Who can solve this encrypted postcard from WW2?

During World War II a woman from Loiret, France, sent an encrypted message to a recipient in Nantes, France. Can a reader break this cryptogram?

Encrypted postcards have always been a popular topic on Klausis Krypto Kolumne. The one I am going to present today showed up in a Google search for the term “carte chiffré” (French for “encrypted (post)card”). It is listed on a French auction site. The current bid is at 100 Euros. The auction will run for almost four more days.

From Loiret to Nantes

It should come to no surprise that this card was sent and received in France. The cleartext language is most likely French. The motive shows a street in Tours (Département Indre-et-Loire). The card was sent in Loiret (Département Loiret). The receiver was a man named Lucien Rabaud living in Nantes (Département Loire-Atlantique). Usually, encrypted postcards are sent from young men to their lovers, but in this case it might be the other way round.

The cryptogram

Here’s the picture side of the postcard:

The card is dated 1942, which means that it was sent during World War II. It is very unusual that such a postcard is encrypted. Usually encrypted correspondence was forbidden in war times, in order to make spy communication more difficult.

Here’s the ciphertext:

The alphabet used probably consists of the numbers from 1 to 9, from 1′ to 9′ and  from 1” to 9”. The spaces between the words are visible. All in all, it’s probably not a very secure cipher.

Can a reader break this encryption?

Further reading: The NSA crypto museum asks for support: Who can solve these encrypted postcards?

Kommentare (14)

1. #1 Armin
28. Februar 2017

Das ist tatsächlich ein sehr einfacher Code:
1-9 = A-I, 0=J
1′-9′ = K-S, 0′ = T
1”-6” = U-Z

Der Text müsste in etwa so lauten:

MON CHER LUCIEN
JE PENS BIEN
A TOI JAI FAIT
BON VOYAGE ET
SUIS ARRIVEE.
A BON PORT
JE TENVOIE
BIEN DES CHOSES
BONS SOUVE
NIRS ANDRE

2. #2 Klaus Schmeh
28. Februar 2017

@Armin:
Vielen Dank! Das ging wieder sehr schnell. Wahrscheinlich wurde der Brief von der Zensur nicht beanstandet, weil der Zensor ihn leicht entschlüsseln konnte.

3. #3 Alex
1. März 2017

Hallo Klaus,
warum wurden solche Karten geschrieben ?
Meistens aus Spass ? Oder sollte das wirklich niemand anders entziffern ?

4. #4 Stefan
1. März 2017

Ich bin zwar des französischen nicht wirklich mächtig aber mit “Mon Cher” kann ich was anfangen. Es scheint also um ein Liebespaar zu gehen.
Da sowohl Absender als auch Empfänger männlich sind, wird es wohl so sein, dass es… na sagen wir mal schwierig war als gleichgeschlechtliches Liebespaar.

Evtl war also schlichte Angst vor der SS, Gestapo oder eben solchen Institutionen.

5. #5 anderer Michael
1. März 2017

Der Absender ist” Andre”. Männlich André, Andrée ist weiblich im Französischen.
“Sie ” schreibt (je) .. suis arrivée ( ohne accent d’aigu in der Codierung ). Das ist die weibliche Form von” Ich bin angekommen”, die männliche lautet je suis arrivé.
Ich bin am Anfang auch darüber gestolpert.Vielleicht hat die Schreiberin nicht gewusst, wie sie die accents oder die Apostrophe verschlüsseln soll.

Es heißt auch” pense” und nicht” pens”. Souvenirs zusammengeschrieben ist auch leichter zu verstehen.
Armin: Das soll aber nicht altschlau und belehrend von mir sein. Ich hätte es nicht geschrieben, wenn Stefan nicht wegen der Geschlechter unsicher gewesen wäre

6. #6 HF(de)
1. März 2017

“this guy “andere michael” is not bad speaker … all what he says is true.”

From my conversation on ChessBomb with a french person. (Will perhaps disappear)
https://www.chessbomb.com/arena/2017-womens-world-championship

7. #7 HF(de)
1. März 2017

A second statement from him:

I discovered something interesting … “André” used to be a mixed name up to 1960
mostly given to boys, but women named “André” existed, although today it would seem weird.
there are some french names like that, who can be given to both sexes. André was one of them, although it was rare for women and even more rare today I got confirmation. So letter was written by woman named André.

Und er fand einen Schreibfehler in den beiden einzigen französischen Worten im Blogbeitrag: “carte chiffré”. Er sagt, carte ist weiblich, daher heißt es chiffrée 🙂

8. #8 HF(de)
1. März 2017

Und er reicht noch die Quelle für weibliche Andres nach: https://www.aufeminin.com/w/prenom/p1223/andre.html

9. #9 anderer Michael
2. März 2017

Ich habe mir noch überlegt, ob es vielleicht etwas mit der französischen Résistance zu tun haben könnte. Nur der Text ist so nichtssagend und typisches Postkartengeschreibsel. Wenn er tatsächlich irgendwelche versteckten Informationen enthalten sollten , würde er sich mit einer Codierung erst recht verdächtig machen.
Es sei denn. Die scheinbare leichte Entschlüsselung ist die Falle und es steckt ein ganz anderer Code dahinter.

10. #10 Thomas Ernst
Latrobe
2. März 2017

Ist doch von Armin richtig und schnellstens in die Socke gestopft worden. Rechtschreibung egal. Wozu noch die folgenden Kommentare?

11. #11 HF(de)
2. März 2017

Muss/soll ich Ihnen das erklären, Herr Ernst? Oder möchten Sie nochmal über das Wozu nachdenken? Soo schwierig ist das glaub ich nicht.

12. #12 anderer Michael
3. März 2017

Herr Ernst,
in Österreich sagt man liebevoll Wunderwuzzi.

13. #13 Klaus Schmeh
3. März 2017

@Alex:
>warum wurden solche Karten geschrieben ?
>Meistens aus Spass ? Oder sollte das wirklich
>niemand anders entziffern ?
Meistens waren es junge Verliebte, die sich per Postkarte verschlüsselte Nachrichten zuschickten. Vermutlich wollten sie meistens tatsächlich verhindern, dass der Postbote oder die Eltern mitlasen. Oftmals war es aber sicher auch eine Spielerei.

14. #14 my grand father
Letter
16. März 2017

Merci beaucoup pour la traduction ! Nous avons été étonné de retrouver une lettre de mon arrière grand père dans le journal ! (Bien-sûr nous avons des preuves que c’est bien mon arrière grand père adresse et justificatif)