Erinnern Sie sich noch an die Krake Paul, die bei der Fussball-WM 2010 die Ergebnisse vorhergesagt hat? Bekanntlich gibt es immer seltsame Zusammenhänge zwischen diesem und jenem. Manchmal sind sie nur kurios, manchmal kann man dahinterliegende Einflussfaktoren vermuten.

Wenn man die Corona-Impfquoten in den Bundesländern (Erstimpfungen 12.8.2021) mit den Wahlergebnissen der Parteien der Bundestagswahl 2017 in den Ländern korreliert, kommt folgende kleine Tabelle heraus:

Demnach sind die Impfquoten hoch, wo die SPD-Stimmanteile hoch waren, und niedrig, wo die AfD-Stimmanteile hoch waren. Die Korrelationskoeffizienten sind ohne Bevölkerungsgewichte berechnet, d.h. Nordrhein-Westfalen und Bremen gingen “auf Augenhöhe” in die Tabelle ein. Und 16 Bundesländer sind auch nicht besonders viele Datenpunkte für einen Korrelationskoeffizienten.

Insofern: Vielleicht sind das nur spurious correlations, vielleicht aber auch nicht. Ob man nun die Ergebnisse der Bundestagswahl in den Ländern zumindest für die SPD und die AfD anhand der aktuellen Impfquoten vorhersagen sollte, oder ob die SPD ihre Wahlergebnisse durch mehr Impfbratwürste steigern sollte, oder die Union sich freuen darf, weil sie die Breite der Bevölkerung vertritt, der impfbereiten wie der impfskeptischen, oder ob man zu alldem Alice Weidel als Korrelationsorakel befragen sollte, das sei der nicht unbedingt ganz ernst zu führenden Diskussion der Leser/innen überlassen.

Kommentare (30)

  1. #1 Fluffy
    13. August 2021

    Sind denn da die neuen Bundesländer auch dabei?

    • #2 Joseph Kuhn
      13. August 2021

      @ Fluffy:

      16 hatte ich. Haben wir schon wieder neue?

  2. #3 Fluffy
    13. August 2021

    Die Zeit ist ja so schnelllebig bei diesem Streben nach Osterweiterung.

  3. #4 UMa
    13. August 2021

    Der Zuwachs der Erst-Impfquoten korreliert sehr stark mit der Inzidenz in den Bundesländern. Je höher die Inzidenz im Bundesland, um so mehr lassen sich impfen.
    Auch hat der Beginn der Schulferien in den Bundesländern einen Einfluss.

  4. #5 Fluffy
    13. August 2021

    Die Idee ist schon blendend, zwei auf den ersten Blick sehr unterschiedlich scheinende Größen zu korrelieren.
    Noch aussagekräftiger wäre es, man hätte hundert Pandemien zur Verfügung.

  5. #6 Fluffy
    13. August 2021

    @Uma
    Jetzt bleib doch mal bitte wissenschaftlich.

  6. #7 HerrXYZ
    13. August 2021

    @UMa: nur mal interessehalber: Wie hoch ist denn der Korrelationskoeffizient?

  7. #8 rolak
    14. August 2021

    Ob man nun .., oder ob

    Wenn ich das mit der Korrelation an sich richtig verstanden habe, müßten wir, um aufgrund der Quotentabelle korrelativ die Ergebnisse der anstehenden Bundestagswahl kristallkugeln zu können, die Impfquoten von in bummelig vier Jahren kennen.
    Sorry, aber das geht schneller: ich eröffne mit ‘einen Tag nach der Wahl’. Postfaktische Prognostik, neues Lieblingsfach 😉

    btw: wg der prophylaktischen ‘bloß keine Seitenteilung’-Abwehr ist (ua) hier, entgegen den üblichen zeichensatzigen Beschränkungen, das titelabschließende Fragezeichen in der url quasidrin: “als-krake-paul/?all=1”

    Wie hoch

    Umatisch hoch.

    • #9 Joseph Kuhn
      14. August 2021

      @ rolak:

      “Postfaktische Prognostik”

      Die gehört zu den exakten Wissenschaften. Wir haben auch in Deutschland erfahrene Fachleute der Hindsight Sciences.

  8. #10 hwied
    in seinem Lieblingssessel
    14. August 2021

    Wozu haben Parteien einen Namen ?
    Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Damit das Sozial nicht mehr auffällt nennen sie die Gegner SPD.
    Das ist der Trick mit den Abkürzungen. Und die Sozialdemokraten, so muss man sie nennen, die lassen sich impfen. Sozial , wie sie eben sind.

    Man sollte einmal eine Umfrage starten, was AfD heißt. Ich schätze, das wissen nicht viele. Die Parteienlandschaft ist zu einem Irrgarten geworden. Und weil sich hinter den Abkürzungen die Leute verstecken, die nach Impuls wählen, die lassen sich nicht impfen, jedenfalls nicht aus Überzeugung, die müssen geködert werden mit einer Wurst.

  9. #11 Fluffy
    14. August 2021

    Wenn ich das mit der Korrelation an sich richtig verstanden habe,

    Das mit der Korrelation ist doch eigentlich ganz einfach.
    90% der SPD haben sich impfen lassen und – 87% der AFD Wähler sind nicht geimpft.
    Einerseits ist es schade, andererseits rechne ich es Joseph Kuhn durchaus an, dass er seine Ergebnisse nicht als Studie veröffentlicht hat. Man vergleiche die von Thilo nebenan gezeigte unsägliche Studie.

    • #12 Joseph Kuhn
      14. August 2021

      @ Fluffy

      “– 87% der AFD Wähler sind nicht geimpft”

      Was nicht weiter schlimm wäre, wenn die anderen 100 % AfD-Wähler geimpft wären. Unklar ist mir noch, ob der Befund darauf hindeutet, dass der Gates-Chip die Geimpften politisch umprogrammieren könnte?

      “andererseits rechne ich es Joseph Kuhn durchaus an, dass er seine Ergebnisse nicht als Studie veröffentlicht hat”

      Ich hatte überlegt, sie beim Journal of Advanced Lateral Thinking einzureichen.

      Im Ernst: Was genau finden Sie an der nebenan bei Thilo gezeigten Studie “unsäglich”? Würde mich interessieren.

  10. #13 hwied
    in seinem Lieblingssessel
    14. August 2021

    Das Sozialverhalten korreliert mit den sozialen Kontakten. Und dabei hängt davon es ab, in welchem „Milieu“ die Kontakte stattfinden.
    Die Soziologen nennen diese Bereiche Gruppen und in den Gruppen gibt es die Gruppendynamik.
    Wenn die Mehrheit dieser Gruppe die Meinung hat, Impfen ist gut, dann verbreitet sich diese Meinung wie der Virus. Nach dem Grad der Ablehnung bei der AfD scheint die Gruppendynamik bei dieser Gruppe stark ausgeprägt,
    Die SPD wirkt über die Gewerkschaften auf ihre Mitglieder den Einfluss aus.
    Die Union ist moderat.
    Bei den Wählervereinigungen kommt es darauf an, welche Meinung der Vorsitzende vertritt. Viele Hausfrauen verlassen sich bei der richtigen Entscheidungen auf die Meinung ihres Parteivorsitzenden. Söder hätte seinen Stellvertreter in die Schranken verweisen müssen, ihm fehlt der Mut zum Letzten. Intelligenz wird so zum Hindernis.

  11. #14 Fluffy
    14. August 2021

    @#12
    Schreib ich noch etwas.
    Bin aber heute noch unterwegs.

  12. #15 hwied
    in seinem Lieblingssessel
    14. August 2021

    Herr Kuhn , Sie haben ja schon einmal eine Korrelation zwischen der Sterberate und einem Wahlergebnis hergestellt. Diesesmal könnte man ja schließen, dass die SPD Geimpften auch einfach nur älter sind, und deswegen auch vorsichtiger. Danach müsste der Altersdurchschnitt bei der AfD wesentlich niedriger sein.
    Die SPD ist demnach überaltert. Der CDU/CSU droht die gleiche Entwicklung.

  13. #16 Kurt Schumacher
    14. August 2021

    Die DLF-Nachrichten melden täglich die 7-Tage-Corona-Inzidenz und die Zahl der am Vortag beim RKI eingegangenen Covid19-Todesfallmeldungen (heute z.B. 11 Todesfälle). Die Todesfallzahlen sind seit Wochen erfreulich niedrig. Es ist zu hoffen, dass das so bleibt. Ein weiterer Anstieg der Impfquote würde wohl dazu beitragen, andere Maßnahmen vielleicht auch.

    Interessieren würde mich, ob dem RKI bei allen oder vielen der gemeldeten Covid19-Todesfälle Angaben zum Impfstatus vorliegen. Im Wochenbericht vom 12. August 2021 habe ich dazu nichts gefunden.

    Ideen und Maßnahmen, die Impfquoten zu erhöhen, sind willkommen. Das gilt vor allem für Nichtgeimpfte in den höheren Altersklassen, denn 92% der an Covid19 Gestorbenen sind 50 Jahre oder älter. Wie wäre es damit, wenn die Nachrichten täglich melden “Gestern wurden dem RKI 11 weitere Todesfälle gemeldet, davon mindestens x (hier Zahl einsetzen) ungeimpft”?

    Zugegeben, das ähnelt der Schocktherapie mit den Gruselfotos auf Zigarettenschachteln. Ob diese Fotos dazu beigetragen haben, dass sich der Anteil der Raucher in der Altersgruppe 15 bis unter 20 Jahre von 2005 (23,6%) bis 2017 (10,8%) mehr als halbiert hat?

    • #17 Joseph Kuhn
      14. August 2021

      @ Kurt Schumacher:

      “Interessieren würde mich, ob dem RKI bei allen oder vielen der gemeldeten Covid19-Todesfälle Angaben zum Impfstatus vorliegen.”

      Im Prinzip ja. Der Impfstatus ist ein Merkmal bei allen SARS-Cov-2-Meldungen.

  14. #18 RainerO
    14. August 2021

    @ Kurt Schumacher
    Zu Deutschland kenne ich keine aktuellen Zahlen, aber in den USA waren 99,5% der in den letzten sechs Monaten an Covid-19 Verstorbenen ungeimpft. Meine Vermutung ist, dass das in Deutschland nicht dramatisch anders sein wird.

  15. #19 hwied
    in seinem Lieblingssessel
    15. August 2021

    Ein weiterer Einflussfaktor ist kultureller Art. Die Hauptstadt von Baden Württemberg, Stuttgart, ist kulturell zweigeteilt. Links vom Neckar wird der rheinische Karneval gefeiert, rechts des Neckars, wo der Stadtteil Bad Cannstatt liegt, wird die alemannische Fasnet gefeiert. Die Kehrwoche ist ebenso rechtsneckarisch.
    Gestern war ich durch eine Umleitung gezwungen durch das Heusteigviertel zu fahren, das liegt links und was war, Menschenmassen, ohne Mundschutz und ohne Abstand , als ob es keine Coronakrise gäbe.
    Rechts , in der Altstadt von Cannstatt, da liefen mindestens die Hälfte der Leute mit Mundschutz herum und auch diszipliniert.
    Zur kulturellen Erbauung, das Grabmahl der Königin Katharina, eine russische Zarentochter liegt rechts. Die Cannstatter lieben ihre Katharina immer noch. Besuchen Sie einmal ihr Grabmahl auf dem Rotenberg, es wird ein magischer Moment werden und dann verstehen Sie auch , warum sich manche Menschen an die Ordnung halten und die anderen auf die Ordnung pfeifen.

  16. #20 UMa
    15. August 2021

    @HerrXYZ: Auch mit den Daten vom 12.8.2021 gerechnet, ist der Korrelationskoeffizient zwischen der 7 Tagesinzidenz und den Erstimpfungen der letzten 7 Tage, ebenfalls pro 100k Einwohner, der Bundesländer 0,875.
    Mit 2 Tagen Versatz sind es sogar 0,887.
    Wird aber vor allem durch Hamburg dominiert. Lässt man Hamburg weg, sind es nur noch 0,75 bzw. 0,78.

  17. #21 UMa
    16. August 2021

    @Kurt Schumacher:
    Zu den Todesfällen nach Impfstatus steht im Wochenbericht nichts. Aber aus den Angaben zur Hospitalisierung kann man eine Effektivität einer vollständigen Impfung gegen Hospitalisierung von 97 bis 98 Prozent errechnen.
    Auch ist in der Tabelle Klinische Aspekte für die KW31 die absolute Anzahl der Hospitalisierungen in der Altergruppe 35-59 Jahre am höchsten, gefolgt von der Altergruppe der 15-34 Jährigen.

    Die Anzahl der Todesfälle nach Alter in der Tabelle vom 12.8. ist für die letzte verfügbare Woche, die KW29 mit 13 erstmals für die Altersgruppe der 50-59 Jährigen am höchsten.

  18. #22 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/
    16. August 2021

    Erinnern Sie sich noch an die Krake Paul, die bei der Fussball-WM 2010 die Ergebnisse vorhergesagt hat?

    Die Krake hat keine Fußballergebnisse vorhergesagt und auch sonst nichts. Die Krake weiß gar nicht, was Fußballergebnisse und Vorhersagen sind.

    @hwied:

    Gestern war ich durch eine Umleitung gezwungen durch das Heusteigviertel zu fahren, das liegt links und was war, Menschenmassen, ohne Mundschutz und ohne Abstand, als ob es keine Coronakrise gäbe.

    Also Menschen draußen, an der frischen Luft, bei Windgeschwindigkeiten zw. 3 und 8 km/h und vorwiegend sonnigem Wetter? Wieso tragen da die Leute Masken und halten Abstand?

    • #23 Joseph Kuhn
      16. August 2021

      @ user unknown:

      “Die Krake hat keine Fußballergebnisse vorhergesagt”

      Schon wieder so ein merkwürdiger Zusammenhang: Ich habe auch keine Fußballergebnisse vorhergesagt.

      “Die Krake weiß gar nicht, was Fußballergebnisse und Vorhersagen sind.

      Das ist nicht nett. De mortuis nil nisi bene.

  19. #24 Fluffy
    17. August 2021

    @Joseph Kuhn #12

    Im Ernst: Was genau finden Sie an der nebenan bei Thilo gezeigten Studie “unsäglich”? Würde mich interessieren.

    Wie bei so einigen der Studien, die ich gesehen habe, finde ich, dass auch diese an der Oberfläche des Problems bleibt und haarscharf am Thema vorbei geht. Sie ist relativ kurz, was den Zeitaufwand zum Lesen glücklichrweise in Grenzen hält.
    In dieser Studie wird eine Umfrage zur Impfunschlüssigkeit, in Deutschland würde man auch Impfskepsis sagen, ausgewertet. Es wurden mehr als 5 Mio Amerikaner befragt, eine enorme Zahl, wenn man mit den in Deutschland üblichen Umfrage Samples von etwa 1000 Personen vergleicht. Was hätte man daraus machen können.

    Das generelle Fazit ist, dass die Impfskepsis von Januar bis Mai um ca 30% abgenommen hat. Aus der Beseitigung der logischen doppelten Verneinung Abnahme der Impfskepsis könnte man auch erhalten Zunahme der Impfbereitschaft. Da auch in den USA der Durchimpfungsgrad stetig ansteigt, erscheint dieser Trend also trivial.
    Bei der Analyse der Umfrageergebnisse konzentrieren sich die Autoren auf oberflächliche Äußerlichkeiten, Rasse und ethnische Herkunft, geographischen Wohnsitz und Bildungsgrad. In Deutschland erscheint es nahezu undenkbar, Impfskepsis (oder vielleicht sogar Kriminalitätsraten) auf Bürger mit deutschem, türkischen, polnischen oder russischem Hintergrund zurückzuführen. In den USA scheint das zur Normalkultur zu gehören. Und wenn bei Schwarzen die Impfskepsis am stärksten zurückgeht, führt man das auf den Erfolg von Impfkampagnen zurück. Sozio-ökonomische Gründe werden als Ursachen nicht weiter betrachtet, Im Text wird zwar kurz erwähnt, dass die Einkommensverhältnisse zwischen den betrachteten Gruppen sehr unterschiedlich sind, es spielt aber bei der weiteren Analyse der Ursachen keine Rolle.
    Was die geographische Verteilung angeht, so würde ich sagen, wenn ich die Ergebnisse einer Stichprobenanalyse betrachte, so wird es immer ein Ranking geben. Irgendjemand ist immer der zufällige “Spitzenreiter”. Und da die Werte mit der größten Skepsis im Januar beginnen und dann stetig abfallen, kann hier außer einem zufälligen Effekt erst mal nichts weiter beobachtet werden.
    Bei den Bildungsabschlüssen wird erwähnt, dass die Impfskepsis unter den Masterabschlüssen am geringsten und unter PhD Abschlüssen am größten ist, obwohl der Unterschiedlich im Bildungsgrad eigentlich nicht so groß scheint. Generell würde ich sagen, dass mit höherem Bildungsgrad auch das Einkommen höher ist, und man sich somit ökonomisch unabhängiger für oder gegen eine Impfung entscheiden kann.
    Bei den eigentlichen Gründen für eine Impfablehnung rangieren übrigens an Hand dieser Studie ganz vorne, Angst vor Nebenwirkungen, sowie Misstrauen geneüber den Behörden, jeweils ~49 %.
    Inwiefern diese Skepsis berechtigt ist, hätte es sich gelohnt auch im Rahmen dieser Studie nachzugehen.

    • #25 Joseph Kuhn
      17. August 2021

      @ Fluffy:

      Danke für die Erläuterungen.

      “Da auch in den USA der Durchimpfungsgrad stetig ansteigt, erscheint dieser Trend also trivial.”

      Da wäre ich vorsichtig. Man kann sich auch mit Impfskepsis impfen lassen (ich bin z.B. so ein Fall). Und die Durchimpfung ist vermutlich auch bei den Promovierten, also der Gruppe mit gleichbleibender Impfskepsis, gestiegen. Eine nach Impfstatus stratifizierte Auswertung wäre interessant.

      “In den USA scheint das zur Normalkultur zu gehören.”

      Ja, da ist man dort unbefangener als bei uns, auch bei anderen Themen. Das macht hochbrisante Auswertungen etwa der Sterblichkeit nach Ethnie möglich.

      “Generell würde ich sagen, dass mit höherem Bildungsgrad auch das Einkommen höher ist, und man sich somit ökonomisch unabhängiger für oder gegen eine Impfung entscheiden kann.”

      Das ist anzunehmen. Seltsamerweise wurde keine Einkommensvariable erhoben. Dann hätte man das vielleicht in der multivariaten Analyse berücksichtigen können (wobei allerdings Einkommen und Bildung möglicherweise zu hoch korrelieren).

      “Inwiefern diese Skepsis berechtigt ist, hätte es sich gelohnt auch im Rahmen dieser Studie nachzugehen.”

      Hätten Sie eine Idee für ein passendes Studiendesign?

  20. […] und Impfquoten: Die Corona-Impfung als Krake Paul? Gesundheits-Check am 13. August […]

  21. #27 Fluffy
    19. August 2021

    @#25

    Hätten Sie eine Idee für ein passendes Studiendesign?

    Ein Studiendesign zu entwerfen tu ich mich schwer. Das sscheint mir eher eine Domäne von Psychologen zu sein, die ja auch an der naturwissenschaftlichen Fakultöt untergebracht sind. Ich komme mehr aus der physikalisch-mathematischen Richtung.

    Eher als Bemerkung als Ideen würde ich aber sagen, zunächst sollte man das Ziel einer solchen Studie klar intern benennen. Zum Beispiel:
    “Feststellen der Gründe und Ursachen von Impfskepsis und Aufzeigen von Möglichkeiten zur Überwindung derselbigen.”
    Die Idee ein soziales Netzwerk zu nutzen finde ich sehr gut, da man dadurch sehr viele Menschen erreicht. Aus praktischen Gründen müssen die Fragen recht einfach gehalten werden, also Multiple Choice.
    Die grundlegenden Parameter sind ja schon enthalten,
    Alter, Geschlecht, Rasse bzw. Ethnie, geographische Herkunft, Bildungsabschluss, Grad der Impfskepsis oder Befürwortung.
    Ich würde folgende Parameter (wie von Ihnen oben auch schon teilweise angedeutet) hinzunehmen:

    – Jahreseinkommen
    – Art der Beschäftigung, selbständig oder abhängig
    – Bereich der Beschäftigung,
    medizinischer, schulischer, Pflege, universitär, behördenähnlich, Produktion (generell geht es darum, wieviel Kontakt mit Menschen man hat, und ob der Arbeitgeber eventuell Druck ausüben wird)

    Bei den oben genannten Hauptgründen für eine Impfskepsis führen ja Angst vor Nebenwirkungen und Misstrauen gegenüber den Behörden.
    Deswegen wäre es interessant zu erfragen, wie viele Leute mit Impfnebenwirkungen kennen Sie? Arbeiten Sie in einer Behörde?.

    Im Moment gehen wir in eine gewisse Impfsättigung. Die lässt sich nicht beseitigen, indem man Kinder impft. Den in Deutschland fabrizierten Versuch, Leute mit einer Bratwurst und einer Karusselfahrt zu ködern halte ich für armselig. Den wirklich bedürftigen Kindern sollte man wenigstens einen ganzen Tag auf dem Rummel spendieren.

    Die Besserverdienenden kann sowieso nicht unmittelbar materiell ködern. Man kann ihnen kein Geld wegnehmen. Hier kämen nur indirekte Maßnahmen, die mit Einbußen am Arbeitsplatz zusammenhängen in Frage. Ich empfehle das nicht, es könnte aber eine logisch erscheinende Schlussfolgerung sein.

    Generell darf der Fragenkatalog nicht zu umfangreich sein, um die Geduld der Menschen nicht überzustrapazieren .

    • #28 Joseph Kuhn
      19. August 2021

      @ Fluffy:

      Bei dem Thema gibt es noch viele spannende Fragen. Ich bin gespannt, was z.B. die Erfurter COSMO-Studie in den kommenden Erhebungswellen noch über Impfvorbehalte zutagefördert.

  22. #29 Fluffy
    20. August 2021

    Tja, so ist das. Die Cosmo-Studie war ja hier schon mal erwähnt worden, hatte ich aber nicht mehr auf dem Schirm.
    Danke für den Tip. 😉

  23. #30 UMa
    20. August 2021

    @Kurt Schumacher
    Im Wochenbericht dieser Woche sind Angaben zu den Todesfällen nach Impfstatus.

    Von den 1871 verstorben COVID-19 Fällen im alter von 18-59 Jahren seit der 5 KW war nur einer ein Impfdurchbruch.

    Bei den ab 60 Jährigen ist die Anzahl der Verstorbenen höher, auch mit Impfung.

    Aus den Rohzahlen errechne ich folgende Reduktion der Sterblichkeit an COVID-19 durch vollständige Impfung.

    Für 18-59 Jährige reduziert sich die Sterblichkeit durch vollständige Impfung um 99,5 Prozent.
    Für über 60 Jährige reduziert sich die Sterblichkeit durch vollständige Impfung um 90 Prozent.
    Darunter: Für 60-79 Jährige reduziert sich die Sterblichkeit durch vollständige Impfung um 95 Prozent.
    Darunter: Für über 80 Jährige reduziert sich die Sterblichkeit durch vollständige Impfung um 88 Prozent.

    Zum Vergleich aus den Berichten aus England. Dort reduziert sich die Sterblichkeit bei über 50 Jährigen um 93,6 Prozent.

    Die relative Reduktion der Sterblichkeit ist also bei jüngeren größer, als bei älteren. Da aber die Sterblichkeit bei älteren sehr viel höher ist, ist dort die absolute Reduktion trotzdem größer.
    Allerdings ist der Haupteffekt bei den über 80 Jährigen in der Vermeidung einer symptomatischen Erkrankung überhaupt.