Bettina Wurche

Die Biologin und Journalistin Bettina Wurche hat in Hamburg Zoologie, Fischereiwissenschaft und Geologie/Paläontologie studiert. Nach Stationen zu Wasser (Forschungsreisen und Öko-Tourismus zwischen Arktis und Antarktis), zu Lande (Museen und Geopark) und im Tagebau (Geo-Tourismus) schreibt und spricht sie jetzt als Freelancer für verschiedene Institutionen und Medien. Ihr Special ist Science-Marketing: die allgemein verständliche Vermittlung von wissenschaftlichen Fakten in lebendigen Texten, Vorträgen und Ausstellungen.

Sepien können dreidimensional sehen – auf einen 3 D-Film reagieren sie genauso stark wie auf ihr echtes Leben. Dabei haben die Linsenaugen dieser 10-armigen, behäbig aussehenden Tintenfische sogar eine bessere Tiefenwahrnehmung als das menschliche optische System. Der Biologe Trevor Wardill, (Professor für Ökologie, Evolution und Verhaltensbiologie der University of Minnesota) und sein Team haben Sepien…

Schwertwale (Orcinus orca) sind die größten Delphinartigen, bis zu 8 Meter groß, mit robustem Gebiß, schnell und intelligent sind sie die unangefochtenen Top-Prädatoren der Meere. Ihre alten Namen wie Raubwal oder Mörderwal stammen noch aus der Zeit, als Menschen die „Fischdiebe“ bekämpft haben – noch Ende der 60er Jahren verscheuchte die US Air Force sie…

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest! Mögen abend a7lle friedlich, satt, gesund und frohen Mutes sein. Dieses Weihnachtsfest ist wieder einmal grün. Falls jemanden nach etwas Schnee und Eis zumute ist, gibt es Grüße vom Nordpol. Dort driftet zurzeit die Mosaic Expedition einen Winter lang auf RV Polarstern im arktischen Eispanzer. Wer…

Orca-Großmütter leisten in der Menopause einen wichtigen Beitrag für das Überleben ihrer Enkel! Diesen neuen Einblick in das komplexe Familienleben der großen schwarz-weißen Zahnwale (Schwertwal, Orcinus orca, „Killerwal“) hat die Auswertung von Daten aus über 36 Jahren Orca-Forschung des Biologen Dan Franks (University York) und seines Teams ergeben. Die Familien und Individuen dieser zwei nordpazifischen…

Ein junges Pottwalmännchen (Physeter macrocephalus) war am 28. November an der schottischen Küste gestrandet, auf der Isle of Harris der Äußeren Hebriden. Seine Strandung überlebte der 10 Meter lange Wal nur kurz. Bei der Nekropsie kam heraus: Der Magen des Pottwals war mit 100 Kilogramm Kunststoff gefüllt, das meiste davon Netze und Leinen aus der…

Auf der Philippinen-Insel Bohol, im Abatan-Fluß, lebt ein Bohrwurm, der Gestein durchbohrt. Bohr“würmer“ sind in Wirklichkeit bohrende Muscheln: Die Schalenklappen sind klein, aber massiv gebaut und außen mit starken Zähnen besetzt, sie sitzen wie eine Bohrkrone am Kopfende des Weichtiers. Da das fahlweiß-durchsichtige Tierchen immerhin 10 Zentimeter lang und mehrere Zentimeter dick wird, können die…

Science Fiction (SF) ist ein narratives Genre in Literatur, Film, Kunst und anderen Medien. Dafür typisch sind wissenschaftlich-technische Spekulationen, Raumfahrtthemen, fremdartige Lebensformen und Zivilisationen, meist in der nahen oder fernen Zukunft oder in parallelen Zeitlinien. Science Fiction ist von ihrer Entwicklung her oft wissenschaftsbasiert. Neben der naturwissenschaftlich-technologischen Ausrichtung gibt es auch SF mit soziologischem oder…

Gerade schwappte ein Video mit einem Ball spielenden Weißwal durch die Medien: Die Besatzung eines Boots in norwegischen arktischen Gewässern hatte eine Begegnung mit einem anhänglichen Weißwal, der ihnen ihren Rugby-Ball zurückwarf. Die Anwesenheit eines Rugby-Balls in arktischen Gewässern ist durch die Anwesenheit einiger SüdafrikanerInnen an Bord des kleinen Schiffs zu erklären – Rugby ist…

2010 hatte ich gerade mit dem Science-Blog Meertext begonnen, damals noch auf der alten Adresse. Da war die Deepwater Horizon-Ölpest ein paar Monate alt und aus den deutschen Medien weitgehend verschwunden. Dann kamen Publikationen aus den USA, die sich mit den Folgen der Ölpest beschäftigten. In Deutschland schafften sie es kaum in die Presse und…

Im grünlich-gläsernen Zwielicht kriecht eine große Krabbe über den Meeresboden, 1500 Meter tief im Golf von Mexiko. Sie ist nicht allein, sondern in vielbeiniger Gesellschaft anderer Krebse. Schließlich kriecht sie aus dem Lichtkegel des Scheinwerfers und verschwindet im Dunkel der Tiefe. Mit unbeholfenem Gang schleppt sie ihre verkrüppelten Scheren über das dunkle ölige Sediment. Die…