Vor etwa 5 Jahren hatten wir hier den Zusammenhang von Störchen und Geburten diskutiert und festgestellt, dass die Behauptung der Mainstream-Statistik, Geburten und Storchenzahl gingen gemeinsam zurück, nicht stimmt. Gleichwohl konnte gezeigt werden, dass dessen ungeachtet mehr dafür spricht, dass der Storch die Kinder bringt, als dass Frauen im gebärfähigen Alter die entscheidende Rolle spielen.
Etwas später hatten Querdenker dann versucht, den wieder einsetzenden Rückgang der Geburten mit den Corona-Impfungen zu erklären. Das ist Unsinn, neben den Störchen war lediglich der Amazon-Lieferdienst zu berücksichtigen, der zu Beginn der Coronakrise viel Arbeit von den Störchen übernommden hatte und sich dann wieder etwas aus dem Geschäft mit den Kinderlieferungen zurückzog. Auch das konnte statistisch gut abgesichert werden.
Allerdings ist die Demografie nicht, wie viele meinen, bloße Mathematik. Es ändert sich ständig etwas, aus Gründen, die nicht immer sofort klar sind. Vor 5 Jahren betrug die Korrelation zwischen Storchenzahl und Geburten in den Jahren 2004 bis 2019 erstaunliche 0,8427588, die zwischen Frauen im gebärfähigen Alter und Geburten dagegen minus 0,8427588. Das sprach klar für die Storchenhypothese. Die Korrelation mit den Amazonumsätzen 2011 bis 2022 lag bei 0,63240869, damit war die erweiterte Lieferdiensthypothese bestens belegt.
Wie gesagt, nichts ist, wie es scheint, und nichts bleibt, wie es ist. Während die Zahl der Störche weiter stark zugenommen hat, ist die der Geburten weiter zurückgegangen. Der Korrelationskoeffizient, jetzt für 2004 bis 2024, beträgt nur noch 0,32142621. Auch der Amazoneffekt hat sich deutlich abgeschwächt, die Korrelation zwischen 2011 und 2024 liegt nur noch bei 0,17718596.

Die konkurrierende Frauenhypothese hat bei einem Korrelationskoeffizienten von jetzt minus 0,6219742 nach wie vor keine hohe Plausibilität. Auch andere Erklärungen sind nicht in Sicht. Rein theoretisch könnte man natürlich überlegen, ob es zwischen der Zahl von Storchen- und Menschenkindern einen Trade-off gibt, aber dagegen spricht die langjährige gemeinsame Zunahme. Meine Vermutung ist, dass die Leistung der Lieferdienste nachgelassen hat. Das passt zum Zeitgeist. Störche sind bekannt dafür, dass sie gerne Lifestyle-Teilzeit machen. Und dass die bei Amazon nicht viel arbeiten, sieht man schon an ihren niedrigen Löhnen. Kanzler Merz hat mit seiner Forderung, wir müssten alle mehr arbeiten, völlig Recht, die Statistik zeigt es.
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Ergänzung: Falls sich jemand fragt, was ein Korrelationskoeffizient mit 7 Stellen nach dem Komma soll – darauf kommt es im Kontext des hier diskutierten Problems wirklich nicht an.



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