Wissenschaft ohne Internet ist kaum mehr denkbar – egal um welche Disziplin es geht. Dafür wurde es auch (u.a.) erfunden: Literaturdatenbanken, Sequenzdatenbanken, Genomdatenbanken, Ligandendatenbanken, sie alle nur Beispiele aus der Bio- bzw. Cheminformatik und sie sind selbstverständlich über einen Browser zugänglich. Gut gepflegte Datenbanken kennen und nutzen de facto alle BioinformatikerInnen, gleichgültig ob AnwenderIn oder…

Vor ein paar Wochen wurde hier im Blog die Arbeit der Wissenschaftsaktivistin Elisabeth Bik vorgestellt, die in einschlägigen Kreisen (Zell-Biologie / Physiologie) dafür bekannt ist bewusst veränderte und gefälschte experimentelle Befunde finden zu können. Sie teilt sehr häufig ihre Entdeckungen den Journaleditoren und Autoren mit, vermerkt sie auf PubPeer und twittert über ihre Arbeit. Leider…

Ihr ahnt nicht, was es so gibt in der schönen Welt des wissenschaftlichen Rechnens. Viele Programmierer werfen ihren Nutzern einfach so ihre Software vor die Füsse und kümmern sich danach einfach nicht mehr darum. Schließlich funktioniert die fragliche Software ja. Und wer nachfragt, wie man diese ☠@✴#-Software ans Laufen bekommt mitunter zurück: “Bei mir funktioniert…

Wo ist der Zusammenhang zwischen der Reproduzierbarkeitskrise in den Laborwissenschaften, dem Klimawandel und Verschwörungstheoretikern aus dem universitären Umfeld? Ein paar Gedanken … Kits & Computer = “Klimafrevel” durch Ignoranz? Mindestens die Hälfte aller bedeutenden biochemischen Publikationen sind nicht gut reproduzierbar, andere Schätzungen nennen eher zwei Drittel[Begley & Ellis, 2012; Prinz et al. 2011]. Das bedeutet…

Kurz nach Start des Blogs erschien in Nature der Aufruf zur “Ten Years Reproducibility Challenge”. Ich habe darüber berichtet und auch zugegeben, dass bei eigener Software nicht immer gut um die Frage nach der Lauffähigkeit nach langer Zeit bestellt ist. Inzwischen gibt es bereits einige Rückläufer in Form von Veröffentlichungen zu einer ausgewählten Software, die…

Wenn ich mir Eines für den Nachgang zur SARS-CoV-2-Epedemie wünsche, ist es eine saubere epidemiologische Aufarbeitung. So eine mit allen Details. Mit nachvollziehbaren protokollierten Daten, an die man selber auch Fragen stellen kann. Grenzüberschreitend, damit auch vergleichende Detailanalysen möglich sind. Ab dem heutigen Tage habe ich so meine Zweifel, ob das möglich sein wird. Britische…

In meiner Sommerpause schrieb mir ein lieber Kollege, dass ihm zu “Klicken bis die Kurve stimmt” noch HARKing (Hypothesizing After the Results are Known)[Kerr, 1998] einfiele. Den Begriff hatte ich zwar schon ab und an gehört, schließlich habe ich PostDoc-Zeit unter Statistikern verbracht, aber habe ich wenig darüber nachgedacht zeigte mir ein anderer Artikel, dass…

Vor einer Weile hat ein Editor einer wissenschaftlichen Zeitschrift beschrieben was ihn umtreibt[Miyakawa, 2020]. Er hat eine besorgniserregende Beobachtung getätigt und – ganz guter Wissenschaftler – die Probe aufs Exempel gemacht, also Daten erhoben und beschrieben: Bei 41 zur Veröffentlichung eingereichten Artikeln war sein Editor-Impuls “This is too beautiful to be true.”. Folgerichtig hat er…

Über das Peer Review wurde hier auf Scienceblogs schon viel geschrieben, verdammt viel … wirklich viel. Kann man da wirklich noch etwas Neues schreiben? Nun, diese Serie fing ganz anders an. Es geht in dieser Serie denn auch nicht (ausschließlich) um die statistischen Zutaten zur Reproduzierbarkeitskrise (also p-Hacking und Co.), sondern verstärkt um allgemeine Zutaten…

Die IT-affinen unter Euch wissen, was git ist. Für alle Anderen gaanz kurz: Es ist ein Versionsverwaltungssystem, mit dem Änderungen in Texten nachvollzogen werden könne. Man kann einen alten Zustand eines oder mehrerer Text wiederherstellen. Man kann einen Zustand “einfrieren” und als Version herausgeben (zu “versionieren“)- so kann man sich auch später wieder auf diese…