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Das Voynich-Manuskript ist das bekannteste ungelöste Verschlüsselungsrätsel der Welt. Erstaunlicherweise habe ich seit über einem Jahr nicht mehr darüber gebloggt. Ich habe also etwas nachzuholen. Das tue ich heute mit einem Voynich-Manuskript-FAQ.

Kaum zu glauben, aber im gesamten Jahr 2015 habe ich keinen einzigen Blog-Artikel zum berühmten Voynich-Manuskript veröffentlicht (abgesehen von einem Aprilscherz). Dabei steht das Voynich-Manuskript auf Platz eins meiner Liste der 25 bedeutendsten ungelösten Kryptogramme. Höchste Zeit also, mal wieder über dieses seltsame Buch zu bloggen. Hier ist mein offizielles Voynich-Manuskript FAQ!

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Was ist das Voynich-Manuskript?

Das Voynich-Manuskript ist ein handgeschriebenes und von Hand illustriertes Buch mit etwa 230 Seiten. Es ist ein Einzelstück. Als Entstehungszeit wird das frühe 15. Jahrhundert vermutet. Das Besondere daran: Das Voynich-Manuskript ist in einer Schrift geschrieben, die niemand lesen kann. Alle Versuche, den Text des Voynich-Manuskripts zu entschlüsseln oder sich sonst einen Reim darauf zu machen, sind bisher gescheitert. Das Voynich-Manuskript gilt daher als das bedeutendste ungelöste Kryptogramm der Welt. Auf meiner (inzwischen nicht mehr ganz aktuellen) Top-25-Liste der ungelösten Verschlüsselungen steht es erwartungsgemäß auf Platz 1. Auf meiner Encrypted Book List hat es die Nummer 00001.

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Wer hat das Voynich-Manuskript verfasst?

Der Autor des Voynich-Manuskripts ist nicht bekannt. Es gibt zwar zahlreiche Spekulationen, doch keine davon lässt sich auch nur annähernd beweisen. Praktisch alle diskutierten Kandidaten waren relativ bedeutende Persönlichkeiten der Renaissance-Zeit, wie Leonardo da Vinci, John Dee oder Edward Kelley. Es kann aber genauso gut sein (und ist meiner Meinung nach sogar viel wahrscheinlicher), dass eine völlig unbeddeutende Person dahinter steckt.

 

Wo ist das Voynich-Manuskript entstanden?

Das Voynich-Manuskript ist höchstwahrscheinlich in Mitteleuropa entstanden. Viel genauer kann man den Entstehungsort nicht eingrenzen. Da Italien damals die führende Kulturnation war, kann man sich gut vorstellen, dass der Verfasser dort gewirkt hat. Aber auch England, Deutschland und die Schweiz sind nicht auszuschließen.

 

Wie alt ist das Voynich-Manuskript?

Ein Radiokarbon-Untersuchung aus dem Jahr 2009 hat ergeben: Das Pergament, auf dem das Manuskript geschrieben ist, wurde wahrscheinlich zwischen 1404 und 1438 hergestellt. Wann es beschrieben wurde, ist nicht bekannt. In der Presse war teilweise zu lesen, dass die Tinte auf das noch frische Pergament aufgetragen wurde. Dies ist jedoch meines Wissens falsch. Das Voynich-Manuskript muss also nicht notwendigerweise im 15 Jahrhundert entstanden sein.

 

Seit wann ist die Existenz Voynich-Manuskript belegt?

Das Voynich-Manuskript wird im 17. Jahrhundert in mehreren Briefen erwähnt. Lückenlos dokumentiert ist die Existenz des Voynich-Manuskripts erst seit etwa 100 Jahren. Der Buchhändler und Antiquar Wilfried Voynich hat es 1912 in der Nähe von Rom in einem Jesuiten-Konvent erstanden.

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Kommentare (28)

  1. #1 Jerry McCarthy
    England
    2. Februar 2016

    Abo

  2. #2 TmoWizard
    http://tmowizard.square7.ch/wordpress/
    2. Februar 2016

    Hallöchen Klaus,

    das Voynich Manuskript zieht ja wirklich sehr merkwürdige Kreise! Schau dir doch mal diesen Unfug an:

    http://voynich-manuskript.de/ms408/home/

    Was ich selbst von dieser seltsamen Seite halte darf ich hier nicht schreiben, schließlich will ich mit niemandem Ärger bekommen. 😉

    Ach ja, den FOCUS darf man natürlich auch nicht aus den Augen lassen:

    http://www.focus.de/wissen/experten/schmeh/aufsehenerregende-forschungsarbeit-zum-voynich-manuskript-forscher-wollen-voynich-manuskript-entraetselt-haben_id_3586692.html

    Sehr interessant wäre es, wenn das Manuskript komplett online zu finden wäre. Das Urheberrecht gilt bei diesem Buch ja wohl nicht mehr, warum ist es also noch nicht hier im Internet zu finden?

    Auf jeden Fall glaube ich irgendwie nicht, daß das Voynich Manuskript in nächster Zeit dechiffriert wird.

    Ich nehme sehr stark an, daß ein Genie am Werk war, welches man locker mit Leonardo da Vinci vergleichen kann! Für ihn selbst reicht es ja nicht, da er zum Zeitpunkt der Entstehung wohl noch nicht geboren war (angeblich 15. April 1452).

    Wie dem auch sei, es wird wohl noch lange Zeit ein großes Rätsel bleiben und das gefällt mir an dem Manuskript! 😉

    Grüße aus Augsburg

    Mike, TmoWizard

  3. #3 Thomas
    2. Februar 2016

    Das Gespräch mit Jürgen Hermes habe ich vor einiger Zeit mal gehört. Wenn ich mich recht erinnere, bezieht er sich auf eine Methode in Trithemius Polygraphia – meine ich jedenfalls. Hat sich Thomas Ernst als Trithemius-Spezialist dazu schon geäußert?

  4. #4 TmoWizard
    TmoWizard's Castle
    2. Februar 2016

    Hi Klaus,

    nochmal ich! 😉

    In folgender Doku erwähnst Du, daß das Manuskript online zu haben sei:

    https://www.youtube.com/watch?v=jS5CYxLQoLk

    Ein Link dazu wäre nett, denn ich konnte es bis jetzt noch nicht entdecken!

    Grüße aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

    Mike, TmoWizard

  5. #5 roel
    *****
    2. Februar 2016
  6. #6 Torsten
    2. Februar 2016

    @thomas

    Thomas Ernst hat auf der folgenden Seite zum Voynich Manuskript geäußert: http://www.ruhrbarone.de/voynich/85986

  7. #7 helmut
    leobersdorf
    2. Februar 2016

    @TmoWizard

    der focus-link aus #2 stammt von herrn schmeh selbst 😉

  8. #8 Torsten
    2. Februar 2016

    @TmoWizard

    Die beste Seite um das Voynich Manuskript online betrachten zu können gibt es hier:
    https://www.jasondavies.com/voynich/

  9. #9 Richard SantaColoma
    http://proto57.wordpress.com/
    2. Februar 2016

    A very good, and open-minded overview of the Voynich Manuscript, Klaus. I’d like to add some points about this, “Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass er alle Briefe kannte, in denen das Manuskript beschrieben wird – einige davon wurden erst nach seinem Tod entdeckt.”

    It is true the letters (of the Kircher Carteggio) were publicized only in recent decades. But:

    1) The letters were held in the very same Jesuit college… the Villa Mondragone… in which Voynich claims to have found the Voynich Manuscript, and from which he bought it, and bought many other books

    2) Voynich was friends with the head of the Villa, Father Strickland. Strickland also went to the Mondragone college in his youth, as did two of his brothers.

    3) The letter collection was that of Athanasius Kircher, the renowned and revered Jesuit polymath.

    Considering all this, it is quite likely that some Jesuit professor, or a student at the college would have been quite aware of these letters, and then, through Strickland or his brothers, imparted the interesting references to a mysterious manuscript, to Voynich. True, this is a “missing link” to Voynich knowing of the letters… we have no proof he did know of them. But it is not unlikely, considering the facts of the situation, that he admits he was there, and had a friend running the place, and that these very important letters would surely have been of great interest to all of them. That is, I doubt they were sitting dusty and unread on some dark shelf, in 1908/1912.

  10. #10 Markus Termin
    3. Februar 2016

    Gibt´s eigentlich irgendwo alle Seiten online einzusehen? – insbesondere den “astrologischen Teil”? Vielleicht – aber eher unvorstellbar – hat ja noch keiner die Astrologen gefragt?! Oben abgebildetes Bild scheint jedenfalls zu sagen: “Der Fliegenpilz hat eine Doppelmagie” 2 * 7 – und so wird es von dessen Benutzern auch berichtet … könnte es sein, daß man – wie Castaneda lehrt – den Pilz essen muss, um die Schrift zu verstehen?

  11. #11 roel
    *****
    3. Februar 2016

    @Markus Termin http://brbl-dl.library.yale.edu/vufind/Record/3519597 Button: Export as PDF

  12. #12 Dwon
    3. Februar 2016

    Mir kam die Idee das Buch ist in einer Fantasysprache geschrieben. Scheinbar nicht der erste:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Konstruierte_Sprache#Voynich-Manuskript

    Das würde bedeuten man muss das Buch übersetzen statt entschlüsseln. Oder auch beides.

  13. #13 Markus Termin
    3. Februar 2016

    @ roel: vielen Dank – S. 86 – wo die Astrologie des Manuskripts (es ist offensichtlich ein astrologisch/botanisch/medizinisches Lehrbuch) dann psychedelisch wird, entfaltet das Buch noch mehr Humor : allein die Leitungs-Kanalbildsektion: könnte was mit dem Kreislauf zu tun haben – die Frauen sind Elfen.

    Immerhin, im astrologischen Teil gibt´s eindeutige Zuordnungen – Kalender der Pflanzenwirkungen in der Frauenheilkunde. Wann und wie was einzunehmen sei. Man könnte sich die Einteilung der Farben nach den Elementen vorstellen – Feuer/Wasser – es fällt auf, daß die Wurzeln immer rot sind – die Tierkreiszeichen sind bezeichnet, wir kennen ihre Namen – vielleicht mit dem Altgriechischen als Dechiffrierziel?, es kommt ja so auffallend oft dieser dem “H” ähnliche Schnörkelbuchstabe vor, wie bei den Hellenen das “I” –

    Von all den zur Urheberschaft vorgeschlagenen Personen paßt charakterologisch keiner, man kennt ja Dees Art und Kelleys Schrift. Das Buch sieht eher aus, wie von einer Frau geschrieben – es kann nicht irrsinnig schwer lesbar gewesen sein, denn seine Absicht war es wohl, Botanikerinnen lustig & lustvoll in die Kunst der Pflanzenwirkungen auf den Menschen (nach Tierkreiszeichen) einzustimmen. Natürlich mußte Frau alle Pflanzen selber probieren – daher auch die psychedelisch anmutenden Illustrationen S. 86.

    Komischerweise sehen wir 2 mal Widder – der auch mit dem gleichen Wort bezeichnet wird (70v, 71r). Auf Seite 57v wird sicher der Code des Manuskripts vorgestellt. Was wir also vor uns haben, glaube ich, ist ein mediizinisch/astrologisches Frauenheilkundebuch mit präzisen Angaben, wie denn genau die astralen Kräfte die ätherischen formen, und ihnen Wirkung verleihen. Es gab also ein wirklich berechtigtes Interesse, das Wissen geheim zu halten, denn es war damit ja das Wissen von den Naturgeistern und wahren Wirkungen dargestellt – wie man an den Elfen sieht – an dem frau voll beteiligt war. Der Einzige, der zu diesem Thema kompetente Aussagen macht, ist Rudolf Steiner.

    Seite 83v stellen wohl Eierstöcke dar?

    – Wahrscheinlich sind all diese Gedanken bereits bekannt, schreib sie mal trotzdem, vielleicht ist doch ein unbekannter Ansatz dabei.

  14. #14 Markus Termin
    4. Februar 2016

    Nachtrag: zwei mal Widder und zwei Mal Stier: was offensichtlich fehlt, ist Steinbock, der Ziegenfisch. Wenn Steinbock fehlt – kann das bei einer so sorgfältigen Arbeit nur einer Absicht entsprechen, die alle Zeitgenossen sofort bemerkt haben dürften. Ein möglicher Schlüssel. Steinbock in allen, damals bekannten Sprachen …

  15. #15 Peter
    Zürich
    4. Februar 2016

    @Markus
    oder Steinbock ist einfach nicht vorhanden, weil es in dieser Jahreszeit nicht viel zu schreiben gibt über das Wachstum und Häufigkeit von Pflanzen.
    Im Frühling aber umso mehr, so das ein Blatt Pergament einfach nicht ausgereicht hat.

  16. #16 Markus Termin
    4. Februar 2016

    @ Peter: eine mögliche These, zumal, wie ich jetzt sehe, auch der Wassermann als Wintermonat fehlt. Doch auch im März wächst noch nichts. Aber das ist schon sehr eigenartig: Stier und Widder sind doppelt, Wassermann und Steinbock fehlen – warum sind die doppelt? Denn dadurch entsteht zunächst der Eindruck des geschlossen 12er-Tierkreises, und erst, wenn man genau hinguckt, merkt man eben, daß zwei Bilder fehlen.

    Da das ganze den Eindruck eines sogenannten “Astrologischen Kochbuchs” macht, ist es sehr unwahrscheinlich, daß zwei Zeichen ohne systematische Absicht ausgelassen wurden, weil diese “Kochbücher” auch heute noch gerade erst vollständig Sinn machen.

    Zumindest bei den Bezeichnungen der vorhandenen Tierkreiszeichen wissen wir, wie die Bedeutung lauten muss, zumal Widder und Stier – wie um uns mit der Nase drauf zu stoßen – tatsächlich mit jeweils demselben “Wort” bezeichnet werden.

    Könnte mir vorstellen, daß das ein Schlüssel ist.

  17. #17 Markus Termin
    4. Februar 2016

    Mit etwas Lautverschiebung (wie bei Nostradamus Quatrains) lassen sich die Schriften unter den Zeichen Fische, Widder, Stier, Löwe und Waage durchaus lesen als: März, April, Mai, August und Oktober.

    • #18 Klaus Schmeh
      4. Februar 2016

      Das ist richtig. Ein paar wenige Wörter bzw. kurze Passagen im Voynich-Manuskript sind lesbar. Diese sind aber in einer anderen Schrift als der Rest geschrieben. Möglicherweise handelt es sich um spätere Zusätze.

  18. #19 Peter
    4. Februar 2016

    @Markus
    Schau Dir mal die ersten Monate bis Mai genau an.
    Ist Dir was aufgefallen ?

  19. #20 Markus Termin
    4. Februar 2016

    Sehen irgendwie abgepaust aus – oder was meinst Du? Einmal sind die Damen im Stier bekleidet. Die Bezeichnung ist ja auch nicht in Voynich-Code, sondern klar lesbar angefangen in den Fischen mit Mars. Ist also schon einmal eine Grundaussage: wir fangen nicht mit Widder an, sondern mit Fische.

    Wie ich jetzt weiß, fehlt eine Seite 74 – wo Steinbock/Wassermann drauf war – also ist das “Kochbuch” vollständig – bleibt trotzdem die Frage, warum 2 Zeichen, Widder & Stier, doppelt auftauchen?

    Aber das weiß vielleicht Du, Peter?

    Da die Monatsnamen an die Tierkreiszeichen gebunden sind, und wir die ja lesen können, die sind nicht mal verschlüsselt, müßte man die Frage stellen, ob die Schrift unter den Tierkreiszeichen original ist, oder nachträglich hinzufügt. Das müßte man chemisch beantworten können. Wenn original, dann ein veritabler Code – denn dann wäre die Verfasserin oder das Team sprachlich identifiziert. So ne Idee – aber ist von vielen klugen Köpfen bestimmt schon gedacht?!

  20. #21 Klaus Schmeh
    4. Februar 2016

    Zu den fehlenden Sternzeichen:
    Man geht davon aus, dass einzelne Seiten im Voynich-Manuskript fehlen. Vermutlich waren ursprünglich alle 12 Sternzeichen enthalten.

  21. #22 Peter
    4. Februar 2016

    Eigentlich denke ich daran, dass die Damen in Körben oder Töpfen stehen, als hätte man sie da eingepflanzt. Mit den Monaten verliert sich das aber, genau wie die Kleidung.
    Wenn man in Betracht zieht das man etwas im Frühjahr selberanpflanzen muss was man später nur schwer auf einer Wiese selber finden kann, macht das durchaus sinn. März ist die Zeit wo man im Garten anfängt zu sähen.

  22. #23 Peter
    4. Februar 2016

    @Klaus
    Auf der Rückseite vom März ( Fisch ) ist etwas Astronomisches gezeichnet. Ich denke mal da könnte uns Rene Zandbergen wohl weiter helfen, ob bei der Bindetechnik es möglich ist das hier eine Seite fehlt.

  23. #24 roel
    *****
    4. Februar 2016

    @Markus Termin “ob die Schrift unter den Tierkreiszeichen original ist, oder nachträglich hinzufügt. Das müßte man chemisch beantworten können.” http://beinecke.library.yale.edu/sites/default/files/voynich_analysis.pdf

  24. #25 roel
    *****
    4. Februar 2016

    Zur Radiokarbondatierung des Voynich-Manuskript: http://www.voynich.nu/extra/carbon.html

  25. #26 Markus Termin
    5. Februar 2016

    @ roel: vielen Dank für die Links: da heißt es: “The Latin alphabeth” on page 1R are different from the text/drawing ink and from one another” – ich nehme mal an “1 R” ist etwas, das wir auf den Scans nicht zu sehen bekommen? – irgendwas auf der Rückseite zu Blatt 1 – alle andere Schrift wäre demnach demselben Tintenfass zuzuordnen, mit den üblichen Variationen der Verdünnung, wenn sich was absetzt. Stimmt das?

    Das würde de facto bedeuten: die Schriften unter den Tierkreiszeichen sind nicht wesentlich nachträglich gesetzt. Schreibweise und Dialekt der Tierkreiszeichen müßten sich eingrenzen lassen: vor allem jedoch wäre es dann pure Absicht, gerade die Monate nicht zu verschlüsseln. Ein nicht-verschlüsseltes Element mitten im Verschlüsselten.

    Wie wäre es damit: man nimmt vom Unverschlüsselten (Monats-Bezeichnungen) alle Buchstaben, und schaut, ob sie sich im verschlüsselten Text wiederfinden, wenn sie das tun. Dann wäre der Text eine Mischung aus verschlüsselt und unverschlüsselt. Hat man die Buchstaben aus den Monats-Bezeichnungen identifiziert, kommt es zur Lücken-Deutung, und da ist dann eventuell ein Muster klarer Dekodierung zu finden …

    Alles nur Ideen – ich will hier nicht Leuten, die sich schon seit Jahren damit beschäftigen naseweiß vormachen, ich hätte einen blassen Schimmer: aber es ist klar, daß man ein astrologisches Buch nur auf seinen astrologischen Sinn abfragen kann – “Astronomie” als isolierte Wissenschaft gab es damals einfach nicht.

  26. #27 Markus Termin
    5. Februar 2016

    Ich schau mir in diesem Sinn mal 57v an …

  27. #28 Peter Lichtenberger
    Auf der Seite 28
    5. Februar 2016

    Ich denke das VM wurde in einer der Kanzleien (die ja im Umgang mit Verschlüsselung sehr versiert waren) der oberitalienischen Stadtstaaten geschaffen. Würde es sich um eine Klosterarbeit handeln, so wären die Zeichnungen qualitativ besser ausgefallen. Zudem war der Schreiber sehr versiert im Umgang mit Schrift.