Eine verschlüsselte Botschaft oder nur Dekoration? Vielleicht können meine Leser etwas zu dieser Symbolfolge auf einem Gebäude sagen.

English version (translated with DeepL)

Auf Reddit bin ich schon auf so manches interessantes Krypto-Rätsel gestoßen. Blog-Leserin Christine Hampel hat mich kürzlich auf einen dort diskutierten Fall aufmerksam gemacht, den ich noch nicht kannte. Dieser wurde bereits vor zwei Jahren veröffentlicht, und anscheinend konnte bisher kein Reddit-User zur Lösung beitragen. Vielleicht sind meine Leser erfolgreicher – wobei alles andere als sicher ist, dass es überhaupt eine Lösung gibt.

 

Die Inschrift

Das besagte Krypto-Rätsel ist eine Inschrift auf einem Fries unter dem Dach eines Hauses. Hier ist es zu sehen (das Foto ist aus zwei Bildern zusammengestückelt, aber die Inschrift müsste korrekt abgebildet sein):

Quelle/Source: Reddit

Das Gebäude befindet sich in der Guillaume-Straße 23 in Köln. Hier ist die Inschrift im Detail:

Quelle/Source: Reddit

 

Lösungsansätze

Die Frage ist zunächst, ob es sich hierbei um eine verschlüsselte Nachricht oder nur um Dekoration handelt. Bei Reddit tendiert die Meinung zu Letzterem. Falls doch eine Verschlüsselung vorliegt, ist das Alphabet ziemlich groß, denn es gibt kaum Wiederholungen. Es ist allerdings auch möglich, dass nur ein Teil der Symbolreihe relevant ist.

Fall es sich nicht um eine verschlüsselte Botschaft handelt, könnte die Symbolfolge mit einer Hausmarke zu tun haben, wie man es hier sieht.

Auch das so genannte “Asemische Schreiben” wird auf Reddit als mögliche Erklärung genannt. Damit bezeichnet man das Schreiben von Text mit Symbolen ohne Sinn. Ich kannte diesen Ausdruck bisher nicht. Anscheinend gibt es aber verschiedene Künstler, die asemische Texte, darunter ganze Bücher, geschaffen haben. Vielleicht ist ja das Voynich-Manuskript auch in diesem Zusammenhang zu sehen.

Schließlich hat ein Reddit-User noch ein Bild von einem Schuleingang in Litauen gepostet. Auf diesem ist eine ähnliche Inschrift zu sehen:

Quelle/Source: Krašto paveldo gidas

Ich habe die beiden Gebäude in den Cryptologic Travel Guide aufgenommen. Kann ein Leser mehr zu diesen Kryptogrammen sagen?


Further readingDie längste verschlüsselte Inschrift der Welt

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Kommentare (4)

  1. #1 The_Piper
    9. August 2022

    Es könnten moderne Hieroglyphen, entsprechend den Alten ägybtischen der ersten und zweiten Generation sein, also reine Symbole und schon Silben, das würde erklären, warum es so wenige Wiederholungen gibt.

    Erklärung:
    Erste Generation: Symbole, wurde eine Kuh gemalt, bedeutet das auch nur Kuh.

    Zweite Generation: Wurde eine symbolisierte Kuh gemalt, entsprach das der Silbe “ku”

    Dritte Generation: Buchstaben, wurde eine stark symbolisierte Kuh gemalt, entsprach das dem Buchstaben “K”

    Zur Entstehung der Schrift gibt es einige interessante Videos bei Youtube oder in einigen Mediatheken.

    Beispiel:
    Der Buchstabe “A”
    Kippt den mal vertikal, was sieht man?
    Einen stark vereinfachten Kopf eines Stieres.
    Der Schädel, unten das Maul, oben zwei Hörner.

    Der Buchstabe B.
    Grundriß eines einfachen Hauses mit 2 Räumen.

    Der Buchstabe D:
    Kantig geschrieben, nicht so rund wie ein aktuelles D, die Umgrenzung eines Feldes.

    (Das ist jetzt aus dem Gedächnis, aber grundsätzlich, als Beispiel, stimmt es.)

  2. #2 Kerberos
    9. August 2022

    Hier:

    https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Guillaumestr._23-25_K%C3%B6ln

    gibt es weitere Ansichten des Hauses.
    Eine Anfrage beim Denkmalamt in Köln könnte
    das Rätsel lösen.

  3. #3 muzi
    10. August 2022

    tlpul avljoaly dpzzlu khzz pjo ilyblota ipu
    -- qvzlmpul tbagluihjoly

  4. #4 Thomas
    11. August 2022

    Das Haus wurde im März 1924 von dem Architekten Fritz Herrmann (hier ein Bild als Karnevalsprinz im Jahr 1914: https://www.sueddeutsche.de/kultur/grossformat-dann-geit-et-bum-bum-bum-1.4809154) für Theodor Horn geplant. Laut Adressbuch war Theodor Horn Bücherrevisor und ab 1926 Mitgeschäftsführer der Peter Hack Paperwaren und Tütenfabrik GmbH, die dort ihren Verwaltungsitz hatte. Der Plan ist im Historischen Archiv der Stadt Köln unter der Signatur 458, III-6-815 zu finden (vielleicht möchte jemand dort nachfragen?). Theodor Horn stammte aus einer jüdischen Familie in Zülpich-Sinzenich, auf deren Grundstück es noch heute eine kleine Synagoge gibt. Auf dem Fries des Kölner Hauses befindet sich in der Mitte ein Pentagramm (Drudenfuß), das in der Kabbala und der Freimaurerei als “Siegel Salomos” (weniger bekannt als der sechszackige Davidsstern) gilt und etwa auch auf der Synagoge von Kafarnaum zu sehen ist. Hier einen Zusammenhang herzustellen wäre aber Spekulation ohne den Architektenplan gesehen zu haben.