Bettina Wurche

Die Biologin und Journalistin Bettina Wurche hat in Hamburg Zoologie, Fischereiwissenschaft und Geologie/Paläontologie studiert. Nach Stationen zu Wasser (Forschungsreisen und Öko-Tourismus zwischen Arktis und Antarktis), zu Lande (Museen und Geopark) und im Tagebau (Geo-Tourismus) schreibt und spricht sie jetzt als Freelancer für verschiedene Institutionen und Medien. Ihr Special ist Science-Marketing: die allgemein verständliche Vermittlung von wissenschaftlichen Fakten in lebendigen Texten, Vorträgen und Ausstellungen.

Jedes Jahr ziehen die Grauwale (Eschrichtius robustus) von ihren arktischen Nahrungsgründen die Pazifikküste entlang nach Süden bis zu ihren Kinderstuben in der Baja California. Die grauen Riesen stehen unter strengem Schutz, ihre Wanderung nahe der Küste ist ein Naturspektakel. Seit Jahresbeginn sind allerdings schon 30 Grauwale gestorben: Acht in Washington, einer in Oregon and 21…

“Die Frühlingsblüte hat begonnen, über und unter den Wellen! Baby-Ohrenquallen werden im Frühling geboren. Sie haben die Größe nud Form von Schneeflocken und bilden winzige Schneegestöber im wärmer werdenden Meer.” hat Rebecca R. Helm heute morgen getwittert, mit einem Bild umherwirbelnder winziger Quallen. Woher kommen eigentlich die kleinen Quallen? Quallen-Fortpflanzung ist ein komplizierter Vorgang mit…

(Teil 1: OTRAG – eine Raketen-Story zwischen Peenemünde-Kameradschaften, Entwicklungshilfe und Raketen-Baukasten (1)) In Deutschland besteht kein großes Interesse an Kaysers privatwirtschaftlichem Raketen-Konzept, so sucht Lutz Kayser woanders nach einem geeigneten Raketen-Testgelände. Seine guten Kontakte bzw. Kontaktleute seiner Kontaktleute führen ihn schließlich nach Bayern zu Franz-Josef Strauß und weiter zu dem berüchtigten afrikanischen Diktator Mobutu. Ausgerechnet…

Hat ein schwäbischer Raketenkonstrukteur mit der Entwicklung seines Raketen-Modul-Baukastens ESA und NASA gezeigt, wo der Rechenschieber hängt? Oder hat er auf Kosten deutscher Steuerzahler günstige Mittelstreckenraketen für afrikanische Diktatoren konstruiert? War die Firma für Discount-Raketen nur eine Fata Morgana der Raumfahrt? Das OTRAG (Orbital Transport- und Raketen-AG)-Projekt hört sich an, wie ein  Drehbuch für ein…

Cuvierwale (Ziphius cavirostris) können bis zu 2992 Meter tief und 137,5 Minuten lang tauchen, wie ein Team um Gregory Schorr  2014 vor der südkalifornischen Küste herausgefunden hatte. So erbeuten die dunkelgrauen Meeressäuger ihre proteinreiche Nahrung: Kalmare. Jetzt haben die Biologin Jeanne M. Shearer und ihre KollegInnen auch Tauchgänge von Cuvierwalen vor der US-Ostküste vor Kap…

Auf der Philippinen-Insel Mindanao ist am 16.03.2019 ein Cuvier-Wal gestrandet und kurz danach verstorben – der Meeressäuger hatte über 40 Kilogramm Plastik im Magen. Mitarbeiter der Fischereibehörde und Fischer hatten zunächst vergeblich versucht, das Tier wieder ins Meer zu lotsen. Der Wal strandete jedoch erneut und verstarb dann. Darrel D. Blatchley, Meeresbiologe und Direktor des…

In den kalten Gewässern der Südhalbkugel, soviel ist heute sicher, leben 5 verschiedene Ökotypen von Schwertwalen (Orcinus orca, „Killer whale“). Ökotypen unterscheiden sich in ihrer Ernährung, dem Lebensraum, dem Verhalten und der Kommunikation. Auch äußerlich (morphologisch) unterscheiden sich die Wale mit dem markanten Schwarz-Weißmuster: Augenfleck, Sattelfleck (vor der Rückenflosse), Größe, Profil und Rückenflosse differieren. Jedenfalls…

“Enormous alien-like hoodwinker sunfish known as Mola teca washes up on California beach“. Hinter dieser reißerischen Schlagzeile verbirgt sich kein Geringerer als der größte Knochenfisch der Welt: Ein Mondfisch. Mondfische kommen weltweit in warmen Gewässern vor, im Atlantik schwimmen mit warmen Strömungen wie dem Golfstrom bis in die Nordsee, selten sogar bis in die Ostsee.…

Ein 10 Tonnen schwerer und 12 Meter langer Buckelwal sorgt gerade für Rätselraten: Der Wal liegt tot im Mangrovenwald, an einer schwer zugänglichen Stelle. Etwa 15 Meter (50 Fuß) vom Meer entfernt, im dichten Unterholz der brasilianischen Insel Marajo in der Mündung des Amazonas. Kreisende Geier und Raubvögel hatten Wissenschaftler des brasilianischen Ministeriums für Gesundheit,…

Heute ist #FossildFriday. Da gibt´s einen Nachtrag zum Urwal Basilosaurus isis: Dr. Manja Voss hatte über einen fossilen Mageninhalt des Urwals Basilosaurus die Nahrungskette im damals warmen Tethys-Meer rekonstruiert. An der Stelle erstreckt sich heute die Sahara, die ägyptische Fayoum-Oase ist berühmt für ihre Walfossilien. Meine Frage war: Wie viele der kleineren Dorudon-Wale hatte der…