Im Zuge der #Coronavirus-Pandemie sind nun die meisten Schulen (und KiTas) geschlossen. Es ist nicht so einfach, den Unterricht mal eben nach Hause zu verlegen, es gibt weder alle wichtigen Unterrichtseinheiten digitalisiert noch in jeder Familie eine ausreichende Infrastruktur für Telelearning. Auch wenn die Kinder von den LehrerInnen Aufgaben per Mail bekommen, benötigen sie beim Durcharbeiten Unterstützung. Allerdings können die Eltern nicht mal eben ausgebildete Lehrkräfte ersetzen, zumal sie ja oft auch im Homeffice weiterarbeiten sollen. Der Wegfall der Großeltern als in vielen Familien zuverlässige Stütze ist eine zusätzliche Verschärfung der Situation.
Am Wochenende wurden auf Twitter viele Links und Tipps herumgeschickt mit Ideen, Aufgaben und Materialien, Kinder und Jugendliche zu Hause zu unterrichten und zu beschäftigen. Twitter bietet für mich sowieso die beste Informationsquelle, das kann natürlich auch an meiner speziellen Timeline liegen.
Da ich viel Erfahrung als Museums- und Umweltpädagogin habe, weiß ich, wie hilfreich eine solche Sammlung ist.

Um diese Ideen möglichst weitreichend zu teilen, habe ich hier mal eine Liste mit Links und Tipps zusammengestellt, für Eltern,  Lehrende und Lernende. Diese Liste wird ergänzt, Sie können/Ihr könnt mir Ergänzungen per Kommentar schicken.

Die Öffentlich-Rechtlichen Fernsehprogramme bieten Schulfernsehen:

  • ARD alpha (ehemals BR alpha) bietet in Zusammenarbeit mit dem Bayrischen Kultusministerium ab Montag, den 16.03.2020, ARD alpha Schulfernsehen für alle Fächer und alle Jahrgangstufen, direkt und in der Mediathek.
  • WDR/SWR bieten auf Planet Schule eine Themenauswahl an: Grundschule,  Medienkompetenz,  Mittelalter,  Lebensräume,   Klimawandel
  • Ich halte es für sinnvoll, mit Kindern und Jugendlichen offen über die Situation zu sprechen.
    Besonders geeignet halte ich gerade für Jüngere den Corona-Comic von Fuchskind. Die Comic-Zeichnerin Fuchskind visualisiert oft wissenschaftliche Inhalte, zum Corona-Virus hat sie mit dem Spektrum-Redakteur Lars Fischer zusammengearbeitet (Lars ist in Deutschland für mich eine der wichtigsten Informationsquellen zur Corona-Epidemie – sachkundig, detailliert und aktuell).
    Da Fuchskind in diesem Fall mal wieder ehrenamtlich – also unbezahlt – gearbeitet hat, freut sie sich über eine Spende
  • Die Expertin für E-Learning, Apps und edukativen Tools Verena Pausder hat eine ausgezeichnete Sammlung zusammengestellt: digitale Lernportalen, Apps und andere Education-Tools. Sowohl für den Unterricht, als auch für die sinnvolle Beschäftigung am Nachmittag: Homeschooling in Zeiten von Corona
    Besonders toll daran ist, dass Verena nicht nur digitale Angbote für Lesen, Schreiben, Rechnen und andere wichtige schulische Skills bieten, sondern Kids auch kreativ an das Programmieren selbst heranführt.
    So kann man aus der Krise einen Vorteil machen, indem Kinder so lernen, selbst Programme, Apps u. a. zu bauen. Selbst wenn die Kids sich nachmittag damit beschäftigen, ein Spiel zu programmieren, lernen sie spielend die extrem wichtigen digitalen Fertigkeiten, die im normalen Schulunterricht so zu oft nicht geboten werden.
  • Materialien für die Grundschule – großes Portal für Eltern, Lehrerinnen und SchülerInnen. Alle Fächer zum Lernen für zu Hause und in der Grundschule als Unterrichtsmaterial
  • Die Sendung mit der Maus – wegen der Schulschließungen jetzt gerade täglich auf WDR und in der Mediathek

Da ich selbst als Biologin und Wissenschaftsjournalistin naturwissenschaftlich besonders interessiert bin, bekomme ich vor allem die naturwissenschaftlichen Angebote mit – #ScienceAtHome:

  • Science-Blogs wie Meertext bieten viele Themen in populärer Sprache.
    Auf Meertext gibt es viel über Meeresbiologie – Wale, Fische und Ozeane.
    Manche Artikel richten sich direkt an Kinder, z. B.: “Wie schnell rennt eine Schnecke?”
    Schwerpunkte sind Pottwale, Orcas, Pinguine, Tintenfische und Tiefsee.
    Meertext-Artikel verlinken oft auf Webseiten in Forschungsinstituten, z. B. auf die tolle Krakenseite Hanlon-Lab – da gibt es viele Videos über das Verhalten von Tintenfischen (leider alles auf Englisch).
    Auch über das Pangolin habe ich geschrieben und was es mit dem Corona-Virus zu tun hat.
    Über einige Meertext-Artikel kommt man auf Videokanäle der Meeresforschung und kann Unterwasser-Robotern bei ihren Arbeiten in der Tiefsee zugucken – z. B. hier
  • die Europäische Raumfahrtagentur ESA bietet ganz viele Videos – ob Raketenstart, Weltraumschrott oder Astroidenabwehr, über jeden Satelliten und dessen Flugbahn sowie die Instrumente. Für Kinder und für ältere Leute. Mein absolutes Lieblingsvideo sind die Abenteuer von #Rosetta und #Philae am Kometen “#Tschuri”– entzückend nicht nur für Kinder
  • die Helmholtz-Gesellschaft bietet die Schülerlabore-Broschüre mit Experimenten für Zuhause als pdf an. Zu einigen Experimenten gibt es außerdem auch Videos.
  • Zur zweiten Raumfahrt-Mission des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst haben das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Haus der Astronomie (HdA) Unterrichtsmaterialien für die Bereiche Physik und Astronomie für Mittel- und Oberstufe: „Horizons – Raum für Bildung“:
    Kostenloses pdf, teilweise auch Videos
    Fragen der Physik mit Bezug zur Internationalen Raumstation – etwa um Berechnungen zum Schub einer Rakete oder zur Stromversorgung der ISS mittels Solarenergie.
  • DLR-Unterrichtsmaterial, vieles davon mit dem supersympathischen deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst – Mitmachexperiemnte zu Physik (ISS, Schwerelosigkeit, …), Energie und mehr
  • Biologie-Lernseite mit Artikeln, Lernvideos, Experimenten und Aufgaben/Musterlösungen

Freizeitgestaltung am Nachmittag:

Es wird sich für die meisten Eltern kaum vermeiden lassen, ihre Kinder während der Schulschließungen wegen Corona zumindest ab und an vor dem Bildschirm/Fernseher zu parken.
Hier sind ein paar Tipps für anspruchsvolle Nachmittagsunterhaltung:

  • Kinderfilmblog
  • Wie wäre es mit einem Sonnensystem fürs Kinderzimmer?
    Hier ist die Meertext-Bauanleitung “Unser Sonnensystem fürs Kinderzimmer”
    Falls man keine Bastel-Kugeln hat oder einkaufen kann, kann man sie aus Pappmaché selbst machen. Dann werden sie eben nicht perfekt, aber das ist in dieser Zeit zweitranging
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR):
    Konstruktion einer unglaublichen Maschine – aus allem, was sich zu Hause so findet. Klopapierrollen können dabei eine tragende Rolle übernehmen.
  • Große Kartons werden zu U-Booten oder Raumschiffen. Oder noch etwas ganz anderem. Für Kinder und für Katzen geeignet. Dafür gibt es jetzt keine Anleitung, das kann jeder selbst machen. Kleinere Kinder benötigen Hilfe beim Schneiden großer Öffnungen für Türen, Fenster, etc.

Kinder ernst nehmen
Die Isolierung oder gar Quarantäne zu Hause als Familie bedeutet meist auch mehr Arbeit im Haushalt.
Die Kinder merken, wenn die Eltern angespannter sind und wollen oft helfen. Ich habe mit der altersgerechten Einbindung von Kindern auch in solche Arbeiten gute Erfahrungen gemacht. Vielleicht können die Kids bei der Essenszubereitung helfen? Oder Dinge im Haushalt lernen? Damit würden sie ernst genommen als Person und könnten die Eltern entlasten, so dass man mehr gemeinsame Zeit hat.

Rausgehen und abzappeln in Corona-Zeiten
Das Hauptproblem der Coronazeit dürfte sein, dass Kinder sich keinesfalls den ganzen Tag zu Hause still beschäftigen und ihre Aufgaben abarbeiten, so dass die Eltern in aller Ruhe im Homeoffice arbeiten können.
Sie müssen einfach mal ´raus und sich bewegen. Das sollte man je nach Situation gründlich überlegen.
Kontaktsportarten sollten gerade absolut tabu sein. Auch die Kids müssen jetzt daran denken, andere Kinder nicht anzufassen – kein High-Five und keine Umarmung, sondern Abstand! Am besten 2 Meter. Wenigstens eine Schwimmnudellänge. Vielleicht kann man daraus ein neues Spiel machen?
Wenn Kinder sich mit wenigen Freuden der unmittelbaren Umgebung treffen, ist es besser, als wenn sie durch den ganzen Ort/die Stadt fahren und mit vielen anderen Kids in Kontakt kommen. Je kleiner und homogener die sozialen Gruppen sind, desto konformer ist deren Bakterien- und Virenfauna und desto geringer die Ansteckungsgefahr. Es sei denn, eines der Kinder oder dessen Familienangehörige sind gerade aus einer “Corona-Hochburg” zurückgekehrt, etwa aus dem Ski-Urlaub.

  • Hüpfspiel auf den Boden kratzen oder mit Kreide malen – dann können alle nacheinander hüpfengemeinsamer Spaziergang mit Spielen:
  • Sachensucher-Spiel: kleine Schachtel oder einen 6-er Eierkarton. Die Aufgabe lautet: Suche etwas Festes und etwas Flauschiges, etwas Blaues und etwas Rotes, etwas Rundes und etwas Spitzes (oder ganz anderes)
    Dann sind die Kids beschäftigt und bewegen sich viel mehr, als ihre Eltern
  • Ich sehe was, was Du nicht siehst
  • Hier ist ein schönes Beispiel für eine Umweltpädagogik-Exkursion, die ich im Rahmen des Umweltdiploms angeboten habe. Das Allerwichtigste dabei war die gemeinsame Entdeckung (hier: am Bach) und das Gespräch mit den Kindern: Vom Ruthsenbach ins Weltall. 
  • in der kühlen Jahreszeit ist es superwichtig, die Kinder trotzdem körperlich auszutoben – damit sie abends gut ins Bett kommen und gut schlafen. Aber auch für die Konzentration bei stilleren Beschäftigungen. Sport und Toben in der Wohnung hat aber seine Grenzen.
    Vielleicht kann man mit den Nachbarn vereinbaren, eine halbe Stunde richtig zu toben? Dabei könnten die Kids Dampf ablassen.
    Spiele auch mit Bewegung für Drinnen für kleinere Kinder gibt es bei Parikita. Dort ist auch eine Traumreise vorgestellt, die gerade abends beim Entspannen hilft.
    In Karens Yogastunde gibt es Tierfiguren-Yoga zum Nachturnen mit Kindern. Wichtig ist dabei, mit den Kids die Geschichte der Tiere zu erzählen, dann machen sie nämlich gern mit. Auch wenn man selbst kein/e Yoga-MeisterIn ist, kann man diese Übungen mit den Kids gemeinsam machen – schließlich steht die Bewegung im Vorderrund, nicht die Perfektion. Der Vorteil von Yoga ist, dass es keine Toberei gibt, sondern die Bewegungen sehr kontrolliert ausgeführt werden. Gerade in Wohnungen ist das superwichtig.

Kommen Sie/Kommt gut durch diese schwierige Zeit!

PS: Ob und warum es sinnvoll, KiTas und Schulen zu schließen, um die Corona-Infektionskurve jetzt flach zu halten, empfehle ich den ausgezeichneten Podcast des NDR mit dem Charité-Virologen Prof. Christian Drosten.

Update:
Der Schlaulicht-Podcast erklärt interessante Themen (nicht nur) für Kinder – die neueste Folge heisst natürlich “viral”. “

Kommentare (33)

  1. #1 Erdinger
    16. März 2020

    Danke!

    • #2 Bettina Wurche
      16. März 2020

      @Erdinger, @RPGNo1: Bitte! Gerade die Eltern jüngerer Kinder drehen teilweise echt am Rad, das ist eine sehr belastende Situation.

  2. #3 RPGNo1
    16. März 2020

    @Bettina Wurche

    Vielen lieben Dank für die Zusammenstellung.

    Ich werde sie an meine Schwester weiterleiten, die die Zwangspause in Niedersachsen für ihre Jungs überbrücken muss. Zum Glück sind die beiden nicht mehr so klein, und die Großeltern würden auch unterstützend eingreifen.
    Zum zweiten ist sie als examinierte Krankenschwester womöglich bald unmittelbar von der Pandemie betroffen.

  3. #4 Dampier
    16. März 2020

    Es ist nicht so einfach, den Unterricht mal eben nach Hause zu verlegen

    Und manche Kiddies scheinen das unbedingt verhindern zu wollen …

    Bayerische Lernplattform Mebis von DDoS-Angriffen lahmgelegt:

    Während der Schulschließungen sollten Bayerns Schüler über die Plattform Mebis Lernmaterial erhalten. Doch die ist laut Betreibern Ziel eines DDoS-Angriffs.

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Bayerische-Lernplattform-Mebis-von-DDoS-Angriffen-lahmgelegt-4683527.html

    Die 2020er-Version von ‘Hurra hurra, die Schule brennt’?

    Danke für die Zusammenstellung, Bettina. Alles Gute & Gesundheit wünsche ich.

    • #5 Bettina Wurche
      16. März 2020

      @Dampier: Ach Du Schreck! Das hatte ich noch gar nicht gesehen. Aber den Bayrischen Rundfunk und die ARD hat noch niemand gehackt!!!! Fernsehen ist robust!
      “Hurra, hurra, die Schule brennt”

      Heute wäre statt des Geruchs nach Benzin wohl eher der Duft von Sagrotan in der Luft : )
      Hilft ja alles nix, wir werden schließlich doch alle sterben:
      https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=knorkator+wir+werden+alle+sterben

  4. #6 schlappohr
    16. März 2020

    Mein Sohn wird sich freuen, Fernsehen statt Schule… und das auch noch völlig legal 🙂

    Danke für die Linksammlung, das ist sehr hilfreich.

    Ich halte alle bisher getroffenen Maßnahmen für richtig und sinnvoll. Bei einem generellen Ausgehverbot würde ich jedoch widerspenstig. Der Waldspaziergang oder die kurze Fahrradtour am Nachmittag bei diesem herrlichen Frühlingswetter sind gesundheitsfördernd und haben ein Infektionsrisiko von null verglichen mit dem (zwingend notwendigen) Einkauf im Lebensmittelgeschäft.

    • #7 Bettina Wurche
      16. März 2020

      @schlappohr: Das sehe ich ganz genauso. Ich hatte eben einen Spaziergang über die Streuobstwiese, den ich dringend gebraucht habe. Es gibt aber eben auch Leute, die in Innenstädten, Hochhausghettos und Corona-Hochburgen wohnen. Darum fand ich die verlinkte Ansage von dem Kinderarzt sehr hilfreich.

    • #8 Bettina Wurche
      16. März 2020

      @schlappohr: In Bayern ist jetzt der Katastrophenfall ausgerufen.
      Hier geht es gerade um weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens: https://www.sueddeutsche.de/panorama/coronavirus-news-deutschland-1.4828033
      Leute, die Corona-Parties feiern, könnte ich jedenfalls wirklich in den Hintern treten

  5. #9 rolak
    16. März 2020

    Die Familie eines Bekannten residiert kurz vor Bonn – und sein Söhnchen bekam heute den ersten Satz Lernstoff und Aufgaben zugemailt. Den Gerüchten nach war Junior ein wenig stinkig, als sein Traum von fünf Wochen Ferien zerplatzte…

    • #10 Bettina Wurche
      16. März 2020

      @rolak: lol

  6. #11 RPGNo1
    16. März 2020

    @rolak

    Ich denke, dass viele weitere Kinder ebenso reagieren werden wie der Sohn deines Bekannten und dabei insbesondere jüngere, die die Krise rein vom Verstand her noch nicht so überblicken können.

  7. #12 Richard
    16. März 2020

    Zu #4: Ich bin da aktuell ganz und gar nicht sicher, ob der “DDos” nicht ganz einfach die vielen bayrischen Schüler sind, die jetzt versuchen sich auf einer viel zu klein dimensionierten Lernplattform einzuloggen.

    An der (hessischen) Schule auf die meine beiden Großen gehen haben die gerade dasselbe Problem: Die Lernplattform gibts zwar, die ist aber nicht darauf ausgelegt, alle Schüler auf einmal mit Lernmaterial zu versorgen.

    Bei uns sind die Betreiber aber dann auch so ehrlich das auch zuzugeben statt gleich “DDos” zu schreien…

  8. #13 schlappohr
    16. März 2020

    @Bettina

    In Bayern ist jetzt der Katastrophenfall ausgerufen.

    Ich weiß, ich wohne da :-). Wie gesagt, alles vernünftig bisher, und die meisten sind auch dieser Meinung. Aber ein Ausgehverbot erinnert doch etwas zu sehr das Kriegsrecht. Ich habe es hier auf dem Dorf zwischen Bauernhöfen natürlich gut, und ich sehe ein, dass die Gefahr in dicht besiedelten Gebieten viel höher ist. Aber ich glaube, wenn das ganze an Freiheitsberaubung grenzt, endet die Kooperationsbereitschaft der Leute. Nach meinem moralischen Verständnis hat keine Regierung aus welchen Gründen auch immer das Recht, die Einwohner zuhause festzusetzen. Es besteht ein Unterschied zwischen Fast-Hausarrest und dem Fernhalten von Menschenansammlungen. Ich kann der Nachbarsfamilie beim Spaziergang auch über die Straße zuwinken oder in genügendem Abstand über den Zaun einen Klönschnack halten. Dafür muss mich niemand einsperren.

    Aber naja, soweit sind wir ja noch nicht, und unser … ähm… Ministerpräsident hat auch verlautbaren lassen, dass er es nicht so weit kommen lassen will.

    Nach meinem ersten unfreiwilligen (aber überraschend produktiven) Telearbeitstag werde ich jetzt meinen Freiheitsdrang ausleben und nach draußen gehen.

    Gehabet Euch wohl!

  9. #14 rolak
    16. März 2020

    viele weitere (..) ebenso

    Ich zum Beispiel würde mich ebenfalls verscheißert fühlen, wenn es ab Freitag heißt ‘die Schulpflicht wird bis zu den Osterferien aufgehoben’ und drei Tage später ein Trumm zu Erledigendes anrollt. Hätte deutlich besser kommuniziert werden müssen.

    rein vom Verstand her

    Insbesondere in der Pubertät nicht gerade die erste Wahl unter den Bewertungssystemen…

  10. #15 Dampier
    16. März 2020

    @Richard

    ob der “DDos” nicht ganz einfach die vielen bayrischen Schüler sind, die jetzt versuchen sich auf einer viel zu klein dimensionierten Lernplattform einzuloggen

    Ja, das kann ich mir auch gut vorstellen. Diese Plattformen sind für so was gar nicht ausgelegt. Im Heiseforum ist das auch quasi Konsens, fand ich recht überzeugend.

    • #16 Bettina Wurche
      16. März 2020

      @Dampier: Das ist gut möglich. Uns kommt es so vor, als ob das Internet zurzeit einiges langsamer ist, als sonst. Die aktuelle Auslastung dürfte die normale um ein Vielfaches überschreiten.
      Und da muss ich doch gerade an unsere glorreiche Bundesministerin für Bildung und Forschung denken, die noch sagte, es sei unnötig WLAN bis an jede Milchkanne zu haben. Tja, für die Milchkannen sieht es derzeit besonders schlecht aus

  11. #17 Uli Schoppe
    16. März 2020

    @rolak Also die Schulpflicht hat keiner aufgehoben. Und der KiGa meiner Frau ist auch nicht geschlossen. Sonst müsste ja der Staat meine Frau bezahlen. Jetzt der Träger.

  12. #18 rolak
    16. März 2020

    hat keiner aufgehoben

    Vielleicht mag vorher keiner die Absicht gehabt haben, doch wie bei diesem Satzanfang anscheinend üblich, geschah es dann doch.
    Es erwies sich übrigens als erschütternd einfach, zur Vermeidung einer genaueren Lokalisierung ein deutlich anders gelegenes Beispiel zu finden.

  13. #19 ImNetz
    16. März 2020

    Für Kinder empfehlen sich zur Zeit einige Bastelstunden mit Kupferprägefolie für Bildwerke oder einfach aus Kupferdraht, aus Resten ehemaliger Elektrodrähte ohne Plastikummantelung, für ein selbstgezwirbeltes Cu-Armband. Die Geolino-Werkstatt experimentiert auch mit Kupferdraht, Batterien und Magneten. Das Projekt GenerationenHandWerkstatt bietet Workshop mit Kupferdraht an …

    • #20 Bettina Wurche
      16. März 2020

      @ImNetz: Ich verstehe gerade nicht, worin der didaktische Wert dieser Beschäftigung liegen soll oder warum man ein Kupferarmband basteln sollte und bitte um Erläuterung.

  14. #21 ImNetz
    17. März 2020

    @ Bettina #20
    Mein Kommentar hat den oligodynamischen Effekt als Hintergrund. Aus meiner jahrzehntelangen Berufserfahrung bin ich überzeugt davon, dass dies momentan im Umgang zum Schutz unserer Kinder eine gute Strategie wäre. Zur Zeit bereitet mir jedenfalls das Tragen eines Cu-Armbandes keine körperlichen Unannehmlichkeiten – fühl mich sozusagen dem Alter entsprechend wohl. Da mir eine wissenschaftliche Bildung fehlt hat es wenig Sinn, besser ausgebildeten Spezialisten etwas vorzumachen. Der Gefahr die unser Körper / Imunsystem im täglichen Umgang mit Oberflächen beim Berühren von CrNi-Stahl, Plastik etc. der Coronaviruslast ausgesetzt ist dürfte dort fataler sein.

    • #22 Bettina Wurche
      17. März 2020

      @ImNetz: Der oligodynamische Effekt hat desinfizierende Wirkung. Dazu müssen Oberflächen mit dem Metall beschichtet sein. Jemand, der den ganzen Körper mit Metall bedeckt, ist möglicherweise gegen Viren geschützt. Das Tragen eines Kupfer-Armbandes hilft ABSOLUT GAR NICHT gegen Ansteckung, sondern kommt aus der Wunderheilung des magnetisierenden Herrn Mesmers. Dazu hier ein Arikel des Ärzteblatts:
      https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55956/Rheuma-Kupfer-und-Magnetarmbaender-in-Studie-ohne-Wirkung

      Bitte verbreite keinen esoterischen Bullshit, schon gar nicht in so schwierigen Zeiten. Das ist wirklich grob fahrlässig. Die wirksamen Hygienemassnahmen sind in den Empfehlungen der Virologen und anderer Experten zu finden, ob Robert-Koch-Institut oder bei Prof. Christian Drosten.
      Das RKI empfiehlt:
      “Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?
      Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen die Hust- und Niesregeln, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus. Auch aufs Händeschütteln sollte verzichtet werden. Generell sollten Menschen, die Atemwegssymptome haben, zu Hause bleiben. Stand: 16.03.2020”

      Also: Physical Distancing (falls möglich zu Hause bleiben), Händewaschen und keinen Blödsinn verbreiten

  15. #23 RPGNo1
    17. März 2020

    @ImNetz
    Was du hier verbreitest, ist keine pseudowissenschaftlicher und esoterischer Unsinn 1. Grades. Ich bin entsetzt, dass du auf die Idee kommst, diesen Quark auf einem wissenschaftlichen Blog zu präsentieren mit der Absicht, Kinder zu indoktrinieren.

    Geh auf einem Esoforum spielen. Hier hast du nichts zu suchen.

  16. #24 ImNetz
    17. März 2020

    Social / Physical Distancing bis hin zu Atemschutzmaske, Händewaschen und -schruppen, und desinfizieren von Oberflächen hat nach wie vor Vorrang in der Bekämpfung von CoVid – unbestritten!

    Trotzdem macht es mir ungeheure Sorgen, das wir in so gut wie allen öffentlichen Bereichen nur noch auf Plastik und CrNiStahl Oberflächen zugriff haben. Die im Spiegel am 13.3 zitierte Studie stützt meine Meinung: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.03.09.20033217v1.full.pdf

    • #25 Bettina Wurche
      17. März 2020

      @ImNetz: hast Du meine Antwort nicht gelesen oder inhaltlich nicht verstanden? Die von Dir angeführte Studie empfiehlt OBERFLÄCHEN aus Cu, etc. Zwischen einer Kupfer (oder Edelmetall)-Oberfläche und einem Kupferarmband ist ein himmelweiter Unterschied. Das Kupferarmband ist etwa so wirkungsvoll wie eine Covid-Voodoo-Puppe!

  17. #26 RPGNo1
    17. März 2020

    @Bettina Wurche

    Das Kupferarmband ist etwa so wirkungsvoll wie eine Covid-Voodoo-Puppe!

    Oder Globuli, Kuhurin, MMS etc.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/coronavirus-zehn-heilmittel-die-garantiert-nicht-helfen-a-5b5937af-117b-4f7e-bcf8-1934e859f32a

  18. #27 schlappohr
    17. März 2020

    Das Kupferarmband ist etwa so wirkungsvoll wie eine Covid-Voodoo-Puppe!

    Oder wie ein Aluhut gegen Bewusstseinsstrahlung von den Reichsflugscheiben.

    Da mir eine wissenschaftliche Bildung fehlt

    Und genau das solltest du schleunigst ändern. Dann passiert sowas nicht mehr. Wissenschaftliche Grundbildung zu erlangen ist zwar heutzutage immernoch mühevoll, aber dennoch leichter als jemals zuvor.

  19. #28 tomtoo
    17. März 2020

    Ihr vergesst den Placebo Effekt.

    Hab mir eine Corona-Viruspuppe gestrickt und mit Stricknadeln gespickt an’s Fenster gestellt. Sofort hat sich mein Imunsystem gestärkt gefühlt. ; )

  20. #29 JW
    17. März 2020

    tomtoo, finde den Fehler. Wenn die Puppe nach draußen kuckt, hilft es nur zufällig vorbeikommenden. Du musst das Püppchen auf deine Schulter setzen. Vor allem bei Kontakten mit anderen Menschen.

  21. #30 rolak
    18. März 2020

    Bin grad bei ner Bekannten vorbei – bei ihr im Trepperhaus hing ein Zettel von zwei Pänz, die anboten, für ältere und andere daheimbleibensollen- bis -müssende Menschen einkaufen zu gehen. Werbeaussage: ‘Wir sind keine Risikomenschen’ :•)
    Hab dann beim Runtergehen ein paar BlätterkrokantEier dran getackert…

    • #31 Bettina Wurche
      18. März 2020

      @rolak, @RPGNo1: Danke für Eure Ergänzungen und Eure Aktionen. Solche Nachbarn hätten wir auch gern : ) Naja, haben wir eigentlich – hier steht auch zu Weihnachten oder Ostern Nettes vor der Tür und wir haben älteren Nachbarn und kranken Freunden auch Hilfe angeboten. Wir haben einfach wirklich nette Familie, Bekannte und Nachbarn.

  22. #32 RiOh
    25. März 2020

    Vielen Dank für die Übersicht. Ich selbst emfpand noch die Übersicht auf Wortwuchs hilfreich (https://wortwuchs.net/online-lernen-zu-hause/). Darüber hinaus empfinde ich Anton, jedenfalls für Grundschüler, sehr gelungen (https://anton.app/).

    Liebe Grüße

    • #33 Bettina Wurche
      27. März 2020

      @RiOh: die beiden finde ich nicht so überzeugend, aber ich schalte das mal frei