Katastophe.

      An Herrn Lehmann erinnere ich mich dunkel. Er hatte die Bryozoen-Papstrolle doch von Prof. Voigt übernommen. Später ging die Bryozoen-Sammlung ans Senckenberg, mit Joachim Scholz. Der kann phantastische Bryozoen-Stories erzählen und macht ganz spannende Sachen, Broyzoen-Wohnanlagen im 3 D-Druck : )

      Danke auch für den Video-Tipp, da schaue ich mal rein. Gestern abend bin ich auch fast bei Youtube versackt, bei den Burgess-Videos. Die kommen im Advantskalender

  7. #12 Folke Kelm
    Schweden, hier völlig fossilienfrei
    4. Dezember 2020

    Apropos Süddeutschland, in Balingen gibts das grosse Zementwerk mit angeschlossenem eigenen Museum. Die haben tatsächlich eigene Paläontologen und Präparatoren angestellt um in den Lias Epsilon Schiefern die Ichtiosaurier des Tiefwassersedimentes auszugraben. In dieser Zeit war das Meer dort geschichtet in eine Sauerstoffreiche Oberflächenschicht und eine Schwefelwasserstoffgesättigte Tiefwasserzone. Sind die Ichtiosaurier oder Fische oder Ammoniten mal zu tief getaucht wars das. Das Sediment ist sehr reich an Kohlenwasserstoffen und wird in den Zementöfen als Brennmaterial und Rohstoff Ton verwendet.
    Apropos Hamburg. In Ottensen gibts einen von drei in den nördlichen Bundesländern noch existierenden richtigen Schuhmachern. Hamburg ist einfach genial.

    • #13 Bettina Wurche
      4. Dezember 2020

      @Folke Helm: Meinst Du Dotternhausen? Da dürfte ich mal am Fossilientag mit ´rein. Die Grube ist so gigantisch groß. Teilweise riesige pyritisierte Ammoniten. Der Guide erklärte dann etwa – “da oben in der Wand ist ein Meereskrokodil, dort hinten haben wir einen Ichthyosaurier angeschnitten,…”. Und ich besitze seitdem ein Stückchen legalen Ichthyosaurier-Wirbel. Ich glaube, wegen haftungsrechtlicher Bedenken ist das Begehen der Grube jetzt nicht mehr erlaubt. Total schade. Wir waren ja alle mit festen Schuhen, Helm und Warnweste korrekt ausgerüstet.

  8. #14 RPGNo1
    4. Dezember 2020

    @Bettina Wurche

    Mein tollstes Auslandserlebnis mit Dinos ist das AMNH in New York gewesen (dazu gibt´s auch einen Meertext-Beitrag)

    Oh ja, ich erinnere mich gut. Ich zitiere aus meinem damaligen Kommentar: “Besonders der Bericht zum American Museum for Natural History hat mich fasziniert. Da könnte ich mich wahrscheinlich für ein paar Tage einmieten und würde trotzdem nicht alles zu sehen bekommen.” 🙂
    https://scienceblogs.de/meertext/2016/12/01/meertext-in-new-york-und-washington-dinosaurier-raumfahrt-und-trump-schock/#comment-24781

    Dazu noch dein Besuch als Vulkanierin im Smithsonian von Washington und die bewegenden Reaktionen von Afro-Amerikanern auf dein Cosplay die Wahl von Trump: „You are the first light I see since the election.“
    https://scienceblogs.de/meertext/2016/12/06/washington-smithsonian-meeresgetueme-und-die-echte-uss-enterprise/?all=1

    Es wäre toll, wenn wie in SciFi Zeitreisen möglich wären und Aufnahmen von Parties auf Washingtons Straßen nach Trumps Abwahl aus 2020 in das Jahr 2016 zurückgebracht werden könnten, um den vernünftigen Menschen zu zeigen, dass ihr politischer Kampf gegen den President-eject nicht vergebens war.

    • #15 Bettina Wurche
      4. Dezember 2020

      @RPGNo1: Danke fürs Teilen dieser superschönen Erinnerungen : ). Das vergesse ich nie, in schlechten Zeiten wärmen gute Erinnerungen einfach das Herz. Ja, in den Straßen war so einiges an Parties los. Die Democrat-AnhängerInnen konnt man sehr einfach am MNS erkennen. Wir haben kurz danach mit unseren kalifornischen Freunden telefoniert, die haben uns fast 1,5 Stunden erzählt, wie unglaublich happy sie seien. Das war wirklich berührend. Wir sind mit denen zur Sonnenfinsternis durch den Mittleren Westen gefahren und haben da so einiges erlebt. Sie haben uns dabei einfach viel erklärt, so dass ich danach ein ganz anderes USA-Verständnis hatte. Die SoFi hatten wir bei ihrem Studienkumpel nahe Carbondale erlebt, abends fielen die beiden älteren Herren in ihre Erinnerungen, als sie in einer Rockband spielten. Und die Freundin fing an von der black-curled Jewish princess zu singen. Das war so super. Von solchen schönen Erinnerungen zehre ich im Moment, der physische Kontakt fehlt mir schon sehr. Wie wahrscheinlich den meisten