Bettina Wurche

Die Biologin und Journalistin Bettina Wurche hat in Hamburg Zoologie, Fischereiwissenschaft und Geologie/Paläontologie studiert. Nach Stationen zu Wasser (Forschungsreisen und Öko-Tourismus zwischen Arktis und Antarktis), zu Lande (Museen und Geopark) und im Tagebau (Geo-Tourismus) schreibt sie jetzt als Freelancer für die Goethe-Universität Frankfurt und andere Institutionen und Medien. Ihr Special ist Science-Marketing: die allgemein verständliche Vermittlung von wissenschaftlichen Fakten in lebendigen Texten, Vorträgen und Ausstellungen.

Das Meer vor dem kalifornischen Monterey ist tief und bietet einen Schatz von Meeresorganismen. Gleich hinter dem Stadtstrand beginnen Tiefseegräben, diese „Haus-Tiefsee“ versorgt das berühmte Monterey Bay-Aquarium und das Monterey Bay Aquarium Research Institute (MBARI) mit atemberaubenden Bewohnern der Hoch- und Tiefsee, vom Blauwal bis zum Tiefsee-Vampir. Die Aufnahmen stammen aus der Monterey Bay, nur…

Über die angebliche Liebestollheit von Delphinen und größeren Waltieren ranken sich zahlreiche Legenden. Heißes Blut im kalten Ozean verspricht ganz große Gefühle in der uns fremden Welt des Meeres. Eine Paarung mit innerer Befruchtung im dreidimensionalen Meer, ohne festen Haltepunkt und ohne Arme und Beine, mit schlüpfriger Haut ist schon eine Herausforderung der besonderen Art.…

Hier kommt das versprochene Interview mit Dr. Marina Costa und Dr. Maria Isabel Garcia Rojas, zwei Wal-Forscherinnen von SAERI, die kürzlich auf der HMS ENTERPRISE einen Wal-Survey vor South Georgia durchgeführt haben. Via Skype haben wir uns unterhalten, mit nur vier Stunden Zeitverschiebung und dreimal unterbrochener Leitung – aber von einem Ende der Welt zum…

Ardley ist eine kleine Insel nahe der Antarktischen Halbinsel mit einer großen Kolonie von Esels-Pinguinen (engl.: Gentoo; Pygoscelis papua), etwa 5000 Vögel leben dort. Eine internationale Arbeitsgruppe, zu der auch Wissenschaftler des British Antarctic Survey gehören, ist in der Region auf der Suche nach Klimadaten unterwegs. Mitten auf Ardley liegt ein Süßwasser-See und solche See-Sedimente…

Kopffüßer sind extrem proteinhaltige Energy-Snacks, darum jagen viele Zahnwale Kalmare in unterschiedlichen Größen, genau passend für die unterschiedliche Schlundkapazität. Ein Delphin braucht schließlich kleinere Portionen als ein Pottwal. Oktopusse sind keine so leichte Beute. Die glibbrigen Weichtiere werden im Ganzen geschluckt, beim Abbeißen würde ja der Rest der Beute verloren gehen. Allerdings haben Oktopusse sehr…

Ein Bericht von der HMS ENTERPRISE vom anderen Ende der Welt. Die HMS ENTERPRISE (H 88) ist ein 90 Meter langes Vermessungsschiff der Echo-Klasse der Royal Navy für ozeanographisch-hydrographische Aufgaben und für Ice Patrol. Zurzeit ist sie unterwegs im Südatlantik, vor South Georgia. Kürzlich kamen wir auf Twitter ins Gespräch, zunächst wegen des Namens „ENTERPRISE“.…

Der Schweinswal (Phocoena phocoena) ist der einzige Wal in deutschen Gewässern, der hier dauerhaft, in größerer Anzahl und auch nahe der Küsten lebt. Nur bis zu 1,60 Meter groß, schwimmt der Kleinwal in der sedimentgetrübten Nord- und Ostsee und zieht auch Flußmündungen hinauf, seine nicht sehr hohe dreieckige dunkelgraue Finne fällt schon bei schwachem Seegang…

Der Kalifornische Schweinswal (Phocoena sinus) sieht unserem einheimische Schweinswal sehr ähnlich: Ein Kleinwal mit stumpfer Schnauze und kleiner dreieckiger Finne, nicht länger als 1,50 Meter und nur 50 Kilogramm schwer. Der Körper ist grau, Augen, Stirn und Maul sind dunkelgrau umrandet, zusätzlich verläuft ein dunkler Zügel vom Kinn zum Flipper – diese Gesichtsmaske scheint eher…

Der Name „Boaty Mc Boatface“ hatte im vergangenen Jahr viel Staub (oder Schlamm?) aufgewühlt. 2016 wurde ein Name für das neue 200 Millionen £ teure Forschungsschiff gesucht. Einige offizielle Vertreter des britischen Forschungsrats Natural Environment Research Council (NERC) hatten die Idee, die Öffentlichkeit einzubeziehen. Leider reagierte die Öffentlichkeit ganz anders, als man sich das in der…

Die Kamera des Tauchroboters erfasst den Kalmar  , wie er in der Tiefsee angelegentlich seinen Beschäftigungen nachgeht. Histioteuthis heteropsis hängt schräg in der Wassersäule, die Mantelspitze zeigt nach oben, der weiße Flossensaum flirrt und wippt wie der Tutu einer Ballerina. Der Mantel ist leuchtend rot und hat kleine elliptische Pünktchen –  „Strawberry squid“ nennt Dr.…