Erinnern Sie sich noch? Im September 2022 wurden die Nordstream-Pipelines durch Sprengsätze zerstört. Der Westen beschuldigt Russland, Russland beschuldigt den Westen, insbesondere Großbritannien und die USA. Die Untersuchungen liefern nur spärliche Informationen. Die Pipelines sind in einer Länge bis zu 250 m zerstört, es soll eine Sprengung von außen gewesen sein, mit großer Sprengstoffmenge, und zur Tatzeit waren „dark ships“ in der Nähe. Die geheimnisvolle Bezeichnung meint Schiffe ohne Erkennungssignale, „dark ships“ klingt halt mehr nach James Bond, wie direkt aus dem CIA-Ticker.

Aber wer es war, weiß man nach wie vor nicht. Oder genauer: Weiß die Öffentlichkeit nicht. Irgendwer war es, die wissen es natürlich, und vielleicht wissen es andere Regierungen auch, finden es aber ebenfalls besser, offiziell nichts zu wissen. Wer weiß.

Kein Wunder, dass die Lücke des Wissens bei diesem Plot schnell mit Spekulationen und Verschwörungstheorien gefüllt wurde. Auch spieltheoretische Überlegungen wurden ins Feld geführt, die aber auch nicht mehr Erkenntnisse als andere Gedankenspielereien gebracht haben.

An gesichertem Wissen gibt es also wenig: Es war ein Anschlag, die Verursacher wollen vorerst unbekannt bleiben, und falls die „Gegenseite“ etwas weiß, hält sie es bislang auch für besser, nichts nach außen dringen zu lassen.

Ich will jetzt nicht den diversen „Die waren es, weil“-Spekulationen weitere hinzufügen, sondern auf einer Meta-Ebene spekulieren. Und nur ein kleines bisschen. Kann es sein, dass das Schweigen ein kalkuliertes Mittel der Entskandalisierung und Entwichtigung der Wahrheit durch verstreichende Zeit ist? Durch die Kumulation zwischenzeitlich anderer Kriegsereignisse, die den Anschlag zu einem Ereignis unter vielen im Krieg machen? Erst recht, wenn noch Zerstörungen folgen, die die öffentliche Aufmerksamkeit in besonderer Weise auf sich ziehen: wenn beispielsweise die Ukraine endgültig die Landbrücke zwischen Russland und der Krim zerstört, oder das Kernkraftwerk Saporischschja ernsthaft beschädigt die Region radioaktiv verseucht wird, oder Russland doch eine taktische Atombombe einsetzt. Wer wird dann noch die Sprengung der Nordstream-Pipelines für etwas Besonderes halten?

Ich frag ja nur.

Kommentare (47)

  1. #1 rolak
    11. Januar 2023

    etwas Besonderes?

    Also mir fällt jetzt kein anderes Attentat auf ne unterseeische Pipeline ein. Also auf hoher See, auch wenn die Ostsee oft als überschwemmte Wiese gedisst wird.

    Entweder hat eine Marginalisierungs-Strategie Erfolg gehabt oder dieser Stuss hat Premieren-Charakter.

  2. #2 ajki
    11. Januar 2023

    “Kann man das ohne Verschwörungstheorien diskutieren?”

    Selbstverständlich – aber die Diskussion wird sehr kurz und bemerkenswert einvernehmlich sein. Sie würde ungefähr enthalten, was oben im Blogtext schon in einem halben Absatz steht, nämlich dass keine öffentlichen Verlautbarungen bekannt sind über Ermittlungsergebnisse zu Spuren oder Quellen. Da nun mal bislang nichts Gesichertes bekannt gemacht wurde, ist die “Diskussion” insoweit beendet als sie etwa das Ziel hätte, “Schuldige” auszumachen. Das ist derzeit einer Öffentlichkeit nicht möglich, auch wenn die überwiegende Mehrzahl der Interessierten sich anderes wünschen würden.

    Man könnte natürlich (endlos) anderes diskutieren: z.B. inwieweit man überhaupt Infrastruktur besser schützen kann gegen Sabotage oder Schäden, wie viel würde das bringen, wie viel würde das mehr kosten usw.

  3. #3 Alisier
    11. Januar 2023

    “Entwichtung” gefällt mir ausgesprochen gut.
    Mehr möchte ich nicht sagen.
    Der Rest soll dann auch Schweigen sein.

    • #4 Joseph Kuhn
      11. Januar 2023

      @ Alisier:

      “Entwichtung” habe ich aber nicht geschrieben. Was du mit deinem Kommentar sagen willst, verstehe ich auch nicht. Ist das wieder einer deiner neuerdings häufigen Troll-Kommentare?

  4. #5 Alisier
    11. Januar 2023

    @ Joseph Kuhn
    “Entwichtigung” natürlich….Tasten-.Ausrutscher meinerseits.
    Und bitte nicht immer Trolle vermuten wenn kryptische Müdigkeit als Erklärung ausreicht.

    • #6 Joseph Kuhn
      11. Januar 2023

      @ Alisier:

      Da bin ich doch beruhigt. Ich habe schon angefangen, mir Sorgen um deine innere Balance zu machen.

  5. #7 hto
    12. Januar 2023

    Feststeht, der Anschlag ist im Zusammenhang mit Russland und dem Ukraine-Krieg erfolgt. Einem Krieg, der einfach zuviel Zustimmung und zuwenig Kommunikation über die Hintergründe hat, obwohl er faktisch schon 1996 verursacht worden ist, durch eine Konferenz in den USA, die von Gorbatschow initiert wurde, um der Globalisierung eine fairere Funktionalität zu geben. Eine Konferenz, wo die Deutungshoheit des “freiheitlichen” Wettbewerbs, den “kleineren” Ländern weiter die Bedingungen einfach überstülpen wollte, was diese damals noch abgelehnt haben.
    Ich kann mir also gut vorstellen, wieso der Anschlag auf Nordstream vom Westen durchgeführt wurde, auch weil unser Kanzler so plötzlich, gegen die gesetzmäßige Vereinbarung keine Waffen in Krisengebiete, doch Waffen liefert.

  6. #8 Robert
    Woanders
    12. Januar 2023

    Ich klügsten wäre es eigentlich, wenn wir, die Bundesrepublik, es selber gewesen wären. Öl bekommen wir durch diese Röhre sowieso nicht mehr, aber die Diskussion wäre ewig weitergegangen. So ist ein Final geschaffen und etwaige Druckmittel außer kraft gesetzt.

    Aber wir sind ja die “guten” und unser Geheimdienst etwas flügellahm, also waren wir es natürlich nicht.

  7. #9 Aginor
    12. Januar 2023

    Ich frage mich bei so Ereignissen immer gerne:

    Spielt es eigentlich eine Rolle?

    Ich bin da sozusagen ergebnisorientiert. Die Pipeline ist kaputt, und wer auch immer sie zerstört hat, hat uns damit sehr wahrscheinlich einen Gefallen getan.
    Klar ist es blöd dass dabei auch Umweltzerstörung stattgefunden hat und Steuergelder mehrerer Staaten verschwendet wurden, aber im Vergleich zu dem was wir sowieso täglich verursachen ist es nicht allzu viel.

    Und ja, da praktisch jeder ein Motiv hat (und sei es, das ganze der Gegenseite anzulasten) und alle etwas davon haben dass das Ding kaputt ist, ist es für mich eher ein weniger wichtiges Ereignis innerhalb des Gesamtgeschehens. Ab und an habe auch ich Spaß an Spekulationen, aber hier sind sie recht sinnlos und es gibt genügend anderes zum drüber spekulieren.

    Gruß
    Aginor

  8. #10 M. Hahn
    12. Januar 2023

    Unterstellt, wir leben in einer Zwei-Block(“Wir-Die”)Welt.
    Unterstellt, nicht nur die einen (Täter) sondern auch die anderen wissen, wer’s war.

    Welchen Grund hätten die anderen zum Schweigen?
    Einen allgemein (auch von den anderen) anerkannten Schuldnachweis wird es eh nie geben. Die Pipeline ist eh kaputt. Also vielleicht die Überlegung, eine spätere Verhandlungs-Situation dadurch etwas zu enstpannen, dass man sich einigt, das Thema beiderseits auszuklammern? Oder gar, ich träume mal, die Leitung auf gemeinsame Kosten zu reparieren.

    Warum die einen schweigen?
    Man zeigt allen, die es einem zutrauen, was man kann. Das Schweigen lässt offen, was man vielleicht *NOCH* kann. Das bringt Respekt, in des Wortes unschönster Bedeutung.
    Bitte diesen arg hinkenden Vergleich nicht falsch verstehen:
    Israel schweigt zu seinen Kernwaffen. Warum?

    Unterstellt, wir leben in einer Mehr-Block-Welt, wird die Antwort wohl gänzlich unlösbar..

  9. #11 schlappohr
    12. Januar 2023

    Es stellt sich die Frage, was man unter einer Verschwörungstheorie versteht. Irgendwelche dunklen Mächte die am Rande der Realität operieren mit Waffen, die es nach aktuellem Stand der Forschung gar nicht geben könnte? Eher nicht, dafür aber sicher ein internationales Ränkespiel zwischen Leuten, die keine Publicity mögen.

    Ein paar Gedankenspiele dazu:

    War es Russland? Was hätten sie davon, da sie doch ohnehin kein Gas mehr liefern? Zudem hatten westliche Geheimdienste angeblich keinerlei Hinweise auf Vorbereitungen für diese Aktion seitens Russland. Aber wer weiß schon, was Geheimdienste wissen.

    War es Russland, aber nicht Putin? Gerüchteweise hat er ja nicht nur Freunde im eigenen Land. Das würde auch erklären, warum die Russen so brennend daran interessiert sind, an den Untersuchungen beteiligt zu werden.

    Wer hätte einen Nutzen von dieser Aktion? Da fallen mir im Wesentlichen Norwegen und Saudi-Arabien ein. Den Norwegern wollen wir mal nichts Böses unterstellen. Die Saudis… nun ja. Und wollten die nicht mal unbedingt deutsche U-Boote kaufen vor ein paar Jahren? Keine Ahnung, ob der Deal stattgefunden hat.

    USA und England… würden sich kaum die Mühe machen, jetzt wo die Beziehungen des Westens zu Russland kollabiert sind. Und da kaum zu erwarten ist, dass sich in Russland in absehbarer Zeit eine zuverlässige und Pro-westliche Regierung bilden wird, sind die Pipelines eigentlich nur noch Schrott wert. Wenn sich die Beziehungen wieder normalisieren, dann sicher erst dann, wenn die Rohre ohnehin durchkorrodiert sind.

    Vielleicht ist das ganze auch nur eine der zahlreichen Destabilisierungsaktionen gegen den Westen. Da wären wir dann wieder bei Russland.

    Oder waren es die Chinesen, die ja schließlich die ganze Welt mit Solarpanels beliefern? Oder gar Greenpeace, oder die Last Generation? Obwohl nein, die hätten sich dran festgeklebt.

    Spaß beiseite, ich bin wirklich neugierig, was da herauskommt.

  10. #12 Alisier
    12. Januar 2023

    Wenn hto und Robert zumindest so halb der Meinung sind, dass es “Der Westen” war, dürfen wir getrost davon ausgehen, dass es sich mit ziemlicher Sicherheit um eine russische Aktion handelt.
    Denn dass die beiden irgendwann richtig gelegen hätten ist mir nicht in Erinnerung.

  11. #13 Mutant77
    12. Januar 2023

    Naja, was die Reaktionen auf die Sprengung eines der wichtigsten Teile der Energieversorunginfrastruktur in Europa zeigt ist, dass es der Politik relativ egal ist was Verbraucher oder Industrie für Energie bezahlen, wenn es um Geopolitische Ziele geht.

    Grundsätzlich scheint die aktuelle Politikergeneration viel mehr wert auf einen geopolitischen Gleichklang zu legen und weniger auf die wirtschaftlichen Interessen der Menschen. Aber das hat sich ja schon länger abgezeichnet, das die “Moral” ein gutes Verkaufskonzept von allem ist. Da ist die Sprengung einer Pipline noch das geringste Problem.

  12. #14 Herr ɟuǝs
    voll daneben
    12. Januar 2023

    ChInA fällt Euch der Zusammenhang zur Coronapandemie nicht auf Wuh’ms 😉
    und der SPAM versteht kein japanisch

  13. #15 knorke
    12. Januar 2023

    Zu genau dieser Frage gibt es ein sehr sehenswertes Video von Anders Puck Nielsen.

    Wobei auch dort natürlich keine wirklichen Antworten gegeben werden, sondern lediglich Ansätze zu Antworten. Nielsen ist da natürlich nicht ganz neutral, aber er hat recht interessante Argumente.

  14. #16 knorke
    12. Januar 2023

    @9 Aginor
    Nunja, ich denke mal es spielt eine Rolle wer es war, denn wenn dem nicht so wäre würde man es ja nicht untersuchen und sich ggf. auch nicht scheunen den/die Täter zu nennen. Letztlich geht es da um Außenpolitische Optionen, die man nicht verschließen will – sei es Deeskalation, Machterhalt, Zusammenhalt oder was auch immer. Mich interessiert die Frage eigentlich auch nicht so sehr, aber wichtig ist sie ohne Frage aufgrund der möglichen Konsequenzen einer Antwort.

    Wobei es durchaus richtig ist, dass die Sprengung sowohl den Amerikanern als auch dem deutschen energie-politischen Kurs im Großen und Ganzen eher genutzt hat – in gewisser Hinsicht hat. Auch den Ukrainern, auch den Polen und auch den Russen. Die halte ich persönlich weiterhin für am naheliegensten – meine porivattheorie ist, dass die Russen damit sowohl Druck erzeugen wollten als auch mal auf den Busch klopfen, wie weit die öffentliche Meinung in DE, Europa oder Gesamt-NATO sich dadurch verändert. Dass kurz danach auch DB sabotiert wurde war sicherlich kein Zufall.
    Für Russland hat das aber auch handfeste Nachteile falls sie es waren: Der Absatzmarkt ist so gut wie endgültig hin, egal, wer mal in DE regieren wird. Das macht Russland aber nicht zu Unverdächtigen: Konflikteskalation führt immer irgendwann zu einem Punkt, wo man Dinge macht, die dem anderen schaden, egal ob sie einem auch selbst schaden. Unser Prof. hat uns dazu damals den Film “Der Rosenkrieg” ans Herz gelegt.

    Vielleicht wirds irgendwann nochmal rauskommen, aber sicher nicht, bevor nicht sehr viel Tang über die Reste gewachsen ist.

  15. #17 fauv
    12. Januar 2023

    Heutzutage wird die Erde von Satelliten umrundet, die jeden m² fotografieren. Man kann feststellen wann , welches Schiff einen Hafen verlassen hat, man kann festellen, wann dieses Schiff wieder zurückgekehrt ist.

    Also, die Sachlage dürfte ziemlich klar sein. Was folgt ist Politik .

    Die Presse ist jetzt in der glücklichen Lage frei zu spekulieren.
    Der Leser kann sich mal mit Sherlock Holmes anfreunden und fragen, wer war die ganze Zeit vorher gegen diese Pipeline. Damit hätten wir schon einmal als Leser einen Verdächtigen.
    Zweite Frage, wer profitiert von der zerstörten Pipeline ?
    Lieber Leser, behalte deine Überlegungen für dich, nicht dass man dich als verschwörungsgläubig einstuft.

  16. #18 RainerO
    12. Januar 2023

    @ Alisier
    Wobei hto als Steinzeitkommunist wohl auch in die typische Falle tappt, dass er zu glauben scheint, (das politische) Russland wäre noch immer in irgend einer Weise so etwas wie kommunistisch (und damit ist es zu unterstützen).

  17. #19 Kurt Schumacher
    12. Januar 2023

    Leider weiß ich auch nicht, wer die Pipeline gesprengt hat. Ich kenne lediglich Leute, die von der Frage ausgehend “wem nützt das” genau erklären können, wer es war. Das ist ganz nett, aber kein Beweis.

    Beisteuern kann ich aber folgende Gedanken:

    Es gibt Verschwörungen. Manchmal werden die auch aufgedeckt und es kommt mehr oder weniger Licht ins Dunkel, z.B. weil die Presse oder zuständige Strafverfolgungsbehörden ordentlich gearbeitet haben, oder wenn eine Sache vor Gericht öffentlich verhandelt wird und bisher unbekannte Fakten offengelegt werden. Über andere Verschwörungen, die nicht aufgedeckt werden, weiß man halt nichts Genaues.
    Was aber nach meiner Erfahrung gilt – jedenfalls habe ich noch nicht erlebt, dass diese Aussage widerlegt wurde – ist der Satz “Verschwörungstheorien sind immer falsch”.

    Was meine ich damit? Ganz einfach, die Wahrheit ist immer viel banaler oder viel komplexer. Die Verschwörungstheorie jedenfalls, die gerade im Umlauf ist, kann man getrost vergessen.

    Ach ja, und WordPress hat sich seit ein paar Wochen gegen mich verschworen: Mehrere Versuche, das E-Mail-Abo für Joseph Kuhns Beiträge auf dieser Seite abzuschließen, sind mit mehreren (verschiedenen) E-Mail-Adressen gescheitert, trotz Opt-In und Bestätigungs-Mail. Bis November hatte es funktioniert. Aber jetzt – Joseph Kuhn schreibt einen neuen Beitrag, und ich bleibe uninformiert. Schade eigentlich. Also prüfe ich die Seite regelmäßig manuell. So bleibe ich hinsichtlich frisch aufgedeckter Verschwörungen und neuester Storchenkorrelationen auf dem aktuellen Stand.

    • #20 Joseph Kuhn
      12. Januar 2023

      @ Kurt Schumacher:

      “E-Mail-Abo”

      Ich fürchte, das hat mit dem Teilrückzug von Konradin Medien aus dem Support für Scienceblogs zu tun. Die Pingbacks funktionieren auch nicht mehr, obwohl sie in meinem Blog-Dashboard aktiviert sind.

  18. #21 knorke
    12. Januar 2023

    Warum ich eine handvoll Kommentare weiter oben das YT-Viedeo velrinkt habe: Die Frage “wem nützt es?” ist zu kurz gegriffen. Die interessantere Frage ist, wie würde jemand vorgehen, der ein bestimmtes Ziel erreichen will, und wessen (von uns bzgl. der Öffentlichkeit unterstellte Ziele) passen zu dem, was wir über den tatsächlichen Hergang wissen. Ich denke, das kommt in der Debatte generell – und auch hier – deutlich zu kurz. Ich kann daher nur nochmal dafür werben, sich das anzuschauen 😉

    …und natürlich kann man auch immer alles so aussehen lassen, als wäre es jemand Anderes gewesen, also False Flag. Aber das geht dann wirklich ohne stichhaltige Beweise direkt und im Höllentempo in Richtung VT.

  19. #22 naja
    12. Januar 2023

    @Robert #8

    Diese Logik habe ich genauso auch auf Russland angewandt gehört.
    Wäre die Pipeline noch intakt, würde nach dieser Logik die Debatte in Russland etwa lauten: Wenn Russland sich aus der Ukraine zurück zieht (und Putin damit höchstwarscheinlich Geschichte wäre), könne man den Westen wieder mit Gas beliefern und die Sanktionen würden aufgehoben. Also schaffe man lieber Tatsachen und zeige den Oligarchen, dass der Bruch mit dem Westen endgültig sei und es kein zurück gebe. Was Putins Sicherheit im Amt und am Leben erhöhe. Alles in Konjuktiv 1 und 2.

    @ Knorke
    Oder China. Weil China Interesse daran hat, dass Russland vom asiatischen Absatzmarkt abhängig ist und sie so den Preis für Rohstoffe besser diktieren also drücken können. Damit haben wir fast alle global player am Start 😉

    @Joseph Kuhn
    Man kann dieses Thema tatsächlich kaum diskutieren, ohne in Spekulationen zu verfallen.
    Aber einen hab ich noch.
    Es könnte auch eine Verwichtigung der Wahrheit sein, indem man erst kommuniziert wer es war, wenn man belastbare Untersuchungsergebnisse hat, mit denen man zumindest einen Großteil der Menschen überzeugen kann.

    • #23 Joseph Kuhn
      12. Januar 2023

      @ naja:

      “Es könnte auch eine Verwichtigung der Wahrheit sein …”

      Ja, klingt plausibel.

  20. #24 Holger
    12. Januar 2023

    zumin dest ist ja einfache Reparatur (da stand in diversen Veröffentlichungen was von Kosten im Bereich von nur halber Millarde, also erheblich weniger als Neubau) möglich.

    und egal mit welchem Staat – sobald Krieg und Konflikt vorbei – ist es nötig, sinnvoll und gut dann wieder Handel zu betreiben. das wurde sogar damals mit Deutschland nach dem Krieg getan.
    es bringt niemandem was dauerhaft Konflikt zu haben.

    und Erdgas ist ja nicht nur als Heizmittel benötigt. gerade chemische Indusstrie für Medikamente oder Dünger Rohmaterial benötigt das Zeug als Rohstoff.
    und zu hohe Rohstoffkosten sorgt dafür dass andere Länder diese Industrie sinnvoller betreiben kann was dann wieder Abhängigkeit hervorruft.
    das ist auch nicht sinnvoll.

  21. #25 Soberminded
    12. Januar 2023

    Kann man das ohne Verschwörungstheorien diskutieren?

    Kann man natürlich nicht. Irgendwas passiert, dann tritt eine offizielle Amtsperson vor das Mikrofon/Kamera und erklärt mit einem Hochton von Betroffenheit und Rechtschaffenheit irgendwas von Terrorismus und “lückenloser Aufklärung/Transparenz”… aber dann wird verlautbart, das man die Öffentlichkeit/Verbündete/Volk/Hegemon leider nicht mit der Wahrheit beunruhigen/vor den kopf stoßen/hintergehen könne/darf.
    Und dann wird der Ochs vorm Tor stehen gelassen….
    Oder irgendeine andere Seltsamkeit entschuldigt das Ausbleiben der Aufklärung. Oder die Aufklärung fühlt sich seltsam an, aber man bleibt natürlich dabei….und alle Dokumente werden sogleich für 150 Jahre unter Verschluß gehalten.

    Die Frage, wieso man immernoch behauptet, wir lebten in der “freihesten und gerechtesten und liberalsten” welt, ist absurd und angesichts der unendlichen Missinformation, die dem “Wähler” vorgelegt wird, erübrigt sich die Frage nach dem “mündigen Bürger”, der der eigentliche “Souverän” sein soll. Die Sache mit der “Freiheit” war wohl der dümmste Move aller Zeiten. Den Eindruck muß man halt zwingend bekommen, wenn man die Einzelbedingungen miteinander verknüpft. Und wem der nicht kommt, der beweist damit, das er “unzurechnungsfähig” und damit kaum “Rechtsfähig” im Sinne des “Volkssouveräns” ist. Ode schlicht nur ein übler Opportunist ist.

  22. #26 Hasehoppel
    Vienna
    12. Januar 2023

    Kann man das ohne Verschwörungstheorien diskutieren?
    —> man sollte/kann/darf es ALS VerschwörungsTHEORIE diskutieren. Vielfach spricht man nun allg. von Verschwörungserzählungen oder -mythen, weil mit klass. VT wie 9/11 eben keine – einem positivistischen wissenschaftstheoretischen Verständis entsprechenden – Ansprüche verbunden sind, sie durch Beobachtungen (z. B. Experimente) oder allg. mittels empiristischer Verfahren zu prüfen, sondern oft lediglich die “offizielle” Version angezweifelt wird, ohne eine einigermaßen fassbare Alternativhypothese (mit der Ausnahme, dass sich die meisten (wenn nicht sogar alle) klass. Verschwörungsmythen als zutiefst antisemitisch entpuppen), vorzulegen. [Vgl. Dr. Michael Blume, “Verschwörungsmythen: Woher sie kommen, was sie anrichten, wie wir ihnen begegnen können].

    Wird man nun mit dem Sachverhalt der Sprengung konfrontiert, kann man nun (warum auch nicht?) dazu Theorien aufstellen, wie bereits jemand im Forum sagte/schrieb, gab und gibt es ja reale Verschwörungen. Offizielle Untersuchungen laufen parallel. Hier sind ja mE nach mindestens zwei spannende Fragen zu beantworten, neben dem klass. “Wer war’s?” haben wir ja auch noch “Warum erfährt man nix?”, quasi 2 “VT” zum Preis von einer Inwieweit einem diese Spekulationen aber helfen oder gut tun, möge jede/r für sich selbst entscheiden. Wie in Posting #17 bemerkt, wird man zu gegebener Zeit die eigene Hypothese überprüfen können.

  23. #27 wereatheist
    13. Januar 2023

    @Mutant77:

    Ich seh das so ziemlich umgekehrt: schon bei der Planung der Pipelines war Allen bewusst, dass die Dinger politisch äußerst heikel sind, weil mit ihnen politische Interessen von Verbündeten (z.B. Polen) brüsk übergangen werden, für kurzfristige Vorteile für deutsche Industrie und Verbraucher.
    Mit den Sprengungen wurde ein Deutscher Sonderweg vorerst beendet. Ein Gefallen für uns Alle (wenn auch nicht speziell für Unsdeutsche).

  24. #28 PDP10
    13. Januar 2023

    Um die Frage aus der Überschrift auf zu nehmen:

    Natürlich kann man das ohne Verschwörungstheorien diskutieren. Die Diskussion wird dann nur ziemlich kurz, weil wir darüber ziemlich wenig wissen. Das einzige was sicher ist, ist dass die Schwedische Regierung, die die Ermittlungen führt mauert und dass es mit großer Wahrscheinlichkeit kein Unfall war.

    Man kann auch annehmen, dass das eine echte Verschwörung war. Das ist sogar sehr wahrscheinlich. Was man aber nicht kann, ist irgendwelche bunten Theorien um das wer, was, warum usw. zu stricken, weil siehe oben.

    Beides unterscheidet sich denn auch vom Denkansatz der Verschwörungstheoretiker, die keine Ambivalenz aushalten können und bei dem Satz “wir wissen es einfach noch nicht” sofort Schreikrämpfe kriegen.

  25. #29 hto
    14. Januar 2023

    https://www.jungewelt.de/artikel/442824.zerst%C3%B6rte-pipelines-bleiernes-schweigen.html

    Das riecht doch sehr sehr nach Verschwörungstheorie!? 😉

  26. #30 RainerO
    14. Januar 2023

    Die junge Welt wird von 2701 GenossInnen herausgegeben

    Ok, danke für die Warnung… – erspart mir den Rest*.
    ——————————————————————————-
    * Ich habe trotzdem einen kurzen Blick in das dort Veröffentlichete geworfen. Jetzt ist mir auch klar, wie htos gruselige Weltsicht zustande gekommen ist, bzw. wodurch sie gestützt wird.

  27. #31 Alisier
    14. Januar 2023

    2701, the number of the leftist beast.
    Das kann doch kein Zufall sein….

  28. #32 RPGNo1
    14. Januar 2023

    Die junge Welt (jW) ist eine überregionale deutsche Tageszeitung. Sie versteht sich als unabhängiges, marxistisches Medium. Nachdem das Blatt von seiner Gründung 1947 bis 1990 das Zentralorgan der FDJ in der DDR war und nach der Wende zunächst ein breiteres Spektrum vom Reformsozialismus bis zu orthodoxem Marxismus abdeckte, verengte sich die Blattlinie ab 1997 auf Antiimperialismus und Antikapitalismus. […] Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft die Zeitung als linksextremistisch ein.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Welt

    Kein Wunder, das dass ein Salonkommunist wie hto dieses Kampfblatt gut findet.

  29. #33 PDP10
    14. Januar 2023

    Was ist? hto liegt doch völlig richtig. (nur mit dem Smily am Ende nicht).
    Spätestens ab dem drittletzten Absatz geht das Verschwörungstheoretische Geraune los. Wenn auch, wie immer, verklausuliert hinter den üblichen “es könnte doch” und “ich frag ja nur”.

    Leider bestätigt sich da das Klischee über solche kümmerlichen Ideologischen Kampfblättchen. Schade. Früher war das mal eine ernst zu nehmende Zeitung (ich hab die bis Mitte der Neunziger sogar hin und wieder gelesen) bis die Neo-Stalinisten da das Kommando übernommen haben. In der Folge hat sich dann auch die halbe Redaktion abgespalten und die “Jungle World” gegründet.

  30. #34 Klaus Trophobie
    15. Januar 2023

    Am ehesten stört mich an dem Thema das die Putinversteher (in meinem Umfeld) die reflexartige, mediale Frage “War es Russland?” zur Bildung ihrer Opferrolle gebrauchen.

    Ich stehe da dann auch ohne Argumente da, eben weil ich mich auf keine VT einlassen möchte, in der Diskussion ein “ich weiß es nicht” aber nicht wirklich akzeptiert wird. Es wird quasi erwartet das man Russland die Schuld gibt. Und der Umstand das man auch die Frage nicht stellt ob es die USA war wird als Parteilichkeit interpretiert.

    Wobei die Prämisse das eine zweite Partei weiß wer verantwortlich ist an sich schon sehr schwierig ist. Man sieht es auch bei ein paar Kommentaren hier das die nötige Zeit zur Bildung von Wissens nicht bewilligt wird. Die Vorstellung das wir doch alle Schiffe total und lückenlos überwachen können wird gleich zum Indiz umformuliert.
    Das diese Vorstellung mit der Realität kollidiert könnte man z.B. anhand MH370 erkennen. Aber wie in VT-Kreisen üblich gibt es auch dazu eine (vermutlich inkompatible) VT…

    Meine persönliche Einschätzung: Im Vergleich wie lange andere Ermittlungen dauern halte ich es für unwahrscheinlich das es zu diesem Zeitpunkt schon eine zweite, wissende Partei gibt. Das es das nur Anhand konkreter Beweise geben wird ist, in Anbetracht des Standorts vom Zielobjekt, generell fraglich. Sehr Wahrscheinlich wird die Antwort Nachrichtendienstlich ermittelt. Und, wie in diesen Kreisen üblich, werden wir (die Öffentlichkeit) auf eine Antwort dieser Art ganz besonders lange warten müssen…

  31. #35 wereatheist
    15. Januar 2023

    @Klaus Trophobie:

    halte ich es für unwahrscheinlich das es zu diesem Zeitpunkt schon eine zweite, wissende Partei gibt. Das es das nur Anhand konkreter Beweise geben wird ist, in Anbetracht des Standorts vom Zielobjekt, generell fraglich.

    Wenn das so ähnlich abgelaufen ist, wie ich vermute,
    haben die Ermittler schon kleine Metallfetzen gefunden, auf denen (Fragmente von) Inschriften sind, die Rückschlüsse auf Hersteller und damit zumindest indirekt auf den Akteur zulassen.
    Es bleibt auf jeden Fall spannend!

  32. #36 uwe hauptschueler
    15. Januar 2023

    Beim “Celler Loch” hat es ein paar Jährchen gedauert bis der Urheber, niedersächsische Verfassungsschutz, aufflog. Die ein oder andere Regierung wird hoffen, daß nicht irgendwelche Verrückten eines eigenen Geheimdienstes die Pipeline in die Luft gejagt haben.

  33. #37 Onkel Michael
    https://onkelmichael.blog
    17. Januar 2023

    In den einschlägigen Foren und Telegram-Kanälen werden ja bereits zahlreiche Verschwörungstheorien heiß diskutiert.
    Am meisten amüsieren mich diejenigen Herrschaften, die eine deutsche Beteiligung an dem Vorgang unterstellen. In welcher Welt leben die denn? Wäre irgendeine deutsche Behörde oder Institution daran beteiligt gewesen wären spätestens am Tag nach der Sprengung sämtliche Einsatzberichte in der BILD-Zeitung abgedruckt worden.
    Aber um zum Thema zurückzukommen, natürlich könnte man das Thema erörtern ohne Verschwörungstheorien zu spinnen, allerdings muss man sich dann damit abfinden, zu keiner belastbaren Lösung zu kommen und damit können viele Menschen nur sehr schwer leben.

  34. #38 Soberminded
    21. Januar 2023

    #28 PDP10
    13. Januar 2023

    Es gibt keine Ambivalenz in offensiv erzeugten Ereignissen. Ein Ziel, ein Ereignis, das dieses Ziel erreicht. Fertig. Kein “komm ich heut nicht, komm ich morgen” oder “mal sehen, was passiert, wenn wir da sind oder nicht”. Wenn es ein Ereignis gab (das kein “unfall” war), dann existiert keine Ambivalenz in der Szenerie. Man muß sie also auch nicht aushalten können.
    Du…PDP10… willst nur nicht haben, das andere Leute tatsächlich auch eine Idee haben. Das ist die Ambivalenz in der Szenerie: Du (und deine dir zugrunde liegende Identität) willst, das nur du “Wahrheit” sprichst (und denkst). Und alle anderen sollen gefälligst die Fresse halten und nehmen, was man ihnen gibt. Übrigens typisches verhalten autoritärer Habiten, die auch aus deinem Munde (tastatur) kritisiert wurden. Wir Anderen müssen eine solche “Ambivalenz” nicht kritiklos aushalten. Jedenfalls nicht nach allgemeiner Rechtsprechung in dieser (westlichen) Welt, oder? (Free speech, Diskursorientierung und so). Aber wir können gerne über eine Veränderung des Paradigmas reden. Denn wenn sowieso alles, was öffentlich an Information enthalten ist, dem Rezipienten nicht weiterhilft (sondern nur Falschinformation von den Organisatoren von Strategie), dann können wir auch genauso gut auf diese Öffentlichkeit verzichten. denn dann wäre ja diese Öffentlichkeit schlicht nur Werkzeug des Autoritären im Gewandt der demokratischen und wissenschaftlichen Wahrheiten, nicht wahr? “Objektivität” ist dann jedenfalls kaum enthalten, wie Ambivalenz nicht in Ereignissen mit komplexen Wahrscheinlichkeitsparametern ohne “natürliche” Ursache.

    • #39 Joseph Kuhn
      21. Januar 2023

      Dieser Kommentar wurde sichtlich nicht von ChatGPT geschrieben.

  35. #40 Herr ɟuǝs
    neue Welt
    21. Januar 2023

    … gibt von DeepL ein “Verschönerungsprogramm”, macht den Bahnhof vlt verstehlicher

  36. #41 RainerO
    21. Januar 2023

    Dieser Kommentar wurde sichtlich nicht von ChatGPT geschrieben.

    Obwohl ChatGPT nachweislich auch oft genug Blödsinn schreibt.

    Aber mit vorgeblicher “Nüchternheit” und trotz vieler (wirrer) Worte so zielsicher an PDPs #28 vorbeizuschreiben, bekommt eine KI derzeit vermutlich wirklich nicht hin.

  37. #42 PDP10
    21. Januar 2023

    Und falls #38 doch von einer KI war, dann war sie kaputt.

  38. #43 wereatheist
    22. Januar 2023

    ChatGPT (evtl. in Zusammenarbeit mit DeepL)
    hätte wohl nicht “im Gewandt” geschrieben.
    Jetzt versuch ich die Botschaft zu verstehen.
    Vielleicht “folge dem weißen Kaninchen”?
    Aber welchem?
    Hier hoppeln so viele von rum.

  39. #44 Uli Schoppe
    22. Januar 2023

    Das Problem ist rein epistemologisch, abhänging von der fakultativen Maskierbarkeit penabilitärer Variablen.

    scnr 😉

    • #45 Joseph Kuhn
      22. Januar 2023

      @ Uli Schoppe:

      Gewiss. Aber man sollte die ontologische Dimension des Problems, die von der transitorischen Konsistenz reabitabler Variablen abhängt, nicht ganz außer Acht lassen.

  40. #46 winihuber
    1. Februar 2023

    Es war der Sprengfisch.

    Der gemeine Sprengfisch gehört zu jenen seltenen Gattungen die gerade intensiv berforscht werden. Diese Fische sind zwar groß und können bis zu 11 Meter lang werden, verfügen aber über mehrere Tarnmechanismen, die Haut betreffend, aber auch die Akustik. Die Fischhaut ist überzogen von Chamäleonaren, innerhalb einer gefächerten Schuppenstruktur, die Farbe, Glanz und Schimmer verändern können. Schwimmt ein Sprengfisch über einen Algenteppich wird er grün und braun dabei, rastet er bei einem Riff wirkt er porös und sandig. Segelt er über ein Gasrohr zeigt er Längs – bzw. Querstreifen, je nach Schwimmrichtung.

    Warum sprengt der Sprengfisch?

    Er sprengt wenn er Hunger hat, und baut Unterwassergrotten für die Laichablage.

    Wie sprengt der Sprengfisch?

    Das Sprengsekret ist eine Mischung aus Magensäure und zerkleinerten Fischgräten vorangegangener Mahlzeiten. Da der Fisch über richtige Zähne verfügt, genügt die Reibung damit das teuflische Gemisch ordentlich kracht. Gezündet wird im Maul, das Sekret wird sternförmig oder in Streifen hinausgehustet, und explodiert im oder am Opfer. Bei der Pipeline war es ein Gespinnst aus hochexplosiven fingerdicken Bändern die problemlos Metall zerbröseln können. Die Leitung erschien dem Fisch wie eine lange üppige Schlange die er nur irgendwo treffen musste.

    Was macht den Sprengfisch so gefährlich?

    Man hört den Fisch nicht, da er mit universellen Multifrequenzen komuniziert, die sämtliche Schallbereiche abdecken. Der Frequenzwandler in der Kopfflosse ist ständig aktiv. Jedes ausgesendete und empfangene Geräusch kann zu Ablenkungswecken moduliert werden. Ein Schiff kann hörbar werden obwohl es nicht da ist, Feinde erschrecken und in die Irre führen. Beute kann lautlos gejagt und gesprengt werden. Im Fall der Pipeline war der Fisch selbst erschrocken da er nicht mit menschengemachtem Zeug gerechnet hat. Der Sprengfisch hat sich nun in tiefere Gewässer zurückgezogen.

    Die Sprengfischtheorie ist auf viel Kritik gestoßen. Ein weltweiter informeller Zusammenschluss geheimer Nachrichtendienste etwa, weist die Theorie entschieden zurück.

    Selbst die Organisation Grüner Friede zeigt sich entsetzt.

    Besonders verwirrend, die Erklärung der Internatonalen Gemeinschaft der Demokratien, sowie des Verbands der aufstrebenden Diktaturen, welche getrennt verlesen wurde: “Krieg ist nicht gut, aber er ist zutiefst menschlich”.

    Der russische Präsident, und jener der Ukraine, reagieren auch in verstörend gleichem Wortlaut: “Der Krieg ist nicht für die Fische”.

    Das Satirezentrum Witz an der Los hat sich heute aufgelöst. Es hat uns die Sprache verschlagen.

  41. #47 Paul Berberich
    München
    4. Februar 2023

    Wikipedia schreibt zu Sonartechnik:” Während des Kalten Krieges wurde ein erheblicher Aufwand für die Entwicklung der Sonartechnik getrieben, parallel zu den großen Fortschritten in der U-Boot-Technik. Auch nach dem Ende des Kalten Krieges ist die Sonartechnik von großer Bedeutung wegen der unterseeischen terroristischen Bedrohung und der Entwicklung unbemannter Unterwasserfahrzeuge (UUV, Unmanned Underwater Vehicles), vor allem der autonomen Unterwasserfahrzeuge (AUV, Autonomous Underwater Vehicles), die zunehmend die Seekriegssituation bestimmen.” Die Sonartechnik weist offensichtlich noch erhebliche Lücken auf.