Im US-Sezessionskrieg führte ein Soldat der Südstaaten ein verschlüsseltes Tagebuch. Nun konnte ein New Yorker Verschlüsselungsexperte den Code knacken.

Der Sezessionskrieg (1861-1865) markiert einen Tiefpunkt in der Geschichte der USA. Immerhin bekämpften sich die Vereinigten Staaten in dieser Zeit selbst. Das Militärmuseum des Staats New York besitzt ein einzigartiges Dokument aus diesem Krieg: das verschlüsselte Tagebuch eines Soldaten. Er hieß James Malbone und kämpfte für die Südstaaten.

Mehr dazu gibt es in meinem neuen Artikel auf Focus Online.

Malbone-Diary

Die Quelle für diese Geschichte ist ein Artikel in der Fachzeitschrift Cryptologia, der vor wenigen Tagen erschienen ist. Der Autor Kent D. Boklan (Informatik-Professor in New York) hat mir die Inhalte freundlicherweise vorab zur Verfügung gestellt.

Für die Leser meiner Bücher ist Boklan kein Unbekannter. Er hat bereits mehrere historisch interessante Kryptogramme dechiffriert, darunter ein Tagebuch aus dem Krieg von 1812 und zwei Briefe aus dem Sezessionskrieg.

Zum Weiterlesen: Kryptogramm aus dem Jahr 1900: Die verschlüsselten Memoiren des Simeone Levi

Kommentare (3)

  1. #1 Horst
    20. September 2014

    Hallo Herr Schmeh,
    ich habe gerade beim Herumstöbern in alten Spiegelheften einen Bericht aus dem Jahre 1966 über chiffrierte Tagebücher eines Verbrechers gefunden, die schließlich von einem BNDler entschlüsselt wurden und zur Überführung des Täters führten:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46265762.html
    In der PDF-Version ist auch eine Abbildung der Geheimschrift zu sehen. Ein Thema für Ihr Blog?
    Nebenbei: herrlich, dieser süffisante Stil der alten Spiegel-Artikel.
    Gruß
    Horst

    • #2 Klaus Schmeh
      21. September 2014

      Vielen Dank, das ist ja hochinteressant! Von dieser Geschichte habe ich noch nie etwas gehört, obwohl sie im Spiegel stand. In der mir bekannten Literatur taucht sie nicht auf. Ich kenne jemanden, der bei der Zentralstelle für das Chiffrierwesen (im Artikel fälschlicherweise als “Dienststelle für das Dechiffrierwesen” bezeichnet) gearbeitet hat. Da werde ich gleich mal nachfragen. Mal sehen, ob ich mehr darüber herausfinden kann. Mit Sicherheit werde ich einen Blogartikel darüber verfassen.

  2. #3 Dave
    23. September 2014

    >Mal sehen, ob ich mehr darüber herausfinden kann. Mit Sicherheit werde ich einen Blogartikel darüber verfassen.<

    Ich fand den Spiegel Artikel schon sehr interresant.
    Da lässt sich sicherlich ein guter Artikel draus machen, immer wieder erstaunlich was die Leser hier alles finden.